Zwei spannende Rennen sorgten für einen gelungen Saisonauftakt der Spezial Tourenwagen Trophy auf dem Hockenheimring. Bei den Bosch Hockenheim Historic holte sich am Samstag zunächst Ulrich Becker im Porsche 997 GT3 RSR den Gesamtsieg. Am Sonntag war dagegen Edy Kamm mit seinem Audi A4 DTM nicht zu bezwingen. Der Schweizer ließ Pertti Kuismanen in seiner Chrysler Viper GTS-R hinter sich, der die letzten beiden Jahre den Saisonauftakt für sich entschied.
Beim ersten Rennen spielten die feuchten Streckenverhältnisse die entscheidende Rolle. Ulrich Becker , letztes Jahr noch zweimal Gesamtzweiter hinter Kuismanen, setzte sich gleich beim Start hinter die über 700 PS starke Viper des Vorjahresmeisters. Der konnte zunächst einen Vorsprung herausfahren, hatte dann aber mit stark abbauenden Reifen zu kämpfen. Zwei Runden vor Schluss schlüpfte Becker nach Start und Ziel innen rechts zu seinem dritten Gesamtsieg in der Spezial Tourenwagen Trophy an der Viper des Finnen vorbei.
Ein Wochenende mit Höhen und Tiefen erlebte René Aeberhardt beim ersten Einsatz des neuen BMW Z4 GT3. Der Schweizer stellte den GT-Boliden gleich in die zweite Startreihe, wurde dann aber um fünf Plätze wegen Überholens unter Gelb zurückversetzt. Doch schon nach der Startrunde hatte der BMW-Pilot wieder die vierte Position inne. Im folgenden Umlauf kassierte Aeberhardt den Porsche 997 GT3 Cup S von Jorma Vanhanen und lag damit auf Platz 3. „Es war schon das Ziel einmal auf das Gesamttreppchen zu fahren. Dass es aber gleich beim ersten Rennen passiert, damit habe ich nicht gerechnet. Zumal ich das erste Mal mit dem Auto im Regen gefahren bin“, zeigte sich der Schweizer zufrieden mit dem Debüt und der ersten Treppchenplatzierung.
„Kein Audi-Wetter“, hatte dagegen Edy Kamm am Samstag noch verlauten lassen, womit der Schweizer recht behalten sollte. Mehr als der vierte Gesamtplatz war für den Audi-Piloten nicht drin, da die Reifen bei den kalten Bedingungen nicht richtig ins Arbeiten kamen. Die Bedingungen waren für den DTM-Audi am Sonntag um Längen besser. Das nutzte der mehrmalige Schweizer Meister, um dem Feld vorneweg zu preschen. Am Ende der 15 Runden-Distanz stand ein klarer Start- und Zielsieg mit fast 13 Sekunden Vorsprung auf Pertti Kuismanen. „Mein Glück war natürlich schon, dass Pertti Kuismanen zurückversetzt wurde. Erst nach vier, fünf Runden habe ich gedacht, dass ich eine Chance auf den Sieg habe“, so Edy Kamm.
Ein wechselhaftes Wochenende erlebte auch Daniel Schrey. Im ersten Heat drehte sich Schrey direkt nach dem Start fast in die Reifen. Bis auf die achte Position und dem zweiten Platz in der Klasse 1 ging es bei der Aufholjagd nach vorne. Am Sonntag hielt der Viper-Pilot Ulrich Becker erfolgreich hinter sich und holte sich den dritten Platz auf dem Treppchen. Dies reichte erneut zum zweiten Platz in der Klasse 1 vor Jan van Es (Porsche 993 GT2) und Jörg Lorenz (Porsche dp 935).
Nach diesem überaus gelungenen Auftakt geht es für die Piloten der Spezial Tourenwagen Trophy in rund sechs Wochen weiter. Auf dem Nürburgring steht mit dem Eurorace ein weiteres Top-Event auf dem Programm.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 25. April 2013 )
Mit einem starken Teilnehmerfeld startet die Spezial Tourenwagen Trophy am kommenden Wochenende in die neue Saison. Beim Saisonauftakt in Hockenheim werden über 40 GT- und Tourenwagen erwartet. Von der über 700 PS starken Chrysler Viper GTS-R bis hin zum 2-Liter BMW bietet sich den Zuschauern eine ganz besonders interessante Mischung bei den Bosch Hockenheim Historic.
In der Klasse 1 für Fahrzeuge über 6000 ccm bekommt es Pertti Kuismanen (Chrysler Viper GTS-R) mit Daniel Schrey zu tun. Wie in den vergangenen Jahren wird Daniel Schrey wieder seine Chrysler Viper GTS-R einsetzen, mit der er immer wieder für einen Gesamtsieg gut ist. Über den Winter wurde der Porsche 993 GT2 von Jan van Es noch einmal kräftig überarbeitet, so dass es für den Porsche-Piloten noch einmal einen Schritt nach vorne gehen könnte. Auf bewährtes Material setzt Jörg Lorenz, der mit seinem Porsche dp 935 einen richtigen STT-Klassiker nach Hockenheim bringt. Seit Beginn der 90er Jahre steht der 935er, mit dem unter anderem Jürgen Schorn und STT-Organisator Rolf Krepschik Erfolge erzielen konnte, in der Serie am Start. Zudem setzt das Team Prosperia C. Abt Racing einen um die 570 PS starken Audi R8 LMS ultra für Slobodan Cvetkovic ein.
In den Klassen 2 und 3 der Tourenwagen und GT über 4000 bis 6000 ccm starten unter anderem Ulrich Beckermit seinem Porsche 997 GT3 RSR 4,3, René Aeberhardt unter Bewerbung von Schubert Motorsport mit einem BMW Z4 GT3, Andreas Ott (Ferrari 458 Challenge) und Berthold Gruhn (Audi TT RS). Zudem werden Franjo Kovac und Martin Tschornia vom Team Besaplast Racing einen weiteren Audi TT RS einsetzen. In der Klasse 3 stehen zudem eine Reihe von Porsche-Piloten am Start.
Freude bereitet der Blick in die Klasse 9, die in diesem Jahr nicht nur für die luftgekühlten Porsche, sondern auch für Transaxle-Porsche mit 4 Zyl. Turbo-Motoren ausgeschrieben ist. Alexandra Irmgartz (Porsche 964 RS) trifft hier auf Ed van Heusden (Porsche 944 Turbo), Daniel Behringer und Georg Vetter (beide Porsche 964). In der Klasse 10, die den luftgekühlten Porsche bis 3200 ccm bzw. den Transaxle-Porsche mit Saugmotoren vorbehalten ist, treten Frank Kooistra (Porsche 944 S2) und Ben van Genk (Porsche 968 CS) an.
In der STT Spezial-Klasse werden zudem gleich vier V8 STAR werden auf der badischen GP-Strecke antreten. Für Jörg Bernhard ist der Saisonauftakt ein echtes Heimspiel, doch auch der Stuttgarter Sven Fisch freut sich über die besonders kurze Anreise. Beide V8 STAR wurden über den Winter überarbeitet, so dass es durchaus noch ein Stücken nach vorne gehen könnte. Joakim Ottersen reist aus dem fernen Oslo an und wird seinen V8 STAR in Jaguar-Optik möglichst unter die besten drei in der Klasse pilotieren wollen. Im vierten V8 STAR sitzt „Franz Adolf“ aus Spanien. Edy Kamm könnte allerdings mit dem DTM-Audi A4 den V8 STAR-Teams die Suppe gehörig versalzen. Der schnelle Audi ist immer ein Kandidat auf den Gesamtsieg.
Am Freitag geht es mit dem ersten Qualifying um 12:30 Uhr los. Das zweite Qualifying startet am Nachmittag um 16:25 Uhr. Der Start zum ersten Rennen geht am Samstag um 13:40 Uhr über die Bühne, während das zweite Rennen sonntags um 12:15 Uhr gestartet wird.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 18. April 2013 )
Beim Saisonstart der Spezial Tourenwagen Trophy in Hockenheim am 19.April dürfen sich die Fans auf einen neuen GT-Boliden freuen. Der Schweizer René Aeberhardt, Cousin von DMV-Touringcar Championship Seriensieger Jürg Aeberhardt, wird die 2013er Saison mit einem BMW Z4 GT3 in Angriff nehmen. Dabei handelt es sich um ein ehemaliges Schubert Motorsport-Chassis, das derzeit noch auf dem Rückweg vom 24h-Rennen in Dubai ist. Der Z4 GT3 wurde am Golf und im ADAC GT-Masters unter anderem von Claudia Hürtgen, Dominik Schwager, Jörg Müller, Dirk Müller und Uwe Alzen pilotiert. Es ist übrigens das erste BMW Z4 GT3-Auto in der Schweiz.
Das neue Einsatzfahrzeug und der Schweizer Pilot Aeberhardt werden zunächst durch die erfahrene Mannschaft von Schubert Motorsport unterstützt, ehe das eigene M-Team die Betreuung des Fahrzeuges übernehmen wird. Mit Claudia Hürtgen hat der Neuling im GT-Sektor zudem eine erfahrene Pilotin zur Unterstützung an der Seite. René Aeberhardt ist neu im Kundensport der BMW-Motorsport GmbH und wird auch Einsätze für den BMW-Sportpokal ins Auge fassen. „Eigentlich wollte ich so mit 50 ein richtiges Überfliegerauto kaufen. Wenn ich aber nun die Möglichkeit habe, vorher mit einem aktuellen modernen Rennauto zu fahren, dann packe ich es einfach früher – sozusagen, jetzt oder nie“, erzählt René Aeberhardt voller Begeisterung von seinem Projekt. Für den langjährigen BMW-Fan war die Fahrzeugwahl eigentlich klar. Zudem betreut sein M-Team auch ehemalige DTM-BMW M3 aus den neunziger Jahren. „Darüber kamen auch die guten Kontakte zu BMW Tradition zustande“, erklärt der Gebäudetechnik-Unternehmer die enge Bindung zu BMW.
Vor 27 Jahren hatte René Aeberhardt die ersten Schritte im Motorsport unternommen. Mit einem STW-Auto kam es auch zu ersten Gasteinsätzen bei der Spezial Tourenwagen Trophy in Hockenheim 2012. Die etablierten 2-Liter-Asse staunten nicht schlecht, als sich der Schweizer gleich zweimal die Pole und den Klassensieg schnappte. „Mir hat die Fairness und die Offenheit der Leute in dieser Tourenwagen-Serie gefallen. Außerdem wird hier seriös und mit viel Herzblut Motorsport betrieben. Die Serie ist sehr gut organisiert. Zudem hat mich die Begeisterung von Serienorganisator Rolf Krepschik für mein Projekt gepackt“, erklärt Aeberhardt die Entscheidung, sich in der STT einzuschreiben.
Auf der Jahressiegerehrung der Spezial Tourenwagen Trophy hat Veranstalter Rolf Krepschik den endgültigen Terminkalender 2013 präsentiert. Mit Rennen in Hockenheim, Oschersleben, auf dem Nürburgring sowie in Spa-Francorchamps - als einziger Auslandsrunde - umfasst der Kalender erneut 7 Veranstaltungen. In den ersten beiden Rennen ist zudem die Luxemburger Meisterschaft wieder mit dabei.
Die Spezial Tourenwagen Trophy bleibt zunächst eine nationale Serie. Somit kann man weiterhin mit der nationalen A-Lizenz problemlos in der Serie starten. Die Überlegungen waren notwendig geworden, da die neue FIA-Gebührenstruktur zunächst für viel Aufregung gesorgt hatte. Nach jetzigem Stand wäre die Spezial Tourenwagen Trophy auf Grund des Leistungsgewichts einzelner Fahrzeuge mit einem Goldstatus belegt worden. Dies hätten erhebliche Verteuerungen zur Folge gehabt. Die Serienorganisation wollte dies nicht an die Fahrer weitergeben und hatte sich deshalb zu diesem Schritt entschlossen.
„Wir werden sehr genau beobachten, wie sich die Situation um die neue Gebührenstruktur der FIA entwickelt und werden für 2014 entsprechende Maßnahmen ergreifen, um auch dann wieder im benachbarten Ausland an den Start gehen zu können. Bis dahin hoffen wir, dass uns unsere langjährigen Teams die Treue halten und uns in dieser für uns neuen Situation hilfreich zur Seite stehen“, erklärte Krepschik.
Der Rennkalender der Spezial Tourenwagen Trophy für das Jahr 2013 startet am 19.-21. April mit den Bosch Hockenheim Historics. Neben der STT sind mit der Boss GP, der Youngtimer Touring Car Challenge, der FIA Lurani Trophy, der Vereinigung Race History on Track oder den Super Sports weitere interessante Rennserien am Start. Ende Mai geht es beim Eurorace auf dem Nürburgring mit einem erneuten Highlight weiter. Dort werden neben der deutschen Serie hochkarätige Serien wie die GT-Open oder die Int. Maserati Trofeo in der Eifel an den Start gehen. Vom 15.-16. Juni geht es zurück nach Hockenheim, wo man beim AvD race weekend den dritten Rennlauf austragen wird. Vom 05.-07. Juli folgt der vierte Lauf im Oschersleben, ehe es vom 19.-21. desgleichen Monats zum einzigen Auslandsstart nach Belgien geht. Dort steht mit der Traditionsstrecke Spa-Francorchamps eine der beliebtesten Rennstrecken auf dem Programm. Nach einer etwas längeren Sommerpause werden im Oktober die beiden letzten Rennläufe ausgetragen.
Die Termine 2013 lauten wie folgt: 19.04.-21.04. Hockenheim Bosch Historic 31.05.-02.06. Nürburgring Eurorace 15.06.-16.06. Hockenheim Stuttgarter Rössle 05.07.-07.07. Oschersleben Preis der Stadt Magdeburg 19.07.-21.07. Spa-Francorchamps Race Festival 05.10.-06.10. Nürburgring RGB Finale 18.10.-19.10. Nürburgring Saisonfinale MSC Bork
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 15. Februar 2013 )
Auf der Motorshow in Essen hat auch die Spezial Tourenwagen Trophy einen ersten Kalenderentwurf für die Saison 2013 präsentiert. Dieser sieht derzeit wie folgt aus:
Promoter Rolf Krepschick erläuterte uns, dass entweder Zolder oder die beiden ostdeutschen Events möglicherweise noch aus dem Kalender gestrichen werden könnten. Dies hinge sowohl von den Kundenwünschen der eingeschriebenen Teilnehmer als auch von der Entwicklung bei der just bekannt gegebenen neuen Gebührenstruktur der FIA ab (wir berichteten), die alleine die Spezial Tourenwagen Trophy mit bis zu 40.000 Euro zusätzlicher Gebühren belasten würde. Krepschik kalkuliert daher für 2013 mit 25 fest eingeschriebenen Teilnehmern – eine Zahl die angesichts von 33 Festeinschreibungen in 2012 nicht all zu unrealistisch erscheint.
Während die DMV-Touringcar Championship sich um Hockenheim herum organisiert, sieht sich Krepschik mit seiner Serie eher dem Kundenkreis im Umfeld des Nürburgrings basiert. Beiden Teilnehmergruppen gemeinsam scheint die Ablehnung der beiden permanenten ostdeutschen Kurse zu sein – mit ein Grund warum die Spezial Tourenwagen Trophy die beiden geplanten Runden mit der maximalen Zusatzpunktzahl von 4 Punkten ausrichten würde, während auf dem Rest der Strecken nur 2-3 Punkte für eingeschriebene Teilnehmer als Zusatzpunkte gut geschrieben werden würden.
Letzte Aktualisierung ( Montag, 3. Dezember 2012 )
Das Finale der Spezial Tourenwagen Trophy auf dem Nürburgring geriet zu einem echten Krimi. Erst im letzten Rennen der Saison sicherte sich Viper-Pilot Pertti Kuismanen den Meistertitel vor Ulrich Becker im Porsche 997 GT3 RSR. Der knapp geschlagene Vizemeister holte dabei genau wie Kuismanen einen Gesamtsieg in der Eifel. Für zusätzliche Spannung sorgte der Finne selbst, als er zum ungeplanten Stopp an die Box musste.
Im ersten Durchgang hatte es noch nach einer souveränen Geschichte ausgesehen. Mit fast 11s Vorsprung fuhr Kuismanen zum Gesamtsieg und strich die 12 Zähler für den Klassensieg ein. Der Zweitplatzierte Ulrich Becker punktete als Sieger der Klasse 2 bis 5000 ccm aber ebenso voll. Somit musste Kuismanen mindestens auf dem zweiten Platz in der eigenen Wertungsklasse über den Zielstrich fahren, um den Titel perfekt zu machen.
Zumindest in der Anfangsphase des Rennens sah es danach aus, als sollte der Viper-Pilot souverän Gesamt- und Klassensieg holen. Ulrich Becker ließ aber nicht locker, tauchte immer größer im Rückspiegel auf und war plötzlich ganz dicht dran. Im nächsten Umlauf fehlte der Finne und Becker lag in Führung. „Ich merkte, dass sich die Viper seltsam anfühlte. Ich fuhr zur Kontrolle an die Box. Der Reifendruck war erhöht und beim Herunterlassen des Autos gab es dann noch zusätzliche Probleme. Daher haben wir recht viel Zeit verloren“, erklärte Kuismanen. „Ich habe dann noch meine beiden Klassenkonkurrenten geschnappt und wurde Achter. Aber das war dann egal, da dies zur Meisterschaft reichte. So war es schließlich doch noch ein echtes Happy End“, so der neue STT Meister weiter.
Für Sven Fisch (V8 STAR) verlief der Saisonabschluss mit den Gesamtplätzen 3 & 2 sehr stark. Der V8 STAR Pilot kämpfte im ersten Rennen den Porsche 997 GT3 R von Gaststarter Vadim Kogay nieder und belegte rund 11s hinter Ulrich Becker den dritten Gesamtrang. Im zweiten Heat fehlten nach 15 Runden nur 1,83 Sekunden zum ersten Gesamtsieg in der Spezial Tourenwagen Trophy . Jeweils hinter Sven Fisch beendete Jörg Bernhard die beiden Rennen. Im ersten Heat schnappte er sich zunächst Carlos Rivas und wenig später noch Kogay. Den zweiten Durchgang beendete Jörg Bernhard nach einem starken Auftritt auf dem dritten Platz. Damit stand der V8 STAR Pilot erstmals auf dem Treppchen.
Der Wechsel vom Seat Leon auf den Porsche 997 GT3 Cup hatte Christian Franck erstaunlich gut gemeistert. „Bisher bin ich nur Fronttriebler gefahren. Dass es dann gleich so gut läuft, war nicht abzusehen“, so der Luxemburger. Während im ersten Qualifiaktionstraining Carlos Rivas, ebenfalls auf einem Porsche 997 GT3 Cup, noch knapp schneller gewesen war, platzierte sich Franck im zweiten Trainingsdurchgang vor Gaststarter Vadim Kogay und Carlos Rivas.
Doch im ersten Rennen fiel der Porsche gegen Rennmitte vom dritten Platz in der Klasse mehr und mehr zurück. Der fünfte Gang steckte fest, wodurch Jeannot Delvaux, Reiner Lutz und Tjarco Jilesen vorbeikamen. Der zweite Heat wurde nun besonders spannend, zumal Christian Franck in der Meisterschaft noch um den dritten Platz kämpfte.Mit nur 0,28 Sekunden Vorsprung entschied Rivas schließlich den zweiten Durchgang in der Klasse für sich und holte damit die Meisterschaft in der Klasse 3 bis 4000 ccm. Christian Franck konnte aber auch mit dem zweiten Platz vor Jeannot Delvaux und Tjarco Jilesen zufrieden sein. Denn damit stand fest, dass der Luxemburger in der STT-Meisterschaft den dritten Rang belegte.
Der Blick in die Klassen:
Nachdem sowohl Daniel Schrey und René Snel absagen mussten, war Pertti Kuismanen in der großen STT Klasse ohne Gegner. Locker über 200 PS weniger hatten die drei verbliebenen Turbo Porsche und die schöne Corvette des Luxemburger Serge Loudvig vorzuweisen. Zumindest Rolf Rummel schien aber einem guten Saisonende entgegen zu fahren, als er auf Platz sechs liegend den Porsche 996 GT2 in der Box abstellte. Damit erbte Jörg Lorenz (Porsche dp 935) den zweiten Platz vor Jan van Es (Porsche 993 GT2). Die beiden Porsche-Piloten hätten dann sogar im zweiten Durchgang das Zünglein an der Waage sein können. Doch Kuismanen schnappte sich die beiden Porsche kurz vor Schluss.
In der Klasse 2 bis 5000 ccm war Ulrich Becker nicht zu schlagen. Hier hinterließen die Gaststarter Franjo Kovac und Martin Tschornia im Audi TT RS einen starken Eindruck. Nachdem Michael Bäder seinen BMW M3 V8 Kompressor auf Gesamtplatz zwei liegend früh wegen eines gerissenen Riemens abstellen musste, holte sich Franjo Kovac einen achten Platz im Gesamtklassement und Rang zwei in der Klasse vor Ed van Heusden (Porsche 944 Turbo). Zum zweiten Durchgang konnte der BMW von Michael Bäder und Tobias Hagenmeyer nicht mehr antreten. Martin Tschornia sah mit dem Audi TT RS im zweiten Heat das Ziel als Gesamtsiebter. Klassendritter wurde erneut Ed van Heusden vor Jochen Ayasse/Ulf Ehninger (Audi RS4) und Gil Linster (Ford Mustang).
Die Klasse bis 3500 ccm hatte Joachim Duscher mit seinem bärenstarken Audi 80 Turbo im Griff. Der Audi-Pilot verwies im ersten Durchgang Christian Hofmänner (Mitsubishi Evo 10) und Pierre Bonhôte (Seat Leon) auf die Plätze zwei und drei. Rang vier in der Klasse ging an Frank Müller (Opel Astra OPC). Beim zweiten Durchgang ging der zweite Platz hinter dem ehemaligen Werksaudi aus der französischen Tourenwagenmeisterschaft an Pierre Bonhôte. Der Schweizer sicherte sich damit gleich im ersten Jahr mit dem neuen Seat Leon die Meisterschaft in der Klasse, sowie einen starken fünften Rang in der Gesamttabelle.
Viel Action boten einmal mehr die 2-Liter Piloten, die sich in beiden Durchgängen tolle Positionskämpfe lieferten. Gerhard Füller (BMW 120) fuhr im ersten Heat zum Klassensieg vor Joachim Bunkus im Triumph Dolomite Sprint. Davor musste sich der BMW-Pilot aber zunächst den Attacken von Markenkollege Yannik Trautwein (BMW 320i E46) erwehren. Im zweiten Durchgang legten die 2-Liter Asse noch einmal ein Schippchen drauf. Vor allem Vorjahresmeister Joachim Bunkus drehte auf. Der Bönningstedter heftete sich an die Fersen des BMW-Duos. Zuerst schnappte sich der Dolomite-Pilot Yannik Trautwein, kurz darauf überholte er auch Gerhard Füller. Zweiter wurde Gerhard Füller vor Yannik Trautwein und Heinz Chorus im Ford Focus.
In der Klasse der luftgekühlten Porsche-Fahrzeuge hatte Alexandra Irmgartz (Porsche 964 RSR) ihre männliche Konkurrenz im Griff. Ralf Bender und Ralf Schmaus (beide Porsche 964 Cup) mussten sich in beiden Rennen hinter der schnellen Porsche-Pilotin anstellen. Mit etwas Glück hätte die Tochter des dreimaligen STT-Meisters Michael Irmgartz sogar noch den dritten Platz in der Gesamtwertung erreichen können. Am Ende reichten die beiden Klassensiege zum vierten Platz in der Endabrechnung, sowie zum Sieg in der luftgekühlten Porscheklasse und in der STT Juniorenwertung.
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 24. Oktober 2012 )
Pertti Kuismanen war am vergangenen Wochenende der große Gewinner des 6. Wochenendes der Spezial Tourenwagen Trophy am Eurospeedway Lausitzring. Mit zwei Gesamtsiegen sammelte der Finne reichlich Punkte im Kampf um den Meistertitel 2012. Im ersten Rennen verwies er Ulrich Becker auf Porsche 997 GT3 RS auf die zweite Position. Diesen Platz belegte Daniel Schrey nach harter Gegenwehr im zweiten Rennen am Sonntag. Dritte Podestplätze gab es für Norbert Janz und Ulrich Becker.
Mit einer Überraschung endete das erste Qualifying am Freitag. Nicht Kuismanen stand auf Pole, sondern Michael Bäder im BMW M3 V8 Kompressor. Mit 1:46,414 war Bäder knapp 1s schneller als Pertti Kuismanen, der jedoch mit Problemen an der Kühlung zu kämpfen hatte. Im Rennen korrigierte der Finne bereits beim Start die Reihenfolge und übernahm die Spitze. Bäder konnte zunächst folgen, musste aber noch in der ersten Runde mit einem Defekt an der Ölversorgung aufgeben. Damit war der Weg frei für das amerikanische PS Monster. Am Schluss waren es an die 15s Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Weitaus mehr Arbeit gab es für Kuismanen im zweiten Rennen. Viper-Pilot Daniel Schrey zeigte sich als hartnäckiger Verfolger, konnte aber letztendlich Kuismanen nicht von der Spitze verdrängen. Ein Tag zuvor hatte Schrey noch Pech, als ihm Carlos Rivas seitlich ins Auto fuhr. Schrey fiel zurück, konnte sich aber aus dem Kiesbett befreien. Die Aufholjagd dauerte jedoch nur eine Runde. Nach Start und Ziel verbremste sich Alexandra Irmgartz und erwischte die schwarz-gelbe Viper an der linken Seite. Beide landeten dadurch im Aus.
Gaststarter Norbert Janz machte sich an die Verfolgung des Finnen und lag bis in Runde acht an zweiter Stelle. Nach einem Verbremser zog Ulrich Becker im Porsche 997 GT3 RS vorbei. Den zweiten Platz verteidigte der Marler bis ins Ziel. Janz wurde dritter vor dem Luxemburger Christian Franck, der erstmals auf einem Porsche 997 GT3 Cup unterwegs war. Sein stärkster Kontrahent Carlos Rivas musste in der neunten Runde mit Getriebeschaden die Segel streichen. Auf den Plätzen fünf und sechs landeten Tobias Paul (BMW M3) und Yannik Trautwein (BMW 320i), der damit auch die Klasse der 2l-Fahrzeuge gewann.
Im zweiten Rennen war Norbert Janz erneut Richtung Podium unterwegs. Sein Mercedes SLS AMG GT3 lag hinter Kuismanen und Schrey auf dem dritten Platz. Janz versuchte noch an den an zweiter Stelle liegenden Schrey heranzukommen, fing sich dabei jedoch einen Dreher ein. Nutznießer war Ulrich Becker, der dadurch Platz drei und den Sieg in der Klasse 2 ins Ziel bringen konnte. Norbert Janz kam schließlich auf Platz vier durchs Ziel. Dahinter reihten sich erneut Christian Franck, Tobias Paul, Yannik Trautwein und Gerhard Füller ein.
Am dritten Oktoberwochenende kommt es zum spannenden Finale am Nürburgring . Durch seine beiden Klassensiege hat Pertti Kuismanen zugelegt und fährt mit den besten Karten an den Ring. Ulrich Becker sitzt Kuismanen im Nacken und hat ebenfalls eine gute Ausgangsposition. Auch der Luxemburger Christian Franck hat noch Chancen auf den Titel, müsste allerdings auf Patzer der beiden vor ihm liegenden Kuismanen und Becker hoffen. Aus dem Titelrennen musste sich nach den beiden Nullern Alexandra Irmgartz verabschieden. Es wird jedenfalls spannend, wenn die Boliden der Spezial Tourenwagen Trophy am 19.&20. Oktober am Ring an den Start gehen.
Letzte Aktualisierung ( Samstag, 6. Oktober 2012 )
Bei den Rennen der Spezial Tourenwagen Trophy in Zolder war Pertti Kuismanen mit seiner Chrysler Viper GTS-R erneut nicht zu stoppen. In beiden Rennen war die Konkurrenz chancenlos. Gleich vom Start weg zog die starke Viper dem Feld davon. Am Ende dokumentierte der Finne mit zwei souveränen Gesamtsiegen seine momentane Überlegenheit. Hinter dem 800 PS Monster waren die restlichen Podestpläze aber in beiden Durchgängen heiß umkämpft. Das belgische Team Lumbeek / Moonens (Dodge Viper GTS-R), Ulrich Becker (Porsche 997 GT3 RS) und der Stuttgarter V8STAR-Pilot Sven Fisch lieferten sich in beiden Rennen einen sehenswerten Fight. Sven Fisch musste im ersten Heat aber mit Bremsproblemen klein beigeben und das belgische Duo sowie Ulrich Becker vorbeilassen. „Ich hatte ab Rennmitte Probleme mit der Bremse. Das Heck ging mir weg und ich musste das Auto wieder in die Spur bringen. Das nutzten die beiden hinter mir aus und gingen vorbei. Ich habe dann Platz 4 ins Ziel gebracht,“ so der etwas unzufriedene Stuttgarter. Platz 2 sicherte sich das Team Lumbeek / Moleens hauchdünn vor dem Marler Ulrich Becker.
Im zweiten Rennen hatte der V8STAR-Pilot dann mehr Fortune. Auf Platz 3 gestartet profitierte Fisch vom Ausfall der belgischen Dodge Viper GTS-R. Probleme bei der Benzinzufuhr zwangen die Belgier die Box anzusteuern. Fisch schlüpfte auf Platz 2. Dahinter attackierte Ulrich Becker mehrere Runden, musste dann aber gegen Rennende abreisen lassen und sich mit Rang 3 zufrieden geben. „ Ich bin eigentlich mausetot, aber glücklich. Danke an Petra für das Auto. Es war ein roller Kampf mit Uli. Das ist Racing“, freute sich Sven Fisch. „Ich kann das nur bestätigen. Es war ein fairer Kampf und hat super Spaß gemacht. Aber es war wahnsinnig anstrengend. Jetzt brauche ich erst mal eine Pause“, resümierte der zweimalige Drittplatzierte.
Genauso sehenswert war der Zweikampf um die Plätze 5 und 6. Jörg Bernhard, der mit seinem V8STAR immer besser zurecht kommt, lieferte sich ein spannendes Duell mit dem Luxemburger Carlos Rivas (Porsche 997 GT3). Im ersten Heat sah Bernhard die Zielflagge mit 16 Sekunden Vorsprung. Danach sah es im zweiten Rennen auch aus. In der letzten Runde tauchte dann der grau-gelbe V8STAR in der Boxengasse auf und beendete dort das Rennen. „Ich merkte, dass sich das Hinterrad lockerte. Dadurch verlor ich beim Antrieb. Aber ich bin in der Wertung“, erklärte Jörg Bernhard sein unglückliches Missgeschick. Derweil schlüpfte der Luxemburger Porschefahrer noch vorbei und belegte wie schon in Spa einen hervorragenden vierten Platz. „Das Duell mit Jörg Bernhard war toll. In den Kurven konnte ich wieder Anschluss finden. Aber auf den geraden Passagen fuhr mir der V8STAR immer wieder davon“, so Rivas.
Für Rolf Rummel (Porsche GT2) hatte sich das Wochenende in Zolder ebenfalls gelohnt. In der großen STT-Klasse holte sich der Heiligenhauser Podestplatz zwei und drei, sowie Gesamtrang 7. Die weiteren Plätze belegten Jan van Es (Porsche 993 GT2) und Jörg Lorenz (Porsche dp 935). Hinter dem zweimaligen Klassensieger Ulrich Becker gingen die zweiten Plätze in der Klasse 2 an Erik Den Dekker (Porsche 944 Turbo) und Nicolas Vandierendonck (Ferrari 458 Challenge). Im zweiten Heat fuhr der jüngste STT-Teilnehmer Gil Linster (Ford Mustang) auf Klassenrang 3. Damit sammelte der junge Luxemburger weitere wertvolle Punkte für die Juniorenwertung. Ed van Heusden (Porsche 944 Turbo) musste mit kaputter Zylinderkopfdichtung sein Auto bereits im ersten Rennen abstellen.
Der vorletzte Lauf des STT H&R Cup findet in der Lausitz statt. Dort wird vom 28.-30. September der sechste Meisterschaftslauf ausgetragen.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 23. August 2012 )
n Hockenheimwar Pertti Kuismanen bei den beiden Spezial Tourenwagen Trophy-Läufen am vergangenen Wochenende erneut in seiner Viper nicht zu schlagen. Dagegen scheint Ulrich Becker den zweiten Platz abonniert zu haben. Beim dritten Lauf der Spezial Tourenwagen Trophy setzte sich der Porsche-Pilot in einem packenden Finish gegen René Snel (Porsche 996 GT2) und Daniel Schrey (Chrysler Viper GTS-R) durch. In der Meisterschaft führt aber nach wie vor Alexandra Irmgartz, die mit ihrem luftgekühlten Porsche 964 RS den Sieg holte.
Hockenheim ist Kuismanen-Land – so war es bisher sechsmal. Den siebten Sieg bei seinem siebten Start ließ der schnelle Finne am Wochenende folgen. Selbst bei feuchter Piste im Qualifying war die Konkurrenz chancenlos. Von der Pole dampfte Kuismanen mit René Snel im Windschatten vorneweg und duellierte sich dabei sogar mit den schnellen Sportprototypen der parallel startenden AvD 100 Meilen. Nach 35 Runden sah die Viper GTS-R mit einem Vorsprung von fast 50 Sekunden die Zielflagge. Ein wichtiger Faktor war nach Kuismanen auch die richtige Reifenwahl - der Finne hatte auf die harten Pneus gesetzt.
Platz 2 ging in dieser Saison zum fünften Mal an Ulrich Becker. Der Marler fuhr ein erneut starkes Rennen, musste aber in der Anfangsphase zunächst zurückstecken. Vor allem René Snel erwies sich als schnellster Verfolger von Kuismanen. Der Niederländer hielt gerade in der Anfangsphase richtig gut mit, musste dann aber abreisen lassen. Gesamtrang 2 schien aber greifbar, doch nach dem 20-minütigen Pflichtboxenstopp gab es noch Getriebeprobleme. „Das hat dann den zweiten Platz gekostet“, so Snel.
Den sicherte sich in einem wahren Foto-Finish Ulrich Becker. Zu Rennbeginn musste der Porsche-Pilot in einer starken Viergruppe zunächst zurückstecken. Sowohl Sven Fisch (V8 STAR) als auch Michael Bäder im BMW Z4 V8 lagen vor dem in den Firmenfarben lackierten 911er. Dann zog zudem noch Viper-Pilot Daniel Schrey vorbei, der sich wenig später Michael Bäder und Sven Fisch schnappte. Fisch fiel früh im Rennen einer defekten Benzinpumpe zum Opfer.
So furios der Auftakt war - das Finale toppte noch einmal alles. Zunächst fing Ulrich Becker die Viper von Schrey und dann in der aller letzten Kurve René Snel ab. „Ich war am Ende überrascht, dass René Snel da an der Ecke war. Aber da war ich auch schon vorbei. Ein Vorteil war vielleicht auch, dass meine Reifen am Ende immer noch sehr gut waren“, erklärte Ulrich Becker. „Ich musste drei Runden lang die ganze Zündung aus und immer wieder anmachen. In dem Moment hat mich Ulrich Becker überholt und ich kam nicht mehr ran“, schilderte Schrey die Situation. Der vierte Gesamtrang bedeutete noch Platz 3 in der Klasse 1 vor Rüdiger Klos (Chrysler Viper GTS-R) und Jan van Es (Porsche 993 GT2). Der Niederländer musste wegen eines Plattens bereits früh einen kurzen Boxenstopp einlegen.
In der Klasse 2 holte sich hinter Becker Louis Wagner (LUX) den zweiten Platz vor Jürgen Bode (Porsche 997 GT3 4,3) und Gil Linster (Ford Mustang). Der Luxemburger war in der Spezial Tourenwagen Trophy erstmals mit einem 997er Porsche am Start. Michael Bäder und Tobias Hagenmeyer sicherten sich in der Klasse 3 einen souveränen Sieg vor Carlos Rivas (Porsche 997 GT3 Cup) und Michael Tischner im roten BMW Z4.
Im Juli geht es nach diesem spannenden dritten Rennwochenenden für den STT-Tross nach Spa-Francorchamps. Bis dahin wird hoffentlich auch der eine oder andere Schaden behoben sein.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 21. Juni 2012 )
Es hätte der perfekte Auftakt sein können. Nach dem Sieg am Samstag war Pertti Kuismanen (Chrysler Viper GTS-R) beim zweiten Durchgang auf dem Nürburgring erneut auf Siegeskurs. Ein Defekt am Querlenker warf den Finnen aus dem Rennen und bescherte Michael Bäder im BMW Z4 V8 den ersten Saisonsieg in der Spezial Tourenwagen Trophy - eine späte Wiedergutmachung für Hockenheim. Für Ulrich Becker hieß es in der Eifel dagegen zum vierten Mal Gesamtrang 2.
Im ersten Rennen am Samstagnachmittag war Pertti Kuismanen nicht zu stoppen gewesen. Die Pole münzte der Finne in einen astreinen Start- und Zielsieg vor Ulrich Becker um. Da der STT-Meister der Jahre '97 und '98 gegen Rennende etwas Speed rausnahm, kam der Porsche 997 RSR noch einmal auf 6,354s ran. Im zweiten Durchgang schien Kuismanen mit der Gegnerschaft kurzen Prozess machen zu wollen. Mit Riesenschritten dampfte die über 700 PS starke Viper vornweg. Doch der nach dem Spa-Crash über den Winter aufgebaute GT-Renner zeigte sich zickig. Ein gebrochener Querlenker zog der Schlange ihre Zähne und warf Kuismanen in Runde 7 aus dem Rennen. Der Ausfall bescherte Michael Bäder im BMW Z4 V8 die erste Position, die er bis ins Ziel nicht mehr abgab. Dabei wurde es gegen Rennende sogar noch einmal eng, denn Ulrich Becker rückte immer näher. Am Ende war der Vorsprung auf 1,869s zusammengeschmolzen. Noch im letzten Umlauf drehte der Marler seine schnellste Rennrunde. Schon am Vortag hatte Teamkollege Tobias Hagenmeyer den BMW Z4 V8 zum Klassensieg und auf Gesamtrang 5 gefahren. Der Sieg von Michael Bäder beim zweiten Durchgang war dann „eine Entschädigung für das üble Wochenende von Hockenheim“.
Zum vierten Mal Rang 2 für Becker: „Schade, jetzt hätte ich mal gewinnen können“, äußerte sich Ulrich Becker zu seinem zweiten Platz im Gesamtklassement. Zum vierten Mal in dieser Saison gab es für den Marler nur den zweitgrößten Pott. Rene Snel meldete sich mit einem Klassensieg bei den großen Spezial Tourenwagen Trophy-Boliden zurück. Hinter Ulrich Becker kletterte Snel im zweiten Heat noch als Gesamtdritter aufs Treppchen. Im ersten Rennen stand dort Sven Fisch, der sich einen engen Fight mit Gaststarter Francesco Pastorelli (V8 STAR) und Tobias Hagenmeyer geliefert hatte. Kurz vor der NGK quetschte sich Sven Fisch am FIA-GT1-erfahrenen Pastorelli vorbei. Doch der Stuttgarter hatte etwas zu viel Schwung mitgenommen und verpasste die Schikane. Dabei wäre fast noch Tobias Hagenmeyer vorbeigeschlüpft. Doch ein leichter Quersteher warf den BMW wieder hinter den rot-schwarzen V8 STAR zurück. Den Start zum zweiten Durchgang verhinderte eine defekte Zylinderkopfdichtung, wodurch sich Jörg Bernhard mit Gesamtrang 5 den Klassensieg vor Petra Kolic-Wiese in der Sonderklasse sicherte.
Die Klasse 2 bis 6000 ccm hatte Ulrich Becker voll im Griff. Ed van Heusden (Porsche 944 Turbo) und Gil Linster (Ford Mustang) belegten jeweils einmal den zweiten Rang in der Klasse. Enger ging es bei den Fahrzeugen bis 4000 ccm zu: In beiden Rennen bot die international besetze Porsche-Armada klasse Motorsport. Zwar war auch hier kein Vorbeikommen am BMW Z4 V8 vom Team Bäder / Hagenmeyer, doch dahinter waren die Positionen heiß umkämpft. Zunächst lag Reiner Lutz mit seinem Porsche Cayman auf Klassenrang 2. Doch ein plattes Vorderrad verursachte einen ungeplanten Stopp. „Das waren neue Reifen“, zeigte sich Lutz enttäuscht. Besser lief es beim zweiten Rennen mit dem zweiten Platz in der Klasse. Der war allerdings hart erkämpft, denn Romain Theissen (Porsche 997 GT3 Cup) war kurzzeitig vorbei. „Damit hatte ich nicht gerechnet. Er hat mich auf der Bremse erwischt und ist innen vorbei. Als Romain Theissen dann durchs Kiesbett fuhr, kam ich wieder vorbei“, erzählte Reiner Lutz, der damit Theissen mit knapp einer Sekunde auf den dritten Klassenrang verwies. „Ich hatte mich verbremst und bin dann zweimal durchs Kiesbett. Da war der Caymann dann natürlich weg“, schilderte der Luxemburger die Situation.
Am Vortag hatte sich Theissen noch gegenüber Markenkollege Jeannot Delvaux durchgesetzt und den zweiten Platz in der Klasse 3 bis 4000 ccm eingefahren. Delvaux war an diesem Wochenende der Mann der engen Entscheidungen. Während im ersten Rennen gerade 1,673s auf Theissen fehlten, wurde es am Sonntag noch knapper. Diesmal setzte er sich um 0,748s gegenüber Carlos Rivas (Porsche 997 GT3 Cup) durch, der anfangs die dritte Position in der Klasse innegehabt hatte.
Durch die zwei Klassensiege bei den luftgekühlten Porsche liegt mit Alexandra Irmgartz zum ersten Mal eine Frau an der Spitze des Championats. Die Tochter des dreifachen STT-Champions Michael Irmgartz ließ der männlichen Konkurrenz um Paul Geeris und Ralf Bender (beide Porsche 964) keine Chance und siegte doppelt. Nach diesem spannenden Rennwochenende steht vom 16.-17. Juni schon der nächste Meisterschaftslauf auf dem Programm. Dabei wird gemeinsam mit den AvD 100 Meilen gefahren und die Spezial Tourenwagen Trophy kann schon jetzt eine volle Bude vermelden - Hockenheim kann also kommen.
Beim Auftakt der Spezial Tourenwagen Trophy in Hockenheim vor zwei Wochen konnte der Finne Perti Kuismanen im 700 PS starken Ford GT1 zwei Siege einfahren. Am Ende reichte es für Konkurrent Ulrich Becker im Porsche 997 RSR zweimal zu Platz 2. V8 STAR-Pilot Sven Fisch kraxelte im zweiten Rennen als Dritter aufs Treppchen, nachdem er im ersten Heat noch Viper-Pilot Rüdiger Klos den Vortritt lassen musste.
Kuismanen musste zum Saisonstart noch auf den Ford GT zurückgreifen. Erst am Nürburgring soll die Rückkehr der weit über 700 PS starken Chrysler Viper GTS-R GT1 erfolgen. Wie letztes Jahr war es ein Porsche-Pilot, der dem Mad Croc-Ford mächtig zusetzte. Die Devise von Ulrich Becker für das Rennen lautete - dranbleiben, zurechtlegen und bei einem Fehler vorbei. Kuismanen erlaubte sich kaum Ausrutscher - nur im zweiten Rennen geriet der Ford GT in Runde 1 kurz in Schwierigkeiten. Doch der Finne fing den ungestümen Flachmann wieder ein und fuhr auch dieses Rennen ein. Im ersten Durchgang schaffte es Becker bei seinem ersten Rennen mit dem Porsche an Kuismanen vorbei und zwei Runden lang die Spitze zu halten. Vor allem auf der Bremse war der Porsche immer wieder dran.
Auf dem dritten Rang lag an diesem Wochenende ein Fluch. Weder Daniel Schrey (Chrysler Viper GTS-R) noch Ralf Karst (Porsche 997 GT2) wurden damit glücklich. Schrey hatte seine Viper sogar in beiden Rennen auf Platz 3 positioniert, als der Defektteufel ihn heimsuchte. Im ersten Rennen gab es Probleme mit dem Federbein, im zweiten löste sich der Unterboden. Somit erbte Markenkollege Rüdiger Klos im ersten Durchgang P3. In Durchgang 2 hatte die Viper von Klos plötzlich keine Leistung mehr, nachdem ein Kabel vor der Einspritzdüse durchgescheuert war.
Für Sven Fisch hatte das erste Rennwochenende frustrierend begonnen. Der Stuttgarter reihte sich bei den Donnerstagtests in die lange Reihe der Motorschäden ein. Zuvor hatte es schon den BMW Z4 von Michael Bäder und Tobias Hagenmeyer erwischt. Am Freitag segnete das neue Triebwerk von Jörg Lorenz (Porsche dp 935) das Zeitliche. Sven Fisch stieg auf den leistungsschwächeren V8 STAR von Petra Kolic-Wiese um. Nach dem ungefährdeten vierten Platz am Samstag ging es für Sven Fisch sogar noch ein Plätzchen nach vorne. Vielmehr wäre mit dem kräftigeren Auto wohl auch nicht drin gewesen.
Nicht nur auf den vorderen Plätzen wurde toller Motorsport geboten. Mit 36 Fahrzeugen präsentierte sich die STT trotz vieler Absagen mit einem bärenstarken Feld. In den Klassen waren Rüdiger Klos (Oreca-Viper GTS-R), Marcel Jurda (Porsche 996 GT2), Pertti Kuismanen (Ford GT), Romain Theissen (Porsche 997 GT3), Reiner Lutz (Porsche Cayman), Joachim Duscher (Audi 80 Turbo) und Alexandra Irmgartz (Porsche 964 RS) vorne. René Aeberhardt (Opel Vectra) und Vorjahresmeister Joachim Bunkus (Triumph Dolomite Sprint) siegten bei den 2-Litern.
Nach dem starken Saisonauftakt geht es für die Piloten der Spezial Tourenwagen Trophy auf dem Nürburgring weiter. Für den zweiten Saisonlauf vom 25.-26. Mai wird erneut ein großes Starterfeld erwartet.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 26. April 2012 )
Auch die Spezial Tourenwagen Trophy hat einen ersten Kalender für 2012 auf der Motorshow in Essen vorgestellt. Organisator Rolf Krepschick hat für das kommende Jahr sieben Meetings mit bislang drei Rennen in Deutschland (2* Hockenheim, 1* Nürburgring) und zwei im Benelux-Bereich (Zolder, Assen, Spa-Francorchamps) in Planung. Ein Temin ist noch offen, wobei sich derzeit ein viertes deutsches Rennen als wahrscheinlichste Alternative andeutet.
Der Kalender im Einzelnen (Stand 23.11.2011): 14.-16.04: Bosch Historic Hockenheim 16.-17.06: AvD 100 MeilenHockenheim 20.-22.07: Race Festival Spa 17.-19.08: Race Festival Zolder September: TBA 06.-07.10 Superleague Formula GP Assen 19.-20.10 Saisonfinale Nürburgring
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 29. November 2011 )
Joachim Bunkus heißt der neue Champion der Spezial Tourenwagen Trophy 2011. Der Triumph Dolomite-Pilot setzte sich in den beiden Finalläufen gegen seine zwei verbliebenen Mitbewerber durch. Während Ford GT-Pilot Pertti Kuismanen im ersten Rennen patzte, hielt Christopher Gerhard auf Porsche das Titelrennen offen. Am Ende sicherte sich Bunkus mit einem Pünktchen Vorsprung den zweiten STT-Meistertitel nach 2005.
Dieser eine Punkt war hart erkämpft. Das berühmte Zünglein an der Waage war Klassenkonkurrent Jörg Bernhard im Honda S2000. Schon im Zeittraining hatten sich die 2-Liter-Piloten wenig geschenkt. Das Rennen hielt dann auch, was das Training versprochen hatte. Positionswechsel, enge Zweikämpfe und das alles ganz fair ohne Berührung. Um 0,342s setzte sich der graue Honda gegenüber dem 35 Jahre alten Triumph Dolomite durch. „Das erste Rennen hat tierisch Spaß gemacht. Es war ein toller und fairer Kampf, wir haben fünfmal die Position gewechselt“, freute sich 2-Liter-Sieger Bernhard.
Die Prämisse für Bunkus für das zweite Rennen war klar – nur ein Sieg würde zum Titel reichen. Joachim Bunkus erwischte den deutlich besseren Start und machte so Boden gut. Zudem plagten Jörg Bernhard Zündaussetzer, so dass gegen Rennende nichts mehr zu holen war. Störungsfrei lief es für Joachim Bunkus dennoch nicht. Der fünfte und sechste Gang hatte sich zwischenzeitlich in den vorzeitigen Winterschlaf verabschiedet. Der Klassensieg vor Jörg Bernhard, Marc Roth (Toyota Corolla) und Jörg Heinemann (Opel Astra) bedeutete den einen entscheidenden Punkt Vorsprung vor Christopher Gerhard.
Der Porsche-Pilot kämpfte bis zum Schluss. Dabei war der Viersener deutlich gehandicapt ins Finale gegangen. „Ich bin froh, dass ich überhaupt fahren konnte. Ich wurde vor einigen Tagen an der Hand operiert und konnte nur mit Schmerzmitteln fahren“, so Christopher Gerhard. Denn klar war, wollte der STT-Meister von 2009 erneut ganz oben stehen, müsste er Klassenkonkurrent Pertti Kuismanen schlagen. Der Finne untermauerte seine Titelambitionen mit zwei zweiten Plätzen im Qualifying.
Nachdem in Lauf 1 René Snel (Porsche 996 GT2) von Startplatz 3 aus in Führung geschossen war, fiel Kuismanen hinter Edy Kamm (Audi A4 DTM) auf den dritten Rang zurück. Der schnelle Schweizer biss sich im Heck des weißen GT2-Porsche von Gerhard fest und zog in der dritten Runde vorbei. Der DTM-Audi war nicht zu stoppen und holte sich mit 22,588s Abstand den fünften Saisonsieg. Im Grunde hätte sich Kuismanen mit der dritten Gesamtposition hinter Snel zufrieden geben können. Klassenkonkurrent Christopher Gerhard konnte trotz allem Einsatz dem leistungsstärkeren GT3-Renner nicht folgen. Dennoch attackierte Kuismanen den vor ihm fahrenden Snel. In der sechsten Runde riskierte der Titelanwärter zu viel. Quietschend verabschiedete sich Kuismanen aus dem Titelkampf, als sich der ultraflache Retro-Renner eingangs Start und Ziel drehte. Der Finne schien noch einmal ranzukommen, doch gegen Rennende machte die Kupplung Scherereien. Somit war der Weg zum Klassensieg für Christopher Gerhard frei. Zwar musste er den dritten Podestplatz noch an Viper GTS-R-Pilot Daniel Schrey abgeben, aber mit Platz 4 gelang der überaus wichtige Klassensieg vor Lukas Moesgen im Porsche 996 RSR und Alex Kindermann im Porsche 997 GT3 Cup.
Im zweiten Heat hätte Christopher Gerhard dank des Streichergebnisses eigentlich gar nicht mehr antreten müssen. Mehr als 150 Punkte waren nicht drin. Diesmal hielt sich Kuismanen schadlos und holte sich den Klassensieg vor Gerhard und Moesgen, der bei seinem ersten STT-Auftritt eine starke Leistung bot. „Das war heute natürlich nicht gut für mich. Im ersten Rennen brach die Kupplung, im zweiten bekam ich eine Stop and Go, wohl wegen Überfahrens der weißen Linie“ so ein enttäuschter Kuismanen, der nach 2007 erneut den Titel knapp verpasste. „Wir werden über den Winter die Viper wieder richten. Vielleicht fahre ich auch im nächsten Jahr, je nach Strecke, mit der Viper und dem Ford GT“, kündigte der Finne an. Christopher Gerhard konnte mit dem Vizetitel gut leben. Noch auf der Start- und Zielgeraden gratulierte er dem neuen Meister der STT. „Natürlich wäre ich lieber Meister geworden. Aber mit Joachim Bunkus hat es einer geschafft, dem ich das auch wirklich gönne. Es hat halt nicht sollen sein. Ich fahre aber trotzdem, sagen wir mal, zu 95 Prozent zufrieden nach Hause“, so Christopher Gerhard.
Durch den spannenden Titelkampf ging der sechste Saisonsieg für Edy Kamm fast unter. Der Schweizer war erneut nicht zu schlagen, so dass die GT-Piloten René Snel und Daniel Schrey das Nachsehen hatte. Dennoch holte sich der Niederländer durch den Sieg in der großen STT Klasse die entscheidenden Zähler für Rang 5 in der Endabrechnung. Jeweils zweimal auf dem klasseninternen dritten Rang landete Ralf Karst im Porsche 997 GT2. Mit den Gesamtplätzen 7 und 8 beendete der Porsche-Pilot eine starke Debütsaison als Gesamt-Elfter. Hinter Karst landeten in beiden Rennen Ed Nicelife (Corvette C6R) und Petr Zrubecky (Porsche 996 Turbo) auf den weiteren Plätzen.
Damit ging eine sehr spannende Saison für die Spezial Tourenwagen Trophy zu Ende. Der positive Trend der Serie setzte sich mit 18 Gaststartern auch beim Finallauf fort. Anfang Dezember geht es für die Fahrer und Teams der STT mit der Siegerehrung auf der Motor Show in Essen weiter. Bis dahin wartet auf STT Organisator Rolf Krepschik einige Arbeit - denn nach der Saison ist bekanntlich vor der Saison.
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 26. Oktober 2011 )
Beim fünften Lauf der Spezial Tourenwagen Trophy im Rahmen des Truck GP in Zolder räumte der Schweizer Audi -Pilot Eddy Kamm zwei astreine Gesamtsiege ab. Weder Pertti Kuismanen noch René Snel konnten den Audi A4 DTM knacken. Im ersten Heat landete Kuismanen im Ford GT hinter Snel auf P3. Der Finne drehte in Durchgang 2 den Spieß um und verwies den GT2-Porsche von Snel auf Platz 3.
Mit seiner Qualifikationszeit von 1:33,281 verwies der Audi-Pilot Kamm Pertti Kuismanen mit 0,213s Rückstand auf Startplatz 2. Die knappen Zeitabstände ließen auf ein spannendes Rennen hoffen. Zumindest in der Anfangsphase wurden die Zuschauer nicht enttäuscht. Der Finne verteidigte die Führung, musste aber im Verlauf der zweiten Runde zurückstecken. Im zweiten Durchgang fackelte Kamm nicht lange und münzte seine Pole in einen lupenreinen Start- und Zielsieg um. Bereits gegen Rennmitte konnte der Audi-Pilot das Tempo rausnehmen. Dadurch kam Kuismanen am Ende wieder auf knapp 8s heran.
Wichtiger als der Gesamtsieg war dem Finnen der doppelte Erfolg in der STT-Klasse bis 6000 ccm, zumal er dem derzeitigen Tabellenleader Christopher Gerhard gleich 4 Punkte abknüpfte. Dank des Streichergebnisses hat Kuismanen nun gute Chancen in der Eifel seinen dritten STT-Titel einzustreichen. In Zolder bewies der Finne jedenfalls, dass er im Ford GT nicht langsamer als mit der Viper unterwegs ist. Die schnellste Rennrunde des Tages zeigte, dass der Gesamtsieg durchaus in Reichweite lag.
Dem hatte neben Kamm vor allem René Snel etwas entgegen zu setzen. Der Niederländer feierte am Samstag seinen 60. Geburtstag und war das gesamte Wochenende über gut aufgelegt. Mit 0,863s Abstand konnte er Kuismanen im ersten Lauf niederringen. Völlig in die Hose ging der Start ins zweite Rennen, so dass der weiße GT2-Porsche nach der ersten Runde nur an P11 geführt wurde. Doch am Ende sprang sogar noch der dritte Platz auf dem Treppchen hinter Kamm und Kuismanen heraus. Zudem gab es gleich zwei Klassensiege in der großen STT-Klasse zu bejubeln.
Bis kurz vor Rennende wurde Daniel Schrey (Chrysler Viper GTS-R) an der dritten Gesamtposition geführt. Nach P4 im ersten Heat schien das Podest zum Greifen nahe, als die Kardanwelle in der letzten Runde brach und die Innenkonsole regelrecht zerfetzte. Vom Ausfall profitierte nicht nur Snel, sondern auch Porsche-Pilot Ralf Karst. Dass im zweiten Rennen sogar der zweite Platz in der Klasse und Gesamtrang 6 herausspringen würde, hätte Karst nach massiven Motorproblemen in der letzten Runde wohl selbst nicht mehr erwartet. Christopher Gerhard (Porsche 997 GT3 Cup) gab zwar alles, war aber gegenüber dem rund 200 PS stärkeren Ford GT machtlos. Die Plätze 5 und 4 waren zwar stark, aber in der Klasse reichte es nur zum zweiten Rang hinter Kuismanen. Dritter in der Klasse wurde zweimal Reiner Lutz im Porsche Cayman.
In der großen STT-Klasse holte sich in Rennen eins Rolf Rummel im Porsche 996 GT2 den dritten Platz vor Ed Nicelife (Corvette C6R), Ralf Karst und Petr Zrubecky (Porsche 996 Turbo). Der zweite Durchgang endete weit weniger erfreulich. Vor dem Bergauf-Stück flog der schwarze GT2-Porsche Rummels nach einem Bremsscheibenbruch in einer riesen Staubwolke ab. Die 3,5 Liter-Klasse der STT sah mit Achim Heinrich im BMW M1 einen überlegenen Sieger. Im zweiten Rennen landete der M1-Pilot sogar auf dem 5. Gesamtrang. Klassenprimus Joachim Duscher (Audi 80 Turbo) blieb im ersten Rennen nur der zweite Klassenrang. Beim zweiten Rennen konnte der Audianer nichts mehr entgegensetzen - der Audi musste wegen Temperaturproblemen in der Box bleiben.
Nach diesem ereignisreichen Wochenende geht es für die Spezial Tourenwagen Trophy erst am 22. Oktober wieder weiter. Dann steht auf dem Nürburgring das große Finale an, wo sich entscheidet, wer den Titel in diesem Jahr holen wird.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 22. September 2011 )
Wir schulden euch noch den Rennbericht der Spezial Tourenwagen Trophy aus Assen vom vergangenen Wochenende. Das erste Rennen auf dem TT Circuit Assen entschied René Snel (Porsche 996 GT2) für sich. Fast wäre es das perfekte Heimspiel für den Niederländer geworden. Doch im zweiten Heat schlug Daniel Schrey zurück. In letzter Sekunde krallte sich der Viper-Pilot den GT2-Porsche. Nur 18 Hundertstel trennten die beiden GT-Boliden im Ziel.
Zweimal stand der Porsche 996 GT2 von Rene Snel in der ersten Reihe. Die erste Position behauptete Snel anfangs in beiden Rennen. Zunächst verbiss sich Pertti Kuismanen im Lauf 1 im Heck des Porsche. Nach dem heftigen Unfall in Spa war der Finne auf seinen Ford GT umgestiegen. In Runde vier ging der ultraflache Retro-Renner an René Snel vorbei. Bis zur siebten Runde hielt Kuismanen die Führung. Dann schlug die Stunde von Daniel Schrey. Der hatte sich klammheimlich an das Führungsduo heran gerobbt und zuerst Snel, dann Kuismanen geschnappt. Nach Spa schien es den zweiten Saisonsieg für den amerikanischen Hubraumriesen zu geben. Zwei Umläufe vor Schluss fehlte Schrey plötzlich. „Leider hat sich der Schaltknüppel verdreht. Immer wenn ich daran drückte, war der falsche Gang drin“, so der Viperpilot, der bis dato einen komfortablen Vorsprung herausgefahren hatte. Der Sieg ging damit an René Snel, der in Runde 8 Kuismanen wieder kassiert hatte. Dieser drosselte wegen einsetzendem Regen das Tempo, so dass Snel dem Ford GT mit der ausgefallenen Kroko-Lackierung pro Runde 3-6s abknöpfte.
Im zweiten Rennen boten die drei Protagonisten eine klasse Show. Dicht beieinander schossen die drei GT-Fahrzeuge um den 4,555 km langen Rennkurs. Jeder durfte einmal Führungsluft schnuppern. Bis eine Runde vor Schluss sah es nach einem erneuten Sieg für René Snel aus. Der hatte aber die Rechnung ohne Daniel Schrey gemacht. In der letzten Schikane quetschte sich die Viper am Porsche vorbei und raste mit minimalem Vorsprung zum Gesamtsieg. “Beim zweiten Rennen mussten wir Führenden beim Überrunden etwas vom Tempo. Daniel hat bei niedrigen Geschwindigkeiten ein höheres Drehmoment. Das war letztendlich entscheidend“, erklärte der Niederländer, der sich aber dennoch mit dem Ergebnis zufrieden zeigte. „Ich habe das die ganze Zeit gemerkt, dass ich besser aus den Ecken herauskomme. Ich bin natürlich happy, da ich beim ersten Rennen Pech hatte“, freute sich Daniel Schrey.
Nach einer kleinen Pause geht es für die Spezial Tourenwagen Trophy-Piloten zum nächsten Saisonhighlight. Dann geht es vom 17.-18. September nach Zolder zum Renault Trucks Grand Prix. Die Veranstaltung lockt an die 20.000 Zuschauer an die Rennstrecke, so dass sich die Spezial Tourenwagen Trophy wie schon beim Saisonauftakt in Hockenheim vor großem Publikum präsentieren darf.
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 28. August 2011 )
Viper-Pilot Daniel Schrey und Porsche-Treter Christopher Gerhard (Porsche 997 GT3 Cup) holten sich am vergangenen Wochenende bei den beiden Läufen der Spezial Tourenwagen Trophy in Spa-Francorchamps die Gesamtsiege. Der Viper-Pilot setzte sich im ersten STT-Rennen nach packendem Duell mit dem niederländischen Porsche-Piloten René Snel durch. Gesamtdritter wurde Sven Fisch im V8 STAR. Am Sonntagmorgen siegte ein bärenstark aufgelegter Christopher Gerhard. Bei strömendem Regen holte sich der STT-Meister von 2009 den ersten Saisonsieg vor Reiner Lutz im Porsche Cayman und René Snel.
Der vierte Lauf der Spezial Tourenwagen Trophy hatte es in sich. Bereits im Training hatte Doppel-Polesitter Pertti Kuismanen seine Chrysler Viper GTS-R unverschuldet zerlegt. Der Finne musste aufladen, so dass die erste Startposition leer blieb. Daniel Schrey sprang in die Bresche. Für Schrey war es der erste Gesamtsieg nach einer knapp zweijährigen Durststrecke. Zudem fuhr der Sieger der diesjährigen ADAC 24h Classics die schnellste Runde des STT-Wochenendes. Damit konnte Schrey die Polezeit von Kuismanen noch einmal um 1,4 Sekunden unterbieten.
Es war der Lohn für einen starken Auftritt. Zunächst hatte sich René Snel Platz eins geschnappt. Schrey übernahm in Runde 6 die Spitze. Noch einmal konterte Snel, doch am Ende behielt der amerikanische GT-Renner die Oberhand. Mit knapp über elf Sekunden Vorsprung donnerte Schrey über den Zielstrich.
Die Revanche kam im zweiten Durchgang. Ohne Trainingszeit musste der Holländer diesmal von ganz hinten starten. Bei schwierigen Bedingungen bot der Porschepilot eine fulminante Leistung. Runde um Runde schwamm der weiße GT2 nach vorne. Im letzten Umlauf schnappte sich Snel die Viper von Daniel Schrey. Damit holte der Porsche-Pilot einen starken dritten Platz im Gesamtklassement. „Es hätte ruhig noch ein paar Runden länger gehen können“, so Snel. So blieb Christopher Gerhard außer Reichweite. Gleich beim Start hatte Gerhard den Grundstock für seinen Sieg gelegt. Erstmals im neuen 997er Cup-Porsche unterwegs war der letztjährige Vizemeister nicht zu stoppen. Gleich in Runde eins hatte Christopher Gerhard einen Vorsprung von fast vier Sekunden auf den DTM Audi A4 von Edy Kamm herausgefahren. Der auf Rang 3 liegende Reiner Lutz hatte gar über elf Sekunden eingebüßt.
Erst ab der dritten Runde war die Konkurrenz in der Lage das Tempo mitzugehen. Am Ende kamen Lutz und vor allem Snel zwar noch einmal näher heran, doch der Sieg war dem 911er-Piloten nicht mehr zu entreißen. Mit knapp über 8s Vorsprung auf Reiner Lutz krönte Christopher Gerhard eine starke Leistung.
Nach einer kurzen Pause geht es für die STT Piloten vom 19.-21. August in Assen weiter.
Beim dritten Saisonlauf der Spezial Tourenwagen Trophy im belgischen Zolder gab es den ersten Sieg eines Mercedes SLS AMG GT3 zu feiern. Im ersten Rennen wurde Florian Stoll seiner Favoritenrolle gerecht. Der Mercedespilot siegte vor einem stark fahrenden Christopher Gerhard im Porsche 997 GT3. Pertti Kuismanen, der sich bei der Reifenwahl im ersten Durchgang noch verpokert hatte, holte sich mit seiner Chrysler Viper den Sieg im zweiten Heat. Zuvor war der bis dato Führende David Sigacev mit einer Durchfahrtsstrafe bestraft worden - dennoch reichte es zu Gesamtrang 2 vor Teamkollege Oliver Mayer.
Nachdem es in der Nacht von Samstag auf Sonntag geregnet hatte, entschied sich nur Pertti Kuismanen am Start zu Lauf 1 für die profilierten Pneus. Der siegverwöhnte Finne stand hinter Florian Stoll und Oliver Mayer nur in der zweiten Startreihe. Zumindest in der Anfangsphase zahlte sich die Entscheidung aus. Knapp über sechs Sekunden nahm er dem slickbereiften grün-weissen SLS von Stoll in der ersten Runde ab. Die Strecke trocknete jedoch zu schnell ab, so dass Stoll bereits nach vier Umläufen wieder rangefahren war. Kuismanen stoppte und wechselte auf Slickreifen. Während die Viper auf den 16. Gesamtrang abrutschte, übernahm Florian Stoll vor Sven Fisch die Führung. Der rote V8 STAR war von der sechste Startposition aus ins Rennen gegangen. In der sechsten Runde musste der STT Champ von 2001 seinen V8 STAR jedoch an zweiter Position liegend abstellen. Eine gebrochene Radnabe verhinderte die Podestplatzierung. Damit war für den Führenden der Sieg nur noch reine Formsache.
Durch den Ausfall von Sven Fisch erbte Christopher Gerhard die zweite Position. Mit 42,425 Sekunden Rückstand fuhr der Viersener als Zweiter über den Zielstrich. Dritter wurde Reiner Lutz im Porsche Cayman, der damit erstmals auf dem Gesamttreppchen der STT stand. „Das Auto fährt sich bei den Wetterbedingungen einfach traumhaft. Auf dem Podest hatte ich dann schon Tränchen in den Augen“, war Lutz überglücklich. Im ersten Durchgang war Mercedes-Pilot Oliver Mayer bereits in der ersten Runde nach einem Dreher auf der Start- und Zielgeraden weit zurückgefallen. Bei seiner Aufholjagd verfehlte Mayer nur um 4s den Platz auf dem Treppchen.
Für das zweite Rennen wechselte Stolls Teamkollege David Sigacev ins Cockpit des MS-Racing Mercedes SLS AMG GT3. Der in Berlin lebende Russe behauptete zunächst vor Pertti Kuismanen die Spitzenposition. Durch die vielen Überrundungen schwankte der Vorsprung zwischen 1-4s. Kurzzeitig ging Kuismanen sogar vorbei. Doch Sigacev holte sich im Verlauf der fünften Runde die Führung zurück. Zwei Runden später bekam der SLS-Pilot jedoch eine Drivethrough-Strafe wegen Überholens unter Gelb aufgebrummt. Kuismanen ließ sich seinen dritten Saisonsieg nicht mehr nehmen. Sigacev kam zwar noch einmal auf knapp 6s heran - doch mehr war am Ende nicht drin. Teamkollege Oliver Mayer holte dahinter den dritten Rang. Dabei profitierte er vom zweiten Reifenplatzer an diesem Wochenende für René Snel. Der Niederländer lag an zweite Stelle im Gesamt, als der Reifen seinen Dienst quittierte. Vierter wurde Christopher Gerhard, der sich mit dem SLS einen tollen Zweikampf lieferte. Zwar hatte Mayer am Ende 9,794 Sekunden Abstand herausgefahren, dennoch konnte der letztejährige STT-Vizemeister zeigen, dass er trotz einem unterlegenen Fahrzeug mithalten kann. Hinter dem Porsche von Gerhard wurde Reiner Lutz Gesamtfünfter und Zweiter in der Klasse bis 6000 ccm.
Stark unterwegs waren in Zolder die 2-Liter-Piloten. In beiden Rennen begeisterten Jörg Bernhard (Honda S2000) und Joachim Bunkus (Triumph Dolomite) mit packenden Positionskämpfen. Zunächst lag der Dolomite immer zwei bis drei Sekunden in Front. In Runde 13 nutzte Bernhard aus, dass Bunkus den Gang nicht richtig rausbekam und ging vorbei. Nach 17 Runden sah der graue Honda mit knapp über zwei Sekunden Vorsprung das schwarz-weiß karierte Tuch. Wie schon im ersten Durchgang landeten beide 2-Liter-Fahrzeuge unter den ersten Zehn.
In der Gesamtwertung führt nach dem Rennwochenende in Zolder weiterhin Pertti Kuismanen. Dahinter kletterte Christopher Gerhard punktgleich mit Reiner Lutz auf den zweiten Gesamtrang. Vierter ist Dr. Heinrich Spies vor Joachim Bunkus und Alexandra Irmgartz. Nach drei Rennwochenenden in zwei Monaten dürfen sich die Spezial Tourenwagen Trophy-Piloten auf eine kleine Pause freuen. Vom 22.-24. Juli geht es dann in Spa-Francorchamps weiter.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 26. Mai 2011 )
Für Edy Kamm hatte sich die Rückkehr in die Spezial Tourenwagen Trophy voll und ganz ausgezahlt. Auf dem Salzburgring siegte der Schweizer im Audi A4 DTM gleich doppelt. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich hier gewinnen kann“, war Kamm selbst überrascht. Mit Auftaktsieger Pertti Kuismanen in der Chrysler Viper GTS-R hatte der Audi-Pilot einen starken Gegner. Der STT-Meister der Jahre 1997 und 1998 musste sich aber nach zwei spannenden Rennen dennoch geschlagen geben.
Im Zeittraining hatte sich der Finne noch zweimal die Pole für das Rennen gesichert. Edy Kamm stand dagegen nur in der zweiten Startreihe. Vor ihn hatte sich noch Daniel Schrey in einer weiteren Chrysler Viper GTS-R platzieren können. Die Gegner rätselten, ob Kamm wirklich schon die Katze aus dem Sack gelassen hatte. Zunächst behauptete Kuismanen seine Spitzenposition im Rennen. Kamm folgte knapp dahinter. In der fünften Runde war Kamm schließlich ganz dicht am Heck der Viper. Kuismanen spürte den Atem des Gegners und war wohl einen kleinen Tick zu optimistisch in der Bridgestone Schikane nach Start- und Ziel. Der Viper ging das Heck weg. Dadurch brachte Edy Kamm knapp 14 Sekunden zwischen sich und Kuismanen. Zudem schlüpften noch Schrey und Christopher Gerhard im Porsche 997 GT3 Cup vorbei. Während Kuismanen die beiden bald eingesammelt hatte, gab es an Kamm kein Vorbeikommen mehr. Am Audi biss sich die Viper die Giftzähne aus. Ein kleiner Zwischenspurt zum Schluss, inklusive der schnellsten Rennrunde, sicherte dem Schweizer mit über vier Sekunden Vorsprung den ersten Gesamtsieg in der STT.
Im zweiten Rennen hielt sich Kuismanen eine Runde lang an der Spitze, ehe der Audi A4 DTM erneut vorbeizog. Nach 18 Runden hatte Kamm den Abstand auf über 16 Sekunden ausgebaut. Damit sah er erneut als Gesamtsieger die Zielflagge. Die Viper von Kuismanen schien im zweiten Heat nicht wirklich rund zu laufen. „Irgendwie ist er auch beim Start nicht so richtig weggekommen“, meinte Markenkollege Rüdiger Klos, der im Rennen zuvor noch einen Schreckmoment zu verkraften hatte. Bei über 230 platzte der linke Vorderreifen und die Viper pflügte durchs Kiesbett. Kuismanen bemühte sich indes, den zweiten Platz zu sichern. Von hinten drückte Daniel Schrey, der seine Viper immer besser in den Griff bekommt. Neben diversen Modifikationen hatte es sich vor allem gelohnt, die Hinterreifen des Porsches aufzuziehen. „Hinten sieht das jetzt zwar etwas komisch aus, aber es funktioniert“, so Schrey. Erst durch den Überrundungsverkehr verlor Schrey den Anschluss, so dass am Ende etwas über 5s zu Rang 2 fehlten. Damit lief die Viper von Daniel Schrey wie schon im ersten Rennen auf dem dritten Gesamtrang ins Ziel ein.
Im ersten Rennen musste Schrey noch selbst den Rückspiegel im Auge behalten. Christopher Gerhard war im leistungsunterlegenen Porsche 997 GT3 Cup kein zu unterschätzender Gegner. Zwar reichte es für den Porsche-Piloten nicht für das Gesamtpodest, doch der Lohn für die starke Leistung winkte mit dem Klassensieg. Im zweiten Rennen hielt sich der STT-Champion von 2009 ebenfalls schadlos. Souverän ging der Klassensieg bei den Fahrzeugen bis 6000 ccm wieder an Christopher Gerhard."Ich bin mit dem Ergebnis und den Zeiten super zufrieden. Am Anfang konnte ich noch einige Runden mit den drei Führenden mithalten, aber mit so viel weniger Motorleistung und Abtrieb ist im Gesamtklassement nichts zu machen. Aber mit knapp einer Minute Vorsprung auf den Zweiten unserer Klasse nach Hause zu fahren ist super", so Gerhard. Klassenkonkurrent Reiner Lutz landete im Porsche Cayman jeweils dahinter auf der fünften Gesamtposition. Vor einem Jahr hatte Lutz auf dem Salzburgring sein Renndebüt gegeben. Mittlerweile hat sich der ehemalige Serienneuling fest etabliert. Durch die beiden Siege in der großen STT-Klasse baute Pertti Kuismanen seinen Vorsprung auf vier Punkte aus. Pierre Bonhôte verbesserte sich auf den zweiten Platz vor Reiner Lutz.
Bereits in drei Wochen geht es für die STT weiter. Dann findet nach vier Jahren Pause wieder ein STT Lauf in Zolder statt. Für die STT ist dies ein ganz besonderer Ort, denn vor 26 Jahren nahm die Geschichte der Rennserie hier ihren Anfang.
Am vergangenen Wochenende startete die neue Saison der Spezial Tourenwagen Trophy beim Hockenheim Historic Weekend. Der finnische Viper-Pilot Pertti Kuismanen wurde bei beiden Rennen seiner Favoritenrolle gerecht und siegte auf dem Hockenheimring in seiner Chrsyler Viper GTS-R vor einem stark aufgelegten René Snel auf Porsche 996 GT2. Vor gut besetzten Zuschauerrängen des Hockenheimrings boten alle Piloten richtig spannenden Motorsport. Pertti Kuismanen hatte mehr zu kämpfen, als es das Qualiergebnis vermuten ließ. So musste der letztjährige GT1-WM-Pilot die Führung in Lauf 1 mühsam zurückerobern. „Es war ein tolles Comeback in der STT an diesem Wochenende, aber das Rennen war ein hartes Stück Arbeit“, so Kuismanen.
Nachdem V8-STAR-Pilot Sven Fisch den Start zu Lauf 1 gewonnen hatte, jedoch später bis auf P4 zurückfiel, lag Christopher Gerhard im Porsche 997 GT3 in der ersten Runde vorne. Der Porsche-Pilot spielte sein ganzes fahrerisches Können aus, doch gegen die PS-Gewalt der weit über 700 PS starken Viper des Finnen war kein Kraut gewachsen. Am Ende reichte es zwar zum überlegenen Klassensieg, doch mehr als der sechste Gesamtrang war gegen die leistungsstärkere Konkurrenz nicht drin. Damit befand sich der Spezial Tourenwagen Trophy-Meister von 2009 im Viper-Sandwich. Kurz vor Schluss schlüpfte noch Daniel Schrey vorbei und hinter Gerhard wurde Rüdiger Klos als Siebter gewertet. Nach Problemen im Quali war Klos bei seiner STT Rückkehr mit dem Rennen richtig zufrieden.
Auch beim zweiten Lauf am Sonntag gelang Pertti Kuismanen nach einem packenden Duell der Sieg. René Snel lieferte der Chrysler Viper einen heißen Fight und setzte den Finnen ständig unter Druck. Als Snel ganz dicht dran war, riskierte der Niederländer jedoch ein wenig zu viel und drehte sich Ausfahrt Sachskurve, womit Kuismanen außer Reichweite war. „Ich wollte da einfach zu viel und bin zu früh auf das Gas. Der Dreher machte dann jede Chance zunichte“, erklärte der schnelle Holländer. Eine starke Leistung lieferte der junge Norweger Christer Gislerud auf seinem Stealth B6 ab. Ohne Trainingszeit jagte der 22-jährige durch das ganze Feld und landete abermals auf dem Treppchen. „Das war hier erst mein zweites Rennen mit diesem Auto. Ich denke in Zukunft kann ich noch schneller sein“, erklärte der junge Norweger überglücklich. Sven Fisch landete wieder auf Gesamtrang 4.
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 19. April 2011 )
Irgendwie war uns bei der Motorshow-Berichterstattung der Kalender der Spezial Tourenwagen Trophy durchgegangen. Auch diese deutsche Traditionsserie plant 2011 eine weitere Saison, welche dann die 26. in Folge sein wird. Auf dem Plan für 2011 stehen bislang sieben Meetings, die auch auf sieben verschiedenen Rennstrecken in Deutschland, Österreich, Belgien und den Niederlanden stattfinden sollen.
In Österreich plant die Spezial Tourenwagen Trophy eine Kooperation mit dem Porsche Alpenpokal, mit dem man am Salzburgring und in Zeltweg antreten will. Zudem will man mit einer Juniorenwertung junge Fahrer in die Serie ziehen.
Der derzeit geplante Kalender liest sich wie folgt: 15.-17.04.: Hockenheim 29.-30.04.: Salzburgring 20.-22.05.: Zolder 22.-24.06.: Spa-Francorchamps 19.-21.08.: Assen 16.-17.09.: Zeltweg 21.-22.10.: Nürburgring