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Mittwoch, 22. Mai 2013
Le Mans Serie - die 1000km-Rennen
Die weltweit stärkste internationale Sportwagenserie


3h von Imola - Teilnehmerzuwachs in der ELMS? Drucken E-Mail
Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Freitag, 17. Mai 2013

Zeitgleich zu einem scheinbar eher unbedeutenden, regionalen 24h-Rennen in den westdeutschen Bergen hat die Europäischen Le Mans Serie ihre 2. Runde in Imola angesetzt. Im Gegensatz zum letzten Jahr, als der Versuch mit der gleichen Überschneidung mit einer Absage der entsprechenden LMS-Runde in Zolder gründlich in die Hose ging, ist dieses Wagnis heuer aufgegangen – wohl auch weil die ELMS-Runde am Samstag in diesem Jahr nicht mit dem Rennstart am Ring am Sonntag kollidiert.

28 Autos finden sich in der Starterliste der 3h von Imola wieder. Gegenüber der Auftaktrunde in Silverstone (mit 23 Startern) sind dies immerhin fünf Autos mehr, die in Bella Italia erscheinen sollen. Was hat sich gegenüber der Auftaktrunde geändert?

In der LMP2-Klasse ist der HVM-Status Grand Prix-Lola mit Jonathan Hirschi und dem Kanadier Tony Burgess in der Nennliste verzeichnet. Die irisch-amerikanische Kooperation würde damit nach dem abgesagten WEC-Engagement ihr Fallback-Programm in der ELMS beginnen. Auf dem DKR Engineering-Lola taucht der Belgier Bernhard Delhez als drittem Piloten auf. Und bei Greaves Motorsport werden statt der beiden mit dem Zytek in Silverstone überfordert wirkenden Amerikaner Chris Dyson und Michael Marsal der Brite Tom Kimber-Smith und der Däne David Heinemeier-Hanson ins Steuer des Z11SN-Nissan greifen.

Während in der GTE-Am und der LMPC-Klasse keine Änderungen zu verzeichnen sind, sollen gleich vier zusätzliche Teilnehmer das karge GTC/GT3-Feld von Silverstone mächtig aufwerten. Kox Racing, die neue niederländische Truppe von Ausnahmepilot Peter Kox, soll nun in Imola in die Meisterschaft mit einem Lamborghini Gallardo für Chef Kox und Co Nico Pronk in die Meisterschaft einsteigen. Die russische Mannschaft von SMP Racing will laut Nennliste gar mit drei Ferrari für insgesamt sieben russische und zwei italienische Piloten (Babini / Medani) anrücken. Ob sich diese Nennung auch wirklich materialisiert, werden die ersten Trainings zeigen.

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 17. Mai 2013 )
 
Momo Megatron-Audi - ungenutzte Siegchance in Silverstone Drucken E-Mail
Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Donnerstag, 18. April 2013

Die ELMS-Auftaktrunde in Silverstone (der Link führt zum Rennbericht) war das erste Rennen der Serie, bei dem tatsächlich drei Vertreter der GTC/GT3-Klasse am Start standen. Mit dabei war auch eine Crew mit zumindest deutschsprachigem Anteil: die internationale Mannschaft von MOMO-Megatron-DF1 (u.a.Teammanager Andreas Leberle (D), Fahrer Raffi Bader (CH), Mitfinanzier Norbert Walchhofer (A)). Die internationale Truppe  schlug sich beim ersten Lauf zur Europäischen Le Mans Serie im englischen Silverstone den Umständen entsprechend gut. Leider wurde die Mannschaft trotz realer Siegchancen wie viele andere auch im Regenrennen von der Strecke gespült, konnte am Ende jedoch auf der Habenseite einen Platz auf dem Podium in der mit drei Autos besetzten Klasse verbuchen.

Auf dem vom Rosberg-Team aufgekauften Audi R8 LMS GT3 in 2010er Konfiguration - der zweite R8 des Teams soll am kommenden Wochenende in der Belcar starten - konnte sich das Pilotentrio Dylan Derdaele (B), Raffi Bader (CH)  und Kuba Giermaziak (PL) (auf dem Bild v.l.n.r.) bei feuchten Bedingungen schon im Qualifikationstraining gut in Szene setzen. Porsche Supercup-Pilot Kuba Giermaziak erzielte sogar die Pole für die unter amerikanischer Nennung startende Mannschaft.

derdaelebadergiermaziak.jpgZwar übernahm der junge Pole auch zu Rennbeginn des komplett unter regnerischen Bedingungen abgehaltenen Rennens die Führung, doch diese dauerte nur bis zum Ende der ersten frühen Safety-Car-Phase an. Beim ersten Boxenstopp verlor die Truppe wichtige Zeit, als Kuba zu weit von der Tankanlage zum stehen kam. Die Führung ging dabei an den späteren Klassensieger, den Ecurie Ecosse-BMW Z4 GT3 verloren. Dylan Derdaele übernahm den R8 und versuchte mit 3-4s schnelleren Runden wie die Konkurrenz den schlechten Boxenstopp wett zu machen. Dabei kam der Audi-Truppe zugute das der ACO dem vier Jahre alten Auto einen 1cm grösseren Restriktor als wie beim neuen R8 zugestanden hatte - einen Leistungsvorteil, den man gerade auf der schnellen Strecke von Silverstone ausnutzen wollte.

Doch das Spiel ging nicht auf: Ausgangs Becketts rutschte Derdaele nach plötzlichem Aquaplaning von der Strecke. „Es waren äußerst schwere Bedingungen! Durch den Regen wurde auch die Elektronik in Mitleidenschaft gezogen, Scheibenwischer, Funk und einige andere Dinge funktionierten nicht mehr einwandfrei“, erklärte Derdaele, der den Wagen wieder an die Box bringen konnte, ehe Raffi Bader laut Teamangaben für einen letzten kurzen Stint vor dem Rennabbruch wieder in den Wagen stieg.

Was die Konfiguration des Autos angeht, wird der Lauf in Silverstone ein einmaliger Einsatz für das 2010er Auto des Teams gewesen sein. Schon aufgrund der Unfallschäden wird die Mannschaft zum nächsten Lauf in Imola am 18. Mai das bereits gekaufte Upgrade auf den 2013er R8 LMS ultra am Wagen verbauen. Man wird abwarten müssen, wie sich danach der Audi mit dem 1cm kleineren Restriktor gegen die dann hoffentlich etwas zahlreicheren Konkurrenten in der Serie schlägt.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 18. April 2013 )
 
ELMS fixiert TV-Paket Drucken E-Mail
Le Mans Series
Geschrieben von Rene Jüptner   
Freitag, 12. April 2013

elmsshowgridhttt.jpgEndlich hat auch die Europäische Le Mans Serie ihr TV-Paket bekanntgegeben. So wird man die ELMS in 12 europäischen Ländern verfolgen können - dies wird durch verschiedene Kabel-, Satelliten- und Internetanbieter erreicht.

Motors TV überträgt alle 5 Rennen live auf ihrem Satelliten- oder Kabel-Programm. Wir hier in Deutschland müssen uns hingegen mit einer einstündigen Zusammenfassung auf dem Bezahlsender Sport1+ begnügen.

Zusätzlich zu diesen Möglichkeiten, bewegte Bilder zu sehen, ist Radio Le Mans bei allen Le Mans Serie-Rennen dabei und kommentiert diese wie gewohnt Live über ihren Radiokanal.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 11. April 2013 )
 
ELMS-Auftakt mit 25 Startern Drucken E-Mail
Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis & Rene Jüptner   
Donnerstag, 11. April 2013

Auf der Starterliste für das erste Europäischen Le Mans Serie-Rennen, welches am Wochenende im Rahmen der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft in Silverstone stattfindet, haben sich nochmal ein paar Veränderungen ergeben. So fehlt bei den LMP2-Fahrzeugen das erst kürzlich in einer kurzen News erwähnte Orex Racing-Team mit ihrem HPD auf der aktuellen Starterliste. Die Gründe für den Rückzug sind wie man vernehmen konnte finanzieller Natur.

Immerhin verbleibt ein Restfeld von 9 LMP2 und 3 LMPC bei den Prototypen. Durch das just hinzugekommene DKR Engineering-Lola-Team (das ex-Pecom-Chassis) wächst das LMP-Feld auf 5 Oreca - den von Signatech eingesetzten Werks-Alpine mit hinzugezählt -, 2 Zytek (Greaves und Team Jota) und einen Morgan des Morand Racing-Teams an. Die deutschsprachige Fraktion bei den LMP vertritt die eidgenössische Race Performance-Mannschaft mit den Piloten Michel Frey und Patrick Niederhauser und dem einzigen Oreca-Judd im Feld.

Leider gibt es auch zwei Fahrzeug-Rückzüge in der LM-GT-Klasse. Es fehlen sowohl die Larbre Competition-Corvette C6R wie auch der Kessel Ferrari 458 Italia wo Philipp Peter / Michael Broniszewski am Volant hätten sitzen sollen. Somit starten in dieser Klasse nur noch 8 Fahrzeuge. Bei der Corvette dürften die Gründe des Rückzugs in Tatsache liegen, dass bislang keine Fahrer bestätigt waren. Letztendlich fahren hier noch 5 Ferrari gegen 3 Porsche, wobei die Ummendorfer Proton Competition-Mannschaft das einzige deutsche Team im Starterfeld ist.

In der GTC – die Klasse für GT3 Fahrzeuge – gibt es mit 2 Porsche und je einem Ferrari, Audi und BMW hingegen mehr Markenvielfalt. Die deutschsprachigen Fans werden mit dem Momo-Megatron-DF1-Belgium Racing-Audi R8 LMS GT3 und dem schweizer Pilot Raffi Bader mitfiebern. Leider haben auch hier 2 Teams ihre Fahrzeuge zurück gezogen. Nicht mehr mit dabei ist der Lamborghini des Kox Racing-Teams, welcher von Peter Kox / Nico Pronk gesteuert werden sollte und bei dem man einen Sieg bei den 12h von Ungarn vorige Woche wohl dem „3h-Sprint“ in England vorgezogen hat. Zusätzlich hat auch AF Corse den Wagen mit #63 zurück gezogen, hier waren auch bislang keine Fahrer genannt.

Somit starten am Samstag 25 Autos zum ersten 3 Stunden dauernden Rennen der Europäischen Le Mans Serie 2013.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 10. April 2013 )
 
Orex Competition vor ELMS-Einstieg Drucken E-Mail
Le Mans Series
Geschrieben von Rene Jüptner   
Mittwoch, 3. April 2013

Das neu gegründete Orex Competition-Team aus Cheshire startet dieses Jahr in der LMP mit einem HPD ARX-03b. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um den im Jahr 2011 von Ray Mallock Ltd. eingesetzten LMP2 (siehe Bild), welcher aber komplett auf den neuesten Entwicklungsstand gebracht wurde! So ist auch der letzte Stand des 2,8 Liter Bi-Turbo Motors im Heck des Sportwagens verbaut.

Als Fahrer steht bisher nur der 26-jahrige aus Godalming stammende Dean Stirling fest. Stirling fuhr die letzten zwei Jahre in der SPEED Euroseries, wo er 2011 den zweiten Platz belegte. LMP-Erfahrung konnte Stirling aber auch schon sammeln - so trat er letztes Jahr beim Rennen in Paul Ricard zusammen mit Yelmer Buurman und Alexander Sims für Status Grand Prix an und wurde dort Dritter.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 4. April 2013 )
 
Oreca besetzt ersten LMPC für die ELMS 2013 Drucken E-Mail
Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Sonntag, 24. Februar 2013

Oreca hat wohl das erste der drei für die Europäische Le Mans Serie bestimmten LMPC-Autos aus der Formula Le Mans-Klasse besetzt. Wie unsere Kollegen von Endurance-Info.com melden, wird Anthony Pons, im letzten Jahr noch Co-Pilot im IMSA Performance-Porsche und dort an der Seite von Raymond Narac und Nicolas Armindo Champion der GTE-Am-Klasse, in den fünf Rennen der europäischen 3h-Serie an der Seite von Soheil Ayhari einen der vom französischen Oreca-Team werksseitig gemeldeten Wagen bewegen.

Das Duo beabsichtigt den Klassensieg in der Serie ins Auge zu fassen, um dann 2014 einen Startplatz beim 24 Stunden Rennen von Le Mans zu erringen. Pons hatte sich als einer der Testpiloten beim Testevent von Oreca am HTTT für die ELMS-Saison 2013 für den Einsatz in der Prototypenklasse entschieden.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 23. Februar 2013 )
 
Michelin rüstet ELMS-Klassen LMPC & GTC aus Drucken E-Mail
Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 18. Februar 2013

Der ACO hat für die Europäische Le Mans Serie Michelin zum Alleinausrüster für die LMPC- und die GTC-Klasse benannt. Die LMPC bekommen den bewährten S9H-Reifensatz, den die Klasse auch in den vergangenen Jahren schon verwendete. Hingegen soll aus Gründen der Kostenkontrolle der Reifenbezug in der GTC-Klasse auf nur 3 Slick-Sätze pro Meeting begrenzt werden. Die 3 Sätze sollen in den beiden Freien Trainings und im Qualifying angefahren und dann im Rennen aufgebraucht werden.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 19. Februar 2013 )
 
29 Autos in der ersten LMS-Nennliste Drucken E-Mail
Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Freitag, 8. Februar 2013

Die Europäischen Le Mans Serie hat am heutigen Freitag das Feld für die 10.Saison der Serie für 2013 bekannt gegeben. 29 Autos sind auf der Liste in 4 Klassen verzeichnet: 11 LMP2, 3 LMPC, 10 GTE-Am und 5 GTC-Starter sind offiziell verkündet worden. Zudem rechnet man - zumindest in der GTC-Klasse, die den GT3-Fahrzeugen vorbehalten ist - mit weiteren Gaststartern über die Saison.

Die LMP2-Klasse präsentiert sich ähnlich verheissungsvoll wie in der vergangenen Saison. Ein Feld von 11 LMP2-Autos - 6 Oreca, 2 Zytek und je ein Morgan, Lola und HPD ARX-03b LMP2 - verspricht prinzipiell einen engen Kampf um die Gesamtsiege in der Klasse. Mit TDS Racing, Greaves Motorsport, Boutsen-Ginion Racing, Murphy Prototypes, dem Team Jota, Sebastian Loeb Racing, Signatech und der eidgenössischen Race Performance-Mannschaft bleiben 8 Teams aus dem Vorjahr bei der Stange. Neu hinzu kommen die unter luxemburgischer Nennung startende DKR Engineering-Equipe mit einem offenen Lola B11/40, die schweizer Morand Racing-Truppe, in der Natacha Gachnang als Lead-Pilotin gesetzt ist, und das britische Orex Competition-Team.

Ein Fragezeichen muss über der LMPC-Klasse gesetzt werden. Während in den USA in der ALMS die Klasse boomt, sind die einzigen 3 Nennungen in der europäischen Serie von Oreca selbst getätigt worden. Die Aussicht, hier quasi gegen die Werksmannschaft fahren zu müssen, hat selbst das letztjährige Meisterteam von Boutsen abgehalten, eine eigene Nennung abzugeben. Hier wird sich über die Saison zeigen müssen, ob die Idee eines Serviceeinsatzes durch den Hersteller nicht ein Schuss war, der für die Serie nach hinten losgegangen ist.

Die GTE-Klasse ist kundensport-freundlich nur noch als Am-Kategorie ausgeschrieben worden. Mit 10 Autos fällt der Zuspruch für diese Idee zunächst einmal positiv aus. 6 Ferrari der Teams RAM-Racing, AF Corse, JMW-Motorsport und Kessel Racing (mit Phillip Peter auf dem F458) treten gegen 3 Porsche von IMSA-Performance, Prospeed Competition und Autorlando sowie eine Larbre-Corvette an. Anders als im letzten Jahr kann auch in dieser Klasse ein enger Kampf um die Klassensiege erwartet werden.

Angesichts eines im Vergleich zum Vorjahr frühzeitig festgelegten Reglementsrahmens (nur noch GT3!) haben sich nun endlich 5 Teilnehmer für die GTC-Klasse gefunden. Interessant dürfte das Debüt der niederländischen Kox Racing-Mannschaft von Peter Kox werden, der zusammen mit Landsmann Nico Pronk einen Lamborghini Gallardo LP600 als Pilot und Teamchef einsetzen möchte. Konkurrenz findet sich hier in Gestalt von 2 AF Corse-F458, einem zusätzlichen Autorlando-Porsche und einem Audi R8 LMS GT3, der unter der amerikanischen Nennung von Momo Megatron DF1 eingeschrieben ist. Allerdings sollten zumindest auf die letztere Nennung keine übertriebenen Hoffnungen gesetzt werden. Dafür haben aber schon einige Teams Gaststarts in der ELMS angekündigt - Infos zu zumindest einem Gaststarter aus dem deutschsprachigen Raum werden in Kürze auf diesen Seiten zu finden sein.

Auch wenn die nun veröffentlichte Liste auf den ersten Blick ein deutlicher Sprung nach vorne gegenüber der letzten Saison ist, als die Serie angesichts der Abwanderung des Gros der Teilnehmer kollabrierte, so bleiben angesichts noch vieler unbemannter Cockpits noch einige Fragezeichen offen. Auch müssen sich noch einige Newcomer als zuverlässige und regelmässige Teilnehmer beweisen. Festzuhalten bleibt, dass der Zuspruch aus dem deutschsprachigen Raum bislang mehr als überschaubar ist: Mit Ausnahme der beiden Schweizer Piloten Michael Frey und Patrick Niederhauser (Race-Performance) sowie dem Alpenländer Philipp Peter sucht man Teams und weitere Piloten aus Deutschland und Österreich bislang vergebens in der Liste – und das, obwohl die Serie mit einem 3h-Rennen am Red Bull Ring wieder in den deutschsprachigen Veranstaltungsraum zurückkehrt. Zumindest ist durch die Veranstaltungs-Kooperation mit der World Series by Renault und der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft in Silverstone der Kostenrahmen ein wenig entspannter geworden, so dass bei unter 25 Teilnehmern nicht automatisch eine Absage der Serie droht. Die weitere Entwicklung der Liste sollte daher aufmerksam verfolgt werden.

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 8. Februar 2013 )
 
TDS-Racing setzt 2013 auf LMP2 und GT3 Drucken E-Mail
Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 21. Januar 2013

TDS Racing wird sich 2013 neben dem Prototypen-Programm noch ein Standbein im GT-Sport schaffen. Die Meistermannschaft aus der Europäischen Le Mans Serie 2012 – bei den nur 3 Wertungsläufen in Le Castellet, Donington und Road Atlanta schnitt die französische Equipe mit den Piloten Pierre Thiriet und dem mittlerweile zu Rebellion Racing abgewanderten Schweizer Mathias Beche als bestes LMP2-Team ab – will auch 2013 die Nr. 1 auf den Flanken ihres Oreca O03 tragen und hat sich daher einem Bericht unserer Kollegen von Endurance-Info.com folgend für die komplette Saison eingeschrieben. Zudem will man auch das 24 Stunden Rennen von Le Mans unter die Räder nehmen, das man 2012 mit einem 2. Klassenrang mit nur einer Runde Rückstand hinter den LMP2-Siegern von Starworks Motorsport beendete.

Zudem will die Crew der beiden Teambesitzern Xavier Combet und Jacques Morello ihre Rennaktivitäten nun auch auf die prosperierende GT3-Szene ausweiten. Die Mannschaft hat sich dafür zwei BMW Z4 GT3, zugelegt mit denen man sowohl die nationale GT-Tour-Serie als auch die Blancpain Endurance Serie bestreiten will. Verhandlungen über die Verpflichtungen von Piloten laufen bereits. Allerdings wird erst nach deren Abschluss festgelegt, ob man beide Autos einsetzt oder jeweils nur ein Chassis in beiden Serien an den Start bringt.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 21. Januar 2013 )
 
Morand Racing - ein LMP2-Morgan für die ELMS Drucken E-Mail
Le Mans Series
Geschrieben von Rene Jüptner   
Sonntag, 20. Januar 2013

In 2013 startet das Schweizer Morand Racing Team mit einem LMP2 Morgan in der Europäischen Le Mans Serie. Ebenfalls möchte man beim 24 Stunden Rennen von Le Mans starten, so denn der ACO die Nennung annimmt.

Morand Racing hat in über 12 Jahren viele verschiedene Motorsport-Serien bestritten, u.a war man in der Formula Le Mans aktiv und auch beim – zugegebener Maße nicht richtig erfolgreichen – ersten LMP1 mit Hybridantrieb, dem Oreca Swiss Tech des Hope Pole Vision-Teams in Le Mans (Foto rechts von dessen Präsentation 2011), war man mit beteiligt.

In den nächsten Wochen soll mehr über die Fahrer und Partner der neuen Mannschaft bekannt gemacht werden.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 19. Januar 2013 )
 
Jota verstärkt sich 2013 mit britischem Nachwuchstalent Drucken E-Mail
Le Mans Series
Geschrieben von Rene Jüptner   
Donnerstag, 17. Januar 2013

Für 2013 sichert sich das britische Team Jota ein junges britisches Talent namens Oliver Turvey. Turvey kommt aus Penrith, ist 25 Jahre jung und machte erstmals 2006 richtig auf sich aufmerksam, als er die McLaren Autosport BRDC Auszeichnung für sich entscheiden konnte. Danach folgten Erfolge in der britischen F3 sowie GP2 und Formel Renault 3,5. 2011 fungierte er als Entwicklungs-Fahrer für das McLaren MP4-12C GT3-Projekt.

Nun macht Oliver Turvey den nächsten Schritt und startet mit dem LMP2-Zytek des Team Jota in der Europäischen Le Mans Serie. Daneben möchte man bei ausgewählten Läufen der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und beim 24 Stunden Rennen von Le Mans - vorausgesetzt der ACO akzeptiert Jota´s Nennung.

Oliver Turvey: „ Ich freue mich sehr, 2013 mit Jota Motorsport zusammen zu arbeiten und kann es gar nicht abwarten, mich hinter das Lenkrad des LMP2 Zytek-Nissan zu klemmen. Ich bin optimistisch 2013 eine erfolgreiche Saison mit Jota Motorsport zu haben“.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 16. Januar 2013 )
 
Boutsen-Ginion mit ELMS- und BES-Plänen für 2013 Drucken E-Mail
Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Mittwoch, 28. November 2012

Boutsen-Ginion Racing will das in 2012 absolvierte Rennprogramm 2013 weiter fortführen. Wie unsere Kollegen von Endurance-Info.com in der letzten Woche meldeten, will man sich dabei im Prototypenbereich auf die Teilnahme des teameigenen Oreca O3 LMP2 an der Europäischen Le Mans Serie konzentrieren. Die belgische Mannschaft unter Teamchef Oliver Lainé und Berater Thiery Boutsen will nach Möglichkeit mit einer durchgehenden Besatzung die fünf 3h-Rennen bestreiten und auch beim 24 Stunden Rennen von Le Mans wieder teilnehmen. Ob nebenher auch wieder daran gedacht ist, den LMPC einzusetzen, mit dem man bei lediglich zwei Läufen den Klassentitel in der Europäischen Le Mans Serie und damit auch den Einladungsplatz für Le Mans 2013 einfahren konnte, geht aus den Teaminfos bislang nicht hervor.

Nebenbei plant die Manschaft aus dem 25 km südöstlich von Brüssel gelegenen Wavre auch wieder ein Engagement in der Blancpain Endurance Serie, wo man zuletzt 2 McLaren MP4-12C GT3 an den Start brachte. Der Saisonauftakt 2013 bei den 24 Stunden von Dubai wird hingegen mit dem Renault Megane des Teams absolviert, wobei allerdings in der Megane Euroserie kein Engagement mehr angestrebt zu sein scheint - der Tourenwagen-Bolide ist zum Verkauf ausgeschrieben.

Einer der Piloten 2012 war der Deutsche Jens Petersen, der Ende 2011 aus der LMPC -Klasse kommend Kontakte zur belgischen Mannschaft aufbaute. „Mein Programm mit Boutsen-Ginion Racing war fixiert auf die 1.000 km Spa, wo wir bei unserer FIA Langstrecken Weltmeisterschafts LMP2-Premiere einen guten 5. Platz belegen konnten und eben die 24 Stunden Rennen von Le Mans. Ein 5. Platz bei den LMP2 bzw. ein Ergebnis in den Top 12 gesamt wäre auch dort für uns möglich gewesen.  Leider hatten wir jedoch einige kleinere und größere technische Probleme. Neben drei Reifenschäden gab es eine gebrochene Hinterrad-Aufhängung, Probleme mit der Benzin-Reservepumpe sowie eine gebrochene Lenkung. Allein die Standzeit in der Box war dadurch rund 60 Minuten länger als bei den Top 5 der LMP2, hinzu kam noch die Zeit das Auto über die sehr lange Strecke jeweils zurück an die Box zu bringen.

boutsen_oreca_petersen.jpgAber letztlich haben wir das Ziel als 10. in der mit 20 Autos quantitativ und mit 15 Platin- sowie 18 Goldfahrern qualitativ in diesem Jahr mega stark besetzten LMP2- Klasse erreicht, in der sicherlich einige Teams durch die Erfahrung in vergangenen Rennen und mehrere Testtage im Vorfeld der 24h Le Mans sehr gut vorbereitet angetreten sind. Und bekanntlich ist die Zielankunft bei den 24h Le Mans schon ein Erfolg und ich bin happy dies bereits bei meinen ersten Antritt erreicht zu haben. Dies ist natürlich immer ein Teamerfolg und insofern geht mein ausdrücklicher Dank an das gesamte Team Boutsen-Ginion Racing und natürlich auch meine beiden Fahrerkollegen. Es ist schon ziemlich einzigartig, in der Nacht in einem offenen Prototyp mit 300 km/h über eine französische Landstraße zu glühen - das war definitiv Klasse!“

Ob Petersen der belgischen Mannschaft treu bleibt, ist angesichts mehrerer für 2013 parat stehender Optionen noch nicht sicher. Die Mannschaft wäre aufgrund der positiven Erfahrungen einer der Kandidaten für eine LMS-Rückkehr des deutschen Privatfahrers in der kommenden Saison.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 28. November 2012 )
 
Race Performance plant drittes Jahr mit Oreca Drucken E-Mail
Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Mittwoch, 14. November 2012

Laut unseren Kollegen von Endurance-Info.com plant die schweizer Race Performance-Mannschaft weiter mit ihrem Oreca 03 für die kommende Sasion. Laut Ausagen von Pilot Michel Frey wägt das Team aus dem eidgenössischen Münsingen im Kanton Bern derzeit die Optionen zwischen der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und der Europäischen Le Mans Serie 2013 ab. Daneben will man auch wieder als Saisonhöhepunkt die 24 Stunden von Le Mans bestreiten.

Die Schweizer planen als eines der wenigen Teams 2013 dem englischen Motorenbauer Judd die Treue zu halten. Während das Gros der Oreca-Kundenteams (Signatech, TDS Racing, Murphy Prototypes, ADR-Delta, Pecom Racing, Boutsen-Ginon Racing) auf Nissan-Triebwerke setzt, halten die Schweizer seit ihrem Einstieg in die Langstreckenszene 2010 an den englischen Motoren fest. Die britische Schmiede hatte 2012 ein wahres Seuchenjahr: In Le Mans platzten die Treibsätze reihenweise weg - nur 2 von 8 mit Judd gestarteten Teams kamen ins Ziel. Beste Judd-Mannschaft war dabei auf P26 die eidgenössische Crew, die allerdings auch mehrere Stunden damit verbrachte, in der Box die Innereien des Motors aus ihrem Ölfilter zu kratzen.

Das restiche Programm der schweizer Crew, in der Michel Frey, Jonathan Hirschi und Ralph Meichtry sich das Lenkrad teilten, gestaltete sich recht übersichtlich. Aufgrund der Verkürzung der unterbesetzten Europäischen Le Mans Serie nahm das Team lediglich an der Auftaktrunde am HTTT und ersatzweise an den 6h von Spa teil. Während man bei der Runde in Le Castellet noch P5 belegte, stand in Spa ein Ausfall nach 45 Runden zu Buche.

Die Mannschaft steht nach den Worten von Frey dem neuen 3h-Format der Europäischen Le Mans Serie positiv gegenüber, da dort eine Besatzung von zwei Piloten aufgrund der reduzierten Kosten ausreicht. Von der Verpflichtung eines dritten Piloten würde hingegen das Engagement in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft abhängen.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 13. November 2012 )
 
GTC-Klasse der ELMS gehört nun exklusiv den GT3 Drucken E-Mail
Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Sonntag, 4. November 2012

Der ACO hat bekanntgegeben, das die Zulassungsbestimmungen für die GTC-Klasse der Europäischen Le Mans Serie im kommenden Jahr geändert werden. Die Klasse ist nun exklusiv den vorher beim ACO so ungeliebten GT3-Fahrzeugen vorbehalten. Diese Regelung gilt für alle aktuell FIA-homologierten GT3-Fahrzeuge. Die noch in der letzten Saison zugelassenen Cup-Fahrzeuge – der Ferrari F430 Challenge, der Lotus Evora GT4 Enduro und der Porsche 911 GT3 Cup – verlieren hingegen ihre Zulassung für die Klasse. Damit zieht der ACO die Konsequenzen aus der Tatsache, dass die GTC in der letzten Saison keine einzige Nennung der drei nun gestrichenen Modelle verzeichnen konnte.

Gerard Neveu, neuer Chef-Organisator der Serie verspricht sich von der Kehrtwende bezüglich der Klasse eine positive Resonanz: “... Wir haben bereits mehrere Teams die GT3-Wagen in der GTC-Klasse der Europäischen Le Mans Serie an den Start bringen wollen. Das Feld wird durch diese frühzeitige Entscheidung 2013 einen positiven Schub bekommen.”

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 4. November 2012 )
 
ELMS 2013: 5 3h-Rennen geplant Drucken E-Mail
Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Sonntag, 21. Oktober 2012

htttrace1.jpgIm Rahmen des Saisonfinales der Europäischen Le Mans Serie 2012 beim Petit Le Mans hat die neue Organisation der Serie - die LMEM, die unter ihrem Leiter Gerard Neveu auch für die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft zuständig ist - den Kalender der Serie 2013 vorgestellt. Im kommenden Jahr will man fünf 3h-Rennen in Zusammenarbeit mit weiteren Serien starten. Aus Kostengründen ist die Renndistanz auf 3h halbiert worden. Gleichzeitig werden die Meetings auf zwei-Tages-Veranstaltungen - Trainings am Freitag sowie am Samstag Quali und Rennen - verkürzt. Das gibt die Gelegenheit, sich mit anderen Serien, so der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft, der FFSA GT und der World Series by Renault die Infrastruktur - wie z.B. die TV-Produktion - zu teilen.

Gefahren wird in England, Italien, Österreich, Ungarn und am HTTT. Müssen die deutschen Teams und Fans erneut auf eine Vorstellung am Nürburgring verzichten, so bietet sich mit dem Red Bull Ring zumindest eine neue Alternative im deutschsprachigen Raum an. Die anderen Veranstaltungsorte - Silverstone (zusammen mit der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft), den Hungaroring, Imola und den HTTT kennt man zumindest von vergangenen Le Mans Serie-Rennen.

Die Nennfrist für die LMS-Saison 2013 die mit den Klassen LMP2, LMPC, GTE Pro, GTE Am und GTC ausgeschrieben ist beginnt am 12. Dezember und endet Mitte Januar.

Der vorläufige Terminkalender lautet wie folgt:
12.-13.4.: Silverstone
17.-18.5.: Imola
19.-20.7.: Red Bull Ring
13.-14.9.: Hungaroring
27.-28.9.: Paul Ricard

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 21. Oktober 2012 )
 
6 ELMS-Teams beim Finale in Amerika Drucken E-Mail
Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Dienstag, 9. Oktober 2012

Ganze 6 Teilnehmer aus der Europäischen Le Mans Serie haben sich nun für das in 10 Tagen  ausgetragene (und nicht an diesem Wochenende wie zuerst fälschlicherweise von uns angegeben) Finale der Serie eingeschrieben, das wie bereits von uns vermeldet im Rahmen des 15. Petit Le Mans gemeinsam mit der ALMS ausgetragen wird. Auf dem Traditionskurs Road Atlanta bei Braselton werden 4 europäische LMP2-Teams und 2 GTE-Am Mannschaften die letzten Titel in der Serie entscheiden. Wie wir bereits vermeldet hatten , war die Verlegung notwendig geworden weil aufgrund organisatorischer Fehlentscheidungen das Gros des Kundenkreises der Serie in diesem Jahr abgesprungen war.

Ursprünglich hatte noch ein siebtes Team gemeldet, doch der Status Grand Prix Lola wurde im Laufe der letzten Woche zurückgezogen. Somit verbleiben die Teams von Oak Racing, Greaves Motorsport, TDS Racing und Murphy Prototypes als europäische Teilnehmer, die sich mit den arrivierten ALMS-Teams von Level 5 Motorsport, Conquest Endurance und Dempsey Racing einen interessanten europäisch-amerikanischen Schlagabtausch in der mit 8 Autos gut besetzten LMP2-Klasse liefern werden. In der extra für die Gaststarter eingerichteten GTE-Am-Klasse duellieren sich der IMSA-Performance -Porsche von Narac/Armindo/Pons mit dem AF Corse-Ferrari von Perrazini/Cioci/Griffin. Damit auch dort das Podium nicht unterbesetzt bleibt das das amerikanische Extreme Speed Motorsport-Team flugs einen seiner Ferraris dort gemeldet. Die Ferrari-Mannschaft spielt damit Vorreiter für die kommende Saison, da die GTE-Am-Klasse nun auch in der ALMS eingeführt werden soll. Deutschsprachige Teilnehmer finden sich leider in keinem der Autos wieder.

Das PLM markiert den vorläufig letzten Auftritt der Europäischen Le Mans Serie für die aber immerhin schon erste Nachfolgetermine für 2013 angekündigt wurden. So soll ein gemeinsames Auftaktwochenende für Europäischen Le Mans Serie und FIA Langstrecken Weltmeisterschaft im kommenden April in Silverstone erfolgen. Weitere Details zur Serie müssen der ACO bzw. der neue Organisator Gerard Neveu nun flugs in den nächsten Tagen nachschieben. Sonst droht der ELMS 2013 das selbe Schicksal wie 2012, als ein zu spät bekannt gegebener und obendrein unattraktiver Kalender die Teambesitzer zuhauf in andere Serien abwandern liess.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 9. Oktober 2012 )
 
ACO ernennt neuen Organisator für die ELMS Drucken E-Mail
Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Samstag, 25. August 2012

Der ACO hat bezüglich der Europäischen Le Mans Serie eine erste Organisationsentscheidung getroffen. Wie der französische Verband mitteilte übernimmt das Le Mans Endurance Management unter ihrem Leiter Gerard Neveu die Organisation der Serie von Peter Auto, dem von Organisator Patrick Peter geleiteten Team. Neveu, derzeit schon auf Seiten des ACO Organisationsleiter der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft, ist damit für die beiden wichtigsten Serien des Verbandes persönlich verantwortlich. Patrick Peter bleibt der Serie erhalten, wechselt aber als Berater in das ELMS-Komitee, das über Regeländerungen entscheidet.

Damit setzt der ACO ein Zeichen, dass er die Serie, die den bisherigen Organisatoren in diesem Jahr völlig entglitten war, als wichtigen Unterbau der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft fortzuführen gedenkt. Unattraktive Strecken, ein all zu passiver Umgang mit den Kundenteams und ein über Jahre hinweg nicht den Ansprüchen der Serie genügendes Marketing hatten dazu geführt, dass dem ACO in diesem Jahr angesichts starker Konkurrenzserien wie der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und der Blancpain Endurance Serie die Kunden scharenweise davon liegen. Zum letzten Rennen in Donington Park starteten statt der vollmündig zur Jahreswende angekündigten 50 Autos gerade einmal 14 Teams - ein wirtschaftliches Desaster für die Serie die zu Glanzzeiten wirklich an die 50 Starter hatte.

Mit Patrick Peter ist der Schuldige an der Krise nun auch vom ACO mehr oder minder weggelobt worden. In wenigen Wochen sollen schon der neue Kalender der Serie für 2013 – der in diesem Jahr viel zu spät veröffentlicht wurde und für die Kunden viel zu enttäuschend ausfiel – deutlich früher veröffentlicht werden, zusammen mit einem überarbeiteten sportlichen- und Marketing-Konzept.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 25. August 2012 )
 
ELMS sagt Rennen in Brünn und Portimao ab Drucken E-Mail
Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Samstag, 21. Juli 2012

startdonington.jpgDie Europäische Le Mans Serie hat die letzten beiden geplanten Rennen in Brünn und an der Algarve abgesagt - statt dessen wurde das Finale nun nach Amerika verlegt. Beim Petit Le Mans in Road Atlanta soll das verbleibende Feld nun ein gemeinsames Finale mit der ALMS ausfahren. Dort sollen auch die ELMS-Wildcards für Le Mans 2013 und die Titel in der Serie - nach dann nur 3 Rennen – ausgefahren werden.

Der Grund ist offensichtlich, wenn man sich das nebenstehende Foto vom Rumpffeld in Donington Park ansieht. Der letzte Rest vom Schützenfest der Europäischen Le Mans Serie umfasste beim zweiten Lauf in England (die eigentliche 2. Runde in Zolder war schon zuvor abgesagt worden) nur noch 13 Autos. Offiziell machen der ACO und die ELMS-Orga dafür die schlechte wirtschaftliche Situation und die zahlreichen konkurrierenden GT-Serien in Europa dafür verantwortlich, dass kaum noch Teilnehmer in der GTE- und LMPC-Klasse zu finden sind. Die eigenen Versäumnisse unterschlägt man nach wie vor dezent. So bemühte man sich nicht ernsthaft um Ersatz für die in die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft abgewanderten Teams und ersetzte statt dessen die traditionsreichen namhaften 1000km-Rennen durch No-Name-Events auf Strecken wie Zolder und Brünn. Selbst die VdeV-Serie hat zur Zeit namhaftere Rennen im Kalender – zu einem Bruchteil der Nenngebühr der Europäischen Le Mans Serie. Warum man nicht wie im vergangenen Jahr zumindest 2 gemeinsame Highlight-Rennen mit der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft plante - in Spa-Francorchamps und Silverstone hat eh das LMP2-Teilnehmerfeld der ELMS gemeldet - und statt dessen die nun abgesagten Rennen ansetzte, wird das Geheimnis der Organisatoren um Patrick Peter bleiben.

Auch die jetzige Lösung dürfte nicht bei den meisten Teams auf Gegenliebe stossen. Die Reise in die USA ist immerhin mit logistischen Zusatzkosten verbunden, so dass zu bezweifeln bleibt, ob alle Teilnehmer sie antreten werden. Auch gibt es noch keine Hinweise, ob die Europäische Le Mans Serie den Teams dafür einen Teil der Nenngebühren erstattet oder den Transportkosten zuschiesst. Immerhin gibt es dafür beim PLM wieder ein vorzeigbares Feld und einen Kräftevergleich der Teams in Europa und den USA zu sehen. Wie und ob es 2013 für die europäische Serie weiter gehen soll, bleibt abzuwarten.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 21. Juli 2012 )
 
Oak-Nissan gewinnt die 6h von Donington Drucken E-Mail
Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Montag, 16. Juli 2012

oakwinner6hdon.jpgDer Oak Racing-Morgan-Nissan von Oliver Pla, Bertrand Baguette und Dimitrj Enjalbert hat mit den 6h von Donington die 2. Runde der Europäischen Le Mans Serie 2012 gewonnen. Die französische Crew kreuzte die Ziellinie am Sonntag mit 21s Vorsprung auf den TDS Racing Oreca-Nissan von Mathias Beche / Pierre Thiriet. Weitere 10,7s dahinter kam der Oreca der britischen Murphy Prototypes-Mannschaft auf das Podium. Die irische Crew um die Piloten Warren Hughes, Jody Firth und Brian Hartley kostete mutmasslich ein Dreher von Hughes den Rennsieg. Dieser und ein dadurch später notwendiger Wechsel der Fronthaube warfen das Team hinter die beiden französischen Crews zurück.

Mit dem 4. Platz verpasste der Sebastian Loeb Racing-Oreca das Podium nur sehr knapp. Die GTE-Klasse gewann der JMW-Ferrari von Johnny Cocker und Allan Simonsen, der kurzfristig für den verhinderten James Walker eingesprungen war. Dahinter komplettierten der IMSA-Performance-Porsche und der AF Corse-Ferrari das Podium. Die einzige Ausfälle des Rennens betrafen den Team Jota-Zytek (Unfall) und den Status Grand Prix-Lola (Lichtmaschine).

Als nächste Runde stehen nun die 6h von Brünn am 9. September auf dem Plan. Grosse Erwartungen auf ein wachsendes Feld sollte man angesichts der augenblicklichen Lage der Serie – in England waren nur 13 Starter präsent – für diesen Lauf nicht allerdings hegen.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 16. Juli 2012 )
 
ELMS - Donington: Oak-Morgan auf der Pole Drucken E-Mail
Le Mans Series
Geschrieben von Harald Gallinnis   
Sonntag, 15. Juli 2012

oak24pole.jpgDer Oak Racing-Morgan von Matthieu Lahaye und Teambesitzer Jacques Nicolet steht bei den 6h von Donington auf der Pole-Position. Lahaye setzte sich mit einer 1:20,921 gegen den TDS Racing-Oreca von Mathias Beche durch, der sich mit 0,142s hinter dem Polesetter einreihen musste. Die 2. Startreihe für das heute um 12:55 MEZ beginnende zweite Rennen der Europäischen Le Mans Serie bilden der Team Jota Zytek von Dolan / Hancock und der Oak Racing- Morgan-Nissan von Pla / Baguette / Enjalbert.

Bei den GTE steht der JWM-Ferrari auf der Pole. Allerdings muss das Team nun über Nacht noch einen Co-Piloten für Pole-Fahrer Johnny Cocker organisieren, da James Walker wegen der Geburt seines ersten Kindes abreisen musste. Der Brite wird nun durch Allan Simonsen ersetzt werden.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 17. Juli 2012 )
 
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