Kresljedos
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Gratulation an das Winward-Team für einen hochverdienten Sieg bei der diesjährigen Auflage! Kann man nicht anders sagen.
Zum Rennen: Die ersten vier Stunden waren Spektakel pur, aber dabei hat es so viele Favoriten rausgehauen, dass die Spitzenpositionen zu Einbruch der Dunkelheit im Prinzip schon zementiert waren, was für mich leider einiges an Spannungsfaktor rausgenommen hat. Aber gut, so ist‘s eben manchmal auch.
Aber auch das zeigt, wie verdient der Winward-Sieg wirklich war, denn sie haben sich eben, ganz im Gegensatz zur Konkurrenz, mit beiden Autos aus allen Scharmützeln rausgehalten (abgesehen von der Berührung zwischen Engel und Verstappen im Tiergarten), und auch darüber hinaus zu jeder Zeit im Rennen die richtigen Entscheidungen getroffen. Dafür, dass die Konkurrenz zur falschen Zeit am falschen Ort war oder sich gar selbst eliminiert, können sie ja auch nix. Man muss sich nur mal zu Gemüte führen, was da alles war:
- Grello und HRT #64 auf Ölspur weg - HRT #65 wegen Reifenschaden weg - Schubert #77 wegen falscher Reifenwahl am Abend in extremen Rückstand geraten - Beide Schnabl-Porsches verunfallt - Der Ferrari, der sich selbst völlig unnötig aus dem Rennen manövriert hat - Lambo #130, der sich mit dem Frühstart sowie einigen Berührungen selber einen Bärendienst erwiesehttpn hat - Einzig die #84 hat sich nichts vorzuwerfen, das war einfach richtiges Pech mit dem Reifenschaden in Kurve 1 - Auch die Sache mit dem KCMG-Mercedes und dem Scherer-Audi war wohl richtiges Pech wegen widersprüchlicher Flaggensignale. Aber auch das hat eben zwei weitere SP9-Kisten eliminiert, und zumindest der Scherer-Audi hätte durchaus ebenso das Zeug dazu gehabt, die Winwards zu ärgern.
Aber das zeigt, dass es völlig ungerechtfertigt ist, die Dominanz der beiden Winwards auf die BOP zu schieben. Man hat es ja auch im Top-Qualifying gesehen: Wenn hier eine Marke ein absoluter Dominator war an diesem Wochenende, dann war das Lamborghini. Man muss nur mal deren schnellste Rennrunden mit denen der Konkurrenz vergleichen. Das war ähnlich wie bei Ferrari 2023. Mercedes hingegen war da etwa auf demselben Niveau wie alle anderen SP9-Kontrahenten, sowohl im Rennen als auch im TQ. Aber sie fuhren eben sehr konstant und so gut wie fehlerfrei. Am Ende schade, dass ein technischer Defekt bei Juncadella das Duell letztendlich vorzeitig entschied.
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