Tommy Tulpe und Fabian Plentz sicherten sich am Samstag den Auftaktsieg bei der 100 Meilen Trophy Austria auf dem Red Bull Ring. Das schnelle Duo gewann im PRC WPR60-BMW vor Sandro Bickel im Ligier JS53-Honda, der bei seinem Heimrennen erneut überzeugen konnte. Gesamtdritter wurde Jacques Breitenmoser mit einem PRC WPR60 Turbo.
Bei schwierigen Wetterbedingungen waren Tommy Tulpe und Fabian Plentz nicht zu schlagen. Ein lupenreiner Start- und Zielsieg im an die 40 Fahrzeuge starken Feld bedeute den perfekten Einstand in die Premierensaison der 100 Meilen Trophy Austria, die ähnlich wie bei der Sports Car Challenge eine offizielle Teilserie der letztjährigen AvD 100 Meilen-Serie ist. Schon am Freitag gelang es Fabian Plentz und Tommy Tulpe nach der Bestzeit im freien Training auch im Zeittraining die schnellste Zeit zu erzielen. Weder Sandro Bickel, noch den beiden PRC WPR60 Turbo von Turi Breitenmoser und Jacques Breitenmoser gelang es die auf feuchter Piste gesetzte 1:38,560 zu unterbieten.
Gleich vom Start weg konnte Fabian Plentz ordentlich Dampf machen. Gerade nach dem Pech bei den beiden vorherigen Rennen zur Sports Car Challenge Austria zeigte sich der 25-jährige besonders motiviert. Bereits nach nur wenigen Runden klaffte eine große Lücke zu den Verfolgern um Jacques Breitenmoser, Turi Breitenmoser und Sandro Bickel. Ein kurzer Regenschauer sorgte auf der Strecke für einige Turbulenzen, die zudem eine Safety-Car-Phase zur Folge hatte. Dennoch konnte Fabian Plentz auch in dieser schwierigen Phase des Rennens stabil halten. „Mein Stint war grundsätzlich ein bisschen schwierig. Am Anfang waren wir das schnellste Auto, bis der Regen immer stärker wurde. Dann standen auf Start- und Ziel zwei Autos, zudem lagen einige Trümmerteile. Für uns war die Safety-Car Phase natürlich blöd. Aber irgendwie funktionierte das mit dem Safety-Car nicht so, denn plötzlich gab es wieder grün und der Vorsprung ging nicht verloren. Ich konnte dann noch ein paar schnelle Runden drehen und das Fahrzeug mit einer Runde Vorsprung übergeben“, so Fabian Plentz über seinen Stint. Tommy Tulpe, der nach knapp 45 Minuten das Volant übernommen hatte, ließ sich die Gesamtführung nicht mehr nehmen. Mit einer fehlerfreien Schlussfahrt brachte dieser den Sieg in trockene Tücher.
Den zweiten Platz holte sich Sandro Bickel, der damit zudem die Division 2 gewinnen konnte. Zunächst hielt sich der Ligier-Pilot hinter den beiden leistungsstärkeren PRC-Turbo von Jacques und Turi Breitenmoser an der vierten Stelle. Nach 19 Umläufen ging der Österreich an den beiden Eidgenossen vorbei und schnappte sich die zweite Gesamtposition. Zwar konnte Jacques Breitenmoser noch einmal kurzzeitig den zweiten Platz zurückholen, doch am Ende war Sandro Bickel nicht mehr von Rang 2 zu verdrängen. Das Vater-Sohn-Duell konnte Jacques Breitenmoser für sich entscheiden. Nach einer starken Anfangsphase fehlte nicht viel zum zweiten Platz im Gesamtklassement. Knapp 90s dahinter wurde Turi Breitenmoser als Gesamtvierter abgewinkt. Dabei hatte dieser im Qualifying noch knapp die Nase vor seinem Sohn gehabt. Der 62-jährige zeigte sich trotz Probleme mit dem Paddle-Shift im Großen und Ganzen aber zufrieden mit seinem Rennwochenende.
In der Division 2 reichte es für das Team Behler / Schönau trotz 6 Strafsekunden für einen zu kurzen Boxenstopp noch für den zweiten Platz. Dritter wurde Jay Boyd, während Prinz Marcus von Anhalt (alle auf Radical SR3) bereits nach einer Runde ausgeschieden war. Neben den bekannten 100-Meilen-Piloten waren noch etliche schnelle GT-Fahrzeuge und Radicals am Start, die für ein abwechslungsreiches Rennen und spannende Positionskämpfe sorgten. Nach einer längeren Pause steht für die 100 Meilen Trophy Austria der zweite Saisonlauf Ende August auf dem Programm. Vom 23.-25.08. tritt man dann erneut auf dem Red Bull Ring an.
Tommy Tulpe auf einem PRC WPR60-BMW entschied auf dem Nürburgring den Saisonauftakt der AvD 100 Meilen German für sich. Mit gerade einmal 0,469s Vorsprung setzte sich der PRC-Pilot gegenüber dem Zweitplatzierten Sandro Bickel im Ligier JS53-Honda durch. Den dritten Rang sicherten sich Jacques und Turi Breitenmoser, die mit ihrem PRC WPR60 Turbo lange das Rennen angeführt hatten. Als sich Turi Breitenmoser einen Dreher leistete, war Tulpe endgültig dran und eine Runde später sogar vorbei. Extrem spannend ging es in der Schlussphase zu, als Sandro Bickel immer größer im Rückspiegel des Gesamtführenden auftauchte. Bis zur letzten Kurve blieb das Rennen spannend,“Ich musste alles geben. Sandro hat sich dabei sehr fair verhalten und es war am Schluss nochmals ein toller Fight“, berichtete Tommy Tulpe.
Dritter in der Division 1 wurde Henry Uhlig im Norma-BMW V8, der zudem als Gesamtfünfter über den Zielstrich fuhr. In der Division 2 verwies der schnelle Österreicher Bickel zudem den Tatuus PY 012, der von Sven Barth und Anja Jouhsen gesteuert wurde, auf die zweite Position. Bis zum Boxenstopp hatte sich Sven Barth vor dem Ligier von Bickel halten können und zeitweise sogar die zweite Gesamtposition inne. Hinter Barth / Jouhsen sah das Team Dr. Robert Schönau und Evi Eizenhammer im PRC-Honda als Dritte der Division 2 das schwarz-weiß karierte Tuch.
Bei den GT- und Tourenwagen war Maximilian Völker im Porsche 997 GT3 Cup nicht zu schlagen. Da Steve Metior seine Dodge Viper bereits nach 13 Runden abstellen musste, war der Porsche-Pilot ohne ernsthafte Gegner. Deutlich spannender ging es bei den Tourenwagen der Klasse 1-3 zu, wo sich Francesco Rota im Alfa Romeo 147 mit knapp über 3s Vorsprung durchsetzte. Der Italiener verwies seinen Landsmann Paolo Semeraro auf Alfa Romeo 159 JTD auf den zweiten Rang. P3 holte sich das Duo Fiorello Fiore / Franco Barin, die einen Chevrolet Cruze fuhren.
Harald Schmeyer war bei den Sports 2000 nicht zu bezwingen. Mit einer starken Leistung fuhr dieser seinen Lola nicht nur zum Klassensieg, sondern auch zu einem hervorragenden siebten Platz im Gesamtklassement. Jürg Hügli, das Team Weil / Kowacic (beide Tiga SC83) und Friedhelm Stolzer auf Swift belegten die weiteren Plätze.
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 24. April 2013 )
In Monza sicherte sich Dr. Norbert Groer auf einem PRC- Honda vor einer Woche den Sportwagentitel bei den AvD 100 Meilen, nachdem Porsche-Pilot Thomas Langer bereits als Champion der GT- und Tourenwagen festgestanden hatte. Den Gesamtsieg in einem hochspannenden Finale holten sich Dietmar Haggenmüller und Jürg Aeberhard im Ford GT. Beim letzten Saisonlauf in Monza behielt das deutsch-schweizerische Gespann gegenüber Rosa / Rosa auf einem Radical SR8 und den Audi R8 LMS GT3-Piloten Cvetkovic / van Dongen die Oberhand.
Dabei präsentierten sich die AvD 100 Meilen zum Saisonabschluss in Monza mit einem hochkarätigen Starterfeld. Mit im Feld integriert waren zudem einige Fahrzeuge der Dutch Supercar Challenge, wodurch über 30 Autos am Start standen. Nicht weniger als 10 Piloten durften sich noch Titelhoffnungen bei den Sportprototypen machen, wobei Tommy Tulpe, Jay Boyd und Dr. Norbert Groer die besten Karten hatten. Tommy Tulpe, der gemeinsam mit Jay Boyd startete, ging mit einem 8 Punktepolster ins entscheidende Finale. Im Qualifying brachte sich der PRC-Pilot hinter die Polesitter Barth / Jouhsen (PRC Turbo) in eine gute Ausgangslage. Knapp dahinter saßen aber schon die starken italienischen Gaststarter Rosa / Rosa im Nacken. Meisterschaftkonkurrent Dr. Norbert Groer hatte sich gemeinsam mit Walter Steding die zweite Startposition in der Division 2 gesichert. Schneller waren nur die beiden Schweizer Stoller / Häfliger im Wolf GB08. Doch auch Groer / Steding hatten mit Fabian Plentz (PRC-Honda) einen starken Konkurrenten direkt dahinter.
Das Renngeschehen bestimmte zunächst Sven Barth, der mit einer 1.44,677 seinen letztjährigen Quali-Rekord noch einmal um fünf Tausendstel unterboten hatte. Nach Dijon hatte der Audi-Turbo Motor noch eine Revision in Liechtenstein bei Lehmann Motorentechnik erhalten. Der K.Motorsport-Pilot hatte bereits einen großen Vorsprung herausgefahren. Doch in der 16. Runde musste der PRC Turbo, nachdem sich ein Teil an der Frontverkleidung gelöst hatte, noch vor dem Pflichtstopp die Box ansteuern. Knapp 3 Minuten gingen flöten, wodurch Barth bis auf P10 zurückgereicht wurde. Am Ende reichte es zumindest noch zum zweiten Platz bei den Sportwagen vor Fabian Plentz.
Nutznießer wäre eigentlich Tommy Tulpe gewesen, der im PRC-BMW in der Anfangsphase des Rennens auf dem zweiten Gesamtrang lag. Der Titelaspirant war jedoch genauso wenig vom Glück verfolgt, als sich die Heckabdeckung löste. Bereits in Runde sechs steuerte der PRC daher an die Box. Zu diesem frühen Zeitpunkt lag Dr. Norbert Groer hinter Stoller / Häfliger und Fabian Plentz auf der dritten Position in der Division 2. In dieser Konstellation hätte Tommy Tulpe sogar noch ein vierter Platz in der Division 1 gereicht. Dann aber mussten Stoller / Häfliger den Wolf GB08 in der Box abstellen und zu allem Überfluss löste sich die neue Heckhaube an Tommy Tulpes PRC erneut. Als dann gleich zwei Saftey-Car Phasen das Feld für mehrere Runden einbremsten, war an eine Aufholjagd nicht mehr zu denken. Mehr als der vierte Platz in der Division 1 hinter Henry Uhlig im Norma-BMW war nicht mehr drin.
Dagegen hatte Dr. Norbert Groer, der inzwischen das Volant an Walter Steding übergeben hatte, die zweite Position in der Division 2 übernommen und brachte das Resultat souverän über die Zeit. Damit war die Entscheidung zugunsten des Sportwagenpiloten aus Österreich gefallen. „Das Pech, welches wir in dieser Saison schon gehabt haben, ist heute endlich ins Gegenteil umgeschlagen. Heute haben wir aber das Glück gehabt, das wir sonst nicht hatten. Wir hatten schon die Gesamtwertung im Hinterkopf, ausgegeben war aber auf die Klassenwertung zu gehen. Dass es jetzt mehr wurde, ist natürlich super. Wobei wir natürlich vom Pech von Tommy Tulpe profitiert haben“, erklärte der neue Sportwagen-Meister nach dem Rennen. Dritte in der Division 2 wurden die britischen Gaststarter Pollard / Black auf Crosslé vor Boyd / von Anhalt auf Radical SR3 und Dr. Schönau / Behler (PRC-Honda).
In Sachen Gesamtsieg waren die Sportwagen durch die ganzen Turbulenzen außen vor, zumal das GT- und Tourenwagenfeld sehr hochkarätig besetzt war. Jürg Aeberhard, der gemeinsam mit Dietmar Haggenmüller einen Ford GT bewegte, übernahm nach den unplanmäßigen Stopps der Sportwagen die Führung. Dietmar Haggenmüller übernahm den Retro-Renner als Zweiter, nachdem Danny van Dongen vorbeigegangen war. Nach den Stopps fiel Slobadan Cvetkovic zurück und musste zudem noch wegen einer Drive-Through einmal durch die Boxengasse. Am Ende reichte es aber noch zum dritten Platz hinter den Sportwagen-Sieger Rosa / Rosa vom Speed Factory Racing Team.
Zwar gingen an Haggenmüller kurz vor Schluss noch die beiden holländischen GT1-Corvettes von Werkman / van’t Hoff und Abresch / Pastorelli vorbei, doch der AvD 100 Meilen Sieg war der Ford GT Besatzung sicher. „Das Rennen war natürlich klasse. Trotz allem hat es viel Spaß gemacht und mit dem Ergebnis sind wir natürlich super zufrieden“, freute sich Dietmar Haggenmüller über den ersten Sieg im neuen Einsatzfahrzeug. Dritter bei den GT- und Tourenwagen wurde Thomas Langer, der es beim Finale mit dem schon sicheren Meistertitel eigentlich locker angehen lassen konnte. Als Gesamtzehnter sah der Heilbronner schließlich die Zielflagge.
Letzte Aktualisierung ( Samstag, 29. September 2012 )
Im französischen Dijon-Prenois feierten Sandro Bickel und Julien Schell im Pegasus Racing Ligier bei den AvD 100 Meilen einen eng umkämpften Sieg. Zweiter wurde Mauro Barisone auf seinem Lucchini-Nissan vor dem Team Breitenmoser / Breitenmoser auf dem PRC-Turbo. Bei den GT- und Tourenwagen siegte Porsche-Pilot Thomas Langer vor dem Audi-Duo Cvetkovic / Mies und dem Porsche von Weidt / Haggenmüller. Damit steht der Heilbronner Porsche-Pilot schon vor dem Finale in Monza als neuer Champion bei den GT- und Tourenwagen fest.
Für Sandro Bickel war es in diesem Jahr bereits der zweite Einsatz auf dem Circuit Dijon-Prenois. Bereits Anfang Juli hatte der junge Österreicher dort ein 3h-Rennen bestritten und den Klassensieg für das französische Pegasus Racing-Team eingefahren. Für die AvD 100 Meilen bekam er mit Julien Schell zudem einen starken Partner an die Seite gestellt. Das sollte sich auszahlen, denn nach 58 Runden sah das Duo mit über 21s Vorsprung das schwarz-weiß karierte Tuch. "Pegasus Racing ist ein sehr gutes Team und der Ligier JS53 zudem sehr schnell. Mit Julien Schell hatte ich einen starken zweiten Fahrer, der genau weiß, was er tut. Das war insgesamt ein super Ergebnis", so Sandro Bickel.
Zwar konnte Mauro Barisone gleich in der ersten Runde den von der Pole gestarteten Ligier-Honda von der Spitze verdrängen. Doch nach 36 Umläufen setzten sich Bickel / Schell erneut an die Spitze des Feldes. Als Mauro Barisone in der 41. Runden einen zusätzlichen Stopp einlegen musste, war der Sieg endgültig in der Tasche der österreichisch-französischen Fahrerpaarung. Hinter Barisone überquerten Turi und Jacques Breitenmoser mit einer Runde Rückstand als Gesamtdritte die Ziellinie. Während der Boxenstopp-Phase konnte sich das Vater-Sohn-Gespann kurzzeitig an die Spitze setzen. Am Ende raubte jedoch eine 18-minütige Zeitstrafe wegen eines zu kurzen Boxenstopps jegliche Sieghoffnungen. Dennoch ist bei den beiden Schweizern ein Aufwärtstrend erkennbar, der mit der schnellsten Runde des Rennens zusätzlich untermauert wurde.
Der zweite Platz in der Division 1 bedeutet aber auch, dass Turi Breitenmoser immer noch eine Mini-Chance auf den Meistertitel wahren konnte. Hier brachte sich vor dem Finale in Monza „Tommy Tulpe“ in die beste Ausgangslage. Gemeinsam mit Jay Boyd war der neue Tabellenleader im PRC WPR60-BMW auf den fünften Gesamtrang und Platz 3 in der Division 1 vor Henry Uhlig im Norma-BMW gefahren. Davor platzierten sich noch die PRC-Honda-Piloten Walter Steding und Norbert Groer, die damit in der Division 2 den zweiten Platz belegten. Somit konnte sich auch Dr. Norbert Groer in Schlagdistanz bringen. Ebenfalls Titelchancen haben Robert Schönau und Hans-Christoph Behler, die mit ihrem Radical SR3 als Dritte der Division 2 vor Eizenhammer / Schönau (PRC-Honda) gewertet wurden.
Während es bei den Sportwagen weiter spannend bleibt, ist die Entscheidung bei den GT- und Tourenwagen bereits vor dem Finale gefallen. Thomas Langer setzte sich erneut durch und konnte mit dem GT-Sieg und P6 Gesamt den Titel perfekt machen. Zunächst hatte sich Profipilot Christopher Mies mit dem Audi R8 LMS GT3 des Prosperia UHC Speed-Teams in Führung gesetzt und dabei für 4 Runden sogar die Gesamtführung übernommen. Nach dem Fahrerwechsel schmolz der Vorsprung jedoch zusammen und Langer konnte an Slobodan Cvetkovic, der den Audi übernommen hatte, in Runde 44 vorbeiziehen. Der dritte Rang ging an Suzanne Weidt und Dietmar Haggenmüller im Porsche 996 GT3 Cup.
Bei den Sports 2000 Fahrzeugen waren Christensen / Ringström im Swift DB2 nicht zu schlagen. Mit vier Runden Vorsprung wurden die beiden Dänen vor Kovacic / Weil (Tiga SC83) als Sieger abgewinkt. Dritter wurde Friedhelm Stolzer (Swift DB2) vor Schmeyer / Hug im Lola T492.
In Monza steht vom 21.-23. September nun das Saisonfinale vor der Tür. Auf der traditionsreichen Strecke wird die Entscheidung um den Sieger bei den Sportwagen fallen.
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 12. September 2012 )
Nach drei sieglosen Auftritten gelang Sven Barth auf dem Red Bull Ring der erste Saisonsieg bei den AvD 100 Meilen. Beim vierten Lauf vor 2 Wochen war der letztjährige Sportwagen-Champion nicht zu schlagen. Die starken GT-Piloten Thomas Langer und dem österreichischen Duo Pavlas / Svepes (alle Porsche 997 GT3 Cup) blieben zwei starke Plätze auf dem Stockerl. Gerade die beiden Porsche-Piloten aus Österreich überzeugten bei ihrem Heimspiel mit einer starken Vorstellung zu Rennbeginn.
Den GT- und Tourenwagen kamen dabei vor allem die nassen Streckenverhältnisse zugute. Über Nacht waren die Temperaturen gefallen und starke Regenschauer sorgten dafür, dass die Fahrzeuge mit Dach im Qualifying die ersten Plätze unter sich ausmachten. So stellte Thomas Langer den Porsche 997 GT3 Cup knapp vor Pavlas / Svepes von Koglbauer Motorsport in die erste Startreihe. Dahinter platzierte sich Deak Endre (BMW M3 E46), der sich mit dem ehemaligen Red Bull-Junior Reinhard Kofler verstärkt hatte. Erst auf Startposition 4 kam mit Turi Breitenmoser im PRC-Turbo der schnellste offene Sportwagen, während Sven Barth von der 15. Position aus ins Rennen ging.
Doch Sven Barth hatte bereits im letzten Jahr gezeigt, dass ihm die nassen Streckenverhältnisse in der Steiermark besonders gut entgegenkommen. Nach nur vier Umläufen lag der offene Sportwagen bei nach wie vor extrem nassen Streckenverhältnissen auf dem dritten Gesamtrang hinter den Führenden Svepes / Pavlas und Endre / Kofler. In der neunten Runde schnappte sich Barth die Führung, die nur während den obligatorischen Pflichtstopps kurzzeitig verloren ging. Mit einem Vorsprung von 1:44'' auf den Zweitplatzierten Thomas Langer sah Sven Barth nach 40 Umläufen die Zielflagge. Bester Sportwagen hinter Sven Barth war Jay Boyd im PRC-WPR60 BMW vor Heinz Uhlig im Norma-BMW. Nicht rund lief es bei „Tommy Tulpe“ und Andy Prinz. „Wir sind nur auf drei Zylindern gefahren. Am Schluss wurde es immer schlimmer mit den Zündaussetzern, wobei wir dann Zündspule und Zündkerzen getauscht haben. Als das Problem behoben war, konnten wir aber nur noch acht Minuten fahren“, erklärte Tommy Tulpe. In der Division 2 siegte Prinz Marcus von Anhalt im Radical SR3, nachdem Tim Seidel im Norma-Honda wegen eines nicht korrekt absolvierten Boxenstopps aus der Wertung genommen worden war. Genau wie für Tim Seidel wäre auch für Norbert Groer und Heinrich Langfermann, die nach 25 Runden ihren PRC-Honda abstellen musste, mehr drin gewesen. „Leider hatte mein Kollege einen Dreher gehabt und etwas Zeit liegen lassen. Dann kam ein technischer Defekt und der Ausfall. Da kann man nichts machen“, so Norbert Groer.
Auch die GT-und Tourenwagen brannten beim Kampf um den Sieg ein richtiges Feuerwerk ab. In der Anfangsphase bestimmte zunächst das starke Team Dieter Svepes und Harald Pavlas das Geschehen. Nachdem in Runde 9 Sven Barth in Führung gegangen war, holten sich die beiden Porsche-Piloten kurzzeitig die Spitze zurück. Als das Duo stoppte, wechselte die Führung erneut und Endre / Kofler lagen für eine Runde vorne. Während die zwei Teams ihren Pflichtstopp absolvierten, schob sich Thomas Langer auf Gesamtrang 1. Der Highspeed Racing-Pilot hatte geschickt die Safety-Car-Phase ausgenutzt und war früher als die Konkurrenz hereingekommen. Gegen den schnellen Sportwagen von Sven Barth war dann aber doch kein Kraut gewachsen. Am Ende aber durfte sich Thomas Langer über den nächsten Sieg bei den GT- und Tourenwagen freuen. Das starke Ergebnis für Österreich bei den GT-und Tourenwagen komplettierten Hermann Berger und „Tessitore“ mit ihrem Seat Leon Supercopa, die als Dritte in der Division 4 aufs Stockerl kraxeln durften. Der Italiener Paolo Semeraro landete mit seinem Alfa Romeo 159 in der Division 5 auf P3 und war von der Serie begeistert. Davor platzierte sich noch das Team Major / Burks mit ihrem Lotus Exige Cup 260.
Bei den Sports 2000 Fahrzeugen setzte sich Mads Christensen im Swift DB2 gegenüber Harald Schmeyer (Lola T492) durch. Die beiden flotten Sports 2000-Fahrzeuge hatten sich lange ein tolles Duell um den Sieg in der Wertungsklasse geliefert.
Der nächste Lauf der AvD 100 Meilen findet an diesem Wochenende in Dijon-Prenois statt.
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 7. September 2012 )
Es war vor einer Woche in Oschersleben schon eine kleine Sensation, mit der niemand so recht gerechnet hatte. Nach 2 Jahren holte sich mal wieder ein GT den Gesamtsieg bei den AvD 100 Meilen. Zuletzt gelang dies Jürgen Bender und Martin Dechent bei ähnlichen Bedingungen am Nürburgring. Überhaupt war es erst der vierte Gesamtsieg eines Porsche in der deutschen Langstreckenserie.
In der trockenen Anfangsphase gaben zunächst die Sportwagen den Ton an. Roman Hoffmann (PRC-Honda) schob sich genau wie Turi Breitenmoster (PRC WPR60 Turbo) im Startgetümmel an Polesitter Hubert Jouhsen im PRC WPR60 Turbo vorbei. Jouhsen musste seinen Wagen wenig später abstellen, nachdem er von einem anderen Fahrzeug getroffen worden war. Damit kam Sven Barth, der die Pole herausgefahren hatte, nicht mehr zum Einsatz. Einen gewaltigen Sprung nach vorne hatte außerdem Tommy Tulpe auf seinem PRC WPR60-Cosworth gemacht. Von P11 aus gestartet, lag der PRC-Sportwagen nach der ersten Runde bereits auf Gesamtrang 3. Dahinter positionierte sich bereits das spätere Siegerduo mit dem gelb-schwarzen Cup 911er. Startfahrer Thomas Langer konnte gleich einige Plätze gutmachen, musste dann aber Henry Uhlig im Norma-CN-BMW passieren lassen.
Als sich die Streckenbedingungen durch den einsetzenden Regen verschlechterten, ging Langer wieder vorbei. Bis zur 25 Runde zögerte die Porsche-Crew den Stopp hinaus. Dies sollte sich als die richtige Strategie erweisen, denn der Regen ließ bald nach und die Strecke trocknete schnell wieder ab. Während die Konkurrenz einen zusätzlichen Boxenhalt einlegen musste, vergrößerte Rainer Noller nach dem Stopp den Vorsprung. Nach 45 Runden hatte der Porsche eine Runde Vorsprung auf den Zweitplatzierten.
Der Wechsel auf Regenreifen war definitiv die falsche Entscheidung. Sowohl Turi Breitenmoser als auch Dr. Norbert Groer, der von Roman Hoffmann das Volant übernommen hatte, entschieden sich für die profilierten Pneus. Roman Hoffman, der die ersten sieben Runden an der Spitze gelegen hatte, war in der 21 Runde als Gesamtzweiter an die Box gekommen. Danach ging nichts mehr, denn die Regenreifen verloren fast 10s pro Runde. So reichte es am Ende nur zu Gesamtrang 8 und dem zweiten Platz in der Division 2. Auch Turi Breitenmoser hatte durch die falsche Reifenwahl einen möglichen Gesamtsieg verschenkt, so dass sich der Schweizer mit Gesamtrang 4 zufrieden geben musste. Henry Uhlig hatte sich dagegen für Slicks entschieden. Als Breitenmoser erneut in die Boxengasse einbog, übernahm Uhlig P2. Den gab der Berliner bis zum Fallen des schwarz-weiß-karierten Tuchs nicht mehr ab. Damit glückte der erste Einsatz des neuen Norma-Chassis, das einen soundstarken BMW V8 implantiert bekommen hatte. Den dritten Platz auf dem Treppchen holte sich Division 2-Pilot Jay Boyd, der knapp 30s hinter Uhlig die Zielflagge sah.
Womöglich hätte es für Tommy Tulpe ebenfalls für einen Platz auf dem Gesamttreppchen gereicht. In der aller letzten Rennrunde knallte der Sportwagenpilot noch eine 1:31,915 hin und war damit klar der schnellste Mann auf der Strecke. Doch die Elektronik des sensiblen Cosworth-Motors zickte, so dass der PRC WPR60 als Gesamtfünfter über den Zielstrich rauschte. „Mit meinem Auto hatten wir erneut Elektronikprobleme vom Kabelbaum her. Deshalb mussten wir auch drei Boxenstopps einlegen. Am Schluss fiel dann auch noch das Paddleshift aus. Ohne die Probleme hätten wir heute wirklich vorne sein können“, so Tommy Tulpe.
Platz 2 bei den GT-Fahrzeugen holte sich Thorsten Klimmer im Porsche 993 GT2. Auf Platz 6 wurden die Sieger der Division 2 - Dr. Robert Schönau und Hans Christoph Behler im Radical SR3 - gewertet. Während der Boxenstoppphase lag der Radical zeitweise sogar an der zweiten Gesamtposition. Dritter in Division 2 wurde hinter Groer / Hoffmann PRC-Honda-Pilot John Shephard, der Prinz Marcus von Anhalt im Radical SR3 hinter sich lassen konnte.
Nach diesem spannenden Rennwochenende geht es für die AvD 100 Meilen zum zweiten Mal auf den Red Bull Ring. Auf der anspruchsvollen Berg- und Talbahn findet vom 24.-26.08. der vierte Saisonlauf statt.
Mit fast 50 Autos bot das gemeinsame Feld der AvD 100 Meilen und der Spezial Tourenwagen Trophy am vergangenen Wochenende in Hockenheim einen Anblick, der fast so etwas wie Le Mans-Stimmung aufkommen liess. Dazu passte das international besetzte Gesamtpodest mit dem Sieger Mauro Barisone (Lucchini-BMW) aus Italien. Den zweiten Gesamtrang hatte sich der Sieger der GT-Wertung Thomas Langer im Porsche 997 GT3 Cup gesichert. Platz 3 ging an das Duo Barth / Jouhsen im PRC-Audi Turbo.
Nach dem Start hetzte Sven Barth zunächst gleich vorneweg, um vor dem Fahrerwechsel einen möglichst großen Abstand herauszufahren. Mauro Barisone konnte mit dem PRC des Polesetters nicht mithalten und hing zudem hinter der Viper GTS-R von Spezial Tourenwagen Trophy-Starter Pertti Kuismanen fest. Barth stoppte zum spätesten Zeitpunkt. In derselben Runde fuhr Mauro Barisone zum 5min-Stopp an die Box. Während der Italiener im Cockpit sitzen blieb, übernahm Hubert Jouhsen das Volant von Sven Barth. Nach einer Runde war Barisone am schwarzen PRC-Turbo von Jouhsen dran und übernahm im folgenden Umlauf die Spitze. Bis zum Fallen des schwarz-weiß karierten Tuchs hatte der Lucchini-Pilot einen Abstand von 3 Runden herausgefahren. „Ich freue mich sehr über meinen Sieg. Am Anfang habe ich etwas Zeit auf das führende Team verloren. Nach dem Boxenstopp war es dann aber ein recht entspanntes Rennen für mich, obwohl ich noch eine Drive-Through-Strafe wegen einer übersehenen gelben Flagge verbüßen musste“, erklärte ein zufriedener Mauro Barisone.
Auf Grund größerer Probleme mit deren abbauenden Reifen rutschte in der 40 Runde sogar noch GT-Sieger Thomas Langer im gelben Porsche am PRC-Duo vorbei. Den zweiten Platz bei den GT-Fahrzeugen sicherte sich Thorsten Klimmer im Porsche 996 GT3 Cup vor Steve Metior in einer Dodge Viper. „Wir sind auf der Langstrecke immer noch in der Testphase. So war das ein erster Fingerzeig, wo es hingehen kann. Wir haben allerdings heute eine neue Reifenmischung ausprobiert. Das ist leider in die Hose gegangen“, so Sven Barth.
P3 in der Division 1 ging an das Team Tulpe / Prinz. Eine defekte Lichtmaschine verhinderte ein besseres Ergebnis. Den vierten Klassenrang sicherte sich das Duo Groer / Steding im PRC-BMW mit einer Runde Vorsprung auf Behler / Dr. Schönau auf einem Radical SR3 und dem Schweizer Duo Häfliger / Stoller (ADR3-MCE). Die beiden Eidgenossen zeigten sich mit der erneuten Podestplatzierung hoch zufrieden. In der diesmal sehr gut besetzten Division 2 belegte John Shephard im PRC-FPR60 Honda den vierten Rang. Bereits in der Anfangsphase des Rennens war Prinz Oliver von Anhalt ausgeschieden. Mit seinem Radical SR3 legte er aber ein gutes Debüt bei den AvD 100 Meilen hin. Prinz Marcus von Anhalt sah die Zielflagge ebenfalls nicht. Dabei kämpfte er gleich zu Rennbeginn damit, dass sein PRC-Honda nur noch über den vierten und fünften Gang verfügte. Schnellste bei den Sports 2000 war das dänische Duo Ringström / Christensen (Swift DB2) vor Stockburger / Scherle und Schmeyer / Hug (beide Lola T492).
Für die Piloten der AvD 100 Meilen steht vom 07.-08. Juli der dritte Saisonlauf an. Dieser findet nach einjähriger Pause wieder in Oschersleben statt.
Nach dem Rückblick auf die DMV-Touringcar Championship fehlt hier nur noch der Bericht von den AvD 100 Meilen am Nürburgring. Dort sicherte sich vor zehn Tagen Mirco Schultis mit seinem LMPC den souveränen Auftaktsieg. Platz 2 ging mit 10,717 Sekunden Rückstand an das britisch-italienische Duo Carton / Latif im Wolf GB08-CN. Dahinter landete Reinhard Kofler im KTM X-Bow R als Dritter auf dem Gesamtpodest. Bei den GT-Fahrzeugen behielten mit Jim Gebhardt vor Thomas Langer / Rainer Noller durchweg Porsche-Piloten die Oberhand.
Für Mirco Schultis, der dieses Jahr in einem Lotus-LMP2 in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft unterwegs ist, war es der dritte Gesamtsieg bei den AvD 100 Meilen. Beim Start musste sich der amtierende Le Mans Serie-LMPC-Champion jedoch hinten anstellen. Hubert Jouhsen im über den Winter neu aufgebauten PRC WPR60-Audi verteidigte zunächst die Pole, die Teamkollege Sven Barth herausgefahren hatte. Das Tempo an der Spitze konnte Jouhsen dann aber nicht mitgehen. Als er den PRC mit blockierenden Vorderrädern in Runde 13 ins Kiesbett feuerte, war das Rennen gelaufen.
Damit schien der Weg für Mirco Schultis endgültig frei zu sein. Allerdings blieben Alessandro Latif und Greg Carton im Division 2 Wolf GB08 dem Oreca-Piloten dicht auf den Fersen. Als das Saftey-Car in Runde 16 auf die Strecke geschickt wurde, nutzte das internationale Fahrerduo die Gelegenheit zum frühen Pflichtboxenstopp, um die Führung zu erobern. Die währte jedoch nur ganze zwei Runden. Dann hatte sich Schultis mit einem Zwischenspurt die erste Position zurückgeholt, die er bis ins Ziel nicht mehr abgab. Latif / Carton blieben zwar am Formula Le Mans-Auto dran, doch näher heran rücken konnten die beiden Piloten nicht mehr.
P3 ging nach einer starken Vorstellung an KTM X-Bow-Pilot Reinhard Kofler. Für Kofler, der fünf Jahre in der Nachwuchsförderung des Red Bull-Teams war und unter anderem den BMW ADAC Formel Junior Cup gewinnen konnte, war es der erste Auftritt bei den AvD 100 Meilen. Der Österreicher ließ mit seinem KTM X-Bow R den PRC-Honda von Fabian Plentz und Tommy Tulpe hinter sich. Plentz hatte den PRC zunächst an die zweite Stelle gewuchtet, musste dann aber den schnelleren Wolf GB08 vorbeilassen. Genau wie Kofler verpasste der 24jährige den richtigen Zeitpunkt zum Boxenstopp um eine Runde. Dennoch zahlte es sich am Ende aus, dass das PRC-Duo trotz 2-Liter-Aggregat in die große Division gewechselt war. Hier belegten Plentz / Tulpe den zweiten Klassenrang, was im Hinblick auf die Gesamtwertung wichtige Zähler bedeutete. Hinter Plentz / Tulpe überquerten Michael Hälfiger und Simon Stoller (ADR3 MCE) den Zielstrich als Gesamtsiebte. Damit sicherten sich die beiden jungen Schweizer bei ihrem aller ersten Rundstreckenrennen den dritten Platz in der Division 2 vor John Shepard und von Anhalt / Fox (beide PRC-Honda).
Bei den GT-Fahrzeugen siegte Jim Gebhardt (Porsche 997 GT3 Cup) nach einer tadellosen Vorstellung. Nach einigen Jahren im KTM X-Bow hatte Gebhardt wieder auf einen 911er gewechselt und somit gleich beim ersten Auftritt den Sieg geholt. Mit einer Runde Rückstand belegten Rainer Noller und Thomas Langer den zweiten Platz bei den GTs. Rang 3 ging an Sebastian Glaser und Steffen Schlichenmeier (Porsche 996 GT3 Cup), welche die Dodge Viper von Steve Metior aus Monaco hinter sich halten konnten. Der Viper-Pilot hatte kurz vor Schluss an die Box fahren müssen, was ihn letztlich den dritten Platz kostete.
Auf Gesamtrang 9 sah der Sieger der Sports 2000 Division Mads Christensen auf einem Swift die Zielflagge. Den zweiten Rang teilten sich Harald Schmeyer und Peter Hug vor Friedhelm Stolzer. Die Klasse der Caterham-Fahrzeuge ging mit deutlichem Vorsprung an Kurt Hoffmann und Wolfgang Becker im Caterham R300.
Nach diesem spannenden Auftakt geht es für die Piloten der AvD 100 Meilen erst wieder im Juni weiter. Auf dem Hockenheimring wird vom 16.-17. Juni der zweite Saisonlauf ausgetragen.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 19. April 2012 )
Vom 6.-8. April starten die AvD 100 Meilen auf dem Nürburgring in die Saison 2012, in der wieder sechs Veranstaltungen im Terminkalender stehen. Bei den Rennstrecken ist Oschersleben am 7.-8. Juli wieder in den Terminkalender gerutscht. Davor geht es noch vom 16.-17. Juni auf den Hockenheimring. Danach wird man wieder auf dem Red Bull Ring am 24.-26. August Station machen. In Dijon wird vom 7.-9. September der fünfte Saisonlauf über die Bühne gehen, während wie schon im letzten Jahr das Finale vom 21.-23. September in Monza stattfinden wird. Das Rennformat bleibt unverändert: Neben dem Rennen über 80 Minuten mit dem obligatorischen fünfminütigen Boxenstopp stehen jeweils 25 Minuten freies Training und ein Qualifying auf dem Programm. Das erste Rennen startet am Sonntag um 15:00-16:30 Uhr.
Neu dabei sind 2012 zwei interessante Partner-Rennserien, mit denen man dem Teilnehmerschwund im letzten Jahr entgegen wirken will. Neben den CN-Sportwagen der Sports Car Challenge werden der Radical Cup Deutschland und der Endurance Sports 2000 Cup im Rahmen der AvD 100 Meilen ausgetragen. Die Sports 2000 absolvierten schon im vergangen Jahr in Dijon einen ersten Gastauftritt. Bei den Tourenwagen und GT-Fahrzeugen wurde die Klasseneinteilung nach dem Reglement der DMV-Touringcar Championship übernommen. Somit können Gaststarter dieser Serie noch besser und einfacher in das Starterfeld der AvD 100 Meilen integriert werden.
Im GT-Feld werden Jürgen Bender und Martin Dechent versuchen, ihren Titel erneut zu verteidigen. Das Porsche-Duo ist mit drei Meisterschaften sowie einem Titel für Jürgen Bender das erfolgreichste Team in der Seriengeschichte. Nur ein einziges Mal stand keiner von den beiden Porsche-Piloten am Ende ganz oben. Selbst einen Werkseinsatz gibt es 2012 bei den 100 Meilen zu vermelden: KTM schickt einen KTM X-Bow R bei den sechs Rennen an den Start. Wieder gut besetzt ist die Klasse der schnellen Sportwagen - nach seinem dritten Platz in der Vorsaison möchte Tommy Tulpe mit seinem PRC WPR60 in diesem Jahr möglichst noch einen weiteren Schritt nach vorne machen.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 5. April 2012 )
Sven Barth machte vor einer Woche in Monza mit einem starken Auftritt seinen ersten Meistertitel bei den AvD 100 Meilen perfekt. Teamkollege Tommy Tulpe hatte den PRC-Turbo bereits an erster Stelle liegend übergeben. Die GT-Wertung war bereits in Dijon entschieden. Somit konnten Jürgen Bender und Martin Dechent entspannt ins Finale gehen. Den GT-Sieg in Italien sicherten sich jedoch Hans-Peter Koller und Fredy Barth auf einem Porsche 997 GT3 Cup.
Der Titelgewinn war für Sven Barth im Grunde nur reine Formsache. Da Konkurrent Gerd Beisel in Monza fehlte, gab es am fünften Saisonsieg nichts zu rütteln. Tommy Tulpe fuhr den Start und musste zunächst die Attacken von Fredy Barth abwehren. Mit zunehmender Renndauer setzte sich der offene Sportwagen aber mehr und mehr ab. Bereits in Runde 19 kam Tommy Tulpe zum Fahrerwechsel an die Box. Auf Platz zwei liegend fuhr Sven Barth wieder auf die Strecke. Als der führende Porsche von Fredy Barth die Box ansteuerte, holte sich der PRC-Pilot Rang 1 zurück. Mit einer Runde Vorsprung im Ziel machte Barth seinen Titel perfekt.
Bei sommerlichen Temperaturen kamen dabei sowohl Sven Barth als auch Tommy Tulpe mächtig ins Schwitzen. Beide Piloten leisteten sich in Monza einen Doppeleinsatz, der ebenfalls mit Pokalen belohnt wurde. Sven Barth fuhr im Batmobil-PRC Honda den Start und übergab in Runde 17 das Volant an Prinz Marcus von Anhalt. Der holte sich mit Rang 3 in der Division 2 vor Schönau / Behler auf Radical SR3 seine erste Podestplatzierung. Dementsprechend zufrieden war er mit seinem zweiten Renneinsatz bei den AvD 100 Meilen – zumal der neu aufgebaute PRC erst in Monza wirklich fertig wurde. Tommy Tulpe kletterte nach seinem ersten Stint im großen PRC in den PRC-Honda von Evi Eizenhammer. Die einzige Frau im Feld machte ihre Sache gut und Tommy Tulpe brachte den 2-Liter PRC souverän als Klassenzweiter über den Zielstrich. Sieger der Division 2 wurden Dr. Norbert Groer und Walter Steding im PRC-Honda.
Bei den GT-Fahrzeugen dominerte das Schweizer Duo Fredy Barth / Hans-Peter Koller im Porsche 997 GT3 Cup. Fredy Barth legte bei seinem Startstint ordentlich vor und konnte teilweise sogar den Führenden Tommy Tulpe ärgern. Durch dessen Boxenstopp lag der Cup 911er zeitweise auf Rang 1. Nach dem Stopp in der 24 Runde ging Koller als Zweiter zurück auf die Strecke. Die Position gab der Eidgenosse bis zum Fallen der schwarz-weiß karierten Flagge nicht mehr ab. Jürgen Schlager (Porsche 993 GT2) legte gegen Rennende zwar noch einmal zu, doch im Ziel hatte der Turbo-Porsche noch eine Runde Rückstand aufzuweisen. Hätte die Dodge Viper GTS-R von Maurizio Strada und Massimo Morini nicht gleicht zu Rennbeginn lange gestanden, wäre es womöglich noch einmal eng geworden. Die Italiener hatten sich in Runde 2 gegen den GT2-Porsche durchgesetzt und Platz 3 fest in der Hand, als Probleme an der weißen Viper auftraten. Nach 23 Minuten ging die Rennschlange erneut auf die Strecke. Doch die Zeit reichte nicht mehr aus, um in die Wertung zu kommen. Den zweiten Platz in der Division 3.7 holte sich somit der Gesamtfünfte Cesare Cremonse im BMW M3 E92.
Davor beendeten Jürgen Bender und Martin Dechent als Vierte und Zweite der Division 3.5 das Rennen. Nachdem der Titel bereits in Frankreich eingetütet war, musste das Duo nicht mehr alles riskieren. Wie schon in Dijon trat das Team mit zwei Fahrzeugen an und war somit gleich doppelt auf dem Podest der Division 3.5 vertreten. Vierter wurde hier Peter Eichenberger in einem weiteren Cup-Porsche. Die Division der Evonik GT4-Fahrzeuge war fest in einheimischer Hand. Dementsprechend groß war die Stimmung bei der Siegerehrung. Das Duo Eugenio Mosca und Pierre Scarpellini holten sich im rund 370 PS starken BMW M3 E36 den Sieg vor den Landsleuten Mauro Simoncini und Giovanni Dalla Pozza im Nissan 350Z. Die Division bis 2000 ccm ging an die Fahrerpaarung Semeraro / De Marco im Alfa Romeo 147 JTD.
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 2. Oktober 2011 )
Beim fünften Lauf der AvD 100 Meilen in Dijon-Prenois landeten die PRC-Turbo-Piloten Sven Barth und Tommy Tulpe (Foto) ihren vierten Saisonerfolg. Nicht einmal der einsetzende Regen konnte die Leader der Sportwagenwertung stoppen. Dahinter lief Gerd Beisel im Norma-Nissan mit einer Runde Rückstand als Zweiter im Ziel ein. Den dritten Podestplatz ergatterte sich GT-Pilot Juerg Aeberhard bei seinem ersten AvD 100 Meilen Einsatz. In Runde 41 hatte er den ebenfalls auf einem Porsche 993 GT2 startenden Schweizer Mauro Barisone abfangen können.
Mit einer Polezeit von 1:13,871 legte Barth gleich richtig vor. Gerd Beisel bekam als Zweiter 2,462s eingeschenkt. Bereits wenige Runden nach dem Start hatte der Polesitter einen komfortablen Vorsprung herausgefahren. Beisel stoppt eher, so dass der PRC-Turbo nach dem eigenen Stopp weiterhin in Führung blieb. Als der Regen kurz nach dem Stopp einsetzte, entschied das Team auf einen Reifenwechsel zu verzichten. Tommy Tulpe manövrierte in der verbleibenden Zeit den PRC zum Sieg. Gerd Beisel, der bei einem zusätzlichen Stopp die Reifen gewechselt hatte, kam zwar noch einmal näher heran, konnte den zweiten Stopp aber nicht mehr wett machen.
Juerg Aeberhard gab einen Einstand nach Maß. Neben dem Sieg bei den GT-Fahrzeugen holte sich Aeberhard Gesamtrang 3 vor Mauro Barisone. Zwar lag Barisone lange an dritter Stelle, doch der einsetzende Regen machte einen Strich durch die Rechnung. Der Porsche-Pilot profitierte dabei von einer deutlich kürzeren Standzeit. Doch auch im Regen erwies sich der junge Schweizer als der schnellere Pilot. Hinter Barisone lief das Duo Dechent / Bender ins Ziel ein, wobei die Vorjahresmeister gleich auf zwei Fahrzeugen angetreten waren. Eine kluge Maßnahme wie sich zeigen sollte. Der Porsche mit der Nummer 1 strandete in Runde 27, so dass diesmal das zweite Auto der erfahrenen Porschemannschaft den Sieg in der Division 3.8 davontrug. Dritter in der GT-Wertung wurde Jürgen Schlager im 993 GT2 auf Gesamtrang 6.
Die Division Evonik GT4 ging an Martin Roos im Lotus Exige. Damit hat der Lotus-Pilot zumindest noch theoretische Chancen die GT-Führenden Dechent und Bender abzufangen. Wichtige Punkte sammelte das Duo Behler / Dr.Schönau mit dem Sieg in der Division 2. Die beiden Radical-Piloten siegten deutlich vor Henry Uhlig im Norma-Honda. Damit ist klar, dass vor dem Saisonfinale in Monza mindestens der Vizetitel in der Sportwagen-Wertung herausspringen wird. Doch auch Sven Barth liegt noch in Reichweite.
Erstmals bei den AvD 100 Meilen waren die Piloten der Aston Martin-GT4 Challenge dabei. Karsten Le Blanc siegte hier mit einer Runde Vorsprung vor dem Duo Black / Bonner. Die Wertung der Sports 2000-Fahrzeuge ging an Daniel Hornung, der mit seinem Tiga SC 80 den beiden Klassenkonkurrenten Claus Stockburger auf Lola und Michael Ringström auf Swift gleich zwei Runden aufs Auge drücken konnte.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 15. September 2011 )
Wie schon beim vorherigen AvD 100 Meilen-Lauf auf dem Nürburgring standen sich der PRC-Turbo von Barth / Tulpe und der Norma-Nissan von Gerd Beisel - diesmal unterstützt von Mitch Mitländer - beim Lauf am Red Bull Ring gegenüber. Am Ende entschied die PRC-Fraktion das Rennen für sich, profitierte dabei aber auch von einem technischen Defekt am Norma.
Nach der knappen Niederlage in der Eifel änderten Sven Barth und Tommy Tulpe die Strategie für den vierten Saisonlauf. Diesmal sollte Tommy Tulpe den Start fahren und Sven Barth den Schlussstint absolvieren. Die Pole hatte sich Gerd Beisel gesichert, der das Cockpit mit dem Vorjahresmeister der Sportscar Challenge, Mitch Mitländer, teilte. Gleich nach der Startfreigabe dampfte Gerd Beisel vorneweg. Dahinter reihte sich Tommy Tulpe als Zweiter ein, der in der Anfangsphase von Teamkollege Andy Boyd (PRC-BMW) unter Druck gesetzt wurde. Ab der zehnten Runde hatte sich der Abstand auf ca. 20s eingependelt. Während Tulpe in der 22. Runde zum Stopp in die Box kam, blieb Beisel drei Runden länger draußen. Barth gab nach dem Wechsel gleich richtig Gas und machte ordentlich Boden gut. Als alles auf einen Showdown herauslief, wurde Mitch Mitländer plötzlich langsamer. Ausgerechnet auf der Start- und Zielgeraden bemerkte der Norma-Pilot den Bruch einer Schraube im Schaltgestänge. Er musste eine komplette Runde im zweiten Gang um die Strecke tuckern. Dazu dauerte es lange, den Schaden zu beheben, da die Teile so heiß waren, dass diese sich erst abkühlen mussten. Erst dann konnte Hand angelegt und der Norma zurück auf die Strecke geschickt werden. Damit war das Rennen gelaufen und Barth / Tulpe fuhren zum dritten Saisonsieg.
Zudem gab es für Tulpe noch einen weiteren Pokal. Denn gemeinsam mit Evi Eizenhammer, die auf dem Red Bull Ring ihr erstes Autorennen überhaupt fuhr, steuerte Tulpe noch den 2-Liter PRC zum dritten Rang in der Division 2. Hier siegte Uwe Burk im Ligier-Honda vor dem PRC-Honda-Team Langfermann / Steding . Neben dem Erfolg in der Klasse landeten die beiden Renner hinter Barth / Tulpe auf dem Gesamtsiegertreppchen. Sie hatten sich zu Rennbeginn einen rundenlangen Dreikampf mit Henry Uhlig im Norma-Honda geliefert. Der fiel in der 27. Runde mit einem Batterieschaden aus. Der dritte Klassenrang ging an Dr. Robert Schönau und Hans Christoph Behler im Radical SR3, der sich lange ein interessantes Duell mit einem der Renauer Motorsport-Ginetta G50 geliefert hatte. Vierter wurde Prinz von Anhalt bei seinem ersten Einsatz bei den AvD 100 Meilen, der sich das Cockpit mit Dr. Robert Schönau teilte. Der fünfte Klassenrang ging an einen weiteren Radical SR3 mit John Shepard am Steuer.
Bei den GT-Fahrzeugen landete das österreichische Renauer Motorsport-Team einen Doppelsieg. Florian Renauer, der sich mit Ex-Ski Ass Hans Knauss am Steuer abwechselte, holte den Sieg vor dem Vater-Sohn-Duo Michael Dräbing und Michael Dräbing jun. Ganz oben auf Treppchen hätte eigentlich Jürgen Schlager (Porsche 993 GT2) stehen können, doch Probleme an der Benzinpumpe zwangen bereits in Runde 7 zur Aufgabe.
Für die AvD 100 Meilen geht es bereits vom 9. bis 11. September im französischen Dijon-Prenois weiter. Somit bleibt den Fahrern und Teams nur eine kleine Verschnaufpause, um sich auf das fünfte Saisonrennen vorzubereiten.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 1. September 2011 )
In einem spannenden Schlussspurt sicherte sich Norma-Nissan-Pilot Gerd Beisel auf dem Nürburgring den ersten Gesamtsieg 2011 bei den AvD 100 Meilen. Der dritte Saisonlauf der 100 Meilen zeigte, wie brutal Motorsport sein kann. Nur wenige Umläufe weniger und Pilot „Tommy Tulpe“ hätte gemeinsam mit Sven Barth über einen weiteren Gesamtsieg jubeln können. Am Ende entschieden nur 3,421s über Sieg und Niederlage. Dritte wurden Jürgen Bender und Martin Dechent auf einem Porsche 997 GT3, die damit den GT-Sieg holten.
Wie schon in Hockenheim teilte sich Sven Barth das Cockpit des PRC Turbo mit „Tommy Tulpe“. Bereits im Training knallte Barth eine Rundenzeit von 1:55,723 hin, die aufhorchen ließ. Gerd Beisel zog mit 4,905s Rückstand zunächst den Kürzeren. Im Rennen bestätigte sich die Dominanz des PRC-Piloten. Vor den Boxenstopps hatte Sven Barth einen Vorsprung von über einer Minute auf Beisel herausgefahren. Der stoppte zwei Runden später. Danach legte Beisel los wie die Feuerwehr. Zwar kam „Tommy Tulpe“, der für Barth in den PRC-Turbo geklettert war, durch den Stopp von Beisel vorbei. Runde um Runde jedoch schmolz der Vorsprung. Kurz vor Rennende war Gerd Beisel auf Sichtweite herangefahren. In der Mercedes-Arena ging der Norma schließlich vorbei. Somit mussten Barth und „Tulpe“ mit Rang 2 vorlieb nehmen.
Den dritten Platz holten sich Jürgen Bender und Martin Dechent. Zunächst lag aber die Profibesatzung Stefan Rosina / Kuba Giermaziak im Porsche Porsche 911 GT3 Cup auf Rang 3. Noch vor einer Woche hatte Rosina beim Porsche World Cup über die Nürburgring Nordschleife einen starken neunten Gesamtplatz belegt. Als Rosina / Giermaziak Probleme bekamen, holten sich Bender / Dechent Rang 3. „Das Auto ist gut gelaufen. Wir haben aber von den Problemen des anderen schon profitiert“, so Bender. Da auch Division 3.7 Pilot Jürgen Schlager frühzeitig seinen Porsche 993 GT2 abstellen musste, war der GT-Sieg nur noch Formsache. Den zweiten Platz in der GT-Wertung holte sich Andreas Senn vor Aleidus Bosman und Peter Eichberger (alle Porsche 997 GT3 Cup). Martin Roos und Daniel Schwerfeld wurden in der Evonik GT4 Division trotz Problemen mit dem Hinterrad gleich zu Rennbeginn noch gewertet.
Die Division 2 der Sportwagen ging an das PRC-Honda-Team Langfermann / Steding vor Behler / Schönau im Radical SR3. Henry Uhlig hatte seinen Norma-Honda bereits in der dritten Runde abstellen müssen.
Mit dem AvD race weekend auf dem Nürburgring verabschieden sich die AvD 100 Meilen in die Sommerpause. Doch das nächste AvD race weekend steht schon vor der Tür. Vom 26.-28. August wird erstmals auf dem Red Bull Ring ein AvD race weekend abgehalten. Neben der heimischen Sportscar Challenge werden wieder Top-Rennserien wie die International GT-Open, Formula 2 und die BOSS GP in Österreich am Start sein.
Der zweite Lauf der AvD 100 Meilen war eine erneute Galavorstellung von Sven Barth im PRC Turbo. Gemeinsam mit „Tommy Tulpe“ holte sich Barth den zweiten Gesamtsieg in dieser Saison. Mauro Barisone (Lucchini-BMW) kletterte als Gesamt-Zweiter aufs Treppchen. Dahinter holten Jürgen Bender und Martin Dechent im Porsche 997 GT3 als Sieger der GT-Division den dritten Rang vor Uwe Burk im Ligier-Honda.
Für Sven Barth ging mit dem Gesamtsieg ein perfektes Wochenende zu Ende. Sowohl in der Sportscar Challenge als auch bei den AvD 100 Meilen erzielte er dreimal Pole und drei Siege. Schon in der Startrunde hatte Barth ordentlich vorgelegt. Runde um Runde wuchs der Vorsprung. „Ich habe gleich zu Beginn versucht, richtig zu pushen und einen Vorsprung herauszufahren. Zwischendurch wurde es mal kritisch, als es anfing zu regnen. Bei solchen Bedingungen muss man mit dem Turbo vorsichtig sein“, erklärte Barth. Teamkollege „Tommy Tulpe“ brachte nach dem Fahrerwechsel die Show gekonnt über die Bühne.
Dabei profiterte das Duo zusätzlich von Getriebeproblemen am zweitplatzierten gelben Lucchini-BMW von Mauro Barisone. Der musste nach drei Runden in die Box, um das Problem zu beheben. Danach lief es für die Italiener aber wie am Schnürchen. Der Zeitverlust von knapp über 2 Minuten war aber nicht mehr wett zu machen. Mehr als Rang 2 war nicht mehr möglich. „Ich habe den zweiten Gang nicht mehr rein bekommen. Aber wahrscheinlich hätte es auch ohne die Probleme nicht zum Sieg gereicht. Mit dem Wochenende bin ich natürlich trotzdem voll zufrieden“, so Barisone.
Jürgen Bender und Martin Dechent sahen auf Rang 3 das schwarz-weiß karierte Tuch. Somit holte das Duo wie schon in Franciacorta den Sieg bei den GT-Fahrzeugen. Dahinter ging es lange Zeit heiß her. Uwe Burk im blauen Ligier-Honda kämpfte rundenlang mit Thomas Langer im 2010er Cup-Porsche und setzte sich nach der 80minütigen Renndistanz knapp mit 10s Vorsprung durch. Den sechsten Rang hinter Langer holten sich Behler / Dr.Schönau im Radical SR3 vor Porsche 911 GT3 Cup-Pilot Gregory Ross aus Australien.
Sieger der Division Evonik GT4 wurde Moritz Weber im Mini Cooper S bei seinem ersten Autorennen. Bereits in der Anfangsphase musste der Lotus Exige von Marti Roos und Daniel Schwerfeld wegen technischer Probleme am Differential aufgeben. Ebenfalls nicht rund lief die Chrysler Viper GTS-R von Morini / Strada. Bereits im Qualifying wollte die weiße Schlange nicht zubeißen. Da auch Jürgen Schlager im Porsche 993 GT2 auf den Start verzichten musste, blieb die Division 3.7 ohne Sieger. Ebenfalls nicht zum Rennen antreten konnte der Zweitschnellste des Qualifyings. Damit blieb Gerd Beisel ebenfalls nur die Zuschauerrolle. In der DMV BMW Challenge holte sich Mario Kressel den Gesamtsieg vor Marcus Baier und Klaus Roth (alle BMW 325i E30).
Bereits in zwei Wochen steht auf dem Nürburgring der dritte Saisonlauf vor der Tür. Bei den AvD race weekends erwartet die Teilnehmer ein volles Feld von 50 Fahrzeugen, wie Promotor Rudi Philipp am Rande der Siegerehrung mitteilte.
Anlässlich der Sportscar Challenge-Runde in Franciacorta erfolgte auch der Saisonauftakt der AvD 100 Meilen. Ausnahmsweise wurde aufgrund des gedrängten Zeitplans das Rennen der Mittelstreckenserie gemeinsam mit den beiden SCC-Läufen ausgetragen und das Ergebnis in der Addition beider Läufe ermittelt.
Als Gesamtsieger konnte Sven Barth im PRC-Turbo (Foto) den Saisonauftakt für sich entscheiden. In der Addition der beiden Rennen siegte er mit zwei Runden Vorsprung auf Jürgen Bender und Martin Dechent im Porsche 997 GT3. Die Vorjahresmeister sicherten sich damit den Sieg in der Wertung der GT-Fahrzeuge vor Jürgen Schlager im Porsche 993. Als Dritten gelang Henry Uhlig und Georg Hallau auf Norma-Honda der Sprung aufs Gesamtpodest. Dadurch entschieden die beiden die kleinen Sportwagendivision vor Heinrich Langfermann und Walter Stedind im PRC-Honda für sich. Klassendritte wurden Hans Christoph Behler und Dr. Robert Schönau auf einem Radical SR3.
In der GT4-Klasse behielten die Lotus Exige-Piloten Martin Roos und Daniel Schwerfeld die Oberhand gegenüber dem Porsche 997 GT3 von Axel Schwarz.
Für Gerd Beisel ist der Hockenheimring ein gutes Pflaster. Bereits im Juni verließ er die Rennstrecke im Badischen als Gesamtsieger der AvD 100 Meilen. Beim sechsten Saisonlauf holte sich Beisel den dritten Saisonsieg vor Thorsten Rüffer. Während bei den GT- und Tourenwagen mit Jürgen Bender und Martin Dechent die neuen Titelträger bereits feststanden, durfte Mirco Schultis nach einem dramatischen Finale den Titel bei den Sportwagen bejubeln.
Dabei sah es lange Zeit so aus, als würde PRC-Honda-Pilot Schultis, der in Hockenheim gemeinsam mit dem jungen Valentin Hummel antrat, souverän den Meistertitel nach Hause fahren. Neun Runden vor Schluss lag Hummel an der dritten Gesamtposition, als am PRC plötzlich beim Anbremsen der Spitzkehre die Bremsen versagten. „Ich hatte über 260 drauf“, so Hummel, der dem heftig demolierten PRC unverletzt entsteigen konnte. Schultis hatte sich schon mit dem Verlust der Meisterschaft abgefunden. Doch das Team kam noch in die Wertung und Rang 6 in der Division 2 reichte, um die nötigen Punkte für den Titel zu sammeln.
Bedanken konnte sich Schultis bei Gerd Beisel, denn der knüpfte mit seinem Sieg dem Tabellenzweiten Mauro Barisone die notwendigen sechs Punkte ab, die der Italiener benötigt hätte, um mit Schultis gleichzuziehen. Im Qualifying hatte sich Beisel noch hinter Thorsten Rüffer anstellen müssen, der mit 1:39,240 souverän auf Pole gefahren war. Ebenfalls vor Beisel platzierten sich noch Siegmar Pfeifer im PRC-BMW, der aber wegen Folgeschäden aus dem SCC-Rennen nicht antreten konnte, sowie das Team Sven Barth und Tommy Tulpe im Ligier-JS51 Honda.
Beisel setzte sich mit einem perfekten Start vor Thorsten Rüffer und Jürgen Güllert, der im Vorjahr das Finale gewonnen hatte. Der schnellen Gangart konnte nur Rüffer folgen, der den Kontakt nicht abreißen ließ. Als es ans Überrunden ging, blieb Rüffer im Gegensatz zu Beisel im Überrundungsverkehr zwischen Mauro Barisone und Jaap Bartels stecken. Bartels hatte in der Zwischenzeit das Steuer von Güllert übernommen und wähnte den Norma hinter sich. „Leider war dann Jaap Bartels zwei Runden vor mir, der mich nicht erkannte und weder Boxenfunk hatte, noch blaue Flaggen gezeigt bekam“, so Rüffer. Als Bartels mit Getriebeproblemen zurückfiel, hatte Gerd Beisel genügend Vorsprung herausgefahren. Rüffer konnte diesen zwar auf 4,769s reduzieren, aber auch nur weil Beisel das Tempo rausgenommen hatte. „Natürlich musste ich nach hinten aufpassen, dass nichts passiert, war aber immer gut über den Zeitabstand informiert. Nach dem Boxenstopp war Thorsten Rüffer kurz vorbei, ich konnte den Abstand aber wieder herstellen und das Rennen dann sicher ins Ziel bringen“, freute sich Beisel über den Sieg. Da Mitch Mitländer noch die Sportscar Challenge als Meister beendet hatte, gab es für das RWT Racing-Team gleich doppelten Grund zu feiern. Durch den Sieg verbesserte sich Beisel auf den dritten Rang in der Meisterschaft.
Mauro Barisone sicherte mit seinem dritten Gesamtplatz den zweiten Tabellenrang mit einem Punkt Vorsprung auf Beisel. Der junge Österreicher Matthias Gamauf belegte im PRC-Honda nach einem fehlerlosen Rennen den vierten Platz im Gesamt vor Güllert / Bartels und Barth / Tulpe. Die Sieger von Monza hatten beim Boxenstopp drei Minuten verloren. „Das Auto lief im Grunde problemlos und das Rennen war gut. Dann haben wir an der Box gemerkt, dass die Bremsbeläge abgeschliffen waren und wir diese wechseln mussten“, erklärte Sven Barth die längere Standzeit. Ohne die Probleme hätte es vielleicht sogar zum zweiten Platz in der Division 2 gereicht, was zumindest Tommy Tulpe den dritten Platz in der Endabrechnung beschert hätte.
Bei den GT- und Tourenwagen holte sich Jürgen Schlager im Porsche 993 GT2 den Sieg. Schlager kam hinter Uhlig / Hallau im Norma-Honda auf dem achten Gesamtplatz ins Ziel, wobei er aber vom Ausfall von Thomas Probst (Porsche 993 GT2) profitierte. Jürgen Bender und Martin Dechent waren gleich zu Rennbeginn ebenfalls ausgefallen, was die beiden aber als vorzeitige Meister sicher verschmerzen konnten. Eine erste Entscheidung beim Kampf um die Vizemeisterschaft fiel in einem anderen Rennen. Sowohl Ganz / Kehl, als auch Koller / Thumann (beide Porsche 997 Cup) konnten wegen Folgeschäden nicht zum Rennen antreten. Da Rainer Noller ebenfalls auf einen Start verzichtete, hatte dessen Teamkollege Thomas Langer beste Chancen auf den zweiten Platz. Im Rennen reichte dem Porschepiloten ein vierter Platz in der Klasse aus, um mit 127 Punkten die Vizemeisterschaft zu holen. Dass es dennoch spannend wurde, lag am letzten verbliebenen Porsche des fmt-Teams. Aleidus Bosman holte sich nach 41 Runden den Sieg in der Division 3.5, was dem Schweizer satte 30 Punkte einbrachte. Mit 125,5 Punkte kam er damit nur ganz knapp hinter Langer auf den dritten Gesamtrang in der Endabrechnung. Umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass Bosman seine erste Motorsportsaison absolviert. Knapp über 13 Sekunden betrug der Vorsprung im Ziel auf die Zweitplatzierten der Division 3.5, Matscholl / Tews. Die setzten sich beim Kampf um den zweiten Platz gegen ihre Teamkollegen Schmidt / Koch durch. Die GT4-Division gewann Lorenz Frey im Mitsubishi Evo 10 vor Patrick Assenheimer im Mercedes 190E.
Für die AvD 100 Meilen Piloten geht eine spannende und interessante Saison zu Ende. Für Jürgen Bender bedeutete die Meisterschaft zusammen mit Martin Dechent bereits den dritten Titelgewinn von vier möglichen. Bei den Sportwagen war es für Mirco Schultis nach der Vizemeisterschaft 2008 und dem dritten Platz 2009 der erste Titel.
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 12. Oktober 2010 )
Für die einen ist es Glück, für die anderen Standfestigkeit. Letztlich spielte wohl beides beim Sieg von Sven Barth und Tommy Tulpe bei den AvD 100 Meilen in Monza eine Rolle. Das Duo im Ligier JS51-Honda siegte beim fünften Saisonlauf nach zahlreichen Ausfällen mit 46,409s Vorsprung auf die Porsche 997 GT3 Cup-Piloten Jürgen Bender und Martin Dechent, die sich mit ihrem fünften Sieg in der Division 3.5 vorzeitig den Meistertitel in der Wertung der GT- und Tourenwagen sicherten. Dritte wurden Hans-Peter Koller und Manfred Thumann auf einem weiteren Porsche 997 GT3 Cup.
Die erste Position schien im Rennen wie verflucht zu sein. Zunächst hielt Gerd Beisel, der mit seinem Norma-Nissan die Pole eingefahren hatte, die erste Position vor Mauro Barisone. Der Italiener erwies sich beim Heimspiel als ein ernstzunehmender Gegner. Da Beisel aber zunächst nichts riskieren wollte und mit viel Sprit losfuhr, ging Barisone am Norma vorbei in Führung. In der fünften Runde holte sich Beisel P1 zurück und brachte sogleich Abstand zwischen sich und Barisone. Dahinter folgte Federico Glorioso im leichtgewichtigen Gloria C8P, der von P3 aus ins Rennen gegangen war. Schon beim AvD 100 Meilen Finale der letzten Saison hatte sich der nur 400kg schwere, mit einem Suzuki Hayabusa Motor ausgestattete Renner als ein ernstzunehmender Gegner präsentiert.
Glorioso musste sich aber schon in der vierten Runde dem Druck von Siegmar Pfeifer beugen, der bei seiner ersten Vorstellung im PRC-Turbo eine starke Leistung ablieferte. In Runde 12 kassierte Pfeifer dann noch den Zweitplatzierten Mauro Barisone. Für Gerd Beisel wurde die Luft zunehmend dünner und es schien auf ein interessantes Duell um den Gesamtsieg hinauszulaufen, als Beisel vor der zweiten Schikane bei Tempo 260 plötzlich der linke Hinterreifen platzte. Doch auch Pfeifer / Payr sollte die Führung kein Glück bringen. Nachdem schon zuvor Mauro Barisone mit hörbar technischen Problemen zu kämpfen hatte und in Runde 27 den Lucchini endgültig abstellen musste, kam für Wolfgang Payr ebenfalls das Aus. Der Österreicher hatte nach 19 Runden das Steuer von Pfeifer übernommen und den PRC Turbo sieben Runden später wieder in Führung gebracht. „Bei der Antriebswelle hat sich die Manschette gelöst, dann ist das Fett raus und sie ist zusammengeschmort“, zeigte sich Payr enttäuscht.
Damit lagen Sven Barth und Tommy Tulpe sieben Runden vor Schluss in Führung. Barth war lange bis zur 21. Runde auf der Strecke geblieben und übergab den Ligier in Führung liegend an Tommy Tulpe. Nach dem Boxenstopp kam Tommy Tulpe hinter Pfeifer / Payr sowie dem PRC-Honda mit Mirco Schultis / Bruno Küng wieder raus. Für die beiden PRC-Piloten hatte es anfangs nicht schlecht ausgesehen, als Schultis auf Position die Box zum Fahrerwechsel und fünfminütigen Pflichtstopp ansteuerte. Vier Umläufe steuerte Küng erneut die Box an, war dabei aber zu schnell, so dass er zusätzlich eine Drive-Through-Strafe aufgebrummt bekam. „Zunächst lief alles ganz gut. Dann kam Bruno an die Box und teilte mit, immer wenn er bremst gibt er Gas. Wir wissen aber noch nicht was die Ursache dafür war.“ Damit waren Schultis / Küng beim Kampf um den Sieg endgültig aus dem Rennen. „Aber für vier Mal an der Box noch Zweiter werden, damit können wir zufrieden sein“, so Schultis.
Da der schnelle Gloria C8P seit der zwölften Runde an der Box stand, war der Weg zum Sieg von Sven Barth und Tommy Tulpe nun endgültig frei. „Wir hatten natürlich das Glück, dass vor uns so viele Fahrzeuge ausgefallen sind. Normalerweise wären wir mit unserem Auto auf dieser Strecke nicht wettbewerbsfähig. Dafür fehlen uns so an die 20 PS, auf die große Klasse um die 60“, zeigte sich Tommy Tulpe zufrieden.
Jürgen Bender und Martin Dechent machten dahinter auf dem zweiten Gesamtplatz die Meisterschaft bei den GT- und Tourenwagen vorzeitig perfekt. In einem packenden Finale fing Jürgen Bender, der den zweiten Stint übernommen hatte, die Klassenführenden Koller / Thumann in Runde 33 noch ab. Leidtragender war Manfred Thumann der sich bis zum Schluss nicht geschlagen gab. „Am Ende haben die Reifen abgebaut. In der Parabolica hatte ich dann noch einen Quersteher und da ist der Jürgen Bender wieder vorbei gekommen. Ich habe dann versucht nochmals aufzuholen, aber es hat nicht mehr gereicht“, so Thumann. Die Partner der beiden Porsche-Piloten hatten sich bereits vor den Stopps beharkt und die Zuschauer auf den Tribünen mit ihrem Zweikampf gefesselt. Während sich Martin Dechent mit Reifenproblemen herumärgern musste, ließ es Hans-Peter Koller gut angehen. Dabei hielt er sowohl die deutlich leistungsstärkere Chrysler Viper GTS-R vom italienischen Lanza Motorsport Team als auch den K-1 Attack mit Dick Kvetnansky am Steuer in Schach.
Während die Lanza Viper ebenfalls ausfiel, zeigte Dick Kvetnansky mit seinem K-1 Attack das Potential des seltenen GT-Sportwagens. „Es war ein tolles Wochenende und ich hatte viel Spaß. Ich war zum ersten Mal in einem deutschen Cup dabei. Es war ein hohes Niveau. Vielleicht fahre ich auch in Hockenheim, denn die Strecke dort passt sehr gut zu unserem Auto“, so Kvetnansky. Das Rennfahrzeug wurde in den letzten zwei Jahren mit vielen Modifikationen an der Aerodynamik und am Rahmen aufgebaut und leistet mit seinem 2,8 Liter Powertec-Motor 420 PS. „Wir möchten zeigen, dass das Fahrzeug konkurrenzfähig ist“, was mit dem vierten Gesamtplatz auch gelang. Der Attack mit K-1 Firmengründer Kvetnansky am Steuer holte obendrein in der GT4-Division vor dem Schweizer Lorenz Frey im Mitsubishi Evo 10 und den beiden Italienern Simoncini / Meroni im Nissan 350 Z noch den Klassensieg.
Während vor dem Finale in Hockenheim vom 08.-09. Oktober mit Jürgen Bender und Martin Dechent die Meister der GT- und Tourenwagen schon feststehen, wird es bei den Sportwagen zwischen Tabellenführer Mirco Schultis und Gerd Beisel noch spannend.
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 29. September 2010 )
Gerd Beisel heißt der Sieger des vierten Meisterschaftslaufes der AvD 100 Meilen im französischen Dijon-Prenois. Nach der Nullnummer in Oschersleben brachte der Auftritt in Dijon sogleich den Gesamtsieg vor Siegmar Pfeifer / Wolfgang Payr, die im grünen PRC-BMW unterwegs waren. Dritter wurde mit zwei Runden Rückstand der Lucchini-Pilot Mauro Barisone. In der GT- und Tourenwagen Wertung behielten zum vierten Mal Martin Dechent und Jürgen Bender die Oberhand.
Den Grundstock zum Doppelsieg legte die Norma-Truppe schon im Qualifying. Die Bestzeit durch Beisel / Mitländer von 1:15,747 war von der Konkurrenz nicht zu toppen. Siegmar Pfeifer und Wolfgang Payr erreichten bei ihrem ersten gemeinsamen Einsatz auf dem PRC eine Bestzeit von 1:17,538. In der zweiten Startreihe standen mit Gamauf / Langfermann im PRC-Honda neben Mauro Barisone die schnellsten Vertreter der Division 2.
Zur Freude der Zuschauer entwickelte sich die erste Rennhälfte zu einem offenen Schlagabtausch der beiden Sportwagen. Nach mehreren Führungswechseln fuhren Payr / Pfeifer in Runde 32 als Erste zum obligatorischen Stopp in die Boxengasse. Wenige Runden später kam der Norma von Beisel an die Boxen gerollt. Dieser behielt aber trotz des Stopps die Gesamtführung, die nach Beendigung der 80 Minuten Distanz 8,482s betrug. Mauro Barisone konnte das schnelle Tempo an der Spitze nicht ganz mitgehen. Während der Boxenstoppphase für ganz kurze Zeit auf Rang 2 hieß es für den Italiener am Ende mit zwei Runden Rückstand Rang 3. Gerade zu Rennbeginn lieferte sich dieser ein schönes Duell mit Mirco Schultis, der in Runde 7 den gelben Lucchini von P3 verdrängen konnte. Doch in der 14. Runde musste Schultis frühzeitig die Segel streichen. „Bis zum Ausfall war es ganz ordentlich. Ich habe schön mit Mauro gekämpft, bin dann aber wohl zu oft zu aggressiv in die Parabolique geballert. Da konnte ich immer Zeit auf Barisone gutmachen. Das harte Runterschalten in den zweiten Gang war wohl zu heftig für mein Kegeltellerrad“, so Schultis.
Davon konnten die Markenkollegen Gamauf / Langfermann im vom Team Hoffmann eingesetzten PRC-Honda profitieren, die so kampflos zum Sieg in der Division 2 kamen. Das Team Deutsch / Deutsch in einem weiteren PRC-Honda belegte hier den zweiten Klassenrang.
Genau wie die Sportwagen boten die GT- und Tourenwagen spannenden Motorsport. Zunächst waren Kehl / Ganz an der Spitze der Wertung zu finden. Doch in Runde 4 ging erwartungsgemäß Jens Hochköpper im leistungsstärkeren Porsche 911 GT2 vorbei. Bis zum 28. Umlauf hielt der Lüdenscheider P4, dann waren Bender / Dechent vorbei. Beide Fahrzeuge stoppten in der 32. Runde zeitgleich. Während Bender / Dechent nur hinter den PRC von Gamauf / Langfermann zurückfielen, nahm Hochköpper mit einer über 30 Sekunden längeren Standzeit das Rennen an achter Position wieder auf. Acht Runden später verabschiedete sich der Turbo-Porsche aus dem Rennen, so dass die Cup-Porsche den Sieg unter sich ausmachten. Mit Hochköppers Ausscheiden war hier die Vorentscheidung bereits gefallen und bis ins Ziel änderte sich nichts mehr an der Rangfolge mit Bender / Dechent an der Spitze. Das Duo wurde als Gesam-Ffünfte vor Kehl / Ganz, sowie Langer / Noller, Schmidt / Tews und Bliss / Schlottey (alle Porsche 997 Cup) gewertet.
Mit elf Fahrzeugen waren die BMW 325i im Teilnehmerfeld vertreten. Mario Kressel holte sich vor Polesitter Mark Frey und Marek Müller den Tagessieg. Das nächste Rennen der AvD 100 Meilen findet bereits vom 24.-26. September, dann auf der Highspeed-Rennstrecke von Monza, statt.
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 8. September 2010 )
Wenn es nach Mauro Barisone ginge, könnte jeder Lauf der AvD 100 Meilen in der Motorsport Arena Oschersleben stattfinden. Beim dritten Saisonlauf gelang dem Italienischen Lucchini-Pilot die Wiederholung des Vorjahressieges an selber Stelle. Das Rennen war jedoch bis zum Schluss umkämpft und der Sieg keineswegs eine leichte Sache. Sven Barth und "Tommy Tulpe" auf ihrem Ligier JS51 hielten das Rennen lange offen. Mit aufs Treppchen kletterten die PRC-Honda-Piloten Mirco Schultis und Valentin Hummel. Die Wertung der GT- und Tourenwagen sicherten sich abermals Jürgen Bender und Martin Dechent.
Schon beim Qualifying am Sonntagmorgen herrschten heiße Temperaturen, die von Fahrern und Fahrzeugen alles abverlangten. Sven Barth quetschte alles aus seinem Ligier heraus und holte mit einer Zeit von 1:28,198 die Pole. An diese Zeit kam Mauro Barisone nicht heran, der sich vor dem Duo Schultis / Hummel auf Startplatz 2 platzierte. Dechent / Bender stellten ihren Porsche daneben in die zweite Startreihe.
Beim Start profitierte Barisone vom leistungsstärkeren Division 1 Fahrzeug und beschleunigte Barth aus. Der steckte aber nicht zurück und blieb ganz dicht am Heck des Lucchini kleben. Immer wieder attackierte Barth, doch Barisone wehrte alle Angriffe ab. Als leichter Regen einsetzte, nutze Barth dies aus und zog an Barisone vorbei. Der hatte mit der rutschigen Strecke deutlich mehr Schwierigkeiten, so dass er kurzzeitig sogar noch hinter Mirco Schultis zurückfiel. In dieser Phase verlor der Italiener bis zu 9s auf den Gesamtführenden. "Es herrschten zwischendurch unterschiedliche Bedingungen, teils war es nass und trocken. Ich denke, dass ich damit am besten zurechtkam und einen Vorsprung herausfahren konnte. Am Ende war aber schon entscheidend, dass Barisone einfach das schnellere Auto zur Verfügung hat", erklärte Barth. Kurz vor dem Ende des Boxenstoppfensters kam Barth zum Wechsel auf Tommy Tulpe in die Box. Doch Mauro Barisone war auf der abgetrockneten Strecke klar schneller, ging zu Beginn der 43. Runde Ende Start und Ziel am Ligier vorbei und holte sich die Führung zurück. Dahinter kreuzten Schultis / Hummel als Gesamt-Dritte durchs Ziel.
Bei den GT und Tourenwagen war die Siegfrage schneller geklärt. Startfahrer Jürgen Bender legte ordentlich vor, während Martin Dechent den Klassensieg souverän ins Ziel brachte. Spannung herrschte dagegen beim Kampf um die zweite Position zwischen Langer / Noller und Thumann / Koller. Startfahrer Thomas Langer hatte gut vorgelegt, doch durch die Boxenstopps rutschte der gelb-schwarze Highspeed-Porsche hinter das Fahrerduo aus der Schweiz. Der Positionswechsel erfolgte synchron zum Wechsel an der Spitze - in Runde 43 an der selben Stelle. Hinter Koller / Thumann wurde Jürgen Schlager als Gesamt-Siebter gewertet. In Oschersleben unterhielt der Porsche GT2-Pilot Unterstützung durch Kurt Ecke, was bei den heißen Temperaturen sicherlich von Vorteil war. Aleidus Bosman (Porsche 997 Cup), Andy Prinz (Ligier JS51) und Dr. Schönau / Behler im Radical SR3 komplettierten die Top 10.
Die AvD 100 Meilen verabschieden sich nun in die lange Sommerpause, ehe es vom 04.-05. September mit dem AvD Race Weekend in Dijon-Prenois weitergeht.
Der Hockenheimring scheint für Gerd Beisel ein gutes Pflaster zu sein und gerade beim Heimspiel sind Siege etwas ganz besonderes. Der erste Einsatz im neuen Norma-Nissan bei den AvD 100 Meilen funktionierte wie am Schnürchen. Nach 43 Runden stand der im weissen CN antretende Beisel ganz oben auf dem Treppchen. Mauro Barisone im Lucchini-BMW hielt das Rennen dennoch über die Distanz offen und wies im Ziel 20,86 Sekunden Rückstand auf. Der dritte Gesamtplatz ging mit Mirco Schultis und Valentin Hummel ebenfalls an einen Sportwagen. Sieger bei den GT- und Tourenwagen wurde Jens Hochköpper im schwarzen Porsche 911 GT2.
Mit einer klaren Qualibestzeit von 1:41,189 verwies Gerd Beisel den Ligier von Sven Barth und Thomas Rudel auf den zweiten Startplatz. Die Reihe dahinter bildeten Porsche-Pilot Jens Hochköpper und Mauro Barisone.
Im Rennen bestimmte Beisel von der Spitze weg das Geschehen. Nur kurz geriet der Sieg in Gefahr, als der Norma-Pilot während der Saftey Car-Phase zu spät zum Boxenhalt kam. Mauro Barisone hatte sich mit seinem gelben SR2 zwar gleich in der ersten Runde hinter den weißen Norma gesetzt, doch am Ende reichte es nur zum zweiten Gesamtrang. Genau wie Beisel in der Division 1 war Mirco Schultis Wiederholungstäter bei den kleinen Sportwagen. Nur der Partner war ein anderer als beim Sieg in der Eifel. Diesmal wechselte sich Schultis mit dem schnellen Valentin Hummel, der beim 24h-Rennen noch jüngster Teilnehmer war, im Cockpit des PRC-Honda ab. Den Divisionssieg entschied das Duo mit 45,901 Sekunden Vorsprung auf Groer / Langfermann in einem weiteren PRC-Honda für sich.
Gesamtrang 5 holte sich der schnellste Vertreter der GT- und Tourenwagen, Jens Hochköpper. Hier wurde es mit knapp neun Sekunden Vorsprung gegen Rennende noch einmal besonders eng. Doch letztlich reichte beim leistungsüberlegenen Turbo Porsche für die verbleibende Rennzeit ein schwerer Gasfuß, um den nach vorne drängenden Jürgen Bender dahinter zu halten. Startfahrer Martin Dechent hatte es in der Anfangsphase noch ruhig angehen lassen und der Konkurrenz den Vortritt gelassen. Nach zwei Runden forcierte Dechent das Tempo und stellte bald die alte Ordnung in der Division 3.5 wieder her. „Wir haben dann exakt bei der Saftey Car-Phase gestoppt. Das Auto lief tadellos“, war Martin Dechent mit den zweiten Sieg in der vollbesetzten Division 3.5 zufrieden. „Gegen Ende versuchte ich, noch an Jens Hochköpper vorbeizukommen, doch als er mich im Rückspiegel gesehen hat, gab er Gas und war wieder weg“, so Jürgen Bender.
Rainer Noller, der in den ersten Runden die Division 3.5 angeführt hatte, folgte 24,357 Sekunden später. Ebenfalls in der gleichen Runde wie die Divisonssieger Bender / Dechent blieben Koller / Thumann und Otto Klohs (alle Porsche 997 Cup). Das zeigt, wie stark und ausgeglichen die Klasse in dieser Saison besetzt ist. Als Gesamtneunter holte sich Jürgen Schlager im Porsche 993 Turbo den Sieg in der Division 3.6. Das mit integrierte Feld der Schweizer Tourenwagen wurde zur klaren Beute von Albert Dobler im ex-DTM BMW M3. Thomas Probst indes scheint in diesem Jahr nicht so richtig glücklich zu werden. Anfangs auf Gesamtposition 3 geführt, schied der Porsche 993 GT2 nach elf Runden aus.