In der VLN Langstreckenmeisterschafts Saison 2012 muss sich der etwas andere Ferrari F430 GT2 P4/5 Competizione beweisen. Der 4 Liter große V8-Motor wird mit einem etwa 41 PS starken Elektromotor von Magneti Marelli kombiniert. Das KERS-System stammt aus dem Red Bull- bzw. Toro Rosso-Formel 1. Im letzten Jahr erwies sich der Ferrari ohne Hybridsystem beim 24 Stunden Rennen als nicht sonderlich standfest und wurde bei seiner rasanten Fahrt durch technische Probleme ausgebremst. Die anspruchsvollen Langstreckenrennen verlangen der noch weitestgehend rennunerprobten Kombination alles ab. Ob die Ingenieure rund um Paolo Garella gute Arbeit geleistet haben und der P4 / 5 sich auf der Distanz mit einer guten Performance bewährt, können die Fans rund um den Nürburgring dieses Jahr beobachten. Der VLN Langstreckenmeisterschafts-Lauf am 14. April ist schon für einen Einsatz vorgemerkt!
Dass die Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor im Motorsport keine schlechte Figur macht, haben sowohl die Formel 1 als auch das Projekt von Porsche (911 GT3 R Hybrid) bewiesen. Vor allem letzteres erwies sich als äußerst erfolgreich. Der Hybrid-Porsche führte 2010 sogar einige Zeit das legendäre 24h Rennen auf der Nordschleife an, bis er aufgrund eines technischen Defektes leider aufgeben musste. In der Königsklasse des Motorsports wird auch die Hybridtechnik mit dem Energierückgewinnungssystem KERS verwendet. Dieses beschert den Piloten auf Knopfdruck durch einen Elektromotor für etwas über 6 Sekunden pro Runde über 80 Zusatz-PS. Für die Zukunft sind leistungsstärkere KERS-Versionen für noch mehr Rennaktion geplant. Ein positiver Nebeneffekt dieser Technologie ist die geringere Belastung der Umwelt. Zwar wird der Motorsport nie wirklich mit dem Umweltschutz in Einklang kommen, doch sind die Verantwortlichen stets bemüht, die Emissionen zu senken und die Akzeptanz für den Motorsport zu sichern.
Letzte Aktualisierung ( Samstag, 28. Januar 2012 )
In den letzten Jahren war für die Amateur-Piloten im Feld der Französischen GT-Meisterschaft die sogenannte "Gentlemen Trophy" ausgeschrieben. Deren 2011 relativ kleines Feld bestand in der Regel aus einem Ferrari F430 GT3 und einigen Lamborghini Gallardo GT3. Heuer soll es für die Amateur-Fahrer in den Rennen dieser Serie - wie zuletzt 2006 - die "Coupe de France"-Wertung geben, für welche neben GT3-Fahrzeugen unterschiedlicher Homologations-Jahre auch Porsche-Cup-, Ferrari-Challenge- und Lamborghini-Trophy-Autos zugelassen sind. Um dieser Typen-Vielfalt gerecht werden zu können, ist ein Punktesystem mit Zählern sowohl für die Gesamt- als auch für die Klassenplatzierungen vorgesehen. Das Team Ruffier Racing hat bereits angekündigt, je einen Porsche 911 GT3 R und Lamborghini Gallardo GT3 im Coupe de France an den Start zu bringen.
Zwar hat Michael Bartels Team Vita4One-Racing die Teilnahme an der GT1-WM mit dem neuen Partner BMW offiziell bekannt gegeben, doch der Plettenberger besitzt weiterhin die im vorigen Jahr eingesetzten Ferrari F458 GT3. Da just AF Corse seinen Unwillen bekundete, semi-werksseitig die GT-WM mit Ferraris zu beschicken, stünde diese Option dem deutschen Team noch offen – was also tun?
Pfiffig haben Bartels und sein langjähriger Teamkollege Matteo Bobbi eine Lösung erdacht. Bei unseren italienischen Kollegen flatterte die Tage die Ankündigung ins Haus, dass das Vita4one Team Italia sich just konstituiert hätte und von seiner neuen Mailänder Teambasis Einsätze in hochrangigen internationalen GT-Serien planen würde. Bobbi wurde als neuer Teammanager der Squadra präsentiert, der mit der Nähe zur Ferrari-Basis in Maranello wohl auf eine bessere Beziehung zum italienischen Hersteller spekuliert. Derzeit bereitet man den ersten der beiden geplanten Ferrari-Autos vor. In den nächsten Wochen sollen Tests mit mehreren in Frage kommenden Piloten folgen, ehe man ein konkretes Lineup und ein konkretes Programm definiert.
Mit der räumlichen Trennung der beiden Programme (BMW und Ferrari) schaffen Bartels und Bobbi die Voraussetzung, um Serienzampano Ratel bei seinem derzeit grössten Problem zu helfen. Nach der Absage von AF Corse bezüglich der GT-WM sucht der noch nach einem Ferrari-Einsatzteam. Mit dem neu geschaffenen italienischen Filialteam würde Bartels sich sowohl den neuen Partner BMW warm halten können, der ihm langfristige Perspektiven bis hinauf zur DTM bietet, als auch sein vorhandenes Material noch mit einer seperaten Managementstruktur auslasten können. Ausserdem umginge er die Beschränkung auf einen Wagentyp pro Team. Sollte wirklich die GT-WM das Ziel sein, dann dann könnte man Bartels zumindest nicht nachsagen, nachtragend zu agieren. Dass er mit nur zwei Maserati 2011 von Ratel vor die Tür der WM gesetzt wurde, wäre dann anscheinend schnell vergessen.
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 27. Januar 2012 )
Das Team Trackspeed Racing, welches nach dem 2010er-Fahrertitel von David Ashburn im Vorjahr die Mannschaftswertung der British GT gewann, will in dieser Serie heuer drei Porsche 911 GT3 R einsetzen. Zwei Piloten-Duos - Joe Osborne / Steve Tandy und Tim Harvey / John Minshaw - wurden bereits bestätigt, wer im dritten Auto als Co-Pilot von Team-Eigentümer David Ashburn fungieren wird, ist noch offen.
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 27. Januar 2012 )
Da waren es nur noch 59 - nicht mit Peter Baron! Nach dem plötzlichen und unerwarteten Rückzieher von Starworks Hauptsponsor musste Teamchef Peter Baron den Rotstift zücken und strich kurzerhand den #2 Riley mit der Besetzung Hunter-Reay, Kanaan und EJ Viso. Doch Baron hatte nicht mit dem großen Interesse von Pay-Drivern gerechnet - er erhielt zahlreiche Anfragen und kann nun doch mit einem Gen.2- und einem Gen.3-Riley an den Start gehen.
Neben einigen Streams und einer Webcam von SpeedTV oder z.B. der Pit-Webcam von Turner Motorsports kann hierzulande das Rennen nur über Sender MotorsTV oder Eurosport 2 verfolgt werden. Spotterguides.com bietet dazu erstmals seinen entsprechenden Guide an.
Mit dem Eröffnungsrennen der GrandAm beim Rolex 24 beginnt auch das Rennen um die "Triple Crown". Hierunter verbirgt sich die von der GrandAm dieses Jahr ins Leben gerufene "North American Endurance Championship". Zur NAEC zählen neben dem D24 auch das 6-Stunden-Rennen von Watkins Glen Anfang Juli sowie das Indianapolis-Rennen Ende Juli. Beim D24 werden nach 6, 12, 18 und 24 Stunden jeweils 5-4-3 sowie 2 Punkte für jeden weiteren vergeben. Beim 6-Stunden-Rennen in Watkins Glen wird nach 3 und 6 Stunden gewertet und die Punkteanzahl verdoppelt, während beim Super Weekend at the Brickyard nach dem Fallen der Zielflagge nach drei Stunden nur einmal Zähler vergeben werden und dann mit 4 multipliziert wird. Die maximale Punktzahl je Event beträgt also 20 Punkte und wird sowohl für die Fahrer als auch für die Teams vergeben.
Während des Daytona-Wochenendes wird GrandAm.de ausführlich über das Rennen berichten.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 26. Januar 2012 )
Corvette Racing hat die Besatzungen für die Werksautos in der ALMS -Saison 2012 bekannt gegeben. Als reguläre Piloten wurden Antonio Garcia, Oliver Gavin, Jan Magnussen und Tommy Milner für die beiden C6R benannt. Bei den längeren Rennen in Sebring, Le Mans und beim Petit Le Mans werden zusätzlich Richard Westbrook und Jordan Taylor zum Einsatz kommen.
Jordan wer? Der 20-jährige Jordan Taylor ist der jüngste Sohn der Rennlegende Wayne Taylor, dem Daytona-Sieger und Besitzer des SunTrust-Teams aus der Grand Am. Er besitzt schon Rennerfahrungen auf der Grand Am GT-Corvette und dem Autohaus-Camaro GT.R. Taylor wurde auf dem Camaro im vergangenen Jahr zusammen mit Teamkollege Bill Lester zweiter in der GT-Wertung der amerikanischen Serie. Er bestreitet in diesem Jahr ein Doppelprogramm aus Grand Am mit dem Camaro und ALMS mit den Corvettes des Werksteams.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 26. Januar 2012 )
Schon im letzten Jahr wurden Gerüchte laut, dass Jürgen Alzen die VLN Langstrecken-meisterschafts-Saison 2012 auf einem Ford GT bestreiten werde. Dies scheint sich nun ebenso zu bestätigen wie der zweite Fahrer Artur Deutgen.
Ob es die Führungsrunden des GT3-Fahrzeuges von Dirk Adorf beim 24h-Rennen 2009 waren, die Alzen zu diesem Boliden hingezogen haben, bleibt wohl vorerst sein Geheimnis. Fest steht jedoch, dass der Ford GT Potential aufweist! Artur Deutgen beschreibt seine Vorfreude auf sein neues Einsatzgefährt bei den Kollegen von Ring1.de mit folgenden Worten: „Wir wollten mal was anderes machen als mit einem 30. Porsche 911 GT3 R anzutreten. Deshalb haben wir uns auch für den Ford GT entschieden. Das Auto hat viel Potenzial und Jürgen hat ja schon öfters mit ausgefallenen Fahrzeugen gezeigt, was machbar ist.“
Wie sich der Ford GT im doch immer stärker besetzten GT3-Segment aufstellt, wird wohl die bedeutendste Frage sein. Die starke Konkurrenz von Audi und Mercedes scharrt schon jetzt mit den Hinterhufen und wartet nur darauf, mit dem Ford GT um jede Position zu kämpfen. Die Ziele des Teams sind dabei optimistisch definiert: „Wir wollen natürlich auch um den Gesamtsieg mitfahren. Am Anfang wird das sicher nicht möglich sein, bis zum 24-Stunden-Rennen wollen wir aber konkurrenzfähig sein“, so die Erwartungen Deutgens für die VLN-Saison 2012.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 26. Januar 2012 )
In der neuen Saison der Brasilianischen GT-Meisterschaft werden in der GTBR3-Kategorie zwei BMW Z4 GT3 sowie in der GTBR4-Klasse zwei BMW M3 GT4 zum Einsatz kommen. Teil dieses Projekts soll das bewährte AH Competicoes-Team von Antonio Hermann sein.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 26. Januar 2012 )
Rebellion Racing tritt 2012 doch in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft an - das hat das Team am vergangenen Wochenende bekannt gegeben. Noch Ende der vergangenen Saison war offen, ob die schweizer Truppe nicht doch in der ALMS antreten würde, weil man die Kosten und den Aufwand der WM scheute. Nun hat man sich doch zugunsten der weltweiten Serie entschieden. Dort wird man in der Privatteam-Wertung der besten Benziner-Teams mitfahren.
In den beiden B12/60 Lola-Chassis, die in der weltweiten Serie antreten werden, werkelt weiterhin der aus dem Vorjahr bekannte Toyota 3,4 l RV8KLM-Treibsatz, von dem Rebellion exklusiv eine für 2012 überarbeitete Version bekommt. Allgemein wird davon ausgegangen, dass eine Variante des Motors auch im Heck des Werks-LMP1 zum Einsatz kommt.
Bei der Fahrerwahl gibt es ebenfalls Neuigkeiten: Andrea Belicchi, Neel Jani und Nicolas Prost bleiben dem Team erhalten. Lediglich der abgewanderte Jean-Christophe Boullion wird durch den von Aston Martin kommenden Harold Primat ersetzt. Damit stösst ein weiterer Schweizer Pilot zu dem unter eidgenössischer Nennung antretenden Team. Die Bekanntgabe der in Le Mans antretenden Besatzungen wird in den kommenden Wochen erwartet.
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 25. Januar 2012 )
Toyota hat am gestrigen Tage offizielle News zum anvisierten FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Engagement bekannt gegeben. Nach ersten Roll-outs und Tracktests auf dem HTTT bereitet sich das in Köln bei TMG stationierte Werksteam nun auf das Debüt des neuen Boliden bei den 6h von Spa-Francorchamps am 5. Mai vor. In Le Mans will man dann gleich mit zwei Wagen des neuen TS030 Hybrid genannten Modells angreifen.
Bislang sind von der japanisch-deutschen Mannschaft nur diese beiden Engagements bestätigt worden. Auch ist nur der Fahrerkader für das erste Auto mit Alexander Wurz, Nicolas Lapierre und Kazuki Nakajima bekannt. Darüber hinaus wurde auch die Verpflichtung des jungen Italieners Andrea Caldarelli bekannt gegeben. Bei den Tests am HTTT kam zudem neben Wurz und Lapierre auch der 30-jährige Japaner Hiroaki Ishiura zum Einsatz.
Der in Anlehnung an die Toyota TS010 und 020 benannte neue TS030 Hybrid wird von einem 3,4l V8-Saugmotor befeuert und nutzt den THS-R (TOYOTA Hybrid System - Racing) Powertrain, bei dem angeblich ein Supercap-Speicher des offiziellen Zulieferers Nisshinbo zum Einsatz kommt. Durch ein KERS-System wird der Super-Kondensator über eine Bremsenergierückgewinnung aufgeladen. Bei den ersten Test in Le Castellet hat das Team ermittelt, ob man für die Hybrid-Variante auf elektrischen Front- oder Heckantrieb setzen möchte (nur eine Achse darf gemäß der ACO-Regeln für den elektrischen Zusatzantrieb genutzt werden). Getestet wurden demnach Motoren von zwei Herstellern (Aisin AW und Denso). Weitere Teampartner und Zulieferer sind ZENT, Aisin, Nippon Steel, Takata, Toyoda Gosei und Michelin. Der Test ging nach Angaben von Toyota über mehrere hundert Kilometer, inklusive einem ausgedehnten Stint bei Dunkelheit.
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 25. Januar 2012 )
Das spanische RCA-Team hat seinen vor zwei Saisonen verwendeten Lamborghini Gallardo GT3 (Bild) Mitte Jänner bei privaten Tests auf dem Circuit de Catalunya eingesetzt. Im Vorjahr war diese Mannschaft mit zwei GT2-Ferraris in der Spanischen GT-Meisterschaft engagiert - nun überlegt man offenbar, auch den Gallardo wieder dort an den Start zu bringen.
Die ALMS hat eine weitere interessante Rennstrecke ihrem Kalender hinzufügen können. 2012 wird die Serie zum ersten Mal auf dem Virginia International Raceway antreten Der Auftritt auf dem mit 4,1 Meilen (6,6 km) und 31 Kurven dann längsten Kurs im diesjährigen ALMS-Kalender soll am 15.September stattfinden. Mit dem Rennen auf der bislang nur von der Grand Am befahrenen Naturrennstrecke wird einer der Wunschkurse der ALMS-Fans und des Managements der Serie in den Kalender eingebunden. Die Piloten, welche die geplante Langstreckenvariante bislang befahren dürften, zeigten sich allerdings weniger begeistert. Der in einem weitläufigen hügeligen Gelände liegende Naturkurs hapert speziell in der kurvigen Infield-Variante an Streckenbreite und ausreichenden Überholmöglichkeiten.
Dafür ist das Layout für die Zuschauer traumhaft: Naturtribünen und ein weitläufiges Gelände lassen zumindest interessante Bilder bei der Live-Übertragung durch ESPN2 erwarten. Angeblich wird der Kurs von einigen amerikanischen Insidern als amerikanisches Pendant zur Nordschleife bezeichnet. Zumindest dürften neue Rundenrekorde zu erwarten sein: Schneller als die Daytona Prototypen sind die LMP und GT der ALMS allemal.
Gebaut wurde die erste Version der Strecke 1957. 1971 fand die Premiere der IMSA-GT Serie auf dem Kurs statt. 1974 wurde die Strecke aus finanziellen Gründen geschlossen. Erst im Jahr 1998 erwarb der neue Besitzer Harvey Siegel das Gelände, um zwei Jahre später die Strecke mit neuem Belag und verbreiteter Fahrbahn wieder zu eröffnen. Zuletzt kam noch die kurvige Infield-Sektion hinzu, die nun erstmals von einer Top-Serie befahren wird.
Neben der ALMS wird auch die IMSA GT3 Cup Challenge, die Prototype Lites Serie und der SCCA Mazda MX5 Cup am Rennwochenende im September antreten.
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 24. Januar 2012 )