GT-Eins - Sportwagen-News-Site über  Le Mans, FIA-GT, LMS, ALMS, & andere Sportwagenserien
Home
forum
Berichte
Links
GT-EINS.DE
Es sind keine Events geplant
Termine
Bilder
Impressum
Kontakt
Home arrow 24h & VLN Nring
Donnerstag, 29. September 2016
Advertisement
Rennserie & der 24h-Klassiker auf der Nordschleife
News zur BfGoodrich Langstrecken Meisterschaft und den 24h am Nürburgring


Dritter Ferrari SP8-Sieg bei VLN6 Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Donnerstag, 7. August 2014

racingonevln6pflanzgarten2.jpg5 Teams gingen beim 6. VLN Langstreckenmeisterschafts-Lauf, dem 37. RCM-DMV Grenzlandrennen , in der SP8-Klasse für Rennfahrzeuge mit seriennahen Motoren von 4-6,25l Hubraum an den Start: Neben dem racing one Ferrari und einem Aston V12 Vantage des Aston Martin Testcenters brachte die Boxberger Mannschaft Ring-Racing 3 Lexus IS-F an den Start.

Im Qualifying dominierte der racing one Ferrari mit einer durch Pilot Markus Lungstrass erzielten 8:27,663´er Runde, die im mit 15 GT3 Fahrzeugen besetzten Gesamtfeld immerhin für die 16.te Startposition reichte. Lungstrass: „Bei der 8:27 lag das Auto perfekt. Allerdings bin ich auch an zwei Stellen auf der Strecke noch etwas behindert worden. 2 Sekunden hat mich das sicherlich gekostet." Teamchef Martin Kohlhaas sieht nun weiteres Potential beim Auto: "Die 8:25´er Marke sollte beim nächsten Lauf im Bereich unserer Möglichkeiten liegen." Mit über 20s Rückstand musste sich der Aston Martin von Egon Allgäuer, Wolfgang Schuhbauer und Andreas Gülden als Klassenzweiter auf Gesamtstartposition 44 einreihen. Bester der 3 Lexus war der IS-F von Uwe Kleen, Klaus Völker und Jordan Tresson.

Im Rennen setzte sich die Dominanz des Ferraris von racing one fort. Startfahrer Markus Lungstrass konnte am Anfang sogar mit dem Mittelfeld der GT3-Fahrzeuge mithalten und verschaffte seinen Mitpiloten Carsten Struwe und Christian Kohlhaas einen beruhigenden Vorsprung. Pech hatten hingegen die Konkurrenten aus dem Aston-Lager. Ex-Truck-Racer Egon Allgäuer flog auf Rang 2 liegend mit dem Vantage V12 in der Fuchsröhre in Runde 6 nach beidseitigem Leitplankenkontakt ab. Wegen der Schwere den Unfalls musste Allgäuer zum Sicherheitscheck ins Krankenhaus Adenau gebracht werden wo zum Glück nur Prellungen diagnostiziert wurden.ringracing135.jpg Einen Ausfall hatten auch die beiden Lexus-Piloten Horst und Helmut Baumann zu verzeichnen, die ihren IS-F mit einer defekten Kühlpumpe vorzeitig nach 11 Runden abstellen mussten.

Nach gut 4 Stunden Renndistanz wurde der racing one Ferrari nach 26 Runden als Klassensieger und Gesamt-18.ter abgewunken. Damit gelang der racing one -Mannschaft der dritte Klassensieg in Folge in der SP8-Klasse. Auf Gesamtrang 28 erreichte der Lexus von Uwe Kleen, Klaus Völker und Jordan Tresson den zweiten Klassenrang. Dahinter erreichten die beiden japanischen Nordschleifenneulinge Nobuo Matsushita und Akiomi Tsuruta bei ihrem Debüt die Zielflagge und machten damit das Doppelpodium für Ring-Racing komplett.

Die Ferrari-Mannschaft aus Andernach schaffte bei diesem Lauf einen wichtigen Meilenstein bei der Entwicklung ihres Nordschleifenkits für den Ferrari F458 Challenge: zum ersten Mal war man im Qualifying schneller als die zahlreichen Cup-Porsche in den Klassen SP7 und CUP2 unterwegs. Auch im Rennen gelang es, mit den Zeiten der Top-Porsche aus den Cup-Klassen gleichzuziehen. Damit wird der Ferrari zunehmend zur attraktiven Alternative für Piloten und Teams die bislang auf die Sportwagen des deutschen Premiumherstellers vertrauen.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 7. August 2014 )
 
VLN6 - die Schallmauer fällt Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Sonntag, 3. August 2014

Die 2. Saisonhälfte der VLN Langstreckenmeisterschaft ist beim 37. RCM DMV Grenzlandrennen (der Link führt zum ausführlichen Rennbericht auf unseren Seiten) mit einem erneuten Sieg des Frikadelli Racing Porsches gestartet. Patrick Huisman, Sabine Schmitz und Klaus Abbelen kamen in einem endlich mal fast ohne Störungen ablaufenden Rennen – lediglich der Start mussste um 15 Minuten verschoben werden weil Fans mit frischer Farbe die Strecke verziert hatten – zu ihrem dritten Saisonsieg. Dabei lieferte sich das Porsche-Trio über das Rennen hinweg ein Duell mit dem Schubert Motorsport BMW Z4 GT3 von Jens Klingmann , Thomas Jäger, Max Sandritter und Dominik Baumann. Die wurden zwar am Ende wegen einer 3-Min Zeitstrafe wegen überholens unter gelb um die Früchte ihrer Arbeit gebracht, schrieben aber in der 3. Rennrunde Nordschleifengeschichte als Jens Klingmann die erste Runde unter 8 Minuten Rundenzeit gelang. Mit einer 7:59,045 schaffte der BMW-Pilot im verkehrsfreien 3. Umlauf die schnellste bis dato realisierte Runde auf der Nordschleife. Rang 3 belegte am Ende nach zahlreichen Ausfällen von Spitzenautos der ROWE Racing Mercedes SLS AMG GT3 von Michael Zehe und Jan Seyffarth, die mit 5 Minuten Abstand hinter dem siegreichen Porsche die Ziellinie kreuzten.

Bei warmen Temperaturen mussten eine Reihe von Teams zahlreiche Reifenschäden auf der Nordschleife hinnehmen. Zahlreiche Podiumskandidaten kamen daher, oder aufgrund von anderen Zwischenfällen ins Straucheln. Der zwischenzeitlich führende Dörr Motorsport McLaren MP4-12C GT3 wurde mit Arno Klasen am Steuer (nicht Nicky Catsburg wie ursprünglich von uns vermeldet - Danke an Lars Gutsche für die Korrektur!) Opfer einer Kollision mit einem Black Falcon Porsche im Haugg Haken. Uwe Alzen warf auf dem 2. Rang liegend seinen BMW Z4 GT3 bei der Überrundung eines Renault Clios im Hatzenbach über die Leitplanke – er überstand den spektakulären Unfall im Gegensatz zu seinem Einsatzfahrzeug unverletzt. Der am Podium kratzende Falken Porsche verunfallte in der Fuchsröhre. Reifenschäden warfen den Haribo Racing Team Porsche und den #12 Manthey Racing Porsche aus dem Rennen um den 3. Rang.

Der Klassensieg in der Cup2-Porsche Klasse ging mit Gesamtrang 6 an den GetSpeed Performance-Porsche von Adam Osieka, Christopher Mies und Steve Jans. SP7 Sieger wurde das Gesamt-8.te Black Falcon Duo Andreas Weishaupt & Tim Scheerbarth. Die SP3T-Klasse wurde durch einen engen 3-Kampf zwischen den LMS-Engineering Wagen und dem Raeder-Motorsport Audi geprägt und ging zugunsten des TT-RS von Daniela Schmid, Christopher Tiger und Roland Botor aus. In der SP8-Klasse gelang dem racing one Ferrari der dritte Klassensieg in Folge und erstmals Zeiten auf Cup-Porsche Niveau. Der SP10-Klassensieg ging an das Mathol Racing Aston-Trio Norbert Bermes , Wolfgang Weber und Hendrik Still.

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 15. August 2014 )
 
Nordschleifenlizenz ab 2015 Pflicht am Ring Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Samstag, 2. August 2014

Der Deutsche Motorsportbund hat auf die steigenden Unfallzahlen am Nürburgring reagiert und die Einführung einer eigenen Nordschleifen-Lizenz beschlossen. Auf der Sitzung am 29. Juli hat das Präsidium für die kommende Saison 2015 für die Teilnehmer an Läufen der VLN Langstreckenmeisterschaft und am 24 Stunden Rennen am Nürburgring eine eigene Lizenzstufe zur Vorbedingung gemacht. Das DMSB-Präsidium reagiert mit der Einführung der "DMSB-Nordschleifen-Lizenz" auf wachsende Unfallzahlen auf der längsten Rennstrecke der Welt.

Die Lizenz soll Teilnehmer besser auf die Besonderheiten der Strecke vorbereiten und damit für mehr Sicherheit sorgen. Das verabschiedete Konzept sieht die Abstufung der Lizenz in 2 nach Leistungsgewichten eingeteilte Fahrzeugdivisionen vor. Nordschleifen-Neulinge erhalten demnach erst nach einem Zusatzlehrgang oder einer Mindestzahl an absolvierten Leistungsprüfungen zunächst eine eingeschränkte Lizenzstufe und müssen auf "kleineren" Fahrzeugen Erfahrungen sammeln, bevor sie auf leistungsstarke Rennwagen umsteigen dürfen.

Sonderregeln gelten für Piloten mit internationaler B-Lizenz oder höher, die die "große" Lizenzstufe unmittelbar durch einen Zusatz-Lizenzlehrgang auf der Nordschleife erwerben können. Bereits erfahrene VLN-Teilnehmern wird die DMSB-Nordschleifen-Lizenz ohne weitere Qualifikation gemäß der Leistungsklasse erteilt, in der sie bisher angetreten sind.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 2. August 2014 )
 
Das ist der zweite Alzen-Ford Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Donnerstag, 31. Juli 2014

alzenmustang.jpgJürgen Alzen hat nun die Katze – oder besser gesagt das Pony - aus dem Sack gelassen, Neben dem Ford GT mit dem er weiterhin mit Dominik Schwager um Gesamtsiege in der VLN fahren will, will das Team nun mit einem weiteren spektakulären Wagen aus dem Hause Ford um Klassensiege fahren. Ein Ford Mustang GT, der in der Gruppe H an den Start gehen soll, wird im Vorfeld des sechsten Saisonlaufes seinen ersten Roll-Out erleben. Im Laufe der zweiten Saisonhälfte sollen dann die ersten Renneinsätze in der VLN Langstreckenmeisterschaft erfolgen.

„Dass wir keinen Ford Fiesta aufbauen würden, hat sich sicherlich jeder denken können“, so Teamchef Alzen bei der Vorstellung des Wagens: „Wir setzen dieses Auto sobald es ‘nordschleifentauglich‘ ist, in der zweiten Saisonhälfte erstmals ein und hoffen, damit in der Gruppe H um Siege kämpfen zu können. Ich freue mich sehr, dass wir mit diesem Projekt ein zweites Auto aus dem Hause Ford an den Start bringen können und bin selbst sehr gespannt auf dieses erste Roll-Out mit dem Brummer. Die Fahrer stehen noch nicht endgültig fest.“

Der bei Jürgen-Alzen-Motorsport modifizierte Ford Mustang ist wie auch schon der Ford GT ein ex-Marc VDS Auto. Statt in der GT3 Klasse mit den seinerzeit bekannten Homologationsproblemen hinterher zu fahren hat sich Alzen entschlossen den Wagen in der Gruppe H einzusetzen, wo zumindest Klassensiege im Bereich der Möglichkeit liegen und man eine spektakuläre Bühne für Kundeneinsätze zur Verfügung hat.

Der Ford verfügt über einen Rush Yates V8 mit vier Ventilen pro Zylinder und vier obenliegenden Nockenwellen. Die Leistung sollte bei knapp 600 PS liegen und die Kraft wird über ein sequentielles X-Trac 6-Gang Getriebe per Paddle-Shift an die Hinterachse übertragen. Beim Fahrwerk wurden an der Vorderachse McPherson Federbeine verbaut. Die Hinterachse wir mit Doppelquerlenkern geführt. Rundum arbeiten die bewährten Dämpfer von Sponsor H&R. Die AP-Racing Bremsanlage verfügt an der Vorderachse über einen 6-Kolben Bremssattel mit 380 mm Scheiben. An der Hinterachse sorgt eine 4-Kolben Anlage mit 360 mm Scheiben für entsprechende Verzögerung des 1375 Kilogramm schweren Renners. Die Bereifung aus dem Hause Dunlop wird in der Dimension 30/660/18 vorne und 31/710/18 hinten, auf dreiteiligen BBS Felgen der Breite 12 und 13 Zoll mit Zentralverschluss gefahren. Das Tankvolumen des Wagens ist mit 100l angegeben.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 31. Juli 2014 )
 
DMV-Grenzlandrennen läutet 2.VLN-Saisonhälfte ein Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Donnerstag, 31. Juli 2014

170 Teams stehen für den Beginn der 2. Hälfte der VLN Langstreckenmeisterschafts-Saison 2014, das 37. RCM DMV Grenzlandrennen, auf der vorläufigen Teilnehmerliste. Nach den Wirren des 5 Laufes, den ein Gezerre um zahlreiche Zeitstrafen im Qualifying prägte, hoffen alle Teilnehmer darauf, das die sportlichen Aspekte diesmal wieder im Vordergrund stehen werden. Mit einem attraktiven Feld ist die Grundvoraussetzung für ein spannendes Rennen jedenfalls gegeben.

15 Teams haben in der Top-Klasse der GT3/SP9 Fahrzeuge genannt. 4 Porsche der Mannschaften von Falken Motorsports, Haribo Racing (mit Jörg Bergmeister ) Manthey Racing (feat. Fred Markowiecki) und Frikadelli Racing stehen 4 Mercedes SLS AMG GT3 Car-Collection , ROWE Racing und Hofor Racing (Bild) die mit Keneth Heyer ihr Debüt geben, 3 BMW Z4 GT3, 2 Audi R8 LMS GT3 und je einem McLaren MP4-12C GT3 und einem Ford GT gegenüber. Auf dem Dörr Motorsport-McLaren greift BMW-Routiniert Nicky Catsburg zur Abwechslung mit ins Steuer. Uwe Alzen der nach dem Rückzug beim letzten Lauf doch am Start ist hat Yelmer Buurmann mit im BMW sitzen.

Mit 17 Fahrzeugen ist die SP7-Klasse, in der in der Regel verschidenste Porsche-Cup-Fahrzeuge starten, wieder einmal die am Besten besetzte Klasse. Hinzu kommen 7 Porsche die in der CUP2-Klasse starten und der Manthey-Porsche in der SPX den Christian Menzel zusammen mit Wolfgang Kohler bewegt. Nach der Enttäuschung bei den 24h von Spa-Francorchamps startet der Wochenspiegel-Porsche  hingegen erneut in der SP-Pro-Klasse.

Weitere GT-Fahrzeuge finden sich in der SP10/GT4-Klasse, wo 4 Aston Martin Vantage GT4 gegen den Pro Sport Performance Porsche antreten, und in der SP8-Klasse, wo 3 Ring-Racing-Lexus gegen den racing one-Ferrari und einen V12 Vantage antreten. Seriennahe GT-Starter findet man in der mit 14 Autos besetzten V6-Klassse, wo diverse Porsche- BMW und Mercedes-Mannschaften gegeneinander antreten. Nur 6 Starter hat dieses mal der Toyota GT 86-Cup aufzuweisen, in dem auf der Nennliste allerdings das Leutheuser Racing -Team mit seinen beiden Toyota GT 86 fehlt.

Das Zeittraining beginnt am Samstag wie gewohnt um 8.30 Uhr. Das 4-stündige Rennen soll, so denn nicht wieder zu viel Sportstrafen anfallen, pünktlich um 12 Uhr beginnen.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 31. Juli 2014 )
 
Aston feiert 40. VLN-Klassensieg Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Donnerstag, 17. Juli 2014

aviamatholvantage.jpgBei Aston Martin gab es nach dem fünften Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft  vor 1½ Wochen Grund zum Feiern: die Mathol Racing-Piloten Norbert Bermes, Wolfgang Weber und Hendrik Still pilotierten ihren Aston Martin Vantage GT4 von AVIA Racing zum zweiten Mal in der laufenden Saison zum ingesamt 40. Klassensieg für die britisch-deutsche Marke in der Geschichte der Langstreckenmeisterschaft.

Wolfgang Schuhbauer, Direktor des Aston Martin Test Centre am Nürburgring, gratulierte der Crew für diesen Meilenstein:. „Der 40. Klassensieg ist ein wichtiger Meilenstein. Seit 2006 sind wir regelmäßig in der Langstreckenmeisterschaft unterwegs und fühlen uns sowohl der Serie als auch der Rennstrecke extrem verbunden. Nun werden wir alles daransetzen, zehn weitere Siege einzufahren, um dann unser erstes richtiges Jubiläum zu feiern.“

Bermes / Weber / Still setzten sich im Rennen über die verkürzte Distanz von 165 Minuten mit einer Runde Vorsprung gegen die russischen Markengefährten Dmitriy Lukovnikov und Andrei Sidorenko auf einem von Rent2drive eingesetzten Aston Martin durch. Bei wechselhaften Wetterbedingungen mit Regen in der Start- und Schlussphase fuhr das Trio ein fehlerfreies Rennen und belegte im Gesamtklassement den guten 29. Platz. rent2drivevantage.jpgEin dritter, ebenfalls vom Rent2drive Racing eingesetzter Aston Martin Vantage GT4 fiel nach einem Leitplankeneinschlag im Bereich Mutkurve leider vorzeitig aus. Die 3 Aston Martin Vantage GT4 waren die einzigen Teilnehmer in der SP10/GT4-Klasse an diesem Wochenende.

Seit der Eröffnung des Aston Martin -Testcenters am Nürburgring hatte sich die britische Marke mit der in Deutschland beheimateten Motorenfertigung – derzeit laufen die Triebwerke für die Briten in einem Joint-Venture mit Ford in Köln vom Band – in verschiedenen Klassen der VLN Langstreckenmeisterschaft engagiert. In der SP8-Klasse für grossvolumige Triebwerke entstanden die meisten Projekte, wobei nach der Adaption der SRO-Klassen die SP9/GT3- und SP10/GT4-Engagements weitere Erfolge zur Bilanz von Aston Martin beisteuerten. In der SP10 gelang auch das bislang erfolgreichste Kundenengagement, mit den auf der Nordschleife mit entstandenen GT4-Modellen.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 17. Juli 2014 )
 
enges Cup4-Rennen beim 5.VLN-Lauf Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Donnerstag, 10. Juli 2014

cup4vln5sieger.jpg8 Mannschaften starteten beim 54. ADAC Reinoldus Langstreckenrennen in der CUP4-Klasse des Toyota GT 86-Cups, der wie gewohnt im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft ausgefahren wird. Neben den 2-Wagen-Teams von Dörr Motorsport und Leutheuser Racing waren wieder die Mannschaften von Vantage Motorsports, WH-Motorsport, St.Vieth/Pit-Lane Racing und Toyota Swiss Racing am Start.

Von den Wirren der Gelbphasen und Streichungen der Rundenzeiten war auch die Hälfte der Teilnehmer im GT86-Cup betroffen. Beide Dörr-Autos, ein Leutheuser-Toyota und der von Ring-Racing betreute Toyota GT 86 der Schweizer bekamen Rundenzeiten gestrichen. Am Ende stand wieder einmal eine Polezeit des britischen Vantage Motorsports Toyotas von Nigel Moore mit einer 9:50.619 zur Notiz an.

Doch Moore konnte von der erneuten Bestzeit keinen Profit schlagen. Dem schnellsten Wagen im Feld verhagelte ein Reifenschaden in der 3. Runde einen erneuten Start-Ziel-Sieg. Die Eidgenossen vom Toyota Swiss Racing Team übernahmen darauf hin die vorläufige Führung im Rennen, die aber in einer hart umkämpften aus 6 Fahrzeugen bestehenden Kampfgruppe des Cups ständig wechselte. In dieser Guppe gab es den ersten Ausfall als der WH-Motorsport Toyota mit der #540 von Leutheuser Racing&Events am Pflanzgarten aneinander geriet, was nach den entstandenen Karosserie- und Kühlerschäden ein frühes Aus für das Familienteam aus Hennef zur Folge hatte. Eine weitere Kollision mit einem BMW aus der CUP5-Klasse sollte die #540 dann später noch weiter zurückfallen lassen.

cup4vln5dritter.jpgNach dem ersten Boxenstop fiel die Führung an das Dörr Trio Wrabetz/Hoffmeister/Dreszer, die sich diese in der Folge nicht mehr abnehmen liessen. Bei Dörr gab am Ende die Reifenstrategie den Ausschlag wie Teammanager Uwe Isert erklärte "Für Regenreifen zu trocken, für Slicks zu nass. Egal ob es geregnet oder die Strecke abgetrocknet hat, wir sind immer unser Rennen auf den profillosen Reifen weitergefahren und haben somit keinen weiteren Boxenbesuch durch das Wetter in Kauf nehmen müssen."

Gleichwohl fand man im von Pit Lane Racing betreuten belgisch-italienischen Quartett Muytjens/Brody/Barbaro/Dujardin hartnäckige Verfolger, die beim Fallen der Zielflagge gerade einmal 7s hinter dem Dörr-Trio rangierten. Dahinter konnte sich das schweizer Trio Schmid/Schmid/Vögli auf dem Toyota Swiss Racing 86´er als Dritte notieren lassen.

Ob das siegreiche Trio seinen 2. Klassensieg in der Saison wird behalten können ist allerdings ungewiss, denn aufgrund zahlreicher Fahrerproteste in den verschiedensten Klassen wird ein endgültiges Ergebnis erst in den nächsten Tagen verkündet. Es ist daher abzuwarten, ob die vorbehaltlichen Ergebnisse Bestand haben werden.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 10. Juli 2014 )
 
Die SP8-Klasse beim 5.VLN-Lauf Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Donnerstag, 10. Juli 2014

gt-corsesp8vln5.jpg6 Teams standen beim 54. ADAC Reinoldus Langstreckenrennen in der SP8-Klasse am Start. Neben den beiden Ferraris von racing one und GT-Corse und den beiden Lexus IS-F der Ring-Racing Mannschaft starteten ein Aston Martin Vantage des am Ring beheimateten Aston Martin Testcenters und als Premiere ein privat aufgebauter Audi R8 der Hömberg-Motorsport Mannschaft.

Im Qualifying erzielte der GT-Corse Cup-Ferrari mit Pilot Pierre Kaffer mit einer 8:24,406 die Pole-Position vor dem racing One Ferrari auf dem Neuzugang Hendrik Still für das Qualifying verantwortlich zeichnete. Da Pilot Markus Lungstrass dort wegen einer Terminüberschneidung verhindert war, kamen neben den beiden Stammfahrern Carsten Struwe und Christian Kohlhaas an diesem Wochenende 2 neue Piloten zum Einsatz. Der aus Niederzissen stammende 27 jährige Hendrik Still , der die Nordschleife bereits von zahlreichen Einsätzen in der SP10 Klasse her kennt, und der während des Rennens einen Doppeleinsatz auf dem SP10 Aston der Mathol Racing Mannschaft absolvierte, sowie der zum erweiterten Instruktorenkader des Teams gehörende Benjamin Leuchter, verstärkten die Ferrari Crew beim 5 Rennen der Saison. Die drittbeste Startposition in der Klasse konnte die Aston Martin Mannschaft verbuchen. Da die Rennleitung zahlreichen Teams wegen mutmasslicher Vergehen unter Gelb die Rundenzeiten strich, standen für die 3 besten SP8-Teams im 148 Wagen grossen Starterfeld die Gesamtränge 5, 7 und 30 zu Buche.

Im Rennen reduzierte sich das SP8-Feld schon in der ersten Kurve , als Aston-Pilot Egon Allgäuer hinter dem "Haugg-Haken" auf den grünen #113 Cup2-Porsche auflief der sich vor ihm gedreht hatte. Durch den Aufprall wurde die komplette Vorderfront inklusive Kühler am V12 des britischen Boliden beschädigt. In der Folge lieferten sich die beiden Startfahrer Pierre Kaffer und Hendrik Still in ihren Ferraris einen Kampf um die Spitze mit fast identischen Rundenzeiten. Während zu Beginn Kaffer noch das bessere Ende für sich hatte, wechselte kurz vor den ersten Boxenstops mehrfach die Klassenführung. Bei nun immer feuchter werdenden Streckenbedingungen fiel die Entscheidung um den Sieg als GT-Corse nach dem ersten Stop den gelben F458 auf Regenreifen ins Rennen schickte - wie sich später herausstellte war dies die falsche Entscheidung. Die racing one Piloten Carsten Struwe und Benjamin Leuchter konnten davon profitieren und die Führung der Andernacher Mannschaft weiter ausbauen. Zum Schluss gelang es Benjamin Leuchter sogar die Zeiten der Top-GT3-Teams mit gehen zu können. Am Ende stand der 2. Klassensieg in Folge für das deutsche Ferrari-Team zu Buche.

hoembergaudi.jpgHinter den beiden Ferraris waren die beiden Lexus IS-F der Ring-Racing-Mannschaft schon abgeschlagen: Die japanischen V8-Boliden gingen mit Regenreifen an den Start, kamen jedoch nach der ersten Runde in die Box, um auf Slicks zu wechseln. Allerdings mussten sich die Fahrer in nahezu jeder Runde auf der über 25 Kilometer langen Kombination aus Grand-Prix-Kurs und Nordschleife auf neue Streckenbedingungen einstellen. Beide Lexus lieferten sich einen teaminternen Zweikampf um die verbleibenden Podiumsposition. Dabei hatte am Ende der IS-F von Uwe Kleen, Klaus Völker und Jordan Tresson am Ende die Motorhaube vorne. Hinter den Lexus belegte der Audi R8 der Mannschaft von Bernd Hömberg den 5. Klassenrang bei seinem Renndebüt.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 10. Juli 2014 )
 
VLN5 - ein Skandallauf ? Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Sonntag, 6. Juli 2014

Der 5. VLN Langstreckenmeisterschafts-Lauf – das 54.te Reinoldus-Langstreckenrennen (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) - wird noch für einige Zeit für Diskussionen sorgen. Die VLN-Organisation hatte wohl vor, nach den Vorfällen beim 24h-Rennen ernst zu machen und Vergehen unter Doppelgelb konsequent zu bestrafen. Pech nur das nach einem Abflug am Flugplatz – mutmasslich war der Opel Astra von Mario Merten und Jürgen Nett der Auslöser – gleich über 50 Teams wegen Geschwindigkeitsvergehen in der Doppelgelbzone gemeldet wurden.

Uns liegen derzeit keine Informationen vor warum es an dieser Stelle so viele Teams erwischte; waren es ungenau angezeigte Flaggensignale oder wirklich ein nicht regelkonformes Verhalten der meisten Teilnehmer? Jedenfalls sorgte die Fülle der ausgesprochenen Strafen, Rundenstreichungen und Startzurückversetzungen, sowie zahlreich vorgetragene Einsprüche dagegen dafür, das das Rennen erst mit 2 Stunden Verspätung starten konnte, nachdem eine offensichtlich mit den Auswirkungen ihrer Konsequenz überforderte Rennleitung die entgültige Startaufstellung erst nach ca. 80 Minuten Verspätung erstellen konnte – und das obwohl mit nur 148 Teilnehmern das bislang kleinste Feld der Saison am Start stand. Bei der Fülle der Verstösse waren auch einige aufgrund von Verwechslungen zu Unrecht zur Rennleitung zitierte Teams dabei.

Zudem erfolgte während der über 2-stündigen Wartephase nur eine äusserst spärliche Information an die Teilnehmer, warum es zu den Verzögerungen kam. Zum Teil wussten Zuschauer und Teilnehmer bis kurz vor dem Rennstart nicht wann und wie die Startaufstellung erfolgen sollte. Ein hier ungenannt bleibender Teamchef machte seinem Unmut Luft: „Anscheinend ist der Rennleitung nicht bewusst, das es neben Werks und Hobbyteams auch zunehmend professionelle Kundenteams gibt die zahlende Piloten auf dem Auto betreuen – denen dann erklären zu müssen wer jetzt wegen dem verküzten Rennen nicht auf dem Auto sitzen kann ist eine äusserst unglückliche Situation die der VLN Langstreckenmeisterschaft auf lange Sicht viele Teilnehmer vergraulen kann.“

Das dann nur noch über 2 ¾ h Restdistanz ausgetragene Rennen wurde angesichts eines überschaubaren GT3-Feldes - von den 6 genannten Startern verzichtete Uwe Alzen mit seinem BMW Z4 GT3 aus Verärgerung über die Streichung aller seiner Zeiten komplett auf den Start – ausnahmsweise in den Top-10 mal von Teams aus den kleineren Klassen dominiert. Während sich die Frikadelli-Mannschaft von Sabine Schmitz, Frank Stippler und Patrick Huisman an der Spitze zum 2. Saisonsieg davon machte (die Porsche Mannschaft ist nun das erste Team dem in dieser Saison ein 2. Sieg gelang) kämpften dahinter die beiden Cup2-Teams von GetSpeed Performance performance und raceunion Teichmann Racing in einem von mehreren Überholmanövern geprägten Zweikmpf um Gesamtrang 2, wobei sich erst in der letzten Runde das GetSpeed Performance Trio Adam Osieka, Christopher Mies und Steve Jans durchsetzen konnte. Ebenfalls in der letzten Runde – bzw letzten Kurve – gelang dem Manthey-SP7-Porsche von Kräling/Gindorf/Brück das entscheidende Manöver um P4 gegen den Black Falcon-Porsche von Weisshaupt/Scherbarth, die einen besseren Platz nach einem Leitplankenanschlag in der Tiergartenschikane verspielten. Der beste SP3T Audi TT RS wurde auf Gesamtrang 6 mit dem Wagen von Oestreich/Schmid klassiert, die sich noch vor dem zweitbesten SP9, dem Walkenhorst-BMW auf P7 klassieren konnten.

Allerdings sorgen weitere Strafen die nach dem Rennen ausgesprochen wurden nun schon wieder für weitere Verwirrung und zeitweise als „vorläufig“ vermeldete Rennresultate. eEs wird sich nun zeigen müssen ob bei den nächsten Läufen die Organisatoren aus den gemachten Erfahrungen lernen und ihre Disziplinarstrafen in akzeptabler Zeit und mit transparenter Kommunikation aussprechen können oder ob das Chaos des 5.Laufs dann zum Prinzip wird.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 6. Juli 2014 )
 
Vorbericht 54. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Maximilian Metzemacher   
Mittwoch, 2. Juli 2014

Die letzten Berichte und Analysen zum diesjährigen 24h-Rennen sind soeben auf den Seiten der verschiedensten Online-Portale verschwunden, da kündigt sich schon das nächste Rennen zur VLN Langstreckenmeisterschaft an. Das 54. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen fällt zum einen genau in den Ferienbeginn in vielen Bundesländern, als auch nur 2 Wochen nach dem 24h Rennen. Oftmals sind beim ersten Rennen nach dem Klassiker deutlich weniger Starter angemeldet, also erfreulich, dass diesmal 150 Fahrzeuge auf der Nennliste zu finden sind. Die sonst größte Klasse, die SP9, ist diesmal mit nur sechs Startern eher eine der kleineren Klassen. Allerdings rücken dadurch nun die anderen Klassen in den Mittelpunkt, in denen es auch regelmäßig spannende Kämpfe um die Positionen gibt. Der Kreis der Gesamtsiegkandidaten könnte sich so erstmals auf mehrere Klassen erstrecken, da sonst wie gewohnt die SP9 in den vorderen Reihen zu finden ist. So könnte diesmal auch der Sieger aus den Reihen der SP7 oder Porsche Cup Fahrzeugen kommen.

Favorit sollte aber dennoch der Porsche GT3-R der Frikadelli Truppe sein. Zu der üblichen Fahrerpaarung stößt mit Frank Stippler einer der ganz schnellen Nordschleifencracks zu dem Porsche Team aus Barweiler. Dahinter sind aber auch der Z4GT3 von Uwe Alzen und der Ford GT seines Bruders Jürgen mit Siegchancen ausgestattet. Aber auch die übrigen drei Vertreter, ein Walkenhorst Motorsport BMW Z4 GT3 , der GT-Corse-Ferrari der just einen Klassensieg bei der letzten Blancpain Endurance Serie-Runde landen konnte und der Twin-Busch Audi, könnten je nach Rennverlauf am Ende ganz oben landen. So wie es die Busch Zwillinge bereits in Lauf 8. im vergangenen Jahr zeigen konnten.

 In der Porsche Cup Klasse ist mit der Porsche von GetSpeed Performance einer der heißen Kandidaten auf den Klassensieg. Die #101 ist mit Adam Osieka, Christopher Mies und Steve Jans sehr stark besetzt und könnte über die Distanz auch eine Chance auf eine vordere Platzierung haben.

In den Fokus rücken nun natürlich auch die Fahrzeuge der SP8. Dort starten neben den beiden schnellen Lexus ISF auch zwei Ferrari F458. Besonders die racing one GmbH mit Christian Kohlhaas und Carsten Struwe wollen an dem Klassensieg beim letzten Lauf vor dem 24h Rennen anknüpfen. Aber auch für die Fahrzeuge der SP8 kann es am Samstag durchaus Richtung Top10 gehen. Erwähnenswert ist hier ein neues Fahrzeug des Hömberg Motorsport Teams - hier bringen Bernd Hömberg und Bernhard Henzel, nach dem Ausfall des Audi TT beim 24h-Rennen nun einen eigens aufgebauten Audi R8 in die SP8.

Auch die Klasse der Toyota GT 86 Cup Fahrzeuge ist mittlerweile konstant gut besetzt. Dort werden die Fahrzeuge von Dörr Motorsport , allen voran die Paarung mit Dreszer/ Hoffmeister/ Wrabetz, auf harte Konkurrenz aus dem Hause Leutheuser Racing & Events treffen. Ebenfalls dort mit von der Partie die Fahrzeuge von Hönscheid Motorsport, die Belgier des AMC Sankt Vith, ein Wagen des Toyota Swiss Racing Teams und last but not least die pfeilschnellen Geschwister aus England, Nigel und Sarah Moore.

Die bestbesetzten Klassen sind bei diesem Lauf die SP7-Klasse und die Cup1-Klasse der Opel-Fahrzeuge mit jeweils 15 Startern, die damit ihren Teams beste Aussichten auf Meisterschaftspunkte in der VLN-Gesamtwertung gewähren. Abschließend könnte auch das Wetter ein Wörtchen mitreden. Da das 24h Rennen trocken war, ist es nun rein statistisch unwahrscheinlich, dass weitere Rennen in der Eifel vom typischen Eifelwetter verschont bleiben.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 3. Juli 2014 )
 
Reifenschaden beendet Ferrari-Fahrt bei den 24h vorzeitig Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Samstag, 28. Juni 2014

Der erste Auftritt gtcorse24hnringhoheacht.jpgeines GT3-Ferraris bei den 42.ten 24h am Nürburgring ist für Pierre Ehret und seine Teamkollegen Alexander Mattschull, Andrea Barlesi und Mike Jäger leider nicht mit einem erfolgreichen Finish zu Ende gegangen. Ein Abflug am Streckenabschnitt Flugplatz um 6 Uhr morgens, kurz nach dem Sonnenaufgang beendete die bis dahin fehlerlose Fahrt des GT-Corse Ferrari Quartetts und seines grünen Einsatzgefährts abrupt.

Im Qualifying hatte die Ferrari-Mannschaft noch einen ersten Teilerfolg feiern können. Mit einer 8:33,491 hatte das Team einen der noch 11 freien Plätze im Top-30 Qualifying erobern können. Dieser sicherte dem Team die begehrte blaue Leuchte. Im Top-30 Quallifying bestätigte Pilot Alexander Mattschull mit einer 8:33,521 die Performance des Teams.

Pierre Ehret sass nach 14 ereignisfrei abgespulten Rennstunden am Steuer als den auf dem 19.ten Gesamtrang liegenden Ferrari in der 86.ten Runde, knapp nach der Rennhalbzeit, der Ausfall ereilte. "Hinter dem Hatzenbach in der Linkskurve auf dem Weg zum Flugplatz, explodierte mir der rechte hintere Reifen. Dies resultierte in einem 180° Dreher und einem anschließenden Einschlag links vorne in die Leitplanke.Der Instruktion vom Team folgend manövrierte ich den angeschlagenen Wagen noch bis zur Breitscheider Brücke, wo ich dann von der Strecke abfuhr. Unsere herbeigeeilten Mechaniker stellten schnell fest , dass der Schaden an Aufhängung sowie Scheibenbremse zu umfangreich für eine Reparatur war.

Wir glauben das sich ein Karbonsplitter in den Reifen fest gefressen hatte, der dann in die Auflösung des Reifens resultierte. Unser Wagen ist leider noch nicht mit einem Reifendruckwarnsystem ausgestattet. Dieses werden wir nach dieser Erfahrung in Kürze nachrüsten. Ich bin jedenfalls froh, das der Unfall in der 3.Gang Linkskurve passiert ist, und nicht der folgenden, noch schnelleren Linkskurve zum Schwedenkreuz. Nach der Vorstellung hier wissen wir zumindest was mit dem Ferrari möglich ist und werden im kommenden Jahr eine Rückkehr in das Rennen ins Auge fassen."

Auch Teamchef Danny Pfeil vom GT-Corse Team zog eine positive Bilanz: "Es war ein großartiges Rennen mit viel Spannung über 24 Stunden. Wir haben unser Ziel, einen Platz in den Top 10, zwar nicht erreichen können, sind mit unserem Auftritt generell aber sehr zufrieden. Liebend gern hätten wir das Rennen beendet. Die Konstanz und die technische Zuverlässigkeit sind insgesamt beeindruckend. Eines kann ich versichern: Wir kommen im nächsten Jahr mit dem Ferrari zurück!"

Schon am heutigen Wochenende steht der nächste Renneinsatz von Ehret und dem GT-Corse Team an. Dann will die deutsche Mannschaft bei den 3h von Le Castellet, dem 3.Lauf der Blancpain Endurance Serie starten.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 28. Juni 2014 )
 
43.te 24h Nürburgring am 14-17.5.2015 Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 23. Juni 2014

Die Planungen für das 43. 24 Stunden Rennen am Nürburgring können von Fans und Teams im Grunde schon jetzt in Angriff genommen werden: Der ADAC hat noch am Abend des Rennens bekannt gegeben, das das Rennen im kommenden Jahr am 14-17.Mai, also 5 Wochen früher als die Ausgabe dieses Jahres, statt finden wird. Ebenso wurde der Termin des Qualifikationsrennens bekannt: dieses soll am 12-13. April über die Bühne gehen. “Wir wollten unseren Teilnehmern eine frühe Planung für das Rennen 2015 ermöglichen“, erklärte Rennleiter Walter Hornung die frühe Bekanntgabe.

Im Vorfeld wurde zudem bekannt das die Tourenwagen-WM WTCC im Vorprogramm des 24h-Rennen eine Runde der Weltmeisterschaft auf der Nordschleife ausfahren wird, die über die doppelte Distanz eines normalen WTCC-Laufs geht und daher noch ein Sonderreglement der FIA benötigt. Zusätzlich zu den deutschen Herstellern Audi, Mercedes, BMW und Porsche (letztere zumindest mit Kundenteams) , hat sich Bentley im Vorfeld des Rennens mit seinem Werksteam angekündigt.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 23. Juni 2014 )
 
24h Nürburgring - Audi stellt neuen Distanzrekord auf Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 23. Juni 2014

Die 24 Stunden am Nürburgring 2014 (der Link führt zum vollständigen Rennbericht auf unseren Seiten) endeten am vergangenen Sonntag-Nachmittag mit dem 2 Sieg für Audi in der 44.jährigen Geschichte des Rennens. Bei der 42.ten Ausgabe des 24h-Klassikers gelang dem Phoenix-Racing Quartett Christopher Haase , Christian Mamerow, Rene Rast und Markus Winkelhock ein neuer Distanzrekord. Gutes Wetter und ein mit Ausnahme der Anfangsphase weitestgehend unfallfreies Rennen ermöglichten eine Siegdistanz von 159 Runden oder 4035 km. Damit wurde zum ersten Mal im Rennen die 4000km-Schallmauer durchbrochen.

Für die Phoenix Racing Mannschaft um Ernst Moser und Dirk Theimann war es gar der 4.te Sieg bei den 24h nach 2000 mit Porsche, 2003 mit dem DTM-Opel und 2012 mit dem ersten Sieg für Audi. Christopher Haase und Markus Winkelhock stiegen am Sonntag in die Riege der 2-fachen Sieger des Klassikers auf. Für Mamerow und Rast war es der jeweils erste Erfolg.

Dabei hatte es zu Rennbeginn gar nicht gut für die Chancen der Phoenix-Mannschaft ausgesehen: Das zweiter stark besetzte Auto mit Marc Basseng , Marcel Fässler , Frank Stippler und Laurens Vanthoor zerschellte von einer Bodenwelle ausgehebelt mit Basseng am Steuer schon am Samstag nachmittag an den Leitplanken der Tiergarten-Schikane. Die Audi des Prosperia-Abt-Racing Teams hatten mit zahlreichen technischen Gebrechen zu kämpfen und mussten wie auch die G-Drive Mannschaft 40 minütige Getriebewechsel an ihren Fahrzeugen vornehmen. Bei der Audi Race Experience kam nur der Wagen von Felix Baumgartner und dem Profi-Trio Kaffer/Biela/Werner unbeschadet durch und wurde als zweitbestes Fahrzeug der Ingolstädter auf einem starken Gesamt-Rang 9 abgewunken. Mit dem Twin Busch Audi kam sogar noch ein dritter R8 LMS ultra in den Top-10 an.

Der grosse Verlierer war hingegen BMW. Schon am Samstag um ein Auto dezimiert, das eines der Opfer des Curbs des Veedol-Z wurde, kämpfte die Schubert Mannschaft in der Endphase des Rennens vehement um die verbleibende Chance um die Führung. Dieser Kampf wurde erst 2h vor dem Ende durch eine 30s Strafe entschieden die sich Pilot Martin Tomczyk beim Rammstoss gegen einen Black Falcon Porsche in der Castrol-Schikane eingehandelt hatte. Später warf eine gebrochene Radaufhängung den Z4 von Hürtgen/Tomczyk/Klingmann/Baumann noch auf P6 zurück. Die zweite Werksunterstützte Truppe von Marc VDS wurde in der Nacht durch 2 nahezu zeitgleiche Unfälle aus dem Rennen gerissen. Zumindest der Am-Walkenhorst-BMW schaffte es mit einem 8.Gesamtrang am Ende noch in die Top-10 während der Pro-Am-Wagen nach einem Unfall in der Nacht in den Tiefen des Reglements versank.

Das machte den Platz auf dem Podium frei für die Mercedes, die wie schon im Vorjahr wieder 2 SLS aufs Podium stellen konnten. Die Vorjahresseieger von Black Falcon brachten den bestbesetzten Mercedes SLS AMG GT3 von Bleekemolen/Menzel/Simonsen/Arnold als einzige noch in der selben Runde wie die Gesamtsieger mit 3 Minuten Abstand ins Ziel. Die Rad-an-Rad-Duelle mit dem Schubert-Z4 die man sich am Sonntag morgen auf der Nordschleife geliefert hatte werden uns noch lange Zeit in Erinnerung bleiben. 2 Runden dahinter brachte die Rowe-Mannschaft mit dem Wagen von Zehe/Hohenadel/Bastian/Engel erneut wie schon im Vorjahr einen ihrer Wagen auf das Treppchen.

Die Mannschaft um Teamchef Hans Peter Naundorf setzte sich in einem ebenso hart ausgefochtenen Duell mit dem Falken-Porsche durch, der die Flaggen von Hauptsponsor Falken und Porsche mit einem 4.Gesamtrang besser als zunächst erwartet hoch hielt. Die anderen 3 Porsche waren nicht nur wegen der BoP chancenlos. Unfälle und technische Defekte warfen die „Frikadelle“ sowie den Manthey-Porsche schon früh aus dem Rennen. Der Haribo-Porsche hielt es zumindest bis Sonntag mittag durch ehe man im Karussel nach einer Fahrzeugberührung in die Leitschienen flog. BMW´s Pech bescherte den dieses Mal durchrollenden Aston Martin-Team in den Farben von Hauptsponsor Bilstein einen eindrucksvollen 5. Gesamtrang, den man in der Endphase noch durch einen harten aber fairen Zweikampf bis in die letzte Runde hinein gegen den Schubert BMW verteidigen musste. Der HTP-Motorsport SLS komplettierte die Top 10 am Ende.

Das volle Resultat kann unter diesem Link eingesehen werden.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 23. Juni 2014 )
 
24h Nürburgring Rennbericht Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Sonntag, 22. Juni 2014

Die 42.ten 24h am Nürburgring stehen am kommenden Wochenende nur eine Woche nach den 24h in Le Mans für alle Langstreckenfans auf dem Programm. Erneut wird GT-Eins mit einem Team vor Ort sein, das die Berichterstattung von allen Sitzungen übernehmen wird. Am Renntag - der Start erfolgt am Samstag um 16 Uhr - werden wir wie gewohnt in annähernd stündlichen Updates vom Rennen und der Schlacht um den Sieg zwischen Audi, BMW, Mercedes und Porsche berichten.

Der Rennbericht auf unseren Seiten, der zumindest schon mal die Geschehnisse und Ergebnisse vom Qualifikationsrennen vor 2 Monaten beinhaltet, ist unter diesem Link auf unseren Seiten erreichbar.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 19. Juni 2014 )
 
Welches SP9-Team macht das Rennen am Ring? Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Mittwoch, 18. Juni 2014

31 SP9/GT3 bilden beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring den Ring der Gesamtsiegkandidaten. Mit Audi, BMW, Mercedes, Porsche, Nissan, McLaren und Ferrari stehen Fahrzeuge von 7 Herstellern am Start. Die grössten Chancen auf den Sieg lassen sich allerdings bei 2 Herstellern lokalisieren, die beide gleich mehrere gut besetzte Wagen in die selektive Schlacht auf die Nordschleife schicken.

Da wäre zum einen Audi, die mit gleich 8 Audi R8 LMS GT3 am Ring vertreten sind. Neben dem Team Phoenix Racing, das mit Le Mans Sieger Marcel Fässler , sowie Marc Basseng , Frank Stippler und Laurent Vanthor auf der #3 und den ex-Siegern Christopher Haase , Markus Winkelhock, sowie René Rast und Chris Mamerow auf der #4 mit 2 stark besetzten Quartetten antritt, hat auch die GT-Masters-Mannschaft von Prosperia-Abt-Racing 2 R8 genannt. Deren Besatzungen bestehen aus Vorjahressieger Nicki Thiim, Alex Müller, Richard Westbrook und Marco Seefried auf einem Auto und Christopher Mies, Christer Jöns, Niclas Kentenich und Dominik Schwager auf dem 2.Auto. Fahrerisch stark besetzt schlägt als Handikap für dieses Team möglicherweise die mangelnde Nordschleifenerfahrung der Einsatzmannschaft zu Buche. Der alternative Reifenpartner Hankook muss kein Nachteil sein, spielt aber im Vergleich zu den durchweg auf Michelin antretenden Top-Teams sicher eine Rolle.

Mit den beiden mehrfachen Le Mans Siegern Marco Werner, Frank Biela, sowie Pierre Kaffer und dem Red-Bull Schützling Felix Baumgartner ist zumindest ein weiterer R8 für ein Top-Ergebnis gut, solange Nordschleifennovize Baumgartner seine Erfahrungen aus dem freien Fall hinreichend in kontrolliertem Speed auf dem Asphalt umsetzen kann. Ein weiterer Audi für die Race Experience, der Twin Busch R8 und der ebenfalls von Phoenix eingesetzte G-Drive-Audi runden das Lineup der Ingolstädter ab.

BMW hat zwar nur 6 Fahrzeuge aufzubieten, davon sind aber 4 hochklassig und gesamtsiegfähig besetzt. Das Team Schubert bietet die Quartette Dirk Werner , Dirk Müller, Lucas Luhr und Alexander Sims, sowie Jens Klingmann, Claudia Hürtgen, Dominik Baumann und Martin Tomczyk auf seinen Z4 auf. Marc VDS, in diesem Jahr bereits Sieger eines VLN-Laufs, setzt auf Maxime Martin, Jörg Müller, Uwe Alzen und Marco Wittmann sowie Bas Leinders, Markus Palttala, Nicky Catsburg und Dirk Adorf auf dem zweiten Auto. Die beiden Walkenhorst-Z4 komplettieren die BMW-Flotte am Ring. Vorjahressieger

Mercedes ist in diesem Jahr zwar wieder mit 6 Mercedes SLS AMG GT3 der Teams Black Falcon, HTP-Motorsport, Car-Collection und ROWE Racing präsent, allerdings fehlt ein durchgängig stark besetztes Auto. Der Speed der SLS dürfte aber ausreichen um erneut wie im Vorjahr mindestens einen der 3 Top-SLS, die Gesamtsieger der Ausgabe des Vorjahres - Black Falcon #1 mit Bleekemolen/Simonsen/Menzel/Arnold - oder einen der beiden ROWE Racing-Autos mit Zehe/Hohenadel/Bastian/Engel und Graf/Seyffarth/Jäger/Göransson bis auf einen Podiumsrang vorkommen zu lassen.

Porsche hat seine Ressoucen auf die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft so konzentriert, das ein Gesamtsieg am Ring in diesem Jahr nicht mehr auf der Agenda steht. Von den 4 911´ern im Feld (Haribo Racing Team, Frikadelli Racing Team, Manthey Racing und Falken Motorsports) schaut der Falken-Porsche mit dem Quartett, Henzler/Dumbreck/Ragginger/Imperatori am homogensten besetzt aus, muss aber dafür erst mal über die Distanz kommen um einen Top-10 Rang einfahren zu können. Die bisherigen VLN-Ergebnisse (ein Podium, 3 Top-10, ein Ausfall) zeigten das Potential des Autos bislang exemplarisch auf.

Zu den Underdogs: Nissan zeigt sich in diesem Jahr mit 3 Autos und einem zumindest beim RJN-Auto mit der #80 beeindruckenden Lineup (Nick Heidfeld, Alex Buncombe, Lucas Ordonez, Florian Strauss). Allerdings ist wahrscheinlich, das sowohl die mangelnde Nordschleifenroutine sowie die Pirellireifen einem Top-Ergebnis im Wege stehen werden.

Ebenfalls auf Pirellis setzt Dörr Motorsport mit seinen beiden McLaren MP4-12C GT3. Bei Dörr gibt es je ein Auto mit internationaler Top-Besetzung (Kox/Estre/Mullen/Parente) und eines mit Nordschleifenroutiniers (Adams/Asch/Bert/Klasen). Allerdings ist man von den Dörr-Autos bislang eher gewohnt gewesen das weniger die fahrerische Klasse als die technische Zuverlässigkeit ausschlaggebend war. Ob sich das mit den letzten technischen Updates der Boliden hinreichend geändert hat wird sich noch herausstellen müssen.

Aston Martin bringt mit dem Bilstein-Aston Martin Vantage GT3 und der Le Mans-erfahrenen Crew Mücke/Turner/Lamy einen Wagen an den Start der für ein Top-Ergebnis gut ist. Allerdings ist der plakative Wagen die einzige Kugel im Lauf der Briten. Ein ernsthafter Angriff auf den Gesamtsieg sieht anders aus, würde angesichts des umfangreichen  FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Engagements die begrenzten Ressourcen des britisch/deutschen Herstellers deutlich überschreiten.

Ferrari schliesslich steht mit dem privaten Engagement der GT-Corse-Mannschaft und dem Ferrari F458 GT3 Italia der Piloten Mattschull/Barlesi/Ehret/Jäger erstmals seit 3 Jahren wieder in einer Top-Klasse am Start. Vom ersten Ferrari Engagement in der SP9 sollte angesichts der starken Werkskonkurrenz im besten Falle nicht mehr als maximal eine Top-10-Ankunft erwartet werden.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 18. Juni 2014 )
 
42. 24h am Nürburgring - der nächste 24h-Sprint-Krimi Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Dienstag, 17. Juni 2014

Nur eine Woche nach den 24h in Le Mans (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) die mit einem mehr als spanennden Rennverlauf die Fans begeisterten, steht am kommenden Wochenende am Nürburgring der zweite 24h-Event innerhalb von nur einer Woche an. Und auch hier können sich die Fans auf ein Rennen freuen das mindestens genauso knapp, wenn nicht noch härter umkämpft sein wird. Denn anders als in Le Mans gibt es nicht nur 7 Autos die gewinnen können, sondern mindestens ein Dutzend.

Im 6.ten Jahr der Präsenz der GT3 beim grössten Event auf der Nürburgring-Nordschleife kämpfen die bisherigen Gesamtsieger BMW, Porsche, Audi und Mercedes, sowie Aston Martin, Nissan, McLaren und Ferrari um den Gesamtsieg bei der 42.ten Ausgabe des Klassikers. Doch bevor wir morgen in einer seperaten News die Gesamtsiegkandidaten in der SP9-Klasse unter die Lupe nehmen wollen wir erst mal die puren Fakten der diesjährigen Ausgabe zusammenfassen, und die sind schon eindrucksvoll genug.

172 Mannschaften in 20 Wertungsklassen starten, wenn die Qualifyings und freien Trainings keine Opfer fordern, am Samstag in die 42. Ausgabe des Nordschleifenklassikers. Die gesamtsiegverdächtige SP9/GT3-Klasse stellt mit 31 Startern das grösste Kontingent. Die SP7-Klasse in der neben den VLN-SP7 auch die Cup2-Autos der Porsche Cup-Klasse der VLN Langstreckenmeisterschaft starten, stellt 21 Fahrzeuge. Mit 14 Autos ist die Cup2-Klasse der BMW 235i-Fahrzeuge (=VLN-Cup4) noch vor der V3-Klasse die drittstärkste Klasse im Feld.

Fahrzeuge von 23 Herstellern sind in diesem Jahr am Start. Rekordsieger BMW (19 Siege) stellt traditionell das grösste Kontingent: in diesem Jahr werden 43 Mannschaften auf Einsatzfahrzeuge der Münchner vertrauen. Porsche macht den Bajuwaren aber den Titel fast streitig: denn 38 Mannschaften vertrauen auf diversen Einsatzfahrzeugen der Weissacher. Audi (18) Opel (12) und Toyota kommen auf eine 2-stellige Anzahl an Teilnehmern. Weitere Hersteller die in diesem Jahr vertreten sind, sind Aston Martin, Corvette, Dodge, Ferrari, Ford, Ginetta, Honda, Hyundai, Lexus, Mazda, McLaren, Mini, Nissan, Renault, Seat, Subaru und VW.

Bei den Teams haben die deutschen Equipen die Oberhand. Aber die 24h am Ring sind schon lange keine rein deutsche Angelegenheit mehr. Das stärkste ausländische Teamkontingent stellen mittlerweile die Briten mit 9 Teams, gefolgt von den Japanern (6 Autos) und den Schweizern (5). Mannschaften aus Österreich, Belgien Finland, Ungarn Italien, den Niederlanden, Schweden und Thailand ergänzen die Equipen.

Le Mans ist hinreichend prominent im Feld vertreten. Während Porsche nur Jörg Bergmeister (Haribo Racing-Porsche) und Patrick Pilet (Frikadelli-Porsche) aus dem Le Mans Kader am Ring einsetzt, wird bei Phoenix der aktuelle Le Mans-Sieger Marcel Fässler ins Steuer der #5 greifen. Auf dem Audi Race Experience Wagen den auch Stratosphärenheld Felix Baumgartner steuert, sitzen mit Marco Werner und Frank Biela gleich 2 mehrfache Le Mans-Sieger, die durch Pierre Kaffer unterstützt werden. Mit René Rast, Richrad Westbrook, Nicki Thiim und Roman Rusinov haben die Ingolstädter weitere Protagonisten des Klassikers aus der vergangenen Woche am Start.

Die LMP2-Siegermannschaft vom Team Jota setzt einen eigenen Mazda MX5 in der V3 Klasse ein, der unter anderem mit Wolfgang Kaufmann und Stefan Johansson besetzt sein wird. Ligier-Pilot Tristan Gommendy startet zudem auf einem Seat Leon zusammen mit den beiden Salini-Brüdern.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 17. Juni 2014 )
 
SP7 Vorschau auf das 24H Rennen Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Maximilian Metzemacher   
Montag, 16. Juni 2014

sexbomb2014.jpgBeim diesjährigen 24h- Rennen auf dem Nürburgring ist die SP 7 fest in Hand der Porsche Fahrzeuge. Stand im letzten Jahr noch ein Nissan 370Z als rollende Sprecherkabine am Start, so werden dieses Jahr 21 Fahrzeuge aus dem Zuffenhausener Haus am Start stehen. Mit dabei sind vor allem Typen des 997 Cups aus verschiedenen Baujahren. Allerdings setzt das italienische GDL Racing Team auch einen Porsche 991 Cup.

Mit am Start sind neben neuen Teams auch wieder alt erfahrene Nordschleifenrecken mit viel Erfahrung. Aber auch Teams, die bei einem guten Rennverlauf Richtung Top 15 fahren können, sind diesmal wieder mit von der Partie.black_falcon_cup_porsche_.jpg

Zu den bekanntesten Teams der SP7 gehört mit Sicherheit der Sex Bomb Porsche, der auch für das ein oder andere Inboard Video von unserem Kollegen Thomas Bauer im Forum gesorgt hat. Diesmal geht man mit dem Quartett Jodexnis, Destree, Althoff, Pauels an den Start und könnte, sollte man schadenfrei durchkommen, auch eine Rolle um den Klassensieg mitspielen. Die drei Favoriten in dieser Klasse sind aber mit Sicherheit andere Teams. Neben der #41 von Manthey Racing und Schelp, Gindorf, Scharmach, Kräling, die zu einem der erfahrensten Teams im Feld der SP7 gehören auch die #60 von GetSpeed Performance und Osieka, Jans, Schornstein mit zu den Faboriten. Das Team konnte schon während den VLN Rennen eine starke Leistung zeigen und zwischen den GT3 auch an den Top10 schnuppern. Auch mit von der Partie ist ein Fahrzeug von raceunion Teichmann Racing, die in der #67 neben Scholze, van Campenhoudt, Trebing auch Marc Hennerici als Profi hinter das Volant bringen konnten. So wie im letzten Jahr ist dieses Jahr erneut der 997 KR von Kremer Racingt mit von der Partie. Die #71 ist mit Wolfgang Kaufmann auch für eine vordere Platzierung in der Klasse zu haben. Aber auch bekannte Starter aus anderen VLN Klassen sind beim 24h Rennen in der SP7 zu finden. So fährt zum Beispiel Kim Hauschild, bekannt aus der Toyota GT 86 Klasse in einem Porsche 997 Cup mit Svepes, Shaw und Borness. Ebenfalls hervorzuheben ist das Team Moore Motorsport, die schon seit mehreren Jahren regelmäßig am 24h Rennen am Nürburgring teilnehmen. Abschließend kann man noch einen klenen Geheimfavoriten ausfindig machen. Mit der #56 startet unter der Flagge von Black Falcon Team Reissforf Alkoholrei Hannes Plesse mit Weishaupt, Rosenberg und David Jahn.

Insgesamt kann man schon einen der SP7 Cup Porsche am Ende in den Top 10 erwarten, da die Fahrzeuge in der Regel sehr zuverlässig sind. Je nach Rennverlauf kann man sich sicher sein, dass der ein oder andere Wagen in den vorderen Reihen der Timinglisten auftauchen kann.

 

 
Prosport mit 2 Klassensiegen beim vergangenen VLN-Lauf Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Donnerstag, 29. Mai 2014

997gt4prosport.jpgBeim 4. VLN-Lauf vor einer Woche (der Link führt zum ausführlichen Rennbericht auf unseren Seiten) feierte auch das Pro Sport Performance Team ein erfolgreiches Abschneiden: gleich in 2 Klassen, der SP6 und der GT4/SP10-Klasse durfte das Team aus Herschbroichebenso über den Gewinn der Klasse jubeln. Mit insgesamt vier Porsche-Fahrzeugen in den Klassen SP10, SP6 und V6 stellte PROsport Performance auch zum vierten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft ein starkes Fahrzeugkontingent auf.

Wie bereits in den ersten 3 Saisonrennen, knüpften die Piloten Andreas Patzelt, Fabian Hamprecht und Marko Stipp nahtlos an die vorausgegangenen Erfolge des ersten Saisondrittels an. Nach einer deutlichen Pole-Position mit rund 22s Vorsprung, konnte der SP6-Cayman mit der # 204 einen Abstand von rund einer Minute auf seinen ärgsten Verfolger herausfahren, so dass die Piloten ab da nur noch die Anweisung einer sicheren Zielankunft befolgen mussten. Weil der Hofor Racing BMW mit der #211 wegen eines Vergehens unter Gelb 3 positionen zurückversetzt wurde wurde das Team am Ende mit Rundenvorsprung auf die beiden nächsten Konkurrenten , den Leutheuser Racing M3 von Dupont/Giavedoni und den 2. Hofor-M3 gewertet.

Gleichermaßen erfolgreich lässt sich das Resultat des SP10-911´ers in den Ergebnislisten ablesen. Dominik Schöning, Thomas Koll und Jörg Viebahn konnten den rund 400 PS starken GT4 - Cup Porsche (Bild) ebenso auf das oberste Siegertreppchen der Klassenwertung pilotieren und nach dem Sieg bei VLN 1 bereits den zweiten Klassensieg der laufenden Saison feiern. Auch beim Kampf um die schnellste Rennrunde behielt das PROsport-Trio gegenüber den 4 konkurrierenden Aston Martin Vantage GT4 die Oberhand und drehte mit einer 9:04.067 Min die schnellste Klassenrunde des Tages. Dahinter belegten der Avia-Aston von Mathol Racing und der Vantage mit der #179 die verbleibenden Podiumsränge

In der stark besetzten Produktionswagenklasse V6 wurden die PROsport-Flaggen zum einen durch das US-amerikanische Duo Charlie Putman (USA) und Charles Estenlaub (USA) mit dem Porsche Carrera 991 (#420) sowie Klaus Bauer (CH) und Arno Klasen auf einem Porsche Cayman S hochgehalten. Während letztere durch einen technischen Folgeschaden einer Berührung im morgendlichen Qualifying schon vorzeitig die Segel streichen mussten, konnte die Besatzung des Porsche Carrera wertvolle Trainingsrunden für das in rund vier Wochen anstehende 24h-Rennen absolvieren. Mit dem 7. Platz in einer mit 22 Fahrzeugen äußerst stark besetzten Klasse war man am Ende sehr zufrieden.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 29. Mai 2014 )
 
Ein grüner Ferrari in der grünen Hölle Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Samstag, 24. Mai 2014

Pierre Ehret barlesiehret.jpghat am vergangenen Wochenende bei der 45. Adenauer ADAC Simfy-Trophy die Generalprobe zum 24 Stunden Rennen am Nürburgring erfolgreich abgeschlossen. Zusammen mit seinen Teamkollegen Alexander Mattschull, Mike Jäger und dem belgisch-italienischen Piloten Andrea Barlesi (auf dem Foto links) fuhr Ehret beim vierten VLN-Lauf einen 17 Gesamtrang (16. in der GT3-Klasse) heraus. Dabei stand für das GT-Corse by Rinaldi Team im hart umkämpften GT3-Feld die Vorbereitung auf den Klassiker im Vordergrund. 

"Bestzeiten standen für uns gar nicht auf der Agenda. Du hattest bei jeder Runde irgendwo geschwenkte Doppelgelb-Flaggen.gtcorsef458vln4.jpg Für mich ging es nach einer langen Pause mehr darum sich wieder an die Nordschleife zu gewöhnen. Der Verkehr und die Strecke hier stellen doch ganz eigene Anforderungen. Speziell auf der Döttinger Höhe mit ihren Hochgeschwindigkeitspassagen musste man sehr aufpassen das man im über 200 Wagen starken Feld aus dem Windschatten nicht auf ein langsameres Fahrzeug auffährt. Ein solcher Unfall hat ja schliesslich auch zum Rennabbruch geführt. Es ist angesichts des Verkehrs manchmal schon erstaunlich das hier nicht mehr passiert."

Die "GT-Corse by Rinaldi Racing" Mannschaft setzt beim diesjährigen 24h-Renenn den einzigen GT3-Ferrari im Feld ein. Nach seinem Teamkollegen Alexander Mattschull fuhr Ehret den 2. Stint im Rennen, bevor er an Mike Jäger übergab. Pilot Barlesi kam aufgrund des Abbruchs nicht mehr zum Einsatz. Im Qualifying hatte die Mannschaft den 23. Startplatz im 208 Wagen grossen Feld erzielt.

"Gerade die 24h am Ring sind ein Rennen wo es mehr darauf ankommt den Wagen sicher ins Ziel zu bringen. Genau das haben wir beim ersten Einsatz mit unserem Ferrari auch vor. Wenn man sich aus den gröbsten Problemen heraus hält wäre ein Finish in den Top-10 ein wünschenswertes und mögliches Ergebnis. Das alleine wird aber schon ein hartes Unterfangen in diesem engen, stark besetzten Feld sein das volle Konzentration und Disziplin der Piloten erfordert" so Ehret.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 24. Mai 2014 )
 
Toyota-Cup bei VLN-Lauf 4 - erneut ein britischer Sieg Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Donnerstag, 22. Mai 2014

Nach einem schwierigen Start in die Saison und dem offenbar befreienden Erfolg beim 3. Lauf des Toyota GT 86-Cups wurde das britische Team Vantage Motorsport, auch im vierten Rennen des Jahres , bei der 45. Adenauer ADAC Simfy-Trophy der VLN, als Sieger abgewunken. Die Geschwister Sarah und Nigel Moore im Cockpit des TMG GT86 CS-V3 sind damit die ersten Doppelsieger in dieser Saison. Rang zwei sicherten sich Alexander und Wolfgang Kudrass mit Martin Tschornia für das Team Leutheuser Racing vor dem Vater-Sohn-Duo Wolfgang und Kevin Hönscheid auf dem WH-Motorsport-Toyota.

Wie unsere Rundenzeitenanalysen (Grafik unten) zeigen, beeindruckte wieder einmal  die Überlegenheit von Nigel Moore, der nach 3 Poles in Folge diesmal „nur“ von Rang 2 ins Rennen gegangen war. Schon in der ersten Runde übernahm der schnelle Brite die Führung in der Klasse und baute sie im Verlauf des weiteren Rennens kontinuierlich aus. Den Sieg fuhr Nigel Moore diesmal übrigens ganz allein heraus. Just als er auf dem Weg in die Box zum Fahrerwechsel auf seine Schwester war, wurde das Rennen abgebrochen. Wie gut Vantage Motorsport diesmal unterwegs war, zeigt auch ein Blick in die VLN-Gesamtwertung. Im Feld der insgesamt 207 gestarteten Autos hatte Moore das Rennen von Platz 138 aufgenommen. Als der Lauf nach rund 200 Minuten abgebrochen wurde, lag das britische Auto auf Gesamtrang 93.

So einsam der TMG GT86 CS-V3 mit der Startnummer 539 an der Spitze des Cup-Feldes seine Runden drehte, so spannend verlief der Kampf um die Podiumsplätze. Die beiden Autos von Leutheuser Racing&Events mit den Startnummern 540 und 545, WH-Motorsport (#538) gt86vln4whmsp.jpgund Toyota Swiss Racing (#532) lieferten sich einen hochspannenden Kampf um die Plätze auf dem Podium. Die Verfolger jagten sich phasenweise in Sichtweite und mit knappen Sekundenabständen um die Nordschleife, ehe die rote Flaggen die Hatz durch die grüne Hölle unverhofft beendete. Aufgrund des Rennabbruchs hatte dieses Mal der Leutheuser-GT86 von Kudrass/Kudrass/Tschornia das bessere Ende für sich. Dahinter erarbeitete das Familienteam von WH-Motorsport (Bild) sich mit einer soliden Leistung im Rennen und bei den Boxenstops den ersten Podestrang der Saison.

Ebenfalls in Richtung eines Podiumsplatzes war der Dörr Motorsport- Toyota von Hoffmeister/Wrabetz/Dreszer unterwegs. Ein vorgezogener Boxenstopp kostete dieser Crew aufgrund des Rennabbruches den verdienten Podestplatz. Pech hatte hingegen die zweite Dörr-Crew, die ein zwischenzeitlicher Bremsdefekt auf den letzten Klassenrang zurück warf.

rzdcup4vln1_820w.jpg

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 23. Mai 2014 )
 
<< Anfang < Vorherige 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 Nächste > Ende >>

Ergebnisse 241 - 260 von 818