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Samstag, 25. Mai 2013
GT86a
24h von Le Mans & FIA-Langstrecken-WM
Notizen aus Spa Drucken E-Mail
Le Mans
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Dienstag, 7. Mai 2013

Die 6h von Spa-Francorchamps (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) sind Geschichte. Was bleibt von der Generalprobe für Le Mans zu berichten?

  • Sowohl Audi als auch Toyota konnten verzeichnen das die überarbeitete Le Mans Aerodynamik ihrer Wagen auch in Spa-Francorchamps gut funktionierte. Toyota gelang nach einem eher verhaltenen Qualifying im Rennen ein Comeback das viel für Le Mans erwarten lässt. Das der schnellste Wagen allerdings nach relativ kurzer Zeit mit defektem Hybridsystem ausfiel (die Bremsen überhitzten nachdem die Verzögerung des Energierekupurationssystems nicht mehr zur Verfügung stand) war eine unangenehme Überraschung, die dennoch rechtzeitig vor Le Mans stattfand.

  • Mit 35 Autos stand das kleinste Feld seit Jahren auf der Ardennenachterbahn am Start. Dies wurde allerdings weniger als Kritikpunkt empfunden als das sehr spartanische Rahmenprogramm. Die 11 Porsche der Benelux-Challenge bildeten mit ihren 3 Läufen die einzige bescheidene Abwechslung – und liessen die Programmpunkte der vergangenen Jahre (wie die Classic Endurance Rennserie) schmerzlich vermissen.

  • 14200 Zuschauer wurden offiziell als Besucherzahl angegeben. Dies scheint sehr realistisch und zeigt auf wie hoch die Besucherzahlen bei den WEC-Läufen wirklich sind.

  • Auch wenn Porsche offensichtlich noch ein paar Läufe braucht um sich im Abstimmungsdschungel des neuen 911´er durchzuschlagen, so kamen die beiden Crews des Porsche AG Team Manthey auch in Spa-Francorchamps immer besser mit den Wagen zurecht. Zumindest Aston-Martin und Ferrari sind nun auf Augenhöhe und kämpfen hart und eng um die Siege.

  • Statt Phillip Peter fuhr Matteo Malucelli im 8Star Racing Ferrari an der Seite von Vincente Potolicchio und Rui Aguas mit. Der junge Italiener, der schon in Sebring mit einer guten Performance aufgefallen war, dürfte ein ausschlaggebender Punkt für den Klassensieg der vom Einsatzteam von AF Corse unterstützten Mannschaft gewesen sein, mal abgesehen davon das 8Star auch von der einzigen SC-Phase des Rennens profitierte.

  • Diese Gelbphase war auch für einen deutschen Triumph verantwortlich. „In der letzten Saison hatten wir immer Pech mit dem Safety Car und haben uns fast immer Rückstände eingehandelt. Nun bekamen endlich mal nur wir den Wave-By vor dem Führenden und gewannen so entscheidenden Vorsprung für unseren Sieg.“ erklärte Pierre Kaffer . Selbst ein später Unfall mit dem Toyota #8 (siehe die Beschreibung im 2.LMP-Rennberichtshälfte) sowie ein wie entfesselt fahrender Lucas Luhr auf dem Team Jota-Zytek konnten Kaffer und seine Teamkollegen nicht am ersten Klassensieg des Jahres hindern. Damit setzte sich das einzige Michelin-bereifte LMP2-Team schon im 2.Lauf gegen alle Dunlop-Gegner durch.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 6. Mai 2013 )
 
FIA-WEC - Die Tabellenführer nach Spa Drucken E-Mail
Le Mans
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 6. Mai 2013

Nach den 6h von Spa-Francorchamps (der Link führt zum nun mit allen Fotos des Wochenendes versehenen Rennbericht auf unseren Seiten) haben sich vor dem Saisonhöhepunkt in Le Mans in den einzelnen Klassen folgende Tabellenstände ergeben:

In der LMP1-Fahrerwertung führt dank der Pole-Position in Spa-Francorchamps das Trio André Lotterer, Marcel Fässler und Benoit Treluyer mit 44 Punkten mit einem Zähler Vorsprung vor den Audi-Teamkollegen Allan McNish, Tom Kristensen und Loic Duval. Die Herstellerwertung führt Audi (51) klar vor Toyota (31) an. Noch klarer ist Rebellion Racing (50) vor Strakka Racing (16) in der LMP1-Privatierswertung in Front. An der Spitze der LMP2-Wertung liegt nun Pecom Racing mit 41 Punkten vor den beiden Oak Racing-Crews #24 (36) und #35 (27). In der Fahrer-Tabelle führen Pierre Kaffer, Luis Perez Companc und Nicolas Minassian mit der gleichen Punkteanzahl.

In der GTE-Herstellerwertung hat Ferrari nun mit 72 Punkten die Führung vor Aston-Martin (66) und Porsche (32) übernommen. Die GTE-Pro-Teamwertung hat noch die in Silverstone siegreiche Crew der #97 mit 41 Punkten vor den beiden AF Corse-Ferraris (je 35) inne. Alleiniger Tabellenführer in der Pilotenwertung der GT-Profis ist nun Bruno Senna mit 44 Punkten vor Stefan Mücke und Darren Turner mit 38 Punkten.

Bei den GTE-Am-Teams führt der „Dänenbomber“-Aston nach Spa-Francorchamps mit 44 Zählern vor dem 8Star-Ferrari (40) und der Larbre-Corvette (33). Die Piloten Allan Simonsen, Christopher Nygaard und Kristian Poulsen liegen mit dem gleichen Punktestand in der  FIA-Trophy für GTE-Am-Piloten voran.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 7. Mai 2013 )
 
Aktuelle Berichte aus Spa-Francorchamps ... Drucken E-Mail
Le Mans
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Sonntag, 5. Mai 2013

... können unter diesem Link eingesehen werden. 35 Teams kämpfen auf der Ardennen- Achterbahn um den Sieg bei dem am Samstag stattfindenden 6h-Rennen der FIA-Langstrecken- WM. Audi, Toyota und einige andere Teams nutzen den Lauf als Generalprobe vor Le Mans. Wie werden sich die neuen Wagen der Hersteller schlagen? Unter dem obigen Link werden aller Berichte, Ergebnisse und Fotos zeitnah gesammelt.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 4. Mai 2013 )
 
6h Spa 2013 - Änderungen im Starterfeld Drucken E-Mail
Le Mans
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Mittwoch, 1. Mai 2013

4 Autos mehr als beim Saisonauftakt in Silverstone dürfen die Sportwagenfans am kommenden Samstag bei der zweiten Runde der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft in Spa-Francorchamps erwarten. Auch wenn das Feld dadurch auf 35 Fahrzeuge anwächst, bleibt allerdings zu bilanzieren das damit das kleinste Feld der letzten Jahre beim Ardennen-Klassiker an den Start geht: beim Rennen im letzten Jahr nahmen immerhin noch 40 Autos das Rennen auf. In den Jahren davor standen permanent über 50 Autos am Start. Die Professionalisierung der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft reduziert empfindlich die Masse des Feldes – ohne im Gegenzug bei der Klasse eine hinreichende Verbesserung zu bringen.

Denn wieder werden nur 2 Teams in der Lage sein den Sieg unter sich auszumachen. Das ist allerdings schon ein Fortschritt gegenüber dem vergangenen Jahr, als Toyota nach einem Trainingsunfall durch Abwesenheit glänzte und nur die 3 Audi-Crews beim Testlauf für Le Mans den Sieg unter sich ausmachten.

2 Neue Autos können die Fans in der Top-Klasse erwarten: das Audi Sport Team Joest bringt erneut einen dritten Wagen in die Ardennen auf dem Lucas di Grassi, Marc Gene toyotats030.jpgund Oliver Jarvis als Piloten engagiert werden. Der neue Audi R18 e-tron Quattro verfügt dagegen über eine Langheck-Aerodynamik, die für Le Mans optimiert wurde. Das Team will dabei die zu erwartenden Zeitunterschiede beider Modelle auf einzelnen Teilabschnitten der Strecke analysieren und Daten für den Renneinsatz in Le Mans generieren. 

Auch Toyota ersetzt wie schon in Silverstone angekündigt einen seiner TS030 durch die neue für dieses Jahr entwickelte Le Mans-Evo-Variante . Die Zielsetzung dürfte dabei die selbe sein wie bei Audi: Die High-Downforce-Autos kämpfen um den Sieg und die Low-Downforce-Wagen absolvieren dahinter den Testlauf für die Sarthe. Hinter den Werks-Wagen wird der kampf um die Privatierswertung wieder zwischen Strakka Racing und Rebellion Racing ausgetragen.

Die LMP2-Klasse wächst gegenüber Silverstone um 2 Autos auf 11 Starter an. Aus der Europäischen Le Mans Serie kommt das Team Jota in die Ardennen um sich für den Marathon an der sarthe warm zu machen. Und das Gulf Racing Middle East Team absolviert nun doch seinen verspäteten Saisonstart, der nun mit einem Lola erfolgen soll. 

Auch im GTE-Feld werden 2 neue Autos erwartet: in der Pro-Klasse stockt Aston-Martin sein Kontingent um einen weiteren Aston Martin Vantage GTE für Bruno Senna, Robert Bell und Frederic Makowiecki auf nun insgesamt 5 GTE-Autos (3 Pro, 2 Am) auf. Stefan Mücke und Darren Turner bekommen dafür Peter Dumbreck als neuen Teamkollegen zugeteilt. In der GTE-Am-Klasse bringt AF Corse einen weiteren Ferrari für das Trio Mallegol/Bacheller/Blank an den Start.

Die 2-tägige Rennaction beginnt am Freitag morgen mit den ersten freien Trainings um 9 Uhr. Das Qualifying findet um 19 Uhr am Freitag statt und das Rennen startet am Samstag um 14.30 und geht bis in den späten Abend um 20.30 Uhr. Hier auf diesen Seiten wird wie in den letzten Jahren die Vor-Ort-Berichterstattung für alle zu Hause gebliebenen gebündelt.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 1. Mai 2013 )
 
Le Mans - 2. Gulf-Lola raus, DKR-Lola drin Drucken E-Mail
Le Mans
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 22. April 2013

Die Mannschaft von Gulf Racing Middle East hat einen ihrer Lola aus der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft zurückgezogen. Damit erhält das Fahrzug auch keinen automatischen Startplatz für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans mehr.

Die belgische DKR Engineering-Mannschaft rutscht damit von der Reserveliste in das Feld für den Klassiker und darf ihren Lola B11/40 (Bild) für die Piloten Romain Brandela, Stéphane Raffin und Olivier Porta bei der 81. Ausgabe des Klassikers an den Start bringen. Gulf Racing will den verbliebenen Lola mit Fabien Giroix, Frédéric Fatien und der Japanerin Keiko Ihara besetzen.

Während der unter arabischer Nennung startenden Mannschaft ihr Renndebüt 2013 bei den 6h von Spa noch bevorsteht, hat DKR Engineering dieses zumindest bei der Europäischen Le Mans Serie-Runde in Silverstone schon absolviert. Dort erreichte die belgische Mannschaft einen 15. Gesamtrang und wurde im Regenchaos 6. bei den LMP2. Nächste Mannschaft auf der Reserveliste ist nun die Truppe von Signatech, die dann einen zweiten Alpine-Oreca-Nissan ins Feld bringen würde.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 20. April 2013 )
 
GTC-AM Klasse als Rettungsanker für die kriselnde AsLMS? Drucken E-Mail
Le Mans
Geschrieben von Hans-Dieter Schuda   
Freitag, 19. April 2013

Der ACO versucht scheinbar alles, um weitere Teilnehmer in Asien zu aquirieren. Mit der Einführung einer GTC-Amateurklasse, nur für Silber- und Bronze-Piloten, will man nun das schmale Fahrzeugfeld für die Asiatische Le Mans Serie auffüllen.

Ob sich nun wie vom ACO erwartet Gentleman-Teams und -Fahrer für die GT3-Klasse in Masse melden, wird wohl erst die Zukunft zeigen. Bekanntlich wurde auch die Einschreibfrist bis zum 30.06.2013 verlängert !

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 20. April 2013 )
 
Porsche benennt die ersten beiden LMP1-Kutscher Drucken E-Mail
Le Mans
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Mittwoch, 17. April 2013

Porsche bernhard_dumas.jpghat die ersten beiden Piloten für das in diesem Sommer mit ersten Tests beginnende LMP1-Werksprogramm benannt. Dass Timo Bernhard und Romain Dumas die ersten offiziell feststehenden Piloten sind, dürfte keine grosse Überraschung für das Fachpublikum sein. Die beiden langjährigen Teamkollegen im Penske LMP2 RS-Spyder-Programm und Le Mans-Sieger 2010 in Diensten von Audi werden laut LMP1-Projektleiter Fritz Enzinger ab Mitte des Jahres ein intensives Testprogramm mit dem neuen Fahrzeug absolvieren.

Timo Bernhard ist der einzige Rennfahrer, dem es gelungen ist, Gesamtsiege bei den vier bekanntesten Sportwagen-Klassikern einzufahren. Er siegte 2010 bei den 24 Stunden von Le Mans, 2003 bei den 24 Stunden von Daytona, 2004 bei den 12 Stunden von Sebring und insgesamt fünf Mal beim 24-Stunden-Rennen Nürburgring.

Der Franzose Romain Dumas zählt seit 2004 zum Kader der Porsche-Werksfahrer und war schon 12mal in Le Mans am Start. Er gewann zusammen mit Bernhard in den Jahren 2007 und 2008 Titel für Porsche in der ALMS. Bei vier der fünf Siege von Bernhard beim 24-Stunden-Rennen Nürburgring war Dumas sein Teamkollege. 2010 feierte Dumas darüber hinaus am Steuer eines Porsche 911 den Gesamtsieg in Spa.

Nun werden noch mindestens 4 weitere Sitze für das LMP1-Programm zu vergeben sein. Wiederholt fiel dabei in den letzten Tagen auch wieder der Name des derzeitigen F1-Piloten Mark Webber (wir berichteten), freilich ohne dass dazu bislang neue bestätigende Fakten bekannt geworden wären.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 18. April 2013 )
 
McNish / Kristensen / Duval gewinnen die Tourist Trophy Drucken E-Mail
Le Mans
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 15. April 2013

Das Audi Sport Team Joest hat mit den Piloten Allan McNish, Tom Kristensen und Loic Duval die 6h von Silverstone gewonnen (der Link führt zum vollständigen Rennbericht auf unseren Seiten). Die beiden Routiniers und ihr französischer Sekundant auf dem Audi R18 e-tron Quattro mit der #2 holten gegen die Teamkollegen Fässler / Lotterer / Treluyer am Ende einen knappen Sieg, der dank des Verzichts von Audi auf jegliche Teamstrategie auf des Messers Schneide stand:

An der #1 der aktuellen FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Champions war etwa eine Stunde vor Rennende das Hybrid-System ausgefallen. McNish kam dadurch in Führung, drehte sich aber auf der Strecke, als ein Aston-Martin ihm eine Notbremsung aufzwang. Mit einem ruinierten Reifensatz entschied sich der wieder zurückliegende Schotte gegen den Rat seines Renningenieurs für einen zusätzlichen ungeplanten Reifenwechsel – und legte auf frischem Gummi eine Aufholjagd hin, die wieder einmal bewies, warum in unserem Forum aussergewöhnliche Fahrleistungen eines Piloten im LMP-Sport neuerdings mit der virtuellen „Allan McNish-Trophy“ ausgezeichnet werden. 4 Minuten vor dem Rennende hatte der Schotte die eigentlich schon enteilten Teamkollegen im waidwunden Audi R18 e-tron Quattro wieder kassiert – und fuhr nach eigenem Bekunden einen der emotionalsten Siege seiner Karriere ein.

„Der Sieg hier bedeutet mir viel, denn es war nicht nur ein spannendes und forderndes Rennen. Ich wollte auch unbedingt die Tourist Trophy gewinnen, in die ich nun als sechster Schotte meinen Namen eingravieren lassen kann. Der erste schottische Sieger war Innes Ireland, der übrigens im selben Hospital wie ich geboren wurde. Sich in die Geschichte dieses Pokals verewigen zu dürfen, ist schon sehr speziell für mich.“

Toyota war trotz guter Qualileistung kein Gegner für die Audianer. Der japanisch-deutsch-französischen Crew wurde nur zu schnell nach dem Rennstart bewusst, dass man in der Reifenentwicklung mit Michelin wohl verwachst hatte. Die weichere Mischung löste sich in den kalten, teils feuchten und rutschigen Bedingungen mit viel zu hohem Abrieb in Wohlgefallen auf. Die härtere Mischung erlaubte zwar Doppelstints, bot aber zu wenig Grip. Michelin beliefert zwar beide Werksteams mit Reifen, diese sind aber mit unterschiedlichen Spezifikationen – und Mischungen – entwickelt. Bis Spa-Francorchamps in drei Wochen gilt es nun für Toyota diese Baustelle zu schliessen.

Bei den Privatiers war Rebellion Racing nach dem Abflug des Strakka-HPD ohne Gegner – ein Umstand, den selbst Nick Heidfeld ziemlich fad fand: „Mit einem starken Gegner macht es mehr Spass.“

In der LMP2 brachte ein Reifenpoker der Delta ADR-Mannschaft den Sieg. Das britische Nissan-Semi-Werksteam setzte Pilot Tor Graves just in dem Augenblick auf Intermediates, als es zu regnen begann. Während Teamkollege Martin im Schwester-Oreca auf der Start-Zielgerade abflog, legte Graves Rundenzeiten hin, die 5s schneller waren als die Konkurrenz. Dagegen konnte auch der schnellste der drei Oak Racing Morgan - die #24 - am Ende nichts mehr ausrichten. P3 in der Klasse erbte am Ende die Pecom-Mannschaft von Pierre Kaffer und seinen Mitstreitern, die davon profitierten, dass die eigentlich drittplazierte Greaves Motorsport-Mannschaft wegen einer Fehlkalkulation der Fahrzeit eines Piloten zurück gesetzt wurde.

Für Aston-Martin wurde das Heimspiel zum 100-jährigen Bestehen der Marke zum Triumphzug: Sieg in beiden Klassen und 3 von 4 Wagen auf den beiden Podien vertreten! Stefan Mücke, Darren Turner und Bruno Senna legten einen lupenreinen Start-Ziel-Sieg hin. Die neuen Porsche zeigen zwar Speed-Potential, wurden aber von kleineren technischen Fehlern, die man sich in der mittlerweile hoch-competitiven Klasse nicht mehr erlauben kann, aus den Podiumsrängen geworfen. AF Corse mit der #71 und der zweite Aston Martin Vantage GTE komplettierten das Podium in der GTE-Pro.

In der GTE-Am siegte der „Dänenbomber“ von Nygaard / Poulsen / Simonsen vor der Larbre-Corvette und dem 8-Star-Ferrari, auf dem Phillip Peter ein Gastspiel gab.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 15. April 2013 )
 
Rennberichte aus Silverstone ... Drucken E-Mail
Le Mans
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Samstag, 13. April 2013

... werden parallel unter diesem Link gesammelt. Die WEC und die ELMS absolvieren in 2 seperaten Rennen gemeinsam ihre Saisonstarts. 9 Stunden Rennaction sind an diesem Wochenende geplant. Reichlich Stoff um den langen Winter schlagartig vergessen zu machen. 

 
WEC - letzte News vor dem Saisonstart Drucken E-Mail
Le Mans
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Freitag, 12. April 2013

An diesem Wochenende startet nun endlich mit 3 Events - der FIA Langstrecken Weltmeisterschafts- / Le Mans Serie-Doppelrunde in Silverstone, dem VLN Langstreckenmeisterschafts-Saisonauftakt am Nürburgring und der Blancpain Endurance Serie in Monza - die offizielle europäische Langstreckensaison 2013. Während sich unser Team für Silverstone derzeit gerade auf den Weg zur Rennstrecke macht und euch bis zu den ersten Eindrücken im Rennbericht (schätzungsweise heute abend) den nebenstehenden Video-Teaser als Appetithappen überlässt, wollen wir noch einmal kurz die letzten Neuigkeiten aus dem WEC-Feld zusammenfassen.

Audi tritt nach eigenen Angaben mit einem in vielen Punkten überarbeiteten, de facto aber eher detailverbesserten Audi R18 e-tron Quattro an. So hat man von Toyota das Heckdesign mit den flügelähnlichen Aufbauten auf den Kotflügeln übernommen und den Leichtbau weiter zugunsten einer Schwerpunktabsenkung vorangetrieben. Zudem ist der Hybrid-Schwungradspeicher zugunsten einer höheren Kapazität ausgebaut worden und die Chassis mit Zusatzkameras auf dem Dach und TFT-Bildschirmen in den A-Säulen versehen worden, um die Rundumsicht für die Piloten zu verbessern.

Toyota überraschte Anfang der Woche mit der Ankündigung, die beiden Autos in 2012er Konfiguration in England einsetzen zu wollen. Die auf den ersten Blick überraschende Entscheidung ist jedoch naheliegend. Einmal debütierte der TS030 mit den High-Downforce Upgrades letztes Jahr sehr überzeugend in England und wurde nur durch eine defekte Tankanlage am ersten Rennsieg gehindert. Dann ist anzunehmen, dass man die neuen Chassis mit der Le Mans-Aerodynamik mutmasslich für die Sarthe und weitere Tests schonen will. Letztlich erhält man so unabhängig vom Streckenzustand nebenbei einen Eindruck, wieviel schneller der neue Audi nun wirklich dieses Jahr geworden ist. rebellion13aero.jpg

Auch Rebellion Racing startet in England mit einem von den neuen Lola-Besitzern Haas/Multimatic exklusiv für die britisch-schweizer Truppe angefertigten Zusatzflügelpaket. Teamchef Bart Hayden bestätigte unseren Kollegen von Speed.com gegenüber, das man bis einschliesslich Le Mans 2 Autos in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft an den Start bringt und danach mit nur einem Auto in der WM weitermachen wird. Daneben läuft das ALMS-Engagement bei dem Neel Jani und Nick Heidfeld auf den Titel in der amerikanischen Serie angesetzt sind. Für 2014 erwägt man angeblich sogar mit einem eigenen Chassis in die Riege der Konstrukteure aufzusteigen.

Bei Starworks-Motorsport ist das WM-Programm wie bereits angedeutet geplatzt. Damit wird dieser HPD ARX-03b LMP2 2013 nicht mehr in der WEC und Le Mans antreten. Während dadurch der Morgan von Morand Racing ins Feld für Le Mans geruscht ist, seht dies bei der zweiten im Vorfeld von Silverstone zurückgezogenen WEC-Mannschaft, HVM-Status Grand Prix, noch nicht fest. Die haben nämlich einen zweiten Lola auf der Reserveliste für den Klassiker, dessen Antreten nicht von einem WEC-Engagement abhängt, so denn noch einige Teams absagen. Dafür fasst man bei der amerikanisch-irischen Mannschaft nun ein Europäisches Le Mans Serie-Ersatzprogramm ins Auge.

Alpine hat das Oreca O03-Chassis für die ELMS als Alpine A450 umgebrandet. Somit heisst nicht nur der Nissan-Motor nun Alpine sondern auch das Chassis. Die Bezeichnung ist eine Reminiszenz an die in den 70er Jahren erfolgreichen A440´er Chassis und soll an 50 Jahre Alpine in Le Mans erinnern.

Aston Martin Racing hat im Vorfeld des Rennens den Pilotenkader erweitert: Der Amerikaner Paul Della Lana und Pedro Lamy werden an Bord der #99 Fred Makowiecki zur Seite gestellt. Die #97 steuern nach wie vor Stefan Mücke, Darren Turner und Bruno Senna. Beim Heimspiel in Silverstone starten in beiden GTE-Kategorien nicht weniger als 4 Astons.

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 12. April 2013 )
 
Starworks WM-Programm hängt am seidenen Faden Drucken E-Mail
Le Mans
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Dienstag, 9. April 2013

Erst am heutigen Dienstag entscheidet sich einer Meldung unserer Kollegen von Speed.com zur Folge, ob die Starworks Motorsport-Mannschaft ihren letztjährigen LMP2-Titel in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft verteidigt. Obwohl die Truppe schon in der vergangenen Woche von der Nennliste der 6h von Silverstone gestrichen wurde (wir berichteten), steht die Mannschaft von Teamchef Peter Baron Gewehr bei Fuss, sollte eine entscheidende Sponsorzahlung noch rechtzeitig beim Team eintreffen. Als Piloten würden in diesem Fall bislang Ryan Dalziel und der Venezolaner Alex Popov feststehen.

Beim noch nicht fixierten Budget handelt es sich um die Sponsorgelder von Pilot Popov. Der Venezolaner wurde als einer der Top-Piloten seines Landes bislang vom südamerikanischen Staat direkt unterstützt. Nach dem Tod des Präsidenten Hugo Chaves sind die entsprechenden Förderprogramme für einheimische Sportler nun "on hold" - im Falle von Starworks Motorsport nun mit gravierenden Auswirkungen für die Saison.

Sollte die Zahlung für Popov noch rechtzeitig erfolgen, dann hat Baron alles organisiert, um innerhalb von 3 Tagen bereit zu stehen. So hat man das nun doch nicht von Orex Competition in Beschlag genommene ex-RML HPD ARX-03b LMP2-Chassis und genügend Mechaniker für den WEC-Auftritt organisiert. Sollte hingegen die Runde in England nicht bestritten werden können, dann würde Baron lieber das WM-Programm ganz aufgeben, statt einem Punkterückstand zu Saisonbeginn hinterher zu hechten. Die amerikanische Mannschaft würde in diesem Fall versuchen, lieber einige ALMS-Runden in der 2.Saisonhälfte zu bestreiten und sich für eine Rückkehr in die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft 2014 vorzubereiten.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 8. April 2013 )
 
Lietz : "neuer 911´er ist ein deutlicher Schritt weiter" Drucken E-Mail
Le Mans
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 8. April 2013

Richard Lietz lietz.jpgist einer von 6 Porsche-Piloten die den neuen 911 GTE im kommenden Jahr bewegen dürfen. Der Ybbsitzer äusserte sich nun, kurz vor dem ersten Rennen in Silverstone in der kommenden Woche zur Fahrdynamik der neuen Konstruktion - und fand erwartungsgemäß nur lobende Worte:

„Vom Gefühl her ist es immer noch ein echter 911er. Aber wir sind beispielweise in Sachen Bewegung im Auto einen deutlichen Schritt weiter gekommen. Die Aerodynamik funktioniert immer, alles wird für den Fahrer spürbarer“, beschreibt Lietz das neue GTE-Pro-Auto.

Dieses wurde bereits in Europa, Sebring und Abu Dhabi ausgiebig getestet und bekam zum Wochenende bei den FIA Langstrecken Weltmeisterschafts Test- und Einstellfahrten am HTTT seinen letzten Feinschliff. Die markantesten Veränderungen am Fahrzeug sind wie berichtet der um 10cm verlängerte Radstand, eine neue Dreieckslenker-Vorderachse und ein völlig neu entwickeltes, besonders leichtes Renn-Getriebe. Einer der Entwicklungsschwerpunkte war außerdem eine ausgeglichenere Gewichtsverteilung, der Fahrzeugschwerpunkt liegt jetzt deutlich tiefer.

Weiterentwicklungen am Motor gab es hingegen erst mal noch nicht. Schon dem Vorgängermodell wurde ein Genug an Leistung von den Piloten attestiert. Lediglich die Fahrbahrkeit des Vorgängermodells auf Basis der Baureihe 997 erfüllte nicht die Erwartungen der Piloten - in Le Mans wurde man 2012 von den älteren Modellen aus eigenem Hausein den Schatten gestellt. Eine Schwäche die man nun mit dem neuen Modell ausbügeln will.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 8. April 2013 )
 
Setzt auch Porsche demnächst auf Verstärkung aus der F1? Drucken E-Mail
Le Mans
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Samstag, 6. April 2013

webber.jpgLaut übereinstimmenden Spekulationen mehrerer Quellen könnte Porsche seinen ohnehin schon bestens bestückten Fahrerkader (wir berichteten) um einen weiteren Top-Piloten erweitern. Angeblich soll der Red Bull F1-Pilot Mark Webber in der kommenden Saison zum Weissacher Werksteam hinzu stossen, um Porsches Langstreckenkader in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und in Le Mans zu ergänzen. Dem 36-jährigen Australier läge ein entsprechendes Angebot von Porsche vor. Offizielle Porsche-Quellen wollen dies zwar noch nicht bestätigen, allerdings dürfte zu erwarten sein, dass man sich angesichts der noch unklaren Karrierepläne des Australiers für 2014 hier selbst im Falle eines konkreten Interesses eher professionell bedeckt hält.

Webber wäre zumindest was Le Mans und die Sportwagen anbelangt kein Neuling. Er gehörte 1998-99 dem Mercedes-Werkskader an und war auch am in vielerlei Hinsicht bemerkenswerten Einsatz 1999 mit der "Überflieger"- Konstruktion CLK-GTR beteiligt. Webber überlebte dabei im Vorfeld des Rennens zwei Unterluftüberschläge, eher er fürs Rennen selber streikte und den spektakulärsten Flug Teamkollege Peter Dumbreck überliess.

Der Australier wäre nicht der erste Ex-F1-Pilot, der die Sportwagenszene aufwerten würde. Allerdings wäre er der erste bei Porsche, was einem Stilbruch der Weissacher gleichkommen würde, die immer sehr viel Wert auf einen selbst herangezogenen hochqualitativen Pilotenkader gelegt haben. Nick Heidfeld (Rebellion Racing), Alexander Wurz und Sebastian Buemi (Toyota), Vitantonio Liuzzi (Lotus), Karun Chandrok (letztes Jahr bei HPD) und Christian Klien (Peugeot) sind nur einige aktuelle Beispiele das die LMP-Szene wieder dabei ist jenen Stellenwert zu bekommen, den man sich schon in den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts als Alternative zur F1 erarbeitet hatte.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 4. April 2013 )
 
Asiatische Le Mans Serie wird deutlich zusammengekürzt Drucken E-Mail
Le Mans
Geschrieben von Hans-Dieter Schuda   
Freitag, 5. April 2013

jlmsrd2.jpgWir erhielten bereits vor einigen Tagen aus französischen Quellen die Info, dass bis zum vorgesehenen Nennungsschluß zur Asiatischen Le Mans Serie (20.03.2013) sich nur ein knappes Dutzend Fahrzeuge auf der Entry-List befunden haben sollen. Somit konnte vor einer prompten Reaktion des Veranstalters ausgegangen werden. Diese kam dann auch schneller als erwartet und der ursprüngliche Rennkalender würde gründlichst umgekrempelt. Am 5. Mai sollte der erste Lauf in Zhuhai (China) starten, doch dieses Rennen wurde auf den 23. Oktober verlegt. Die Rennen in Shanghai und Ordos sind jetzt ersatzlos gestrichen ebenso die Testtage und der Kalender weist nur noch vier Rennen auf:

04. August, Inje-Autopia, Süd Korea
22. September, Fuji-Speedway, Japan
23. Oktober, Zhuhai-Internat. Circuit, China
08. Dezember, Sentul-Internat. Circuit, Indonesien

Wohl mangels Teilnehmer (wo sollten diese auch herkommen ...) wurde die GTE Klasse aus dem Programm genommen. Ausgeschrieben sind somit nur die Klassen: LMP2 - LMPC - GTC. Wobei hier auf die verantwortlichen Herren für die BoP einiges zukommt, müssen sie doch diverse GT3 und GT300 Modelle (evtl. sogar mit Hybridantrieb) unter einem Hut bringen. Für die LMPC-Klasse hat bekanntlich noch kein Team offiziell einen Einsatz bestätigt. Es würde keine Überraschung sein, wenn mit freundlicher Unterstützung des ACO, die Oreca-Mannschaft das ELMS-Modell "Arrive & Drive" auch für die Asiatischen Le Mans Serie anbieten würde. Somit könnte man in dieser Klasse auch mit 2-3 Nennungen rechnen und Oreca dieses zu einer rollenden Verkaufsveranstaltung für den Asiatischen Markt nutzen.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 4. April 2013 )
 
31 Starter zum FIA-WEC-Auftakt in Silverstone Drucken E-Mail
Le Mans
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Donnerstag, 4. April 2013

31 Starter sind nach letzten Informationen für die 6h von Silverstone 2013, den Saisonauftakt der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft genannt. Das Feld der WM musste für den Auftakt den Rückzug der Teams von HVM-Status Grand Prix, Gulf Racing Middle East (2 Lola) und Starworks Motorsport verbuchen. Dennoch steht mit 7 LMP1, 10 LMP2, 6 GTE-Pro und 8 GTE-Am ein hochkarätiges Feld parat.

Dertouristtrophy.jpg Langstrecken-WM-Lauf wird erstmals mit der traditionsreichen Tourist Trophy bedacht. Die seit 108 Jahren (!) vergebene Trophäe wurde im Verlauf ihrer Geschichte von Grössen wie Rudolf Caracciola, Tazio Nuvolari, Sir Stirling Moss, Graham Hill, Denny Hulme, Tom Walkinshaw und Jochen Mass gewonnen. Zum ersten Mal vergeben wurde sie am 14. September 1905 auf einem 52-Meilen-Rundkurs auf der Isle of Man. John Napier gewann damals das 6h-Rennen in einem Arrol-Johnston nach einer Renndistanz von 4 Runden und 208 Meilen mit einer schwindelerregenden Durchschnittsgeschwindigkeit von 33,9 Meilen pro Stunde.

Über die Jahre hinweg wechselte der Austragungsort der Trophy: Nach der Isle of Man kamen die Strecken von Ards (Nord-Irland), Donington Park, Dundrod, Goodwood, Oulton Park und – letztlich seit 1970 - Silverstone zur Ehre der Austragungsort der Trophy zu sein. Zuletzt gewannen 2010 Lucas Luhr und Michael Krumm die Trophy, die von 2004-2011 den Siegern der FIA-GT-Läufe verliehen wurde. Weder Audi noch Toyota haben bislang den begehrten, bislang 62 Mal vergebenen Preis erhaschen können. Von daher wird es in 1½ Wochen auch um das Prestige gehen, wenn die Startflagge zum 6h Lauf auf dem „Home of British Motorracing“ fällt.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 4. April 2013 )
 
Hintergründe zum Lotus-Praga-LMP2 Drucken E-Mail
Le Mans
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Mittwoch, 3. April 2013

lotust128_1.jpgDas Kodewa-Team um Colin & Romulus Kolles hat in dieser Woche nicht nur den Rollout seiner ersten eigenen LMP2-Konstruktion bei den offiziellen WEC-Test- und Einstellfahrten auf dem HTTT absolviert. Nebenbei konnte das Team auch einen gewichtigen Teampartner gewinnen. Dieser wird allerdings in der laufenden Saison noch für einige Verwirrung sorgen, was die genaue Bezeichnung des bisher offiziell als Lotus T-128 LMP2 bezeichneten Autos angeht.

Die süddeutsche Mannschaft mit Teamsitz in Greding ist nach eingener Darstellung eine Kooperation mit dem Autoimperium von Antoin Charouz eingegangen. Der motorsport-begeisterte tschechische Automobilmagnat ist mittlerweile auch bei dem tschechischen Rennwagenbauer Praga mit eingestiegen und so wird man in der kommenden FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Saison unter der Bezeichnung Lotus-Praga-LMP2 an den Start gehen. Offiziell handelt es sich bei dem Wagen um ein Lotus-Chassis mit einem Praga-Motor. Da Praga jedoch keine nennenswerte eigene Motorenfertigung besitzt – die Praga-Boliden werden in der Regel von einem 2l-Renault-Motor befeuert – ist anzunehmen, dass der Judd-Motor im Heck des eigenen als Lotus titulierten und von der Münchner Adess AG (Advanced Design Engineering Systems Solutions AG) um Stephane Chosse konstruierten Fahrzeugs lediglich eine weitere Umettikettierung erfahren hat.

Nebenbei rutscht als Folge des Deals noch Jan Charouz auf den letzten freien Cockpitsitz des Lotus - neben Thomas Holzer und Dominik Kraihamer. Das zweite Kodewa-Auto werden Kevin Weeda, James Rossiter und Vitantonio Liuzzi bewegen.

Zwar hatte sich Kolles im vergangenen Jahr die Namesrechte für Lotus in der Langstreckenszene gesichert, jedoch steckt die britische Manufaktur in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Über den Umfang des finanziellen Supports seitens der Briten kann man daher nur spekulieren. Dass man sich nun mit Praga den zweiten scheinbaren Werkspartner an Land zieht – angeblich soll der geplante LMP1 auch als „Praga“ tituliert werden – könnte bedeuten, dass sich Kolles die Option offen hält, auch nach einem Stop des Lotus-Programms auf weitere Partner setzen zu können. Fest steht jedenfalls, dass mit Kolles und Charouz zwei starke Partner an einem gemeinsamen Projekt arbeiten – und zum ersten Mal in der jüngeren Sportwagengeschichte eine deutsche Konstruktion die LMP2-Szene bereichern wird.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 4. April 2013 )
 
8Star Motorsports 2013 in 4 Serien aktiv Drucken E-Mail
Le Mans
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 1. April 2013

8starcorvette.jpg8Star Motorsports, das neue Team des venezolanischen Rennfahrers und Geschäftsmanns Enzo Potolicchio, hat nun das Rennprogramm für die Saison 2013 festgezurrt. Die US-amerikanische Truppe heuer in der Grand Am, der ALMS und der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft sowie der Nachwuchsserie der IMSA-Lites antreten.

Das Debüt hat die Truppe schon am Anfang des Jahres mit den 24h von Daytona absolviert. Bei der 51.ten Ausgabe dieses Klassikers brachte die Mannschaft eine Daytona Prototype-Corvette an den Start, mit der man beim Debüt mit einer promininten Besatzung auf dem 32. Platz des Klassikers ins Ziel kam. Mittlerweile hat das Team sich eine weitere DP-Corvette zugelegt und will für den Rest der Saison als zwei-Wagen-Team antreten.

Die ALMS steht noch dieses Jahr ebenfalls auf der Agenda des aufstrebenden Teams. Hierfür hat man sich zwei LMPC besorgt, mit denen im Verlauf des Jahres der Einstieg in die PC-Klasse der amerikanischen Sportwagenserie vollzogen werden soll. Dort wird die Truppe unter anderem mit der deutsch-amerikanische Dragonspeed-Mishumotors-Mannschaft konkurrieren. Auch wenn nach einem Bericht unserer Kollegen von Speed.com ein konkretes Einstiegsdatum noch nicht feststeht, so arbeitet die Mannschaft daran, 2014 in der vereinigten USCR in beiden Prototypenklassen präsent zu sein und dort dann interessierten Kunden bis zu vier Autos zur Mitfahrt zu offerieren. Um auch Nachwuchspiloten an diese höheren Rennkalssen heran zu führen, wird das Engagement in der Rahmenserie der IMSA-Lites ebenfalls weiter fortgeführt, das im Grunde genommen als vierte Serie 2013 ebenfalls von dem Team bestritten wird. test_8star.jpg

Aktuell ist die Mannschaft diese Woche am HTTT präsent gewesen um an den Test- und Einstellfahrten der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft teilzunehmen. Anders als noch im Winter vermeldet, hat man sich nicht einen HPD ARX-03b LMP2 zugelegt, sondern wird in der WM mit einem Ferrari F458 in der GTE-Am-Klasse starten, der vom Einsatzteam von AF Corse betreut wird, aber unter der Nennung von 8Star Motorsport läuft. Ein Vorgehen, das AF Corse bereits in der vergangenen Saison mit den Teams von Waltrip Racing und Pecom Racing praktiziert hat. In Le Castellet bewegt derzeit der eigentlich in der ELMS auf einem Kessel Racing-Ferrari genannte Österreicher Philipp Peter den Wagen. In Le Mans sollen Enzo Potolicchio, Rui Aguas und Jason Bright die Besatzung des orange-farbenen F458 bilden.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 30. März 2013 )
 
Porsches neue Werkswaffe in der WEC Drucken E-Mail
Le Mans
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Freitag, 29. März 2013

991rsr.jpgMit den ersten offiziellen Tests der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft auf dem HTTT gestern, hat auch für Porsche die offizielle Einsatzphase des neuen Porsche 911 GTE auf Basis der Baureihe 991 begonnen. Der neue Einsatzwagen, den in der noch als Entwicklungssaison deklarierten Saison 2013 nur das Porsche AG Team Manthey exklusiv bekommt, soll die zuletzt schwachen Vorstellungen des hoffnungslos ausgereizten GTE auf Basis des 997 vergessen lassen. Dazu setzt Porsche erstmal auf die Entwicklung der Karosserie mit den Schwerpunkten Gewichtsverlagerung und Aerodynamik, während man den 460PS starken 4l-6-Zylinder-Boxermotor erst mal weitestgehend unmodifiziert vom Vorgänger übernimmt.

Das außergewöhnliche Fahrzeugdesign würdigt ein ganz besonderes Jubiläum: Aus der Vogelperspektive betrachtet sind die Zahlen 50 und 911 zu erkennen. Diese stehen für 50 Jahre Porsche 911. Der neue 911 RSR, der auf der 7.Generation der Sportwagenikone 911 basiert, weist einen im Vergleich zum Vorgänger 10cm längeren Radstand auf. Eine neue Dreieckslenker-Vorderachse löst die bisher verwendete McPherson Federbeinachse ab.

991rsr2.jpgEiner der Entwicklungsschwerpunkte beim neuen 911 RSR war eine ausgeglichenere Gewichtsverteilung. Auch der Fahrzeugschwerpunkt liegt deutlich tiefer als beim Vorgänger. Möglich macht das unter anderem ein neuentwickeltes Leichtbau-Renngetriebe, das über Schaltwippen am Lenkrad bedient wird. Amsonsten ist massig Kohlefaser am Wagen verbaut worden: die vorderen und hinteren Kotflügel, Front- und Heckhaube, die Türen, der Unterboden, die Radhausverkleidungen, der Heckflügel, das Armaturenbrett und die Mittelkonsole sind aus Karbon gefertigt. Darüber hinaus bestehen alle Scheiben aus besonders dünnem und leichtem Polycarbonat. Zur Gewichtseinsparung trägt auch die von der Serie übernommene Lithium-Ionen-Leichtbaubatterie bei.

Die Optik des neuen 911 RSR wird geprägt von den weit ausgestellten Kotflügeln sowie den tiefen Kühlluftschächten in der Front. Die neue Luftführung ermöglicht einen zentral im Vorderwagen platzierten Kühler, der effizienter als im Vorgängermodell arbeiten soll. Gleichzeitig konnte auch die Klimatisierung des Innenraums effizienter gestaltet werden. Das Schnellwechselkonzept der Karosserieteile - Bugteil, Fronthaube und Heckschürze sind mit Schnellspannern fixiert und können innerhalb von Sekunden ausgetauscht werden – soll entscheidende Sekunden im Langstreckenbetrieb bringen.

mantheypiloten2013.jpgOffiziell wurden gestern auch die Piloten der Werksmannschaft bekannt gegeben: Im Porsche mit der Startnummer 92 gehen die Werksfahrer Marc Lieb und Richard Lietz an den Start, die sich bereits 2012 das Cockpit in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft geteilt haben. Bis Le Mans werden sie von Romain Dumas unterstützt. Im Schwesterauto mit der #91 ist mit Jörg Bergmeister, Patrick Pilet und Ergänzungspilot Timo Bernhard ein nicht minder schnelles Trio unterwegs.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 28. März 2013 )
 
Nissan benennt neues Semi-Werksteam Drucken E-Mail
Le Mans
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Mittwoch, 20. März 2013

Nachdem die Signatech-Mannschaft, Nissans bisheriges Entwicklungs und Semi-Werksteam in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft, nun unter dem Banner von Alpine-Renault in Le Mans und der ELMS antritt, hat der japanische Hersteller für 2013 ein neues offizielles Einsatzteam ausgesucht. Das ADR Delta-Team, das in der vergangenen Saison in die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft eingestiegen war und prompt zwei Klassensiege bei den Rennen in Silverstone und Shanghai erzielen konnte, wird 2013 die vakante Rolle für den japanischen Hersteller übernehmen. Dafür rüstet ADR auf ein zwei-Wagen-Team auf.

Wie schon bei Signatech und in der vergangenen Saison wird man auf Chassis des französischen Herstellers Oreca setzen. Ferner bringt der letztjährige Signatech- Kundenpilot Roman Rusinov das russische Label G-Drive - ein Gazprom-Produkt - mit zu ADR. Der russische Konzern sponsort in diesem Jahr auch das Blancpain Endurance Series-Engagement von Nissan mit dem Einsatzteam JRM. Beide Autos werden unter der Nennung von G-Drive Racing an den Start gehen.

g_drive_racing.jpgZwar ist die LMP2-Klasse eigentlich eine Kundensport-Klasse, aber Nissan hat Gründe hier ein verdecktes Werksengagement zu fahren. 2015 plant der Konzern wie berichtet die Rückkehr in die Top-Klasse nach Le Mans, weswegen man jetzt schon einmal einen passenden Pilotenkader aufbaut. Schon nächstes Jahr ist ein vollelektrisches Garage 56-Projekt geplant. Da der japanische Konzern jetzt schon geschätzte 75% des LMP2-Feldes mit Kundenmotoren ausrüstet, wird seit zwei Jahren immer ein Team ausgesucht, das eine engere Bindung an Nissan zur intensiveren Datenakquise und zur Pilotenausbildung bekommt. Nach Signatech ist nun ADR Delta bzw. G-Force Racing das Team der Wahl.

Die Fahrer, welche die noch freien fünf Plätze in den G-Drive-Orecas neben Rusinov besetzen, sollen im Vorfeld des WEC-Auftakts in Silverstone in 3 1/2 Wochen auf einer Pressekonferenz in Moskau vorgestellt werden. Erst gestern kam die Meldung, dass die letztjährigen ADR-Piloten Tor Graves und John Martin auch 2013 neben Rusinov wieder in das Team integriert werden. Es darf davon ausgegangen werden, dass für die letzten drei Plätze zumindest die Nissan Playstation Academy-Piloten Mark Shulzhitskiy - ebenfalls Russe - und Lucas Ordonez sowie weitere Absolventen des Nissan-Nachwuchsförderunsprogramms benannt werden.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 19. März 2013 )
 
Dominik Kraihamer ab nun bei Lotus Drucken E-Mail
Le Mans
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Dienstag, 19. März 2013

Wie das Kodewa-Lotus-Team gestern bekannt gab, hat man einen weiteren schnellen Fahrer für das Debüt des Lotus T-128 LMP2 verpflichten können: Dominik Kraihamer wird für Lotus in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft 2013 an den Start gehen. Der 23-jährige Österreicher wird an der Seite von Thomas Holzer im Lotus T-128 LMP2 mit der Nummer 32 antreten. Kraihamer ersetzt damit Mirco Schultis, der dieses Jahr in der ALMS unterwegs ist.

Der Salzburger Kraihamer kommt von Oak Racing zu Lotus. In der französischen Mannschaft stellte er nach ersten vielversprechenden Vorstellungen in der Europäischen Le Mans Serie 2011 auf dem Boutsen-Ginion Racing-Oreca bei diversen Einsätzen in den LMP1- und LMP2-Wagen der Truppe von Jacques Nicolet seinen tadellosen Grundspeed auch 2012 unter Beweis.

Dominik Kraihamer: “Ich bin überglücklich, dass ich in diesem Jahr für Lotus in der FIA WEC fahren kann und dass diese Kooperation mit Hilfe meines Sponsors ‚Eat the Ball‘ geklappt hat. Lotus ist ein Mythos im Rennsport und besonders als Österreicher inspiriert mich die Historie, die ein Jochen Rindt dort hatte. Ich habe das Team im letzten Jahr beobachtet und freue mich sehr, mit einer so erfahrenen und professionellen Mannschaft die ganze Saison zusammen arbeiten zu können. Ich werde alles geben, um das Team weiterzubringen und freue mich, mit meinen Fahrerkollegen endlich die Erfolge einzufahren, die mir aufgrund vieler technischer Probleme in den vergangenen zwei Jahren versagt geblieben sind.“

„Dodo“, wie er von seinen Freunden und Kollegen im Fahrerlager genannt wird, hat zwei Mal beim 24 Stunden Rennen von Le Mans teilgenommen, allerdings ohne bislang die Zielflagge in Empfang nehmen zu können. Ob es im dritten Anlauf mit Lotus klappen wird?

Letzte Aktualisierung ( Montag, 18. März 2013 )
 
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