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Dienstag, 22. Juli 2014
Rennserie & der 24h-Klassiker auf der Nordschleife
News zur BfGoodrich Langstrecken Meisterschaft und den 24h am Nürburgring


Dörr Motorsport greift wieder mit dem Alpina an Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Alexander Müller   
Donnerstag, 13. Oktober 2011

drr_alpina.jpgZum neunten Saisonlauf setzt Dörr Motorsport aus Butzbach zum zweiten Mal in dieser Saison den Alpina B6 GT3 ein. Pilotiert werden wird das bullige Fahrzeug von keinen geringeren als Alexandros Margaritis und Dominik Schwager.

Margaritis sicherte sicherte sich vor knapp zwei Wochen den Meistertitel im ADAC GT-Masters, Schwager sammelte seine Erfahrungen besonders in der Japanischen Super GT-Meisterschaft und der FIA GT1 Weltmeisterschaft.
Mit dieser starken Fahrerpaarung hofft Dörr Motorsport zusammen mit Alpina beim vorletzten Lauf der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring noch mal ein Ausrufezeichen setzen zu können.
Teamchefin Evelyn Dörr erklärte im Vorfeld der Veranstaltung: „Als im Vorfeld des 24 Stunden Rennens Alpina die Nennung des B6 GT3 zurückgezogen hat, hat Alpina Teamchef Andreas Bovensiepen den Fans versprochen, dass das Fahrzeug am Ende der Saison noch mal auf die Nordschleife zurückkehren wird. Wir freuen uns, dass wir dieses Versprechen zusammen mit Alpina halten können.“
Mit dem Gewinn des Titels im ADAC GT-Masters blickt Alpina auf eine erfolgreiche Saison zurück. Nun möchten alle Beteiligten noch mal zeigen, dass das Fahrzeug auch auf der Nordschleife konkurrenzfähig ist.

Neben dem B6 bringt Dörr Motorsport auch wieder das BMW Z4 M Coupe, den BMW M3 GT4 und den BMW Mini des ADAC Rookie Teams an den Start. Auf dem Z4 werden Rudi Adams, Stefan Aust und Uwe Ebertz versuchen, den vierten Klassensieg in Folge zu erzielen. Auf dem M3 werden sich Stefan Kenntemich, Reinhard Prenzel und Dennis Trebing abwechseln. Sönke Glöde, Maximilian Schwarz, Dieter Fabisch und Felix Körbel hoffen nach zwei Rückschlägen bei den letzten Veranstaltungen auf ein problemfreies Wochenende und ihre erste Zielankunft mit dem Mini in der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 13. Oktober 2011 )
 
Arno Klasen feiert seinen 25. Gesamtsieg Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Alexander Müller   
Mittwoch, 28. September 2011

vln_8_manthey.jpgStrahlender Sonnenschein rund um die Nürburgring Nordschleife und strahlende Sieger auf dem Podium - Arno Klasen (Karlshausen) feierte beim 43. ADAC Barbarossapreis einen historischen Sieg. Der 44-Jährige bestieg an der Seite von Lucas Luhr (Schweiz) zum 25. Mal in seiner Karriere die oberste Stufe des Siegertreppchens. Das Duo wurde beim achten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing mit einem Vorsprung von 2:35,971 Minuten auf die zweitplatzierten Frank Stippler (Bad Münstereifel) und Christopher Haase (Kulmbach) im Audi R8 LMS von Phoenix-Racing abgewinkt. Für das HARIBO Team Manthey am Start, feierten Mike Stursberg (Wermelskirchen), Hans Guido Riegel (Leubsdorf) und René Rast (Stolzenau) ihre erste Podiumsplatzierung in der populärsten Breitensportserie Europas. Die Veranstaltung des MSC Sinzig markierte aus statistischer Sicht einen weiteren Höhepunkt der laufenden Saison: Luhr/Klasen sind die achten neuen Sieger im achten Rennen, der Porsche 911 GT3 R ist das siebte unterschiedliche Siegerfahrzeug. Eine derartige Vielfalt gab es noch nie in der 35-jährigen Geschichte der Serie. Eine 30-minütige Zusammenfassung des Rennens wird am 30. September um 17:30 Uhr auf dem Sender Sport 1 ausgestrahlt.

vln_8_start.jpg„Ich freue mich riesig über diesen Sieg und bin schon etwas stolz“, sagte Klasen nach dem Rennen. „So ein Erfolg ist nur mit der richtigen Mannschaft und dem richtigen Teamgefährten machbar. Lucas und ich haben heute keine Fehler gemacht. Speziell ich bin stellenweise eher etwas zurückhaltend gefahren. Am Ende hat sich herausgestellt, dass dies die richtige Taktik war.“ Zu Beginn des Rennens hatte Rast das Geschehen an der Spitze des Feldes diktiert. „Das Rennen heute hat mir richtig viel Spaß gemacht“, sagte der 24-Jährige. „Als Cup-Spezialist die ganzen alten Langstreckenhasen hinter mir zu wissen - das war schon toll.“ Im weiteren Verlauf verteidigten die beiden ambitionierten Hobby-Racer Stursberg und Riegel die Position in der Spitzengruppe. „Endlich wurde die Leistung des Teams mit einem Podiumsplatz belohnt“, sagte Stursberg, der den letzten Stint gefahren war. „Auf meinen ersten Metern stellte ich leichte Probleme mit dem Getriebe fest, daher habe ich mir schon ein paar Gedanken gemacht, ob wir es ins Ziel schaffen würden. Umso schöner ist, dass es am Ende noch zu Platz drei gereicht hat.“ In der Schlussphase hatten Stippler/Haase den Sieg vor Augen. In der vorletzten Runde rutschte Stippler dann jedoch in der Arembergkurve auf einer Ölspur aus und schlug in die Streckenbegrenzung ein. „Das war wirklich ärgerlich - wie hatten schon so viel Pech in dieser Saison“, sagte ein enttäuschter Stippler. „Zum Glück konnte ich unseren R8 noch ins Ziel retten, aber zufrieden sind wir mit Platz zwei natürlich nicht.“ Zumindest Haase erreichte sein Minimalziel, Punkte für die Deutsche GT3 Meisterschaft zu sammeln. Neben ausgesuchten Rennen der Langstreckenmeisterschaft gehen in die Wertung des DMSB auch die Rennen des ADAC GT Masters und das 24h-Rennen auf dem Nürburgring ein. Hinter dem Spitzentrio fuhren mit Sabine Schmitz und Klaus Abbelen (beide Barweiler), Michael Illbruck (Unterföhring) und Marco Seefried (Wemding) sowie Georg Weiss (Monschau), Oliver Kainz (Kottenheim) und Michael Jacobs (Roetgen-Rott) drei Porsche-Teams auf die Plätze vier bis sechs. Den schnellsten Mercedes-Benz SLS AMG GT3 pilotierten Michael Zehe (Floersheim), Klaus Rader (München) und Marco Schelp (Berlin) für ROWE RACING auf Platz sieben.

vln_8_audi.jpgIn der Tabelle führen nach acht von zehn Läufen Thomas Kappeler (Bad Saulgau), Harald Hennes (Eschweiler) und Thomas Gerling (Uchte) im BMW M3. Das Trio errang bei den VLN-Specials bis 3.000 ccm Hubraum den fünften Sieg. Seinen ersten Klassensieg in der Langstreckenmeisterschaft feierte hingegen Christian Schmitz (Herresbach). Der Absolvent der Nachwuchsförderung des dmsj und der Motorsportakademie Nürburgring sowie Mitglied des VLN-Clubs MSC Adenau gewann zusammen mit Thomas Koll (Houverath) im Porsche Cayman die Klasse V6 (VLN-Serienwagen bis 3.500 ccm Hubraum).

Der neunte Lauf des Jahres, das 35. DMV 250-Meilen-Rennen des AC Monheim, findet am 15. Oktober statt.

Dieser Bericht stammt von der Homepage der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring.

 
Audi TT RS - Audi eröffnet das Orderbuch Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Audi Pressetext   
Donnerstag, 8. September 2011

Audi Sport customer racing bietet neben dem Audi R8 LMS GT3 künftig einen zweiten Kundensport-Rennwagen an: Die Rennversion des Audi TT RS kann ab sofort bestellt werden. Audi bietet seinen Kunden den TT RS rennfertig zum Nettopreis von 180.000€ in der SP4T-Konfiguration an.

Der 279 kW/380 PS starke frontangetriebene TT RS wurde von der quattro GmbH in Zusammenarbeit mit der Technischen Entwicklung der AUDI AG für die Klasse SP4T der VLN Langstreckenmeisterschaft entwickelt und rund ein Jahr lang intensiv erprobt. Nach dem Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife im Juni gelang Ende August zum Abschluss der Erprobungsphase eine eindrucksvolle Vorstellung: die erste Pole-Position eines frontangetriebenen Fahrzeugs in der Geschichte der VLN und ein Gesamtsieg vor nominell stärkeren Konkurrenten.

Der seriennahe und auf Laufleistung ausgelegte 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbomotor treibt über ein sequenzielles Sechsgang-Renngetriebe die Vorderräder an. Lenkrad-Schaltwippen ermöglichen den Kunden im Rennbetrieb eine volle Konzentration auf das Geschehen. Audi hat für den TT RS eine Rennsport-Karosserie entwickelt, die auf maximale Sicherheit ausgelegt und aerodynamisch sehr effizient ist. Ein aufwendiges Rennsport-Fahrwerk mit vielfältigen Einstellmöglichkeiten sorgt für die Straßenlage und eine besonders ausgewogene Balance.

"Mit dem TT RS steht interessierten Teams der nächste attraktive Kundensport-Rennwagen von Audi zur Verfügung", erklärt Romolo Liebchen, Leiter von Audi Sport customer racing. "Wie es unsere Kunden gewohnt sind, ist auch der TT RS für vielseitige Einsatzbedingungen konzipiert worden und leicht zu handeln. Die Beanspruchungen beim 24-Stunden-Rennen hat der TT RS perfekt bewältigt, während er beim 6-Stunden-Rennen bei unberechenbarem Wechselwetter seine außerordentlich gutmütigen Handling-Eigenschaften beweisen konnte."

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 8. September 2011 )
 
Sensationserfolg für den Audi TT RS Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Alexander Müller   
Montag, 29. August 2011

lauf_7_1.jpgAuch in der 35. Saison nach ihrer Gründung ist die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring noch für Überraschungen gut. Frank Biela (Monaco), Christian Hohenadel (Quierschied) und Michael Ammermüller (Pocking) feierten beim 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen des MSC Ruhrblitz Bochum den ersten Sieg überhaupt für ein Fahrzeug aus der Klasse der VLN-Specials bis 2.600 ccm Hubraum mit Turbolader (SP4). Bei wechselhaften Bedingungen setzte sich das Trio im frontgetriebenen Audi TT RS von Raeder Motorsport gegen die von der Leistung her weit überlegene Konkurrenz durch. Zuvor hatte sich das Team die erste Pole-Position für einen Fronttriebler in der Geschichte der Serie gesichert. Den Audi-Triumph komplettierte der Audi R8 LMS von Phoenix Racing auf Platz zwei mit den Fahrern Christopher Mies (Heiligenhaus), Christopher Haase (Kulmbach) und Luca Ludwig (Kempten). Als Dritte wurden Pedro Lamy (Portugal) und Marko Hartung (Wallroda) gewertet, die die erste Podiumsplatzierung des BMW Z4 GT3 des Need for Speed Team Schubert in der Saison 2011 feierten. Eine 30-minütige Zusammenfassung des turbulenten und abwechslungsreichen Rennens wird am 2. September um 16:00 Uhr auf dem Sender Sport 1 ausgestrahlt.

Wie nahe Freud und Leid beieinander liegen, erlebte das Raeder-Team in der Schlussphase des 6h-Rennens. In Führung liegend steuerte der Audi TT RS nach 35 Runden mit Vibrationen am linken Vorderrad die Box an. Der Vorsprung auf die Zweitplatzierten betrug zu diesem Zeitpunkt rund 1:20 Minuten. Das Team diagnostizierte Spiel im Radlager. Ammermüller ging trotz des Defektes auf die Strecke zurück, der Vorsprung war derweil allerdings aufgebraucht. Um 17:53 Uhr - sieben Minuten vor dem geplanten Ende - brach die Rennleitung das Rennen mit der roten Flagge ab. Bei einsetzendem starkem Regen in den Streckenabschnitten Aremberg, Wehrseifen, Breidscheid und Brünnchen kam es zu Aquaplaning. „Die Fahrzeuge rutschten selbst bei Geschwindigkeiten von 30 km/h unkontrolliert von der Strecke“, so Rennleiter Horst Golombeck (Bochum). „Daher sahen wir uns gezwungen, das Rennen vorzeitig zu beenden.“ Auch der Raeder-Audi wurde Opfer des einsetzenden Regens, das Team profitierte schlussendlich vom Rennabbruch.

lauf_7_3.jpg„Bis kurz vor Ende sah es für uns ziemlich gut aus, dann kam das Problem am Radlager. Aber das erledigte sich dann zum Glück kurze Zeit später“, schmunzelte Biela. „Wir waren die ganze Zeit über ganz gut unterwegs, was für uns vielleicht selber etwas überraschend war. Letztendlich haben wir verdient gewonnen.“

Peter Oberndorfer, Mitinitiator des Audi TT RS Kundensportprojekts, ergänzte: „Der Sieg kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Wir haben am Freitag die ersten ernsthaften Interessenten den Wagen testen lassen und dabei viel positives Feedback erhalten. Der Erfolg zeigt, dass der Audi TT ein echter Sportwagen ist.“ Respekt zollte auch der zweitplatzierte Mies: „Ich habe den TT letztes Jahr mitentwickelt. Wenn man von seiner eigenen Waffe geschlagen wird, kann man sich eigentlich nicht beschweren. Audi auf den Positionen 1 und 2, für uns den Klassensieg - ich glaube, wir haben alles richtig gemacht.“ Glücklich über den Podiumsplatz war Lamy: „Das war heute ein sehr schwieriges Rennen. Aber wir haben es geschafft, auf der Strecke zu bleiben. Marco hat einen tollen Job gemacht. Am Ende sind wir Dritte geworden, das ist sehr gut. Bei solchen Bedingungen kann man nicht damit rechnen, gut abzuschneiden.“

lauf_7_2.jpgHinter dem Spitzentrio wurden Michael Zehe (Floersheim), Hubert Haupt, Klaus Rader (beide München) und Marco Schelp (Berlin) im Mercedes Benz SLS AMG GT3 von ROWE Racing gewertet. Den zweiten Schubert-Z4 pilotierten Peter Posavac (Essen), Anders Buchardt (Norwegen) und Dominik Schwager (München) auf Rang 5. Hinter dem schnellsten Cup-Porsche von Wolfgang Kohler (Aldingen), Frank Kräling (Winterberg) und Christian Menzel (Kelberg) fuhr Ex-F1-Pilot Alex Yoong (Malaysia) zusammen mit Florian Gruber (Aham) und Luca Cappellari (Monaco) im Audi R8 LMS der Audi race experience auf Platz 7.

In der Tabelle haben Thomas Kappeler (Bad Saulgau), Harald Hennes (Eschweiler) und Thomas Gerling (Uchte) im BMW M3 die Tabellenführung verloren und sind auf Platz 2 zurückgefallen. Die neuen Spitzenreiter sind Wolfgang Weber (Vilshofen), Norbert Bermes (Krefeld) und Rickard Nilsson (Balduinstein), die im Aston Martin Vantage von Mathol Racing den sechsten Sieg bei den GT4-Fahrzeugen feierten.

Der achte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, der 43. ADAC Barbarossapreis, startet am 24. September. Über die Distanz von vier Stunden läutet die Veranstaltung des MSC Sinzig dann die heiße Phase in der Entscheidung um den Gewinn der Meisterschaft ein.

Dieser Bericht stammt von der Homepage der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 30. August 2011 )
 
Dörr Motorsport erstes deutsches McLaren GT3 Team Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Alexander Müller   
Donnerstag, 18. August 2011

6b1bee99-278e-4c1c-bdcd-5c605374ece2.jpgAb der Saison 2012 wird das Team Dörr Motorsport mit zwei McLaren MP4-12C GT3 an den Start gehen. Bis dahin gibt es noch viel zu tun: Es gilt in Zusammenarbeit mit McLaren-Ingenieuren das perfekte Setup für die Nordschleife zu finden. Abseits der Rennstrecke setzt Dörr Automotive bereits jetzt auf McLaren: Als Vertriebspartner für den Frankfurter Raum wird Dörr noch dieses Jahr einen eigenen McLaren Showroom eröffnen, in dem die Straßenversion des neuen McLaren Supersportwagens präsentiert wird.

Der britische Sportwagenhersteller McLaren hat von seinem neuen Supersportler MP4-12C eine Rennversion für die GT3-Klasse aufgelegt. Und im Rahmen des 12C-GT3-Entwicklungsprogrammes werden 20 brandneue McLaren GT3-Fahrzeuge an private Rennställe ausgeliefert. Das Team Dörr Motorsport freut sich, gleich zwei dieser Rennmaschinen einsetzen zu dürfen – ab 2012 in der VLN Langstreckenmeisterschaft und natürlich beim ADAC 24h-Rennen am Nürburgring.

„Als wir erfahren haben, dass es vom neuen MP4-12C eine GT3 Variante geben wird, war für uns klar: Wir wollen dieses Fahrzeug fahren! Jetzt freuen wir uns natürlich riesig, dass wir als Team ausgewählt worden sind. Das zeugt von Wertschätzung für viele Jahre harter, enthusiastischer Arbeit und zeigt auch die Entwicklung des Teams: Wir haben mit einem BMW 318ti Compact angefangen und werden nächste Saison eines der modernsten GT3-Fahrzeuge fahren. Das ist schon eine tolle Sache – und auch die Chance uns nochmals weiterzuentwickeln. Denn McLaren betreibt Motorsport auf höchstem Niveau. Davon werden wir sicherlich in allen Belangen profitieren“, freut sich Teamchef Rainer Dörr.

508b52e2-6acd-495c-a28b-09a81bdf1c23.jpgDer MP4-12C GT3 überzeugt vor allem durch einen revolutionär leichten, aus einem Stück geformten Carbon-Chassis (die "MonoCell“), das in keinem anderen GT3-Fahrzeug zu finden ist. Auch mit seinem hohen aerodynamischen Abtrieb, seiner hohen Leistung und intelligentem Design wird der MP4-12C GT3 auf dem Nürburgring Maßstäbe setzen.

Darauf hofft Teamchef Rainer Dörr: „Wir möchten mit dem 12C GT3 natürlich ganz vorne mitfahren“, erklärt er. „Wir vertrauen voll und ganz auf das Entwicklungsteam bei McLaren GT und wir freuen uns darauf, das Fahrzeug auf der Nordschleife zu testen. McLaren bietet uns dabei die Möglichkeit, ihre volle Ingenieurkompetenz zu nutzen: Es werden Ingenieure abgestellt, die mit uns gemeinsam arbeiten werden. Das wird auch das Team Dörr Motorsport weiter bringen.“ Die beiden McLaren MP4-12C GT3 werden rechtzeitig zur Saison 2012 geliefert.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 18. August 2011 )
 
Aston Martin Zagato geht in Serie Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Dienstag, 19. Juli 2011

Nach dem Interesse erregenden Einsatz bei den 24 Stunden am Nürburgring hat Aston Martin nun eine Entscheidung bezüglich der Serienfertigung des Zagato Sportcoupé´s getroffen. Die beiden handgefertigten Prototypen mit den Cosenamen „Zig“ und „Zag“ waren im Vorfeld der 24h bei einzelnen VLN Langstreckenmeisterschafts-Läufen und beim Klassiker selber angetreten. Dort belegten beide die Gesamtplätze 89 und 111 und die Ränge 5 und 6 in der SP8-Klasse. Der auf der Technik des V12 Vantages beruhende Zagato soll nun in einer limitierten Auflage von 150 Exemplaren als Kleinserie gefertigt werden. Der Preis soll ca. 375.000 € betragen. Der Zagato ist mit einer handgefertigten Aluminium-/Carbon-karosserie ausgestattet. Weitergehende Motorsportpläne existieren für das Sondermodell allerdings bislang nicht.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 19. Juli 2011 )
 
Renndebüt des Artega GT Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Mittwoch, 29. Juni 2011

Artega GTDie 39.ten 24h am Nürburgring erlebten tief im Feld eine weitere Premiere: Zum ersten Male trat ein Artega GT im Rahmen einer 24h-Rennveranstaltung an. Das von der Delbrücker Manufaktur und dem Hannoveraner Reifenhersteller Continental in einer Kooperation ausgeführte Projekt schlug sich dermassen erfolgreich, das es fast schon zu bedauern wäre, wenn dies ein One-Off-Einsatz bleibe. Das werksunterstützte Team querte am Sonntag die Ziellinie als 70.tes von 202 gestarteten Teams. Grund genug hier die Hintergründe des Einsatzes zu beleuchten.

Schon im September 2008 hatten wir über das Westfälische Artega-Projekt berichtet, das ursprünglich auch motorsportliche Perspektiven umfasste. Dann kam 2008 die Wirtschaftskrise und das Projekt musste seinen Start mit neuen ökonomischen Voraussetzungen planen. Mittlerweile ist die Produktion der 83.000 Euro teuren Flitzer angelaufen. Bis dato wurden bis zum Nürburgring-Wochenende 81 Wagen an ihre Besitzer ausgeliefert und die Produktion findet kontinuierlichen Absatz, wobei es mittlerweile nicht nur im europäischen, sondern auch im asiatischen Raum (Japan, Malaysia) Händler für den von einem 3,6l-V6 Motor aus dem VW Passat befeuerten Wagen gibt. Motorsportpläne hegt die Manufaktur, wie Geschäftsführer Peter Müller erläuterte selber keine, „... da wir unsere Kernkompetenz in dem Aufbau eines zuverlässigen Strassensportwagens sehen. Für einen Aufbau eines GT4 oder eines weitergehenden Fahrzeuges müssten wir aber auch Modifikationen am Motor vornehmen, die uns VW als Motorenpartner streng untersagt hat. Do QualiDies schliesst aber nicht aus das sich Tuner mit diesem Thema beschäftigen. In einem solchen Falle würden wir einer Homologation als GT4 nicht im Wege stehen, wenn ein Tuner dies eigenverantwortlich in die Hände nehmen würde.“

Die Einstufung als SP7-Fahrzeug - in der selben Klasse wie die Sieger aus dem Hause Manthey Racing - war eher ein notwendiger Kompromiss. Für die eigentlich sinnvollere Einstufung als V6 fehlte das Homologationsminimum von 200 gebauten Wagen. Als GT4 nach FIA konnte man den Wagen mangels vorhandener Homologation auch nicht einstufen. Es blieb die SP7, wo die Pilotencrew Uwe Nittel, Uwe Krumscheid, Christian Gebhard und Dierk Möller-Sonntag im Endergebnis mit dem 70. Gesamtrang immerhin den 10. Klassenrang unter 21 Startern belegte – und das noch nicht mal mit Renn- sondern mit Serienreifen.

Die waren auch der eigentliche Einsatzgrund des Fahrzeugs. Um den neuen, gemeinsam mit den Tuningpartnern Tech-Art, AC Schnitzer und Sport-Auto entwickelten Trackday-Reifen Conti Force Contact zu promoten, hatte die Marketing-Abteilung des Hannoveraner Reifenkonzerns Continental gemeinsam mit Artega nach annähernd 12 Jahren Abstinenz auf der Nordschleife wieder einen Einsatz beim 24h-Klassiker auf die Räder gestellt. SonntagDie Hannoveraner sind Alleinausrüster für die Delbrücker Schmiede, weswegen nicht der 32. Porsche des Rennens, sondern der GT-Exot aus dem Münsterland zum Einsatzfahrzeug der Wahl wurde. Das erwies sich als Glücksgriff, denn damit stach das Engagement der beiden Partner durch das markant lackierte, exotische Fahrzeug besonders hervor.

Zudem lief der Artega im Rennen wie ein Uhrwerk. Ausser Reifenwechsel und Betankungen gab es keine Gründe zu zusätzlichen Stopps. Der einzige Aufreger passierte der Werksmannschaft im Qualifying am Freitag, als Pilot Uwe Krumscheid auf nieseliger Strecke auf einem frisch lackierten Aspahltgrafitti der Fans hinter dem Aremberg in die Leitplanken segelte. Das bescherte den Mechanikern des Teams eine ungewollte Nachtschicht, die sich aber als einzige ausserfahrplanmässige Aktion des Wochenendes entpuppte.

Wie geht es nun weiter mit Artega im Motorsport? Das steht nach der eigentlich viel versprechenden Vorstellung vom Wochenende erst mal in den Sternen. Weitere Renneinsätze sind für den pittoresken Flitzer, der von der Form her an eine Kreuzung zwischen einem Lotus und einem Ferrari erinnert, leider nicht mehr vorgesehen. Angesichts des aufgezeigten Potentials wäre eine Homologation als SP10/GT4 aussichtsreich. Dort hätte man immerhin Klassenrang 5 (auf Serienreifen!) belegt. Dies sollte vielleicht einige interessierte Tunerfirmen ermutigen, die über eine GT4-Homologation dem deutschen Kleinserienhersteller die Tür zum internationalen Motorsport wie der Blancpain Endurance Serie, dem FIA-GT4 Europacup oder den nationalen Serien mit GT4-Beteiligung öffnen könnten. Verdient hätte es das Engagement der Delbrücker auf jeden Fall.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 29. November 2011 )
 
24h Nürburgring 2011 - das Drehbuch des Rennens Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Dienstag, 28. Juni 2011

Die 39. 24 Stunden am Nürburgring wurde erneut zur Beute für Manthey Racing und Porsche. Alles in allem erfüllte die Veranstaltung die hohen Erwartungen, die im Vorfeld angesichts des hochkarätigen Starterfeldes in den Event gesetzt worden waren. Auch wenn der Kreis der Siegeskandidaten sich früher einengte als noch im vergangenen Jahr, lohnte es sich das Renngeschehen bis zum Schluss zu verfolgen. Kurz zusammengefasst kann man das Rennergebnis wie folgt erklären.

Fünf Siege in sechs Jahren kommen nicht von Ungefähr. Olaf Manthey darf die Nordschleife genauso als seinen Vorgarten betrachten wie Reinhold Joest die Strecke an der Sarthe. Eine akribische Vorbereitung und eine kompromisslose Taktik zahlte sich erneut aus. Wie auch die BMW-Werksmannschaft liess Olaf Manthey seinen weiter hinten im Feld platzierten gelb-grünen RSR und den Hybrid-Porsche auf geschnittenen Slicks auf die noch feuchte Strecke starten. Das sparte beiden Autos einen Stop und damit zwei Minuten. Der GT3-R, den man parallel ins Rennen schickte, wurde abgestellt, als sich herausstellte, dass der RSR im Verkehr annähernd gleich schnell war, was sich beim sich langsam lichtenden Verkehr als zunehmender Vorteil erwies, da die ausgefeiltere Aerodynamik des RSR´s dort ungestörter zum Einsatz kam. Bis auf eine zweimal nicht ordnungsgemäß funktionierende Tanksäule, die jedes Mal eine halbe Minute kostete, leistete sich die Top-Mannschaft keine Schwächen - und blieb dadurch unter dem Pensum der Konkurrenz.

BMWBMW war ähnlich tadellos unterwegs und hätte sich gegen die siegreiche Porsche Mannschaft ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern können. Doch ein kleiner Lapsus kostete die BMW-Crew das Rennen. In der 23.Runde wurde Pedro Lamy von einem zu überrundenden Fahrzeug vor dem Karussell aufs Gras abgedrängt und kollidierte in der Kurve mit dem Auto. Der entgegen der Fahrtrichtung zum Stillstand gekommene M3 befuhr die Strecke etwa 100m entgegen der Fahrtrichtung und bekam dafür eine drei Minuten Stop&Go-Strafe. Diese und der Unfall kosteten den Vorjahressiegern den Sieg.

Audi hatte dagegen ein konzeptionelles Problem in der Rennstrategie: Trotz abermals 15l grösserem Tank schafften es die Audi R8 LMS GT3 von Phoenix Racing und Abt Sportsline nicht, mehr als acht Runden am Stück zu fahren, während die Konkurrenz von Porsche und BMW neun bzw. zehn Runden schaffte. Mit den dadurch notwendigen zwei zusätzlichen Stopps „versoffen“ die durstigen V10-Motoren den potentiellen Sieg der Ingolstädter, obwohl die vier Top-Autos fast ohne technische Probleme durchliefen. R8Den am Ende drittplazierten Bilstein-Audi kosteten gar ein loser Frontsplitter zwei Stopps und damit 5-6 Minuten Rückstand auf die Spitze, die im Ziel fast den Sieg bedeutet hätten.

Auch die Mercedes SLS AMG GT3 waren prinzipiell siegfähig. Die schnellste Mannschaft, den nur mit einem Pilotentrio besetzten SLS von Mamerow Racing mit Chris Mamerow, Pierre Kaffer und Armin Hahne kostete ein Unfall Hahnes in der Nacht in Führung liegend das Rennen. Bis zur 23. Stunde lag dann die Heico-Mannschaft mit dem SLS #32 auf Platz 3. Dann warf ein Radlagerschaden 40 Minuten vor dem Schluss die Mannschaft zurück.

Weitere Siegeskandidaten hatten das Rennen da schon vorher verloren. Den Polesetter und lange führenden Hankook-Farnbacher Ferrari kostete ein Materialfehler in einem Aufhängungsteil 45 Minuten und damit den Sieg. Immerhin rundete man sich am Ende in die Top-10 zurück. Der Hybrid-Porsche war mit zehn-Runden-Stints auf klarem Siegkurs, bis dieses Jahr nicht der Motor sondern das Getriebe zweimal schlapp machte. Die schnellen VW-Golf wurden durch Unfälle und technische Gebrechen schon am Sonntag morgen komplett eliminiert. Auch spielte das Wetter nicht hinreichend lange mit wechselnden Bedingungen mit, damit die drei Werksautos ihren Allrad-Vorteil ausspielen konnten. Andere Autos wie der P4/5 Competizione, die Lexus LF-A oder die neuen Aston Martin Zagato-Prototypen fuhren für die Galerie und wurden im Endergebnis unter „ferner liefen...“ geführt.

Insgesamt war es ein sehr taktisch geprägter 24h-Sprint, der zum Glück bis auf zwei Unfälle - den Überschlag eines BMW am Pflanzgarten und den Unfall eines Schubert-Z4, die beide für die Beteiligten glimpflich verliefen – keine schweren Zwischenfälle zu verzeichnen hatte. Mit der Einbindung der GT3 durch den ADAC Nordrhein hat der deutsche 24h-Event abermals an Klasse gewonnen – und dies schlägt sich langsam auch in der Bedeutung des offiziell von 250.000 Zuschauern besuchten Rennens nieder.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 29. Juni 2011 )
 
24h Nürburgring - Berichte Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Musileck   
Sonntag, 26. Juni 2011
Die Berichte von den 24h auf dem Nürburgring finden sich unter folgendem Link.
 
Die restlichen GT-Boliden bei den 24h Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Mittwoch, 22. Juni 2011

Abseits der bislang vorgestellten Klassen starten bei den 24 Stunden am Nürburgring noch weitere GT-Fahrzeuge die am kommenden Wochenende um die Ehre in den Klassen fahren werden. Für den Gesamtsieg kommen allerdings nur Wagen aus einer Kategorie in Frage.

Dies ist die E1-XP-Klasse die ursprünglich für Nürburgring spezifische Prototypen und Experimentalfahrzeuge geschaffen wurde. Hier sind die Vorjahressieger, die BMW-Motorsport BMW M3 GT2 untergebracht, die im Gegensatz zum vergangenen Jahr im vollen ACO-Trimm laufen. BMW hat neben den Autos der drei „Dirks“ (Werner, Müller, Adorf & Andy Priaulx) im zweiten Wagen Jorg Müller, Uwe Alzen, Augusto Farfus und den 5-fachen Sieger Pedro Lamy vereinigt. Neben den beiden M3 wird auch der Porsche 911 GT3 Hybrid mit Chancen auf den Gesamtsieg gehandelt. Das von Manthey Racing mit eingesetzte Fahrzeug wird von Jörg Bergmeister, Marco Holzer, Richard Lietz und Patrick Long pilotiert. Viertes Fahrzeug in der Klasse ist der N-Technology Ferrari P4/5 der Scuderia Cameron Glickenhaus, img_3406_copy.jpgdem allerdings aufgrund der Pirelli-Reifen und seiner vergleichsweise unausgetesteten Basis die wenigsten Erfolgschancen zugestanden werden. Da werden auch die Topfahrer Mika Salo, Nicola Larini, Fabrizio Giovanardi und Luca Cappelari nichts dran ändern können. 

In der Klasse AT (Alternative Treibstoffe) startet erneut die Titus Racing-Viper, die mit LPG-Gas betrieben wird, und sich dort vorrangig mit den Erdgas-Schiroccos des VW-Werksteams um den Sieg streiten wird. Drei Honda S2000 werden in der mit 17 Autos besetzten SP3-Klasse an den Start gehen. In den kleineren Kategorien starten auch insgesamt sieben der neuen Audi TT, die sich auf die Klassen SP3T, SP4 und SP4T verteilen. Von den vor einigen Jahren noch zahlreichen Z4 Coupes ist in der SP6 lediglich das Exemplar der Dörr Motorsport-Mannschaft übrig geblieben. Weitere zehn Z4 starten in den seriennahen Klassen V5 und V6. Dort fahren sie gegen drei Porsche Cayman.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 23. Juni 2011 )
 
Nürburgring 24h - Die SP7-KLasse Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Andreas Lutz   
Mittwoch, 22. Juni 2011
vlnlauf4c.jpgWie üblich ist die Klasse SP7 auch in diesem Jahr größtenteils mit Porsche-Mannschaften besetzt – und anders als im Vorjahr, als die Zuffenhausener den Klassensieg an den Farnbacher-Ferrari verloren, gilt ein Porsche-Erfolg in diesem Jahr als eine sichere Vorhersage. Von den insgesamt 21 Startern in der Klasse setzen 19 auf die schwäbischen Heckmotor-Renner, dazu gesellen sich das Hyundai Genesis Coupe des Schumann-Teams und der von der ContiForce-Mannschaft eingesetzte Artega GT. Bei halbwegs normalem Rennverlauf wird es keiner dieser beiden Exoten mit den Frontrunnern unter den Porsche-Teams aufnehmen können.

Wenden wir uns also der Porsche-Fraktion zu, die sich weiterhin auf vier beziehungsweise fünf unterschiedliche Fabrikate aufschlüsseln lässt. Zuvorderst wären hier natürlich die 997 RSR zu nennen, von denen zwei auf der Starterliste stehen. Ein echter RSR ist von diesen beiden aber lediglich das gelb-grüne Manthey-Auto, welches das 24h-Rennen auch bereits von 2007 bis 2009 gewinnen konnte. Ob dieses Fahrzeug aber tatsächlich im Rennen an den Start gehen wird, steht aktuell noch in den Sternen. Die Meuspather Mannschaft hat ihre Top-Fahrer Marc Lieb, Romain Dumas, Timo Bernhard und Lucas Luhr sowohl auf dem RSR als auch auf dem in der SP9/GT3 laufenden GT3 R genannt um sich sämtliche Möglichkeiten offen zu halten. Als wahrscheinlich gilt, dass man mit beiden Fahrzeugen an den Trainingssitzungen teilnehmen wird, und sich dann für einen der beiden Wagen entscheidet. Nicht ausgeschlossen ist aber auch, dass man mit beiden Autos am Samstag ins Rennen startet, eines aber dann im Verlauf der ersten Rennstunden zurückziehen wird. Beim zweiten RSR handelt es sich um einen der Publikumslieblinge an der Nordschleife: Wolfgang Destrees 'Sex-Bomb'-Porsche, wobei Kenner der Nordschleifen-Szene natürlich wissen, dass es sich bei diesem Fahrzeug nicht um einen echten RSR , sondern um einen Eigenbau mit Breitbau-Kit handelt. In den letzten Rennen war der Wagen dann jedoch im GT3R-Look unterwegs, so dass die Nennung als RSR hier ein wenig überrascht.Auf Grund der eben geschilderten Sachverhalte könnte es durchaus passieren, dass am Samstag überhaupt kein RSR an den Start geht. _45_jodexnis-destree-pauels-teich__porsche_911_rsr_.jpg

Den größten Teil des Porsche-Lagers machen wie nicht anders zu erwarten die 997-Cup-Modelle aus, wobei die Nennliste leider keinen Aufschluss darüber gibt, bei welchen Fahrzeugen es sich um die potenteren Modelle der Jahr 2010 und 2011 handelt und welche Autos noch dem bis 2009 verwendeten Standard entsprechen. Erwähnenswert ist hier wohl vor allem die Rückkehr von Kremer Racing zum 24-Stunden-Rennen. Das Kölner Traditionsteam geht mit zwei Fahrzeugen unter anderem mit den Fahrern Wolfgang Kaufmann und Daniel Schrey an den Start. Sollte der Manthey-RSR nicht starten oder ausfallen, könnte es sich hierbei um einen der Favoriten auf den Klassensieg handeln. Starke Konkurrenz dürfte es vor allem von den Zweitwagen einiger GT3-Mannschaften geben: Dörr Motorsport, Pinta Racing und die Frikadelli-Mannschaft setzen jeweils einen Cup-Porsche ein. Interessant ist auch die Frage, wie viel mit dem Porsche-Einstiegsmodell in diesem Jahr im Gesamtklassement zu holen sein wird – in der Vergangenheit waren ähnliche Autos wiederholt für Top-10-Ergebnisse gut, angesichts der starken Werks-Einsätze und der Masse an GT3-Fahrzeugen würde ein solcher Erfolg in diesem Jahr eine echte Überraschung darstellen.

Abgerundet wird das Porsche-Feld schließlich durch drei Autos der Baureihe 996. Zweimal steht hier ein Fahrzeug der Spezifikation RS auf der Starterliste, beim dritten Fahrzeug handelt es sich um ein älteres Cup-Fahrzeug.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 22. Juni 2011 )
 
Nürburgring 24h - die SP10-Klasse Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Mittwoch, 22. Juni 2011

sp10doerrm3gt4.jpgNach wie vor ist die VLN Langstreckenmeisterschaft die einzige Rennserie in Deutschland in der GT4-Autos nach FIA-Reglement im Wettbewerb eingesetzt werden können.

Mit neun Startern in der Klasse stellt sich auch 2011 wieder ein ansehnliches Feld beim 24h-Klassiker: 4 BMW M3-GT4, 3 Aston Martin Vantage GT4, ein Nissan und ein Ginetta fahren in der Klasse gegeneinander. Verzichten muss man heuer lediglich auf die Guttroff-Corvette, die in die SP8-Klasse gewechselt ist.

Die vier M3 werden von den Teams Bonk Motorsport (zwei Autos), Dörr Motorsport und Pole Promotion eingesetzt. Bei Bonk startet unter anderem das aus der Le Mans Serie bekannte britische Trio Phil Quaife, Tim Mullen und Adam Christodoulou, die sich normalerweise einen CRS-Ferrari teilen. Auf dem Pole sp10matholvantage.jpgPromotion-M3 könnte dem Quartett Dennis Rostek, Andreas Simonsen, Stefan Landmann und Duncan Huismann zugetraut werden um den Klassensieg mitzufahren. 

Aston ist durch drei Aston Martin Vantage GT4 vertreten. Zwar sitzt auf dem vom Werksteam eingesetzten Wagen Werkspilot Darren Turner, doch die höheren Chancen auf einen Klassensieg dürfte der von Mathol Racing eingesetzte Wagen haben auf dem mit Wolfgang Weber und Norbert Bermes zwei ausgewiesene Nordschleifenexperten sitzen.

RJN Motorsport bringt neben dem 370Z in der SP8 auch einen reinen GT4-Wagen des selben Typs an den Start auf dem mit Kurt Thiim, Duncan Huisman, Guy Smith und Alex Buncombe ein mehr als konkurrenzfähiges Quartett sitzt. Schliesslich komplettiert der Ginetta der deutschen Kornmeyer-Brüder die Klasse, in welcher der Ausgang des Rennens völlig offen ist.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 22. Juni 2011 )
 
Nürburgring 24h - die SP8-Klasse Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Dienstag, 21. Juni 2011

sp8zagato.jpgSP8 – einst die von uns als „Nürburgring GT1“ bezeichnete Klasse. Zwar wird der Gesamtsieg auch dieses Jahr voraussichtlich nicht von den grossvolumigen Autos dieser Klasse entschieden werden, doch tummeln sich hier nicht weniger als drei Werksteams: Aston Martin, Toyota/Lexus und Volkswagen treten hier mit ihren Werks-Boliden an. Zumindest die Wolfsburger haben dabei ein Top-10-Ergebnis im Auge, auch wenn das gegen die Konkurrenz aus der SP8 ein hartes Stück Arbeit werden wird. Grund genug einmal einen Blick auf die 16 Starter (10 SP8 / 6 SP8T) in dieser Kategorie zu werfen.

3 Aston Martin, 3 Lexus, 3 VW-Golf, 2 Nissan, 2 Audi und je ein Ferrari, Holden und eine Corvette starten 2011 in der Klasse der grossvolumigen Fahrzeuge. Bester Vertreter aus dem vergangenen Jahr war die Farnbacher Racing-Crew, die beim Rennen 2011 noch in der SP7-Klasse mit ihrem GT2 starten konnte. Da der neue F458 GT2 nun mit einem 4,5l-Motor daher kommt, rutscht man in die höhere SP8. Dies könnte das einzige Team sein, welches wieder um ein Podium in der Klasse mitkämpfen könnte, zudem man mit Dominik Farnbacher (EI.com/GT-Eins Endurance Award Preisträger 2010), Allan Simonsen, Marco Seefried und Jamie Melo eine Top-Creew auf dem Auto hat.

Wie schon seit einigen Jahren nutzt Aston Martin die 24h als Härtetest für seine neuesten Strassensportwagen. In diesem Jahr sind zwei Exemplare des V12 Zagato am Start. Bei der deutsch-britischen Firma heizt der Chef noch persönlich mit - Vorstands-CEO Ulrich Bez greift neben seinen Testfahrern selbst ins Steuer. Ein dritter Aston Martin Vantage GT4 - mit Sonderausbaustufe - wird von Mathol Racing für ein Team um VIP-Pilot Mola Adebesi eingesetzt.

sp8lexus.jpgDie japanische Crew von Gazoo Racing übernimmt erneut den Einsatz der drei Lexus LF-A - mittlerweile ist die Serienproduktion des Karbonfaserboliden ja angelaufen. News zu eventuellen Renneinsätzen, die über den Einsatz am Ring herausgehen, gab es jedoch nicht. Auch dieses Jahr soll Andre Lotterer - seit zwei Wochen mit dem Titel Le Mans-Sieger geadelt - zur Crew der LF-A gehören.

Schwer einzuschätzen sind die drei VW Golf GT24 die das Volkswagen-Werksteam für die Klasse genannt hat. Die 2,5l Turbo-Fünfzylinder der Werksmannschaft sind mit Allradantrieb ausgestattet - und dürften mit ihren professionellen Crews Kreise um die Konkurrenz fahren sobald es zu regnen anfängt. Rene Rast, Peter Terting, Patrick Simon, Johnny Herbert, Mark Blundell, Thomas Mutsch, Frederik Ekblom – nur einige der Namen die VW auf den „Wölfen“ im Golfpelz plaziert hat. Hier könnten bei feuchter Strecke einige faustdicke Überraschungen offenbar werden.

In der SP8T starten ferner zwei Audi RS4 von Götz Motorsport, die ja schon einige 24h-Erfahrung mit diesen Wagen gesammelt haben, und der Nissan GT-R der Schulze Motorsport-Mannschaft, wo ausser den beiden Schulze-Brüdern zwei Japaner mit an Bord gestiegen sind. Die britische Nissan-Tunermannschaft von RJN Motorsport setzt einen 370Z mit u.a. Michael Krumm ein. Die beiden letzten Starter in der Klasse sind der rüstige Australische Holden Commodore von Mal Rose und seiner Mannschaft und eine Corvette, mit der Tobias Guttroff mit seinem Team von der SP10 in die SP8-Klasse gewechselt ist.

Eine Einschätzung über den Rennausgang scheint schwierig. Für die Privatteams wird es schwer werden, sich gegen die Werksmannschaften von VW, Lexus und Aston Martin durchzusetzten. Dort sollte am Sonntag Nachmittag der Sieger der SP8 zu finden sein.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 21. Juni 2011 )
 
39. ADAC Zurich 24 Stunden Rennen: Vorschau SP9 Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Alexander Müller   
Dienstag, 21. Juni 2011
manthey_24h_pre.jpg

Wie schon im vergangenen Jahr stellt die Klasse der GT3-Fahrzeuge quantitativ die meisten Favoriten auf Platzierungen unter den Top-10 im Starterfeld bereit.

Top-Favorit auf einen Sieg in dieser Klasse und auch den Gesamtsieg ist wie in den Jahren zuvor die Mannschaft rund um Olaf Manthey, mit dem 997 GT3 R, der von Marc Lieb, Romain Dumas, Timo Bernhard und Lucas Luhr pilotiert werden wird.

Audi greift auch 2011 wieder mit vier werksunterstützten R8 LMS an, die von Abt Sportsline und Phoenix eingesetzt werden. Mit Marc Basseng, Marcel Fässler, Frank Stippler, Marc Hennerici, Christopher Hasse und Markus Winkelhock ist man sowohl bei Phoenix als auch bei Abt Sportsline, wo die Allgäuer auf Mattias Ekström, Timo Scheider, Marco Werner, Christian Abt, Luca Ludwig, Christopher Mies und Christer Jöns setzen, gut aufgestellt.

Mit Spannung wird der erste Einsatz des Mercedes Benz SLS AMG GT3 beim 24 Stunden Rennen auf dem Nürburgring erwartet. Mit Lance David Arnold, Alex Margaritis, Christopher Brück und Christian Frankenhout hat man bei Heico Motorsport einen fahrerisch konkurrenzfähig besetztes Fahrzeug zu bieten. Im Kampf um Podiumsplatzierungen sollte man auch auf den Mamerow-SLS achten, der von Chris Mamerow, Armin Hahne und Pierre Kaffer bewegt werden wird. Auch den Black Falcon-Mercedes von Kenneth Heyer, Thomas Jäger, Jeroen Bleekemolen und Jan Seyffahrt sollte man beim Kampf um die Top 5 auf der Rechnung haben.

mercedes_24h_pre.jpgAuf insgesamt vier BMW Z4 GT3 dürfen sich die Fans beim Langstreckenklassiker in der Eifel freuen. Während Dörr Motorsport mit McLaren-Tester Chris Goodwin, Arnd Mayer, Rudi Adams und Arno Klasen einen der V8-Renner an den Start bringt, setzt das Need for Speed Team Schubert gleich drei Z4 GT3 ein. Am stärksten ist dort der Z4 von Marko Hartung, Jörg Viebahn, Tom Coronel und Claudia Hürtgen einzuschätzen.

Ebenfalls in der SP9 wird Hans Joachim Stuck bei seinem letzten großen Motorsportrennen auf einem Lamborghini Gallardo von Reiter Engineering zusammen mit seinen beiden Söhnen und Dennis Rosteck starten.

Nachdem in den letzten Jahren auffällig oft die Technik der GT3-Fahrzeuge im Laufe des Rennens gegenüber den GT2-Boliden quittierte, wird es spannend zu beobachten sein, ob diesmal wieder ein Favoritensterben das Rennen begleiten wird.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 21. Juni 2011 )
 
Die 39. 24h am Nürburgring Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 20. Juni 2011

Noch eine Woche dann steigt am Ring das 39. ADAC 24 Stunden-Rennen am Nürburgring. 207 Starter stehen derzeit auf der Nennliste des Events, der in diesem Jahr mehr Siegeskandidaten wie bisher zu verzeichnen hat. Porsche, BMW, Audi, Mercedes Ferrari und Lamborghini kämpfen um Gesamt- und Klassensiege. Alleine die puren Zahlen sprengen seit Jahren die Standards aller anderen Motorsportveranstaltungen. Insgesamt werden Teams aus 15 Nationen in 25 Fahrzeugklassen an den Start gehen. Über 800 Piloten aller Nationen - das Gros aus Deutschland - starten. Längst haben auch die Grossserienhersteller erkannt welches Prestige- und Marketingpotential beim deutschen Pendant zum Klassiker an der Sarthe schlummert. Das beschert den Zuschauern in diesem Jahr einen Kampf der Giganten, der schon im vorigen Jahr die Topteams in ein Hauen und Stechen um den Gesamtsieg führte.

manthey11.jpgPorsche war in den letzten Jahren mit der Manthey Racing-Mannschaft Platzhirsch auf der Nordscheife. Auch wenn man im vergangenen Jahr durch Unfälle früh aus dem Rennen gerissen wurde, ist jederzeit mit der Nordschleifen-Kompetenz der Porsche Truppe zu rechnen. Zudem bringt Porsche seinen Hybrid-Versuchswagen an den Start, der schon den vorletzten VLN-Lauf gewinnen konnte.

BMW ist die Traditionsmarke bei den 24h. 19 Siege haben die Münchner bislang zu Buche stehen (die zwei von Alpina mitgezählt). Nummer 20 liegt für die Vorjahressieger im Bereich der Möglichkeiten, wenn man selber gut durchkommt und die Konkurrenz sich erneut bis aufs Messer beharkt. Zudem hat man in zwei Klassen, der SP9 und der E1-XP, Fahrzeuge mit Siegchancen am Start.

Audi versucht im dritten Anlauf erstmals die oberste Stufe beim Klassiker zu erklimmen. Erneut dürfen die Audi R8 LMS GT3 dafür mit einem gegenüber dem GT3-Reglement vergrösserten Tank starten (Porsche hingegen bekommt bei Ausnuzung des geringeren von zwei möglichen Fahrzeuggewichten einen kleineren Tank vorgeschrieben). In den vergangenen Jahren kosteten Probleme im Antriebsstrang den Einsatz-Teams den möglichen Sieg. Auch dieses Jahr dürften die Mannschaften von Abt Sportsline und Phoenix Racing erneut auf der technischen Seite gefordert sein.

0503_audi.jpgNeu auf der Nordschleife ist Mercedes. Die Mercedes SLS AMG GT3 sind vom Reglement ebenfalls wie Audi mit einem grösseren Tank bedacht worden. Seit den 24h von Dubai am Anfang des Jahres, bei denen es immerhin zwei der Wagen in die Top-10 schafften, hat man mit dem neuen Verkaufsschlager im GT-Sektor (immerhin über 25 verkaufte Exemplare im ersten Jahr) zwar viel Streckenerfahrung gewonnen, ob die Haltbarkeit aber für die Distanz zwei mal rund um die Uhr auf der Nordschleife reicht, wird sich erst noch zeigen müssen.

Ferrari war im vergangenen Jahr mit dem F430 der Überraschungsgast auf dem Podium. Heuer bringt die Truppe von Horst Farnbacher den schnelleren F458 an die Nordschleife. Mit dem konnte man schon einen VLN-Lauf gewinnen. Das Aufsehen erregende P4/5-Projekt der Scuderia Glickenhaus wird zwar in den ersten Stunden für Furore sorgen, dürfte aber aufgrund der Pirelli-Reifen und der technischen Basis nicht für einen Gesamtsieg in Frage kommen. Da helfen auch die achtstelligen Entwicklungskosten und die aus Ferrari-Werkspiloten bestehende Crew nicht weiter.

0503_stuck_lambo.jpgSieger der Herzen dürfte die Lamborghini-Crew der Stucks werden. Hans-Joachim Stuck erfüllt sich beim offiziell letzten Rennen seiner Karriere den Traum, mit seinen Söhnen auf der Nordschleife die 24h in Angriff zu nehmen - das Rennen, dessen erste Ausgabe er 1970 gewinnen konnte. Peter Kox unterstützt das Stuck-Trio auf dem von Reiter Engineering eingesetzten Gallardo.

Die werksunterstützten Teams von Aston Martin, VW und Lexus fahren aller Voraussicht nach nur um die Klassensiege. VW hat in den Einsatz der neuen Golf einen grossen Aufwand gesteckt und spekuliert auf ein Top-10 Ergebnis. Aston Martin - mit dem neuen V12 Zagato - und Lexus - erneut mit Le Mans-Sieger Andre Lotterer - kämpfen in der SP8-Klasse gegeneinander.

In den kommenden Tagen werden wir die Sportwagen-relevanten Klassen im Detail beleuchten. Am Donnerstag startet dann um 14:30 Uhr das erste freie Training zum Klassiker.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 20. Juni 2011 )
 
4.VLN Lauf mit 4. Sieger Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Donnerstag, 2. Juni 2011

vlnlauf4a.jpgWir schulden euch noch den Rennbericht vom vierten Rennen der  VLN am Nürburgring. Wegen der Verspätung hier nur eine kurze Zusammenfassung:

Erstmals gewann ein Hybridfahrzeug einen Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft. Der in der E1XP-Klasse startende Porsche 911 GT3R Hybrid des Manthey Racing-Semi-Werksteams von Porsche entschied beim 53. ADAC ACAS H&R-Cup mit den Piloten Marco Holzer, Richard Lietz und Pat Long den Lauf mit 7,063s Vorsprung vor den Teamkollegen Romain Dumas, Lucas Luhr und Marc Lieb (Erste in der Klasse SP7) für sich. Rang 3 erzielte das Phoenix Racing-Audi-Trio Marcel Fässler, Marc Basseng und Mike Rockenfeller, vlnlauf4b.jpgdie den zweiten Platz nur um 0,6s verpassten, aber dafür den SP9-Klassensieg erringen konnten.

Rang 4 belegte der zweite Phoenix-Audi mit den Teamkollegen Haase, Hennerici, Winckelhock und Stippler. Die Plätze 5 und 6 gingen an die beiden Abt Sportsline Audis von Ekström / Scheider / Mies und Abt / Joens / Ludwig. Die Ränge 7-9 belegten hintereinander die Mercedes-Crews von Heico, Black Falcon Team und Rowe Racing. Die Top-10 komplettierte ein weiterer Manthey Racing-Porsche der Piloten Krumbach, Wlazik und Gindorf.

Die Pole-Position hatten sich zum Auftakt des Rennens Michael Illbruck und Manuel Lauck im Porsche 911 GT3 R von Pinta Racing gesichert. Nach einer spannenden Startphase schied das Duo nach einer Kollision im Streckenabschnitt Kallenhard in Runde 3 aus. vlnlauf4c.jpgAuch das Mamerow Racing-Team, das mit Chris Mamerow und Armin Hahne im Mercedes SLS AMG GT3 von Platz 2 aus gestartet zeitweise die Führung übernommen hatte, musste in Runde 14 nach einem Unfall vorzeitig die Segel streichen. Die schnellste Rennrunde fuhren Basseng / Fässler / Rockenfeller im Audi R8 LMS GT3 in einer Zeit von 8:16,805 Minuten.

Die Klassensiege in den weiteren GT-relevanten Klassen erzielten der Manthey Racing Porsche 911 GT3 Cup von Menzel / Kohler / Kräling (Cup2 – Gesamt-12.) , der Mathol Racing-Aston Martin Vantage V8 von Weber / Bermes / Nielson (SP10/ Ges.-34.) der Gazoo Racing-Lexus LF-A der Japaner Oshima / Wakisaka / Ishiura (Gesamt-17.)und der SP6-Porsche 911 von Schratz / Siegler (Gesamt-60.)

Somit haben in vier VLN-Rennen 2011 bislang vier verschiedene Marken den Sieg eingefahren. Mercedes, BMW, Ferrari und nunmehr Porsche haben sich die Einzelsiege in der Meisterschaft geteilt. Nun steht am 11.06. – zeitgleich mit den 24 Stunden Rennen von Le Mans - noch der fünfte Meisterschaftslauf, das 51. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen des Dortmunder MC an, ehe es am 25.-26.06.2011 zu den 24 Stunden am Nürburgring aufgeht. Dort darf nach den bisherigen Ergebnissen in der VLN Langstreckenmeisterschaft ein ähnlich spannendes Rennen wie schon 2010 erwartet werden.

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 3. Juni 2011 )
 
Farnbacher feiert ersten Ferrari-Sieg in der VLN Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Alexander Müller   
Montag, 16. Mai 2011

vln_3_ferrari.jpgPremiere in der Langstreckenmeisterschaft: Das Hankook-Team Farnbacher errang beim dritten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring den ersten Ferrari-Sieg in der 35-jährigen Geschichte der Serie. Bei der 42. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy - dem ersten von zwei 6-Stunden-Rennen der Saison - überquerten Marco Seefried (Wemding) und Jamie Melo Junior (Brasilien) nach 40 Runden als Sieger die Ziellinie. „Das ist einfach nur geil“, freute sich Teamchef Horst Farnbacher, der es sich nicht nehmen ließ, gemeinsam mit seinen Fahrern den Erfolg auf dem Podium zu feiern. Der Vorsprung auf die zweitplatzierten Marc Lieb (Ludwigsburg), Timo Bernhard (Dittweiler) und Arno Klasen (Karlshausen) im Porsche 911 GT3 RSR von Manthey-Racing betrug nach 974,76 Kilometern Renndistanz hauchdünne 0,814 Sekunden. Platz drei ging an Jörg Müller (Monaco), Augusto Farfus (Brasilien) und Pedro Lamy (Portugal) im BMW M3 GT. Die BMW-Werksmannschaft beendete, nach dem Sieg beim Saisonauftakt und Platz drei beim letzten Lauf, alle Rennen, welche das Team zur Vorbereitung auf das ADAC Zurich 24h-Rennen fuhr, auf dem Podium. Das Teilnehmerfeld der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring präsentierte sich ausgeglichener denn je. Fahrzeuge aus sechs unterschiedlichen Fahrzeugklassen stellten die Top-10-Positionen.

vln_3_start.jpgNach dem Zeittraining am Samstagmorgen lagen zwölf der 192 gestarteten Teams innerhalb von zehn Sekunden, allen voran Alexander Roloff (Berlin), Thomas Jäger (München) und Roland Rehfeld (Blankenfelde) im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von ROWE-Racing mit einer Rundenzeit von 8:14,961 Minuten. Im Rennen wurde die Spitzengruppe dann frühzeitig und unfreiwillig durcheinander gewürfelt. Die Rennleitung bestrafte insgesamt 20 Fahrzeuge aufgrund von Missachtung von Flaggensignalen; darunter auch die ersten zehn des Gesamtklassements. „Wir haben besonders hart durchgegriffen, um das Fehlverhalten deutlich ahnden“, so Rennleiter Peter Bröcher (Olpe). BMW-Werksfahrer Jörg Müller räumte ein: „Es liegt uns allen fern, die Helfer an der Strecke in Gefahr zu bringen. Ich fuhr am Ende der Schlange der ersten zehn Fahrzeuge. Wir haben alle die Geschwindigkeit reduziert - aber nicht deutlich genug. Das tut mir leid, die Strafe war okay.“ Neben den Top-Fahrzeugen waren auch zehn weitere Fahrzeuge unterschiedlicher Klassen betroffen. Im Kampf um den Tagessieg bedeutete dies eine Vorentscheidung. „Wir hatten keine Ahnung, dass wir auf Siegkurs lagen, denn auch bei uns lief nicht alles optimal“, sagte Seefried nach dem Rennen. „Dass es am Ende zum Sieg gereicht hat, war auch Glück - aber das gehört im Motorsport nun mal auch dazu.“ Für Melo war es der erste Sieg in seinem zweiten Rennen auf der Nürburgring Nordschleife. Entsprechend groß war die Freude des Brasilianers: „Perfekt - das hätte ich mir nicht träumen lassen.“ Nach einer fulminanten Aufholjagd war der geschlagene Lieb dennoch zufrieden: „Ich konnte zu dem Ferrari aufschließen, vorbei kam ich jedoch nicht. Mein Team hat einen guten Job gemacht. Auch wenn heute nicht alles hundertprozentig rund lief, sind wir bereit für das 24-Stunden-Rennen.“ Den Vergleich, den Manthey-Racing mit dem Einsatz des RSR aus der Saison 2009 anstelle des angestammten 911 GT3 R zog, kommentierte Lieb wie folgt: „Der GT3-Wagen hat etwas mehr Leistung, der RSR mehr Abtrieb.“

vln_3_bmw.jpgDurch das harte Durchgreifen der Rennleitung sammelten die späteren Sieger der Porsche-Cup-Klasse, Kai Riemer (Leipzig) und Rodney Forbes (Australien), Führungskilometer. In den letzten 90 Minuten konnten sie das Tempo der Spitze aber nicht mehr mitgehen. „Die Servolenkung ist ausgefallen“, so Riemer. „Das war dann eine verdammt harte Schlussphase. Als wir plötzlich in Führung lagen, das war schon toll. Die Konkurrenz ist ohne Zweifel stark, aber wir können - wenn alles stimmt - in Podiumsnähe fahren.“ Hinter dem Spitzentrio fuhren die beiden SLS AMG GT3 von ROWE- und Mamerow-Racing auf die Positionen vier und fünf. Der Golf24 von Volkswagen Motorsport beendete das Rennen auf Platz sechs vor dem schnellsten BMW Z4 GT3 des Need for Speed Teams Schubert, dem Haribo-Porsche und dem Lexus LF-A von Gazoo-Racing aus Japan.

Dieser Bericht stammt von der Homepage der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring.

 
Dörr Motorsport: Gelungenes Rollout des neuen BMW Z4 GT3 Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Alexander Müller   
Dienstag, 3. Mai 2011

0503_drr.jpgNachdem sich Dörr Motorsport im Winter dazu entschlossen hatte, den BMW Z4 GT3 mit dem Upgrade Kit für 2011 aufzurüsten, erfolgte im Rahmen des 36. DMV 4-Stunden-Rennens das Rollout des neuen Fahrzeuges.

Im Qualifying erzielte man bei ersten gezeiteten Runden eine Zeit von 8:38.205min, was die 28. Startposition bedeutete. Im Rennen spulten Rudi Adams, der den Startturn fuhr, Stefan Aust, Peter Posavac und Arno Klasen ohne größere Zwischenfälle das vierstündige Rennen ab und sammelten wichtige Erfahrungswerte auf dem neuen Fahrzeug. Die Ziellinie überquerte das Quartett auf dem 19. Gesamtrang.

Rudi Adams zeigte sich im Ziel zufrieden: „Das Auto war am Anfang recht schwierig zu fahren und wir haben noch einiges an Arbeit in Sachen Fahrwerk. Aber für das erste Rollout sind wir eigentlich recht zufrieden. Alles ist heil geblieben und wir sind ohne größere Probleme durchgefahren.“ Teamchef Rainer Dörr unterstrich dieses Fazit: „Dafür, dass wir noch keinen Test mit den Reifen auf dem neuen Fahrzeug hatten, haben die Pirelli Pneus schon wunderbar mit dem Auto harmoniert. In diesem Bereich haben wir dank Pirelli schon jetzt eine gute Basis.“

Uwe Ebertz, Hanspeter Strehler und Stefan Aust erreichten im Qualifying mit einer Rundenzeit von 9:04.656min die vierte Startposition in der Klasse Sp6. Im Rennen lag man mehrere Runden auf dem dritten Platz, ehe man aufgrund von Problemen mit der Steuerung der Nockenwellenverstellung Boden verlor. Danach nutzte das Trio die verbliebene Zeit, um weitere Erfahrungen auf dem BMW Z4 M Coupé zu sammeln.

drr_lauf_2_bericht_copy.jpgStefan Kenntemich, Reinhard Prenzel und Stefan Müller beendeten das 36. DMV 4-Stunden-Rennen auf einem zufriedenstellenden vierten Rang in der Klasse Sp10.

„Heute war allgemein ein guter Tag für uns und wir haben mit allen Fahrzeugen viele wertvolle Erkenntnisse sammeln können. Ich denke, dass wir beim Z4 GT3 noch einige Sekunden finden werden, wenn wir alles aussortiert haben. Besonders Arno Klasen, der auch das 24 Stunden Rennen auf dem Auto fahren wird, hat einen guten Job bei seinem ersten Einsatz gemacht“, erklärte Rainer Dörr abschließend nach dem Rennen.

Der nächste Lauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet am 14.05. statt und wird mit einer Distanz von sechs Stunden einen wichtigen Test für das 24 Stunden Rennen darstellen.

 
Mercedes-Benz, Porsche und BMW auf dem Podium Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Alexander Müller   
Dienstag, 3. Mai 2011

0503_benz.jpgChris Mamerow (Castrop-Rauxel) und Armin Hahne (Wimbach) feierten beim 36. DMV 4-Stunden-Rennen den ersten Mercedes-Benz-Sieg in der Saison 2011. Nach 28 Runden wurde das Duo im SLS AMG GT3 mit einem Vorsprung von 33,604 Sekunden auf die Zweitplatzierten Timo Bernhard (Dittweiler), Lucas Luhr und Romain Dumas (beide Schweiz) im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing abgewinkt. Platz drei ging an die Mannschaft von BMW-Motorsport. Dirk Müller (Schweiz), Dirk Werner (Würzburg) und Dirk Adorf (Michelbach) errangen im BMW M3 GT mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,614 Sekunden den letzten Podiumsrang. Das Nachsehen hatten Lance David Arnold (Duisburg), Christopher Brück (Köln) und Christian Frankenhout (Niederlande) im SLS AMG GT3 von Heico-Motorsport. Das Trio belegte Rang vier, markierte mit 8:18,927 Minuten aber immerhin die schnellste Rennrunde. Bei sonnigen Bedingungen nahmen 203 Rennfahrzeuge das DMV 4-Stunden-Rennen der Renngemeinschaft Düren in Angriff. Für Ex-DTM-Fahrer Armin Hahne war es der erste Sieg in einem VLN-Rennen überhaupt und der 38. Erfolg für ein Fahrzeug aus dem Hause Mercedes-Benz. Eine 30-minütige Zusammenfassung vom Saisonauftakt zeigt der Sender Sport1 am 5. Mai um 18:00 Uhr.

0503_bmw_manthey.jpgBereits vor dem Rennen wurde deutlich, dass der Rennsieg nur über das Mamerow-Team gehen würde. In 8:13,730 Minuten fuhr Chris Mamerow im Zeittraining die Bestzeit. Von der Pole-Position aus gestartet, dominierte der SLS AMG GT3 das Geschehen an der Spitze. „Auch wenn es einfach ausgesehen hat - das war kein entspannter Sieg“, so Mamerow. „Wir mussten über die kompletten vier Stunden alles geben, denn unser Ziel ist es, Siege einzufahren.“ Sein erfahrener Teamgefährte Hahne ergänzte: „Unsere Arbeit im Team hat sich ausgezahlt. Wir haben am Freitag einen sechststündigen Test absolviert und dabei große Fortschritte in Sachen Fahrwerk und Bremse gemacht.“

Nach der Nullrunde der Manthey-Speerspitze beim VLN-Auftakt zeigte sich Bernhard mit Platz zwei zufrieden: „Das war für uns heute ein gutes Rennen. Nach vier Stunden ohne auch nur das geringste Problem ins Ziel zu kommen, war sehr wichtig. Mamerow war heute nicht zu schlagen.“ Adorf war nach seinem zweiten Stint überglücklich: „Ich habe mich extrem gefreut, dass es mir gelungen ist, in der letzten Runde die Angriffe des Heico-SLS abzuwehren. Ich musste in den letzten Runden richtig pushen, um den Podiumsplatz ins Ziel zu retten.“ Der zweite BMW M3 GT - mit Jörg Müller (Monaco), Augusto Farfus (Brasilien) und Pedro Lamy (Portugal) am Volant - wurde auf Platz fünf abgewinkt. Den schnellsten Audi R8 LMS pilotierten die Phoenix-Piloten Marc Basseng (Leutenbach), Frank Stippler (Bad Münstereifel) und Marcel Fässler (Schweiz) auf Platz sechs.

0503_stuck_lambo.jpgHans-Joachim Stuck beendete das erste Rennen zusammen mit seinen beiden Söhnen Johannes und Ferdinand (alle Österreich) sowie Frank Kechele (Laufen) auf Platz 28. „Für uns stand im Vordergrund, Erfahrungen zu sammeln“, sagt der Altmeister. „Aus diesem Grund sind wir heute nicht auf Angriff gefahren.“ 26 Runden absolvierte die Familienbande im Lamborghini Gallardo von Reiter Engineering. Die ersten Testkilometer absolvierte der neue Golf24 aus dem Hause Volkswagen erfolgreich. Am Ende belegten Fredrik Ekblom (Schweden), Peter Terting (Börwang) und Franck Mailleux (Frankreich) Platz 20 in der Gesamtwertung. „Wir haben die ersten Erfahrungen im Renneinsatz gesammelt“, so Terting. „Nun geht das Testprogramm mit Ausblick auf das 24-Stunden-Rennen weiter.“

Geglückte Rennpremiere des weiterentwickelten Porsche 911 GT3 R Hybrid: Mit der ‚Version 2.0’ des innovativen Hybrid-Rennwagens aus Weissach fuhren die Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld), Marco Holzer (Lochau) und Patrick Long (USA) auf den elften Platz. „Wir machen mit der 2011er-Version gute Fortschritte“, sagte Porsche-Sportchef Hartmut Kristen. „Bei einem weiteren Einsatz im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, werden wir zusätzliche Daten sammeln.“

0503_audi.jpgMit seinem zweiten Klassensieg in der stark besetzten Klasse der VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum mit Turbo hat Maik Rosenberg (Attendorn) die Tabellenführung übernommen. Zusammen mit Peter Terting pilotierte er den Volkswagen Scirocco von LMS Engineering und verwies die Konkurrenz auf die Plätze. Auf Rang zwei liegen nach zwei von zehn Rennen Carsten Knechtges (Mayen), Manuel Metzger (Rickenbach-Hütten) und Tim Scheerbarth (Dormagen), die ihrerseits mit dem BMW Z4 von Black Falcon zum zweiten Mal bei den VLN-Serienwagen bis 3.000 ccm Hubraum triumphierten.

Mit der 42. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy steht in zwei Wochen das erste von zwei 6-Stunden-Rennen der Saison auf dem Programm. Am 14. Mai wird dann die Erfolgsgeschichte der populärsten Breitensportserie Europas um ein neues Kapitel reicher.

Dieser Bericht stammt von der Homepage der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 3. Mai 2011 )
 
Packender Saisonauftakt mit BMW-Doppelsieg Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Alexander Müller   
Dienstag, 5. April 2011

img_3199_copy.jpgDer Saisonauftakt der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring war ein echter Leckerbissen für die Fans, und eine beeindruckende De-monstration für den hochkarätigen Breitensport, den die Serie seit Jahren bietet. Bei strahlendem Sonnenschein drückte die BMW-Werksmannschaft der 58. ADAC Westfalenfahrt ihren Stempel auf. Nach 27 Runden feierten Uwe Alzen (Betzdorf), Augusto Farfus (Brasilien) und Jörg Müller (Monaco) im BMW M3 GT den Sieg, gefolgt von Andy Priaulx (Großbritannien), Dirk Müller (Schweiz) und Dirk Werner (Würzburg) im Schwesterfahrzeug. Das Podium komplettierten Kenneth Heyer (Wegberg), Thomas Jäger (München), Jan Seyffarth (Querfurt-Leimbach) und Jeroen Bleekemolen (Niederlande) im SLS AMG GT3 von Black Falcon. „Geiles Wetter, tolle Zuschauer und für uns ein fantastisches Rennen“, strahlte Alzen nach dem Rennen, der mit seinem zehnten VLN-Sieg ein kleines Jubiläum feierte. Eine 30-minütige Zusammenfassung vom Saisonauftakt zeigt der Sender Sport1 am 13. April um 17:30 Uhr.

Ein erstes Zeichen setzte Priaulx bereits im Zeittraining. Der dreifache Tourenwagen-Weltmeister fuhr bei abtrocknender Piste die schnellste Runde in 8:39:194 Minuten, und sicherte dem Team die Pole-Position. Nach dem Start konnte sich das BMW-Doppel zunächst an der Spitze behaupten, musste sich aber dann eingangs Runde zwei dem stark auftrumpfenden Manuel Lauck (Lebach) im Porsche 911 GT3 R von Pinta-Racing geschlagen geben. Dieser verteidigte seine Führung vehement. Nach einer Stunde lagen die Top-3-Teams – Pinta-Racing, der später siegreiche BMW und der Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing – innerhalb einer Sekunde. Der Manthey-Porsche von Timo Bernhard (Dittweiler), Lucas Luhr (Ludwigsburg) und Arno Klasen (Karlshausen) schied kurze Zeit später mit mangelndem Vortrieb aus. Auch Lauck und Michael Illbruck (Unterföhring) büßten eine vordere Platzierung ein, als der Porsche mit Treibstoffmangel ausrollte. Am Ende stand nur Platz zehn zu Buche. Zeitweise übernahmen Chris Mamerow (Castrop-Rauxel) und Armin Hahne (Wimbach) im SLS AMG GT3 die Führung. Aber auch hier schlug der Defektteufel zu. Nach 21 Runden beendete das Team das Rennen vorzeitig.

„Dieser Doppelsieg zeigt, dass BMW über den Winter einen tollen Job gemacht hat, auch wenn wir natürlich von den vielen Ausfällen unserer Mitstreiter profitiert haben“, sagte Alzen und Dirk Müller ergänzte: „Das war ein wichtiger Test für uns mit Ausblick auf das ADAC Zurich 24h-Rennen. Wir haben unsere Joblisten gut abgearbeitet und gezeigt, dass unser Fahrzeug standfest ist.“ Auch für Black Falcon verlief der Auftakt problemlos. „Ich bin mit unserer Leistung sehr zufrieden“, so Heyer. „Wir hatten mit vier Piloten eine andere Strategie als unsere Mitstreiter. Zudem war unser Ziel, das Rennen zu beenden. Das ist uns gelungen und über die Podiumsplatzierung freuen wir uns sehr. Ein guter Einstand in die Saison.“

img_3406_copy.jpgDie Weltpremiere des N.Technology P4/5 Competizione von Mika Salo (Finnland), Nicola Larini, Fabrinzio Giovanardi und Luca Cappellari (alle Italien) war nicht von Glück geprägt. Zwar absolvierte Salo einen problemlosen ersten Stint, nach sieben Runden war das Rennen dann aber mit Rauchentwicklung am Fahrzeug beendet. Salo zeigte sich dennoch beeindruckt: „Ein fantastisches Erlebnis. Die Nordschleife ist eine außergewöhnliche Rennstrecke. Hinzu kommt eine tolle Stimmung im Fahrerlager mit den ganzen Fans. Ich freue mich schon auf unseren nächsten Einsatz am 14. Mai.“

Einen tollen Erfolg feierten Andreas und Ralf Schall (beide Dorn-stadt). Das Vater-Sohn-Gespann fuhr zusammen mit Michael Bäder (Ofterdingen) im betagten Ex-DTM-Mercedes 190 zum Wertungsgruppensieg bei den Gruppe-H-Fahrzeugen. „Wir haben lange Zeit nicht mehr auf dem Podest gestanden“, sagte Andreas Schall. „Es ist ein gutes Gefühl, wieder hier zu sein.“ Der Filius komplettierte das Familienergebnis mit Platz sieben in einem weiteren SLS AMG GT3 von Black Falcon hinter dem Horn-SLS sowie den beiden Porsche 911 GT3 R von Frikadelli-Racing und dem Haribo Team Manthey.

Zum knappsten Zieleinlauf kam es in der Porsche Cup-Klasse zwischen zwei Kundenteams von Manthey-Racing: Wolfgang Kohler (Aldingen), Frank Kräling (Winterberg) und Christian Menzel (Kelberg) überquerten nach vier Stunden die Ziellinie 2,665 Sekunden vor Rainer Holte (Kampen), Arne Hoffmeister (Lutter) und Jochen Krumbach (Eschweiler). Die erste Tabellenführung der neuen Saison geht an Holger Goedicke (Weinsberg) und Mathias Schläppi (Schweiz). Das Duo setzte sich in der mit 20 Fahrzeugen am stärksten besetzten Renault Clio Cup-Klasse durch.

Der zweite Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet am 30. April statt. Das 36. DMV 4-Stunden-Rennen der Rennge-meinschaft Düren führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

Dieser Bericht stammt von der Homepage der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 6. April 2011 )
 
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