Die Fans historischer Rennwagen werden auch am Pfingstwochenende im Rahmen des 24 Stunden Rennens am Nürburgring voll auf ihre Kosten kommen. Das ADAC 24h Classic Rennen wird auch dieses Jahr eine tolle Show bieten. Ein Blick in die Starterliste untermauert diese These. Die sechs Seiten lange Starterliste umfasst 154 Fahrzeuge der Baujahre 1966 bis 1988.
Eine besondere Bereicherung werden die Gruppe 5-Rennwagen sein, die wohl auch den Sieg unter sich ausmachen werden. Daniel Schrey startet auf einem Porsche 935 K1 Turbo von Kremer Racing. Wer weiß wie gnadenlos der Rietberger mit den klassischen Porsche auf der Nordschleife zu Werke gehen kann, dem dürfte wohl klar sein, dass er nur schwer zu halten sein. Allenfalls Michael Schrey, ebenfalls auf einem K1 genannt, könnte ihm in der Anfangsphase die Stirn bieten. In der Summe dürften er und sein Vater aber das Nachsehen haben. Aber auch Dr. Edgar Althoff darf man, trotz fehlender Turbopower in der „Lila Kuh“, einem ehemaligen Porsche 911 RSR von Günter Döbler (Foto), nicht vergessen.
Dahinter dürften sich die Gruppe 4-Rennwagen wohl einreihen. Charles Voggenreiter auf einem Porsche RSR gehört in dieser Klasse zu den Schnellsten. Auch auf 911-RSR-Breite hat dieses Jahr Christian Teichert aufgerüstet. Der sympathische Kölner hat sich die professionelle Unterstützung von Ex-DTM-Meister Kurt Thiim gesichert. Beide peilen eine Platzierung unter den besten Zehn an.
Zwei flache M1-Flunder werden die BMW-Fans rund um die Nordschleife sehen. Mark Bullit sowie Achim Heinrich, der unterstützt wird von Marco Schelp, versuchen sich der Porsche-Armada zu erwehren. Immer mehr in die Youngtimer-Szene hinein wachsen die DTM-Rennwagen der ersten Generation. Kai Riebetz und Peter Röllighoff haben in der Vergangenheit eindrücklich unter Beweis gestellt, was mit einem BMW M3 E30 alles möglich sind. Es wäre nicht verwunderlich, wenn beide die Schnellsten der Klassen A+B sein würden.
Die Liste der Exoten hält sich dieses Mal in Grenzen. Trotzdem darf sich der Nordschleifen-Fan auf ein buntes Spektakel mit Audi 50, Ford Escort, Porsche 924, Alfa Giulia, Renault R5 Turbo, NSU TT, Opel Manta, BMW 635 CSI, Suzuki Swift und, und, und … freuen.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 16. Mai 2013 )
Am vergangenen Wochenende fand im Rahmen der Hockenheim-Historics auch der Saisonauftakt der Supersport-Serie statt. Die Starterliste für den Super Sports-Lauf um den Petronas Lubricants Pokal war mit 25 Fahrzeugen darunter 6 CAN-AM Boliden zunächst recht vielversprechend. Doch leider gibt es zur Zeit in der historischen Motorsportszene erhebliche Umbrüche. Zum einen können die Veranstalter die immens hohen Kosten verursacht durch die neue FIA-Gebührenstrucktur nicht aufbringen, zum anderen fehlt einigen Serien die Bereitschaft zum Schulterschluss. Dies bekamen auch die Veranstalter der Bosch Hockenheim Historic zu spüren. Waren in den letzten Rennen noch die Teilnehmer aus der Martini Trophy mit ihren 2 Ltr. Sportprototypen bzw. aus der Master Serie am Start, hatte in Hockenheim kein britischer Fahrer bei den Super Sports gemeldet. Nach mehreren kurzfristigen Absagen dezimierte sich das Starterfeld auf 17 Fahrzeuge.
In Rennen 1 gab es zum ersten Mal in der langen Historie der Hockenheim Historic einen Osella-Doppelsieg bei den Super Sports. Silvio Kalb gewann dank einem Reifenpoker auf abtrocknender Strecke in seinem Osella-PA5b-Leihwagen souverän das Rennen um den Petronas Pokal mit einer Runde Vorsprung auf Werner Frenz und dem Can-Am Piloten Dr. A. Lienau auf einem McLaren M6B. Auf den weiteren Plätzen folgte das Schweizer Trio B. Eggimann (Cheetah G601), K. Huggenberger (Daren MK3) und F. Haas (Ginetta G12).
In Lauf 2 gab es am Ende einen McLaren-Doppelsieg: Peter Hoffmann gewann vor M. Campagne und W. Frenz im Osella-BMW, der noch am McLaren von Dr. Lienau vorbei ziehen konnte und somit einen Dreifach-Erfolg von den Can-Am McLaren verhinderte. Auf den weiteren Plätzen folgten B. Eggimann (Cheetah G601), V. Rivet (Chevron B19) und R. Stutz (Cheetah G501).
Der ausführliche Rennbericht zu beiden Läufen ist unter diesem Link einzusehen.
Schon traditionell startet der historische Motorsport bei den Hockenheim Historic vom 19.-21. April 2013 in die neue Saison. Ein absoluter Höhepunkt bei den Hockenheim Historic sind die Rennen des Super-Sport-Festivals um den Petronas-Lubricants Pokal. Bei diesen Rennen werden Sportprototypen aus drei verschiedenen Rennserien an den Start gehen, das ist einmalig in Europa.
Neben den schnellen 2 Ltr.-Prototypen aus der HSCC Martini Trophy, mit so bekannten Marken wie Chevron, Lola, Osella und March, werden auch Fahrzeuge aus der Interserie der 70er Jahre am Start sein. Aus dem Canadian-American-Challenge-Cup kommen die großen Big Bangers nach Hockenheim. Diese sind mit Motoren mit bis zu 8,8 Ltr. Hubraum und einer Leistung von 750 PS bis über 1000 PS bei Turboaufladung ausgestattet. Ein besonderen Leckerbissen wird dabei der schwarze UOP-Shadow MK3 des Italieners Matteo Tullio sein. Dieses Fahrzeug wurde 1972 in der Can-Am Serie von Jackie Oliver und dem Brasilianer Carlos Pace pilotiert. Jackie Oliver wurde damit Zweiter in Mid Ohio, Dritter in Donnybrooke und Vierter beim Saisonfinale in Riverside. Carlos Pace hingegen hatte nur einen Einsatz in Edmonton und kam dabei auf dem 4. Rang ins Ziel.
Zu den Favoriten um den Petronas-Lubricants-Pokal zählen in Hockenheim Timo Scheibner im Lola T222 (Laufsieger 2012), Peter Schleifer im STEED-Lola T310 und der Lokalmatador Peter Hoffmann im McLaren M8F. Für Spannung ist also gesorgt, zumal - wenn die Streckenverhältnisse etwas rutschig sind - die Stunde der schnellen 2 Ltr.-Piloten schlägt. So geschehen im letzten Jahr, als der Schotte M. O`Connell auf einem Flügellosen Chevron B19-Ford bei feuchter Piste, die Konkurrenz in Grund und Boden fuhr!
Weitere Höhepunkte dieser Veranstaltung werden die Fahrzeuge des "Race History on Track" sein. Neben den vielen Marken-Treffen gibt es auch wieder den Weltrekordversuch "Das größte rollende Automobile Museum der Welt" auf die Beine zu stellen, um den aktuellen Weltrekord aus dem Jahr 2002 - aufgestellt mit 948 Oldtimern auf der G.P.-Strecke in Zandvoort - zu brechen.
Die Hockenheim Historic zählt mit über 20 000 Zuschauern in den letzten Jahren , zu den absoluten Top-Events im Historischen Motorsport in Europa. Neben der Fa.Bosch , konnte mit Petronas-Lubicants Deutschland , ein weiterer Premium-Partner für diese Veranstaltung gewonnen werden. Anfang des Jahres kam mit der Allianz-Versicherung ein weiterer wichtiger Sponsor mit hinzu.
Hans Herrmann, einer der erfolgreichsten und bekanntesten Werksrennfahrer in der Geschichte der Porsche AG, feiert heute seinen 85. Geburtstag. Der 1928 in Stuttgart geborene Langstreckenspezialist gilt als einer der zuverlässigsten Rennfahrer seiner Zeit. Während seiner von 1952 bis 1970 dauernden Motorsportkarriere erzielte Herrmann mehr als 80 Gesamt- und Klassensiege.
Hans Herrmann begann seine Rennsportkarriere Anfang 1952 auf einem privaten Porsche 356 1500 und der Teilnahme an Bergrennen, Rallyes und Zuverlässigkeitsfahrten. Ein Jahr darauf erzielte er zusammen mit Richard von Frankenberg bei der Rallye Lyon-Charbonnieres den fünften Gesamtplatz. Porsche-Rennleiter Huschke von Hanstein nahm ihn daraufhin in die Porsche-Werksmannschaft auf. Im 550 Spyder ging Hans Herrmann 1953 beim 24 Stunden Rennen von Le Mans an den Start und holte zusammen mit Helmut Glöckler auf Anhieb den ersten Platz in der 1,5-Liter-Hubraumklasse. Nachdem sich Herrmann 1953 den Titel des Deutschen Sportwagenmeisters gesichert hatte, wurde der legendäre Mercedes-Benz Rennleiter Alfred Neubauer auf ihn aufmerksam und berief den 26-jährigen in seine Werksmannschaft. In der Königsklasse des Motorsports steuerte Hans Herrmann den Mercedes-Silberpfeil W 196 und bildete mit Spitzenfahrern wie Juan Manuel Fangio und Karl Kling ein Team. Parallel dazu startete er 1954 weiterhin für Porsche in den kleineren Hubraumklassen. Im 550 Spyder erzielte er vielbeachtete Klassensiege bei der Mille Miglia und der Carrera Panamericana.
Als sich Daimler-Benz im Nachklang der Le Mans Katasdrophe im Jahr 1955 vom Rennsport zurückzog, folgten für Hans Herrmann Formel 1-Einsätze auf Maserati und BRM sowie Rennteilnahmen als Borgward-Werksfahrer. 1957 wurde er Vize-Europa-Bergmeister, bevor er 1959 in das Porsche-Werksteam zurückkehrte. Zusammen mit Joakim Bonnier erzielte Hans Herrmann 1960 auf dem Porsche 718 RS60 Spyder den Gesamtsieg bei der Targa Florio sowie im Porsche 718/2 das Formel 2-Championnat. Bei den 12 Stunden von Sebring siegte er gemeinsam mit Olivier Gendebien.
Nach einem 3-jährigen Gastspiel von 1963-65 im Rennstall von Carlo Abarth kehrte er 1966 erneut in die Porsche-Werksmannschaft zurück. Das Porsche-Werksteam erzielte mit den Piloten Hans Herrmann, Jo Siffert, Vic Elford und Rolf Stommelen 1969 erstmalig für die Porsche KG die Markenweltmeisterschaft der Prototypen. 1970 gelang Hans Herrmann ein fulminanter Abschluss seiner Karriere: Bei seinem elften Le Mans-Start brachte er im Porsche 917 KH den ersten Gesamtsieg nach Zuffenhausen. Er nahm diesen motorsportlichen Höhepunkt als Anlass, sich mit 42 Jahren vom aktiven Rennsport zurückzuziehen. Hans Herrmann lebt seitdem mit seiner Frau Magdalena in der Nähe von Stuttgart und hat als erfolgreicher Geschäftsmann das Unternehmen „Hans Herrmann Autotechnik“ aufgebaut. Als Pilot historischer Rennfahrzeuge ist Hans Herrmann zudem bis heute auf zahlreichen Oldtimer-Veranstaltungen für das Porsche-Museum aktiv.
Letzte Aktualisierung ( Samstag, 23. Februar 2013 )
Der von dem Günzburger Peter Schleifer organisierte Canadian-American Challenge Cup startet mit einer exklusiven Einladung in die neue Motorsport-Saison 2013. Auf Einladung von VHRR Australien werden einige CanAm-Boliden bei der größten australischen Veranstaltung für historische Fahrzeuge, dem Philipp Island Classic vom 8.-10. März 2013, teilnehmen. Peter Schleifer wird hierbei von dem Engländer Andy Newall von Gelscoe Motorsport unterstützt, der monatelang die Logistik für den Transport der CanAm-Boliden organisierte.
In Australien werden nicht weniger als drei McLaren M8, zwei Lola (T310 - Foto - und T70), ein March 717, zwei Matras 670 und noch einige Fahrzeuge mehr starten. Das Ganze wird dann eine Woche später nochmals getoppt, indem die CanAm-Boliden im Rahmenprogram des Formel 1-Auftaktes 2013 in Melbourne auftreten.
Der Startschuss für die europäische Motorsport-Saison fällt dann von 19.-21. April 2013 in Hockenheim. Beim Bosch Hockenheim Historic werden die CanAm-Boliden im Rahmen des Super Sports Festival um den Petronas Lubricants Pokal an den Start gehen.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 21. Februar 2013 )
Ein absolutes Highlight am vergangenen Wochenende beim 40. Oldtimer Grand Prix waren die Revival Rennen der Deutschen Rennsportmeisterschaft. Mit insgesamt 41 Rennfahrzeugen war es einer der größten Starterfelder beim 40. AvD Oldtimer Grand Prix.
Im Zeittraining dominierten die Porsche 935 K3 das Geschehen - die ersten drei Startplätze gingen an die Marke aus Zuffenhausen. Die Pole sicherte sich Oliver Mathai vor Daniel Schrey und dem Österreicher Armin Zumtobel. Auf dem 4.Platz folgte der erste Ford vom Routinier Peter Mücke mit dem Ford Capri RS 3100.
Das erste Rennen gewann Oliver Mathai im Porsche 935 K3 vor Daniel Schrey im Porsche 935 K3 und Christopher Stahl auf einem Porsche 934/5. In Lauf 2 sicherte sich Oliver Mathai im Porsche 935 K3 einen Doppelsieg vor Peter Mücke im Ford Capri RS 3100 und passend zum Jubiläum "50 Jahre Kremer Motorsport" sicherte sich der neue Teaminhaber Eberhard Baunach im Vaillant Porsche 935 K2, den dritten Platz. Detailliertere Angaben zum Rennverlauf und den Ergebnissen können im Rennbericht auf unseren Seiten eingesehen werden.
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 19. August 2012 )
Bei traumhaften Sommerwetter erlebten die über 50 000 Zuschauer auf dem Nürburgring am vergangenen Wochenende beim 40.ten Oldtimer GP (der Link führt zum ausführlichen Rennbericht auf unseren Seiten) eine tolle Jubiläumsveranstaltung. Mit über 500 Rennfahrzeugen wurde den Motorsportfans eine faszinierende Zeitreise durch den historischen Motorsport geboten. Die Münchener BMW Motorsport GmbH veranstaltete ein Jubiläumsrennen mit prominente Rennfahrern. Ein weiteres Highlight waren die Rennen zur World Sportscar Masters Serie und die Revival-Rennen der Deutschen Rennsportmeisterschaft von 1972-1981.
Beim World Sportscar Masters waren es die italienischen Festspiele des Stefano Rosina auf einem McLaren M8C (Ex-Interserie-Fahrzeug von dem Engländer Chris Craft), der beide Rennen gewinnen konnte. In dem 26 Fahrzeuge umfassenden Starterfeld waren alle bekannten Motorsportmarken u.a. Porsche 910, Ferrari 512, Ford GT40, Lola T70 und McLaren vom M1 bis hin zum M8C vertreten. Bei den schnellen 2 Ltr.-Fahrzeugen waren es die Chevron B19 und Lola T210.
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 17. August 2012 )
Vom 10.-12 August feiert der AvD die 40. Auflage des Oldtimer Grand Prix auf dem Nürburgring. Mit über 600 historischen Rennwagen ist diese Veranstaltung inzwischen eine feste Größe im historischen Motorsport-Kalender.
In diesem Jahr kommt ein weiteres Jubiläum dazu, BMW feiert auf dem Nürburgring 40 Jahre BMW Motorsport GmbH. Dazu hat BMW das eigene Werksmuseum geöffnet und kommt mit 50-60 Fahrzeugen mit M-Technologie in die Eifel. Mit einer großen Anzahl an Ehrengästen - u.a. wird der ehemalige Rennsportchef Jochen Neerpasch und der Technikchef Paul Rosche (auch Nockenpaule oder der Motorenpabst genannt) anwesend sein. Weitere Ehrengäste sind die damaligen Rennfahrer Marc Surer, Jonny Cecotto, Dieter Quester, Marc Hessel, Prinz Leopold von Bayern u.v.a.m. Dazu wird es ein Jubiläumsrennen mit den BMW M1 aus der Procar-Serie und dem BMW 320 Gruppe 5 des legendären BMW Junior Teams geben.
Ein weiteres Highlight sind die Revival-Rennen der Deutschen Rennsportmeisterschaft, wo sich in den 70ern Ford Capri, Porsche 911 und BMW 2002 und in den 80er Jahren Audi Quattro, Rover Vitesse, Mercedes Benz 190 E und BMW M3 spannende Rennen lieferten.
Wie in jedem Jahr wird es die Demonstration des Le Mans Starts vor der Haupttribüne für Rennwagen und GT-Fahrzeuge bis Baujahr 1960/61 geben. Beim World Sportscar Masters (Foto rechts) werden die Sportprototypen aus den 60er- und 70er-Jahren, wie dem Lola T70 oder Ford GT40, sowie den schnellen 2 Ltr. Sportwagen ein Hauch von Le Mans oder den legendären 1000 km Rennen versprühen.
Im Porsche Classic Zelt werden am Samstag weitere Ehrengäste vor Ort sein. So können sich die Motorsport-Fans auf den zweimaligen Le Mans-Sieger (1971 auf Porsche 917 K und 1976 auf Porsche 936) Gijs van Lennep freuen. Auch Walter Röhrl und Hans Joachim Stuck (TÜV-Rheinland Zelt) werden den Motorsport-Fans am Samstag für Autogramm-Wünsche zur Verfügung stehen.
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 7. August 2012 )
Am Wochenende von 13.-15. April finden in Hockenheim die Bosch Hockenheim Historics statt. Durch einen cleveren Schachzug gelang es Wolfgang Huter vom Orga-Team drei Rennserien in einem Rennen zu vereinen. So werden neben der HSCC Martini Trophy und dem Super Sports Cup (wie bereits berichtet) auch der Canadian-American-Challenge-Cup von Initiator Peter Schleifer an den Start gehen.
Dieser Cup startet bereits in seine zweite Saison. In der von Peter Schleifer neu aufgestellten Rennserie sollen vor allem die Big Bangers aus den Jahren 1966-1974 mit ihren bis zu 8,8 Ltr. Hubraum und bis zu 1000 PS starken Motoren aus der legendären CAN-AM Serie an den Start gehen.
Die damaligen Rennen waren sehr populär und hatten ein geniales Erfolgsrezept. Alle namhaften Hersteller wie McLaren, Lola, Chaparral, Ferrari, March oder Porsche ließen ihre gewaltigen PS-Monster von Top-Piloten aus der damaligen Formel 1 pilotieren. Neben den einheimischen Piloten wie Mario Andretti (Ferrari) Peter Revson (McLaren) oder Mark Donohue (Porsche) kamen auch weitere Toppiloten wie Jackie Stewart (Chapperal, Lola), Bruce McLaren und Denis Hulme (beide auf McLaren), Chris Amon (March) oder David Hobbs (McLaren, Lola), um nur einige zu nennen, zum Einsatz. Viele dieser Fahrzeuge waren in den letzten Jahren im Orwell Super Sports Cup zu bestaunen.
Initiator Peter Schleifer geht heute noch einen Schritt weiter und möchte nun auch die Fahrzeuge aus der 1970 gegründeten Interserie und der damaligen Sportwagen-Weltmeisterschaft in seine Serie mit einbinden. Werksteams wie Porsche mit dem 917, Ferrari mit dem 512 oder Lola mit dem T70 nutzten die Rennen zur Interserie für Testläufe zur Markenweltmeisterschaft. So bekannte Piloten wie Jo Siffert, Vic Elford, Derek Bell, Leo Kinnunen, Pedro Rodriguez, Joakim Bonnier oder Willi Kauhsen und Helmut Kelleners lieferten sich dabei in ganz Europa spannende Rennen. Für den Saisonstart in Hockenheim hat Peter Schleifer einen besonderen Leckerbissen parat: Der ex Steed-Lola T310 von David Hobbs aus der Can-Am Serie von 1972 wurde aufwendig restauriert. Eine weitere Rarität bringt der ehemalige Porsche-Designer und Hobbyrennfahrer Harm Lagaaij mit: Sein Shadow AVS MK1-Chevy ist einer der flachesten Can-Am Boliden. Ebenso werden Timo Scheibner mit dem ex-Werks-Lola T222 von Jo Bonnier und Harry Read mit dem ex-Bruce McLaren-M8C an den Start gehen. Lokalmatador Peter Hoffmann wird sein schon bekannten pinkfarbenen McLaren M8F wieder einsetzen. Zudem werden weitere Sportwagen vom Typ Lola T70, Ferrari 512 und div. Porsche 908-917 aus der Englischen Masterserie in Hockenheim erwartet.
Bei den 2 Ltr.Sportwagen erhofft man sich die ersten Synergieeffekte aus der Fusion zwischen HSCC Martini Trophy und dem Supersports-Cup. Angeführt wird das Feld vom amtierenden Supersports-Champion Silvio Kalb ,der auch in dieser Saison auf seinen bekannt schnellen March 76S-BMW setzt. Das Orga-Team hofft hierbei auf ein volles Starterfeld für den Saisonstart beim Bosch Hockenheim Historic vom 13.-15. April 2012. Wird es doch auf absehbare Zeit die einzige Veranstaltung sein, wo sich die Can-Am Big Bangers mit den schnellen 2 Ltr.Sportwagen messen können.
Unser Autor Reinhard Neubauer schreibt zwar nur selten einen Artikel auf diesen Seiten, aber wenn er was abliefert, sind es lesenswerte Schreibproben, für die man sich umfangsbedingt einen Abend frei nehmen sollte. Das war beim Artikel zum 100-jährigen Geburtstag von Alfa so und das gilt auch für seinen neusten Coup - einen Artikel zum 50-jährigen Bestehen des Ferrari 250 GTO.
Der klassischste aller GT-Ferraris hat eine wechselvolle Geschichte, die von Reinhard in allen Details aufgearbeitet wurde. Daher sei euch fürs Wochenende (das letzte vor dem offiziellen Beginn der deutschen Rennsaison) der Artikel auf unseren Seiten zum Ferrari 250 GTO zur Lektüre ans Herz gelegt.
Anfang Dezember trafen sich Silvio und Angela Kalb, die Organisatoren des Orwell Supersportscup, mit Graham White vom Britischen Historic Sports Car Club in London. Ziel dieses Meeting war es, eine breite Basis für einen neuen Wettbewerb für historische Gruppe 6 Sportwagen bis 2-Ltr. Hubraum der Baujahre 1970-1978 (Bild) zu schaffen. Man einigte sich auf eine neue Rennserie, die unter dem Namen “HSSC Martini Trophy und Super Sports Cup 2012“ vorläufig fünf Rennveranstaltungen mit insgesamt zehn Läufen umfasst. Die Organisation der neuen Rennserie übernimmt der HSSC mit Sitz in Silverstone/GB, dieser wird dabei durch die Organisatoren des SSC unterstützt.
Der Rennkalender umfasst vorläufig folgende Termine: Bosch Hockenheim Historic 13.-15. April / Hockenheim Silverstone International Trophy 19.-20. Mai / Silverstone Brands Hatch Super Prix 30. Juni - 01. Juli Oulton Park Gold Cup 26.-27. August / Oulton Park Trophees De Bourgogne 06.-07. Oktober / Dijon
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 19. Januar 2012 )
Im Rahmen der „Hockenheim Historic In Memory of Jim Clark“ startete auch die Orwell Supersportsserie in ihre 2011´er Saison. Am Ende feierte der Italiener Michele Liguori mit seinem grünen Lola T294 V8 Cosworth zwei eindrucksvolle Start-Ziel Siege. Über 20000 Zuschauer erlebten bei herrlichem Frühsommer Wetter einen tollen Saisonstart der Serie bei dem 16 Boliden aus seligen Can-Am und Interserie-Tagen aus Sportwagensicht das Hauptfeld des Wochenendes bildeten.
Ein ausführlicher Rennbericht vom Wochenende kann unter diesem Link auf unseren Seiten gefunden werden. Ein Übersicht über die Rennereignisse des Wochenendes gibt es unter hockenheim-historic.de
Der Orwell Supersportscup startet bei der Hockenheim Historic-In Memory of Jim Clark in seine 12. Saison. Auch in diesem Jahr hat es das Orga-Team um Silvio und Angela Kalb wieder geschafft, ein spektakuläres Feld bestehend aus den großen Big Bangers der CanAm-Serie und den schnellen 2 Ltr. Sportprototypen an den Start zu bringen. Wie ein Blick in die Statistik zeigt, kommen die meisten Champions aus der kleinen 2 Ltr. Fraktion. Auf dem schnellen GP-Kurs in Hockenheim haben jedoch die großen Big Bangers mit ihren bis zu 8800 ccm Hubraum einen klaren Vorteil, wenn es um den Gesamtsieg geht.
Das Starterfeld wird angeführt vom amtierenden Champion Kent Abrahamsson aus Schweden der auch in diesem Jahr auf die bewährte Technik seines blauen Chevron B19 (Bild oben) setzt. Einer der Topfavoriten ist sicherlich Timo Scheibner mit seinem gelben Lola T222 (Bild). Er hatte bereits in der letzten Saison die meisten Gesamtsiege eingefahren. Aber auch die beiden Italiener Matteo Tullio im feuerroten STP-March 707, und der Champion von 2009 Michele Liguori mit seinem Lola T292 mit V8 Cosworth-Power, sind heiße Anwärter auf den Gesamtsieg. Bei den 2 Ltr. Prototypen gilt es den mehrmaligen Champion Silvio Kalb mit seinem March 76S-BMW zu schlagen. Neuzugänge kommen aus der Schweiz, so werden Andy Feigenwinter und Beat Eggimann je einen Daren MK3 und Reto Stutz einen Cheetha G501 pilotieren.
Ein besonderes Ereignis findet in diesem Jahr auf dem Boxendach statt - der Hockenheim Historic Slot GP wird von Freitag bis Sonntag auf einer eigens für diesen Event angeschafften Holzbahn ausgetragen. Hierbei können die Besucher - analog zu den Rennserien - Slotcars im Maßstab 1:24 bewundern. Weitere Infos gibt es unter www.hockenheim-historic.de.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 14. April 2011 )
Vor einer Woche fand im Rahmen des Eifelrennens auch das dritte Meeting der Orwell Supersports am Nürburgring statt. In Lauf 1 siegte der Italiener M. Liguori mit seinem 3l Lola-Ford vor Silvio Kalb im March 75S und Timo Scheibner im Can-Am Lola T222 sein erstes Saisonrennen. Scheibner übernahm zwar kurz vor Schluss von dem bis dahin souverän führenden Liguori die Führung, da das Überholmanöver aber unter gelber Flagge erfolgte, wurde er von der Rennleitung mit einer 30s-Zeitstrafe belegt und somit auf den dritten Platz zurückversetzt. Rennen 2, das als Regenrennen absolviert wurde, gewann ein souverän fahrender Silvio Kalb mit seinem March 75S vor den beiden Chevron-Piloten Sandy Watson und Kent Abrahmsson.
22 Fahrzeuge nahmen seitens der Orwell-Supersports an diesem Rennwochenende teil, zu dem unter diesem Link ein ausführlicher Bericht auf unseren Seiten zu finden ist. Das nächste Meeting der Serie findet von 1.-3. Oktober im französischen Dijon statt.
Heute vor 100 Jahren entstand aus dem italienischen Ableger der Automobiles Darracq SA, der Italiana Automobili Darracq, eine Automobilmarke, die sich in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts im Motorsport einen ähnlich klangvollen Namen erarbeitete wie ihn heute vielleicht nur Porsche oder Ferrari besitzen. Die Società Anonima Lombarda Fabbrica Automobili („Aktiengesellschaft Lombardische Automobilfabrik“) wurde nach Absatzproblemen im ersten Weltkrieg mit dem italienischen Rüstungskonzern Accomandita Ing. Nicola Romeo & Co unter dem klangvollen Namen ALFA-Romeo schnell ein Begriff im Motorsport und erlangte auf allen dessen damals zu Verfügung stehenden Bühnen einen Weltruhm, dessen Umfang heute den mehrheitlich der Gnade der späten Geburt anheim gefallenen Motorsportfans nur noch schemenhaft bekannt ist. Ein Indiz der frühen Erfolge ist das Image der Marke, das nach wie vor ein Hauch der damaligen sportlichen Erfolge umweht, der über die Jahrzehnte nicht zu vertreiben war, auch wenn man zuletzt nur im Tourenwagenbereich Akzente setzen konnte.
Diese Gedächtnislücke soll nun geschlossen werden. Unser langjähriges Forumsmitglied Reinhard Neubauer hat in akribischer Arbeit angesichts des heute anstehenden Jubiläums eine Übersicht über die Erfolge Alfas verfasst, die die Begeisterung, die Alfa bei den Sportwagenfreunden dieser Epoche entfachte, wieder aufleben lässt. Als der Autor dieser Zeilen von Neubauer vor etwa zwei Monaten die Anfrage erhielt ob man einen „kleinen Aufsatz“ über den Anlass ins Forum stellen könnte, wurde schnell vereinbart das man besser daraus ein dem Anlass passenden Bericht verfassen sollte. Das dann zugegangene Material liess der Redakteur erst mal fahrlässigerweise angesichts der 24h-Rennen am Ring und in Le Mans drei Wochen bis kurz vor dem heutigen Jubiläumsdatum liegen – um dann vor drei Tagen von den Fülle der Informationen und Bilder förmlich erschlagen zu werden!
Nach einer Nachtschicht ist nun eine umfassende Arbeit über die Motorsporthistorie der italienischen Traditionsmarke entstanden, die auf unseren Seiten ihresgleichen sucht und einen Überblick über Glanz, Gloria, Tragödien und Triumphe dieses klangvollen Namen liefert. Dabei ist das Material ob der Fülle auch noch kurzweilig zu lesen und enthält viele unterhaltsame Details und auch Links auf Webmaterial (Eines der Highlights: Le Mans Videos aus den 30´er Jahren!) die den Sportwagen-Fan gespannt vor dem Schirm fesseln dürften.
Ein Tip nur: Dieser Artikel ist nichts zum kurzfristigen Überfliegen! Die ganzen Informationen verdienen eine gebührenden Zeit, die man sich nehmen sollte. Daher nehmt euch heute abend ein paar Stunden Zeit, macht einen (vorzugsweise italienischen) Rotwein auf, setzt euch vor den Bildschirm und feiert zusammen mit uns 100 Jahre Alfa Romeo im Motorsport. Vielleicht kommt die Marke ja doch noch einmal mit einem der seit Jahren angekündigten GT2 zurück in die Sportwagenszene – oder als LMP-Motorenlieferant. Zu wünschen wäre es!
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 24. Juni 2010 )
Vom 18.-20. Juni 2010 können die Motorsportfans auf dem Nürburgring ein großes Sportwagenfestival erleben. Die schon legendären Gruppe C-Boliden aus den 90er Jahren machen Station auf dem Nürburgring. Ein besonderes Highlight ist dabei sicherlich der Mercedes C11 Gr. C, auf dem schon Michael Schumacher seine ersten Gruppe C Erfahrungen sammelte. Das Starterfeld (18 Fahrzeuge) ist ein bunter Mix mit so bekannten Marken wie Mercedes, Jaguar, Aston Martin, Spice und Nissan.
Ein weiteres Highlight sind die Rennen zum Supersportscup (ehemals Orwell-Supersportscup). Hier messen sich die Big Bangers aus der Can-Am/Interserie mit den schnellen 2 Ltr. Sportprototypen. Bei den ersten beiden Veranstaltungen dominierte bei den Big Bangers der Frankfurter Timo Scheibner mit seinem Lola T222. Bei den 2 Ltr. Sportprototypen gilt es die March 75S-Piloten S. Kalb bzw. den Engländer D. Hart zu schlagen.
Hockenheim scheint ein gutes Pflaster für Michael Roock zu sein. Bereits zum vierten Mal hintereinander konnte der 50-jährige Leverkusener den Saisonauftakt der Classic Trophy im badischen Motodrom für sich entscheiden. War er in den Vorjahren mit Michael Martin und Claudia Hürtgen erfolgreich, bildete er in diesem Jahr mit Ex-DTM-Pilot Hubert Haupt ein erfolgreiches Team. Als beste Mannschaft wurden die beiden im Porsche 911 ST nach 86 Runden in 3:03:00,654 Stunden abgewinkt. Der zweite Platz ging an das Porsche 914/6 Team Claudia Hürtgen (Aachen) und Siegfried Lapawa (Langenfeld). James Bellinger / Keith Ahlers genossen als Gesamt-Dritte die Frischluft im Morgan Plus 8.
Mit dem ältesten Fahrzeug des Feldes - 58 Jahre hat der Lancia Aurelia B 20 auf dem Buckel - gewannen Jason und Louise Kennedy und Tim Burret die Klasse der GTs bis 1961 vor Julius Kolb, wie Vater Alexander im Austin Healey unterwegs, aber einen Rang besser platziert.
Die stärkste Klasse war einmal mehr die 2-Liter-Kategorie, in der die Gesamt-Zweiten Hürtgen / Lapawa im 914/6er Porsche vor dem italienischen Team Andrea Damiani / Enrico Nervi (Porsche 911) siegten und somit die Tabellenführung in der Classic Trophy übernahmen. Wolfgang Schmidt / Lothar Wilms folgten auf dem dritten Rang im Alfa Romeo GTAM. Jürgen Pfleger, Michael Klotz und Patrik Bürgisser brachten in der 2-Liter-Klasse ein exotisches Fahrzeug an den Start. 43 Runden spulten sie bei der Jungfernfahrt im Opel GT ab. Man darf gespannt sein, welches Potential im Opel-Keil noch steckt. Bestes Sportwagenteam waren Paul Koppenwallner / Christian Graf von Wedel im Chevron B16.
Mit dem 500km Rennen in Spa-Francorchamps wartet Ende Mai die nächste Herausforderung auf die Classic Trophy, bevor es dann Mitte Juni im Rahmen des ADAC Eifelrennens auf der Nordschleife rund geht.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 29. April 2010 )
Die grossvolumigen Boliden der historischen Orwell Supersportsserie dominierten vom Motorenklang her das vergangene Wochenende der Hockenheim-Historics. Mit 17 bzw. 14 Wagen in den beiden Rennen blieb das Feld zwar etwas unter den Möglichkeiten der Serie, dennoch sollte dies angesichts des Saisonauftaktes nicht überbewertet werden.
Die beiden Rennen gewann Timo Scheibner in seinem gelben Lola T222, der sich an der Spitze jeweils herzhafte Duelle mit dem roten March 707 des Italieners Matteo Tullio lieferte.
Ein ausführlicher Rennbericht von den beiden Läufen kann auf unseren Seiten unter diesem Link eingesehen werden. Die Rennergebnisse sind hier zu finden.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 22. April 2010 )
Das Motorsportjahr 2010 startet bei der Hockenheim-Historic In Memory of Jim Clark vom 16.-18. April 2010 gleich mit einem großen Jubiläum 40 Jahre Interserie. Die Interserie ist heute neben der Formel 1 eine der am längsten aktiven Serie im Motorsport. Prägten anfangs der 70er Jahre Fahrzeuge wie der Porsche 917 PA mit dem ersten Gesamtsieger Juergen Neuhaus oder einem Ferrari 512 mit dem unvergessenen Herbert Müller sowie diversen Can-Am Fahrzeugen das Starterfeld, folgte in den 80er Jahren die Ära der Gruppe C Boliden. In dieser Zeit, die man auch als die Blütezeit der Interserie bezeichnen kann, waren neben den vielen Privatteams auch vermehrt Top-Teams aus der Gruppe C- Weltmeisterschaft und dem Würth-Supercup am Start. Mit so bekannten Fahrern wie Bob Wollek, Klaus Ludwig, H.J. Stuck und Manuel Reuter, um nur einige zu nennen, konnte man die Motorsportfans in ganz Europa mobilisieren. Vor allem im damaligen Ostblock wie zum Beispiel in Most / CZ waren 150.000 Zuschauer bei den Läufen der Interserie keine Seltenheit.
Mit dem Ende der Gruppe C-Ära veränderte sich auch das Erscheinungsbild der Interserie, durch eine Regeländerung im Reglement wurden nun auch Formel-Fahrzeuge aus der Formel 1, Indy-Cart und F3000 zugelassen. Die Regeländerung besagte dass alle freistehenden Räder durch Kotflügel abgedeckt sein mussten. Das brachte so richtig den Ideenreichtum der Konstrukteure auf den Plan. So entstanden recht skurrile Fahrzeuge wie der March F2/Can-Am von K. Hasenbichler oder der Horag Lola Can-Am von M. Hotz, die teilweise mit regulierbaren Turbomotoren bis zu 800 PS erreichten.
Ende der 90er Jahren ging der Trend immer mehr zu Formel-Fahrzeugen, jetzt allerdings ohne Kotflügel. Neben den verbliebenen Gruppe C-Fahrzeugen von R. Stirling im Lola T92 Judd und dem Argo Chevy von M. Schuster gab es tolle Duelle mit dem Formel 1 Minardi von J. Neuhauser oder einem Indy-Cart March mit I. Gerstl. Bei keiner anderen Rennserie konnten die Motorsportfans so einen direkten Vergleich zwischen Gruppe C und Formel-Fahrzeugen erleben. In Hockenheim gibt es eine Zeitreise mit über 50 Fahrzeugen aus vier Jahrzehnten Interserie zu sehen.
Der Orwell-Supersportscup startet bei der Hockenheim Historic - In Memory of Jim Clark vom 16.-18. April 2010 in seine elfte Saison. Auch in diesem Jahr hat es das Orga-Team um Silvio und Angela Kalb wieder geschafft, ein buntes Feld mit den spektakulären Can-Am Fahrzeugen und den schnellsten 2 Ltr.-Sportprototypen an den Start zu bringen.
Beim Blick in die Nennliste fällt auf, dass der amtierende Champion Michele Liguori, seinen 2 Ltr. Lola T296 gegen einen 3 Ltr. Lola T292 mit Cosworth DFV-Power getauscht hat. In der großen Can-Am Klasse ist sicherlich der Frankfurter Timo Scheibner mit seinem Lola T222 ein heißer Titelkanditat. Aber auch die March-Fraktion mit dem schnellen Italiener Matteo Tullio im roten STP-March 707 und dem Briten Frank Bradley im March 717 sind immer für eine Überraschung gut. Nicht zu vergessen ist die McLaren-Armada mit dem Lokalmatador Peter Hoffmann sowie den Briten John Grant und Richard Piper.
In der 2 Ltr.-Klasse gilt es den viermaligen Champion Silvio Kalb mit seinem March 76S-BMW zu schlagen. Seine größten Konkurrenten sind dabei der Ex-Chevron-Werksfahrer John Burton im Chevron B31 und Doug Hart im March 75S-Ford. Eine besondere Würze im Starterfeld sind auch die Gaststarter, so hat für Hockenheim Freisinger-Motorsport einen Can-Am Porsche 917/10 und einen Porsche 908 gemeldet. Weitere Infos gibt es unter www.hockenheim-historic.de.