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Freitag, 1. Juli 2016
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Rennserie & der 24h-Klassiker auf der Nordschleife
News zur BfGoodrich Langstrecken Meisterschaft und den 24h am Nürburgring


Land Motorsport gewinnt VLN4 Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 27. Juni 2016

Den 4.Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring, die 47. Adenauer ADAC Deutsche Payment-Trophy (der Link führt zum Rennbericht), hat am vergangenen Samstag das Land Motorsport-Duo Christopher Mies und Connor de Phillippi gewonnen. Die beiden Audi R8 LMS GT3-Piloten setzten sich im Regenrennen bei widrigen Bedingungen trotz zweier Zwischenfälle – einem Ausrutscher mit Leitplankenanschlag und einer Kollision mit dem Frikadelli Racing Team-Porsche – gegen das stark auftrumpfende Mann-Filter Team mit Sebastian Asch und Kenneth Heyer auf dem gelb-grünen Mercedes AMG GT durch. Zwar hatte Asch mit einem herausragenden Stint und aufgrund der beiden Patzer von de Phillippi eine deutliche Führung herausfahren können, doch in seinem letzten Stint setzte sich der früher aufs Auto gewechselte Mies deutlich bei immer widriger werdenden Streckenbedingungen gegen Kenneth Heyer durch. Der Vorsprung beim insgesamt schon 20.VLN- Sieg der Traditionmannschaft - dem ersten mit Audi - fiel am Ende mit über 2 Minuten (138s) eindeutig aus. Die Mercedes Truppe, die anders als beim 24h-Lauf auch auf Michelins statt Pirellis vertraute, feierte nach dem Lauf auch das erste Podium im Rahmen eines VLN-Laufs. Auf dem dritten Platz kam das Falken-Porsche Duo Martin Ragginger und Wolf Henzler mit weiteren 2 ½ Minuten Abstand auf dem türkis-grünen Porsche 991 GT3 R ins Ziel.

Hinter dem Podium mussten sich das Frikadelli Racing Team-Trio Huisman/Siedler/Schmitz sowie das Walkenhorst Motorsport BMW M6-GT3-Trio Müller/Krohn/Bouveng mit weiteren 2 bzw. 3 Minuten einsortieren. Immerhin brachte jeder der deutschen Hersteller ein Auto in den Top-5 unter. Platz 6 belegte schon der beste SP7-Wagen: der Black Falcon Porsche 991 Cup BF des Duos Toril/Scheerbarth. Auf einem starken Rang 7 im 133 Teilnehmer starken Starterfeld kam der Gruppe H-Porsche von Christian Menzel und „Alex Autum“ ins Ziel. Die beiden Car-Collection-Audi und der zweite Walkenhorst M6 komplettierten die Top-10.

Neben dem Black Falcon Mercedes AMG GT, der aufgrund technischer Probleme nach dem verregneten Qualifying vom Rennen zurück gezogen wurde fiel auch die Premiere der Callaway Competition Corvette C7-GT3R ins Wasser: Daniel Keilwitz setzte den Boliden in seiner erste Qualirunde gleich so vehement in die Leitplanken das eine Reparatur an Ort & Stelle unmöglich war.

Der vollständige Rennbericht kann unter diesem Link auf unseren Seiten eingesehen werden.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 27. Juni 2016 )
 
Der Renbericht von VLN4... Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Samstag, 25. Juni 2016

... kann unter diesem Link auf unseren Seiten eingesehen werden.

 
147 Teams für VLN Lauf 4 erwartet Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Donnerstag, 23. Juni 2016

147 Fahrzeuge sind für die am kommenden Samstag stattfindende 4.Runde der VLN Langstreckenmeisterschaft, der 47. Adenauer ADAC Deutsche Payment-Trophy, auf der gestern veröffentlichten provisorischen Nennliste vorhanden Die Topklasse ist dabei mit 16 GT3-Fahrzeugen besetzt.

Das vielleicht interessanteste Debüt des Rennens ist der Auftritt der Callaway Competition Corvette C7 GT3-R. Der Werkswagen von Callaway Competition ist allerdings nun leider doch mit nur einem Exemplar beim Rennen präsent. Ursprünglich hatte die Truppe aus Leingarten bei Stuttgart den Einsatz eines zweiten Boliden der neuen GT3-Konstruktion geplant (wir berichteten), diesen jedoch nun reduzieren müssen, nachdem Pilot Eric Curran noch nicht genügend Einsätze für einen seinen Grade B Permit erlangen konnte. Damit starten die Piloten Boris Said, Daniel Keilwitz und Patrick Assenheimer auf der C7 des Teams Desweiteren ist die Car-Collection Mannschaft von teambesitzer Peter Schmidt mit einem dritten Fahrzeug präsent. Neben den beiden Audi R8 LMS GT3 soll ein weiterer Mercedes zum Einsatz kommen. Während man bei der vergangenen Runde der DMV-GTC wie berichtet mit 2 Mercedes SLS AMG GT3 unterwegs war, verzeichnet die nennliste den Einsatz eines Mercedes AMG GT für die Truppe aus Walluf. Somit werden 4 Mercedes (Black Falcon, HTP-Motorsport, Car-Collection und Mann-Filter) 4 Audi (2* Car-Collection, Phoenix und Land Motorsport), 4 Porsche (Falken, Manthey, Wochenspiegel & Frikadelli Racing Team), die 3 Walkenhorst BMW und eine Corvette am kommenden Samstag erwartet.

In der SPX-Klasse kommen mit dem Lexus RC-F GT3 der Farnbacher Racing Mannschaft und dem Ford GT3 von Jürgen Alzen Motorsport noch 2 weitere Fahrzeuge hinzu, die von den beiden Cayman GT4 der Manthey-Mannschaft ergänzt werden. 6 Porsche in der SP7 und 7 weitere in der CUP 2 Klasse, sowie 5 weitere Gruppe H-Porsche ergänzen das Feld der GT-Fahrzeuge. Stark nachgelassen haben die Einsatzzahlen in der SP8 bzw. SP10. Während in der SP8 nur noch der racing one Ferrari, der Getrag-Mustang und ein Ring-Racing Lexus erwartet werden, starten in letzterer nur noch 2 Aston Martin. Die beiden Klassen V6 und V5 sind mit 8 bzw. 9 Startern verzeichnet. GT-Seitig kommen auf Cup-Seite 10 Cayman und 4 Toyota GT 86 hinzu, die ab diesem Wochenende mit dem von TMG Ende des letzten Jahres angekündigten SP3-Kit unterwegs sind. Die Teams von Pit Lane Racing , Toyota Swiss Racing und Ring-Racing treten hier gegeneinander an. In den Klassen der Cup-Fahrzeuge kommen 22 BMW M235i und 6 Opel hinzu.

Das Zeittraining beginnt um 8:30 Uhr, das Rennen wird um 12:00 Uhr gestartet und kann wie gehabt auf der VLN Langstreckenmeisterschafts-Website im Live-Stream sowie über Live-Timing verfolgt werden.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 23. Juni 2016 )
 
Nürburgring und VLN rücken organisatorisch enger zusammen Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 6. Juni 2016

Mit der nordschleife.jpgGründung einer gemeinsamen Gesellschaft sorgen der Nürburgring und die VLN Langstreckenmeisterschaft für eine langfristige Zukunftsperspektive der populären Rennserie auf der legendären Nordschleife. Die VLN Veranstaltungs- und Vermarktungsgesellschaft mbH, kurz VLN VV, übernimmt die Weiterentwicklung der seit 40 Jahren erfolgreichen Meisterschaft sowie zentrale Aufgaben der Serienorganisation außerhalb der Konzeption und der Ausrichtung der VLN-Rennen.

Der im Rahmen des 24h-Rennens geschlossene Vertrag zwischen der capricorn Nürburgring Besitz GmbH (CNBG) und der VLN OHG hat eine Grundlaufzeit von 5 Jahren mit 2 Optionen auf jeweils weitere 5 Jahre, insgesamt also 15 Jahre. Erster Geschäftsführer der VLN VV GmbH mit Sitz am Nürburgring wird Karl Mauer, gleichzeitig Generalbevollmächtigter der VLN OHG.

„Die Gründung einer gemeinsamen Veranstaltungs- und Vermarktungsgesellschaft von Nürburgring und VLN ist eine logische Fortsetzung einer seit 40 Jahren bestehenden Partnerschaft. Die neue Gesellschaft garantiert Planungssicherheit über die nächsten 15 Jahre und eine Weiterentwicklung der VLN in Bereichen, die zur Kernkompetenz des Nürburgrings gehören“, erklärt Karl Mauer.

„Die Nordschleife ist ebenso einzigartig wie die VLN Langstreckenmeisterschaft selbst. Beide sind untrennbar mit dem Nürburgring verbunden. Eine enge Zusammenarbeit ist also nur logisch“. „Wir wollen Synergien nutzen und gemeinsam diese fantastische Rennserie in eine erfolgreiche Zukunft führen.“, so die beiden CNBG-Geschäftsführer Victor Martin und Michael Lemler.

Der Nürburgring war über etliche Jahre als Gesellschafter in die ehemalige VLN GbR eingebunden. Erste Grundlagen der neuen Zusammenarbeit wurden am 16. Juli 2015 in einem Vorvertrag beschlossen. Seit 1977 richtet die VLN jährlich 10 Rennen auf der weltberühmten Nordschleife, aus. Mit bis zu 200 teilnehmenden Tourenwagen und GT-Sportwagen bieten die 4-6h langen Läufe das Hauptbetätigungsfeld der deutschen Langstreckenszene.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 6. Juni 2016 )
 
Neuer Permit-Knatsch am Ring Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Sonntag, 5. Juni 2016

Neue Unbill am Nürburgring: die Fahrer AG hat beim Deutschen Motorsport Bund (DMSB) dringend angemahnt das die erst im Januar 2016 neu gestalteten und eingeführten Regelungen zur Vergabe der „DMSB Permit Nordschleife“ (DPN) dem ursprünglichen Vorschlag der Fahrer AG anzupassen sei. Der Grund für diese Empfehlung ist ein am 27. Mai 2016, einen Tag vor dem 24 Stunden Rennen am Nürburgring, veröffentlichtes Statement des DMSB Präsidiums, das eine Sonderregelung zur Erlangung einer DPN vorsieht: „Für Rennfahrer, die über ausreichende Nordschleifen-Kenntnisse verfügen, hat das Präsidium des DMSB eine Ausnahmeregelung zur Erlangung des DMSB Permit Nordschleife geschaffen. Dadurch können die Fahrer vom Nachweis von Pflichtrunden oder der Teilnahme an Rennen mit kleineren Rennfahrzeugen auf Antrag befreit werden, müssen aber unbedingt am E-Learning für die speziellen Sicherheitsregeln der Nordschleife teilnehmen. Diese Ausnahmeregelung muss durch zwei DMSB-Präsidiumsmitglieder befürwortet werden. Sie gilt ausschließlich für Fahrer, die bereits in früheren Jahren Nordschleifenerfahrung sammeln konnten.“.

Die Fahrer AG hatte für solche Sonderfälle ein Gremium vorgeschlagen das aber in dieser Form durch den DMSB abgelehnt wurde. Um entsprechende Transparenz zu gewährleisten, sollte dieses Gremium aus je einem Vertreter des DMSB, Veranstalter / VLN und der Fahrer AG bestehen. Statt dessen hat nun der Deutsche Motorsport Bund (DMSB) alleine die Sondererteilung an sich genommen, was laut Fahrer AG ein wenig nach einer Permit-Erteilung nach Gutsherrenart, also ohne Zugrundelegung objektiv messbarer Kriterien, aussieht. Die ausschlaggebenden Gründe für einen kurzfristigen Präsidiumsbeschluss des DMSB zur Installierung einer Ausnahmeregelung wurden auch nach schriftlicher Anfrage der Fahrer-AG bis heute nicht beantwortet.Die Fahrer AG kommt zu dem Schluss, das im Sinne der Gleichbehandlung entweder das vorgeschlagene Gremium zu installieren sei oder ausnahmslos jeden Fahrer die Bedingungen zum Erreichen des Permit A erfüllen zu lassen.

Die Fahrer AG bestehend aus Dirk Adorf, Marc Lieb, Markus Oestreich, Arno Klasen und Altfrid Heger, wurde im Frühjahr 2015 durch den DMSB ins Leben gerufen und ist seit diesem Zeitpunkt ehrenamtlich und beratend für den DMSB tätig. Die neu geschaffene Code 120 / Code 60 Regelung , die nach Ansicht vieler Experten seit Beginn der Saison für eine deutlich gesunkene Unfallzahl an der Nordschleife sorgt, und das E-Learning entstanden nach Vorschlägen dieser Arbeitsgemeinschaft , die in erster Linie die Interessen der Nordschleifenfahrer vertritt .

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 5. Juni 2016 )
 
Der Reifenkrieg am Ring Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Freitag, 3. Juni 2016

Es ist vielleicht einer der letzten, aber definitiv der grösste Reifenkrieg im internationalen Motorsport: Sowohl das 24 Stunden Rennen am Nürburgring als auch die VLN Langstreckenmeisterschaft bieten den Reifenherstellern einen uneingeschränkt offenen Wettbewerb. In Zeiten in denen die meisten Serien auf lukrative Alleinausrüsterverträge setzen und wo selbst die angeblichen Top-Serien des ACO maximal einen Zweikampf zwischen 2 Herstellern erlauben, balgen sich am Ring im Prinzip alle im Motorsport engagierten Reifenfabrikate um Gesamt und Klassensiege. Nicht weniger als 9 Reifenhersteller - Michelin, Dunlop, Pirelli, Hankook, Falken, Yokohama, Kumho, Bridgestone und Hoosier - waren bei der 44.ten Ausgabe des Langstreckenklassikers vertreten.

Offiziell waren zwar noch 2 weitere Fabrikate dabei, da deren Einsatzteams jedoch zugunsten zählbarer Resultate die lediglich im ersten Training aufgezogenen Walzen ihrer als Hauptsponsoren auftretenden Reifenpartner abmontierten und durch Michelinreifen mit verschämt abgekratzten Aufklebern ersetzten, verzichten wir hier auf die Nennung dieser 2 der Redaktion bekannten Fabrikate. Etliche Teams setzten zudem auf 2 verschiedene Hersteller für trockene und nasse Bedingungen; wo wir dessen gewahr wurden verzeichnen die Ergebnislisten in unserem Rennbericht statt dem Logo des Herstellers 2 Kürzel der eingesetzten Produkte.

Das grösste Kontingent setzt traditionell Michelin am Ring ein: 65 Mannschaften waren auf den Pneus aus Clemont-Ferrand unterwegs und erzielten nicht nur zahlreiche Klassensiege (SP9, SP7, SP-X, CUP3, V6, SP6, V2T, SP3, SP2T) und den Gesamtsieg: In der Gesamtsiegerklasse waren 29 von 38 Wagen auf den französischen Erfolgspneus unterwegs. Unter den 16 schnellsten Teams der Klasse kamen 15 Teams auf den französischen Reifen daher. In den Top 20 des Gesamtklassements waren 16 Wagen mit Michelins ausgerüstet. Der französische Hersteller bleibt für die Konkurrenz weiter die unangefochtene Messlatte wenn es um erfolgreiche Rennreifenentwicklung geht.

40 Autos setzten nach unseren Vor-Ort-Recherchen auf den grössten Konkurrenten der Franzosen. Dunlop informierte am Ring im Rahmen eines Presseevents über den Stand seines Langstreckenengagements, das ja auch die ACO-Rennserien umfasst, am Ring aber einen weiteren Schwerpunkt besitzt. 7 Autos in der Top-Klasse der SP9 – der #5 Phoenix Racing Audi, der auf Platz 10 das beste Ergebnis auf den in Deutschland gefertigten Reifen erzielte, die 3 Walkenhorst Motorsport BMW´s, beide Aston Martin Vantage GT3 und der Car-Collection Audi - setzten auf die Pneus der zum Goodyear-Konzern gehörenden Marke. Klassensiege errang man in der exklusiv ausgestatteten BMW M235i-CUP5-Klasse und der AT-Kategorie.

Pirelli Reifen waren an 12 Autos zu finden. In der Top-Kategorie setzte lediglich das Team des Mann-Filter-Mercedes auf die in den SRO-Serien und dem GT-Masters als Alleinausrüster fungierende Marke – und fuhr damit den Michelin-bereiften Markenkollegen hoffnungslos hinterher. Mehr Glück hatte da schon die in der SP8 und SP8T antretende TCR & Vetter Motorsport-Mannschaft, die im Gros aus Pirelli-Mitarbeitern bestand. Das inoffizielle „Werksteam“ des italienischen Herstellers errang in beiden Klassen den Klassensieg, der vom Erfolg der V3-Mannschaft von Pit Lane Racing mit dem Toyota GT 86 ergänzt wurde.

Hankook rüstete 13 Autos im diesjährigen Klassiker aus, verzichtete jedoch im Unterschied zu den Vorjahren auf ein Engagement in der Top-Klasse. Daher muss man im Gesamtklassement bis zu P39 hinab blättern um das erste Hankook-Team zu finden. Klassensiege erzielte man in der CUP1-Kategorie der Opel Astra Cup-Racer und zusätzlich mit dem Hyundai Veloster in der SP2T.

Falken tritt am Ring zwar als Hauptsponsor des Rennens auf, ist aber traditionell nur mit sogenannten „Landmark-Engagements“ auf nur einzelnen Autos vertreten. Immerhin starteten in diesem Jahr 2 Autos auf den Reifen des aus dem japanischen Sumitomo Konzerns stammenden Herstellers. Während der Falken Porsche ein Opfer der BoP wurde, es aber mit P9 immerhin in die Top-10 schaffte, gelang dem zweiten Wagen, dem Subaru WTX Sti ein Klassensieg in der SP3T.

Auch auch Japan kam Yokohama in diesem Jahr gleich auf 16 Autos zum Einsatz, wobei man einige Klassensiege abstaubte. So ging der Premierensieg in der erstmals ausgeschriebenen TCR-Klasse (mathilda Racing Seat Leon), sowie die Klassensiege in der V4 (Adrenalin BMW) und V5 (Schmickler BMW) gingen an die Japaner. Der koreanische Hersteller Kumho rüstete lediglich 4 Autos aus. Mit dem Klassensieg in der V3T hat man zumindest ein vorzeigbares Resultat – wenn man unterschlägt das in der Klasse nur ein Auto startete...

Ähnliches widerfuhr den japanischen Konkurrenten von Bridgestone, die ebenfalls nur auf 4 Autos – 3 Wagen des Gazoo-Teams und dem Wölflick-Mustang - vertreten waren. Klassensieger ehren staubte hier nur der einzige SP-Pro im Feld, der auf P24 gewertete Tom´s Lexus RC-F ab.

Erfreulich fiel die Premiere der amerikanischen Rennreifenmarke Hoosier beim Klassiker aus: Zumindest der Stadavita-Mathol Racing Aston Martin Vantage GT4 kam hier in der SP10 als einziger Überlebender als Klassensieger an. Das ebenfalls Hoosier-bereifte Schwesterauto fiel in der Nacht nach einem Unfall aus.

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 3. Juni 2016 )
 
Erste Analyse zur BoP der 24h am Nürburgring Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Mittwoch, 1. Juni 2016

Es ist eine Verdachtsfrage die sich angesichts des Ergebnisses und der Zwischenresultate in unserem Rennbericht von den 44.ten 24h am Nürburgring zwangsläufig stellt: War die BoP des ADAC Nordrhein für das vergangene 24h-Rennen hinreichend ausgewogen ? Oder waren einzelne Hersteller durch die Einstufung begünstigt? Leider liegt uns noch nicht das komplette Sektorenzeitenprotokoll des Rennens vor, so das eine detailierte Analyse hier noch nicht möglich ist, doch ein kurzer Blick auf die schnellsten Rennrunden liefert hier vielleicht weitere Indizien. Dazu haben wir alle Autos der GT3-Klasse nach ihren schnellsten Rennrundenzeiten sortiert und in die folgende Tabelle einsortiert:

Rang Nr Auto Marke Team Land Modell Reifen schnellste
1 4 GT3 Mercedes AMG - Team Black Falcon Deutschland Mercedes-AMG GT3 Michelin 8:19.002
2 9 GT3 Mercedes AMG - Team Black Falcon Deutschland Mercedes-AMG GT3 Michelin 8:19.563
3 18 GT3 BMW Schubert Motorsport GmbH Deutschland BMW M6 GT3 Michelin 8:19.576
4 23 GT3 BMW ROWE Racing Deutschland BMW M6 GT3 Michelin 8:19.697
5 29 GT3 Mercedes AMG-Team HTP Motorsport Deutschland Mercedes-AMG GT3 Michelin 8:19.788
6 912 GT3 Porsche Manthey Racing Deutschland Porsche 911 GT3 R Michelin 8:20.345
7 88 GT3 Mercedes Haribo Racing Team / AMG Deutschland Mercedes-AMG GT3 Michelin 8:20.370
8 1 GT3 Audi Audi Sport Team WRT Belgien Audi R8 LMS Michelin 8:20.706
9 22 GT3 BMW ROWE Racing Deutschland BMW M6 GT3 Michelin 8:21.442
10 5 GT3 Audi Phoenix Racing Deutschland Audi R8 LMS Dunlop 8:22.038
11 100 GT3 BMW Schubert Motorsport GmbH Deutschland BMW M6 GT3 Michelin 8:22.072
12 8 GT3 Mercedes Haribo Racing Team / AMG Deutschland Mercedes-AMG GT3 Michelin 8:22.656
13 30 GT3 Mercedes AMG-Team HTP Motorsport Deutschland Mercedes-AMG GT3 Michelin 8:23.198
14 2 GT3 Audi Team WRT Belgien Audi R8 LMS Michelin 8:23.615
15 6 GT3 Audi Audi Sport Team Phoenix Deutschland Audi R8 LMS Michelin 8:24.124
16 37 GT3 Bentley Bentley Team ABT Deutschland Bentley Continental GT3 Michelin 8:24.318
17 999 GT3 BMW Walkenhorst Motorsport Deutschland BMW M6 GT3 Dunlop 8:25.037
18 14 GT3 Mercedes Black Falcon Deutschland Mercedes-AMG GT3 Michelin 8:25.339
19 75 GT3 Mercedes Mann Filter Team Zakspeed Deutschland Mercedes-AMG GT3 Pirelli 8:25.488
20 3 GT3 Porsche Frikadelli Racing Team Deutschland Porsche 991 GT3 R Michelin 8:25.499
21 16 GT3 Audi Twin Busch Motorsport Deutschland Audi R8 LMS Michelin 8:25.624
22 12 GT3 Porsche Manthey Racing Deutschland Porsche 911 GT3 R Michelin 8:25.747
23 7 GT3 Aston Martin Aston Martin Racing Gross-Britannien Aston Martin Vantage Dunlop 8:26.237
24 38 GT3 Bentley Bentley Team ABT Deutschland Bentley Continental GT3 Michelin 8:26.759
25 25 GT3 Lamborghini Konrad Motorsport GmbH Deutschland Lamborghini Huracan GT3 Michelin 8:27.858
26 101 GT3 BMW Walkenhorst Motorsport Deutschland BMW M6 GT3 Dunlop 8:29.446
27 28 GT3 Audi Montaplast by Land-Motorsport Deutschland Audi R8 LMS Michelin 8:29.475
28 44 GT3 Porsche Falken Motorsports Deutschland Porsche 991 GT3 R Falken 8:29.488
29 27 GT3 Aston Martin Aston Martin Racing Gross-Britannien Aston Martin Vantage Dunlop 8:30.464
30 11 GT3 Audi Audi race experience Deutschland Audi R8 LMS Michelin 8:34.418
31 35 GT3 Nissan Nissan GT Academy Team RJN Gross-Britannien Nissan GT-R GT3 Michelin 8:34.876
32 21 GT3 Porsche Wochenspiegel Team Manthey Deutschland Porsche 911 GT3 R Michelin 8:34.971
33 24 GT3 Nissan Team Zakspeed Deutschland Nissan GT-R Nismo GT3 Michelin 8:39.633
34 99 GT3 BMW Walkenhorst Motorsport Deutschland BMW Z4 GT3 Dunlop 8:39.674
35 10 GT3 Audi Audi race experience Deutschland Audi R8 LMS Michelin 8:39.997
36 911 GT3 Porsche Manthey Racing Deutschland Porsche 911 GT3 R Michelin 8:47.614
37 33 GT3 Audi Car Collection Motorsport Deutschland Audi R8 LMS Dunlop 8:51.204
38 31 GT3 Mercedes AMG-Team HTP Motorsport Deutschland Mercedes-AMG GT3 Michelin -

Die schnellste Rennrunde absolvierte das spätere Siegerteam im Rennen. Die 8:19,002 von Maro Engel war zwar knapp 4,5s langsamer wie seine in der #9 absolvierte schnellste Qualifikationsrunde, gibt aber das Potential des Mercedes AMG GT im Renntrimm wieder. Sowohl die #9 von Black Falcon als auch der #29 HTP-Motorsport AMG blieben ebenfalls bei der schnellsten Rennrunde unter 8:20. Das Haribo Racing Team war aufgrund der ondulierten Front in der schnellen Endphase nur knapp nicht in der Lage diese Marke zu knacken. Bei den weiteren AMG lässt sich jeweils ein Grund finden warum diese Zeiten nicht erreicht wurden – seien es Ausfälle in der noch feuchten Rennphase (#8 / #30) oder ein abweichender Reifenpartner (Pirelli beim Mann Filter AMG).

Doch der Mercedes war nicht das einzige Fabrikat das dieses Level halten konnte: BMW erreichte mit dem neuen BMW M6-GT3 ebenfalls dieses Level. Der #18 Wagen von Schubert Motorsport und die #23 von ROWE Racing schafften ebenfalls Rundenzeiten unter 8:20. Somit hatte auch BMW einen potentiell siegfähiges Auto, das dann in Form der #18 ja auch in Führung liegend ausfiel. Lediglich die Dunlop-bereiften Walkenhorst-Wagen fielen gegenüber den Autos von Schubert und ROWE Racing zurück.

Dabei lag dies nicht pauschal an den Dunlop-Reifen, wie Audi in Form des Phoenix Racing Teams bewies. Die auf Dunlop gesetzte #5 des Team – also nicht der Werkswagen – war nur 1,3s langsamer wie der schnellste, Michelin-bereifte Audi R8 LMS GT3 des Belgian Audi Club Team WRT-Teams. Doch bei den Zeiten hinkte dieser schnellste Audi der Konkurrenz 1,7s hinterher. 1,7s pro Runde: das sind theoretisch 3 ½ Minuten Rückstand auf den schnellsten Mercedes. Pech für Audi das der schnellste Werkswagen der Belgier am frühen Sonntagmorgen nach einem Ausrutscher auf einer Ölspur aus dem Kampf um die Top-10 Plätze fiel und auch die weiteren Audi-Teams sich zum Teil gegenseitig ein Bein stellten. Aber auch sonst fehlte den Audi die Pace: eine 8:22-8:23 spiegelte schon eher das Rennpotential der Vorjahressiegerkonstruktion wieder. Damit war man auf die Renndistanz hin schon 4s oder eine Runde hinter den Mercedes eingestuft. Das der Rückstand am Ende noch grösser ausfiel, lässt vermuten das der Rückstand in Wirklichkeit noch gravierender war.

Etwa das selbe Level hatte auch Porsche. Zwar war Mantheys einziger, die Startphase überlebender Porsche mit einer schnellste registrierten Runde von 8:20,345 sogar noch etwas schneller als Audis schnellste 8:20,706, aber auch Porsche fehlten im Schnitt weit mehr als die 1s die die schnellste Rennrunde vorspiegelt. Das sowohl dem Frikadelli Racing Team als auch Mantheys Kundenautos gleich 6s und dem im Vorjahr noch drittplazierten Falken-Team sogar 10s auf die Sieger fehlten, lässt vermuten das Mantheys schnellstes Auto - das bekanntlich die Hetzjagd auf die Mercedes genauso wenig überlebte wie das schnellste Schubert Auto - weit mehr hinter den Mercedes hinterher hing.

Zu den Exoten: hier war quasi keiner der nicht-deutschen Marken auf dem Niveau der deutschen Hersteller unterwegs. Bentleys Abt-Mannschaft fehlen bei der schnellsten Rennrunde 5s auf die Mercedes, Aston Martin (die die schnellste Rennphase am Sonntag nicht mehr erlebten) 7s, dem Konrad Lamborghini 8s und dem RJN-Nissan, der dieses Jahr statt auf Pirellis auf Michelins setzte, gar 15s. Hat der ADAC hier dem Lobbyismus der deutschen Hersteller nachgebend Protektionismus bei der Einstufung walten lassen? Oder waren die Teams angesichts von halbherzigen Teilsaisonengagements in der VLN Langstreckenmeisterschaft lediglich schlecht vorbereitet? Solange die 4 Hersteller keine Fulltime-Engagements zum Vorbereiten auf den nächstjährigen Klassiker nachschieben gibt es wenig Anlass dem 2. Grund nicht das Hauptgewicht zukommen zu lassen.

Zugegebenermassen ist die Datenbasis für diese Einschätzungen sehr dünn. Um einen vollständigen Blick in die BoP zu werfen müsste man das gesamte Runden- und Sektorzeitenprotokoll des Rennens für die problemlos durchgelaufenen Fahrzeuge der Hersteller auswerten. Jedoch reicht ein Blick in die schnellsten Rundenzeiten um zu konstantieren, das Mercedes und vielleicht auch BMW in diesem Jahr einen Vorteil durch die Einstufung hatten und Porsche und insbesonders Audi mit stumpfen Waffen kämpften. Den ausländischen Herstellern fehlte zuallererst das Engagement, und dann auch die Pace. Soweit die erste Analyse...

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 1. Juni 2016 )
 
Klassensiege bei den diesjährigen 24h am Ring Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Dienstag, 31. Mai 2016

Das diesjährige 24 Stunden Rennen am Nürburgring (der Link führt zu unserem Rennbericht) war schon in der Top-Klasse so ereignisreich, dass daneben die anderen, nicht minder spannenden 24 Starterklassen fast ein wenig in den Hintergrund traten – wie ging dort in den GT-relevanten Kategorien das Ergebnis aus?

In der SP7 triumphierte ebenfalls das Gesamtsiegerteam von Black Falcon. Der von Arturo Devigus, Andreas Weishaupt, Alexander Josef Boquoi Toril und Mario Farnbacher pilotierte Porsche 991 GT3 Cup gewann am Ende klar auf Gesamtrang 15 liegend mit 2 Runden Vorsprung vor dem Frikadelli Racing Team 991 Cup von Shoffner/Hill/Klasen/Huismann und dem Kremer Racing 997 KR von Baunach/Kaufmann/Haezebrouck/Salewski, die eine Runde dahinter bewiesen, dass man auch mit einem alten Porsche noch beim 24h-Rennen auf ein Klassenpodium kommen kann.

In der SP3T siegte auf Gesamtrang 20 der Subaru WRX Sti von Carlo van Dam, Marcel Lasse, Tim Schrick und Hideki Yamauchi. Mit 121 absolvierten Runden hängte das Team den Audi TT des 2R-Racing Teams um 5 Runden ab. Dritter in dieser Klasse wurde der Mathol Racing Seat Leon Supercopa, der 15 Runden hinter den Klassensiegern ins Ziel kam.

Den Sieg in der SPX-Klasse errang auf Gesamtrang 23 knapp der Manthey Racing GT4-Entwicklungsträger, der Cayman GT4 von Christoph Breuer, Christian Gebhardt und Lars Kern 2 Runden und 4 Positionen vor dem gelben Scuderia Cameron Glickenhaus SCG003 von Mutsch/Laser/Simonsen/Westphal. Auf Gesamtrang 24 kam der einzige SP-Pro-Starter, der von Tom´s entwickelte Gazoo Racing Lexus RCF, ins Ziel.

Der Klassensieg in der CUP3-Cayman-Trophy Klasse ging im Premierenjahr dieser Kategorie an den Teichmann Racing Cayman mit der #354 der auf Gesamtrang 28 von Hans Holmlund, Tommy Grüberg, Scott Marshall und Moritz Gusenbauer pilotiert wurde. Nach 118 absolvierten Runden hatte dieser Crew 5 Runden Vorsprung auf den Mathol Racing-Cayman des Quartetts Keilwerth/Wawer/Thomsen/Assmann sowie 19 Runden Vorspung auf den drittplazierten Mühlner Motorsport Cayman von Bohr/Schmickler/Humbert zu Buche stehen.

GT-relevant dürfte auch die V6-Klasse sein: Hier erzielte Black Falcon auf Gesamtrang 31 einen dritten Klassensieg mit dem Porsche 991 #140 von Aurel Schoeller, Andre Kuhn, "Philip" und Miquel Boquoi Toril. Mathol Racing musste sich um die Kleinigkeit von 7 Minuzen Rückstand mit dem Cayman S von Jacoma/Karch/Moelig/Hennerici auf Klassenrang 2 geschlagen geben. Dem zweiten Mathol-Cayman mit der #138 fehlten hingegen schon 12 Runden auf die Klassensieger.

SP8: Dort siegte das TCR & Vetter Motorsport BMW M3 E92-Quartett Philipp Göschel, Dirk Heldmann, Rolf Scheibner und Frank Weishar auf Gesamtrang 45 mit 4 Runden Vorsprung vor dem Aston Martin Vantage V12 des Aston-Martin-Testcenters und dem eine weitere Runde zurück liegenden Aston Martin Vantage V8 #43 der AMR St.Gallen Mannschaft. Mit der durch das Quartett Gass/Hahn/Konrad/Vetter pilotierten #47 erzielte TCR & Vetter Motorsport auch den Klassensieg in der SP8T auf Gesamtrang 52.

V3: Hier ging der Klassensieg an die belgische Pitlane-Mannschaft die beide Toyota GT 86 ins Ziel brachte. Auf Gesamtrang 66 konnten sich "Brody", Maciej Drezser, Olivier Muytjens und Bruno Barbaro als Sieger der Kategorie notieren lassen.

Weit nach unten in den Ergebnislisten muss man hingegen kramen um den GT4-Klassensieger auszumachen: auf Gesamtrang 98 kam der Hoosier-bereifte Mathol Racing-Stadavita Aston Martin Vantage GT4 von Stephan Kuhs, Scott Preacher, "Takis" und Markus Lungstrass als einziger Überlebender der Klasse über den Zielstrich.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 1. Juni 2016 )
 
Callaway mit Doppeleinsatz am Ring Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 30. Mai 2016

Callaway Competition Teambesitzer Giovanni Ciccone weilte auch zu den 24h am Ring. Wie er uns gegenüber bestätigte, bleibt es bei den beiden von uns bereits vermeldeten VLN-Einsätzen der neuen Corvette. Wie bereits von uns vermeldet wird bei VLN4 und VLN9 die neue C7R auf der Nordschleife eingesetzt. Neu war allerdings die Info das die Mannschaft aus dem Baden-Württembergischen Weingarten gleich 2 Corvette (im Bild: die im GT-Masters eingesetzte Roller-Corvette) an den Start bringen wird.

„Ja wir kommen dort mit 2 Fahrzeugen. Zum einen wird die Wheelen-Corvette für Eric Curran und Boris Said eingesetzt werden. Daneben wird eine zweite Corvette zum Einsatz gebracht.“so Ciccone gegenüber uns.

Die Besatzung des zweiten Fahrzeugs ist zwar noch nicht offiziell bekannt, aber am Ring wurden gerüchteweise die Namen von Patrick Assenheimer und Dominik Schwager als potentielle Piloten des zweiten Fahrzeugs gehandelt. Die Fans dürfen sich somit schon für den kommenden Lauf auf 2 weitere BigBanger im Feld der VLN Langstreckenmeisterschaft freuen.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 30. Mai 2016 )
 
Black Falcon siegt bei den 44. 24h am Nürburgring Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 30. Mai 2016

Die 44.ten 24h am Nürburgring (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten ) sind mit dem 2. Sieg für Mercedes und dem ersten bedeutenden Langstreckensieg für einen der neuen Mercedes AMG GT spektakulär zu Ende gegangen. Maro Engel , Bernd Schneider, Manuel Metzger und Adam Chistodoulou setzten sich in einem aufsehenerregenden Finale mit nur 5,7s Vorsprung mit der engsten Entscheidung in der Geschichte des Klassikers gegen die auf Augenhöhe mitkämpfenden Markenkollegen von HTP-Motorsport und dem Haribo Racing Team durch. In einem spektakulären und bestimmt noch lange vieldiskutierten Manöver presste sich in der letzten Runde Black Falcon Pilot und Polesetter Maro Engel auf dem GP Kurs in der Ravenol-Kurve am führenden HTP-Motorsport Mercedes AMG GT von Christian Hohenadel vorbei und stürmte zum Sieg davon. Das bis dahin stark an der Spitze agierende Quartett Christian Hohenadel, Marco Seefried Renger van der Zande und Christian Vietoris hatte taktisch auf einen letzten Splash & Dash in der vorletzten Runde spekulieren müssen und musste fassungslos miterleben wie ihnen der Sieg beim Klassiker in der letzten Runde entglitt. Hinter dem restlos enttäuschten HTP-Team belegte das lange in Führung befindliche Haribo Racing-Quartett Uwe Alzen, Maximilian Götz, Lance David Arnold und Jan Seyffarth den dritten Rang. Die Haribo-Mannschaft hatte zu Beginn des Rennens sogar in Doppelführung gelegen, den zweiten Wagen aber nach einer kleinen Karambolage in der Nacht zurückgezogen, und war aufgrund von Schäden nach einem Auffahrunfall auf den Twin Busch Audi und nach einer Zeitstrafe aufgrund eines Vergehens unter gelber Flagge aus der Entscheidung um den Sieg gefallen.

Anscheinend - eine Analyse unserer Statistikabteilung dazu steht noch aus - favorisierte die BoP in diesem Jahr die neuen Mercedes AMG GT. Ein Indiz dazu ist, das sich wie in unserem Rennbericht unschwer zu erkennen ist, die Top-Autos der Teams relativ schnell nach Herstellern sortiert in den Ergebnislisten anordneten. Black Falcons zweiter AMG-GT war aufgrund eines schon vorher eingefahrenen Rückstands in der Endphase ohne Chance auf einen Shot auf das Podium, machte aber den überlegenen Vierfachsieg der neuen Mercedes-GT3-Konstruktion komplett. Mit dem Mann Filter-Mercedes des Quartetts Heyer/Asch/Ludwig/Keilwitz kamen sogar 5 Mercedes unter die ersten 6, wobei diese Crew aufgrund der gegenüber den Michelin unterlegenen Pirellireifen ohne Chance auf einen Podiumsplatz agierte. Black Falcons dritter Mercedes AMG GT fiel in der Nacht aufgrund eines Defekts am Antriebsstrang weit zurück. HTP-Motorsport mussten ihr 2. Auto - der dritte gemeldete war ein Backup für das Qualifying – in der Nacht nach einem Unfall abstellen.

BMW brachte mit der #23 von ROWE Racing auf P5 und der #999 von Walkenhorst Motorsport am Ende 2 Autos in den Top-12 ins Ziel. Schubert Motorsport hatte mit der #100 in der Endphase noch ein weiteres Auto in Reichweite der Podiumsplätze, bis Lucas Luhr 6h vor dem Rennende auf der GP-Strecke von einem abgeschossenen BMW abgeräumt wurde. Das zweite Auto war am späten Abend in Führung liegend mit einem kapitalen Motorschaden im Tiergarten verendet. Die zweiten Autos von Walkenhorst und ROWE Racing wurden ebenfalls ein Opfer der langen Nacht am Ring.

Porsche schoss sich zu Beginn selbst ins Bein, nachdem die #911 zuerst im Top-30 Quali von Kevin Estre und dann in der ersten Rennrunde von Nick Tandy an exakt der gleichen Stelle im Bergwerk in die Leitplanken gesetzt wurde. Porsches zweiter Werkswagen hielt lange im Kampf um einen möglichen Podiumsplatz mit, ehe in den frühen Morgenstunden ein Motorschaden die Fahrt des Manthey-Werksteams beendete. So kam am Ende der Falken-Porsche auf P9 als bester Porsche in die Top-10. Mantheys Privat eingesetzte GT3 von Klos/Richter und Wochenspiegel kamen ebenfalls ins Ziel. Die Frikadelle fiel wie im Vorjahr im Bereich Karussell/Hohe Acht in der Nacht nach einem Abflug aus.

Audis Teams waren in diesem Jahr völlig von der Rolle. Bester R8 war der „privat“ auf Teamrechnung eingesetzte Belgian Audi Club Team WRT Wagen #2 der mit 4 Runden Rückstand auf die Sieger auf P8 ins Ziel kam - 2 Plätze vor dem auf P10 ankommenden Twin Busch Audi. Zuvor hatten sich der #6 Phoenix Racing Audi und der #26 Land Motorsport R8 bei einer Kollision auf der GP-Strecke gegenseitig eliminiert. WRT´s Werkswagen wurde in der Nacht ein Kollisionsopfer und Phoenix´ zweites Auto bremsten technische Defekte ein. Aufgrund der BoP waren die Audi-Teams, die sicherlich nicht über das Jahr den Einsatz eines schnellen Autos verlernt hatten, nicht in der Lage die Mercedes-Zeiten an der Spitze mitzugehen.

Die Audis waren somit noch nicht mal die besten „Volkswagen“ in diesem Jahr. Diese Ehre gebührte dem Abt-Bentley von Menzel/Brück/Hamprecht/Smith, die damit das beste Ergebnis des britischen Herstellers beim Klassiker einfuhren. Nissan verfehlte knapp die Top-10-Plätze mit dem angesichts des hochkarätigen Starterfeldes bemerkenswerten 11.Ranges des RJN-Motorsport Nissan GT-R Nismo GT3 - im Vorjahr hatte man mit P9 ein vergleichbar gutes Ergebnis erzielt.

Aston Martin verlor beide Werksautos nach Abflügen. Der Konrad Lamborghini fiel nach einer langen Zeitstrafe wegen einer massiven Geschwindigkeitsübertretung aus dem Kampf um die Top-10-Platzierungen und wurde 3h vor dem Rennende Opfer eines Abflugs im Hatzenbach. Die beiden Scuderia Cameron Glickenhaus SCG003 wurden zunächst nach solider Vorstellung von Turbodefekten eingebremt. Die #701 wurde dann kurz vor dem Rennende Opfer eines Unfalls. Den P4/5 Competitione stopfte am Freitag Manuel Lauck irreperabel in die Leitplanken am Flugplatz, womit er sich den Unmut seines Teamchefs Jim Glickenhaus zuzog.

Es war auf jeden Fall eine denkwürdige 44. Ausgabe des Klassikers die nicht nur aufgrund des spektakulären Herzschlagfinales den weltweiten Ruf des Klassikers als einer der härtesten Langstreckenevents der Welt weiter befeuern wird. Auch die Wetterkapriolen zu Beginn sorgten für ungläubiges Stauenen der Teilnehmer und des weltweiten Publikums. Sintflutartige Regenfälle und eine dicke Eis- und Hagelschicht im Steckenabschnitt Fuchsröhre liessen 1h nach Rennbeginn Dutzende von vedatterten Teilnehmern vortriebslos auf der Steigung zum Adenauer Forst stranden und sorgten für eine fast 4-stündige Rennunterbrechung. Weitere Regenfälle zu Beginn der Nacht und die gefährlichen Bedingungen mit der in der Nacht abtrocknenden Strecke sorgten für zahlreiche Kollateralschäden bei den teilnehmenden Teams. Nur 98 von 156 Startern erreichten das Ziel am Ende in Wertung.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 30. Mai 2016 )
 
Der Rennbericht zum 44. 24h Stunden-Rennen am Nürburgring... Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Sonntag, 29. Mai 2016

... kann ab sofort unter diesem Link auf unseren Seiten eingesehen werden. 163 Teams stehen auf der vorläufigen Nennliste der 44.ten Ausgabe des Klassikers - 158 werden wohl ins Rennen gehen. Gelingt Audi der vierte Sieg? Oder kommen die neuen Konstruktionen von Porsche, BMW und Mercedes durch und können den Ingolstädtern den geplanten Erfolg verhageln?

Alle Infos, Fotos und Ergebnisse zum bedeutensten deutschen Sportwagen-Langstreckenevent findet ihr auf unserer Bereichteseite zur 44. Ausgabe des Langstreckenklassikers .

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 28. Mai 2016 )
 
Vorschau auf die restlichen Sportwagenklassen bei den 24h Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Donnerstag, 26. Mai 2016

Ein Überblick über die restlichen GT-Klassen beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring rundet unsere Vorschau auf den Klassiker ab.

SP10: stadavitasp10.jpg Mit gerade einmal 4 GT4/SP10-Autos startet das bislang kleinste Feld in dieser Klasse in der Geschichte des Klassikers. 2 Aston Martin Vantage GT4 ein BMW M3-GT4, und ein Porsche Cayman GT4 des Pro Sport Performance-Teams starten in diesem Jahr. Obwohl die GT4-Klasse derzeit wieder im Aufwind ist schlägt sich dies an der Nürburgring Nordschleife noch nicht nieder. Die beiden Aston Martin Vantage GT4 der Teams AVIA-Mathol (Weber/Bermes/Preacher/Still) und Stadavita-Mathol (Lungstrass/Kuhs/Preacher/von Bär) werden sich hier mit dem Team Securtal Sorg Rennsport BMW M3-GT4 von Bender/Bayer/Kratz/Mihm und dem Cayman von Viebahn/Rebhan/Moller-Madsen duellieren.

CUP3: Aus der neuen Cayman Trophy by Manthey treten 4 Teams an: Black Falcon, Teichmann Racing , Mathol Racing und Mühlner Motorsport stehen je ein Auto, wobei die Besatzungen bis dato noch nicht 100% fixiert waren.

SPX: Neben den beiden Scuderia Cameron Glickenhaus SCG003 die auch Kandidaten für das Top30 Qualifying sind startet wie in der VLN Langstreckenmeisterschaft ein Manthey-Cayman in der Klasse, wobei es sich um das GT4-Entwicklungsauto von Manthey handeln dürfte.

E1-XP: In der Experimentalklasse startet der dritte Glickenhaus Bolide, der SCG P4/5 Competitione M16, von dem aber mangels Testeinsätzen nicht all zu viel erwartet werden sollte.

SP-Pro: Hier kommt ein Lexus RC-F der japanischen Gazoo-Racing Mannschaft hinzu. 4 japanische Piloten teilen sich das Cockpit des Boliden.

V6-Klasse: 7 Porsche – 4 Cayman S der Teams Mathol Racing, Team Securtal Sorg Rennsport und Speedworxx Racing sowie 3 991/911 von Black Falcon, aesthetic Racing und Speedworxx starten in der seriennahen Top-Kategorie. Auf den beiden Speedworxx-Porsches sind dabei insgesamt 7 argentinische Piloten gemeldet.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 25. Mai 2016 )
 
Vorschau auf die SP7-Klasse bei den 24h Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Mittwoch, 25. Mai 2016

In mantheysp7_59.jpgder SP7-Klasse sind beim diesjährigen 24 Stunden Rennen am Nürburgring 13 Teams eingeschrieben. Anders als in der VLN Langstreckenmeisterschaft werden hier die CUP2-Teams mit den reinen Cup-Porsches in die Klasse integriert, so das beim Langstreckenklassiker eine höhere Anzahl an Startern zusammen kommt. 13 Autos von 11 Mannschaften stehen hier in der Klasse am Start.

Jeweils 2 Autos bringen Manthey Racing und GetSpeed Performance an den Start. Mantheys #59 mit dem Quartett Smith/Renger/Reimer/Proczyk dürfte das stärkere der beiden Autos aus dem Traditionsteam sein. Wie stark Getspeeds Mannschaften einzuschätzen sind lässt sich derzeit noch nicht sagen, da die Besetzung beider Cockpits offensichtlich noch nicht beendet ist. Einer der stärksten Konkurrenten dürfte Black Falcons blackfalconsp7_56.jpg991 GT3 Cup mit dem Quartett Weishaupt/Plesse/Toril/Devegius sein.

Von Kremer Racings Porsche - die Kölner Mannschaft steigt extra für das Rennen vom nicht startberechtigten Gruppe H-Bomber auf den 997 KR um - dürfte man zumindest im Qualifying noch das ein oder andere Feuerwerk von Kremer Stammpilot Wolfgang Kaufmann erwarten. Das Frikadelli Racing Team bringt wie angekündigt einen 991 GT3 Cup für das deutsch-amerikanische Trio Klasen/Hill/Shoffner an den Start. Weitere Porsche werden von den Teams Teichmann Racing, Bonk Motorsport, 9und11 Racing, Hamburg Racing Team, Chrzanowski Racing und Huber Motorsport an den Start gebracht.

Den Klassensieg dürften bei regulärem Rennverlauf die 3 stärksten Porsche von Manthey Racing, Black Falcon und GetSpeed Performance untereinander ausmachen, doch die 24h sind selten regulär und der ein oder andere Defekt und die ein oder andere Karambolage werden sicher auch die Top-Teams in dieser Klasse betreffen. Daher bleibt es um das Podium auch in dieser Klasse spannend bis zum Schluss.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 24. Mai 2016 )
 
Die SP8 Klasse beim N24 wächst wieder an Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Dienstag, 24. Mai 2016

In der seit Jahren von uns inoffiziell als „Nürburgring-GT-1-Klasse“ titulierten SP8-Klasse starten in diesem Jahr 11 Wagen. Das ist wieder ein deutliches Plus nachdem es in den beiden Vorjahren 9 bzw. 8 Starter in den beiden Subklassen gab. 4 BMW, 3 Aston Martin, 3 Lexus ISF und je ein Ford Mustang und Nissan GT-R starten bei der 44.ten Ausgabe des Ringklassikers in dieser Wertungskategorie.

BMW kommt mit 5 Autos daher. Das Team TC-R (Team Coach Racing) & Vetter-Motorsport setzt seine 3 bereits im letzten Jahr eingesetzten Autos – dabei handelt es sich nicht wie zunächst fälschlicherweise von uns vermeldet um ex-Dörr-Autos sondern um selbst von Vetter Motorsport  bzw Thomas Ahlers 2014 aufgebaute Chassis – erneut ein. 2 BMW starten in der SP8 (auf einem kommt ex-Dörr-Pilot Rudi Adams zum Einsatz), einer in der SP8T. Hinzu kommt ein vom Team Securtal Sorg Rennsport eingesetzter 335i mit Turbounterstützung. Als einziger Konkurrent in der SP8T stellt Schulze Motorsport sich mit seinem 2010 selbst aufgebauten und nun nach dem GT3-Ausstieg des Teams reaktivierten GT-R den beiden Münchner Boliden entgegen. Für alle 3 Autos wird der Klassensieg über das Motto „Survival of the Fittest“ laufen. Hier dürften die Mechaniker aller Teams besonders gefordert sein.

Aston Martin hat woelflickmustang1.jpg3 verschiedene Autos von 2 Teams am Start. Dem Vantage GT8 und dem Vantage V12 des Aston-Martin-Testcenters (Darren Turner plant dabei ein Gastspiel auf dem GT8) stellt sich ein ein Vantage V8 der AF Racing AG zur Seite. Lexus ist nicht mit dem neuen und bislang schon recht erfolgversprechenden Clubsport RC-F aktiv, sondern setzt durch Ring-Racing und Toyota-Gazoo-Racing 3 der alten ISF CCS-R ein. Eine Reihe von japanischen Piloten sind auf diesen 3 Wagen, deren Besatzungen noch nicht ganz aussortiert sind, eingeplant. Schliesslich ist auch der bereits bei VLN2 debütierte Ford Mustang der Wölflick Racing Mannschaft dieses Jahr in der Klasse engagiert.

Unter den SP8 einen Favoriten auszumachen wird schwierig. Zwar dürften Darren Turner und Rudi Adams ihre Duftmarken im Qualifying setzen, aber im Rennen wird es auf eine möglichst störungsfreie Performance bei allen Teams ankommen. Aston Martin wird versuchen einen weiteren Klassensieg zu erringen, doch die mittlerweile kugelsicheren Lexus dürften dahinter trotz eines Speedmankos auf Schwächen der Konkurrenten lauern.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 5. Juni 2016 )
 
N24 - Wer fehlt in der SP9? Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Dienstag, 24. Mai 2016

39 Wagen und 8 Hersteller. Das klingt nach einem fast perfekten Feld für die Gesamtsiegerklasse der kommenden 24h am Ring! Die diesjährigen 24 Stunden am Nürburgring lassen diesbezüglich wirklich wenige Wünsche offen. Dennoch gibt es noch Entwicklungspotential bezüglich der Markenvielfalt. Nicht alle GT3-Hersteller sind beim Ringklassiker engagiert, was die Frage aufwirft: wer fehlt und wer könnte in näherer Zukunft hinzu kommen?

- Ferrari: das ist eigentlich die grösste Lücke die der Ring aufzuweisen hat. Seit dem einmaligen Einsatz eines Farnbacher Racing Ferrari F458 GT3 Italia (ein Jahr nach dem erfolgreichen Debüt mit dem GT2 2010) wartet man auf einen Folgeeinsatz eines konkurrenzfähigen italienischen Boliden. Für die beiden Haupteinsatzteams der Marke – AF Corse und Kessel Racing  - ist der Ring ein Buch mit 7 Siegeln. Gerüchte um Pläne von Rinaldi Racing bezüglich eines derartigen Einsatzes werden immer wieder mal kolportiert, wurden aber bislang noch nie konkret.

- Lexus: Das Programm der Japaner ist trotz einer sehenswerten Entwicklungseinsatzflotte Jahre hinter dem Plan. Dennoch dürfte Ende des Jahres bei den BoP-Tests eine entgültige Entscheidung fallen. Ist der RC-F dann endlich mit dem neuen Triebwerk konkurrenzfähig, dann dürfte ein Debüt bei den 24h 2017 beschlossene Sache sein. Sollte er es wieder nicht sein, ... dann steht die Selbstentleibung einiger talentierter japanischer Entwicklungsingenieure zu befürchten!

- McLaren: die aktuelle britische Flunder McLaren 650S GT3 mag in der Blancpain Endurance Serie erste Erfolge eingefahren haben; der Ring ist allerdings ein deutlich rauheres Geläuf, das in der Vergangenheit den Vorgänger McLaren MP4-12C GT3 regelmässig auseinandergerüttelt hat. Das Dörr Motorsport Team konnte ein vielstrophiges Lied davon singen. Nun ist der 650S angeblich eine deutliche Weiterentwicklung. Es fehlt nur das Team, das dies auf der Nordschleife beweist.

- Corvette: Callaway Competitions neue Konstruktion wird ihr viel beachtetes Debüt bei VLN 4 geben. Danach hängt alles vom generierten Kundeninteressse ab. Der kleinste deutsche GT3-Hersteller (die GT3-Version der amerikanischen Boliden wird von der kleinen Truppe bei Weingarten in Eigenregie aufgebaut) kann sich einen eigenen Werkseinsatz nicht leisten und das amerikanische Werk ist nur am Gewinn der GTLM in der Weather Tech-USCC-Serie und dem Klassensieg beim 24 Stunden Rennen von Le Mans interessiert. Eine Bereicherung wäre der bullige V8 im 24h-Feld allemal!

- Lamborghini: ein Konrad-Auto ist nicht dem äquivalent was der italienische Ferrari-Konkurrent derzeit in anderen Serien auffährt. Auch Gottfried Grasser, Teamchef des Grasser Racing Teams, träumt von einem Werkseinsatz auf der Nordschleife, wie er uns im Rahmen eines Rennens der 24 Stunden-Serie erzählte. „Das würde allerdings ein Committment und eine Unterstützung von Lamborghini sowie mindestens 2 Einsatzteams voraussetzen. Der Huracan teilt sich mit dem R8 die technische Basis. Die Zuverlässigkeit ist also da. Konrad erarbeitet mit seinem Auftritt wertvolle Basisdaten. Aber als einzelnes Team und Auto sind seine Chancen sehr begrenzt.“

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 24. Mai 2016 )
 
Die SP9-Klasse im Vergleich - wer kann Audi herausfordern? Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 23. Mai 2016

39 GT3 - das ist in diesem Jahr mit Abstand das grösste Starterfeld einer Klasse und auch das grösste Starterfeld in der Gesamtsiegerklasse das bislang beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring an den Start gegangen ist. 2015 und 2014 starteten 31 GT3 von 7 Herstellern, 2013 33 Autos von 7 Herstellern und 2012 31 von 8 Herstellern. Mit Audi (9 Autos), Mercedes (9), Porsche (6), BMW (7), Nissan (2), Aston Martin (2), Bentley (2) und Lamborghini (1) tummeln sich seit 2012 wieder einmal 8 Hersteller in der Klasse. Grund genug für uns, die einzelnen Hersteller einem „Podiumscheck“ zu unterziehen:

Fangen wir an mit Audi: Angesichts des VW-“Dieselgate“-Skandals hatte die Motorsportabteilung ein Moratorium von nur 2 statt 4 werksunterstützten Autos verkündet – die allerdings von weiteren „privat“ eingesetzten Audi R8 LMS (immerhin der klare Vorjahressieger) flankiert werden. Wer sich die Fahrerliste der altehrwürdigen Privatiers auf den zweiten Autos von Phoenix, dem Belgian Audi Club Team WRT und Land Motorsport einmal durchliest (u.a. Frank Stippler, Anders Fjordbach, Edward Sandström, Frederic Vervisch, Marc Basseng, Mike Rockenfeller, Timo Scheider, ...), kommt schnell zu dem Schluss, dass nur ein frischgebackener Controller bei Audi oder der ein oder andere motorsportdesinteressierte VW-Aktionär diese Mär von der Kostenersparnis noch glauben dürfte. Audi hat de facto 5 siegfähige Autos im Einsatz – die beiden offiziell als Audi Sport WRT bzw. Audi Sport Phoenix titulierten Werkswagen, zudem die 3 oben erwähnten Autos und 4 zusätzliche Wagen der Teams Twin Busch, Car-Collection und Audi race experience, die zwar nicht für den Sieg aber bei freundlicher Gesinnung der Nordschleife für den ein oder anderen Top-10-Platz gut sein dürften. Da das Einsatzgerät hinreichend seine Standfestigkeit demonstriert hat, ist Audi erneut der grosse Favorit für einen weiteren, dann dritten Gesamtsieg am Ring.

Über den Werkseinsatz von AMG-Mercedes in diesem Jahr hatten wir bereits frühzeitig berichtet. Die Affalterbacher Schmiede hat beim Werk das bislang grösste Werkspilotenkontingent in der Geschichte des Klassikers geordert, das zudem auf 7 annähernd gleich starke Teams aufgeteilt worden ist. 20 hochklassige Piloten, 7 nagelneue Mercedes AMG GT, dazu mit Black Falcon, HTP-Motorsport, dem Haribo Racing Team und dem Mann Filter Team 4 hochklassige Mannschaften – da müsste doch eigentlich nichts schief gehen können, oder? Doch der glänzende Auftritt hat im Vorfeld einige Kratzer bekommen. Die AMG-GT zeigten bei ihren ersten Auftritten nicht die Zuverlässigkeit die der Vorgänger Mercedes SLS AMG GT3 sprichwörtlich zum Uhrwerk auf Rädern machte. Motor- und Antriebsstrangschäden sowie weitere Defekte wurden den Teams seit dem Debüt in Dubai bei Langstreckenauftritten immer wieder mal zum Verhängnis. Unter der Hand war davon die Rede, dass die Vielzahl der Bestellungen sich nicht positiv auf die Qualität der montierten Arbeitsgeräte auswirken würde. Bei den 24h am Ring wird es daher zum ersten wahren Härtetest des Mercedes AMG GT kommen. Top-10 Positionen sollten mit dem Wagen prinzipiell möglich sein - ein Podium wird gegen die Audi und die anderen Konkurrenten schwer zu erkämpfen sein, ist aber nicht unmöglich. Ein Sieg? Wird schon deutlich schwerer werden ...

BMW hat gerade rechtzeitig bei VLN3 zu einem vielversprechenden Tempo gefunden. Prompt setzte es die BoP-Keule. Die verordnete Rücknahme des Ladedrucks könnte sich aber für die M6 eventuell als Wohltat erweisen, denn die M6 litten ebenfalls bei den Testläufen im Vorfeld unter mangelnder Zuverlässigkeit und hatten einige Kinderkrankheiten am Triebwerk zu beklagen. Im Vergleich mit Audi, BMW und Porsche ist der BMW das am spätesten fertig gestellte und der wenigsten Rennerfahrung ausgestattetete Fahrzeug. Eines der Einsatzteams von ROWE Racing, Schubert Motorsport und Walkenhorst Motorsport nach den 24h ganz oben zum dann 20.ten BMW-Sieg auf dem Podium stehen zu sehen, dürfte daher einem kleinen Wunder gleichkommen. Ein Finish im Ziel wäre für jede der Konstruktionen schon ein messbarer und lobenswerter Erfolg.

Porsche stellt zur Zeit das grösste Fragezeichen unter den 4 deutschen Herstellern dar: haben die Manthey-Boliden nur ein geschicktes Sandbagging, eingepackt in einem ausgetüftelten Testprogramm betrieben, oder weist der neue Porsche 991 GT3 R wirklich konzeptionelle Schwächen auf, die Siege auf der Nordschleife erschweren? Angesichts frisch herausgefahrener Klassensiege in der 24 Stunden-Serie, der Pirelli World Challenge und der Weather Tech-USCC-Serie (... schon gut! – überall andere Reifen...) ist die erstere Vermutung nicht ganz unangebracht. Andererseits hat auch Porsche anfangs des Jahres mit Zuverlässigkeitsproblemen zu kämpfen gehabt. Die Vermutung liegt nahe das von den 3 Einsatzmannschaften (Manthey & Manthey-Kunden, Falken, Frikadelli Racing Team) nur die top-betreuten Teams von Mantheys Werksautos und Falken einen Schuss auf die Top-10 frei haben. Und auch diese Mannschaften müssen die 24h erst mal überstehen. Dennoch gibt es beim Autor dieser Zeilen ein gewisses Bauchgefühl, dass Mantheys Autos noch am ehesten die Audi-Armada unter Druck setzen könnten...

Kommen wir zu den „kleineren“ Werkseinsätzen. Aston Martin hat trotz Abwesenheit von VLN3 noch einmal einen Performancebreak bekommen. Das wird angesichts immer noch nicht durchgehender Saisonvorbereitungen aber auch dieses Mal nicht für einen Platz auf dem Gesamtpodium reichen. Auch wenn man mit Nicki Thiim, Darren Turner, Mathias Lauda und Pedro Lamy weiter Top-Piloten auf den Autos hat. Astons bisher bestes Ergebnis bei den N24 war P5 in 2014 – das wird in diesem Jahr angesichts der gewachsenen Konkurrenz nur schwerlich einzustellen sein.

Das gleiche liesse sich von Bentley sagen, wo das Team Abt Top-Piloten auf den Autos zusammengestellt hat, aber im Endeffekt um ein Finish in den Top-10 als Maximalergebnis fährt. Im Vorjahr erreichte der beste HTP-Motorsport-Bentley P8 als Endergebnis. Kann man dieses Ergebnis wiederholen oder gar verbessern?

Nissan hängt immer noch das Stigma des Unfalls von VLN1 2015 an. An den durch die Wirren des verkürzten VLN-Einsatzes und des LMP-Debakels eingeschränkten Vorbereitungen im Laufe der vergangenen Saison wird ein Angriff auf das Podium erneut scheitern. Daran wird für dieses Jahr auch die Verpfichtung eine deutschen Einsatzteams neben der RJN-Truppe nichts ändern. Für die Nissan GT-R Nismo GT3 gilt es daher P9 aus dem Vorjahr als bislang bestes Ergebnis zu wiederholen oder gar zu toppen.

Mit Konrad Motorsport debütiert eine private Mannschaft den Lamborghini Huracan beim Ringklassiker – hier dürfte die Zielankunft das erklärte Ziel sein, obgleich der Bolide mit seiner ökonomischen Fahrweise schon Top-Positionen bei den VLN-Läufen einnehmen konnte. Es wäre vermessen, hier auf ein problemloses 24h Debüt in Zusammenhang mit einem Podium zu hoffen – ein Finish auf einer guten Position wäre hier so gut wie ein Sieg einzuschätzen!

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 24. Mai 2016 )
 
44.te 24h am Nürburgring stehen vor der Tür Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 23. Mai 2016

In gut 3 Tagen beginnen die ersten Sessions zum diesjährigen 24 Stunden Rennen am Nürburgring. Die 44.te Ausgabe des Ringklassikers wartet in diesem Jahr mit einem Feld von 163 Startern auf. Das ist geringfügig mehr als das Starterfeld der krisengeschüttelten  Ausgabe des Vorjahres (156 Meldungen;151 Starter) aber erreicht immer noch nicht die Werte der Vorjahre (2014:172; 2013:179; 2012:176; 2011:202; 2010:198). Für eine gute Show dürfte die Masse der antretenden Teams dennoch ausreichen.

Die teilnehmenden Teams treten in 25 Wertungsklassen (Vorjahr: 21) an, die man grob in 4 Wertungskategorien unterteilen kann: Die seriennahen V-Klassen (6 Klassen; 26 Teilnehmer), die SP-Klassen gemäß DMSB-Reglement (14 Klassen 106 Teilnehmer), die Cup-Klassen (4 – incl. TCR; 25 Starter) und die Sonderklassen für alternative Treibstoffe und Hybridfahrzeuge (2; 7 Starter).

An der Spitze ist die Dichte grösser denn je: kämpften in der gesamtsiegfähigen GT3/SP9-Klasse im Vorjahr noch 30 Teams um den Sieg, so sind es jetzt schon 39 Mannschaften die sich zum Antreten in dieser, mit Abstand grössten Kategorie entschlossen haben. Audi, Porsche, BMW und Mercedes schicken ausgewachsene Werkskontingente an den Start. Aston Martin, Bentley und Nissan ergänzen das Feld der 4 deutschen Hersteller durch eigene Werkseinsätze die allerdings nicht den Umfang erreichen den die einheimischen Werke auffahren. In anderen Klassen kommen Werks- oder werksunterstützte Einsätze von Lexus, Hyundai, Subaru und Toyota hinzu.

Womit wir schon mitten in den Zahlenspielen der Hersteller sind. 19 Hersteller (Vorjahr 20: Mini & Volvo fehlen – dafür kehrt Lamborghini zurück.) sind beim diesjährigen Marathon am Ring vertreten. BMW stellt seit Jahren beim Klassiker traditionell das grösste Kontingent. Das ist auch in diesem Jahr nicht anders: 42 Mannschaften vertrauen auf die diversen Einsatzgeräte der Münchner. Porsches Einsatzheer umfasst 37 Mannschaften. Ebenfalls 2-stellig sind die Truppen von Audi (13 Teams) und Mercedes (10). Nennswerte Kontingente sind noch die von Opel (8), Aston Martin (7), Renault (6) sowie Lexus, Toyota und VW (je 5). Ford stattet 4 Teams aus. Seat Nissan und die Scuderia Cameron Glickenhaus sind mit je 3 Fahrzeugen präsent. Subaru und Bentley haben je 2 Wagen am Start während Lamborghini nur auf den Privateinsatz der Konrad Motorsport-Mannschaft setzt.

In Punkto internationaler Bedeutung sieht es hingegen beim prestigereichsten deutschen Langstreckenevent relativ mau aus: Die teilnehmenden Teams kommen in diesem Jahr aus nur 6 Nationen (Vorjahr: 8.) Gross-Britannien stellt 7 Autos, Japan: 5, Belgien: 4, USA: 3 Thailand: 2 und  Deutschland den Rest. Auch wenn ein starkes Kontingent von Piloten aus insgesamt 37 Ländern aus dem Ausland kommt (von den derzeit 547 in der Nennliste verzeichneten Piloten kommen 310 aus Deutschland und 237 aus anderen Ländern) sind Rennen auf der Nordschleife für ausländische Teams in der Mehrzahl wohl doch eine zu grosse Herausforderung, die eine umfangreiche Vorbereitung verlangen, der sich derzeit nicht jede talentierte Mannschaft stellen kann oder will.

In den vergangenen 43 Ausgaben des Klassikers hat BMW 19 Siege einfahren können. Porsche steht derzeit bei 11 Siegen, Ford bei 5, Chrysler und Audi haben 3 Triumphe zu Buche stehen und Mercedes und Opel je einen. Wer wohl die grössten Chancen auf einen weiteren Gesamtsieg hat und was in den Sportwagen-relevanten Klassen noch bemerkenswert für das Rennen erscheint, werden wir in den noch verbleibenden Tagen bis zum Start des Klassikers beleuchten.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 23. Mai 2016 )
 
GT86-Cup Lauf 3 - Knoten für Ring-Racing Duo platzt Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Sonntag, 22. Mai 2016

Beim dritten Lauf ist im Toyota GT 86-Cup endlich der Knoten für die beiden Ring-Racing Piloten Nils Jung und Florian Wolf geplatzt: Mit einem Klassen-Sieg beim 58. ADAC-ACAS-Cup (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) setzten sich die beiden letztjährigen Dörr Motorsport-Piloten gegen die Konkurrenz durch. Auf dem zweiten Platz kam das Gewinner-Duo des zweiten Laufs, das Toyota Swiss Racing Duo Manuel Amweg und Thomas Lampert ins Ziel, deren Rückstand im Endeffekt geringer ausfiel als es das eneergebnis suggeriert. Auf dem dritten Platz kam nach Pech der beiden Pit-Lane racing Crews das Mathol Racing Auto des Schweden Hendrik Skoog und des Luxemburgers Graham Wilson durch, wobei Wilson bei seinem ersten Rennen auf der Nordschleife somit auf das Podium des Cups steigen konnte.

Beim Lauf unternahm Ring-Racing im Auftrag von TMG einen letzten Härtetest des Cup-Autos mit dem umfangreichen 2016er Upgrade. In der Klasse SP3 fuhr man nicht nur sehr gute Zeiten, sondern kam auch völlig problemlos über die Vier-Stunden-Distanz und erreichte in der Klasse unter acht Startern auf Rang zwei das Ziel. Die schnellste Rundenzeit von Testfahrer Emil Lindholm (FIN) lag dabei bei 9.42,495 Min., rund 10s unter der schnellsten Rennrunde eines aktuellen Cup-Renners (9.52,976 Min.).

Die Einführung des neuen Kits war im Cup einvernehmlich mit den Teams auf VLN4 verschoben worden.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 22. Mai 2016 )
 
VLN3 - Rückblick auf den ersten Erfolg des M6 GT3 Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Samstag, 21. Mai 2016

Eine Woche nach dem 3. VLN Langstreckenmeisterschafts-Lauf, dem 58. ADAC-ACAS-Cup (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) wird es Zeit das wir eine Nachbetrachtung liefern. Das Rennen endete wie bereits gestern kurz angerissen mit einem Dreifachsieg der neuen BMW M6-GT3. Schubert Motorsport fuhr einen souveränen Doppelsieg ein, der das ganze Rennen über nicht in Gefahr war. Am Ende querte in einem Fotofinish der Wagen von Jörg Müller, Marco Wittmann und Jesse Krohn die Ziellinie 0,3s vor den Teamkollegen Lucas Luhr, Martin Tomczyk und John Edwards. Den beiden Michelin-bereiften Schubert Autos folgte mit 130s Abstand der mit Dunlops ausgestattete Walkenhorst Motorsport M6 von Christian Krognes, Victor Bouveng und Tom Blomqvist. Der Rückstand war jedoch nicht auf die Bereifung zurückzuführen: das Walkenhorst-Trio war in der 2. Rennstunde beim Überrunden an einem Clio hängen geblieben und hatte sich dadurch um die Chancen auf ein besseres Ergebnis gebracht.

Das Rennen wurde als schnellster VLN-Lauf der Geschichte der Meisterschaft abgewunken: die Sieger absolvierten 28 Runden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 170,260 km/h. Die beiden Phoenix-Audi und der Manthey Porsche kamen 2 ½ bis 3 Minuten hinter dem siegreichen Team ins Ziel. Während im Rennen die BMW eine schnellste Rennrunde von 8:04 erzielten fiel im Qualifying mit einer 7:59,746 zum ersten Mal in dieser Saison die 8 Minuten-Marke – eine Konsequenz des wieder aufgehobenen Qualifyingreifenverbots der VLN Langstreckenmeisterschaft das somit nun wieder sehr schnelle Rundenzeiten wie in der Zeit vor dem schweren Unfall bei VLN1-2015 zur Folge hat.

Die Jürgen Alzen Motorsport Mannschaft vergab mit ihrem Ford GT die Chance auf ein Top-10 Ergebnis nachdem man den Boliden in der letzten Rennstunde auf P8 liegend abstellen musste. Den Klassensieg in der SPX-Klasse errang darauf hin die Farnbacher Racing-Mannschaft mit dem Lexus RC-F GT3. Weitere Klassenergebnisse sowie das ausführliche Gesamtergebnis können im Rennbericht auf unseren Seiten nachgeschlagen werden.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 21. Mai 2016 )
 
Callaway Corvette mit 2 Gastauftritten in der VLN Drucken E-Mail
Nürburgring Nordschleife
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Freitag, 20. Mai 2016

Corvette hat autoarena_corvette_c7.jpgheute auf ihrem Twitter-Account die Einsatzdaten für die VLN-Auftritte der neuen Callaway Competition Corvette C7 GT3 bekannt gegeben. Demnach wird man die neueste Kreation aus dem Hause von Callaway-Deutschland bei den VLN-Läufen 4 und 9, der 47. Adenauer ADAC Trophy am 25.6 und dem DMV 250-Meilen-Rennen am 8.10 auf der Nordschleife erleben dürfen. Als potentielle Besatzung steht unter anderem ein Auftritt der beiden amerikanischen Weather Tech-USCC-Piloten Eric Curran und Boris Said zur Diskussion, die beide bereits im Rahmen von VLN1 auf einem Toyota GT 86 des Mathol Racing-Teams starteten.

Bereits am Testtag vor VLN3 testete Callaway Competition das ADAC GT-Masters-Fahrzeug von Schwager/Assenheimer auf der Nordschleife, trat aber im Rennen nicht an. Dies soll nun beim ersten Auftritt nach dem 24 Stunden Rennen am Nürburgring nachgeholt werden.

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 20. Mai 2016 )
 
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