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Dienstag, 21. Mai 2013
American Le Mans Series
Amerikanischer Ableger des ACO-Formats


ALMS - Luhr / Graf siegen in Laguna Seca Drucken E-Mail
American Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Sonntag, 12. Mai 2013

Lucas Luhr und Klaus Graf haben für Muscle Milk Pickett Racing die 4h von Laguna Seca (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) gewonnen. In einem 3½ stündigen Sprint-Zweikampf gegen die Konkurrenten Neel Jani und Nick Heidfeld fiel die Entscheidung erst 30 Minuten vor dem Rennende, als Jani in Turn 3 bei einem missglückten Überholmanöver mit dem HPD ARX-03c LMP1 von Luhr kollidierte. Der Rebellion Racing-Lola zog sich dabei einen schleichenden Plattfuss zu, der den Schweizer an die Box zu einem Reifenwechsel zwang. Damit war der Weg für den zweiten Saisonsieg in Folge für Muscle Milk Racing frei.

Während angesichts technischer Probleme der beiden Extreme Speed Motorsports-HPD ARX-03d die Konkurrenten von Level 5 Motorsport einen ungefährdeten LMP2-Doppelsieg einfuhren, fiel die Entscheidung um den Sieg in der LMPC-Klasse erst in der letzten Runde: Der führende Core Autosport-Pilot Colin Brown verpasste beim Restart nach der 7. Gelbphase des Rennens die Eingangskurve auf die Start- und Zielgerade - der dahinter liegende Luis Diaz im PR1-Mathiasen Motorsports- LMPC nahm das Geschenk dankend an. Diaz und Partner Guasch fuhren damit den zweiten Saisonsieg nach Sebring ein.

Mit einer Kampfaction, die den FIA-GT-Läufen um nichts nachstand, bot die GT-Klasse wieder einmal die beste Unterhaltung – insbesonders in den Restart-Phasen. Am Ende triumphierte die Corvette Racing-Crew Jan Magnussen / Antonio Garcia mit nur 1s Vorsprung auf den Team Falken-Porsche von Wolf Henzler / Bryan Sellers, die den dahinter liegenden Rahal-Letterman Racing-BMW Z4 GTE von Müller / Edwards um 0,7s distanzieren konnten. Ebenfalls in der letzten Runde fiel die Entscheidung in der GTC-Klasse: Dort konnte kann in der letzten Runde Nick Tandy den Dempsey Racing-Porsche in Turn 5 niederringen und so gemeinsam mit Henrique Cisneros für NGT Motorsport den Klassensieg sichern.

Die nächste Runde der ALMS findet nach der üblichen Le Mans-Zwangspause am 6. Juli in Lime Rock Park statt.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 12. Mai 2013 )
 
Rebellion-Pole in Laguna Seca Drucken E-Mail
American Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Samstag, 11. Mai 2013

ls_polejani.jpgBeim Qualifying zu den 4h von Laguna Seca hat Neel Jani im Rebellion Racing-Lola-Toyota die Pole mit einer 1:13,429 erzielt. Jani schlug dabei den Dyson Racing-Lola-Mazda von Guy Smith, der sich 0,377s dahinter den 2. Startplatz in der vordersten Startreihe holte. Klaus Graf im Muscle Milk-HPD ARX-03c LMP1 war an der Polezeit um 0,529s dran, musste sich aber am Ende mit P3 begnügen. Graf startet im heute nacht MEZ beginnenden Rennen neben Level 5 Motorsport-Pilot Mario Franchitti, der die Pole in der LMP2-Klasse 0,36s vor Teamkollege Ryan Briscoe erzielte. In der LMPC-Klasse erzielte Colin Brown im Core Autosport-Oreca auf Gesamtposition 6 die Pole mit einer 1:18,382 und schlug damit Mishumotors-Neuzugang Renger van der Zande nur um eine halbe Sekunde. Der Niederländer stellte den deutschen Wagen auf Gesamtposition 8 für das Rennen.

In der GT-Klasse gab es ebenfalls ein gelungenes Debüt zu vermeldet. Der neue Core Autosport-Porsche von Patrick Long toppte fast das gesamte GT-Feld – nur der Risi Competitione- Ferrari von Oliver Beretta und Matteo Malucelli war am Ende mit einer 1:22,732 schneller als der neue Porsche. Hinter diesen beiden Autos gehen der Team Falken-Porsche und die schnellste Corvette in das 4h umfassende Rennen. Die Pole in der GTC-Klasse erzielte Jeroen Bleekemolen im Alex Job Racing-Porsche.

Das Rennen auf der 3602m langen Strecke an der amerikanischen Westküste startet am heutigen Samstag um 16:30 Uhr Ortszeit und wird auf der ALMS-Website als Stream live übertragen.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 11. Mai 2013 )
 
Mishumotors - neuer Teamkollege & neue Teamstruktur Drucken E-Mail
American Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Freitag, 10. Mai 2013

ls_8startruck.jpgBeim 2. Auftritt der deutschen Mishumotors-Mannschaft bei der dritten ALMS-Runde in Laguna Seca - das materialmordende Rennen in Long Beach hatte man bewusst ausgelassen - wird das Team unter geänderter Struktur auftreten. Nachdem Dragonspeed-Teamchef Elton Julian in den letzten Wochen eine Kooperation mit dem auch in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und der Grand Am engagierten 8Star Motorsports-Team des venezolanischen Piloten Enzo Potolicchio eingegangen ist, wird man ab jetzt unter dem Teamnamen 8Star-Motorsports / Mishumotors bei den kommenden ALMS-Läufen antreten.

„Eltons und Enzos Mannschaften haben schon in der Vergangenheit immer wieder mal zusammen gearbeitet, was nun durch die Kooperation offiziell gemacht wurde. Enzo bringt zudem einen dritten LMPC-Wagen mit ins Team, der demnächst ebenfalls eingesetzt wird.“ berichtet Schultis.

Dabei handelt es sich um ein ursprünglich von Level 5 Motorsport erworbenes Chassis, das die Truppe von Scott Tucker anfang des Jahres fabrikneu erworben hatte, ls_mircorenger.jpg um im Falle eines zu kleinen LMP2-Feldes lieber in der umkämpften LMPC-Klasse auszurücken. Nachdem mit Extreme Speed Motorsports nun doch ein Gegner in der LMP2-Klasse bereit stand, war dieses Chassis frei – und wurde nun von Potolicchio erworben.

Beim 4h ALMS-Lauf in Laguna Seca, der Sonntag-Nacht unserer Zeit stattfindet, wird Teameigner und Wagenbesitzer Mirco Schultis auf die Unterstützung eines neuen Teamkollegen vertrauen. Der 26-jährige niederländische ex-DTM- und A1-GP-Pilot Renger van der Zande wird den deutschen Piloten aus Wiesbaden beim vierstündigen Lauf auf der kalifornischen Berg- und Talbahn unterstützen. Für den in Nimwegen wohnhaften Holländer ist der Lauf das Debüt in der amerikanischen Sportwagenserie. „Ich bin mit Renger im letzten Jahr mit dem Lotus-LMP2 in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft gefahren. Er war dort mein Teamkollege in Spa. Er ist ein schneller Mann, der sicher gut mit unserem LMPC zurecht kommen wird“, ist Schultis zuversichtlich.

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 10. Mai 2013 )
 
ALMS - Volles Feld in Laguna Seca Drucken E-Mail
American Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Donnerstag, 9. Mai 2013

Am Samstag findet die 3. Runde der ALMS auf dem kalifornischen Kurs von Laguna Seca statt. Mit 36 Wagen steht ein Feld am Start, das den Vergleich mit den besten Jahren der Serie nicht zu scheuen braucht: 4 LMP1, 4 LMP2, 7 LMPC , 11 GT und 10 GTC werden die 3602m lange Strecke füllen.laguna2012b.jpg

Während vorne der Rebellion Racing Lola-Toyota von Heidfeld / Jani und der Muscle Milk HPD ARX-03c LMP1 von Graf / Luhr um den Sieg fahren, werden dahinter der Dyson-Lola und der Deltawing das LMP1-Feld erweitern – laguna2012.jpgzumindest in den ersten Runden. Andy Meyrick und Katherine Legge sind als Piloten des Experimental-Geschosses vorgesehen. Während die LMP2 wieder vom Zweikampf Level 5 Motorsport und Extreme Speed Motorsports lebt, erweitert der Mishumotors-LMPC von Mirco Schultis und Renger van der Zande wieder das Feld der kleinen Prototypen-Klasse.

Ein Wagendebüt gibt es in Laguna Seca in der GT-Klasse zu vermelden: Core Autosport setzt erstmals den GT-Porsche ein, der mit Tom Kimber-Smith und Pat Long erstklassig besetzt sein wird. In der GT-Klasse vertrauen wie auch bei den Prototypen alle Teams auf Pilotenduos. Das übliche deutschsprachige Fahrer-Kontingent umfasst mit Wolf Henzler (Team Falken-Porsche), Marco Holzer (Paul Miller Racing-Porsche), Dirk Müller (Rahal-Letterman Racing-BMW) und Dominik Farnbacher (SRT-Viper) wieder 4 Köpfe. Hinzu kommt Pierre Ehret in der GTC-Klasse, der wieder auf dem Porsche von Flying Lizard Motorsport antreten wird – dieses Mal mit Dion von Moltke als Teamkollegen.

Das Rennen auf der kalifornischen Strecke von Laguna Seca ist mit 4 Stunden Renndauer der drittlängste Lauf im ALMS-Kalender. Das Qualifying findet am Freitag um 4:35 PM (=Samstag 01:35 Uhr MEZ) statt. Das Rennen startet am Samstag um 03:30 Uhr Ortszeit (Sonntag 00:30 Uhr MEZ) und wird auf der ALMS-Website als Stream live übertragen.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 9. Mai 2013 )
 
Graf & Luhr siegen mit taktischer Routine in Long Beach Drucken E-Mail
American Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 22. April 2013

Klaus Graf und Lucas Luhr haben für ihr Team Muscle Milk Racing den 2-stündigen Stadt-GP der ALMS in Long Beach (Link zum Rennbericht) gewonnen. Dem amerikanischen Meisterteam kam dabei ihr taktischer Know-How-Vorsprung auf die Konkurrenten von Rebellion Racing zu gute, die mit Neel Jani und Nick Heidfeld den zweiten Platz hinter dem amerikanischen Honda-Team belegten. Die Truppe von Greg Pickett holte Luhr schon nach 15 Minuten zur ersten von 4 Gelbphasen zum Fahrerwechsel auf Klaus Graf in die Box, als der Verkehr auf der Strecke am dichtesten war. Weil sowohl Graf als auch Luhr eine Profi-Einstufung in der ALMS haben, wurde kein weiterer Fahrerwechsel mehr notwendig und Graf konnte seine Routine auf dem Stadtkurs bis zum Ende des Rennens ausspielen, um den dritten Sieg des Teams in Folge in Long Beach einzufahren. Neel Jani gab offen die Defizite zu: „Uns fehlt noch ein wenig die taktische Erfahrung, um in solch einem immensen Verkehr wie hier in eine Position zu kommen Rennen zu gewinnen.“ Die Dyson-Truppe musste mit dem dritten LMP1 im Feld wie schon in Sebring früh nach einem Unfall die Segel streichen.

Dritter auf dem Podium war der Core Autosport-LMPC von Colin Brown und Jonathan Bennett, die zeitweise während der Boxenstops der grossen Autos das Feld sogar angeführt hatten. Die Core-Mannschaft schlug die Teams von PR1-Mathiasen Motorsports und RSR Racing, die als Gesamt-Vierte und -Fünfte sogar noch vor dem schnellsten LMP2 (12s Rückstand auf P3) ins Ziel kamen. Ein nicht unerheblicher Teil des Vorteils der LMPC dürfte auch hier wieder den neuen Conti-Reifen zuzuschreiben sein, während die LMP2 auf Michelin-Material unterwegs waren. Die eigentlich zweitstärkste Klasse konnte auf dem engen Stadtkurs ihre Vorteile nicht wie gewohnt ausspielen. Dort gelang der erst in Sebring in die Klasse umgestiegenen Extreme Speed Motorsports-Mannschaft ein Premieren-Doppelsieg mit ihren HPD ARX-03d LMP2, wobei Cosmo / Sharp auf P6 den Vorteil gegenüber den Teamkollegen van Overbeek / Brown (P8) hatten. Die Konkurrenten von Level 5 Motorsport hingegen wurden gleich reihenweise Ziele von ungestümen Attacken der Gegner oder fielen Fahrfehlern zum Opfer.

Ebenfalls ein Premieren-Doppelsieg gelang der Rahal-Letterman Racing-BMW-Mannschaft mit den neuen BMW Z4 GTE. Hier konnten Auberleen / Martin und Müller / Hand in der Endphase die bis dahin führende Viper von Dominik Farnbacher abfangen, die lange das Rennen in der Klasse angeführt hatte. Die GTC-Klasse gewann der NGT Motorsport-Porsche von Sean Edwards und Henrique Cisneros mit 2 bzw. 14s Vorsprung vor den beiden Flying Lizard Motorsport-Porsches. Der nächste Lauf der ALMS, das 4h-Rennen von Laguna Seca, findet am 11.05. statt.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 22. April 2013 )
 
Neel Jani auf Pole in Long Beach Drucken E-Mail
American Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Samstag, 20. April 2013

Neel Jani hat rebellion_friday_long_beach.jpgim Rebellion Racing- Lola B12/60 die Poleposition für den ALMS-Lauf in Long Beach erzielt. Der Schweizer umrundete den Strassenkurs in einer schnellsten Zeit von 1:12,600 und war damit 0,68s schneller als der Dyson Racing- Lola von Guy Smith, der wiederum den Muscle Milk-HPD ARX-03c LMP1 in die 2. Startreihe verweisen konnte. Dort steht der Honda von Graf / Luhr neben dem schnellsten LMP2, dem Level 5 Motorsport-HPD ARX-03d LMP2 von Ryan Briscoe, der mit einer 1:16,014 die schnellste Zeit seiner Klasse erzielte. Direkt hinter Briscoe folgte das gesammelte 6 Wagen starke LMPC-Feld, das sich mit den neuen Continental-Reifen noch vor die restlichen 3 LMP2 plazieren konnte. Schnellster der Markenpokalklasse war der RSR Motorsport-Wagen von Bruno Junqueira.

Die Pole in der GT-Klasse ging an die SRT-Viper von Dominik Farnbacher, der mit einer 1:18,845 Wolf Henzler im Team Falken Tire-Porsche knapp um 0,12s schlagen konnte. Dahinter konnte die zweite Viper die Corvette von Jan Magnussen auf Distanz halten. Die Pole in der GTC-Klasse ging an den Alex Job Racing-Porsche von Jeroen Bleekemolen.

Insgesamt nahmen 32 Autos am Qualifying teil, das die Startaufstellung für das heutige Rennen bestimmte, welches gegen 01:30 Uhr Sonntag nacht unserer Zeit gestartet wird. Sportwagenaffine Nachtschwärmer können den Lauf auf der ALMS-Website wie immer live verfolgen.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 20. April 2013 )
 
ALMS - 33 Starter in Long-Beach erwartet Drucken E-Mail
American Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Freitag, 19. April 2013

33 Autos - 3 LMP1, 4 LMP2, 10 GTE, 10 GTC und 6 LMPC - stehen auf der aktuellsten Nennliste für den kürzesten ALMS-Lauf des Jahres, die 2h von Long Beach. Das am morgigen Samstag abend abgehaltene Rennen dürfte im engen Betonkanal an der amerikanischen Westküste daher ein ähnlich action-gepacktes Spektakel wie auch im vergangenen Jahr (siehe Video) darstellen.

In der Top-Klasse der LMP1 bekommen es die amtierenden Meister Lucas Luhr und Klaus Graf im Muscle Milk Racing-HPD ARX-03c LMP1 mit den Lola-Teams von Rebellion Racing (Heidfeld / Jani) und Dyson Racing (Dyson / Smith) zu tun. In der LMP2 hat sich mittlerweile die Level 5 Motorsport-Mannschaft nun doch für die ganze Saison eingeschrieben, was garantiert, dass man dort 2013 bei allen Rennen mindestens 4 Honda am Start sehen wird.

Die GT-Klasse schrumpft gegenüber dem Saisonauftakt in Sebring um die beiden Werks-Aston-Martin, die den Saisonopener nur als One-Off bestritten hatten. Die restlichen 10 Teams entsprechen den Autos, die auch in Sebring starteten. In der GTC-Klasse sollen ebenfalls wie in Sebring 10 Porsche bestreiten. The Racers Group ist mit 2 Autos gemeldet, NGT Motorsport hingegen nur noch mit einem 911er.

In der LMPC-Klasse schrumpft das Feld um den Dragonspeed-Mishumotors-Wagen. Die deutsch-amerikanische Crew spart sich das materialmordende Stadtrennen und bereitet sich lieber auf den 4h-Lauf im kalifornischen Laguna Seca am 11.05. vor.

Das Qualifying läuft heute am Freitag abend um 17 Uhr Ortszeit (= Samstag 2 Uhr nachts MEZ). Das Rennen wird am Samstag um 16:30 Uhr Ortszeit (=Sonntag 01:30 bis 03:30 Uhr) abgehalten. Die Live-Sessions können wie gewohnt auf der ALMS-Website verfolgt werden.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 20. April 2013 )
 
Nick Heidfeld - nächstes Podium am Samstag in Sicht? Drucken E-Mail
American Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Freitag, 19. April 2013

Bei den 6h von Silverstone (zum Rennbericht) gewann die Rebellion Racing-Truppe mit dem Auto von Nick Heidfeld, Neel Jani und Nicolas Prost die LMP1-Privatiers-Wertung. Für Heidfeld und Jani steht nun an diesem Wochenende gleich der nächste Einsatz für das britisch-schweizer Team an: Die ALMS-Tabellenführer - der Rebellion Racing-Lola belegte bei den 12h von Sebring Platz 3 hinter den nicht in der Meisterschaft eingeschriebenen Audis -  müssen beim Stadt-GP in Long Beach, dem mit 2h kürzesten Lauf der ALMS 2013, gegen die Konkurrenz von Muscle Milk Racing mit den amtierenden Meistern Lucas Luhr und Klaus Graf sowie dem Dyson Racing-Team die nächste Herausforderung meistern: Nämlich ihren Lola B12/60 unbeschadet durch den Beton-Kanal der Westküstenmetropole zu navigieren.

Nick Heidfeld konnte sich in Silverstone auf Nachfrage von GT-Eins nicht dazu äussern, welche der beiden Serien - FIA Langstrecken Weltmeisterschaft oder ALMS - ihm besser gefallen würde: „Schwer zu sagen – ich hatte Anfang des Jahres den Plan, mir ein Programm mit möglichst vielen interessanten Rennen und Strecken zusammen zu stellen und das ist ja perfekt aufgegangen. Nun werde ich zumindest mal in Silverstone Spa-Francorchamps und Le Mans und auf den ganzen amerikanischen Kursen fahren können, die mit Ausnahme von Sebring und Road Atlanta totales Neuland für mich sind. Das wird sicher spannend werden.“

Bammel vor dem Sicherheitslevel der amerikanischen Kurse, das etwas unter dem der FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Strecken einzuordnen ist, hat Heidfeld zunächst nicht. „Ich kenne die meisten Kurse ja noch nicht. Sebring zum Beispiel hat, wie man mir erzählt hat, keine vollständige FIA-Zulassung. Aber dort gibt es mit dem Turn 17 ja zumindest eine Kurve, vor der du ziemlichen Respekt haben musst – das hat ja der Timo Bernhard im letzten Jahr schmerzhaft feststellen müssen. Solang du das im Rennen berücksichtigst, ist das Risiko überschaubar.“

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 19. April 2013 )
 
Sebring 2013 - die letzten Fakten ... Drucken E-Mail
American Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 25. März 2013

Einige letzte Fakten aus Florida sollen unseren Rennbericht zu den 12h von Sebring 2013 endlich zum Abschluss bringen. So ist zu erwähnen dass:

  • Audi zum voraussichtlich letzten Mal für die nächsten Jahre den Gesamtsieg beim traditionsreichen 12h-Rennen einfuhr – es sei denn, man steigt irgendwann bei den Daytona Prototypen als Motorenlieferant ein. Seit 1999 haben die Ingolstädter den Klassiker nun 11 mal gewinnen können.

  • Damit endet die LMP1-Ära in Sebring als Audi-Ära: mit 11 Siegen für Audi, 2 Siegen für Peugeot und je einen für BMW und Porsche – wobei letztere 2008 eigentlich mit einem LMP2 Porsche RS-Spyder gewannen.

  • Die erfolgreichsten Hersteller beim Klassiker in Sebring sind damit Porsche (17 Siege), Ferrari (12), Audi (11), Nissan (4) und Ford (3).

  • Level 5 Motorsport erzielte den 4.ten aufeinanderfolgenden Sieg in Sebring.

  • Corvette Racing gewann zum 8. Mal beim Klassiker. Diese Siege setzen sich dabei aus GT1- und GT(E/2)-Erfolgen zusammen.

  • Ebenfalls den 8. Klassensieg errang die Alex Job Racing-Mannschaft.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 25. März 2013 )
 
Deltawing Coupe ab Laguna Seca im Einsatz? Drucken E-Mail
American Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Sonntag, 24. März 2013

deltawingcoupe.jpgAm Rande der vergangenen 12h von Sebring hat die verbliebene Deltawing-Projektgruppe um Don Panoz und Elan Motorsports eine geschlossene Coupé-Version des Deltawings vorgestellt. Der neueste Anschlag auf das ästhetische Empfinden der Sportwagenfangemeinde soll nach dem Willen von Panoz schon bei der dritten Runde der Meisterschaft in Laguna Seca zum Einsatz kommen. Hauptgrund für die geschlossene Ausführung des Experimental-Autos ist nach Angaben der Beteiligten die Erhöhung der Sicherheit für den Piloten. Erst im letzten Herbst hatte Pilot Gunnar Jeanette beim Training zum Petit Le Mans einen Überschlag nach einer Kollision mit einem Porsche überstehen müssen. Zudem soll die Fahrerposition in die Mitte der Fahrzeugachse wechseln.

Ob der Wechsel der Karosserievariante allerdings die Hauptbaustelle des Experimentalfahrzeuges ist, muss nach der Vorstellung in Sebring bezweifelt werden. Dort war nach nur 10 Runden in 1 3/4 Stunden der Vierzylinder-Motor des Silberkeils in Flammen aufgegangen. Das nach dem Absprung aller bisherigen Technikpartner auf die Schnelle zusammengezimmerte Chassis-, Motor- und Reifenpaket braucht dringend weitere Testkilometer, um den 1,9l 4-Zylinder Turbo Mazda-Elan-Motor weiter für die 2¾ stündigen Läufe zu ertüchtigen und um den Wagen nicht zu einem ständigen Anwärter auf die JLOC-Trophy der ALMS 2013 zu machen. Ob es im Nachhinein auch eine förderliche Idee war, den Wagen für die LMP1 statt wie in Le Mans für die LMP2 auszulegen – wo man eher hätte aufs ALMS-Podium kommen können – sei mal dahingestellt. Jedenfalls scheint Panoz fest entschlossen, den Nachrichtenfluss um sein Lieblingsprojekt auch in den kommenden ALMS-Wochen nicht verebben zu lassen.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 24. März 2013 )
 
Rückblick auf die LMPC-Klasse in Sebring Drucken E-Mail
American Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Freitag, 22. März 2013

pr1sebringlmpcwinner.jpgBei den diesjährigen 12h von Sebring gewann das PR1-Mathiasen Motorsports-Team mit den Piloten David Cheng, Mike Guasch und David Ostella die LMPC-Klasse. Das amerikanische Trio konnte sich trotz zweier Zwischenfälle mit Konkurrenten, die den Wagen 2x fast von der Strecke rammten (siehe Video), am Ende knapp gegen die BAR1-Motorsports -Mannschaft um den schwedischen ex-F1-Piloten und Sportwagenroutinier Stefan Johansson und seine Teamkollegen Kyle Marcelli und Chris Cummings durchsetzen. Am Ende des 12 Stunden Rennens betrug der Abstand zwischen den beiden vorderen Teams in der Klasse nur knapp 16s.

Den letzten Platz auf dem Treppchen belegte das Performance Tech Motorsports-Team. Diese verdrängten die im Qualifying noch schnellste Mannschaft, das RSR Racing Team um Polesetter und ex-Indycar-Pilot Bruno Junqueira, vom letzten Podiumsrang. Das RSR-Team wurde durch einige Zeitstrafen aufgrund von selbst verschuldeten Kollisionen aus dem Rennen um die Podiumspositionen geworfen.

Pech hatte hingegen die von P3 gestartete amerikanisch-deutsche Mannschaft von DragonSpeed-Mishumotors, auf der in dieser Saison erstmals ein rein deutsches LMPC-Pilotentrio in der der ALMS unterwegs ist. Dabei begann Startfahrer Pierre Kaffer von Klassenrang 3 aus in der besten Manier: der Gesamtsieger des Sebring-Rennens 2004 überrumpelte in der Startrunde die beiden vor ihm liegenden Konkurrenten und wurde ab der ersten Runde als Klassenführender notiert. Kaffer: „Nach dem Rennstart habe ich kurzen Prozess gemacht und mir die Führung innerhalb der ersten beiden Runden geschnappt. Danach war das Tempo richtig klasse und ich konnte den Vorsprung konsequent ausbauen.“ Der 36-jährige Langstrecken-WM-Pilot, der sein erstes Rennen auf einem LMPC absolvierte, übergab das Auto mit einem Vorsprung von 26s während einer Gelbphase an Wagenbesitzer Mirco Schultis.

mishumotorssebring1.jpgDer musste nach einer Zeitstrafe kurz nach dem Restart eine Kollision mit dem im Rennen zu dieser Zeit führenden Audi-Pilot Allan McNish überstehen (siehe Video unten), die den Wagen auf Rang 5 in der Klasse zurückfallen liess. „Ich war gerade in der schnellen Collier Curve (Turn 11) im 4.Gang Vollgas auf meiner Linie als der Audi mich angeschoben hat. Durch den Highspeed-Dreher sind unsere Reifen dann auch sehr, sehr eckig geworden.“ Der Schotte McNish bekam für den Zwischenfall von der Rennleitung eine Zeitstrafe wegen eines vermeidbaren Kontakts und verlor die Führung im Rennen an das Schwesterauto der Teamkollegen und späteren Sieger Marcel Fässler, Benoit Treluyer und Oliver Jarvis.

Doch damit waren die Abenteuer des Teams noch nicht vorüber: Nachdem Schultis nach seinem Stint an Patrick Simon übergeben hatte und der wiederum zur Rennhalbzeit wieder an Kaffer übergab, warf der 6,2l V8-GM-Block im Heck des Wagens seinen Wasserpumpenriemen ab. Kaffer schaffte es noch den Wagen in die Boxengasse zu rollen, wo der mittlerweile überhitzte Motor abstarb.

In einer 85 minütigen Reparaturpause setzten die Mechaniker des amerikanischen Dragonspeed-Teams den Motor wieder instand und beseitigten Folgeschäden der zuvor überstandenen Kollision. Kaffer konnte sich wieder ins Auto setzen doch mit 45 Runden Rückstand auf den Klassenführenden und 42 Runden Rückstand auf den nächsten Konkurrenten konnten Kaffer, Simon und Schultis in der einsetzenden Dunkelheit lediglich weitere Rennkilometer sammeln.

In bester Langstrecken-Manier kämpfte das Team sich weitere 4 Stunden lang bis zur Zielflagge in der Nacht durch, die man als 36.Team in Wertung und als Klassensiebte beim Renndebüt der Mannschaft entgegen nahm. Dadurch, das die Mannschaft sich am Ende noch in der Wertung liegend klassierte, sicherte man sich die ersten 8 Punkte in der Klassenwertung. Das nächste Rennen der ALMS findet in 5 Wochen beim Stadt-Grand Prix in Long Beach gemeinsam mit der Indy-Car Serie statt. Ob das DragonSpeed-Mishumotors Team schon dort oder erst beim nächsten ebenfalls in Kalifornien stattfindenden ALMS-Lauf in Laguna-Seca an den Start geht, muss sich noch in den nächsten Wochen entscheiden.

Im Gegensatz zu den vorangegangenen Saisons, als Michelin die Einheitsreifen in der Markenpokalklasse stellte, waren die Teilnehmer der Klasse in diesem Jahr erstmals auf Reifen des deutschen Continental-Konzerns unterwegs. Die neuen griffigeren Pneus sorgten im Fahrerfeld für einhellige Begeisterung und auf der Strecke für neue Rundenrekorde. Sieger David Cheng zeigte sich im Interview nach dem Rennen begeistert: „ Diese Reifen waren einfach unglaublich; speziell in den letzten 2 Stunden als es für uns um den Sieg ging“. Ähnlich äusserte sich Mirco Schultis „Die Contis sind um einiges besser als die Michelin Cupräder aus der Europäischen Le Mans Serie die wir bisher kannten. Die Contis geben aufgrund ihrer Haftung viel Vertrauen und halten dabei knapp zwei Stints. Und das auf einer Rüttelpiste wie hier in Sebring!“

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 22. März 2013 )
 
ACO behält Unterstützung der amerikanischen Rennszene bei Drucken E-Mail
American Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 18. März 2013

Parallel zur Bekanntgabe der Klassenstruktur und des Namens der ALMS-Nachfolgeserie USCR (wir berichteten) hat das aus IMSA und Grand-Am gemeinsam gebildete Management-Team der neuen Serie im Rahmen der 12h von Sebring eine strategische Partnerschaft mit dem ACO abgeschossen, die im wesentlichen aus zwei Punkten besteht: Zum einen wurde das seit 14 Jahren mit dem ACO bestehende Lizenz-Bündnis erneuert, das es erlaubt, den Namen Le Mans in der Klassen- bzw. Rennstruktur der neuen Serie weiter zu verwenden. So wird der Saisonabschluss, das 1000-Meilen-Rennen in Road Atlanta, weiterhin als Petit Le Mans tituliert werden dürfen und die Teilnehmer mit ACO kompatiblen Fahrzeugen (LMP2 und GTLM) werden auch weiterhin Auto-Entrys für den Klassiker an der Sarthe bekommen. Vom Tisch hingegen scheint eine vorab diskutierte Erweiterung der Le Mans-Klassenstruktur um eine IMSA-Klasse zu sein, die es auch den Daytona-Prototypen und den Daytona-GT (=GT3) erlaubt hätte, beim 24 Stunden Rennen von Le Mans anzutreten.

Im zweiten Teil vereinbaren ACO und USCR auch neue Wege bei der Ausrichtung von Langstreckenrennen in Nordamerika beschreiten zu wollen. Dieser Part ist noch etwas diffus. Denkbar wäre hier, dass die neue Serie sich vorbehält, nach Information des ACO mehr Freiheiten bei Klassenstruktur und Rennformat bei einzelnen Events auszuprobieren. So wurde bereits die Möglichkeit getrennter Rennen zwischen den Prototypen und GT auf einzelnen Kursen und die Erweiterung einzelner Klassen um Sonderkonstruktionen (Deltawing) beschlossen.

Nebenher wurde bekannt, dass die IMSA unter ihrem alten Namen und Logo auch über 2014 hinaus die sportliche und organisatorische Leitung der neuen Serie und ihrer Rahmenserien übernimmt. Die traditionsbehaftete Organisation wird also der amerikanischen Rennwelt weiterhin erhalten bleiben.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 18. März 2013 )
 
Sebring 2013 - ein Rennen für Audis Geschichtsbücher Drucken E-Mail
American Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Sonntag, 17. März 2013

Die 2013´er Ausgabe der 12 Stunden von Sebring ist zur Zufriedenheit von Audi mit dem erwarteten Doppelsieg abgeschlossen worden. Nach 364 Runden überquerten Marcel Fässler, Benoit Treluyer und Oliver Jarvis als erste die Ziellinie 7,68s vor den Teamkollegen Tom Kristensen, Allan McNish und Lucas di Grassi. Beim Abschiedsrennen vom Klassiker in Florida waren die beiden Audi-Teams mit unterschiedlichen aerodynamischen Konfigurationen an den Wagen unterwegs. Dabei schlugen das jüngere Trio auf dem „2012-er“ Audi R18 e-tron Quattro die etablierten Sebring-Haudegen die den R18 mit 2013-er Aerodynamik a la Toyota zur Verfügung hatten. Zwar kassierte McNish eine Zeitstrafe nach einem Gerangel mit dem Dragonspeed-Mishumotors-LMPC, die aber war nicht der einzig ausschlaggebende Punkt. Das Trio um TK war zu Beginn der ersten Gelbphase auf einen anderen Tankstop-Rythmus als die Teamkollegen gesetzt worden – ein Zug, der sich erst gegen Ende gegen das Routinetrio wendete, zumal das Rennen in diesem Jahr auch nur durch 4 Safetycar-Phasen unterbrochen wurde. Audi kassierte damit seit dem ersten Antreten 1999 den 11. Sieg in Sebring – nur Ferrari (12) und Porsche (17) haben noch mehr Erfolge zu Buche stehen. Da im kommenden Jahr keine LMP1 mehr in beim Klassiker zugelassen sind, dürfte diese Zahl erst mal längere Zeit Bestand haben.

Hinter den Audis errang das Rebellion Racing-Trio Nick Heidfeld, Neel Jani und Nicolas Prost den letzten verbleibenden Punkterang. Wie schon beim Petit Le Mans setzte sich die Mannschaft mit ihrem wie das vielzitierte schweizer Uhrwerk laufenden Lola und einer tadellosen fahrerischen Leistung durch und kassierte damit die Maximalpunktzahl für die ALMS. Der Pickett Racing-Mannschaft mit ihrem HPD wurde ein loses Rad, das einen frühen Rundenrückstand einbrachte, zum Verhängnis. Bei dem Versuch, diesen wieder einzudampfen, rumpelte die eigentlich schnellere Mannschaft einigen Konkurrenten ins Heck und kassierte mehrere Zeitstrafen, die schliesslich P3 der Rebellion-Truppe zementierten. Deren zweites Auto hatte ebenfalls weniger Glück und kam nach Reperaturen und Zeitstrafen auf P5 ins Ziel. Totalausfälle erlebten die Dyson Mannschaft (Schaltungsdefekt) und der Deltawing (Motorschaden nach nur 10 Runden).

In der LMP2 setzte sich Level 5 Motorsport ebenfalls mit einem Doppelsieg durch Tucker/Franchiti/Briscoe vor Tucker/Pagenaud/Hunter-Reay und dem Greaves Motorsport-Zytek durch. Die Extreme Speed Motorsports-Truppe hatte beim Debütrennen mit ihren beiden HPD noch mit zu vielen taktischen und technischen Neuerungen zu kämpfen und muss sich offensichtlich noch an die neuen Autos gewöhnen.

Gute Nachricht bei den GT: Es hat sich nichts geändert! Die Kategorie begeisterte wie gewohnt durch einen beinharten und engen Kampf der Fabrikate, wobei die Performance der SRT-Vipern – Dominik Farnbacher ging zeitweise in Führung in der Klasse – und der neuen BMW auf jeden Fall eine Bereicherung des Kampfes an der Spitze versprach. Am Ende setzte sich die Corvette Racing-Mannschaft Gavin/Milner/Westbrook nach einem kleineren Schnitzer des Risi Competizione-Piloten Malucelli gegen das Ferrari-Trio Bruni/Beretta/Malucelli durch, wobei der junge Italiener bei seinem ALMS-Debüt amsonsten mit einer tadellosen Performance glänzte. P3 erzielte mit dem Falken Racing Porsche zumindest ein Vertreter der zuletzt so gebeutelten Weissacher Kundenfraktion.

Bei den LMPC kämpften am Ende 3 Teams noch um den Sieg, wobei sich in der Endphase des rennens das PR1 Mathiasen-Team trotz einer vorangegangenen Kollision mit dem Muscle Milk-HPD gegen die BAR1 Motorsports-Mannschaft und das Performance Tech-Team durchsetzte. Das deutsche Dragonspeed-Mishumotors-Pilotentrio landete trotz anfänglicher Führung durch Pierre Kaffer nach einem Antriebsriemenschaden abgeschlagen auf dem letzten Klassenrang. In der GTC-Klasse setzte sich die Alex Job Racing-Mannschaft mit dem Trio Bleekemolen/vanMoltke/MacNeill gegen die Teams von Flying Lizard Motorsport und NGT Motorsport durch.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 17. März 2013 )
 
Der Rennbericht zu den 12h von Sebring ... Drucken E-Mail
American Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Samstag, 16. März 2013

... ist unter diesem Link zu finden und wird im Laufe des Rennens mehrfach aktualisiert. Aktuellere Infos zum Rennen findet man unter diesem Forumsthread. Wer es noch aktueller braucht: Hier läuft der offizielle Live-Stream.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 16. März 2013 )
 
Audi in Sebring wie gewohnt auf Pole Drucken E-Mail
American Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Freitag, 15. März 2013

audisebpole.jpgAudi hat in Sebring noch einmal in gewohnter Manier aufgegeigt und beim Qualifying am heutigen Freitag abend die vordere Startreihe komplett erobert. In den beiden in unterschiedlichen technischen Konfigurationen auf die Strecke geschickten Audi R18 e-tron Quattro eroberte Marcel Fässler die Pole mit einer 1:43,886 mit 0,009s Vorsprung vor Teamkollege Allan McNish. Audi peilt bei den morgen beginnenden 61.ten 12 Stunden Rennen von Sebring den 11. Sieg beim Klassiker an, bevor man sich offiziell von der Bühne in Florida verabschieden muss – im kommenden Jahr sind die LMP1-Boliden der Ingolstädter im Klassengefüge der neuen USCR-Meisterschaft nicht mehr startberechtigt.

Hinter den beiden weissen Diesel-Hybrid-LMP belegte Nick Heidfeld im schnellsten Rebellion Racing-Lola-Toyota mit Platz 3 den Rang des schnellsten Benziners. Heidfeld verwies den amtierenden ALMS-Champion Klaus Graf im Muscle Milk Pickett Racing-HPD um 0,022s auf Startplatz 4. Die dritte Startreihe belegen beim Start zum morgigen Rennen Andrea Bellicchi im zweiten Rebellion Racing-Lola und Butch Leitzinger im Dyson Racing-Lola. Der Deltawing, der im morgigen Rennen von Oliver Pla und Andy Meyrick bewegt wird, landete lediglich auf Startplatz 15.

In der LMP2-Klasse zeigte das Team von Level 5 Motorsport, wer in Sebring Herr im Ring ist. Dabei schlug Ryan Briscoe den Teamkollegen und Indycar-Champion Ryan Hunter-Reay mit einer Klassenbestzeit von 1:51,159 um 0,112s, so dass beide Level 5 Motorsport-HPD ARX-03d LMP2 die vorderste Startreihe der kleinen Prototypenklasse bilden. Um eine weitere Zehntelsekunde musste sich Tom Kimber-Smith im Greaves Motorsport-Zytek geschlagen geben, ehe die beiden Extreme Speed Motorsports-HPD ARX-03d LMP2 auf den Startplätzen 10 und 11 folgten.

In der LMPC-Klasse eroberte Colin Braun im Core Autosport-Oreca auf der letzten Runde mit einer 1:53,404 die Klassenpole vor Bruno Junqueira im RSR-Wagen und Pierre Kaffer im deutsch-amerikanischen Dragonspeed-Mishumotors-Fahrzeug. Kaffer hatte zwischenzeitlich streckenweise auf P1 in der Klasse gelegen, verpasste jedoch nach einem Dreher in der letzten Runde die Chance, noch mal in den Kampf um die Klassenpole einzugreifen. Zufrieden dürfte man hingegen im Lager des neu in der Serie debütierenden Reifenlieferanten Continental auf die Session zurückblicken – mit der neuen Bereifung präsentierten sich die LMPC-Wagen im Schnitt 1s schneller als bei der Session im letzten Jahr, als man noch auf Michelins in die Schlacht ging.

Risi Competitione gelang beim Comeback in der ALMS ein Einstand nach Mass: Mit einer 1:58,815s stellte Gianmaria Bruni den Ferrari F458 auf die GT-Pole (Startplatz 20 gesamt). Damit schlug er Corvette Racing-Pilot Oliver Gavin um 0,12s. Startreihe 2 bei den GT belegten die beiden Werks-Aston-Martin Vantage GTE von Stefan Mücke und Pedro Lamy, die sich damit unbeeindruckt von den BoP-Anpassungen der IMSA (wir berichteten) zeigten. Die Pole in der GTC-Klasse erzielte mit einer 2:05,446 Dempsey-DelPiero-Pilot Andy Lally vor dem Alex Job Racing-Porsche von Jeroen Bleekemolen und dem NGT Motorsport Momo-Porsche von Sean Edwards.

Die 42 Teams, die am Qualifying teilnahmen, werden morgen um 15:30 MEZ ins Rennen gehen. Das Rennen wird live auf der ALMS-Homepage als Stream und per Live-Timing übertragen.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 16. März 2013 )
 
Bye Bye ALMS & Grand Am - Hallo USCR! Drucken E-Mail
American Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Donnerstag, 14. März 2013

uscr.jpgDie zukünftige vereinigte amerikanische Sportwagenserie, die 2014 die ALMS und die Grand Am ablösen wird, hat nun endlich einen Namen: Die Fans werden sich in Zukunft an das neue Kürzel USCR (United Sports Car Racing) gewöhnen müssen. Zeitgleich mit dem neuen Namen wurden am heutigen Donnerstag, dem ersten offiziellen Trainingstag in Sebring, auch die Klassenbezeichnungen der neuen Serie veröffentlicht.

Die Top-Klasse in der Daytona-Prototypen, LMP2 und die diversen Deltawing-Fahrzeuge zusammengefasst werden, bekommt die schlichte Bezeichnung P für Prototypen. Die LMPC-Fahrzeuge werden weiterhin unter der Bezeichnung PC für Prototype Challenge ausrücken. Die GTE-Fahrzeuge aus der ALMS werden als GTLM (GT Le Mans) bezeichnet werden, die Grand-Am GT-Fahrzeuge sowie die jetzigen GTC-Porsches werden als GTD (GT Daytona) bezeichnet. Als fünfte Klasse kommt die GX hinzu, in der Grand Am das GT4-Modell der FIA in einer amerikanischen Form nachzuahmen versucht – freilich mit bislang wenig Erfolg.

Mit welchen Sponsoren die neue Serie 2014 beim Saisonauftakt in Daytona ausrücken wird, soll nun nach der lange erwarteten Verkündung des Namens und der Serienstruktur – die bereits im Vorfeld bekannt wurde (wir berichteten) – der nächste grosse Schritt in die Zukunft sein. Die ALMS ist derzeit mit Tequila Patron als Seriensponsor unterwegs. Die Grand Am hat Rolex und Continental als massgebliche Hauptsponsoren. Inwieweit diese Partnerschaften 2014 weitergeführt werden, ist derzeit Gegenstand intensiver Verhandlungen.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 14. März 2013 )
 
ALMS - BOP-Anpassungen für 2013 Drucken E-Mail
American Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Dienstag, 12. März 2013

sebringshowgrid1.jpgWie unsere technisch immer bestens informierten Kollegen von Speed.com vermelden, hat im Vorfeld des 12 Stunden Rennens von Sebring die IMSA die BoP der ALMS für die LMP1 und die GT-Klasse neu angepasst. Wie auch der ACO in Le Mans hat auch die amerikanische, für die ALMS zuständige Sportbehörde ein Balance of Performance-Schema zur Einbremsung zu überlegener Konstruktionen und Wettbewerber zwecks Erhöhung der Chancengleichheit zur Verfügung stehen. Dieses ist für Sebring nun auf einen 2013'er Startstand gebracht worden.

Bei den LMP bekommen die Benziner-Autos trotz des Erscheinens der Audis 10 kg Zusatzgewicht aufgebrummt und sind nun mit 890 statt 880 kg wie in der Vorsaison unterwegs. Dafür dürfen sie mit einem 5l grösseren Tank ausrücken und ihre Restriktoren im Vergleich zu 2012 um 2% aufweiten. Audi's beide Audi R18 e-tron Quattro haben jeweils 915kg zu bewegen und dafür wie in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft einen nur 58l Diesel fassenden Tank. Keine Änderungen werden hingegen bei den LMP2 verzeichnet.

Bei den GT dürfen die Porsche 10 kg ausladen und einen 0,3 mm grösseren Restriktor wählen. Hingegen müssen die Corvette Racing C6.R 15 kg „Ehrenblei“ (=Handicap-Gewicht) zuladen – genauso wie die Ferrari F458, die zudem den letztes Jahr dem Einsatzteam von Extreme Speed Motorsports zugestandenen Restriktorbonus von 0,6mm verlieren. Aston Martin muss an seinen Aston Martin Vantage GTE gar 20kg einladen und einen 0,3 mm kleineren Restriktor einbauen. Der neue BMW Z4 GTE darf hingegen mit den gleichen Restriktoren wie sein Vorgänger, der M3-GT, ausrücken.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 13. März 2013 )
 
Sebring-Cockpits füllen sich Drucken E-Mail
American Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 11. März 2013

livree_esm.jpgIn 6 Tagen stehen die 12 Stunden von Sebring als Auftaktveranstaltung für die letzte Saison der ALMS auf dem Programm. Mittlerweile ist eine aktualisierte Nennliste von der IMSA herausgebracht worden, die gegenüber der ersten Version einige Änderungen enthält.

In der Top-Klasse wird Dyson Racing nun doch mit nur einem Auto antreten, nachdem man für den zweiten Lola-Mazda keine Kundenpiloten für den Klassiker finden konnte. Allerdings ist eine Rückkehr des zweiten Fahrzeugs für den Rest der ALMS-Saison nicht ausgeschlossen. Offen sind hingegen noch die Piloten des Deltawing. Extreme Speed Motorsports hat hingegen die beiden 3. Fahrer für die beiden LMP2-HPD (Bild) bekannt gegeben: David Brabham und Anthony Lazzaro werden die Stammfahrer des Teams bei deren LMP2-Debüt unterstützen.

In der GT-Klasse haben die Porsche-Teams nennenswerte Unterstützung bekommen. Beim Team Falken Tire hat Sean Edwards angedockt, während Richard Lietz die Paul Miller Racing-Mannschaft um Bryce Miller und Marco Holzer verstärkt. Zudem ist die Crew des West-Racing/Alex Job Racing-Ferraris um ALMS-Routinier Leh Keen erweitert worden. In der GTC-Porsche-Cup-Klasse haben die beiden Crews von NGT Motorsport und Flying Lizard Motorsport ihre Besatzungen nun fixiert. Bei der NGT-Mannschaft ist ADAC GT-Masters-Top-Pilot Christian Engelhardt an Bord der von Sean Edwards und Henrique Cisneros mit bewegten #30 (Bild) an Bord, während die #31 nun von Mario Farnbacher, Kuba Giermaziak und dem Kolumbianer Carlos Gomez bewegt wird. An Bord des Flying Lizard Motorsport-Porsche mit der #44 führt nun der deutsche Pilot Pierre Ehret das Lineup an. Ehret, der auch Laguna Seca und das PLM mit der Porsche-Mannschaft bestreiten will, sitzt zusammen mit dem Schweizer Alexandre Imperatori und dem Amerikaner Brett Sandberg auf dem Auto, während die #45 von dem Trio Nelson Canache, Spencer Pumpelli und Brian Wong bewegt wird.

Während schon einige Teams in den vergangenen Tagen erste Testkilometer in Sebring zurück gelegt haben, beginnt die Trackaction mit den freien Testsessions am heutigen Montag. Insgesamt fünf Sessions sind bis Mittwoch auf dem Traditionskurs in Florida für die ALMS-Teams reserviert. Die offizellen Triangssessions beginnen am Donnerstag. Das Qualifying für die 61.ten 12 Stunden Rennen von Sebring ist für Freitag um 19:15 Uhr MEZ angesetzt, der Rennstart für den 12h-Klassiker erfolgt am Samstag um 15:45 unserer Zeit. Vor den Live-Streams und dem Live-Timing auf der ALMS-Webseite sollten sich die interessierten Fans auf eine lange Nacht (bis 4 Uhr morgens) einstellen.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 11. März 2013 )
 
Don Panoz zieht am Deltawing Bridgestones auf Drucken E-Mail
American Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Freitag, 8. März 2013

deltawingnew.jpgDer Deltawing wird bei den kommenden 12 Stunden Rennen von Sebring nicht nur mit einem neuen Motor sondern auch einem neuen Reifenpartner ausrücken. Nachdem dem jetzigen alleinigen Teambesitzer Don Panoz sämtliche Kooperationspartner des letztjährigen "Garage-56"-Projektes (Highcroft, Michelin, Nissan und Konstrukteur Ben Bowlby) abhanden gekommen sind, hat Panoz nun für das von einem hauseigenen Elan-Motor befeuerte Gefährt Bridgestone als Reifenpartner gewinnen können. Damit kommt auch der der japanisch-amerikanische Konzern - als grösster Reifenhersteller weltweit - nun auch zu einem Einsatz in der amerikanischen Sportwagenserie.

Auch als Referenz an den neuen Partner ist der Prototyp des Deltawing nun für Sebring mit einem neuen Farbschema foliert worden. Statt in nüchternem Karbonschwarz wie in Le Mans und in Road Atlanta kommt das Gefährt nun in Silber, Rot und Schwarz daher.

Als Piloten des extravaganten Boliden, von dem Panoz beim dritten Lauf in Laguna Seca eine geschlossene Version an den Start bringen will, sind mittlerweile Olivier Pla und Andy Meyrick für den 12h-Lauf benannt worden. Beide testeten das Gefährt mit dem neuen Elan-Motor und den neuen Pneus diese Woche in Road Atlanta, bevor man am 13.03. die ersten offiziellen Trainings in Sebring aufnimmt.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 5. März 2013 )
 
Contis statt Michelins für die ALMS-PC Drucken E-Mail
American Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Sonntag, 3. März 2013

LMPCDie LMPC-Klasse in der ALMS wechselt 2013 den Reifenlieferanten. Nachdem die Kategorie seit ihrer Einführung in die amerikanische Sportwagenserie 2010 bislang auf Michelin als Lieferanten der Pneus vertraute, wird in der kommenden Saison der deutsche Reifenkonzern Continental die Bereifung der Prototypeneinheitsklasse stellen. Über den Technischen Kooperationspartner Hoosier ist Conti schon seit zwei Jahren in der amerikanischen Grand Am-Serie im Sportwagensektor engagiert. In Anbetracht der im kommenden Jahr anstehenden Fusion zwischen der Grand Am und der ALMS und weil mit den Reifen der Daytona Prototypen schon ein passendes Reifenformat bereit stand, steigt man nun schon in diesem Jahr versuchsweise in der ALMS ein.

Die Klasse wird in diesem Jahr als "Prototype Challenge presented by Continental Tire" zusätzlich vom deutschen Reifenlieferanten gesponsort werden. Damit weitet man das Motorsport-Engagement weiter aus, das vor zwei Jahren mit der Continental Tire Sportscar Challenge Serie in der 2. Liga der Grand Am begonnen wurde.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 3. März 2013 )
 
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