leverkusenER78 schrieb am 03.05.18 um 16:21:00:Vielelicht sind die Hintergründe nicht ganz klar.
Die Krux ist das ACO/FIA versucht LMP1 Privat und LMP1 Hersteller (=Toyota) von der performace her anzugleichen.
Das dies nicht einfach ist sollte klar sein.
Rein vom technischen Standpunkt aus muss der Toyota überlegen sein (kostet ja auch das 10fache von so nem privaten LMP1)
Was geht wenn man ohne Sprit-und Boostlimit fährt hat man beim Prolog gesehen. Aber auch das die Privaten schneller sind als Toyota wenn der Werks-LMP1 sich an die vorgegebenen Energiemengen hält.
Also wer soll jetzt wie limitiert werden um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten?
Toyota hat wie gesagt massig Erfahrung, Geld, Ingenieure usw zur Verfügung -> das ist Toyotas Vorteil
Dass die Privaten dann über eine Runde mithalten können oder sogar leicht schneller sind (wie beim Prolog) finde ich völlig in Ordnung. Zieh mal die etwas schnelleren Zeiten (zumal fraglich ob dies auf Longruns auch zutrifft...) von den Vorteilen Toyotas ab und du wirst feststellen, dass Toyota immernoch haushoher Favorit ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Privaten mal längerfristig halten, hat man beim R-One & dem Kolles gesehen... selbst wenn die schneller wie Audi & Porsche gefahren wären, hätten die kein Land gesehen....
Nachträglich fürs nächste Rennen kann man zudem immernoch was ändern, aber man muss Toyota nicht gleich den ersten Sieg der Saison schenken, indem man bescheuerte Regeln wie begrenzte Stintlänge einführt! Wieso sollen den die Privaten bspw nicht sparsam fahren dürfen oder vom Safetycar profitieren... für mich ist das äußerst lächerlich und die vornehme Zurückhaltung von Toyota finde ich untragbar. Wenn ihnen die Privaten in Spa um die Ohren fahren und dann was geändert werden würde wäre das eine ganz andere Sache.