Bevor an diesem Wochenende die vierte Runde der DMV-Touringcar Championship in Hockenheim neue Schlagzeilen liefert, haben wir noch auf die Schnelle die vorige Runde am Slovakiaring aufzuarbeiten. Dort gelang dem erst 17-jährigen Hagener Leipert Motorsport-Pilot Fabian Hamprecht ein Doppelsieg mit dem Lamborghini Gallardo FL.
In beiden Zeittrainingssitzungen fuhr er mit seinem Lamborghini die schnellste Runde und stand somit zweimal auf der Pole-Position - und beide Male war die Reihenfolge dahinter gleich. Hinter Hamprecht folgten Albert Kierdorf (Porsche 997 GT2), Michael Bäder (BMW M3 V8 Kompressor), Jürgen Bender (Corvette GT3) sowie Ronald Hölling im Grasser Racing Team- Lamborghini Gallardo GT3.
Hamprecht gelang im ersten Rennen am Sonntag bei besten äusseren Bedingungen ein Start-Ziel-Sieg – und das trotz einer Durchfahrtsstrafe für einen Frühstart. Verfolger Albert Kierdorf bekam Probleme mit seinen Reifen und musste zunächst Michael Bäder ziehen lassen und später an die Box. Bäder nutzte seine tolle Performance, um erstmals auf das Siegerpodium in der DMV-Touringcar Championship zu kommen. Jürgen Bender rundete das Podest ab. Vierter wurde Dietmar Haggenmüller, der mit seinem Ford GT GT3 immer besser zurecht kommt. Von Platz 7 ins Rennen gegangen, fuhr er konstant stark und verwies den Schweizer Bruno Stucky knapp auf Platz 5. Sechster wurde Duller-Pilot Markus Weege, der mit seinem BMW M3 um die diesjährige Meisterschaft kämpft.
Bei Rennen 2 am Sonntagnachmittag wurde Hamprecht am Start von Albert Kierdorf überrascht. Doch Hamprecht konterte bereits in der zweiten Runde und holte sich den Platz an der Sonne zurück. Diesmal war es auch kein Frühstart und er sollte bis zum Ende vorne bleiben. Für Kierdorf sollte es einmal mehr kein Happy End geben. Erneut gab es einen Reifenschaden bei seinem GT2 und somit keine Zielankunft. Michael Bäder hatte schon zuvor den Porsche überholt und ließ sich auch von hinten keinen Druck aufbauen. Bender hatte in seiner Corvette keine Chance und ihm blieb abermals nur P3. Bäder wurde Zweiter und gewann abermals seine Klasse 10. Nachdem Ronald Hölling in Rennen 1 noch einen kurzen Ausflug ins Grüne machte, fuhr er diesmal fehlerfrei und belohnte sich und das Grasser Racing Team mit Rang 4. Haggenmüller blieb diesmal „nur“ Platz 5, vor Mercedes SLS AMG GT3-Pilot Bruno Stucky.
Albert Kierdorf (Porsche) und Jürgen Bender (Corvette) sind die Sieger des ersten DMV-Touringcar Championship-Wochenendes der Saison 2013. Beim Meeting in Hockenheim bestach die deutsche GT- und Tourenwagenamateurmeisterschaft wieder mit einem ungebrochen grossen Feld: Über 50 Autos auf der Stecke, 11 verschiedene Hersteller mit Ascari, BMW, Corvette, Donkervoort, Ford, Lamborghini, Lotus, Mercedes, Porsche, Renault und Seat - das war die Bilanz des ersten Rennwochenendes.
Schon beim Qualifying zeigten die Piloten, wie knapp es im Gesamtklassement und in den Klassen zugeht. Albert Kierdorf konnte sich im roten Porsche 997 GT2 zweimal die Pole-Position holen, dahinter plazierten sich jeweils Gerd Beisel (Corvette GT3) und Christian Land (Mercedes SLS AMG GT3).
In Rennen 1 am Samstagmorgen war dann Kierdorf mit einem Start-Ziel-Sieg nicht zu halten. Er gewann vor Gerd Beisel, der als Sieger der GT-Klasse auch die absolute Bestzeit fuhr: „Beim Start fand ich mich erstmal weiter hinten wieder. Aufgrund der kalten Temperaturen hatten meine Reifen noch nicht die richtige Temperatur. Danach war es eine lange Aufholjagd, die noch gut endete.“
Alles richtig machte derweil der spätere Drittplatzierte Fabian Hamprecht. Mit erst 17 Jahren fuhr er erstmal in einem Rennen den Lamborghini Gallardo von rhino’s Leipert Motorsport und überzeugte vollauf. "Ich konnte mit Geschwindigkeit am Start außen vorbeigehen und zunächst Platz 2 holen. Dann gab es harten Druck von Christian Land, den ich noch abwehren konnte ..." Gegen Beisel hatte der talentierte Youngster aber keine Chance, war aber mit Platz 3 zufrieden. Christian Land hatte nach den Attacken gegen Hamprecht Probleme mit seinen Reifen und musste später noch Michael Bäder im bärenstarken BMW M3 V8 Kompressor ziehen lassen. „Das war mehr als wir erwarten durften. Ich bin aber auch kein Risiko eingegangen“, so Bäder der Zweiter der Klasse 10 wurde.
In Rennen 2 am Nachmittag sollte es dann große Dramatik 22 Sekunden vor Ende des 30-Minuten-Rennens geben. Bis zur Zeit von 29 Minuten und 38 Sekunden sah alles fast nach einer Kopie von Rennen 1 aus. Albert Kierdorf führte unangefochten und der Zweiplatzierte Bender hätte sicherlich keine Chance auf den Sieg gehabt. Doch dann gab es einen Reifenschaden hinten links auf der Start-und-Ziel-Geraden und der Doppelsieg war futsch. Bender erbte den Sieg vor Heinz-Bert Wolters (Porsche GT3 R) und dem erneut stark fahrenden Fabian Hamprecht. Am Start hatte Heinz-Bert Wolters Kierdorf überrumpelte und war als Erster in die erste Kurve eingebogen. Doch Kierdorf griff erneut an und in der Spitzkehre wurden die Verhältnisse wieder zurecht gerückt. Nachdem Wolters in Rennen 1 noch mit defekter Antriebswelle schon kurz nach dem Start aufhören musste, war es diesmal ein gutes Rennen, das ihn bis auf Platz 2 führte. „Nur zum Ende hin bauten die Reifen vehement ab und ich konnte nicht mehr kontern.“
Auch Michael Bäder konnte seinen Platz verteidigen. „Zweimal Rang 4 und einmal Klassensieg ist hervorragend für uns. Damit durften wir nicht unbedingt rechnen. Ich bin sehr zufrieden.“ Ähnlich äußerte sich auch Peter Schmitt, Geschäftsführer von Car-Collection, wo man gleich mit drei Autos (zwei Porsche und einen SLS) in Hockenheim am Start war. Er saß selber in Rennen 2 im Cockpit des Mercedes SLS AMG GT3: „Über Platz 5 freue ich mich sehr. Die Serie ist super. Wir werden sicherlich nicht zum letzten Mal hier gewesen sein. Mal schauen, vielleicht sehen wir uns schon am Nürburgring wieder." Die Plätze 6 bis 10 komplettierten Bruno Stucky, der abermals ein starkes Rennen fuhr, Karl Renz, Josef Klüber, Jack Crow und Jürgen Schlager. Gerd Beisel hatte einen Ausfall zu beklagen.
Zum zweiten Rennwochenende der Internationalen DMV TCC wird die Serie am 15. und 16. April am Nürburgring gastieren - dort erwartet man wieder weit über 40 Autos...
Die 24. Saison der Internationalen DMV-Touringcar Championship startet am heutigen Wochenende den 05./06. April 2013 auf dem Hockenheimring. Über 45 Fahrzeuge werden auf der Rennstrecke im Badischen erwartet. Elf verschiedene Hersteller werden zum Debüt der neuen Saison um Punkte und Platzierungen in den neun Klassen kämpfen. Die größte Teilnehmerzahl stellt einmal mehr Porsche - alleine 24 Piloten vertrauen auf die Zuffenhausener Marke, die in verschiedenen Klassen mit verschiedenen Modellen an den Start geht. Aus 7 Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Dänemark, Luxemburg, Tschechien und Russland) kommen die Piloten.
Los geht es heute am Freitag, 05. April 2013, mit dem Freien Training und den beiden Qualifying-Sitzungen, die über die Startaufstellung der beiden 30-minütigen Rennen um 10:35 Uhr und 14:25 Uhr am Samstag entscheiden.
Zwei Wochen vor Saisonbeginn umfasst die DMV-Touringcar Championship -Starterliste für den Auftakt in Hockenheim 52 Piloten, gemeldet in 48 GT- und Tourenwagen. Diese jüngste Starterliste ist rekordverdächtig. Fahrerinnen und Fahrer aus 6 Nationen kämpfen auf 11 verschiedene Fabrikaten um Gesamt- und Klassensiege. 24 Fahrer vertrauen dabei auf verschiedene Modelle der Firma Porsche, darunter der amtierende Meister Jürgen Bender aus dem Deutschen Neckarsulm. Ob Bender seine Corvette mit der Nr. 1 auf der Haube für den Saisonstart fertig bekommen wird, ist noch unklar. "Callaway Competition ist voll dran", so der Süddeutsche.
In 9 Klassen wird um Punkte für den 24. DMV-Touringcar Championship-Titel gefightet. Zusätzlich wird um den Hockenheim-Pokal und einem Titel der 8 Rennen in Italien, Frankreich, der Slowakei und Österreich gekämpft. Prognosen zu einem Favoriten der Serie 2013 dürfte derzeit kaum möglich sein. Wenn in zwei Wochen der Winter hoffentlich endlich vorbei ist, dann dürfte es in Hockenheim einen interessanten Auftakt zur 24. Meisterschaftssaison der Serie geben. 18 Rennen an 9 Wochenenden sind für 2013 in der DMV-Touringcar Championship geplant.
Das Eberbacher RWT Racing-Team ist 2013 wie in der vergangenen Saison in mehreren unterschiedlichen Championnaten aktiv. Wie die Truppe von Teamchef Gerd Beisel jetzt bekannt gab, will man sich 2013 auf die DMV-Touringcar Championship und die Sports Car Challenge konzentrieren. “Wir beginnen mit der Corvette Z06.R GT3 beim Saisonauftakt in Hockenheim“, sagt Teamchef Gerd Beisel, der vorerst die ersten beiden Rennen der DMV-Touringcar Championship im Visier hat. Der Eberbacher Unternehmer vertraut seit 2012 auf das von Callaway Competition entwickelte US-Muscle Car. Gerd Beisel wurde 2012 in der stark besetzten GT3-Klasse auf Anhieb Gesamtdritter. “Wir haben uns voriges Jahr mit der Corvette recht wohl gefühlt und auf Anhieb respektable Resultate erzielt“.
RWT Racing wagte im Spätherbst 2012 einen Abstecher zur City-Challenge in Baku. “Die gesamte Organisation und die Professionalität der Serie hat uns sehr beeindruckt“, blickt Gerd Beisel auf das Stadtrennen in der Hauptstadt von Aserbaidschan zurück. Sollte sich für 2013 ein neues Angebot ergeben, ist es gut möglich, dass man RWT Racing mit der Corvette GT3 bei City Challenge wieder zu Gesicht bekommt. Zur Zeit ist man dabei, weitere Optionen für Renneinsätze eventuell auch in anderen GT3-Championaten zu prüfen. Dabei stehen sowohl die Blancpain-Serie als auch das GT-Masters auf der Liste der Championnate, die Beisel ins Auge gefasst hat: “Wir haben am 6.März in Hockenheim den Rollout mit unserer Corvette durchgeführt. Es ist doch immer wieder ein schönes Gefühl, wenn man nach der Winterpause das erste mal hinter dem Steuer im Rennauto Platz nehmen kann“, erzählt Gerd Beisel.
Neben dem GT3-Engagement ist RWT-Racing auch in der österreichischen Sports Car Challenge mit Vize-Champion Gerhard Münch und dem Norma-Honda 2l-CN aktiv. Darüber hinaus gibt es Überlegungen in die Richtung, noch ein zweites Fahrzeug einzusetzen.
In der vergangenen Saison setzte Josef Klüber auf eine Corvette als Einsatzgerät in der DMV-Touringcar Championship. Als 6. der Serie unter 84 gewerteten Fahrern 2012 gehörte der schnelle Hesse lange Zeit zu den Titelaspiranten in der Serie. Trotz kleiner technischer Probleme fehlte zu Rang 4 am Saisonende nur gerade mal ein Meisterschaftspunkt. Seine bärenstarke Frontmotor-Maschine aus den USA ließ ihn dabei nicht im Stich. "Die Corvette ist schon ein tolles Gerät. Natürlich ist mein Exemplar in die Jahre gekommen", so Klüber. Aber der Wagen wurde Jahr für Jahr aufgerüstet. „Sonst hätte ich nicht so weit vorne mitmischen können“, fügt er hinzu.
Nun erwarb Jo Klüber für die Saison 2013 einen Mercedes SLS AMG GT3 - wieder einen GT3, der den Motor vor dem Fahrer platziert hat. Der Wagen steht bereits bei ihm in der Halle und wird gerade mit der aktuellen Lackierung für 2013 versehen. Federführend beim Einsatz wird das Team von Schütz Motorsport sein. Das Team von Christian Schütz kämpfte mit Ex-Formel Ford Festival-Sieger und dem neuen Porsche-Werkspiloten Nick Tandy und Meisterschaftsaspirant Christian Engelhard bis zum Schluss um den ADAC GT-Masters-Titel 2012. "Die Jungs haben die DMV-Touringcar Championship-Serie voll eingeplant. Das passt also prima für uns". Getestet wird erstmals im Februar in Cartagena in Spanien, das dauert ca. vier Tage. Danach hofft Jo Klüber den SLS perfekt im Griff zu haben.
Zusammen mit dem Schweizern Bruno und Edwin Stucky und Ex-Bellofpokal-Sieger Christian Land werden 4 bis 5 Mercedes SLS AMG GT3 im Kampf um den 24. DMV-Touringcar Championship-Titel-2013 ab April in Hockenheim am Start sein. Wer die Corvette von Jo 2013 fahren wird ist noch unklar. Da eine Callaway Competition-Corvette mit Jürgen Bender am Steuer die DMV-Touringcar Championship-Serie 2012 gewonnen hat, dürfte sich schnell ein neuer Fahrer für die vorjährigen Corvette von Klüber finden lassen.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 27. Dezember 2012 )
Auf der Motorshow in Essen hat die DMV-Touringcar Championship noch einmal den Kalenderentwurf für 2013 weiter präzisiert (wir berichteten bereits). Fünf der Termine sind in Zusammenarbeit mit dem AvD 100 Meilen-Cup geplant. Der gemeinsame Kalender liest sich nun wie folgt:
Die „Hockenheim-Lastigkeit“ des Kalenders hat historische Wurzeln, wie uns Gerd Hoffmann, langjähriger Promotor der Serie, in Essen erläuterte. „Wir sind vor 24 Jahren als reiner Hockenheim-Cup gestartet, bis unsere Piloten dann doch andere Strecken fahren wollten. Nun ist es eine offene Serie, die allerdings doch um Hockenheim herum lokalisiert ist. So haben wir viele Schweizer Teams, deren Heimstrecke Hockenheim ist, und die sich in Dijon-Prenois oder Monza auch wohlfühlen. Strecken wie Oschersleben und der Lausitzring sind hingegen bei unseren Piloten eher unbeliebt, weswegen wir trotz teilweise günstiger Konditionen nicht dort antreten können.“
Gerd Hoffmann hat in der letzten Saison den operativen Betrieb der UH-Sport Agentur – welche die DMV-Touringcar Championship organisiert – an Niko Müller abgegeben, der die Serie in den nächsten Jahren führen soll. Hoffmann hat dafür weitere Tätigkeiten im DMV übernommen, bleibt der Serie aber als Sportdirektor erhalten. In der nächsten Saison wird das Feld auch im GT-Bereich weiter wachsen. Ein vierter Mercedes SLS AMG GT3 ist von Gerd Klüber genannt worden, der beim letzten Rennen in Hockenheim einen schweren Unfall mit seiner Corvette verzeichnen musste. Allerdings wird das DMV-Touringcar Championship-Feld 2013 wohl wieder in einem Rennen an den Start gehen. „Solch eine exorbitante Nennliste wie beim Finale in Hockenheim, wo wir angesichts von 70 Nennungen zwei Rennen in zwei Divisionen abhalten mussten, wird sich 2013 wohl nur schwer wiederholen“, ist sich Nico Müller sicher.
Letzte Aktualisierung ( Samstag, 1. Dezember 2012 )
Vor gut einer Woche hat die DMV-Touringcar Championship die vorläufigen Termine für die Saison 2013 bekannt gegeben. Los geht es wieder auf dem Hockenheimring, wo man Anfang April startet, bevor es dann im Frühling in die Eifel zum Nürburgring geht. Wie auch beim ADAC GT-Masters debütiert erstmals der Slowakiaring im Rennkalender ist - diese Veranstaltung kommt zusätzlich zu den letzten Jahren hinzu. Im Sommer startet man erneut zweimal innerhelb von 5 Wochen in Hockenheim. Am 23./24. August werden auf dem Red Bull Ring die nächsten Punkte vergeben. Dijon-Prenois und Monza folgen im September. Der Meister wird beim Finale am 12. Oktober 2013 auf dem Hockenheimring ermittelt.
In der Saison 2013 gibt es also mit 18 Rennen zwei Rennen mehr als in den vergangenen Jahren. Da sich zuletzt eine Reihe dieser Events mit den AvD 100 Meilen bzw. der Sports Car Challenge deckten, dürfte dies auch 2013 wieder der Fall sein - zumindest was die Rennen am Nürburgring sowie die Runden in Österreich, Frankreich und Italien angeht. Details dazu werden in Kürze erwartet.
Geschrieben von Hans-Theis Schmidt & Harald Gallinnis
Samstag, 10. November 2012
Wir schulden euch noch den Rückblick auf das Saisonfinale der DMV-Touringcar Championship 2013 in Hockenheim, das mittlerweile auch schon vier Wochen zurück liegt. Aufgrund der Grösse des Teilnehmerfeldes hatte man erstmals zwei getrennte Rennen für zwei Divisionen veranstalten müssen. In der grossen Division der GT-Fahrzeuge und grossvolumigen Tourenwagen starteten 35 Teilnehmer, während das Feld der Division 1 (Tourenwagen und Serien-GT) 22 Teilnehmer umfasste.
Die 23. Saison der Traditionsserie beendete Corvette-Pilot Jürgen Bender als Meister. Jürgen Bender, Martin Dechent und Josef Klüber gestalteten den Titelkampf bis zum Finallauf offen. Zwei Gesamtsiege für Edy Kamm (CH, Audi-DTM-A4), der mit 9 Saisonerfolgen der erfolgreichste Pilot 2013 wurde, jeweils vor Jürg Aeberhard (CH) standen am Ende zu Buche. In Lauf 1 der Division 2 kam Christian Land im von Land Motorsport betreuten Mercedes SLS AMG GT3 auf das Podium. P3 in Lauf 2 sicherte den DMV-Touringcar Championship-Titel für Jürgen Bender, der im Lauf zuvor P9 belegt hatte.
Sein Sportwagenschmiede-Teamkollege Martin Dechent wurde noch vor Lars Pergande mit 0,1 Punkten Rückstand auf Bender Meisterschaftszweiter. Knapper ging es nicht, denn bei Punktgleichheit wäre Dechent Meister geworden - er hatte einen Klassensieg mehr auf dem Konto.
Die Siege in den beiden Läufen der Division 1 gingen an die beiden alpenländischen Duller Motorsport-Piloten Markus Weege und Herwig Duller. Den Bellof-Pokal für den besten neuen Junior in der Serie bekam der Bruder von ADAC GT-Masters-Pilot Kristian Poulsen, Roland Poulsen (DK) aus den Händen von Georg Bellof sen. (87) überreicht. Den Hockenheim-Pokal-2012 sicherte sich der Luxemburger "Maximilian Stein".
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 9. November 2012 )
In der Le Mans-Woche hielt auch die DMV-Touringcar Championship in Hockenheim ihr drittes Meeting der laufenden Saison ab. Die Pole (1:41,731) in Training 1 erzielte der Schweizer Jürg Aeberhard auf einem vom Familienteam erstmals eingesetzten GT-Masters-Porsche GT3 R. Auch die noch schnellere Pole (1:40,942) von Mathias Lauda in einer GT3-Callaway Competition-Corvette für das 2. Rennen wurde von Fachleuten und Fans gleichermaßen gelobt. Kaum jemand hatte diese Zeit erwartet.
Rennen 1 holte sich trotz Blitzstart von Jürg Aeberhard und Sven Hannawald am Ende der Schweizer Routinier Edy Kamm auf Audi-DTM von 2004 vor Aeberhard und Corvette-Pilot Hannawald. Auf neuen Pirellis, die er zum Rennen noch auf zog, schien Kamm unschlagbar.
In R2 behielt Mathias Lauda die Nase am Start vorne. Beide, Lauda und Kamm kamen aus Runde 1 nicht zurück. Bei Kamm war die Aufhängung hinten gebrochen und bei Lauda gab es einen Vorderachsschaden - ein Rennunfall. Auch Beisel und Land Jr. kollidierten. Aber drei andere Frontmänner kamen - unbeschadet durch den Staub der beiden voneinander getrennt, aber gleichzeitig ablaufenden Unfälle - durch. Jürg Aeberhard, KTM X-Bow-Testfahrer Reinhard Kofler und Porsche-Pilot Jürgen Bender (D, Porsche GT3).
Für den 26jährigen Aeberhard war Hockenheim der 23. Gesamtsieg in einem DMV-TCC-Rennen, dazu der erste Gesamterfolg in einem GT3 R-Porsche. Eine hervorragende Visitenkarte für einen GT-Masters-Start, wie ein Masters-Teamchef in Hockenheim bemerkte.
Beim 3. DMV-Touringcar Championship-Raceweekend in Hockenheim soll neben den beiden Callaway Competition-Corvetten von GT3-Konstrukteur Ernst Wöhr aus Heilbronn ein drittes Auto eingesetzt werden. Diesen neuen 2012er Wagen bekommt Jürgen Bender zur Verfügung. Für die Renneinsätze von Jürgen ist dabei wie bisher auch das Team der Sportwagenschmiede zuständig.
Das sind gute Aussichten für Bender, den Dritten der DMV-Touringcar Championship-Serie von 2011. Derzeit liegt die beste Corvette von Gerd Beisel - eingesetzt von RWT-Racing - auf Gesamtplatz 2 der Tabelle hinter Porsche-Pilot „Maximilian Stein“. Ein weiteres viertes Auto wird für das Duo Sven Hannawald und Mathias Lauda gerüchtelt. Die beiden ersten eingesetzten Callaway-Corvetten fahren Jo Klüber und Gerd Beisel in der DMV-TCC seit Saisonbeginn.
Bender hatte seinen Porsche 996 GT3 mit 3,8l-Motor (Bj. 06 - Modelljahr 07) komplett für 2012 neu aufgebaut und modifiziert. Er plante, mit dem Auto in der DMV-Touringcar Championship und eventuell bei den AvD 100 Meilen zu fahren. Bender und Callaway-Chef Wöhr kennen sich schon ewig. Die Diskussion "Leistung über Drehzahl und Aufladung oder Leistung aus großem Hubraum" ist so immer wieder unter den beiden diskutiertes Thema. Für Fahrer Bender ist das nun durch - er hat seinen Porsche zwar noch, aber ab dem 3. DMV-Weekend wird er in der 2012´er Callaway-Corvette-2012 sitzen.
Wie schon beim Auftaktwochenende der DMV-Touringcar Championship auf dem Nürburgring, gab es auch in Hockenheim mit Jürg Aeberhard einen Doppelsieger im Gesamtklassement. Der Schweizer lieferte sich aber tolle Kämpfe mit seinen Kontrahenten. 47 Teilnehmer gingen in Qualifying 1 auf den 4,574 Kilometer langen GP-Kurs. 10 verschiedene Marken waren in 10 Klassen am Start! Darunter drei Mercedes SLS AMG GT3, zwei Corvette GT3, ein Audi A4 DTM, zwei Melkus, eine große Anzahl von Porsche bzw. BMW und etliche weitere Tourenwagen.
In Rennen 1 konnte sich Jürg Aeberhard mit dem Porsche 993 GT2 an der Spitze zunächst von Christian Land im Mercedes SLS AMG GT3 absetzen. Doch von hinten kam Edy Kamm mit seinem Audi A4 zusehends weiter nach vorne. Während in der Endphase Christian Land seinen dritten Platz vor Albert Kierdorf (Porsche 997 RSR) und Heinz-Bert Wolters (Porsche 997 GT3 R) absicherte, war die Entscheidung um den Sieg in vollem Gange. Regelmäßig wechselten sich die Schweizer Aeberhard und Kamm mit den Bestzeiten ab. Kamm gelang es die Führung vom lange führenden Aeberhard zu erobern und er sah auch wie der sichere Sieger aus. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse in der letzten Runde. "Es gab da einen Rennunfall mit einem Überrundeten", beschrieb der Audi-Pilot die Situation kurz. Mehr wollte er nicht sagen. Über Platz 2 war er nicht glücklich!
Umso froher war Aeberhard, der dort aufhörte, wo er bei seinem letzten Rennwochenende im Oktober 2011 aufgehört hatte: Mit einem Sieg! Christian Land wurde Dritter und siegte in seiner Klasse 10. Dazu kamen die weiteren Klassensieger Martin Dechent (Klasse 9), Rolf Mielke (8), André Krumbach (7), Maximilian Stein (5), Christof Langer (4), Michel Zemp (4b), Marc Roth (2). Nicht in den Ergebnislisten tauchte Frank Schreiner auf. Der amtierende Meister holte sich im Qualifying zweimal die Pole Position, hatte aber danach einen Motorschaden zu beklagen. Ein Austausch war in der Kürze der Zeit nicht mehr möglich und so blieb nur das zuschauen!
Rennen 2 am Samstag Nachmittag war einmal mehr die sichere Beute von Aeberhard, der an der Spitze ein einsames Rennen fuhr. Auch weil Edy Kamm nicht mehr antrat. Ein Problem zwang zum Rückzug. Doch hinter dem Sieger wechselten immer wieder die Platzierungen. Der Corvette-Pilot Gerd Beisel holte sich nach Platz 3 auf dem Nürburgring mit Rang 2 und dem Klassensieg ein erneut überraschendes Ergebnis. Nicht ganz so erfreut war der Drittplatzierte Albert Kierdorf. Am Podest vorbei fuhr Josef Klüber, der aber Platz 4 eine Menge abgewinnen konnte. Zufrieden zeigte sich auch Jürgen Bender mit Platz 5 - allerdings nicht unbedingt mit der Platzierung. „Mit dem Porsche 997 GT3 habe ich auf den Geraden keine Chance.“ Anfang Juni testet er nun eine Corvette GT3. „Dann schauen wir, was wir machen!“.
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 24. April 2012 )
Zum Training am Nürburgring herrschte recht kühles Wetter mit Graupelschauern dazwischen. Einige Teams bekamen daher Probleme mit der Steuerelektronik. Einer kam offensichtlich sehr gut zurecht: Christian Land auf Mercedes SLS GT3 - er fuhr auf dem SLS des eigenen Teams auf Pole. Nur knappe 0,5 sec zurück lag Team Attempto-Porsche-Pilot Andreas Iburg. Der Routinier aus Lohne erwies sich in der Eifel als „ein Mann für alle Wetter“. Im zweiten Training hatten Jürgen Schlager (Porsche 993 GT2) und Corvette-Pilot Gerd Beisel die Nase vorne.
Den Start zum ersten Lauf am Ring entschied Attempto-Porsche GT3 R-Pilot Iburg für sich. Eine Runde später war Christian Land wieder in Führung. In der 4. Runde schob sich Edy Kamm an Andreas Iburg vorbei und schloss zu Land auf. Bei den 2L-Autos schaffte es Harald Tänzler (Melkus), Martin Roos (Lotus) nieder zu ringen. Im Kampf um die Spitze gelang es dem Schweizer Kamm sich bei Halbzeit im Bergauf-Teil vor der Schikane neben Land zu bremsen. Kamm ging schliesslich in Führung. In den Klassen siegten Marc Roth (CH), der Ex-Champion von 2008, Lars Pergande, Maximilian Stein (Lux), Frank Schreiner, Oliver Bliss, Martin Dechent, Christian Land, Jürgen Schlager und Edy Kamm (CH).
Gerd Beisel gab am Start zu Rennen 2 im richtigen Moment Vollgas und schob seine RWT Racing-Corvette vor den Porsche 993 GT2 von Jürgen Schlager in Führung. Dahinter Wolters, Kamm und Klüber. Danach gingen Wolters und Kamm an Blitzstarter Beisel vorbei. Jürgen Schlager hielt sich als Vierter. In Runde 3 griff Audi-Pilot Edy Kamm Heinz-Bert Wolters an und ging in der 4. Runde in Führung. Der Audi-Pilot siegte schliesslich vor Wolters und Corvette-Pilot Beisel. Die Brüder Bruno und Edwin Stucky fuhren ihre beiden roten Mercedes SLS AMG GT3 auf die Gesamtränge 9 und 10. „Wir haben hier erstmals ein Rennen in den neuen Autos bestreiten können“, so die überaus zufriedenen Schweizer. In den Klassen hatten in Rennen 2 Marc Roth (CH), Lars Pergande, Maximilian Stein, Andre Krummbach, Oliver Bliss, Martin Dechent, Heinz Bert Wolters, Jürgen Schlager und Edy Kamm (CH) die Nase vorne.
Nach 2 von 16 Rennen sieht die Tabelle wie folgt aus: 1. „Maximilian Stein“ (Lux) Porsche 14,50 P KLS 05 2. Heinz-Bert Wolters (D) „ 14,50 P „ 10 3. Frank Schreiner (D) „ 14,30 P „ 07 4. Martin Dechent (D) „ 14,20 P „ 09 5. Lars Pergande (D) BMW 14,20 P „ 04
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 19. April 2012 )
RWT-Racing, das Team von Ex-Sports Car Challenge-Champion Gerd Beisel, plant 2012 Einsätze im Prototypen- und GT-Bereich. “Wir werden in zwei Serien fahren, die sich aber beide überwiegend im AvD Race Weekend bündeln“, blickt Teamchef Gerd Beisel auf die Motorsportsaison. Der Eberbacher Unternehmer hat im letzten Jahr den Sprung vom Norma-Sportwagen zur GT3-Corvette erfolgreich vollzogen. Die Premiere mit der Callaway Competition-Corvette beim DMV-Touringcar Championship-Finale in Hockenheim 2011 verlief prima. Die danach folgenden Einsätze beim 24 Stunden von Dubai und beim 6h-Rennen in Vallelunga haben Beisel überzeugt, auch diese Saison auf die über 600 PS starke Corvette zu setzen.
In erster Priorität startet man in der DMV-Touringcar Championship. Mit der Teilnahme an allen acht Läufen der Privatfahrerserie stellt sich Gerd Beisel einer neuen Herausforderung. „ Wir haben sehr viel Unterstützung durch Callaway Competition erlangt. Die Zusammenarbeit läuft sehr gut“, sagt Gerd Beisel.
Daneben wird RWT-Racing 2012 auch in der Sports Car Challenge aktiv sein. Der Großteil der Veranstaltungen wird wie erwähnt innerhalb des AvD Race Weekend gefahren. Sowohl der DMV TCC, als auch die SCC sind in diesem Veranstaltungspaket integriert. Gerd Beisel wird nach aller Wahrscheinlichkeit diese Saison einmal hinter dem Lenkrad eines Sportprototypen sitzen. Die SCC ist Anfang Mai im Rahmenprogramm bei der DTM auf dem Eurospeedway Lausitzring zu Gast. “Für diese Veranstaltung planen wir den Einsatz unseres LMP 900 Norma-BMW“, so Beisel. Das Fahrzeug ist richtig spektakulär und dürfte auf dem Lausitzring die Fans begeistern.
Darüber hinaus verfolgt Beisel auch weitere Langstrecken-Einsätze mit der Corvette. Dazu laufen mit den Partnern und Sponsoren Gespräche, um Planungssicherheit zu gewährleisten. So hat man den TV-Sender Sport 1 mit im Sponsor-Portfolio.
Am Wochenende startet auch die DMV-Touringcar Championship in ihre kommende, 23. Saison. Genannt sind - letzter Stand - 41 Fahrzeuge und 45 Fahrer. Die Schweizer gehen am Ostersonntag am Nürburgring als Favoriten in den Saisonauftakt. Dabei tritt der bisher 19-fache Renn-Gesamtsieger Edy Kamm (Audi) gegen den 22-fachen Gesamtsieger Jürg Aeberhard (Porsche 993 GT2) an. Wer die Nase in der GT3 vorne haben wird, ist schwer vorher zu sagen. Drei Mercedes SLS AMG GT3 treten gegen zwei Corvetten (2011er Stand - eine der Corvetten steuert Sports Car Challenge-Urgestein Gerd Beisel), zwei Porsche 997 GT3 R und einen Porsche 997 GT3 an. Letzterer ist Baujahr 2007, aber über den Winter neu aufgebaut und ausgerüstet worden.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 5. April 2012 )
In der Elbmetropole Dresden wurde er wie alle seine Vorgänger geboren - vorgestellt wurde er in Neckarsulm: Der Melkus RS 2000 GTR. Alle Rennwagenvorstellungen gingen bisher vor und nach der Wende in Dresden über die Bühne. Nun wurde davon abgewichen - die Melkus-Crew unter Leitung von Peter Melkus reiste mit dem neuen GT in jene Stadt, aus der man den neuen Motor bezog, in die Audistadt Neckarsulm.
Der Motor des 2012er Melkus ist jenes Turboaggregat, der auch im Audi TT und im Audi S3 verbaut wird. „Gebremst haben wir den Motor in der letzten Konfiguration noch nicht“, so Peter Melkus, “Aber er hat klar über 400 PS. Davon gehen wir heute aus“. Auch das Gewicht „des Neuen“ ist mit gerade mal 920 Kg beachtlich gering, die Achslastverteilung 60%-hinten / 40%-vorne. Das ließ sich bei ersten Tests mit Yokohama-Renngummi denn in der Entwicklung von den Dresdenern auch perfekt ausbalancieren. Geschaltet wird über ein manuelles 6-Gang-Konzerngetriebe. Wie viel Benzin für ein halbstündiges Rennen in der DMV-Touringcar Championship-Serie in den 55 L-iterTank gefüllt werden muss, das bleibt das Geheimnis der Jungs aus Dresden und des Heilbronner Fahrers Chris Vogler.
„Wir werden alles versuchen, um nun im dritten Jahr in der Meisterschaft in der Klasse vorne dabei zu sein. Siege sind immer das Ziel für das man arbeitet. Die Techniker wie auch wir Fahrer“, so Pilot Chris Vogler. „Mit dem amtierenden Meister in einer Klasse um den Titel 2012 zu ringen, spornt mich an." Klassenrang 3 für Vogler bei Finale 2011 in Hockenheim war bereits ein Wort. In zweieinhalb Wochen geht es los - dann findet am Nürburgring mit den beiden DMV-Touringcar Championship-Rennen der Auftakt der 23. UHSport-Meisterschaftssaison statt. Der in steingrau und rot gehaltene Melkus-Audi wird mit Chris Vogler am Start sein.
Bruno und Edwin Stucky, die beiden in der DMV-Touringcar Championship engagierten eidgenössischen Brüder, steigen in der Saison 2012 von ihren bekannten Porsche 993 GT2- und Dodge-Viper-Fahrzeugen auf zwei neu erworbene Mercedes SLS AMG GT3-Modelle um. Bei einem ersten Test in Magny-Cours konnte sich das Team bereits mit den Wagen anfreunden.
Die in der Hausfarbe der Fribourger - rot mit zwei markanten weißen Längsstreifen - gehaltenen Flügeltürer wurden bereits von AMG fertig gestellt. Auch die Techniker des Teams sind vom Afalterbacher Hersteller auf die neuen Modelle bereits technisch vorbereitet worden. Weitere Testfahrten wird es in Kürze geben. Die Stucky's setzen in der 23.Saison von Promoter Hoffmann als erstes Team Mercedes SLS AMG GT3 in der DMV-TCC sowie der EU-Trophy, dem Hockenheim-Pokal und der Winterserie ein.
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 4. Januar 2012 )
Die DMV-Touringcar Championship-Saison 2012 beginnt mit den Rennen am 7. April 2012 auf dem Nürburgring. Wie 2011 sind erneut acht Weekends in vier Nationen geplant. Doppelveranstaltungen bescheren den Aktiven und Fans 16 Rennen über je 30 Minuten Renndauer.
Vier Fahrer im Feld der 44 Starter hatten in Hockenheim beim DMV-Touringcar Championship-Finale noch Titelchancen. Frank Schreiner (Porsche GT3) und Christof Langer (BMW M3) lagen sehr nahe zusammen, dahinter dann die beiden Porsche-Piloten Jürgen Bender und Jürg Aeberhard.
Letzterer hätte zwei Gesamtsiege und Ausfälle der Wettbewerber benötigt, um das Blatt zu seinen Gunsten beim Finale doch noch zu wenden. Er gewann auch beide Rennen vor den beiden Novidem-Swissracing-Piloten Markus Winkelhock und Pierre von Mentlen in ihren beiden Audi R8 LMS GT3, die hier mit dem Team Rosberg zusammen erstmals beide eingesetzt wurden. Viele Szene-Kenner vor Ort hatten Winkelhock nach der Pole für R2 und der schnellsten Runde in R1 auch einen Gesamtsieg in Hockenheim zugetraut. Mit seinen beiden Erfolgen fuhr Jörg Aeberhard sich in der Ewigensiegerliste der Meisterschaft auf Platz 3 hinter Rolf Rummel und Klaus Horn (b. Porsche 993 GT2) nach vorne.
Der Meistertitel jedoch hier war nicht mehr in Griffnähe. Die favorisierten Mitbewerber um den Titel vor ihm errangen als Klassenzweite ebenfalls Topresultate in beiden Rennen. So waren es beim 2. Rennen des Tages, dem allerletzten Lauf der Serie, nur noch Frank Schreiner und Christof Langer, die um den Titel kämpften. Frank Schreiner geriet beim Start durch Ralf Eisenreich im Toyota MR2 in Bedrängnis. Auch der Schweizer Adrian Maeder schlüpfte vorbei. Dazu lief der Melkus GT mit Konstrukteur Sepp Melkus am Steuer wie ein Uhrwerk. Schreiner fuhr an Maeder vorbei auf Klassenrang 2. Im Mittelfeld spitzte sich der Kampf in der Klasse bis 3,25L zwischen dem Führenden Tobias Paul und Christof Langer immer mehr zu. Langer schloss Runde um Runde auf. Beim Überholmanöver Langer kontra Paul berührten sich beide im Drift schließlich kräftig im Bereich der Hinterachsen. Ein Achslenkerbruch bei Paul und ein abgefangenen Ausritt bei Langer nutzte Pergande im Z4 zum Klassensieg. Der dringend nötige Klassensieg für Langer kam nicht mehr zustande.
Mit der Winzigkeit von 0,2 Zählern gewann so am Ende Frank Schreiner den 22. DMV-Touringcar Championship-Titel vor Christof Langer, Jürgen Bender und Jürg Aeberhard. Er beendete damit vorerst die vierjährige Schweizer Meisterschaftsdominanz.
Beim Finale in Hockenheim wurde ebenfalls der aus acht Rennen bestehende DMV-Hockenheim-Pokal entschieden. Frank Schreiner hatte in der Wertung die Nase ebenfalls klar vorne - und zwar vor seinen Kollegen Christof Langer, Tobias Paul, Jürgen Bender und dem Schweizer Adrian Maeder.
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 18. Oktober 2011 )
Über 40 Wagen gehen beim Abschlussrennen der DMV-Touringcar Championship am kommenden Wochenende auf die Strecke. Gestartet wird in sieben Fahrzeugklassen - zwei Klassen stehen dabei im Fokus: In der Klasse 10 kämpfen Audi R8 LMS GT3, Porsche 911 GT3, BMW M3 GTR V8 und Lamborghini Gallardo GT3 um Klassen- und Gesamtsiegehren. In der Klasse 13 kommen Dodge Viper, Ferrari 458 Challenge, Corvette ZR1 und Audi hinzu.
Anlässlich des Finales plant das Team Novidem-Swissracing erstmals den Einsatz seiner beiden Audi R8 LMS GT3. Bisher teilten sich der Schweizer Finanzier Pierre van Mentlen und Markus Winkelhock im GT-Masters das Cockpit eines Audi R8 LMS GT3. Am Wochenende werden die beiden Team-Kollegen jedoch in gleich zwei gelben Audi R8 an den Start gehen. Mit dem Doppeleinsatz will man die Chancen bei der Ausarbeitung eines geeigneten Setups verdoppeln. Zudem plant man für 2012 den Ausbau des GT-Masters-Engagement auf ein zwei-Wagen-Team. Als Favorit am Wochenende gilt wieder der 25-jährige Schweizer Jürg Aeberhard, der 2011 bisher zehn DMV-TCC-Saisongesamtsiege verbuchte. Ausserdem gibt Ex-Sportscar Challenge-Sportwagenchampion Gerd Beisel sein GT-Debüt auf einer Callaway Competition-GT3-Corvette.
In der DMV-Touringcar Championship werden an diesem Wochenende noch zwei von vier möglichen Titeln vergeben. Im Hockenheim-Pokal kämpfen Frank Schreiner, Tobias Paul und Jürgen Bender um die Lokaltrophäe. In der DMV-TCC-Gesamtwertung fällt die Entscheidung zwischen Frank Schreiner, Christof Langer und Jürgen Bender (Porsche).
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 12. Oktober 2011 )