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Samstag, 28. Februar 2015
GT86a
Rennserie & der 24h-Klassiker auf der Nordschleife
News zur BfGoodrich Langstrecken Meisterschaft und den 24h am Nürburgring


RCN erprobt die Nordschleifen-Alternative Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Mittwoch, 4. Juli 2012

streckenplan_lausitz.jpgNormalerweise gehört die RCN – die Nürburgringrennserie bei der reine Zeitfahrten um die legendäre Nürburgring-Nordschleife absolviert werden - nicht zu den regelmässigen Newslieferanten auf unseren Seiten. Ein interessantes Debüt, das nun für den 18./19. August angekündigt wurde, lässt jedoch Tieferes erahnen: Zum ersten Mal verlässt die Serie ihren angestammten Spielplatz und zieht in den Osten Deutschlands. Auf der 13 km-Variante des Eurospeedway Lausitzring wird die RCN erstmalig ein Rennen austragen, das nicht auf der Eifelachterbahn abgehalten wird. Zugleich dürfte dies nach Wissen des Autors dieser Zeilen die erste Rennveranstaltung auf dieser Streckenvariante, der ostdeutschen Strecke seit der Eröffnung im Jahre 2000 sein, die erstmals das Dekra-Oval in den Streckenverlauf mit einschliesst.

Auch wenn noch nicht alle Details, etwa zur Art der Einbindung der spektakulären Steilkurven des besagten Ovals, bekannt sind und auch wenn die RCN weiterhin beteuert, dass der Nürburgring die Heimat der Serie ist, beinhaltet der Lauf doch einige politische Brisanz. Nachdem die rechtlichen Auseinandersetzungen um den Pachtvertrag am Nürburgring und dem Land Rheinland-Pfalz nun eskalieren und die Renn-Veranstalter zunehmend verstört auf die rechtlichen Konsequenzen für sie als Ausrichter hinweisen, machen sich die Serienveranstalter zunehmend Gedanken um Alternativen – die angesichts der Einzigartigkeit der Nordschleife rar gesät sind. Einzig die besagte Variante des Eurospeedway Lausitzring bot bislang theoretisch einen Chance, die aber die Streckenbetreiber in Brandenburg bislang nicht aktiv offeriert hatten. Sollte die Veranstaltung in 6 Wochen jedoch ein Erfolg werden, so wird sich das schnell herumsprechen – was auch weitere Rennserien wie die VLN Langstreckenmeisterschaft zumindest einmal zu einem Probeauftritt veranlassen würde. Das könnte auch den Druck auf die Betreiber am Nürburgring erhöhen, die angesichts der miserablen wirtschaftlichen Lage des überdimensionierten Erlebnisparks am Ring die Streckenmieten bis an die Schmerzgrenze herauf und darüber hinaus angehoben haben.

Ob nun gar auch das 24h-Rennen am Nürburgring in den Osten abwandert – wie vom ADAC Nordrhein hinter vorgehaltener Hand bereits geäussert – dürfte fraglich sein. Auf jeden Fall bleibt abzuwarten, wie sich die Strecke in der Lausitz bei dieser Rennveranstaltung schlägt. Der Raum für ein weiteres 12h- oder 24h-Rennen in Deutschland ist auf jeden Fall vorhanden.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 4. Juli 2012 )
 
VLN 43. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy - Rennbericht Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Simon Sommer& Maximilian Metzemacher   
Sonntag, 24. Juni 2012

kampf.jpegUnter sonnigem Himmel wurde die 43. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy ausgetragen. Auch wenn es einige Top Teams nicht an die Nürburgring- Nordschleife geschafft haben, schenkte dem Audi Team Phoenix mit den Piloten Frank Stippler / Marc Basseng niemand den Sieg des 4. VLN Wertungslaufes. Im Qualifying zeigte der Bilstein-Audi, pilotiert von Frank Stippler, mit einer Zeit von 8:05,783 den Verfolgern schon gleich, wer die größten Ambitionen auf dem Gesamtsieg beim 4. VLN-Wertungslauf hat. „Ich hatte eine nahezu freie Runde, in der ich nur zwei Fahrzeuge überholen musste - das passiert nicht sehr oft“, gab Stippler zu Protokoll. „Zudem waren die kalten, aber trockenen Bedingungen optimal für die maximale Leistungsausbeute des Motors." Von der ersten Position aus dominierten Frank Stippler und Marc Basseng mit ihrem blau-gelben Audi R8 LMS ultra das vier Stunden lange Rennen von Beginn an.

In der Verfolgergruppe der Top Ten war die Gangart zunächst eine andere. Alle Verfolger bestritten die ersten Runden mit nur wenigen Sekunden Abstand - absoluter Top-Motorsport in der Eifel. In dieser frühen heißen Phase des Rennens sammelte der Renner aus Ingolstadt auf der ersten Position wichtigen Vorsprung, während der zweitplatzierte Mercedes Benz SLS AMG des Rowe-Teams in fairen Zweikämpfen seine Platzierung auf dem Treppchen hart erarbeiten musste. Zudem sorgte eine Panne bei der Betankung für einen kleinen Zeitverlust. Jan Seyffarth, der mit Teamkollege Roloff von der sechsten Position in das Rennen startete, zeigte sich letztendlich jedoch mit dem zweiten Rang zufrieden: „Wir haben direkt beim Start einige Positionen gutgemacht und manövrierten dann stets in Schlagdistanz zur Spitze. Für den Sieg hat es heute nicht gereicht, so werden wir bei den nächsten Rennen angreifen.“

Ein weiterer Audi R8 mit Haase / Ludwig komplettierte das Podium des vierten Laufes. Zum Rennende wurde der Audi R8 noch einmal hart rangenommen, um die zweite Position zu ergattern. Diese Mission scheiterte mit gerade einmal 1,5 Sekunden Rückstand hinter dem SLS des Rowe Teams. Auf dem vierten Rang verpasste der von Platz 2 aus ins Rennen gegangene Falken-Porsche mit Ragginger und Asch nur knapp das Podium, aber auch der vierte Platz sollte für das Team ein gutes und zufriedenstellendes Ergebnis sein.audi_r8sp9.jpg

Zufrieden dürfte auch das Team von Dörr Motorsport sein. Der McLaren MP4 12 GT3 hat das Rennen auf dem fünften Rang beendet und ist ohne nennenswerte Schwierigkeiten durch das Langstreckenrennen gekommen. Nach dem Totalschaden beim 24h Rennen mit Sicherheit eine sehr positive Nachricht, die auch zeigt, was mit einem McLaren in dieser Saison noch möglich sein kann. Darüber hinaus sorgte der Z4 mit einem Klassensieg für eine glückliche Miene im Gesicht des Teammanagers Uwe Isert: „Wir hatten von der ersten bis zur letzten Runde absolut gar keine Probleme und das Auto hat heute wirklich super funktioniert, was uns sehr glücklich macht. Die vorgenommenen Fahrwerksveränderungen waren genau richtig, auch wenn wir nicht viel im Vergleich zum 24h Stunden Rennen geändert haben. Rudi Adams, Henri Moser und Kai Riemer haben alle einen super Job heute gemacht.“

Für das Timbuli Team hingegen lief es nicht so optimal. Kurz vor Rennende warf ein Reifenschaden die Kollegen Hennerici / Seefried / Busch auf den siebten Gesamtrang zurück. Dort hat man sich nach dem Start auf dem fünften Rang wahrscheinlich eher nach vorne orientiert.

Der vierte Wertungslauf der VLN Langstreckenmeisterschaft war ein weiterer Beweis für die Zuverlässigkeit und den Speed des Phoenix-Teams nach dem Sieg beim 24h Rennen. Bereits in zwei Wochen wird mit dem 52. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen am 07.07.2012 die erste Saisonhälfte mit einem vier Stunden Rennen abgeschlossen.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 25. Juni 2012 )
 
VLN 43.Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy Vorschau Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Maximilian Metzemacher   
Mittwoch, 20. Juni 2012

alzenford.jpgDie VLN Langstreckenmeisterschaft meldet sich diesen Samstag aus der kleinen Pause zurück. Es ist der erste Lauf nach dem 24h Rennen und das Teilnehmerfeld zur 43. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy kann sich wirklich sehen lassen. Dennoch gibt es in dieser Woche eine traurige Nachricht zu vermelden. Marcel Engels, der unter anderem vor vier Wochen das 24h Rennen auf dem Nürburgring auf einem Subaru bestritten hat und auch in der VLN seit mehreren Jahren aktiv ist, ist in der vergangenen Woche bei einem Motorradunfall tödlich verletzt worden. Das Rennen wird sicherlich in einer anderen Stimmung ausgetragen, als wir es sonst kennen.

Auf der vorläufigen Teilnehmerliste vom heutigen Mittwoch sind 174 Nennungen eingegangen. Darunter auch das Siegerteam vom 24h Rennen, Phoenix Racing mit Frank Stippler und Marc Basseng. In der SP9-Klasse sind neben den üblichen Verdächtigen Teams auch die Mannschaft um Jürgen Alzen und dem Ford GT wieder am Start. Auch ein McLaren von Dörr Motorsport findet sich in der Teilnehmerliste wieder. Jochen Krumbach, der Doppelsieger der beiden vorherigen VLN Läufe, hat derweil noch keinen Co-Piloten. Man darf gespannt sein, ob einer der Porsche-Werksfahrer dort wieder ins Volant greifen wird. Die siegfähigen Autos komplettieren die Teams rund um Rowe, Timbuli, Raeder, Falken, Pinta und Frikadelli Racing. In der SP7-Klasse fährt ein einziges Fahrzeug gegen eine Armada aus Porsche Cup-Modellen. Dies ist aber kein geringeres als der BMW Z4 von Michael Bäder und Tobias Hagenmeyer, besser bekannt als Getrag-Bäder-Z4. In der SP10-Klasse kommen zwei Piloten direkt aus Le Mans an den Ring. Markus Palttala und Maxime Martin starten diesmal auf einem Porsche GT3 von Teichmann Racing und versuchen sich gegen die BMW M3 und den Aston Martin Vantage zu behaupten.audi_r8sp9.jpg

In den kleineren Klassen gibt es wie immer ein buntes Feld von Teilnehmern, die immer wieder durch spannende Positionskämpfe und guten Motorsport in das Auge des Betrachters fahren. Unter anderem ist Christian Schmitz wieder am Start, der zu Saisonbeginn einen Unfall im Opel Astra OPC gehabt hatte. Er fährt zusammen mit Hanno Loustarinen.

Es lohnt sich also bei hoffentlich gutem Wetter am Samstag einen Abstecher in die Eifel zu machen.

Nebenbei bemerkt ist die VLN Langstreckenmeisterschaft diese Woche vom Magazin „sport auto“ zur beliebtesten nationalen Rennserie gewählt worden - ein Ergebnis worüber sich der Veranstalter sicherlich freuen kann. 

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 20. Juni 2012 )
 
24h Nürburgring 2012 - Kehraus Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Thorsten Schnierstein & Christian Reinsch   
Donnerstag, 31. Mai 2012

10 Tage nach den 40.ten 24h am Nürburgring endet auch unsere Berichterstattung vom Rennen mit einer von unseren Kollegen von Ring1.de zusammengetragenen Kuriositätensammlung - einer etwas anderen Rückschau auf das 24h-Rennen 2012. Unseren Kollegen fiel z.B. auf, dass ...

  • ... die Frikadelli-Truppe Tim Bergmeister in der Startaufstellung mit einem Schild Gute Besserung wünschte. Eine schöne Geste!

  • ... die Sorg-Brüder sich ein kreative Logo in Anlehnung an die „Blues-Brothers“ geschaffen haben. Ab nun nennt man sich: „The Sorg Brothers“.

  • ... manch ein Grid-Girl sich den Nürburgring auf die Hüfte geschrieben hat, äähm hat tätowieren lassen.

  • ... das Kremer Racing-Team dieses Jahr sein 50-jähriges Jubiläum feiert. Dank Eberhard Baunach blüht das Kölner Traditionsteam wieder auf. Für die Mechaniker fand bereits ein Rennen vor dem Rennen statt. Der kleine Kremer-Porsche verunfallte bereits irreparabel und beim Porsche 997 KR musste in der Nacht in Köln das Getriebe gewechselt werden.

  • ... auch andere Teams Nachtschichten schoben. Gemballa-Racing musste in der Nacht von Freitag auf Samstag in Niederzissen den Motor wechseln und bei einem Scirocco-Team musste aus Limburg ein Motor hertransportiert werden. Dafür ließ ein daheim gebliebenes Teammitglied seine Gäste bei der Geburtstagsparty sitzen.

  • ... die Spritpreise am Nürburgring wieder etwas zurückgegangen sind.

  • ... das Wetter deutlich besser war als alle Wetterdienste vor dem Rennen androhten … äh - ankündigten.

  • ... die Parkplätze vor den Einkaufsmärkten in Adenau wie immer bei den 24 Stunden rappelvoll waren.

  • ... die schönste Zeit bei den 24 Stunden die Stunden um Morgendämmerung sind, natürlich nur wenn der Himmel nicht bedeckt ist und es nicht regnet  - die Campingplätze jährlich voller werden, es dort aber wesentlich gesitteter zuging als in den Jahren zuvor. Sowie das dort manch ein Fan in den letzten Stunden des Rennens erschöpft einschlief bzw. „tief in sich ging“ und über den Sinn des Lebens nachdachte.

  • ... viele Teams wieder über Trophäenjäger klagten. Viele Teile wurden von verunfallten Autos gestohlen und Gemballa-Racing fehlte gleich eine ganze Radaufhängung. Auch defekte Teile haben für die Teams noch einen Wert und sei es nur zu Analyse.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 31. Mai 2012 )
 
SP7: Kremer Racing setzt sich bei den 24h durch Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Mittwoch, 30. Mai 2012

sp7siegerkremer.jpgDie gute Saisonvorbereitung im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft mit drei Podien zahlte sich für das Kölner Kremer Racing-Traditionsteam beim Saisonhighlight endlich aus. Bei der 40. Auflage des 24h Rennens auf dem Nürburgring konnten Wolfgang Kaufmann, Altfried Heger, Michael Küke und Dieter Schornstein im Kremer Racing Porsche den Sieg in der Klasse SP7 und den 13. Gesamtrang einfahren. Die Mannschaft setzte sich dabei mit 147 absolvierten Runden gegen den ebenfalls in der SP7 startenden Timbuli Racing Porsche von Marco Seefried, Marc Busch, Egon Allgäuer und Karim Al-Azhari durch, die mit einer Runde Rückstand die Ziellinie kreuzten. Dritter in der mit 17 Startern exzellent besetzten Klasse wurde der Manthey-Porsche von Kraeling / Gindorf / Scharmach / Schelp mit einer weiteren Runde Rückstand.

Dabei schaffte es das Kremer-Team sich für das Qualifying der schnellsten 40 Teilnehmer zu qualifizieren. Wolfgang Kaufmann sicherte der Mannschaft im Top-40 Quali die blaue Lampe und die 34. Startposition.

Sorgenfalten gab es für das Team jedoch dennoch nach dem Top 40 Qualifying, als die Mechaniker ein mechanisches Problem am Getriebe des Porsche feststellen mussten. "Die Jungs haben die ganze Nacht durch geschraubt um uns wieder ein optimal 24h taugliches Getriebe zu geben. Der Einbau erfolgte dann am Samstagmorgen vor dem Rennen". Zu diesem Zeitpunkt war für den zweiten Kremer Racing Porsche mit der Startnummer 250 das Wochenende bereits beendet. Ein Unfall im Nachtraining hatte den Porsche irreparabel beschädigt. Besonders bitter war dies für Teambesitzer Eberhard Baunach, der ebenfalls auf diesem Fahrzeug genannt war und die 24h auch als Fahrer auf diesem Auto in Angriff nehmen wollte.

Im Rennen konnten sich Dieter Schornstein, Altfrid Heger, Michael Küke und Wolfgang Kaufmann kontinuierlich im Klassement nach vorne fahren: „Wir waren eine sehr ausgewogene Mannschaft, die Yokohama Reifen funktionierten über die gesamte Distanz problemlos und der vom Team vorbereitete Porsche 997 KR lief wie ein Uhrwerk.“ In der Nacht absolvierte Kaufmann einen seiner insgesamt 7 Stints bei einsetzendem Regen: „Die Bedingungen waren recht schwierig, da im Bereich Hatzenbach bis Aremberg die Strecke sehr rutschig war.“ Nach 24h Stunden beendete das Kremer Racing Team um Eberhard Baunach als drittbestes Porsche Team die Veranstaltung. Für Kremer Racing war es nach 2011 erst die 2. Teilnahme an den 24h Stunden vom Nürburgring teilgenommen hat.

Während für die Timbuli Racing-Mannschaft der Erfolg ebenfalls wohl erkämpft war hätte das Abschneiden des Manthey-Porsches - nur dieses Fahrzeug aus der hochfavorisierten Mannschaft von Olaf Manthey sah am Ende die Zielflagge - für die Meuspather Mannschaft noch besser ausfallen können: Die vier nordschleifenerfahrenen Fahrer boten mit dem VitaSport-Porsche auch leistungsstärkeren Fahrzeugen Paroli, obwohl bereits nach der ersten Rennrunde der dritte Gang funktionsunfähig war. Dieter Schelp: „Wer die Nordschleife kennt, weiß, wie schwer es gerade hier ist auf den dritten Gang verzichten zu müssen. Wir waren somit gezwungen ein ganz anderen Rhythmus zu fahren, unseren Fahrstil quasi umzukrempeln, um konkurrenzfähige Zeiten zu liefern. Ich habe unfreiwillig eine ganz neue ‚Ideallinie’ kennengelernt.“

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 30. Mai 2012 )
 
Audis hart erkämpfter Sieg am Ring Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Dienstag, 29. Mai 2012

24hsieger2012.jpgIm dritten Anlauf mit dem Audi R8 LMS GT3 ist den Ingolstädtern endlich der erste Sieg bei den 24h am Nürburgring gelungen. Audi ist damit nach BMW (19 Siege), Porsche (11), Ford (5), Chrysler (3) und Opel (1) der erst sechste Hersteller der sich in die Siegerlisten des 24h-Klassikers eintragen konnte. Bei der 40. Ausgabe des Eifel-Klassikers gelang der Marke mit dem neuen Audi R8 LMS ultra der erste Gesamtsieg. Am Steuer des Fahrzeugs aus dem Audi Sport Team Phoenix wechselte sich das deutsche Fahrerquartett Marc Basseng, Christopher Haase, Frank Stippler & Markus Winkelhock ab. Christian Abt, Michael Ammermüller, Armin Hahne & Christian Mamerow aus dem Team Mamerow Racing komplettierten den Erfolg zum Doppelsieg.

Audi ging aus einer Achterbahnfahrt der Gefühle als Sieger der 24 Stunden am Nürburgring hervor. So wurde am Morgen der Schwester-Audi R8 des Siegerteams, der blaue Playstation-R8 mit der #2 mit Christopher Mies am Steuer in Führung liegend bei einsetzendem Regen von einem Gegner getroffen. Die Reparaturzeit von 53 Minuten brachte ihn und seine Teamkollegen Marcel Fässler und René Rast um alle Siegchancen - sie wurden am Ende Siebte. Bereits in der Nacht hatte das WRT Team-Auto mit der #4 nach einer Kollision mit einem Gegner viel Zeit durch einen Lenkungsschaden eingebüßt. Das belgische Team erreichte am Ende Platz 25.

Das Team Raeder Motorsport lag nach 17 Rennstunden an aussichtsreicher fünfter Stelle, als Thomas Mutsch einem überrundeten Fahrzeug bei dessen Spurwechsel nicht mehr ausweichen konnte. Nach dem Aufprall auf die Leitplanke war an eine Weiterfahrt der Startnummer 9 nicht mehr zu denken. Die Audi Race Experience erreichte Platz 19 mit Christian Bollrath, Pierre Ehret, Peter Venn & Marco Werner, wobei laut Pierre Ehret auch ein besseres Ergebnis möglich gewesen wäre: „Christian Bollrath hatte einen Unfall im Bereich Bergwerk mit dem Ford GT des Alzen-Teams. Aufgrund dessen und der späteren Reperatur haben wir 15Min verloren, was uns 2 Runden und theoretisch P12 gekostet hat. Danach war aber alles ok. „Das Schwesterfahrzeug von Luca Cappellari / Florian Gruber / Warren Luff / Alexander Yoong fiel durch einen Unfallfolgeschaden aus, erreichte in der Wertung aber noch Platz 36.

Der Erfolgsdruck lastete in der Schlussphase auf den R8 von Phoenix Racing und Mamerow Racing. Mit einer zuverlässigen leistung setzte sich das Audi Sport Team Phoenix beim Heimspiel durch. Für die Mannschaft aus Meuspath war es nach 2000 (mit Porsche) und 2003 (mit dem DTM-Opel) bereits der dritte Gesamtsieg. Die 4 Piloten Marc Basseng, Christopher Haase, Markus Winkelhock und Frank Stippler fuhren ihren jeweils ersten Sieg beim Klassiker ein. Stellvertretend für das Siegerquartett dürfte Christopher Haases erster Eindruck stehen: „Ganz ehrlich gesagt: Mir fehlen die Worte. Das war ein unglaubliches Rennen. Wie jeder sehen konnte, war es wieder ein 24h-Sprintrennen. Es ist toll, mit Audi und meinen hervorragenden Teamkollegen zu gewinnen. Es hat einfach alles gepasst. Das ist der schönste Tag in meinem Leben.“

Ein schöner Erfolg gelang auch dem Team Mamerow Racing . Teamchef Peter Mamerow wechselte erst in diesem Jahr zu Audi. Mit der Unterstützung von Audi Sport customer racing setzte das Team einen R8 LMS ultra mit Christian Abt / Michael Ammermüller / Armin Hahne / Christian Mamerow ein. Gesamtrang 2 ist ein verdienter Lohn für die Privatmannschaft aus Castrop-Rauxel, die zudem mit P2 im Top-40 Qualifying für Nordschleifenkenner Christian Mamarow aufhorchen liess.

Audi hat damit einen weiteren Meilenstein im Langstrecken-Rennsport innerhalb von nur elf Monaten erreicht: Im Juni 2011 hat die Marke mit dem LMP-Sportprototyp R18 TDI ihren zehnten Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans gefeiert. Im vergangenen Juli gewann der Kundensport-Rennwagen R8 LMS erstmals auch den 24-Stunden-Klassiker in Spa-Francorchamps in Belgien. Nun komplettiert der Nürburgring-Erfolg die Langstrecken-Bilanz.

"Über diesen lange ersehnten Erfolg in der Eifel freuen wir uns ganz besonders", erklärte Dieter Gass, der anstelle des bei der DTM weilenden Dr. Wolfgang Ullrich den Rennverlauf am Ring als Renneinsatzleiter von Audi Sport begleitete. "Drei Jahre lang war der Audi R8 LMS stets das beste GT3-Fahrzeug am Nürburgring. Nun haben wir im Kampf mit sieben weiteren Marken auch den Gesamtsieg erreicht. Uns wurde in den vergangenen 24 Stunden wahrhaftig nichts geschenkt. Die siegreichen Fahrer und die Teams haben eine schöne, starke, konstante und fehlerfreie Leistung gezeigt.“

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 29. Mai 2012 )
 
24h Nürburgring - Bestzeitenanalysen Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Torsten Schnierstein   
Samstag, 26. Mai 2012

Gefahrene Runden. Rundenlängen. Zeiten. Strecken- und Rundenschnitte. Sie sind die statistischen Begleiterscheinungen eines Rennens. Sie sind nicht das „A und O“. Sie sind auch nicht der „Nabel der Welt“. Aber, wenn man sie aufmerksam liest, liefern sie Rückschlüsse über Rennverläufe und technische Entwicklungstendenzen.

  • Der Sieger-Audi R8 LMS ultra GT3 von Phoenix Racing in der Besetzung Marc Basseng / Christopher Haase / Frank Stippler / Markus Winkelhock legte in genau 24:00:15,776h 155 Runden a 25,378 km zurück. Das ergibt eine Gesamtdistanz von 3.934 km. Der Streckenschnitt liegt somit bei 163,870 km/h. Im Vorjahr fuhren die Sieger – das war der SP7 Porsche 911 GT3 RSR des Teams Manthey Racing – eine Runde mehr, also 156 Runden und legten somit eine Distanz von 3.958 km zurück. Der Streckenschnitt betrug 164,744 km/h.

  •  Die schnellste Rennrunde geht auf das Konto des SP9 BMW Z4 GT3 des Teams Schubert Motorsport aus Oschersleben in der Besetzung Jörg Müller / Dirk Müller / Uwe Alzen / Dirk Adorf mit einer Rundenzeit von 8:27,161Min. Rundenschnitt 180,142 km/h. - Im „Top40-Qualfying“ fuhr Uwe Alzen die schnellste Runde in sagenhaften 8:18,382 (Rundenschnitt 183,315 km/h). Absoluter Rundenrekord auf der aktuellen 24h-Streckenvariante.

  • Aus den beiden Zeittrainings resultierte die schnellste Rundenzeit mit 8 Minuten 27,362 Sekunden. Gefahren vom Mercedes SLS AMG GT3 , ebenfalls Klasse SP9 (FIA-Gr.GT3) des Teams Black Falcon in der Besetzung Sean Edwards / Jeroen Bleekemolen / Manuel Metzger / Ralf Schall.

  • Während die Phoenix-Audi auf Michelin-Reifen unterwegs waren, setzte Schubert-BMW auf Pneus von Dunlop und Black Falcon auf Gummis von Yokohama. Insgesamt waren neben diesen 3 Reifenausrüstern mit Hankook, Bridgestone, Pirelli, Kumho, Falken, Continental und Avon 10 Reifenausstatter bei den diesjährigen 24h vertreten.

  • Die schnellste Rennrunde ging im Vorjahr auf das Konto des vom Team Farnbacher in der Klasse SP8 (bis 6250 cm³) eingesetzten Ferrari F 458: 8 Minuten 31,407 Sekunden. Rundenschnitt 178,646 km/h. Also knapp 4,3s langsamer als in diesem Jahr. Trainingsschnellster im Vorjahr (noch ohne „Top40-Qualifying) war ebenfalls der GT2-Ferrari von Farnbacher mit 8 Minuten 23,764 Sekunden. Rundenschnitt 181,356 km/h. Zieht man die „Top40-Quali“-Zeit von Uwe Alzen zum Vergleich heran, so wurde die Vorjahreszeit um fast 5,4s unterboten. Allerdings „hinkt“ der Vergleich etwas auf Grund der unterschiedlichen Bedingungen zwischen einem Zeittraining „im Verkehr“und einem „Einzelzeitfahren“. Die schnellste Zeit aus den beiden Zeittrainings in diesem Jahr ist aber ebenfalls kein guter Vergleichsmaßstab, da die Einführung des „Top40-Qualfyings“ eine andere Trainingstaktik der „Top“-Fahrzeuge bestimmte.

  • Ebenso „hinken“ Vergleiche mit der VLN Langstreckenmeisterschaft , da in deren 10 Läufen auf der GP-Strecke andere Streckenführung gefahren wird (im Bereich Mercedes-Arena und unter Weglassen der Müllenbachschleife auf Grund des Befahrens der Kurzanbindung). Die Rundenlänge der VLN-Streckenvariante ist mit 24,369 km einen Kilometer kürzer als die 24h-Variante. Die Rundenzeiten bei den „Top“-Fahrzeugen differieren demnach um etwa 15 s.

  • Ein Vergleich ist aber bedingt über die Rundenschnitte möglich. Sowohl die schnellste Rennrunde des GT3-BMW von Schubert Motorsport als auch die „Top40-Quali“-Runde sind die bislang schnellsten in diesem Jahr (3 VLN-Rennen, 24h-Rennen) auf der Kombination aus Nürburgring-GP-Strecke und Nürburgring-Nordschleife gefahrenen Rundenschnitte. Die schnellste Rennrunde der diesjährigen VLN Langstreckenmeisterschaft fuhr der BMW von Schubert Motorsport mit Jörg und Dirk Müller und Uwe Alzen bei Lauf 3 mit 8:13,815 (Rundenschnitt 177,654 km/h). Das war auch die bislang schnellste Runde dieser noch jungen VLN-Saison. Die Läufe 1 und 2 fanden zudem unter Witterungs- und Fahrbahnverhältnissen statt, die Rekordrunden nicht gerade zuträglich waren.

  • Im Zeittraining wurde die schnellste Runde in Lauf 2 erzielt. 8 Minuten 15,624 Sekunden. Rundenschnitt 177,006 km/h. Gefahren vom GT3-BMW des Teams Vita 4 One.

  • Die Dominanz der Klasse SP9/GT3 in dieser bisherigen Saison (dreimal VLN und 24h) ist auf die Tatsache zurückzuführen, daß die „Top“-Teams inzwischen komplett auf Fahrzeuge dieser Klasse setzen. Im Vorjahr kamen noch mehrere Fahrzeuge der FIA-Gr.GT2 in den Klassen SP7, SP8 und E1-XP zum Einsatz. Sicher gibt es per Reglement Unterschiede zwischen diesen beiden GT-Wagen-Gruppen. Aber bereits die letzte Saison hat gezeigt, daß die vermeintlich seriennahen GT3 mittlerweile Rundenzeiten auf dem gleichen Niveau der „reinrassigen“ Rennwagen der Gr.GT2 fahren. Die Vor- und Nachteile der jeweils einen gegenüber der anderen Gruppe zeigen sich auf einzelnen Streckenabschnitten der Gesamtstrecke . In der Summe über eine Runde herrscht dann aber in der Regel Gleichstand.

  • Den absoluten VLN-Rundenrekord hält seit dem Vorjahr Marc Lieb im Porsche 911 GT3 R Klasse SP9 des Teams Manthey Racing . 8:04,471min. Rundenschnitt 181,081 km/h. Beachtlich: Gefahren im Zeittraining, also „im Verkehr“. Uwe Alzen im BMW Z4 GT3 war jetzt im „Top40-Quali“ rund 2,7 km/h im Schnitt schneller und ist nunmehr der Rekordhalter für die aktuelle 24h-Streckenvariante. (Rundenschnitt 183,315 km/h). Es fehlen „nur“ noch gut 10 km/h zu den Rundenschnitten der Formel 1 Mitte der 70er Jahre.

Neue Rekorde sollten – schon allein unter Sicherheitsaspekten – nicht das Ziel sein, sondern spannende, mitreißende Rennen. Derartige Rundenzeiten zu fahren ist aber zumindest der Erwähnung wert und verdient allerhöchsten Respekt vor dem Können der „Bändiger“ dieser faszinierenden Rennboliden. Schließlich sind diese Zahlen Ausdruck von höchster technischer Kompetenz und größter Erfahrung im Umgang mit dieser weltweit einmaligen Rennstrecke.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 26. Mai 2012 )
 
Das SP10-Rennen bei den 24 Stunden: BMW siegt zum zweiten Male Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Freitag, 25. Mai 2012

bonksp10winner.jpgDie mit 13 Autos exzellent besetzte SP10-Klasse bei den diesjährigen 24h am Nürburgring verbuchte 2012 wiederum den Sieg eines BMW. Der Bonk Motorsport-BMW M3 GT4 #70 von Wolf Silvester, Mario Merten, Damien Flack und Emin Akata wurde am Ende mit 139 Runden als Klassensieger auf der 23. Gesamtposition klassiert.

Die dreifachen (Merten - 2010 / 2006 / 2002) bzw. zweifachen VLN-Champions (Sylvester - 2010 / 2006) und ihre Teamkollegen querten die Ziellinie am Sonntag nachmittag nach 139 Umläufen mit einer Runde Vorsprung auf den Aston Martin Vantage GT4 der Mathol Racing-Mannschaft von Weber / Bermes / Verdonck / Belka, die wiederum den Viebahn Rennsport-M3 von Viebahn / Christodolov / Gutzen / Mayes um zwei weitere Runden hinter sich lassen konnte. Der Viebahn-Wagen setzte sich in der Endphase des Rennens in einem spannenden Dreikampf gegen die beiden anderen M3 der Teams von Walkenhorst Motorsport - denen ein Unfall am Sonntag morgen das Podium kostete - und Scheid Motorsport durch.

Die späteren Sieger hatten das Rennen bereits von der Klassenpole begonnen, die man mit einer 9:16,696 knapp vor dem Mathol Racing-Aston Martin und dem italienischen Nova Race-Ginetta erzielt hatte. Sowohl die Ginetta von Nova Race als auch der der deutschen Green Mamba Racing-Truppe agierten im Rennen glücklos. Da die drei Hamburg Racing Team-Aston auch nicht ohne Probleme durchkamen – der fünfte Vantage des Avira-Teams fiel schon in der ersten Runde nach einer Kollision mit einem Mini aus – blieb nur noch das Mathol-Fahrzeug als Flaggenträger von Aston Martin in der Klasse gegen die M3 über. Der zwischenzeitlich nach dem ersten Renndrittel führende Aston verlor seine Führung jedoch in der Nacht, nachdem der Belgier Nico Verdonk von einem BMW in den Kies des Yokohama-S bugsiert wurde.

Entscheidend für die Sieger aus dem Bonk-Team war die Regenphase am Sonntag morgen. Dort setzte Teamchef Michael Bonk seinen Fahrer Wolf Silvester ans Steuer. „Wolf ist bei solchen Bedingungen unser bester Mann und er hat alles richtig gemacht“. Der zweifache VLN-Champion konnte damit sogar den zwei-Runden-Rückstand wettmachen, den man sich in der Nacht eingefangen hatte, als der M3 widerholt in das Notlaufprogramm des Motors wechselte, weshalb der BMW mehrfach an der Box stand.

Nach dem Sieg des Pole Promotion-M3 im Vorjahr wiederholte BMW somit den Erfolg in der SP10-Klasse bei den 24h. Aston Martin muss nun ein weiteres Jahr auf die Revanche warten, während andere GT4-Hersteller wie Ginetta, Porsche oder Nissan (in diesem Jahr nicht am Ring engagiert) weiter auf ihren ersten Klassensieg bei den 24h am Ring warten müssen.

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 25. Mai 2012 )
 
Hamburg Racing Team - die GT4-Mannschaft vom Ring Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Donnerstag, 24. Mai 2012

Eine der Mannschaften, die sowohl in der diesjährigen VLN Langstreckenmeisterschafts-Saison als auch beim 24h-Rennen am Nürburgring mächtig aufgestockt hat, ist das Hamburg Racing Team das bei den diesjährigen 24h nicht weniger als vier Wagen betreute.

Neben den drei teameigenen Aston Martin in der SP10-Klasse für die Stammpiloten Hauschild / Pflanz und die Amerikaner Lewis / Rice, sowie für das argentinische Rennfahrerquartett, setzte man einen weiteren Vantage für das Quartett Freymuth / Svepes / Hudelmauer / Negroni und einen Porsche 911 GT4 für drei Italiener und den Piloten Olaf Schrey ein. Die Zielflagge kassierte freilich nur ein Wagen – der #60 Vantage, auf dem Hauschild / Pflanz / Rice / Lewis nach 133 Runden als Sechste der SP10-Klasse abgewunken wurden.

Vor dem Rennen erzählte uns Teamchef Michael Budde etwas zur Geschichte seiner Rennleidenschaft die sich mittlerweile zu einem ausgewachsenen Rennteam mit vier Autos und 60 Mitarbeitern Mannstärke bei den 24h manifestiert hat. „Ursprünglich sind wir im Dacia Logan Cup gestartet, in dem ich zuerst meinen Sohn Kim Hauschild unterstützt habe und in dem wir zuletzt bis zu vier Fahrzeuge eingesetzt hatten. Von dort aus haben wir uns in die VLN Langstreckenmeisterschaft weiter entwickelt. Dort traten wir einige Zeit mit einem Porsche 996 Cup an. Unser Fahrzeugpark umfasst mittlerweile sieben Rennwagen - 3 Aston Martin Vantage GT4, 2 Porsches, einen Seat und einen BMW. Zu den Aston Martin sind wir per Zufall gekommen. Ich bin Autohändler und habe einmal einen Rennwagen von einem Kunden in Zahlung genommen. Unser Pilot Karl Pflanz hat mich dann überredet, den Wagen auch mal am Nürburgring einzusetzen.

 Ich persönlich finde die Fahrzeuge der GT4-Klasse genial günstig zu betreiben, wenn man sie im Vergleich zu den GT3 betrachtet. Zwar werden nun auch in die GT4 immer mehr Rennteile aus den GT3 nachhomologiert, was zu steigenden Kosten führt, aber wir reden hier schon noch von anderen Kosten-Dimensionen als in der GT3. 68hrt.jpgEinen Vantage in voller GT4-Spezifikation kann man inklusive aller Langstreckenteile für 150T€ neu bekommen und dann haben Motor und Getriebe ein Wartungsintervall von 10000 km, was in etwa zwei 24h-Rennen entspricht. Zudem sind es schöne Autos, mit denen sich richtige Rennen fahren lassen.“

In diesem Jahr absolvierte die Truppe von Budde bereits das 24h-Rennen in Dubai, das man mit dem besten Fahrzeug auf dem 30. Gesamtrang als 5. der SP3/GT4-Klasse im dortigen Reglement abschliessen konnte. Doch die 24h am Ring  - eindeutig der Höhepunkt der Saison für die Heeslinger Mannschaft - sind noch nicht der letzte Marathon in diesem Jahr. „Wir planen noch am 7.-9. September die 24h von Barcelona mit vier Autos zu bestreiten. Dort sollen dann zwei Aston Martin, ein Porsche und ein Seat von uns betreut werden. Einzelne Fahrerplätze für dieses Rennen sind prinzipiell noch zu haben“, so Budde.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 24. Mai 2012 )
 
24h Nürburgring 2012 - die Kurzfassung Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Dienstag, 22. Mai 2012

Dieses 40.te 24 Stunden Rennen am Nürburgring 2012 (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) hielt, was man sich im Vorfeld von ihm versprochen hatte. Die etwa 100.000 Zuschauer an der Strecke sahen auch in diesem Jahr eine spannende Jubiläums-Ausgabe, die mit dem ersten Sieg von Audi endete. Das ausgerechnet der von Phoenix eingesetzte Bilstein-R8 LMS ultra gewinnen konnte - ein Auto das in diesem Design schon seit drei Jahren antritt - dürfte dem Wagen endgültig den Kultstatus sichern. Aber auch abseits der Siegermannschaft Basseng / Haase / Stippler / Winkelhock, die alle ihren ersten Sieg beim Klassiker am Ring einfuhren, gab es reichlich Helden am Ring - meist tragische - zu feiern.

Im Endeffekt hatten in diesem Jahr nur drei Hersteller in der Gesamtsiegerklasse der SP9/GT3 die Möglichkeit zum Sieg. Porsche wurde durch die BoP an einem 12. Sieg gehindert. Zwar hatte der ADAC die Tankgrössen wider Erwarten richtig einjustiert bekommen (alle Hersteller schafften 9 Runden mit einem Tank), doch die Tankrestriktoren, die den Porsches eine längere Standzeit bei jedem Boxenstop einbrockten, kosteten die Teams mehr Zeit als die Piloten auf der Strecke wieder gut machen konnten. So wurde der Kreis der Siegerkandidaten vorschnell auf die Mannschaften von BMW, Audi und Mercedes eingedampft.

Als Ergebnis des erstmals unter grosser positiver Resonanz durchgeführten Top-40 Qualifyings stand der Schubert Motorsport-BMW Z4 GT3 von Uwe Alzen auf der Pole des 171 Starter umfassenden Teilnehmerfeldes. Einen frühen Reifenschaden machte die Truppe mit einem affenartigen Gesamtspeed schnell wieder wett. Bis in die Nacht hinein führte die Oscherslebener Mannschaft, ehe eine gebrochene Antriebswelle die Galavorstellung an der Spitze beendete. Das etwas verhaltener antretende Schwesterauto wurde am Sonntag vormittag ebenfalls von Problemen am Antriebsstrang eingebremst.

Somit fiel die Führung um 4 Uhr Nachts an die Teams von Audi und Mercedes. Im zunächst führenden blaue Playstation-Phoenix-Audi stolperte Christopher Mies am frühen Sonntag-Morgen über einen der Black Falcon-Z4, was einen Frontschaden und 4 Runden Reperatur-Rückstand bedeutete. In der folgende Regenphase wurden dann der zunächst führende Rowe-Mercedes SLS AMG GT3 an die Spitze gespült. Diesen kostete in der Endphase des Rennens eine Reparatur an der Hinterachse den Sieg oder einen Podiumsplatz.

Dadurch kam am Ende der Bilstein-Audi an die Spitze, der gefolgt vom Mamerow-Audi und dem schnellsten der Hankook-Mercedes, der P2 nach einem Reifenschaden verlor, den Sieg einfahren konnte. Den kuriosen Ausfall des Manthey-Porsches 4s vor dem Schluss, der sich am Ende trotz einiger Unfallschäden Platz 4 verdient hätte, war aus der Sicht der Weissacher hingegen der Negativ-Höhepunkt des Rennens.

Es gibt sicherlich noch viele weitere Aspekte die dieses Rennen auszeichneten. Weit von einer Entscheidung um den Rennsieg waren noch die Aston Martin Vantages entfernt, die mehr Defekte als erwartet zu verdauen hatten; bis zu einem anvisierten Kampf um den Rennsieg im kommenden Jahr bleibt noch eine Menge für den britisch-deutschen Hersteller zu tun. Die nervös liegenden McLaren MP4-12C GT3 wurden noch am Samstag allesamt Opfer von Unfällen. Die Haribo-Corvette bremsten ebenfalls Unfallschäden. Einige weitere Details werden wir in den kommenden Tagen aufzuarbeiten versuchen.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 22. Mai 2012 )
 
PCC Nordschleife - Estre als Herr des Rings Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Porsche Pressetext   
Montag, 21. Mai 2012

pcc4b.jpgCarrera-Cup-Rookie Kévin Estre feierte am Samstag seinen Premierensieg im Porsche Carrera Cup Deutschland. Mit 8,784s Vorsprung überquerte der Franzose im Team Hermes Attempto Racing beim Saison-Highlight auf der Nürburgring-Nordschleife den Zielstrich. Zweiter wurde der zweimalige Saisonsieger und tolimit-Pilot Sean Edwards vor seinem Teamkollegen René Rast.

Estre kam nicht als unbeschriebenes Blatt in den Traditionsmarkenpokal. Der 23-jährige ist nicht nur amtierender Meister des französischen Carrera Cup. Er zeigte im vergangenen Jahr als Neuling im Porsche Mobil1 Supercup mit einem Sieg und dem Gewinn der Rookie-Wertung sein außerordentliches Fahrtalent. Auf der 25,378 Kilometer langen Kombination als Grand-Prix-Kurs und legendärer Nordschleife startete Estre als Fünfter ins Rennen. Mit einem prächtigen Start und einem beherzten Überholmanöver am Trainingsschnellsten Philipp Eng im MRS GT-Racing-911er vorbei, setzte sich Estre an die Spitze des Feldes, noch bevor die 24 Piloten in die Nordschleife abbogen. Der Rookie fuhr ein fehlerfreies Rennen und passierte den Zielstrich als Erster. „Das Rennen war wirklich hart! Nach einem guten Start war ich nach der zweiten Kurve fast schon Erster, aber Philipp Eng hat zugemacht. Ich wusste, wenn ich das Rennen gewinnen will, muss ich sofort vorbei und einen Abstand zwischen mir und die Anderen legen. pcc4c.jpgDas Überholmanöver an Eng war hart, aber fair. Dann habe ich total gepusht. Nicki hat später aufgeholt und war zum Schluss fast an mir dran. Die letzten paar Kilometer waren verrückt, denn ich musste um die 20 Clios überholen und war komplett in der Wiese. Es ist fantastisch, mein erstes Carrera-Cup-Rennen ausgerechnet auf der Nordschleife gewonnen zu haben. Ich bin überglücklich.“

Hinter ihm bot der fünfte Saisonlauf jede Menge Zweikämpfe und spannende Überholmanöver. Der Zweitplatzierte Sean Edwards war in der Anfangsphase auf Rang 4 zurückgefallen. Erst biss er sich an Philipp Eng die Zähne aus, dann zog auch noch Nicki Thiim am Briten vorbei. Erst zur Mitte des Rennens schnappte sich der amtierende Vize-Champion Edwards den Trainingsschnellsten Eng, doch Estre und Thiim waren auf und davon. Am Ende fiel Edwards der zweite Rang quasi in den Schoß. Nicki Thiim verschätzte sich beim Versuch, an einem zu überrundenden Renault Clio – der Porsche Carrera Cup startete zusammen mit anderen Markenpokalen in das Rahmenrennen auf der Nordschleife - vorbeizukommen. Die Autos berührten sich, Thiim musste mit zwei Rädern in die Wiese und fing sich einen Reifenschaden ein. Von der unglücklichen Thiim-Aktion profitierte Routinier René Rast. pcc4d.jpgDer Vorjahressieger war nur als Zehnter gestartet, spielte aber im Laufe des Rennens seine ganze Erfahrung aus. Besonders bemerkenswert: In der vorletzten Rennrunde überholte der zweimalige Supercup-Meister gleich drei Konkurrenten ein- und ausgangs der Startzielgeraden.

Dem erfahrenen Norbert Siedler im Konrad Motorsport 911er, der im vergangenen Jahr an gleicher Stelle die Trainingsbestzeit und Rang 2 im Rennen geholt hatte, gelang mit dem vierten Platz in diesem Jahr sein bislang bestes Saisonresultat. Jaap van Lagen (Land Motorsport) bestätigte mit einem weiteren Top-Fünf-Resultat seine konstant gute Form. Auf Platz 6 kam ein etwas enttäuschter Philipp Eng ins Ziel. Der Überraschungs-Pole-Sitter aus Österreich musste in seinem erst sechsten Carrera-Cup-Rennen und dem ersten auf der trickreichen Nordschleife Lehrgeld bezahlen. Siebter wurde der ehemalige Formel-1-Testfahrer Michael Ammermüller vor Nicki Thiim auf Rang acht.

Am Montag, dem 21. Mai, strahlt der Nachrichtensender N24 um 18:30 Uhr das 30-minütige „Porsche Carrera Cup Magazin“ aus. Sport1 sendet die Carrera-Cup-Highlights am Samstag, 26. Mai, von 17:45 bis 18;15 Uhr. Die nächsten beiden Läufe werden am 2. und 3. Juni auf dem Red Bull Ring in Spielberg ausgetragen.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 21. Mai 2012 )
 
Rennberichte zu den 24h am Nürburgring ... Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Sonntag, 20. Mai 2012

... sind unter diesem Link verfügbar. Der Klassiker auf der Nordschleife wird in diesem Jahr zum 40. Male ausgetragen. Wer wird dieses Mal die Nase vorne haben? BMW zum 20. Male? Porsche mit dem 11. Sieg? Oder gelingt Audi oder Mercedes der Premierensieg? Am Sonntag um 16 Uhr werden wir die Antwort darauf geben. Alles Wissenswerte wird bis dahin in unserem Rennbericht gesammelt.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 17. Mai 2012 )
 
24h Nürburgring - die GT in den restlichen SP-Klassen Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Mittwoch, 16. Mai 2012

p45comptesthock.jpgAuch abseits der reinen Sportwagen-Klassen gibt des bei den diesjährigen 24h am Nürburgring vielen engagierten GT-Teams die Daumen für Klassensiege in ihren Kategorien zu drücken. Wir haben uns diesbezüglich die Teilnehmerliste einmal angeschaut:

Flaggschiff der Sportwagenfans ist in diesem Jahr sicherlich wieder der P4/5 Competitione der Scuderia Glickenhaus. Der mittlerweile vom Aufbauteam N-Technology um das Ferrari-KERS-Hybridsystem ergänzte Wagen tritt als Einzelkonstruktion in seiner eigenen Klasse E1-XP-Hybrid an und ist das einzige Fahrzeug im Feld, das auf die angesagte Antriebstechnik vertraut. Während beim carbonschwarzen Exoten, den das nebenstehende Bild beim letzten Funktionstest in Hockenheim zeigt, das Finish im Vordergrund steht, ist bei den Fahrzeugen der alternativen Treibstoffklasse (AT) das Feld schon umkämpfter. Hier hält die Mannschaft von Titus Racing mit ihrer LPG-Viper den Wettbewerb gegen 6 Mitglieder der Tourenwagenfraktion aufrecht. Bei den Diesel-Fahrzeugen (4 Autos) dürften die hiesigen Fans dem britischen Jaguar-Team mit ihrem XF-S die Daumen drücken.

In der kleinsten Hubraumklasse der SP2T kann man sich auf das Duell von 6 Minis (darunter 4 der im letzten jahr debütierten John Cooper Works Coupés) gegen 2 Peugeot RCZ freuen. Auch in der SP3 wird es interessant, da neben diversen BMW, VW Golf, Clios und dem seligen Manta je 2 Honda S2000 und Toyota 86 – eingesetzt vom japanischen Gazoo Team – das Feld verstärken. Subaru, Audi TT, Seat Leon und VW Scirocco heissen hingegen die Protagonisten in der SP3T-Klasse, die mit 15 Fahrzeugen (SP3: 16) bestens besetzt ist.

In der SP4T (8 Starter) wird den 5 antretenden Audi TT RS ein Überraschungspotential eingeräumt – besonders weil den Wagen bei widrigen Wetterbedingungen schon einmal ein Überraschungssieg im vergangenen Jahr gelang. Allerdings sind auf den Wagen von Raeder Motorsport, der FH Köln, Besaplast Racing und MSC Odenkirchen nur schnelle Nordschleifen-Amateure und nicht wie seinerzeit beim Sieg Vollprofis am Werk.

In der SP6-Klasse ist noch eines der Z4-Coupés – BMWs erste Fingerübung in Sachen GT-Sport bevor man auf die GT3 umsattelte – und ein Cayman S engagiert. Mehr davon finden sich in den seriennahen Klassen: Nicht weniger als 6 Z4, ein Z3 und 3 Porsche Cayman verteilen sich auf die Kategorien V5 und V6. Die dort engagierten Mannschaften sorgen dafür, dass das M3-Einerlei der vergangenen Jahre vergessen wird und würzen die Kategorie mit einem Schuss GT-Sport.

Top-20 Kandidaten finden sich mit Ausnahme des Competitione zwar nicht in diesen Reihen, aber dem ein oder anderen Team dürfte am Ende eines sicherlich angesichts der Wetteraussichten vertrackten 24h-Rennens ein Platz in den Top-40 winken. Top-20-Plätze dürften für diese Mannschaften angesichts der starken Konkurrenz aus den Klassen SP10-SP7 wie ein Sieg zu werten sein.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 16. Mai 2012 )
 
24h Nürburgring - SP8-Vorschau Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Maximilian Metzemacher   
Mittwoch, 16. Mai 2012

lexus_sp8gteins.jpegDie SP8 und SP8- T Klasse ist traditionell die größtvolumigste Klasse im 24h Reglement.

Dieses Jahr starten 2 Nissan GT-R, 2 Aston Martin, wovon einer ein V12 Zagato und einer ein Vantage N24 ist, ein Hyundai Genesis Coupe, der bekannte Lexus LFA, die Gutroff-Corvette sowie ein Audi A8 von Derichs Rennwagen. Damit sind dieses Jahr deutlich weniger Fahrzeuge am Start wie letztes Jahr. Damals waren noch die Werkseinsätze von VW, Lexus und Aston Martin einer der Höhepunkte am Nürburgring. Dieses Jahr gibt es lediglich einen Lexus LFA von Gazoo Racing, dafür setzt man dieses Mal zusätzlich auf andere Modelle. Dennoch sollte der Lexus der Top Favorit auf den Klassensieg sein. Mit den drei Japanern Kinoshita / Iida / Wakisaka ist das Fahrzeug mit Testfahrern mit Nordschleifen-Erfahrung unterwegs. Ernsthafter Konkurrent werden jedoch dieses Jahr die Nissan-Mannschaften, die zusammen mit Schulze Motorsport zwei GT-R Modelle an den Start bringen. Gefahren werden die beiden Wagen von den Testfahrern Suzuki / Tanaka / Hoshino / Krumm und Yamauchi / Yamamoto / Schulze / Ordonez. Die beiden Aston Martin werden, wie schon in den letzten Jahren, vom Aston Martin Test Centre eingesetzt. Natürlich greift der Chef auch dieses Jahr wieder selbst ans Volant. In dem Aston Martin Zagato V12 werden neben Dr. Bez auch Schuhbauer / Porritt / Meaden an den Start gehen. Auf dem zweiten Fahrzeug sitzt der Australier Mal Rose, der in den letzten Jahren noch den V8-Boliden aus der australischen Supercars Serie an den Start gebracht hat.

Ein deutsches Team setzt den Hyundai Genesis Coupe ein, der den Fans schon aus der Langstreckenmeisterschaft bekannt ist. Der 4l V6-Motor auf Basis des Serienfahrzeugs soll rund 420 PS liefern und ist vielleicht einer der Geheimfavoriten auf den Klassensieg, sollten die technischen Probleme der letzten Rennen aussortiert sein.Die Teambesitzer Peter und Jürgen Schuhmann: „Ein erfolgreicher 24h-Einsatz ist nur dann gewährleistet, wenn wirklich alle Teammitglieder, vom Caterer über den Mechaniker bis zum Fahrer an einem Strang ziehen! Dass eine große Portion Glück hinzukommen muss, versteht sich bei all den Unwägbarkeiten, die 1440 Rennminuten so mit sich bringen, von selbst." Ein weiterer erfreulicher Punkt ist die Nennung der Guttroff-Corvette, die im letzten VLN Jahr von Bonk Motorsport eingesetzt wurde. Ebenfalls ist dieses Jahr wieder einer der A8-Limousinen von Derichs Rennwagen am Start, die sicherlich ohne technische Probleme, aber fehlendem Speed am Ende weit abgeschlagen die Ziellinie überqueren werden.

Leider dieses Jahr nicht mit von der Partie ist Götz Motorsport mit ihren Audi RS4 - aufgrund von Personalmangel musste man die 24h absagen.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 16. Mai 2012 )
 
24h Nürburgring: SP9 - die Gesamtsieger-Klasse Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Simon Sommer   
Dienstag, 15. Mai 2012

startbild_gt-eins_format.jpgGanz klar: Die meisten Favoriten für den Gesamtsieg beim 40. 24 Stunden Rennen am Nürburgring lassen sich in der Klasse SP9 finden. Doch nicht nur beim Blick auf den Gesamtsieg erscheint die Gruppierung der GT3-Fahrzeuge interessant, auch die Markenvielfalt in der SP9 erschwert das Benennen eines eindeutigen Favoriten.

Neben 7 Audi R8, 6 Porsche 911, 6 Mercedes SLS AMG GT3 und 5 BMW Z4 GT3, gesellen sich drei McLaren MP4-12C GT3, zwei Aston Martin Vantage, ein Ford GT und eine Callaway Competition Corvette zu der Liga der auf dem FIA-GT3-Reglement basierenden Rennwagen. Während die Exoten von Ford, Chevrolet, Aston und McLaren eher nicht zu den klaren Gesamtfavoriten gehören, kann man im Vorfeld unter den deutschen Fabrikaten nur schwer einen eindeutigen Favoriten benennen.

porscheslauf1.jpgAls ersten Favoriten gilt es den Porsche 911 GT3 R vom Team Manthey Racing zu benennen. Auch wenn der gelbgrüne Bolide, der in den vergangenen Jahren den Klassiker des Öfteren dominierte, dieses Jahr nicht am Rennen teilnimmt, stellt das Team Manthey mit enormer Erfahrung im Ausdauerrennen einen klaren Favoriten dar. Während der Nadelstreifen- Porsche in den vergangenen VLN Läufen mit Gesamtsiegen punkten konnte, belegte das Fahrzeug des Wochenspiegel-Teams weniger erfolgreiche Platzierungen. Deshalb sorgt die Umbesetzung der Fahrer Marc Lieb, Lucas Luhr, Jochen Krumbach und Romain Dumas auf das Wochenspiegel-Fahrzeug zunächst für etwas verwirrte Blicke bei den Fans. Auch der Porsche 911 GT3 R von Timbuli Racing wartet mit Marc Hennerici, Marco Seefried, Norbert Siedler und Pilot Busch nur auf die Hatz über die Nordschleife - dieses Team sollte man auch auf keinen Fall von der Favoritenliste streichen.

Neben den Porsche kommen auch die BMW Z4 GT3 für einen Gesamtsieg in Frage. Vor allem der Schubert Motorsport-Z4 mit der Startnummer #19 mit Müller / Müller / Alzen / Adorf glänzt mit einer quasi perfekten Besatzung. Der zweite Z4 GT3 des Teams ist mit Hürtgen / Schwager / Bastian / Adorf equivalent gut besetzt. Schubert konnte in den vergangenen Jahren viel Erfahrung sammeln und gehört somit eindeutig zum Favoritenkreis. Weitere BMW Z4 GT3 von den Teams Marc VDS sowie Vita4One Racing sind ebenfalls gut besetzt und kommen für den Gesamtsieg oder Podiumspositionen in Frage. audi_r8sp9.jpg

Als dritte Favoriten sind die Audi R8 LMS ultra zu nennen. Während die Zuverlässigkeit in den vergangenen Jahren einen Sieg verhinderte, stellt sich Audi mit dem weiter entwickelten Ultra deutlich besser auf. Es wurde sowohl an der Performance als auch an der Zuverlässigkeit gearbeitet, somit steht einer guten Platzierung eigentlich nichts mehr im Wege. Vor allem die Mannschaften Audi Sport Team Phoenix und das Speedhunters Team WRT stehen mit einer guten Fahrerbesetzung ganz oben auf der Liste der Audi-Fans. Auch Raeder Motorsport sammelte die vergangenen Jahre viel Erfahrung und sollte nicht unterschätzt werden. Wie die Audis letztendlich mit dem erhöhten Spritverbrauch gegen die Konkurrenz da stehen, zeigt sich erst im laufenden Rennen. Ebenso bleibt der Nutzen des etwas größeren Tankvolumens der Audi noch abzuwarten.

blackfalconsp9.jpgLetzter großer Favorit der Klasse SP9 ist Mercedes-Benz. Dass die Mercedes SLS AMG GT3 schnell sind, bewiesen sie schon oft, doch ein Sieg bei dem legendären 24h Rennen auf den Nürburgring war bisher nicht realisierbar. Auch in diesem Jahr wird der Kampf gegen die Uhr und die anderen Teams kein leichtes Unterfangen für die Boliden aus Stuttgart. Die Piloten der Teams Black Falcon und Rowe Racing fahren auf einem konstant guten Niveau, doch ob sie sich gegen die großen Namen der Konkurrenz beweisen können, wird auch erst am Sonntagnachmittag feststehen.

Resümierend ist festzuhalten, dass der Kampf an der Spitze in diesem Jahr so hart wie noch nie wird. Alle Fahrer müssen das Material bis zum Limit belasten, um am Ende ganz vorne zu stehen. Wer letztendlich das 40. 24h Rennen auf dem Nürburgring für sich entscheidet, können die Fans also am Wochenende mit Spannung verfolgen!

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 15. Mai 2012 )
 
24h Nürburgring SP10 - 13 Teilnehmer in der GT4-Klasse Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 14. Mai 2012

matholsp10.jpg13 Teilnehmer zählt laut der aktuellen Version der Nennliste des 40. 24 Stunden Rennens am Nürburgring die Klasse der SP10-/GT4-Fahrzeuge. Das sind nicht nur ein Rekordfeld in der vor drei Jahren eingeführten Kategorie, sondern mit Verlaub gesagt gar nicht so viel weniger Autos wie der selige FIA-GT4 Europacup zu seinen Zeiten als durchschnittliche Teilnehmer für die Sprintrennen hatte. Vielleicht sollte SRO-Chef Stephane Ratel erwägen die GT4-Europa-Meisterschaft ebenfalls als Langstreckenkategorie im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft auszuschreiben – dann hätte die Meisterschaft zumindest weiter Bestand im FIA-Klassengefüge – aber das ist eine andere Baustelle ...

Schauen wir aufs ringrelevante Teilnehmerfeld für den Klassiker: 5 Aston Martin, 4 BMW M3-GT4 , 2 Ginetta G50 GT4 und 2 Porsche 997 GT4 stellen sich dem Kampf zweimal rund um die Uhr. Das grösste Kontingent stellen die Astons, die mit verschiedenen Versionen des GT4-Vantages am Start sind. Hier sind die Teams Mathol Racing, das von Mathol eingesetzte Avia Team Bradtke, ein privater Vantage unter der Nennung von Jochen Hudelmaier und das Hamburg Racing Team engagiert, wobei letztere neben einem eigenen Aston auch den Vantage GT4 des argentinischen Quartetts Silva / Martinez / Balbiani / Chahwan und einen zusätzlichen Porsche GT4 für bislang zwei italienische Piloten einsetzen. walkenhorstsp10.jpgHeissester Siegeskandidat ist der durch Mathol-Abstimmungstechniker Wolfgang Weber am Besten auf die Nordschleife angepasste Mathol-Aston, der bislang auch 2 der 3 VLN-Läufe gewinnen konnte und beim letzten Lauf auf P2 der Klasse ins Ziel kam. Schärfste Marken-Konkurrenten dürften die HRT-Piloten Kai Hauschild und Karl Pflanz sein, die nach einem Podium beim 2. VLN-Rennen beim 24h-Rennen mit amerikanischer Unterstützung – die ex-ALMS -Piloten Vic Rice und Shane Lewis sind hier an Bord – die Klassenfavoriten herausforden wollen.

Die BMW-Fraktion besteht aus den Wagen von Dörr Motorsport, Scheid Motorsport, Bonk Motorsport und Walkenhorst Motorsport. Einzig das Team von Henry Walkenhorst konnte bislang bei allen vorbereitenden Läufen aufs Podium klettern und sogar den dritten Lauf mit dem Klassensieg abschliessen. Allerdings sollte man auch den Eifelblitz mit der sogar gesamtsieg-erfahrenen Mannschaft von Scheid Motorsport - lang ist's her - nicht aus der Rechnung für den Gesamtsieg ausser Acht lassen.

Neben HRT bringt auch die Mannschaft von Viebahn Rennsport einen Porsche GT4 für den Klassiker am Ring an den Start. Die Ginetta-Fraktion zeigt sich nach dem Unfall des britischen G50 greenmambasp10.jpgvon Knox / Richards, der zum Rennabbruch beim 3. VLN-Lauf führte, auf nur noch zwei Fahrzeuge eingedampft. Neben einem italienischen Fahrzeug des Nova Racing Teams wird auch die deutsche Ring-Truppe von Green Mamba Racing das Rennen wieder in Angriff nehmen.

Im letzten Jahr siegte in der SP10 der 2012 nicht mehr engagierte Pole-Promotion-M3 von Rostek / Simonsen / Landmann / Kraeling drei Runden vor dem Green Mamba-Ginetta und dem eine weitere Runde zurückliegenden Dörr-M3. Es darf erwartet werden, das die Klasse auch 2012 wieder ein spannendes Rennen im Rennen abliefern wird, dessen Ausgang zwischen den vier beteiligten Marken erneut sehr offen sein wird.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 14. Mai 2012 )
 
40.te 24h am Ring - SP7 Vorschau Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Maximilian Metzemacher   
Montag, 14. Mai 2012

kremer_sp7gteins_format.jpegDie Klasse SP7 ist dieses Jahr mit 19 Fahrzeugen besetzt - 18 davon gehören der Porsche-Fraktion an, lediglich ein Nissan 370Z hat es neben der Armada aus Weissach auf die Starterliste geschafft. Dennoch lohnt es sich, dort einmal genau nachzulesen, denn auf dem Nissan sind mit Frank Hufstadt und Wolfgang Drabiniok die beiden bekannten Stimmen des Nürburgring-Fan Radios genannt. Interessant hierbei wohl die direkten Eindrücke von der Strecke, die nach dem Stint direkt an die Fans weitergegeben werden können. In der VLN startete man noch beim 2. Lauf in der Klasse V4 in einem BMW 325i.

Neben den beiden rasenden Reportern ist die besser als Porsche Cup-Klasse bekannte SP7 stark besetzt. Neben einigen schon seit vielen Jahren regelmäßig teilnehmenden Gaststartern, wie etwa dem aus Schweden kommenden Porsche Zentrum Väst oder Moore Motorsport, sind auf mehreren Fahrzeugen erfahrene Nordschleifencracks am Steuer. Startnummer #12 vom Wochenspiegel Team Manthey mit dem GT3 MR und  den Fahrern Weiss / Kainz / Jacobs / Krumbach aber auch die Startnummer #14 ebenfalls von Manthey Racing  mit Kräling / Gindorf / Scharmach / Schelp sind am Sonntag, sollten die Fahrzeuge durchkommen, sicherlich in den Top-15 zu erwarten. Georg Weiss dazu: „ Ich habe einen Traum. Ein Wochenspiegel-Porsche kommt aufs Podium, der andere fährt in die Top 10."

Ebenfalls stark besetzt ist der GT3 Cup von Teichmann Racing #50 mit Nicolas Kentenich und Andreas Gülden. Nach dem Comeback im letzten Jahr ist auch das Kölner Kremer Racing-Team dieses Jahr wieder mit zwei Fahrzeugen am Start. Die Speerspitze ist sicherlich der modifizierte 997 Cup KR, der mit den Fahrern Kaufmann / Heger / Schornstein / Küke ein großes Wörtchen mit um den Klassensieg sprechen wird. Auch Ringexperte Olli Martini rechnet  dem Kölner Team mit dieser Besetzung eine Chance auf eine Top-15 Platzierung aus.teichmanncupgteins.jpeg

Timbuli Racing ist neben der SP9 auch in der SP7 mit einem Cup Porsche vertreten. Mit der Startnummer #47 und den Fahrern Busch / Allgäuer / Al-Azhari bleibt abzuwarten, ob man die Favoriten in der Klasse bis Sonntag Nachmittag ärgern kann. Diese VLN Saison sehr schnell unterwegs waren auch die Fahrer der Startnummer #54 mit Forbes / Horn /  Zöchling / Wirtz könnte hier der lachende Dritte im Kampf um den Klassensieg am Start stehen.

Insgesamt sind unter den 18 Porsche-Fahrzeugen einige verschiedene Cup-Modelle, die neben unterschiedlichen Baujahren auch unterschiedliche Modifikationen der Teams bekommen. Genannt wurde oben schon der GT3 MR oder KR. Vielen Fans wird sicherlich auch der Sex Bomb-Porsche bekannt sein. Dieser Porsche, der schon seit vielen Jahren auf der Nordschleife unterwegs ist, besitzt ein R-Bodykit, welches an die GT3-Version angelehnt ist. Das Fahrzeug ist also nichtmehr ein 996 mit RSR-Optik sondern gehört der 997 Baureihe an. Pilotiert wird das Fahrzeug von Destrée / Jodexnis / Schratz / Michaelian.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 14. Mai 2012 )
 
40.te 24h am Ring - Vorhang auf zur Schlacht! Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Sonntag, 13. Mai 2012

Es ist das Rennen der Superlative: 176 Teams mit an die 750 Piloten starten am kommenden Samstag auf eine fast 4000km lange Reise über die grösste Rennstrecke der Welt. Zum 40. Mal wird das 24 Stunden Rennen am Nürburgring ausgefahren. Dieses Rennen, das um so viel anders ist als so manche Endurance-Veranstaltung, ist in diesem Jahr umkämpfter denn je. Die 2009 vollzogene Einführung der GT3-Klasse hat abseits der bis dato erfolgreichen Sonderkonstruktionen eine Spitzengruppe entstehen lassen, die nun 20-30 Autos breit ist. Audi, BMW, Mercedes und Porsche kämpfen mit ihren Privatmannschaften um den Sieg - wobei Audi mit dem Semi-Werksteam von Phoenix Racing und den starken Privatiersmannschaften von WRT Raeder Motorsport und Mamerow Racing auf weitere Podiumskandidaten hofft.

In der 39-jährigen Geschichte haben sowohl Audi als auch Mercedes noch nie den Klassiker gewinnen können. Dies ist insbesonders den Ingolstädtern ein Dorn im Auge, obwohl ihre spritdurstigen V10-Wagen seit zwei Jahren vom Reglement des ADAC Nordrhein mit höheren Tankvolumina (125l) statt der Porsche (100l / Cup-Fahrzeuge nur 90l) bedacht werden - angesichts Audis demonstriertem Willen zum Sieg ein heikles sportpolitisches Thema.

Da steht Konkurrent BMW schon besser da: Die Münchner schielen auf den 20. Sieg auf der Nordschleife. In Abwesenheit der offiziellen Werksmannschaft sollen die Privatteams mit den BMW Z4 GT3 es richten - allen voran Schubert Motorsport, Vita4One-Racing und Marc VDS. BMW´s Wohnzimmer ist die Nordschleife trotz dieser eindrucksvollen Bilanz noch lange nicht - dafür hat Porsche in Gestalt von Olaf Mantheys Team dem Münchner Hersteller zu lange die Butter vom Brot geholt. 11 Siege - davon 5 in den letzten 10 Jahren - gingen an die Zuffenhausener.

Ein paar statistische Daten zum Feld aus der Nennliste vorneweg: 176 Teams werden am kommenden Samstag in 20 Klassen an den Start gehen. 25 Hersteller (Aston Martin, Audi, BMW, Corvette, Viper, Ford, Ginetta, Honda, Hyundai, Jaguar, Lexus, McLaren, Mercedes, Mini, Nissan, Opel, Porsche, Renault, Seat, Toyota, Subaru, Volvo und VW) sind involviert. Die Teams kommen in diesem Jahr aus 12 Nationen. In den kommenden Tagen folgen wie gewohnt die Überblicke über die sportwagen- und gesamtsiegrelevanten Klassen. Am Donnerstag beginnt dann die Vor-Ort-Berichterstattung unserer Seiten vom Ring.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 13. Mai 2012 )
 
40.ADAC Zurich 24h-Rennen Pressekonferenz Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Maximilian Metzemacher   
Donnerstag, 3. Mai 2012

Etwa 150 Vertreter aus Presse, Fernsehen und dem Deutschen Motorsport hatten sich gestern im  Nord-Komplex der Köln Messe zur offiziellen Pressekonferenz für das 40. ADAC Zurich 24h Rennen zusammengefunden. Eine große Neuerung dieses Jahr wird der Auftritt der ARD am Nürburgring sein. Mit einem eigenen Team wird man etwa 90 Minuten aus der Eifel berichten.

Die neue Trophy zwischen dem 24h Rennen auf dem Nürburgring und in Spa ist auch bereits bekannt. Interessant war hier jedoch die Info, dass auch Le Mans Interesse bekundet hätte, in eine Trophy einzusteigen. Dieses Jahr wird auch zum ersten Mal ein eMagazin von den Zuschauern und Fans einsehbar sein. Dort kann man interaktiv am PC oder am Smartphone durch ein Heft Blättern, das mit vielen Informationen rund um die Veranstaltung aufwartet. Dieses Magazin ist manchen Fans  schon vom 24h Rennen in Dubai bekannt. Bei der anschließenden Fahrer-Talkrunde waren sich alle anwesenden Fahrer einig, dass dieses Jahr nur ein Null-Fehler-Job zum Sieg führen kann. Olaf Manthey lehnte sich dann am weitesten aus dem Fenster und meinte, nach seinem richtigen Tipp vor zwei Jahren auf BMW würde er dieses Jahr wieder auf einen BMW-Sieg setzen. Ebenfalls sei der Moskovskaya-Porsche noch nicht zu 100% finanziert.

Nach der Vorstellung des 24h Rennen-Soundtrack ging es dann vor die Tür, um ein paar Demo-Runden der Fahrer zu genießen, bei der neben den Boliden des 24h Rennens auch ein paar Teilnehmer des 24h Classic ein paar heiße Runden drehten.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 3. Mai 2012 )
 
Rennbericht 54. ADAC ACAS H&R-Cup Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Maximilian Metzemacher   
Dienstag, 1. Mai 2012

moskovskaya_gt-eins_format.jpgDie Generalprobe vor dem 24h Rennen wurde von allen Fans mit Spannung erwartet. Alleine 27 Nennungen in der SP9, dazu die insgesamt über 200 Fahrzeuge, sollten bei tollen Temperaturen für ein spannendes und actionreiches drittes Saisonrennen sorgen.

Im Zeittraining am Samstagmorgen war die Strecke noch etwas nass, daher dauerte es bis zum Ende des Trainings bis die Top Zeiten herausgefahren wurden, so lag zwischendurch sogar der P4/5 auf dem dritten Platz. Die Poleposition sicherten sich im BMW Z4 #19 mit Alzen / Müller / Müller mit einer 8:20,281. Besonders stark präsentierten sich in der Qualifikation die Mercedes SLS, die in den vergangenen beiden Rennen eher hinterher fuhren, diesmal jedoch auf den Plätzen 2, 3 und 4 starteten. Den gleichen Eindruck behielt man nach dem Start: Die Mercedes SLS gaben das Tempo vor und fuhren schnell einige Sekunden Vorsprung auf die Verfolger im Schubert-Z4 und Marc Lieb im Nadelstreifen-Porsche heraus. Die Audis lagen dahinter in Lauerstellung - allen voran die #5 mit Mies / Winkelhock / Rast.

Noch in der ersten Stunde mussten sich dann fast alle SLS aus der Spitzengruppe verabschieden. Zwei Unfälle und Rundenstrafen nach Missachtung der gelben Flaggen ließen den Kampf um den Tagessieg auf eine Fünfergruppe schrumpfen. Aus dieser verabschiedete sich dann die in den bisherigen Saisonrennen starke Nummer #15 nach einem Reifenschaden. Der letzte verbliebene Mercedes SLS fand sich eine Stunde vor Schluss auf einmal in der Box wieder und rutschte im Klassement immer weiter nach unten.

Zwischenzeitlich ging es an der Spitze heiß her. Der Nadelstreifen-Porsche und der BMW Z4 wechselten sich - je nach Boxenstopp -  mit der Führungsposition ab. Nachdem aber Uwe Alzen am Steuer des BMW die Nordschleife glühen ließ, setzte dieser sich auf gut 30 Sekunden vor Jochen Krumbach im Nadelstreifen-Porsche ab.

Die letzten Boxenstops sorgten dann für die finale Reihenfolge. Der Nadelstreifen-Porsche übernahm nun mit Marc Lieb am Steuer erneut die Führung vor dem Schubert-Z4 und Christopher Mies im Audi.

Kurz vor Schluss sah man dann im VLN Fan TV erschreckende Bilder. Die Senke Ende Döttinger Höhe / Tiergarten war übersäht von Trümmerteilen und Streckensprecher Olli Martini fiel sofort auf, dass der Schubert-Z4 in der Spitzengruppe fehlte. Erst die rote Flagge 5 Minuten vor regulärem Rennende brachte dann die Gewissheit, dass es sich um einen Unfall des drittplazierten Schubert-Z4 mit einem britischen SP10-Ginetta von David Knox und Clive Richards handelte. Während Dirk Müller mit dem Schrecken davonkam, wurde Richards zur Untersuchung in Adenau eingeliefert. Es wurden keine schweren Verletzungen festgestellt, so dass er die Klinik noch am Abend verlassen konnte.

Ein Augenzeugenbericht von der Unfallstelle eines unserer Forenmitglieder: „Die beiden müssen sich auf jeden Fall beim Überrunden in die Quere gekommen sein. Vom Ginetta war außer dem Käfig nicht mehr viel übrig. Die komplette Frontpartie lag im Linksknick nach der Bilstein-Brücke verteilt, die Leitplanke war auch auf 30 Meter mächtig verbogen. Den Spuren zu urteilen, hat sich der Ginetta seitlich in die rechte Leitplanke gewickelt und ist dann auf die linke Fahrbahnseite, wo er sich dann noch einmal seitlich überschlagen hat. ..."

Durch die rote Flagge wurde dann das Ergebnis aus der zurückliegenden Runde gewertet. So lautete das Endergebnis wie folgt:

1. Manthey Racing #10 - Lieb / Krumbach
2. Phoenix Racing #5 - Mies / Rast / Winkelhock
3. BMW Team Schubert #19
4. Phoenix Racing #15 - Basseng / Stippler / Haase
5. Manthey Racing #96 - Menzel / Kohler

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