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Dienstag, 18. Juni 2013
FIA-GT4 Europacup
Aus 3 mach 1 - GT4 & PCCBNL in Assen Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Samstag, 8. Juni 2013

ekrisbmws.jpgWährend an diesem Wochenende die einheimische Rennszene zum Sachsenring und nach Le Mans zu den Vortests blickt, findet in Assen die 2. Runde der FIA-GT4-Trophy im Rahmen der Saisoneröffnung der Niederländischen GT4-Meisterschaft statt. Anders als beim 500km Rennen im Rahmen der britischen Meisterschaft, das wie berichtet die deutsche Pro Sport Performance-Mannschaft gewinnen konnte, werden dort drei Sprints á 25/25/50 Minuten ausgefahren. 17 Autos sind an diesem Wochenende in Assen versammelt, wobei sich dieses Feld aus der Porsche GT3 Cup Challenge BeNeLux, der Niederländischen GT4-Meisterschaft und der FIA-GT4 Trophy zusammen setzt. So bekommen die drei um Teilnehmer ringenden Meisterschaften zumindest ein gescheites Feld zusammen.

In Punkto Rennformat ist die Trophy in diesem Jahr offen wie nie, wie uns Organisator Claude Surmont anvertraute: „Wir haben vom 500km-Rennen wie beim Saisonauftakt über die Kurzstreckensprints im Rahmen der niederländischen Meisterschaft bis hin zu den 2*1h-Sprints bei unserer Runde der Schwedischen GT und in Spa-Francorchamps alles dabei. Das Langstreckenrennen war für uns anfangs ein gewagtes Experiment, da ja die meisten GT4-Fahrzeuge Sprintautos sind und daher extra für den Event in Silverstone an ihren Tankanlagen umgebaut werden mussten. Dennoch hatten wir mit insgesamt 14 GT4 ein hervorragendes Feld am Start, das sich ein aufsehenerregendes 3h-Rennen mit zahlreichen engen Zweikämpfen geliefert hat. Das positive Feedback der Teams, die quer duch die Bank alle begeistert waren, hat Überlegungen in Gang gesetzt, in Zukunft mehr auf einen Mix aus Sprint- und Langstreckenrennen für die Trophy zu setzen.“

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 8. Juni 2013 )
 
Pro Sport Performance Porsche gewinnt GT4-Trophy in Silverstone Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Dienstag, 28. Mai 2013

adam_and_joerg.jpgDie erste Runde des Europäischen GT4-Trophy , die am vergangenen Wochenende bei den 500km von Silverstone absolviert wurde, ist an den einzigen deutschen Teilnemer im Feld gegangen. Nach 3 Stunden Renndistanz trennten das Porsche-Duo Adam Christdoulou und Jörg Viebahn gerade einmal 0,285s vom zweitplazierten Team, dem niederländischen BMW M3 GT4 der Ekris Racing-Mannschaft mit den Piloten Ricardo van der Ende und Prinz Bernhard van Oranje.

Der Sieg war für die deutsche Truppe von Pro Sport Performance um so bemerkenswerter, als man nach dem Unfall bei den 24h am Ring in der vergangenen Woche auch den zweiten für Silverstone vorgesehenen Wagen wegen Elektronik-Problemen nicht zum Laufen bekam. Daher hatte die Truppe auf die Schnelle ein drittes Einsatzfahrzeug aufbauen müssen, das erst Freitag nacht fertig wurde – und nun das Rennen gewann.

Dabei spielte auch das Glück - oder vielmehr das Rennpech der Konkurrenten von Ekris Racing - ein wenig mit. Die holländischen Polesetter waren ihren herausgefahrenen Vorsprung nach einer Stunde durch einen langsamen Boxenstopp wieder losgeworden. Das eröffnete der deutschen Truppe die Chance auf einen 2 Stunden andauernden Zweikampf, den man im Verkehr der schnelleren GT3 unbeschadet überstehen musste. 

silverstone_fight_2.jpgJörg Viebahn zeigte sich nach dem Rennen begeistert: "Die Balance of Performance war wirklich hervorragend - wir hatten mit dem Porsche Vorteile in den Kurven, während der BMW auf den Bremsen uns wieder eingeholt hat. Das hatte ein richtig gutes Rennen mit einem harten Zweikampf zur Folge. Das macht ein gutes Rennen aus: Man will ja nicht 15s in Führung liegen, sondern hart um den Sieg kämpfen, damit man am Ende auch weiss, was man erreicht hat. Das war ein wirklich gutes Rennen für uns!“

Der dritte Platz war nicht minder hart umkämpft. Am Ende hatte in einer Fünfergruppe die britische Optimum Motorsport-Truppe das bessere Ende für sich, obwohl man hinter dem Safety-Car zu Beginn des Rennens eine Runde verloren hatte, sich diese aber wieder zurück erkämpfen konnte. pro_sport_performance_porsche_1.jpgDie Ginetta-Truppe kämpfte gegen den Aston Martin Vantage GT4 von Complete Racing, Cor Euser's Lotus Evora, der erst am Freitag nach einer langen Reparatur vom Nürburgring-Wochenende als später Entry für das Rennen gemeldet wurde, und die beiden Ginetta von Redgate Lifetime und APO Sport. Das Optimum-Duo Rick Parfitt Jr und Ryan Ratcliffe querte die Zielline am Ende mit 32s Rückstand auf das glorreiche Porsche-Duo und schnappte sich P3 mit 55s Vorsprung vor dem Lotus von Cor Euser / Rob Seevers.

Insgesamt starteten 13 GT4 in das 500km Rennen, das im Rahmen einer Langstreckenrunde der britischen GT-Meisterschaft gemeinsam mit dem GT3-Feld absolviert wurde. Die nächste Runde der Avon Tire European GT4 Trophy findet in 2 Wochen am 09.06. in Assen im Rahmen der Niederländischen GT4-Meisterschaft statt.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 28. Mai 2013 )
 
Europäische GT4-Trophy verstärkt Feld in Silverstone Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Samstag, 25. Mai 2013

gt4race1a.jpgDie 500km von Silverstone, die morgen auf der britischen Traditionsrennstrecke abgehalten werden, sind nicht nur eine Runde der Britischen GT-Meisterschaft. Beim längsten Lauf der britischen GT-Serie 2013 startet auch das Revival der SRO-GT4-Serie, die Avon Tyres European GT4-Trophy. Zwar ist deren Feld mit 7 Autos ziemlich übersichtlich geraten, jedoch gibt es zumindest wieder eine Meisterschaft für die kleinste der verbliebenen GT-Klassen.

Über die Organisation der diesjährigen Trophy hatten wir bereits im vergangenen Winter berichtet. Dadurch dass man im Zusammenspiel mit verschiedenen Meisterschaften startet, fällt das GT4-Feld bei den betreffenden Runden auch viel grösser aus als das reine Trophyfeld – neben 2 BMW M3-GT4, 2 Camaro GT4, einem Porsche, einem Ginetta und einem Aston Martin Vantage GT4 des Trophy-Feldes starten auch 5 Ginetta G50 und 1 Aston Martin sowie ein Lotus aus der britischen GT-Meisterschaft. Somit stehen in Silverstone 14 GT4 - neben 34 GT3 - am Start.

gt4race1b.jpgSelbst aus Deutschland kommt ein Teilnehmer an der Trophy. Das aus der VLN Langstreckenmeisterschaft bekannte ProSport Performance-Team hat sich trotz des Ausfalls beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring nicht lumpen lassen und den Porsche 911 GT4 auch für die europäische Serie mit den Piloten Jörg Viebahn und Adam Christodoulu genannt. Las Moras Racing aus den Niederlanden ist mit den beiden Camaro Muscle Cars genannt, wobei Duncan Huisman und Nicki Pastorelli die beiden Lineups anführen. Ekris Motorsports aus den Niederlanden stellt die BMW-Streitmacht. Aus Portugal kommt die Aston Martin-Mannschaft von Veloso Motorsports. Den Ginetta hat die britische Motorground-Truppe genannt.

Mittlerweile ist auch die ausstehende 5. Runde der Trophy fixiert worden – man wird am 13. Oktober in Zandvoort eine zweite Runde mit der Niederländischen GT4-Meisterschaft absolvieren. Das Rennen in Silverstone wird morgen gegen 13 Uhr Ortszeit (14 Uhr MEZ) gestartet.

Das letzte 500km-Rennen in Silverstone ist übrigens 13 Jahre her: 2000 war die zweite europäische Runde der ALMS als 500km Rennen angesetzt worden. Damals gewann der BMW von Letho / Müller vor dem Panoz und dem Audi von McNish / Capello.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 25. Mai 2013 )
 
KTM X-Bow GT Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Samstag, 9. März 2013

xbowgt.jpgKTM hat am vorrigen Montag den X-Bow-GT offiziell auf dem Automobilsalon in Genf vorgestellt. Die mit einer Frontscheibe und Seitenfenstern ausgestattete, 86.275€ teure Variante des KTM X-Bow ist für dieses Jahr neu im Vierrad-Programm des österreichischen Zweiradherstellers vertreten. Ob auch für den X-Bow-GT eine motorsportliche Verwendung vorgesehen ist, harrt derzeit noch der Entscheidung. Zumal der GT mit 285 PS um 15 PS schwächer ist als das Top-Modell X-Bow R.

Das avantgardistische Basismodell wurde bereits 2008 als einer der ersten Vertreter der Supersport-Subkategorie in der GT4 homologiert und heimste in den Händen von Christopher Haase und Augustin Eder 2008 und 2009 die ersten beiden Meistertitel in der nun voraussichtlich nicht mehr ausgeschriebenen Kategorie ein. Ob der X-Bow GT nun als vollwertiger GT4 homologiert wird, der X-Bow-R ein entsprechendes Leistungsupgrade bekommt oder die Supersport-Kategorie in der neuen GT4-Europa-Trophy nach wie vor eingebunden bleibt, ist ein aus Sicht des GT-Sports noch zu klärendes Detail.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 5. März 2013 )
 
Erste Bilder des Toyota GT86 GT4 Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Donnerstag, 7. Februar 2013

050213toy.jpgDas britische GPRM-Team hat erste Bilder und Infos zur GT4-Version des Toyota-GT86-GT4 veröffentlicht. Anders als das für die VLN Langstreckenmeisterschaft gedachte Modell für die V3-Klasse ist die britische Konstruktion nicht von TMG in Deutschland sondern von der im britischen Buckingham (bei Silverstone) beheimateten Mannschaft aufgebaut worden, die sich gleichwohl eine Beratung von Toyota-GB für das Projekt zugesichert hat.

Um auf ein Leistungslevel mit den gängigen GT4-Modellen zu kommen, wird die britische Version des von einem 2l-Boxer-Motors betriebenen Boliden mit einem Turbolader von Nicholson-McLaren ausgestattet, der 360-400PS aus dem 4-Zylinder-Boxer holen soll. Ein erster Test des Wagens soll Ende des Monats stattfinden, danach will man den Wagen bei den offiziellen BoP-Tests der SRO vorstellen und plant eine Teilnahme an der britischen GT-Meisterschaft. Zudem sollen auch Kundenautos für andere Serien aufgebaut werden. So ist es nicht unwahrscheinlich, dass man den GT86-GT4 evtl. auch in der neuen GT4-Euro-Trophy oder der VLN Langstreckenmeisterschaft zu Gesicht bekommen könnte.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 7. Februar 2013 )
 
SRO GT4-Trophy 2013 Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Sonntag, 23. Dezember 2012

nringstart1.jpgDie SRO unternimmt einen neuen Anlauf eine Top-GT4-Serie zu installieren. Nach dem Ende des FIA-GT4 Europacups aufgrund der Insolvenz des belgischen Veranstalters Anfang dieses Jahres (wir berichteten) will man 2013 einen neuen Anlauf starten. 2013 soll eine neue GT4-Trophy geschaffen werden die in fünf Rennen im Rahmen nationaler europäischer Rennserien ausgetragen wird. Die besten vier Rennen sollen dann zur Trophy zählen, wobei teilnehmende Teams nach technischen und sportlichen Regularien der SRO teilnehmen sollen. Punkte werden für eine Team- und Fahrerwertung vergeben. Eine dritte Wertung wird als „Gentleman-Trophy“ für Fahrer mit Bronze-Status ausgeschrieben.

Derzeit sind vier Termine fixiert, dies sind:
19.05. Silverstone (Britische GT Serie)
27.07. Spa-Francorchamps (im Rahmen des 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps)
17.08. Anderstorp (Schwedische GT)
13.10. Zandvoort (Niederländische GT4-Meisterschaft)

Termin und Ort der 5. Runde sind noch offen. Als Möglichkeiten kommen hier die GT4-Klassen enthaltenden Serien in Italien, Frankreich oder – was eine Sensation wäre – die VLN Langstreckenmeisterschaft in Betracht. Mit dieser hatte man just eine technische Vereinbarung getroffen, die vorsieht, dass die veranstaltende VLN-Orga und der ADAC das technische Reglement sowie die aktuellen BoP-Einstufungen für die SP10-Klasse übernehmen.

dutchgt4.jpgIn den Niederlanden geht die Niederländische GT4-Meisterschaft mittlerweile in die 5. Saison in Folge und in Schweden hat man just eine Vereinbarung mit dem schwedischen Promotor Leif Lindstrom über die Ausrichtung eine neuen schwedischen GT4-Serie getroffen. Diese soll am 10. Januar auf der Autosport International Show in Birmingham unterzeichnet werden. Als Reifenpartner für die neue Serie soll ab 2014 Avon Tires agieren. Die aktuelle BoP der GT4-Klasse soll am 06.-08. März in Zandvoort stattfinden. Dabei soll die Performance der 2010´er Saison als Grundlage genommen und einige leistungssteigernde Entwicklungen der letzten Jahre aus Kostengründen zurückgenommen werden.

Das wiedererwachte Interesse Stephane Ratels an der GT4 kommt nicht von ungefähr. Der überragende Erfolg der GT3 hat einflussreiche Neider auf den Plan gerufen, welche die Kategorie zu vereinnahmen versuchen. Der ACO hat im vergangenen Jahr seine Einstellung zur Erfolgsklasse der SRO angesichts des offensichtlichen Teilnehmerschwundes in der GTE von kategorischer Ablehnung zu unverhohlener Anbiederung komplett geändert. Als man gar im Schulterschluss mit der FIA laut über eine Vereinigung von GT3 und GTE-Klasse nachdachte und entsprechende Kommissionen einrichtete, schrillten beim französischen SRO-Chef alle Alarmglocken. Zudem haben auch schon einige nationale Meisterschaften, so das ADAC GT-Masters, 2012 die SRO-Partner vor die Tür gesetzt und kochen ab sofort ihr eigenes BoP-Süppchen. Hinzu kommt das trotz aller Bemühungen um Kostenkontrolle die Hersteller dennoch Wege gefunden haben, die stetig steigende Price-Cap - derzeit 400.000 Euro pro Wagen - zu umgehen, etwa durch spezielle Endurance-Upgrade-Kits. aston_camaro.jpgDer Kostentod der GT3 rückt da trotz des noch offensichtlichen Erfolges der Klasse in den Bereich der Möglichkeiten. 

Die derzeit mit 130.000 Euro bezifferten GT4 sind da für einen theoretisch noch breiteren Kundschaftskreis gedacht – nur fehlen derzeit attraktive Top-Einsatzserien, die es einem der bislang engagierten Hersteller - Aston Martin, Ginetta, BMW, Porsche, Corvette, Lotus, KTM, Nissan, Donkervoort, Camaro und Maserati – erlauben, wie in der GT3 dutzendweise Autos zu verkaufen. Neue Modelle sollen in dieser Saison mit dem derzeit schon mit nationaler Homologation laufenden Mazda MX5, dem Toyota GT86 und dem Hyundai Genesis Coupé hizukommen. Mit der GT4-Trophy nimmt Ratel nun das Heft wieder in die eigene Hand – und rüstet sich damit für den Fall, dass die GT3 ihm von der FIA irgendwann einmal aus der Hand genommen werden sollte.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 23. Dezember 2012 )
 
Ratel schreibt GT4-Klasse noch nicht ab Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 1. Oktober 2012

Die SRO-GT4 Klasse mag ohne eigene europaweite Serie sein - abschreiben will SRO-Chef Stephane Ratel die Klasse aber dennoch nicht, wie er uns exklusiv vor einer Woche am Ring erklärte. „Wir halten die Klasse nach wie vor für eine gute Einstiegsmöglichkeit in den GT-Sport und haben erst just mit dem ADAC Nordrhein eine mehrjährige Vereinbarung unterzeichnet, die die BoP der GT4 in der VLN Langstreckenmeisterschaft betrifft. Demnach wird sich der ADAC nun weitestgehend bei der Einstufung der Autos an die BoP-Vorgaben der SRO halten. Ähnliche Vereinbarungen existieren mit den Serien in Holland und weiteren nationalen Serien. Eine eigene Serie werden wir aber 2013 nicht wieder neu starten – dafür fehlen uns derzeit die Kapazitäten.“

Die SP10-Klasse der VLN Langstreckenmeisterschaft in der derzeit BMW, Aston Martin, Ginetta und zeitweise auch Porsche engagiert sind, hat damit für wenigstens drei weitere Jahre Bestand. „Es sind auch weitere Hersteller daran interessiert, Autos für die GT4 zu homologieren. Toyota hat sich zum Beispiel just deswegen mit uns in Verbindung gesetzt. Die Klasse hat also nach wie vor eine Zukunft im GT-Sport“, so Ratel.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 30. September 2012 )
 
GT4-Europacup 2012 abgesagt Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Donnerstag, 5. April 2012

gt4_nring2010.jpgNach einer Meldung unserer niederländischen Kollegen von Autosport.nl ist der FIA-GT4 Europacup abgesagt worden. Grund sind die mittlerweile juristisch ausgeuferten Streitigkeiten in Belgien zwischen dem RACB und dem bisherigen vertraglichen Veranstalter Speedworld, die neben der Belcar und der BTCS auch zwei Runden des Europacups in Dijon und Spa-Francorchamps organisieren sollten. Nach der terminlich nicht mehr zu kompensierenden Absage würde der Rumpfkalender des Europacups nur noch vier Rennen umfassen - zu wenig, um von der FIA als Meisterschaft gewertet zu werden. Zu einem so späten Zeitpunkt in der Saison lassen sich auch kaum noch zusätzliche Rennen organisieren.

Die den Europacup eigentlich veranstaltende SRO sitzt nun mit einer weiteren Serie im Dilemma! Anders als bei den GT3-basierten Serien gibt es hier allerdings keine Rettungsbestrebungen. Zwar soll nun ersatzweise im Rahmen des 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps ein FIA-GT4-Masters-Meeting abgehalten werden, doch ansonsten wird die Klasse komplett den nationalen Meisterschaften in den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Deutschland und England überlassen. Die Chance, dass nun noch mal eine Meisterschaft seitens der SRO organisiert wird, stufen Insider als eher gering ein. Zu dringlich sind derzeit die anderen Baustellen der SRO (GT1-WM, FIA-GT3 Europa-Meisterschaft, Blancpain Endurance Serie), als dass dafür noch Kapazitäten existieren würden.

algarve_gt5.jpgDabei hat die GT4-Klasse durchaus weiter das Potential, sich als Einsteigerklasse in den GT-Sport (vorgeschriebener Höchstpreis eines GT4-Autos: 120.000 Euro - GT3: 400.000 Euro) etablieren zu können. Der Cup litt allerdings von Anfang an trotz eines attraktiven Fahrzeug- & Herstellermixes (Aston Martin, BMW, Maserati, Ginetta, Corvette, Porsche, Ford-Mustang, Nissan, KTM X-Bow, Donkervoort, Lotus, Camaro, Audi, Peugeot) an einem unattraktiven Rennformat (Sprintläufe von max. 45 Minuten Dauer) und einer lieblosen Organisation, die sich in permanent grenzwertigen Teilnehmerzahlen niederschlug. Diese Organisation wurde hauptsächlich von der belgischen Sektion von SRO übernommen, die nun über die Streitigkeiten mit Speedworld - der quasi monopolistisch agierende Veranstalter war der Strecke von Spa-Francorchamps über mehrere Monate die Streckenmieten schuldig geblieben - stolperte.

Es wäre zu wünschen, dass man für diese Klasse noch einmal einen fundierten Anlauf für ein Top-Championnat plant. Allerdings müsste diese dann deutlich engagierter und sachkundiger erfolgen. Dem Vernehmen nach soll die Entwicklung weiterer Autos für diese Kategorie (Mazda MX5, Hyundai-Coupé) im Gange sein. Es wäre schade, wenn dieser Klasse nun die europäische Bühne komplett wegbricht, nachdem auch die Blancpain Endurance Serie wegen Überfüllung durch GT3-Teams die GT4 just vor die Tür gesetzt hatte.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 5. April 2012 )
 
FIA-GT4-Kalender gründlich überarbeitet Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 27. Februar 2012

Der FIA-GT4 Europacup hat einen aktualisierten Kalender für die Saison 2012 vorgestellt, der im Vergleich zur ersten vorgestellen Version komplett umgekrempelt worden ist. Die ranghöchste Serie für die Basisklasse im SRO-Klassengefüge wird statt wie zuerst geplant in Zolder nun am HTTT in die Saison starten. Anstelle in dem kaum bekannten Albi findet die französische Runde in Dijon-Prenois statt. Der Saisonstart ist für den 1.4. auf dem HTTT in Paul Ricard angesetzt.

aston_camaro.jpgZwar wurde mit Ausnahme des Titlverteidigers Ricardo van der Ende und seiner Mannschaft Ekris Motorsport (BMW M3-GT4) noch kein Teilnehmer bekannt. Jedoch sollen zumindest zwei neue GT4-Modelle im Feld des kommenden Jahres debütieren. Das eine Modell wird die aktualisierte Variante des vom niederländischen Tuner Gt3.NL umgebauten Porsche 997 GT4 Cup sein. Das zweite neue Modell soll in Kürze veröffentlicht werden. Ausserdem will man eine Gentlemans Trophy-Wertung mit seperatem Podium bei jedem Rennen einführen.

Der aktualisierte Kalender lautet wie folgt :
30/03 - 01/04 : HTTT Paul Ricard 
04/05 - 06/05 : Dijon 
22/06 - 24/06 : Brescia Franciacorta 
17/08 - 19/08 : Slovakia Ring/Bratislava
14/09 - 16/09 : Spa
05/10 - 07/10 : Zandvoort

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 29. Februar 2012 )
 
FIA-GT4 Europacup - Kalender 2012 Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Donnerstag, 22. Dezember 2011

Mittlerweile ist auch der Kalender des FIA-GT4 Europacups bekannt geworden. Anders als im letzten Jahr, als sich die Organisatoren in Hoffnung grösserer Felder an die Niederländische GT4-Meisterschaft anhingen (aber auch dabei enttäuscht wurden), werden nun drei der sechs Meetings nicht im Rahmen der BeNeLux-Meisterschaft abgehalten. Mit Franciacorta, dem Slovakiaring und Albi stehen hingegen drei neue Veranstaltungsorte für die Meisterschaft auf dem Programm. Ob freilich mit der erneuten Internationalisierung der entgültige Durchbruch gelingt, ist angesichts des nach wie vor unattraktiven Rennformats (drei Sprintläufe á 20 bzw. 40 Minuten pro Rennwochenende – Fahrerwechsel nur beim 3. Lauf möglich) mehr als fraglich. gt4zolder2011.jpgAuch warum erneut Grossbritannien und Deutschland ausgespart werden, obwohl es in beiden Ländern eine nennenswerte GT4-Team- und -Herstellerszene gibt, ist weder nachvollziehbar noch förderlich für die Popularität der Top-Serie der FIA-Einsteigerklasse. Wunder sollte man daher von der Feldgrösse der Meisterschaft 2012 nicht erwarten.

Der Kalender lautet wie folgt:
20.-22.04. Zolder (B)
08.-10.06 Spa-Francorchamps (B)
22.-24.07. Franciacorta (I)
17.-19.08. Slovakiaring (SK)
31.08.-02.09. Albi (F)
12.-14.10. Zandvoort (NL)

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 1. Februar 2012 )
 
FIA-GT4-Finale Zandvoort: Titel geht an BMW-Team & -Pilot Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Mittwoch, 19. Oktober 2011

vanderende.jpgNeben der FIA-GT3 Europa-Meisterschaft hielt auch der FIA-GT4 Europacup am vergangenen Wochenende in Zandvoort sein Finale 2011 ab. Dabei gelang es BMW M3-GT4-Pilot Ricardo van der Ende, den Titel am Ende für sich zu entscheiden. Mit zwei Siegen in Lauf 2 bzw. im - gemeinsam mit Co-Pilot Duncan Huisman gewonnenen - Hauptrennen am Sonntag hatte van der Ende mit seinem Ekris-BMW-Team den Fahrertitel und den Teamtitel fixieren können.

14 Autos hatten sich zum Saisonfinale an der niederländischen Nordseeküste eingefunden. Im ersten Lauf siegte noch Corvette-Pilot Jeroen Bleekemolen vor Dick Freebird auf einem Lotus Evora und Dennis Retera auf dem Aston Martin Vantage GT4 des Vorjahres-Meisterteams Rhesus Racing. In Rennen 2 siegte van der Ende vor den beiden Lotus-Piloten Stefano D´Aste und Cor Euser. Lauf 3 gewann das Ekris-BMW-Duo vor der Datahouse-Corvette und dem Rhesus Racing-Aston Martin. zandvoort.jpgDa in Zandvoort das Renauer Motorsport-Team fehlte, ging das Finale ohne deutschsprachige Beteiligung über die Bühne.

Mit durchschnittlich 18 startenden Teams (20 in Silverstone) brachte man zumindest in diesem Jahr ein halbwegs passables Feld auf die Beine, was auch der Kooperation mit den Niederländischen GT4-Meisterschaft geschuldet sein dürfte. Dennoch blieb auch heuer der grosse Durchbruch in der eigentlich kostengünstigsten GT-Kategorie (Basispreis der Autos: zwischen 60-130T€) aus. Die Supersport-Kategorie mit nur einem regulär startenden Teilnehmer versank gar ganz in der Bedeutungslosigkeit - hier fuhr Gianni Giudici den Titel im Alleingang ein. Für die GT4-Fahrzeugkategorie gibt es mittlerweile auch im Langstreckenbereich einige attraktive Alternativen (Blancpain Endurance Serie, VLN Langstreckenmeisterschaft). Inwieweit die Serie 2012 fortgeführt wird, harrt derzeit noch der Verkündung.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 1. Februar 2012 )
 
GT4-EC mit 2. Runde in Silverstone Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Samstag, 4. Juni 2011

lotus_22_daste_r3.jpg19 GT4 werden am Samstag um 10:55 Uhr und 17:40 Uhr sowie am Sonntag um 16:15 Uhr die drei Rennen der zweiten Runde des FIA-GT4 Europacup in Silverstone bestreiten. Insgesamt starten 6 Ginetta G50, 5 Lotus Evora GT4, je 2 Camaro GT4, Aston Martin Vantage GT4 und je eine Corvette, Nissan, BMW M3-GT4, Nissan 370Z und ein Lotus 2-Eleven Supersport. Einziges deutschsprachiges Team in der Meisterschaft ist die Mannschaft von Renauer Motorsport. Die GT4 bildet zusammen mit der FIA-GT3 Europa-Meisterschaft und der Lamborghini Blancpain Super Tropheo an diesem Wochenende das Rahmenprogramm der FIA-GT1 Weltmeisterschaft.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 1. Februar 2012 )
 
GT4-Europacup Saisonauftakt in Zandvoort Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Donnerstag, 28. April 2011

startr3zandvoort.jpgAm vergangenen Wochenende fand neben dem Le Mans-Testtag und dem ADAC GT-Masters-Saisonauftakt auch der Saisonstart des FIA-GT4 Europacups statt. Die Meisterschaft startet heuer zusammen mit der Niederländischen GT4-Meisterschaft, was endlich halbwegs passable Felder garantieren soll. Mit 17 teilnehmenden Teams wurde dieses Ziel zumindest erfüllt. Unter anderem setzt die Österreichische Renauer Motorsport-Truppe von Ginetta G50 für die Österreicher Florian Renauer und Michael Dräbing ein.

Das Wochenende setzte sich aus zwei Sprintrennen über 25 Minuten und einem Lauf über 50 Minuten zusammen. Sprint #1 wurde von Stefano d´Aste in seinem Lotus Evora vor dem Aston-Pilot Jan-Joris Verheul und Corvette-Fahrer Peter van der Kolk gewonnen. In Sprint 2 setzte sich Jeroen Bleekemolen, der sich an dem Wochenende die Corvette mit van der Kolk teilte, knapp gegen BMW M3-GT4-Pilot Ricardo van der Ende und D´Aste durch. Das 50-Minuten Rennen wurde wiederum zur Beute des italienischen Lotus-Piloten, der 1,08s vor der Corvette von v.d.Kolk / Bleekemolen die Ziellinie kreuzte. Dritter wurde der Aston Martin Vantage GT4 von Retera / Verheul.

teamrenauer.jpgFlorian Renauer erzielte mit dem 4. Rang im 50min-Lauf sein bestes Resultat des Wochenendes. Die Teamleistung der Österreicher wurde durch den 6. Platz von Teamkollege Dräbing mit abgerundet. Die gelben Ginettas laborierten an einer aus Lärmgründen verordneten neuen Auspuffanlage, die kurzfristig geändert werden musste. Für den nächsten Lauf am ersten Juni-Wochenende in Silverstone hofft man, deutlich besser aufgestellt zu sein.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 1. Februar 2012 )
 
FIA-GT4 - erste Nennungen für das Europacup-Feld Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Freitag, 4. März 2011

gt4_nring2010.jpgKnapp 2 Monate vor dem Start der 5.Saison des FIA-GT 4 Europacups in Zandvoort am 25.April mehren sich die Hinweise auf die startenden Teams. Wie bereits berichtet gruppiert sich der Kalender schwerpunktmässig im BeNelux-Bereich um die Niederländische GT4-Meisterschaft, mit der die EM angesichts konstant schwacher Starterfelder in diesem Jahr erstmals kooperiert.

Renauer Motorsport, seit letztem Jahr Generalvertreter für Ginetta in Zentraleuropa und das Kundenteam GTR CZ haben 2 Ginetta GT4 Wagen genannt. Ein weiteres neue britische Team will einen dritten Ginetta G50 an den Start bringen. Die Supersport-Champions 2010, die italienische Scuderia Giudici, wird neben einem Lotus 2-Eleven 2 Lotus Evora GT4 nennen. Neu in den Rängen der Aston Martin-Einsatzteams ist die Mannschaft von Generation AMR, über die wir bereits berichteten. Rhesus Racing wird zwecks Titelverteidigung ebenfalls antreten. Mit mindestens einem der Maserati Granturismo MC GT4 wird ebenfalls gerechnet. Dieser soll durch ein neues französisches Team an den Start gebracht werden. Aus Italien will die Star Cars Mannschaft mit ihrem Porsche Cayman kommen. Das niederländische Racing Team Holland hat für die EM einen ihrer beiden BMW M3-GT4 genannt. Letztlich hat ABG die Nennung zumindest eines KTM X-Bow bestätigt.

Die ersten BoP-Tests der GT4 werden in 3 Wochen in Zandvoort absolviert.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 1. Februar 2012 )
 
FIA-GT4-Kalender 2011 mit starkem BeNeLux-Einschlag Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Mittwoch, 9. Februar 2011

nringstart1.jpgDer FIA-GT4 Europacup hat in den letzten Tagen ebenfalls seinen Kalender fixiert. Der enthält nun sechs Termine die allesamt mit nur einer Ausnahme (Silverstone) im Benelux-Bereich basiert sind. Damit trägt die FIA zwar endlich dem Fakt Rechnung, sich an die Meisterschaften mit nennenswerter GT4-Präsenz zu hängen, statt den wenigen EM-willigen Teams Reiseaufwände bis nach Portugal aufzuzwingen. Allerdings orientiert man sich sehr stark an nur einem zentralen Championnat, der Niederländischen GT4-Meisterschaft, mit der man zusammen im vergangenen Jahr am Nürburgring das bislang stärkste Feld in der Geschichte der Meisterschaft stellte. Weitere Meisterschaften - wie die der Franzosen, Iberer, Italiener - bleiben erst mal aussen vor. Wenigstens bleibt so die Hoffnung, dass die Nennzahlen endlich auf Dauer über die sonst üblichen 13 Autos kommen, die für einen Europacup bislang eher unwürdig waren.

Der Kalender liest sich wie folgt:
25. April: Zandvoort
05. Juni: Silverstone
09. Juli: Spa-Francorchamps
17. Juli: Zolder
18. September: Assen
16. Oktober: Zandvoort

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 1. Februar 2012 )
 
Audis GT4 ist offiziell Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Sonntag, 28. November 2010

audi_gt4.jpgIm Rahmen des DTM-Rennens in Shanghai hat Audi die Studie eines GT4-Fahrzeugs auf Basis des Audi TT präsentiert. Der von der Technischen Entwicklung, der Produktion und der quattro GmbH entwickelte TT soll ab 2012 das neue modulare Kundensport-Programm von Audi erweitern.

Schon bei den letzten Rennen der VLN Langstreckenmeisterschaft war ein SP4T-Audi TT als Entwicklungsträger der quattro GmbH auf der Strecke unterwegs, um erste Daten für den Wagen zu sammeln. Wie GT-Eins damals exklusiv erfuhr, ist dabei der GT4 ein Teil des Konzeptes, das darauf abzielt, den TT auch breitensportmässig für Audi als Einsatzgerät zu verwerten.

Basis des Autos ist eine Motorsportkarosse mit Überrollkäfig, sicherheitsoptimierter Tankkiste und weiteren Modifikationen, die für alle künftigen Kundensportvarianten gleich sein wird. Der Audi TT verfügt über einen rund 250 kW/340 PS starken TFSI-Motor. Frontschürze, Heckschürze und Heckflügel stammen vom serienmäßigen Audi TT RS. Motorhaube, Türen und Heckhaube sind aus CFK gefertigt, die Scheiben bestehen aus Kunststoff. Der TT verfügt über ein S-tronic-Getriebe mit Sperrdifferential, ein modifiziertes Serienfahrwerk mit verstellbaren Dämpfern und Leichtmetallfelgen der Größe 9,5 x 18 Zoll. Mit dem Audi TT-RS-GT4 setzt erstmals ein Hersteller in der GT4-Klasse auf Frontantrieb. Angeboten werden soll der Audi TT GT4 für rund 120.000 Euro. Dabei hat Audi nicht nur Europa sondern vor allem auch den asiatischen Markt im Visier, wo es in der asiatischen GT-Serie neben den GT3 auch einen GT4-Cup gibt.

Anlässlich des DTM-Rennens in Shanghai erfolgt auch die Markteinführung des Audi TT in China. Auf dem Stadtkurs in Shanghai drehte der fünfmalige Le-Mans-Sieger Frank Biela erste Demorunden mit dem neuen Audi TT. Auch die SP4T-Variante des TT RS und der Audi R8 LMS GT3 waren in Shanghai in Aktion zu erleben.

Mit Audis neuem Motorsportboliden bekommt auch der europäische FIA-GT4 Europacup sowie die angedachte SRO-Langstreckenserie einen neuen Impuls. Aston Martin, die just den neuen Aston Martin Vantage GT4 vorstellten, BMW mit dem BMW M3-GT4 und Ginetta sowie alle anderen engagierten Hersteller dürfen sich 2011 schon einmal auf einen hochwertigen Gegner einstellen.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 2. Februar 2012 )
 
Aston Vantage GT4 wird für 2011 überarbeitet Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Donnerstag, 25. November 2010

vantage2011.jpg Aston Martin bringt für 2011 eine überarbeitete Version des Aston Martin Vantage GT4 heraus. Das Meister-Modell des FIA-GT4 Europacups kommt zukünftig mit überarbeiteter Aerodynamik, erhöhtem Abtrieb und einem überarbeitetem Motor-Mapping für den 4,7l V8 daher. Optional kann nun auch ein Renn-ABS und eine Traktionskontrolle von Bosch geordert werden. Die aerodynamischen Änderungen beziehen sich vornehmlich auf den Unterboden, wo ein neuer Frontsplitter und ein überarbeiteter Diffusor für den erhöhten Abtrieb und eine effizientere Kühlung verantwortlich sind.

Aston Martin Racing hat mittlerweile über 80 Aston Martin Vantage GT4 gebaut, die in den ersten Jahren noch als N24-Modell mit einem 4,3l V8 aufgelegt wurden, ehe der 4,7l-V8 den Übergang vom N24 zum GT4 markierte. 2010 gewann der Niederländer Paul Meijer mit dem Team Rhesus Racing den FIA-GT4 Europacup mit dem Vantage. Klassensiege gelangen bei den 24h-Rennen in Dubai, am Nürburgring und in Spa-Francorchamps. Zudem wird in England seit diesem Jahr ein Markenpokal mit dem Wagen beschickt, nachdem der asiatische Markenpokal mit den N24 von zwei Jahren eingestellt wurde. Im FIA-GT4 Europacup ist der Vantage mit 16 Siegen in der vierjährigen Geschichte der Serie die erfolgreichste GT4-Konstruktion. Am Nürburgring gelangen in der VLN Langstreckenmeisterschaft dem mit Aston Martin-Vantage-Modellen antretenden Team von Mathol Racing 2010 die meisten Siege in der SP10/GT4-Klasse.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 2. Februar 2012 )
 
Generation AMR - Aston's Junior Team 2011 Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Sonntag, 14. November 2010

applebyaston.jpgIn der kommenden Saison soll ein neues offizielles Aston Martin-Junior Team im FIA-GT4 Europacup für neue vielversprechende Talente sorgen. Das Generation AMR-Team wurde aus der Idee geboren, zwei der besten Mannschaften aus der britischen Aston Martin GT4-Challenge für die Juniorenförderung zusammen zu spannen. In der britischen Clubserie lieferten sich unter knapp einem Dutzend Autos die Wagen der Familienteams von Appleby / Appleby und Scragg / Scragg die heissesten Duelle an der Spitze. Daher kam man überein, die beiden Juniortalente Anthony Scragg und James Appleby gemeinsam in ein Team für 2011 zusammenzulegen, das unter dem Namen Generation AMR starten soll und von David Appleby Engineering betreut wird.

Dafür wird man 2011 die neueste Evo-Stufe des 4,7l Aston Martin Vantage GT4 einsetzen, der mittlerweile den 4,3l Vantage N24 abgelöst hat. Langfristiges Ziel der Mannschaft ist es, nach einer Saison im FIA-GT4 Europacup in die FIA-GT3 Europa-Meisterschaft aufzusteigen, dabei aber das Junior-Förderprogramm für die GT4 parallel mit neuen Piloten beizubehalten.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 2. Februar 2012 )
 
ABG wird offizieller KTM-Tuner Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Mittwoch, 3. November 2010

ktmxbowr.jpgDie britische Mannschaft ABG Motorsport hat von KTM den offiziellen Entwicklungsauftrag für die Homologationsbetreuung des KTM-Xbow für die kommenden zwei Jahre bekommen. Der Hintergrund ist wohl, dass KTM plant, im nächsten Jahr den Nachfolger des X-Bow - den X-Bow R - ebenfalls für Renneinsätze zu homologieren, sich aber selbst auf die Modellentwicklung des Strassenmodells konzentrieren möchte. Der X-Bow R (Foto) ist mit einem 2l-TSFI-Motor von Audi ausgestattet, der 300 PS leisten soll - 60 PS mehr als der Motor der vorigen Version.

Schon beim Vorgänger, der ersten Version des X-Bow, hatte KTM die Entwicklung der Rennversion an einen Tuner ausgelagert. Reiter Engineering nahm die Rennentwicklung des ersten vierrädrigen Modells der österreichischen Motorrad-Schmiede in die Hände und war auch für die Renneinsätze im Rahmen des FIA-GT4 Europacups verantwortlich, wo Christopher Haase im Premierenjahr den Titel in der Supersport-Klasse holte. In Grossbritannien setzte ABG den Boliden neben Chad Racing auch in der britischen GT-Meisterschaft ein. Von daher ergab sich der Kontakt zu den Engländern, die nun das neue Modell federführend auf die Rennstrecke bringen sollen.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 2. Februar 2012 )
 
FIA-GT4 Finalläufe in Magny-Cours - Nachtrag Drucken E-Mail
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Samstag, 23. Oktober 2010

meijer_mc.jpgDer FIA-GT4 Europacup absolvierte am vergangenen Wochenende in Magny-Cours sein letztes Rennwochenende. Wir schulden euch noch die Ergebnisse der beiden Läufe:

Viel war dabei nicht mehr auf der Strecke los. Nachdem die Meisterschaftsentscheidung zugunsten der niederländischen Mannschaft von Rhesus Racing und Pilot Paul Meijer schon bei der vergangenen Runde in Portimao gefallen war, kam lediglich ein Minifeld von nur elf Autos zustande. Lauf 1 gewann Meijer mit seinem Aston Martin Vantage GT4 vor dem RJN Motorsport-Duo Buncombe / Tresson auf Nissan und Michael Mallock auf Aston Martin. In Lauf 2 leistete sich Mallock keinen Ausrutscher wie im Training (Foto) und gewann vor Meijer und dem KTM-Duo Ladas / Veltman. Athanasios Ladas blieb mit 97 Punkten dennoch nur der Vizetitel in der Supersports-Wertung, die sich Gianni Giudici mit einem Klassensieg im ersten Lauf und 104 Zählern sicherte.

mallock_mc.jpgDamit führt Meijer im Endstand der Punktewertung des Cups mit 104 Punkten vor Michael Mallock (77) und Ginetta-Pilot Matt Nicoll-Jones (60). Inwieweit es 2011 noch den Cup geben wird, ist derzeit bei der FIA und der veranstaltenden SRO in der Diskussion. Denn mit der neuen FIA-Langstreckenserie nach dem Format der alten FIA-GT könnte die GT4 ein neues Zuhause zugewiesen bekommen. Die Feldgrössen traten in dieser Saison mit durchschnittlich einem Dutzend Autos abermals auf einer unbefriedigenden Stelle. Auch die Supersport-Klasse entwickelte sich eher mau. Lediglich die Auftitte am Nürburgring gemeinsam mit der Niederländischen GT4-Meisterschaft und einem zusammengelegten 35-Wagen-Feld konnten überzeugen. Sollte der Cup daher im nächsten Jahr, trotz einiger Teilnehmer, die das Sprintformat bevorzugen, eingestellt werden, würden ihm wohl nicht all zu viele Fans und Aktiven eine Träne nachweinen.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 2. Februar 2012 )
 
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