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(CN)Prototypen als nationale Top-Serie? (Gelesen: 3380 mal)
Andy
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GT-Eins Forums-User
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(CN)Prototypen als nationale Top-Serie?
21.08.12 um 19:02:31
 
Was haben Oesterreich, Belgien und Spanien gemeinsam?

Keine funktionierende nationale GT-Serie.

Und der Rest Europas steht - mit Ausnahme Deutschlands und Grossbritanniens - auch nicht viel besser da.

In Italien krebst man mit einem guten Dutzen Autos herum, und selbst in Frankreich hat man mittlerweile Schwierigkeiten  20 Autos im FFSA-GT-Starterfeld zusammenzukriegen. In Holland waere man schon froh, wenn das Startfeld der Dutch GT4 noch zweistellig waere.

Kurz gesagt, bei der GT3-Rennerei liegt so einiges im Argen - und wenn man sich zum einen die Fahrzeugpreise und zum anderen die aktuelle wirtschaftliche Lage in weiten Teilen Europas anschaut, dann ist das nicht eben verwunderlich.

Diverse Versuche mit weniger aufwaendigen GT-Fahrzeugen (Cup-Klasse, GT4) fuehrten bislang zu eher durchwachsenen Ergebnissen und so stellt sich mir die Frage, ob es nicht Zeit fuer einen radikalen Wandel im Bereich der nationalen Sportwagen-Rennerei ist.

Wie waere es denn, eine nationale Top-Serie mit CN-Autos aufzuziehen? Als eine der wenigen Fahrzeugklassen boomen die kleinen Prototypen im Moment, nicht umsonst sind mit Oreca und Tatuus gerade zwei groessere Firmen dabei, den etablierten Normas, Junos und Wolfs Konkurrenz zu machen.

Die Autos sind schnell und - nach dem was man so hoert - sehr spassig zu fahren und die Kosten sind auf 95.000 Euro pro Chassis gedeckelt - ein Bruchteil des Neupreises eines Audi R8LMS oder BMW Z4 GT3.

Die grosse Herausforderung ist es, eine CN-Serie dem Fan schmackhaft zu machen - einen R8 oder Z4 kennt jeder, man kann die Dinger auf der Playstation fahren, und viele Kids haben diese Autos als Poster in ihrem Zummer haengen.

Bei den CN gibt es zwar viele verschiedene Chassis-Hersteller, aber de facto nur einen Motor, den Honda. Wenn man eine nationale Top-Serie (sagen wir mal einen Belcar-Ersatz) mit Prototypen aufziehen wollte, muesste sich das aendern.  Zum einen um den Fans einen leichteren Zugang zu der ganzen Sache zu ermoeglichen und dann zum anderen auch den Importeuren (wie z.B. dem Belgian Audi Club um beim Beispiel zu bleiben) ein Engagement zu ermoeglichen und so auch Moeglichkeiten zu gewinnen, die Serie zu popularisieren.

Gluecklicherweise kann man in den CNs eine breite Palette von Motoren verbauen - um das ganze aber nicht als BoP-Schlacht a la GT3 ausarten zu lassen, waere es vielleicht sinnvoll, sich auf eine Motoren-Formel zu beschraenken.

Mein Vorschlag waeren die aktuellen Motoren aus der BTCC, deren neues NGTC-Reglement ist zwar bei weitem nicht unumstritten, fuer das 2-Liter-Turbo-Motoren-Reglement ernten die Organisatoren um Allan Gow aber fast uneingeschraenkte Zustimmung. Die Wartungskosten sind deutlich niedriger als z.B. bei S2000 oder Formel 3 Motoren und es gibt eine grosse Auswahl an werksunterstuetzten oder privatiers-entwickelten Motoren:

Toyota (Toyota UK)
Volkswagen/Audi/Skoda (Lehmann)
Honda (Neil Brown mit Werksunterstuetzung)
Ford (Mountune)
BMW (Neil Brown)
GM (Swindon)

[TBC]
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Andy
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GT-Eins Forums-User
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Re: (CN)Prototypen als nationale Top-Serie?
Antwort #1 - 21.08.12 um 19:05:30
 
Wenn man diese Motoren bei den CNs verbauen wuerde und es schaffen wuerde nationale Top-Teams, Importeure und Fahrer fuer dieses Konzept zu gewinnen, koennte man wahrscheinlich recht attraktive Renn-Serien aufziehen.

Klar, das sind schon mal eine Menge "Wenns" - aber das zumindest von Fahrerseite Interesse daran besteht, sieht man daran, dass z.B. Fred Bouvy, der ja im belgischen GT-Sport in den letzten 10 Jahren immer zum "Inventar" gehoert hat, bei den 24h von Zolder und inklusive seiner Red Bull Sponsorengelder in einem Juno CN an den Start gehen wird.

Eure Gedanken zu der Sache?
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doomwarrior
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GT-Eins-Forumsmitgli
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Re: (CN)Prototypen als nationale Top-Serie?
Antwort #2 - 23.08.12 um 20:24:28
 
was ist eine nationale Topserie?
Meinst du sowas wie die DTM oder DRM?
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Andy
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Re: (CN)Prototypen als nationale Top-Serie?
Antwort #3 - 23.08.12 um 22:29:53
 
Fuer Deutschland ist die ganze Diskussion eher irrelevant  - hier gibt's ja DTM und GT-Masters.

Ich hatte in erster Linie mal an die Belcar gedacht, da sich da jetzt ja eben fuer die 24h von Zolder bei den CN ein sehr nettes Nennergebniss abzeichnet, waehrend der klassische GT und Tourenwagen-Bereich weiter schwaechelt.

Prinzipiell denke ich, dass das ganze vor allem fuer kleinere Maerkte interessant sein koennte, in denen die Budgets eben nicht ausreichen um ein 20 Auto starkes GT- oder Tourenwagenfeld auf die Beine zu stellen - sprich neben Belgien zunaechst einmal Holland oder Oesterreich, vielleicht auch Daenemark, wo die nationale TW-Serie in den letzten Jahren ebenfalls in die Brueche gegangen ist.
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doomwarrior
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GT-Eins-Forumsmitgli
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Re: (CN)Prototypen als nationale Top-Serie?
Antwort #4 - 29.08.12 um 19:48:14
 
mir ist noch nicht ganz klar was für dich eine "nationale Topserie" ist.
Einerseits argumentierst du mit der DTM. Also Rennserie für Werke mit Profi-Fahrern.
Auf der anderen Seite mit der Belcar. Also eher eine Amateurserie mit dessen besserbetuchte Klientel mal einen Coprofi anheuert.

Eine Werksserie mit Prototypen halte ich mit den CNs für Unrealistisch. A) aus historischer Sicht waren Sportprototypen nur Erfolgreich wenn Hersteller alles aus eigener Hand auf die Rennstrecke gebracht haben oder wenn die Fahrzeuge stellenweise schneller oder/und leistungsstärker als die F1 war.
B) Aktuell kann eine Herstellerserie mit Zuliefererchassis nicht funktionieren weil für sci-fi-design der Prototypen zuweit von Serienproduktion entfernt ist, aber andererseits die CNs einfach nicht genug "Schau her was wir bauen können - das ist Weltraumtechnik".

Für eine Amateurserie ist in einigen Ländern Bedarf da. Allerdings ist das Amateurbecken problematisch weil die Fahrer einfach unterschiedliches Können und die Upgradzyklen der Wagen stark differenziert. Ich bezweifel das man mit einem ~2006er CN-Chassis heute in einem 40 Wagenfeld was reißt. Nicht das es bei den GTs/TWs da besser wäre.
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Andy
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Re: (CN)Prototypen als nationale Top-Serie?
Antwort #5 - 29.08.12 um 20:23:23
 
Zitat:
mir ist noch nicht ganz klar was für dich eine "nationale Topserie" ist.


Eine "nationale Top-Serie" ist natuerlich je nach den wirtschaftlichen und sonstigen Gegebenheiten in dem jeweiligen Land etwas anderes - in Deutschland ist es die DTM , aber Deutschland ist auch das wirtschaftlich staerkste Land Europas und dazu noch die Heimat von einem halben Dutzend grosser Autobauer.

Generell meine ich mit "nationaler Top-Serie" die wie auch immer geartete hoechste Renn-Klasse eines jeweiligen Landes - hierzulande waere das eben die DTM, in England die BTCC und in Belgien die Belcar, welche vor ~zehn Jahren zumindest im Spitzenfeld schon auch sehr ih Richtung Profi-Serie tendiert hat, mit Leuten wie Kumpen, Login, Vosse, Bouvy, Goosens und zum Teil reinen Profi-Paarungen.

Zitat:
Eine Werksserie mit Prototypen halte ich mit den CNs für Unrealistisch


Da stimme ich dir zu. Allerdings gibt es zwischen Werks- und Amateur-Serien auch noch eine gewisse Grauzone - ich nenne das ganze mal Amateur-Serie mit gesteigerter Profi und/oder Importeurs-Beteiligung und das war so die Ecke in der ich mit meinen Vorschlag gezielt habe.
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« Zuletzt geändert: 29.08.12 um 20:24:07 von Andy »  
 
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cybersdorf
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Re: (CN)Prototypen als nationale Top-Serie?
Antwort #6 - 18.10.12 um 23:46:29
 
De facto fühlen sich die meisten Hobby-/Privatfahrer in geschlossenen Autos sicherer. Drum boomen die GT3 und nicht die C/N.
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doomwarrior
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GT-Eins-Forumsmitgli
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Re: (CN)Prototypen als nationale Top-Serie?
Antwort #7 - 19.10.12 um 11:48:38
 
würdest du damit sagen, der geschlossen C/N den Harald in einer der News mal angekündigt hatte, hätte Chancen am Markt?
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cybersdorf
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Re: (CN)Prototypen als nationale Top-Serie?
Antwort #8 - 19.10.12 um 23:12:35
 
Da bin ich überfragt. Nachdems praktisch noch keine solchen Autos am Markt gibt, wirds wahrscheinlich drauf ankommen, dass die Fahrer sie irgendwann ausprobieren. Dann werden wirs wissen.
Bei uns ist derzeit der große Pool an Hobbyfahrern, die aufsteigen wollen, der Histo-Cup. Und von denen interessieren sich einige z.B. für die SCC oder die 100 Meilen. Aber die Kosten und auch die körperliche Herausforderung eines "echten" Rennwagens schrecken ab. Und viele von ihnen wollen nicht nur Auto fahren, sondern Porsche, BMW, Ferrari, Mercedes. Das kommt noch dazu.
Die Historic-Fahrer lassen sich eher von älteren Sports 2000 locken, die fahren halt keine neuen Autos.
Aus einem Suzuki- oder Mitsubishi-Cup springt niemand direkt in den Sportwagen.
Diejenigen, die Rennwagen vll. aus einer früheren Formel-Zeit kennen, zieht's eher in Richtung BossGP, wo sie zum Vergnügen starke Formelautos fahren können.
Ich sehe für eine nationale Meisterschaft bei uns keinen Markt, dazu sind wir zu klein. Die "Nichthistoriker" versuchen sich grade neu zu formieren, aber das wird auf Basis der Tourenwagen & GT passieren müssen. Von dort lassen sich vll. einige in den Sportwagen locken, aber das werden nie genug für eine eigene Meisterschaft sein.
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ger80
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Re: (CN)Prototypen als nationale Top-Serie?
Antwort #9 - 27.10.12 um 15:38:59
 
Der markenlose NGTC Motor kostet im leasing 26k£ die Saison
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Harald
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Garbsen
Re: (CN)Prototypen als nationale Top-Serie?
Antwort #10 - 10.12.12 um 05:16:41
 
Eine nationale Top-Serie entsteht nur wenn ein grosser Förderer dahinter steht - vorzugsweise ein Hersteller.
Da die CN-Hersteller alles Kleinmanufakturen am Rande der Betriebswirtschaftlichkeit sind fallen die schon mal alle Weg.
Bleiben die Motorenhersteller - da hat Honda im Bereich CN ein Alleinausrüster-Monopol.
Selbst wenn sich 2 oder 3 oder mehr Hersteller mit einem nationalen Motorsportverband zu einer "geBoPten" Motorenformel zusammenfinden würden, würden spätestens die Marketingabteilungen Zeter und Modillio schreien wenns ums Budget geht:
("Eieiei -  habts nich was serienmässiges mit mehr Markenidentität? Schaut - wir haben doch unseren Polo(Fiesta/Civic/Clio/...) der ist sogar billiger...")

Also als nationale Top-Serie seh ich das nicht kommen.

Die Idee mit dem Einheitsmotor ist zwar gut müsste aber vom Hersteller dieses Einheitsmotors mit finanziert werden - und dabei auch noch in eine bestehende Formel (CN?!? ..) passen, damit die Autos nicht propietär und damit unverkäuflich werden.
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