eric schrieb am 16.01.08 um 11:53:49:Wie hat denn Freund Tessitore seinen Einsatz bewertet? Zufrieden?
Tja, mein Resümee ist schwierig!
Im Training liefen wir wie befürchtet hinter den Top-Zeiten der vier BMW 120d von Schubert und Belien her. Deren Gesamtpaket (Fahrwerk + Motor) ist einfach stärker zu bewerten als unsere VW Golf TDi. Aber diese BMW kosten auch eine Stange mehr Geld ...
Unsere Hoffnung lag darauf, dass die BMW erst die 24 Stunden problemlos durchhalten müssen und natürlich auf dem angekündigten Regen, der die Leistungsunterschiede relativieren sollte.
Insgeheim rechneten wir damit, zumindest einen Wagen aufs berühmte Stockerl zu bringen und beide Fahrzeuge unter den TOP 5 klassieren zu können.
Ich hatte ja das Vergnügen auf beiden unserer Fahrzeuge zu starten. Leider bekamen wir bei beiden Fahrzeugen bereits frühzeitig technische Probleme (1x am Radträger und 1x an der Sperre), so dass wir bereits frühzeitig Reparaturzeiten aufrissen. Leider waren es alles Zulieferteile, die Probleme schafften ...
In der Nacht im Regen konnten wir dann zwar ein Auto schon wieder bis auf P5 in der Dieselklasse vorbringen und mit beiden Fahrzeugen ansprechende Rundenzeiten hinlegen. Leider endeten dann aber beide Wagen am frühen Morgen nach Aquaplaning in ein und der selben Kurve in den Reifenstapeln. Unsere Mechaniker haben zwar in einer Meisterleistung beide schwer beschädigten Wagen wieder zum Laufen gebracht, aber damit war natürlich an ein gutes Ergebnis nicht mehr zu denken. Aber die Leistung der Techniker hatte es verdient, dass wir "Kutscher" auch nochmals unser Bestes gaben und beide VW Golf ins Ziel chauffierten.
Mein persönliches Resümee: Ich bin ja - wie einige Insider hier wissen - kein Regenfreund. Aber meine Rundenzeiten in der Nacht im Regen und sonst auf nasser Piste waren absolut zufriedenstellend und langsam macht mir das Fahren bei Regen Spass. Ich konnte Dank des guten Drehmomentes im Nassen sogar richtig Boden gut machen und es hat Spass gemacht herumeiernde Porsche; BMW usw. mit dem Golf aussen herum zu überholen.

Toll fand ich wie unsere Autos vorbereitet waren. Beide Fahrzeuge waren wirklich absolut gleichwertig. Und auch in den schwierigen Reparaturphasen und dem wieder Zurückkämpfen, war immer der Teamgeist zu spüren. Es war und ist eine Freude mir dem Team zusammen zu arbeiten.
24 Stunden Rennen sind schon etwas Besonderes und wenn es igrendwie möglich ist, möchte ich heuer noch das eine oder andere Langstreckenrennen bestreiten. Voriges Jahr lief es (über-)optimal und heuer hatten wir halt ein paar Troubles. So ist der Motorsport eben.
Aber es war wieder einmal ein besonderes Erlebnis und Niederlagen stärken bekanntlich den Charakter!