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24h Le Mans 2017 - Rennen (Gelesen: 34565 mal)
Mighty_Hotte
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LK Harz
Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1000 - 20.06.17 um 06:39:11
 
Abarth schrieb am 19.06.17 um 20:29:40:
group44 schrieb am 19.06.17 um 19:29:52:
Peter_B schrieb am 19.06.17 um 19:06:59:
group44 schrieb am 19.06.17 um 15:56:02:
Habe nicht ganz verstanden warum der Marshall hinter dem Toyota stand und nicht davor.


Der Marshall stand zuerst mit der gelben Flagge vor ihm und hat ihm das klare Zeichen zum Anhalten gegeben, danach ist er hinter den Toyota gegangen um auch den nächsten Fahrzeugen dies zu signalisieren ( hier bei 9:43:45 zu sehen Media Dateien und klickbare Links in Beiträgen und Signaturen sind nur für registrierte Mitglieder verfügbar!!  Du musst Dich Einloggen)

Mighty_Hotte schrieb am 18.06.17 um 22:03:44:
Kann es sein, dass der das Daumenzeichen einfach nur als Ansporn für Kobayashi gemacht hat und er das aber völlig fehlinterpretiert hat?
Wäre sehr tragisch.

Möglich, allerdings arbeitet der LMP2-Fahrer nebenbei noch bei Porsche Laut lachend Laut lachend
Media Dateien und klickbare Links in Beiträgen und Signaturen sind nur für registrierte Mitglieder verfügbar!!  Du musst Dich Einloggen

Tja, wäre er mal vorne geblieben..... Zunge


Was macht der Marshall eigentlich hinter dem Toyota? Der soll doch am Ausgang der Boxenstraße stehen mit seiner Flagge. Und dann noch dieser Verrückte mit dem Helm. Das stinkt doch alles zum Himmel. Warum wird der Vorgang vom ACO eigentlich nicht untersucht? Sonst interessieren sie sich doch auch für jeden Blödsinn. Von der Disqualifikation der Rebellen ganz zu schweigen.  Augenrollen

... und jetzt bitte wieder keine Kommentare bzgl. "Verschwörung".


Capillaire schreibt auf seiner Facebook Seite, dass es tatsächlich so war. Er wollte mit seiner Geste seine Unterstützung ausdrücken.
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« Zuletzt geändert: 20.06.17 um 06:40:07 von Mighty_Hotte »  
 
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Dominik
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1001 - 20.06.17 um 07:54:49
 
Ich konnte das Rennen leider nur in der Zusammenfassung sehen, weil ich am Wochenende unterwegs war. Was ein Drama um Toyota.
Hätte eigentlich am Ende gehofft das es ein reines LMP2-Podium wird.
Die LMP1 kann einfach nicht begeistern. Wenn man dann die Budgets dahinter sieht ist das alles ganz schön peinlich!
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Dirk
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1002 - 20.06.17 um 08:26:59
 
Abarth schrieb am 19.06.17 um 20:29:40:
group44 schrieb am 19.06.17 um 19:29:52:
Peter_B schrieb am 19.06.17 um 19:06:59:
group44 schrieb am 19.06.17 um 15:56:02:
Habe nicht ganz verstanden warum der Marshall hinter dem Toyota stand und nicht davor.


Der Marshall stand zuerst mit der gelben Flagge vor ihm und hat ihm das klare Zeichen zum Anhalten gegeben, danach ist er hinter den Toyota gegangen um auch den nächsten Fahrzeugen dies zu signalisieren ( hier bei 9:43:45 zu sehen Media Dateien und klickbare Links in Beiträgen und Signaturen sind nur für registrierte Mitglieder verfügbar!!  Du musst Dich Einloggen)

Mighty_Hotte schrieb am 18.06.17 um 22:03:44:
Kann es sein, dass der das Daumenzeichen einfach nur als Ansporn für Kobayashi gemacht hat und er das aber völlig fehlinterpretiert hat?
Wäre sehr tragisch.

Möglich, allerdings arbeitet der LMP2-Fahrer nebenbei noch bei Porsche Laut lachend Laut lachend
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Tja, wäre er mal vorne geblieben..... Zunge


Was macht der Marshall eigentlich hinter dem Toyota? Der soll doch am Ausgang der Boxenstraße stehen mit seiner Flagge. Und dann noch dieser Verrückte mit dem Helm. Das stinkt doch alles zum Himmel. Warum wird der Vorgang vom ACO eigentlich nicht untersucht? Sonst interessieren sie sich doch auch für jeden Blödsinn. Von der Disqualifikation der Rebellen ganz zu schweigen.  Augenrollen

... und jetzt bitte wieder keine Kommentare bzgl. "Verschwörung".


dazu wird sich schon jeder seine eigene meinung bilden.......
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Dirk
 
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Hatzenbach
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1003 - 20.06.17 um 08:35:52
 
Die Entschuldigung auf Facebook klingt auf jeden Fall fair. Ist wohl einfach unglücklich gelaufen...
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Frank-Do
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1004 - 20.06.17 um 08:54:39
 
Also doch keine Verschwörung, das überrascht mich ja jetzt total.  Laut lachend
Manche Leute brauchen wohl solche Theorien um sich die Welt (die vermutlich noch eine Scheibe ist, wäre sie rund würde man ja runter fallen) zu erklären.

Aber mal im ernst - wirklich eine sehr unglückliche Szene. Eine böse Absicht unterstelle ich hier auf keinen Fall. Er hat vermutlich einfach nicht darüber nachgedacht dass man so eine Geste falsch verstehen kann. Sollte man in Zukunft besser darauf verzichten.
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phil123
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1005 - 20.06.17 um 10:09:25
 
Hat eigenlich die Ampel am Boxenausgang Rot gezeigt ?
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Racing Harz
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1006 - 20.06.17 um 10:21:16
 
phil123 schrieb am 20.06.17 um 10:09:25:
Hat eigenlich die Ampel am Boxenausgang Rot gezeigt ?


Ja, da das SC kam.
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Fred G. Eger
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1007 - 20.06.17 um 11:15:48
 
Dann hätte der eh halten müssen? Wenn ja, warum denn dann die die ganze Aufregung im Netz? Ich formuliere das mal anders: Wenn ja, dann verstehe ich die ganze Aufregung im Netzt aber nicht.
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« Zuletzt geändert: 20.06.17 um 11:17:54 von Fred G. Eger »  
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Abarth
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1008 - 20.06.17 um 11:19:38
 
Weil die Fahrer die Anweisung haben, im Zweifelsfall den Anweisungen der Streckenposten Folge zu leisten.
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Frank-Do
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1009 - 20.06.17 um 11:31:37
 
Das ist für den Fahrer eine ganz blöde Situation. Die Ampel ist rot aber ein Streckenposten (zumindest der Annahme nach) winkt ihn raus. Das man da unsicher ist verstehe ich voll. Hier keinen Vorwurf an den Piloten.
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« Zuletzt geändert: 20.06.17 um 11:32:29 von Frank-Do »  
 
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1010 - 20.06.17 um 11:38:06
 
Vll sollte man sich die Fahrer nur auf die Boxenampel konzentrieren lassen (wie in den meisten anderen Serien auch  Augenrollen) anstatt da irgendeinen wild fahnenwedelnden Hans hnzustellen  Zwinkernd

Und warum der extra zur Labre Corvette geht, die ja hinter dem Toyota steht ist mir auch vollkommen schleierhaft  Smiley
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Maggo
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1011 - 20.06.17 um 12:31:47
 
Media Dateien und klickbare Links in Beiträgen und Signaturen sind nur für registrierte Mitglieder verfügbar!!  Du musst Dich Einloggen

Zitat:
Kobayashi stand durch das Anfahren jetzt außerhalb der Boxengasse - und der Antrieb stellte folgerichtig vom Elektro- auf den Verbrennungsmotor um. Nur: Die Kupplung des TS050 Hybrid ist nicht dafür ausgelegt, aus dem Stand zu starten. Normalerweise kuppelt sie an der Boxenausfahrt bei 60 km/h Elektro-Power ein.

Tolle Sache, das Auto erkennt ob es in der Boxengasse ist oder nicht und schaltet entsprechend von Elektro auf Verbrenner. So ein Blödsinn.
Und dass dann im Stand umgeschaltet wird, obwohl das Auto ohne Elektro gar nicht anfahren kann ist doppelter Blödsinn.
Da hat Toyota doch scheiße gebaut
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Oederland
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1012 - 20.06.17 um 12:51:12
 
Mighty_Hotte schrieb am 20.06.17 um 06:39:11:
Capillaire schreibt auf seiner Facebook Seite, dass es tatsächlich so war. Er wollte mit seiner Geste seine Unterstützung ausdrücken.
Media Dateien und klickbare Links in Beiträgen und Signaturen sind nur für registrierte Mitglieder verfügbar!!  Du musst Dich Einloggen

Was soll er auch sonst schreiben? Wenn er den Toyota absichtlich wegfahren lassen wollte, würde er das natürlich auch jetzt nicht zugeben.

Die Szene sieht jedenfalls Media Dateien und klickbare Links in Beiträgen und Signaturen sind nur für registrierte Mitglieder verfügbar!!  Du musst Dich Einloggen etwas komisch aus, so wie er da neben dem Wagen tänzelt. In dem Zhg. fände ich es interessant, wie oft Fahrer sonst so zu wartenden Wagen rennen, welche Zeichen sie geben etc. Für Toyota ist das natürlich bitter, aber das eigentliche Problem sehe ich letztlich darin, dass hier überhaupt ein Fahrer rumhampeln kann. Mittendrin lungern alle, die gerade nicht im Wagen sind, irgendwo an der Boxenein- oder ausfahrt, kochen Kaffee oder halten Plakate hoch, es kommt zu Konfusion und Wagen fahren ineinander. Kann man ja für die Zukunft was lernen daraus...
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« Zuletzt geändert: 20.06.17 um 12:59:09 von Oederland »  
 
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Abarth
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1013 - 20.06.17 um 13:02:00
 
Je öfter ich mir die Szene anschaue, umso mehr bin ich der Überzeugung, daß es Absicht war und er ihn bewußt zum Losfahren animieren wollte. Ansonsten hätte er sich nicht so verhalten.
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Racing Harz
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1014 - 20.06.17 um 13:11:08
 
Abarth schrieb am 20.06.17 um 13:02:00:
Je öfter ich mir die Szene anschaue, umso mehr bin ich der Überzeugung, daß es Absicht war und er ihn bewußt zum Losfahren animieren wollte. Ansonsten hätte er sich nicht so verhalten.


Wäre das mit einem 919 passiert käme von dir das komlette Gegenteil  Augenrollen
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Abarth
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1015 - 20.06.17 um 13:16:23
 
Klar, ich würde mich am Boden wälzen.  Augenrollen
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Kevin N.
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1016 - 20.06.17 um 14:25:40
 
Abarth schrieb am 20.06.17 um 13:02:00:
Je öfter ich mir die Szene anschaue, umso mehr bin ich der Überzeugung, daß es Absicht war und er ihn bewußt zum Losfahren animieren wollte. Ansonsten hätte er sich nicht so verhalten.


Genau so wird es gewesen sein. Weil der Capillare auch wusste das die Toyota-Fahrer auf Anweisungen von Streckenposten achten sollen. In dem Fall ein "Streckenposten" im Rennoverall und vollschalen-Integralhelm mit Lackierung, der einfach von der Seite reingesprungen kommt und einen Daumen nach oben gibt. ( Was offensichtlich das Internationale Zeichen ist für, fahr los.)

Da war Kobayashi natürlich komplett hilflos und musste fahren. Er hätte definitv nicht noch mal über Funk nachfragen können (Weil die Ampel ja noch ROT!! war ) Oder auch nicht in den Rückspiegel schauen können wo ein richtiger Streckenposten mit Flagge steht. War ein Ding der Unmöglichkeit.

Außerdem, woher soll denn Capillaire gewusst haben das der Toyota nicht auf dem Verbrennungsmotor anfahren kann, dass wusste ja niemand außer Toyota vorher. Selbst wir NERDS wussten davon nichts. Wie soll das ein Fahrer eines anderen Teams um 1 Uhr in der Nacht genau sowas im Kopf haben.

Wir müssen nicht drüber diskutieren ob das alles unglücklich war oder das Toyota das Ding dieses Jahr aufgrund des Speeds verdient gehabt hätte. Definitives JA ! Hätte ich ihnen auch gegönnt weil sie einfach den besseren Job im Vorfeld gemacht hatten.

Und mal abgesehen von dem Unglück mit der #7 hätte ja im nachhinein betrachtet die #9 locker gewonnen, wenn der Herr Lapierre nicht mit einem kaputten Reifen zurück zur Box fliegen wollte und dabei das halbe Auto zerlegt. Und sich dann noch wundert warum er nicht mehr schalten kann so ganz ohne Hydraulik. Das ist selbst schuld !

Aber Porsche hört ja jetzt auf, dann kann im nächsten Jahr ganz ohne Konkurrenz wirklich nichts mehr anbrennen !
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Lemansclaus
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1017 - 20.06.17 um 14:27:12
 
Abarth schrieb am 20.06.17 um 13:02:00:
Je öfter ich mir die Szene anschaue, umso mehr bin ich der Überzeugung, daß es Absicht war und er ihn bewußt zum Losfahren animieren wollte. Ansonsten hätte er sich nicht so verhalten.


Schau dir die Szene nicht so oft an  Augenrollen.

Stephan, mal im Ernst, was soll der Capillaire denn davon haben, das er den Toyota losschickt ?

Du glaubst doch nicht wirklich das er von Porsche vorher einen dicken Scheck in Aussicht gestellt bekommen hat.
Dieses Szenario war doch überhaupt nicht im Vorfeld zu planen.
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Le Mans 1984 - 2017
 
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1018 - 20.06.17 um 14:35:11
 
Lemansclaus schrieb am 20.06.17 um 14:27:12:
Abarth schrieb am 20.06.17 um 13:02:00:
Je öfter ich mir die Szene anschaue, umso mehr bin ich der Überzeugung, daß es Absicht war und er ihn bewußt zum Losfahren animieren wollte. Ansonsten hätte er sich nicht so verhalten.


Schau dir die Szene nicht so oft an  Augenrollen.

Stephan, mal im Ernst, was soll der Capillaire denn davon haben, das er den Toyota losschickt ?

Du glaubst doch nicht wirklich das er von Porsche vorher einen dicken Scheck in Aussicht gestellt bekommen hat.
Dieses Szenario war doch überhaupt nicht im Vorfeld zu planen.


Einen Vertrag als Werksfahrer bei Porsche ?!?   Durchgedreht
Und wie lange muss diese "Alte Kamelle".. jetzt noch durchgekaut werden? Nach vorne blicken ist sicher hilfreicher, kam doch von Toyota umgehend die Ansage.. es am Ring den Porsches so richtig zu zeigen wo der Japanische Hammer     Smiley  hängt !
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Oederland
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1019 - 20.06.17 um 14:57:52
 
Lemansclaus schrieb am 20.06.17 um 14:27:12:
Abarth schrieb am 20.06.17 um 13:02:00:
Je öfter ich mir die Szene anschaue, umso mehr bin ich der Überzeugung, daß es Absicht war und er ihn bewußt zum Losfahren animieren wollte. Ansonsten hätte er sich nicht so verhalten.


Schau dir die Szene nicht so oft an  Augenrollen.

Stephan, mal im Ernst, was soll der Capillaire denn davon haben, das er den Toyota losschickt ?

Du glaubst doch nicht wirklich das er von Porsche vorher einen dicken Scheck in Aussicht gestellt bekommen hat.
Dieses Szenario war doch überhaupt nicht im Vorfeld zu planen.


Das zu frühe Ausfahren aus der Box hätte ja wohl zu irgendeiner Stop-and-Go-Zeitstrafe geführt. Vielleicht war es das, worauf es Capillaire angelegt hatte - sofern er Toyota schaden wollte.

Wie weiter oben geschrieben, mich würde halt mal interessieren, wie oft Fahrer wartenden Fahrzeugen oder auch ein-/durch-/ausfahrenden Fahrzeugen irgendwelche Zeichen geben. Bzw. macht Capillaire öfter mal solche Dinge.

PS: Um noch etwas Öl ins Feuer zu gießen, Capillaire ist doch bei der Porsche-Sport-Fahrerschule  Laut lachend
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1020 - 20.06.17 um 14:59:45
 
Ulle Andree aus der VLN meinte bei Facebook, dass er das dort und beim 24er häufiger macht, also wohl nichts ungewöhnliches.
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956er
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1021 - 20.06.17 um 15:36:57
 
Kevin N. schrieb am 20.06.17 um 14:25:40:
Abarth schrieb am 20.06.17 um 13:02:00:
Je öfter ich mir die Szene anschaue, umso mehr bin ich der Überzeugung, daß es Absicht war und er ihn bewußt zum Losfahren animieren wollte. Ansonsten hätte er sich nicht so verhalten.


Genau so wird es gewesen sein. Weil der Capillare auch wusste das die Toyota-Fahrer auf Anweisungen von Streckenposten achten sollen. In dem Fall ein "Streckenposten" im Rennoverall und vollschalen-Integralhelm mit Lackierung, der einfach von der Seite reingesprungen kommt und einen Daumen nach oben gibt. ( Was offensichtlich das Internationale Zeichen ist für, fahr los.)

Da war Kobayashi natürlich komplett hilflos und musste fahren. Er hätte definitv nicht noch mal über Funk nachfragen können (Weil die Ampel ja noch ROT!! war ) Oder auch nicht in den Rückspiegel schauen können wo ein richtiger Streckenposten mit Flagge steht. War ein Ding der Unmöglichkeit.

Außerdem, woher soll denn Capillaire gewusst haben das der Toyota nicht auf dem Verbrennungsmotor anfahren kann, dass wusste ja niemand außer Toyota vorher. Selbst wir NERDS wussten davon nichts. Wie soll das ein Fahrer eines anderen Teams um 1 Uhr in der Nacht genau sowas im Kopf haben.

Wir müssen nicht drüber diskutieren ob das alles unglücklich war oder das Toyota das Ding dieses Jahr aufgrund des Speeds verdient gehabt hätte. Definitives JA ! Hätte ich ihnen auch gegönnt weil sie einfach den besseren Job im Vorfeld gemacht hatten.

Und mal abgesehen von dem Unglück mit der #7 hätte ja im nachhinein betrachtet die #9 locker gewonnen, wenn der Herr Lapierre nicht mit einem kaputten Reifen zurück zur Box fliegen wollte und dabei das halbe Auto zerlegt. Und sich dann noch wundert warum er nicht mehr schalten kann so ganz ohne Hydraulik. Das ist selbst schuld !

Aber Porsche hört ja jetzt auf, dann kann im nächsten Jahr ganz ohne Konkurrenz wirklich nichts mehr anbrennen !



Auch die #9 hätte es noch erwischen können  Zwinkernd

Und den LM-Sieg hat nicht der mit dem höchsten Speed oder der tollsten Vorbereitung sondern der mit dem besten Gesamtpaket verdient... wo ebenfalls Reperaturen und Fahrerpaarungen dazugehören.  Zwinkernd

Letztes Jahr hätte Toyota den Sieg wirklich verdient gehabt aber dieses Jahr kann ich dir da überhaupt nicht zustimmen.
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Zaungast
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1022 - 20.06.17 um 15:40:43
 
Maggo schrieb am 20.06.17 um 12:31:47:
Media Dateien und klickbare Links in Beiträgen und Signaturen sind nur für registrierte Mitglieder verfügbar!!  Du musst Dich Einloggen

Zitat:
Kobayashi stand durch das Anfahren jetzt außerhalb der Boxengasse - und der Antrieb stellte folgerichtig vom Elektro- auf den Verbrennungsmotor um. Nur: Die Kupplung des TS050 Hybrid ist nicht dafür ausgelegt, aus dem Stand zu starten. Normalerweise kuppelt sie an der Boxenausfahrt bei 60 km/h Elektro-Power ein.

Tolle Sache, das Auto erkennt ob es in der Boxengasse ist oder nicht und schaltet entsprechend von Elektro auf Verbrenner. So ein Blödsinn.
Und dass dann im Stand umgeschaltet wird, obwohl das Auto ohne Elektro gar nicht anfahren kann ist doppelter Blödsinn.
Da hat Toyota doch scheiße gebaut


Plus einer Reibscheibenupplung mit der man nicht anfahren kann  Schockiert/Erstaunt
Was wenn man außerhalb der Box nach Defekt oder Ausritt losfahren will und die Batterie hat gerad nicht genug Saft...? Sorry, das ist nicht zu Ende gedacht!
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« Zuletzt geändert: 20.06.17 um 15:45:16 von Zaungast »  
 
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KOTR
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1023 - 20.06.17 um 19:41:08
 
Mir kommen gerade wieder ätzend lange Vorlesungen der Werkstofftechnik wieder in den Sinn, in der wir Ausfallwahrscheinlichkeiten von Teil- und Gesamtsystemen berechnen durften. Ziemlich trockenes Zeug.

Ums abzukürzen, 100%ige Sicherheit für alle Fälle gibt es nicht, oder eine nahezu 100%ige Sicherheit für alle Fälle hätte eventuell zur Folge, daß das Auto zwar wahrscheinlich problemfrei durchkommt, aber nicht wettbewerbsfähig ist. Ich gehe jetzt mal davon aus, daß Toyota die Wahrscheinlichkeit, auf der Strecke aus dem Stand losfahren zu müssen UND nicht mehr genug Hybridleistung zu haben, um das Auto auf eine für die Kupplung sichere Geschwindigkeit zu beschleunigen, für so gering kalkulierte, daß man die Kupplung der Performance wegen um den Teil erleichterte, der 1. der Kupplung am meisten wehtut und 2. man nicht mehr braucht, weil man einen anderen Weg hat, aus dem Stand zu beschleunigen. Und so Dinge, daß sich der Fahrer sich von jemand anderem, der einem motivierende Handzeichen gibt, so irritieren lässt, daß er seine Batterie leerorgelt, wer hätte sie vor Sonntag Nacht ernsthaft für Möglich gehalten, mit oder ohne Aluhut?
Anderst herum gedacht, ist eigentlich ein Argument für noch mehr Hybridenergie, damit man 1. bei so Vorkommnissen nicht sofort seine Batterie leer zu haben, und 2. notfalls eine ganze Runde auf Batterie zurücklegen könnte, um zur Not die Box wieder anlaufen zu können, auch wenn die Mechanik bereits in der Dunlop-Schikane die Grätsche macht... Zwinkernd
Warum Koba sich irritieren ließ, daß er dachte, ein Marshall schickt ihn raus? Tunnelblick?? #WildeSpekulation Ich vermute ein höchst menschliches Versagen in der Situation.

Bezüglich der Aussage Toyodas, daß die Hybridtechnik für 24h-Rennen anscheinend noch nicht reif genug ist: hey, genau das ist doch die originale Idee der 24h von Le Mans! Fahrzeugtechnik, weiterzuentwickeln, neue Technologien im Wettbewerb einzusetzen, erproben, standfest zu machen, das Auto besser, sicherer, zuverlässiger machen! Natürlich ist 2017 nicht 1923, aber die Idee hat für mich immer noch Gültigkeit. Daß man dabei, gerade wenn man Neuland betritt, scheitern kann, ist normal. Ist anderen Herstellern auch schon passiert. Nix gegen die neuen LMP2, tolle Fahrzeug, aber halt nix Neues. Die neueste Iteration eines alten Konzeptes.
Ist natürlich ein Denkansatz, der in Zeiten, in denen Motorsport vor allem wochenendliche Bespaßung ist, nicht unbedingt uneingeschränkt Zuspruch findet...
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Abarth
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1024 - 20.06.17 um 20:25:56
 
.... und doch nicht so einfach von der Hand zu weisen ist.  Zwinkernd
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Frank-Do
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1025 - 20.06.17 um 21:20:32
 
KOTR schrieb am 20.06.17 um 19:41:08:
Ist natürlich ein Denkansatz, der in Zeiten, in denen Motorsport vor allem wochenendliche Bespaßung ist, nicht unbedingt uneingeschränkt Zuspruch findet...


Es gibt 2 Gründe um Sport zu betreiben/veranstalten. Im Amateuerbereich um sich sportlich zu betätigen und im professionellen Bereich um Geld zu verdienen. Dafür muss man die Leute bespaßen - egal ob im Motorsport, beim Fußball oder sonst irgend was.

Keine Rennserie der Welt ist dafür da um neue Technologien für die Serie zu testen - völliger Mumpitz. Wieviel kann man von einem LMP1, Formel 1 ect. für die Serie verweden ? Ich vermute es liegt im 0,irgendwas Prozent Bereich. Das ist lediglich ein Vorwand die hohen Kosten gegenüber den Vorständen und Akionären zu rechtfertigen. Wer ernsthalft glaubt dass der Motorsport ein wichtiges Prüffeld ist der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann. Oder kann mir jemand ein Teil der heutigen Autoindustrie nennen dass es ohne den Rennsport nicht geben würde ?

Im Motorsport muss das Racing auf der Strecke stimmen um die Zuschauer zu begeistern. Und dafür ist dieser technische Schnick Schnack der zudem noch schweine teuer ist nicht geeignet. Weniger ist in vielen Fällen mehr. Das hat das Rennen am Wochenende eindrucksvoll bewiesen.
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« Zuletzt geändert: 20.06.17 um 21:22:08 von Frank-Do »  
 
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Lemansclaus
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1026 - 20.06.17 um 21:32:30
 
Es wurde uns in Le Mans ja auch 10 Jahre lang verkauft, das der Diesel eine zukunftsweisende Technologie ist  Zwinkernd

Mal sehen was nach der Hybridtechnik kommt. Und ob der neue Trend aus der Technik-, Controlling- oder Marketingabteilung kommt ?
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Fred G. Eger
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1027 - 20.06.17 um 21:45:41
 
Der nächste Trend, sprich DNHS ("der nächste heisse Scheiss"), kommt definitiv aus der Marketingabteilung. Weil HS immer aus der Marketingabteilung kommt.  Smiley
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1028 - 20.06.17 um 21:49:32
 
Frank-Do schrieb am 20.06.17 um 21:20:32:
Im Motorsport muss das Racing auf der Strecke stimmen um die Zuschauer zu begeistern. Und dafür ist dieser technische Schnick Schnack der zudem noch schweine teuer ist nicht geeignet. Weniger ist in vielen Fällen mehr. Das hat das Rennen am Wochenende eindrucksvoll bewiesen.


Sehe ich auch so. Das Rad muss nicht bei jedem Rennen neu erfunden werden. Man sollte auch nicht versuchen irgendwelche Ökos mit der neuen "fortschrittlichen" Technik zu neuen Motorsportfans zu machen. Das wird nicht gelingen.
Macht einfach guten Sport für die Fans, das genügt.
Bestes Beispiel im Moment: Die Moto GP  Cool. Da kommen auch jede Menge junge Leute hin die sich für die Rennen begeistern.
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1029 - 20.06.17 um 22:33:59
 
Also, mein Zugang zum Motorsport war immer die Technik, und der ganze Spöckes wie Cups/Gleichteile/Silhouetten/BoP/Lowtech hat mich persönlich stets eher randständig interessiert, tatsächlich führt aber der Trend, Motorsport durch vorgenannte Maßnahmen künstlich spannender gestalten zu wollen dazu, daß es mich immer weniger interessiert. Es hat immer weniger mit dem Motorsport zu tun, den ich kennen und lieben gelernt habe. Liegt vielleicht daran, wann, wo und wie ich mit Motorsport sozialisiert wurde. Damals bekundete man seine Bewunderung und Respekt, wenn einer der Teilnehmer dem Wettbewerb richtig zeigte, wo es langgeht. Heute heißt es 'böh, uninteressant, gewinnt ja eh immer dieser und jener...'

Hätte man von Anfang an so gedacht, würden Rennfahrzeuge wahrscheinlich immer noch so aussehen:

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Ist zwar auch irgendwo lustig, aber man hätte auch vieles dazwischen verpasst. Zwinkernd Ich bin auch überzeugt davon, daß die Hybridtechnik, wenn sie durchentwickelt ist, bezahl- und beherrschbar und ihren Weg in die niedrigeren Klassen finden wird. Ist zugegebenermaßen halt nicht ganz so zugänglich wie das moderne Racetainment.
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1030 - 20.06.17 um 22:48:06
 
KOTR schrieb am 20.06.17 um 22:33:59:
Also, mein Zugang zum Motorsport war immer die Technik,...


War bei mir früher auch so. Ich hab schon als Kind in den 70ern meine Carrera-Universal-Autos auf Ground-Effekt umgebaut  Durchgedreht und fand auch sonst jede Entwicklung, egal ob Turbo, aktive Fahrwerke, Einsatz von Kohlefasermonocoque, etc. etc., immer interessant.
Das waren alles Dinge die die Autos schneller gemacht haben. Klar, die Hybriden waren in Le Mans auch superschnell unterwegs, wenn sie denn unterwegs waren  Zwinkernd. Aber ich habe den Eindruck das man für den Bruchteil der Kosten ein Auto auf die Beine stellen kann, das auch die Runde in 3:14 hinknallt.  Es muss nur leicht, aerodynamische effizient sein und einen guten Motor haben. Ich sehe nicht den wirklichen Fortschritt durch den Hybrid. Allein das Gewicht das mitgeschleppt wird ist doch kontraproduktiv. Die fortschrittliche Technik ist eigentlich nicht da um das Auto schneller zu machen, sondern nur für Marketingzwecke.
So war es ja beim Diesel auch. Audi durfte mit doppeltem Hubraum und Turbo die Privaten verhauen. Das wurde dann als Fortschritt verkauft  Durchgedreht.
Als Colin Chapman den Ground Effekt entdeckte, war das wirklich ein Meilenstein, aber nicht das was wir heute sehen.

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« Zuletzt geändert: 20.06.17 um 22:51:46 von Lemansclaus »  

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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1031 - 20.06.17 um 22:58:48
 
Das ist zwar richtig das die Technik einen sehr guter Zugang zum Motorsport ermöglicht, aber das einzige ist das ja nicht...

Es sind auch die Typen im Auto und Drumherum die für das nötige Interesse am Sport sorgen können.
Und ich meine jetzt nicht irgendwelche Hollywood Schauspieler die einer Arztserie entflohen sind sondern die Typen denen man einfach gerne beim fahren zusieht und die man dann gerne siegen sehen möchte. Auch zur Not in einem "gleichgeboppten" Feld.

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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1032 - 20.06.17 um 23:09:48
 
Wieviel PS haben die LMP2 und wieviel die LMP1?
Wie groß ist der Rundenzeitenunterschied?

Für mich ist es kein Motorsport, wenn Lift & Coast zur normalen Rennrunde gehört. Das kann mal eine Ausnahem sein wenn einem der Sprit ausgeht, aber doch nicht der Standartfahrstil.

Hinter der Hybridtechnik steckt doch nur folgendes: Es gibt Leute bei den Herstellern, die Motorsport machen wollen, nur müssen die das Ged von ihren Vorständen bekommen. Und Hybridtechnik , die zur Zeit "in" ist, macht es den Vorständen und Marketingabteilungen leichter das als "grün" zu verkaufen.
Nur leider sind die Kosten und Komplexität so groß, dass zur Zeit nur 2 Hersteller das Geld ausgeben. Ich glaube mich zu erinnern etwas von 200 Mio pro Jahr gehört zu haben. Kann man sicher googeln. Für uns als Zuschauer wäre es sicher genauso spannend oder spannender, wenn für einen Bruchteil des Geldes 6 oder 10 Teams mit 2sek langsameren Rundenzeiten um den Gesamtsieg kämpfen würden.
Ob die Hütte in der Box elektrisch fährt oder nicht interessiert ja nun wirklich niemanden. Behaupte ich mal. Was zählt ist der Kampf auf der Strecke.
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1033 - 20.06.17 um 23:13:50
 
Der Beitrag von KOTR ist sehr gut, aber zu kurz gesprungen.
Die erste Halogenlampe, die ersten Scheibenbremsen, FSI LED und Kurvenlicht und was nicht noch so alles in Le Mans erstmals "getestet" wurde.
Doch mittlerweile haben wir 2017 und es gibt nichts, was ich nicht auch in einer Simulation im Büro entwickeln kann. Die hunderte von Millionen Euros hätte Toyota auch einfach an die R&D-Abteilung geben können um in 3 Jahren zu wissen, was man am Sonntag gelernt hat. Wenn der Prius im Stadtverkehr an der Ampel verreckt, ist etwas falsch.
Natürlich kann man jetzt argumentieren, dass man im Rennsport schneller lernt (siehe Audi LMP1 mit "rennuntauglichem" Kurvenlicht), aber bei all dem R&D zählt am Ende des Tages das Endklassement.
2016 zieht sich ein Toyota mit Allrad - also wohl Verbrenner und Hybrid - aus dem Kies bei Karting. Wieso mache ich dann die Kupplung weniger widerstandsfähig? Hat man bei Toyota nicht auch mal ins Archiv geschaut und den Unfall in der Startrunde beim 1000km Spa 2005 (?) gesehen, als die Rennleitung das SC rausschickt, obwohl Eau Rouge dicht ist? Das Ende vom Lied war, dass die Fahrzeuge in der Steigung anhalten mussten. Es kamen alle wieder vom Fleck.

Das hat auch Leena Gade auf RLM gesagt. "Du musst ein reparierbares Auto haben". Alleine schon der Unterschied zwischen Toyota und Porsche mit der MGU. Ziehen wir noch den zusätzlichen Batteriewechsel ab, dann bleiben immer noch 20min statt einer Stunde, die Porsche schneller war. "Never second guess the Gade"

Für mich ist Fakt, dass hier in der Entwicklung bereits das Rennen verloren wurde. Weniger haltbar, schwieriger zu reparieren - und das nach dem Desaster von 2016. Da ist es mir doch lieber, der Computer spuckt zwei Zehntel Defizit in der Simulation aus und mein Auto hält 24h statt 23:55min...

xxxxxxxx

Rebellion: Ich war auch zunächst extrem sauer ob der Disqualifikation, da die Lösung echt top war. Allerdings schreibt racer.com, dass sich wohl ein Mechaniker im Parc Fermé am Auto zu schaffen machte und das Loch mit Barebond verschließen wollte, nachdem man es beim letzten Stop versäumt hat.
Das lässt die Sache in einem anderen Licht erschienen, zunächst dachte ich an eine ähnlich lächerliche DQ wie beim 1000km Spa 2009, als man den 77er Felbermayr aus der Wertung nahm, weil nach einem Reifenschaden die Karosserie nicht mehr vollständig war
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1034 - 20.06.17 um 23:20:15
 
Aus meiner Sicht ist der Motorsport interessant, weil er technisch ist und durch viel Arbeit und Können ein Vorteil erreicht werden kann und trotzdem es plötzlich völlig unvorhergesehene Dinge passieren. Dabei gibt es bei Langsteckenrennen immer das Short- und Longgame, welche beide sehr spannend sind.

Gerade die Aktuellen Lmp1-H Rennwagen, finde ich persönlich herausragend, die Effizienz ist einfach nur fantastisch: sie beschleunigen unglaublich schnell, fahren nie vorher dagewesen Rundenzeiten und verbrauchen dabei die Hälfe. Dabei gehen sie an die Physikalischen Grenzen und werden damit anfällig.

Zusätzlich die GTE-Autos dabei zu haben ist herrlich, die bieten immer gutes Racing bis zur letzten Minute. Falls aber ein Auto durch die Bop überlegen ist, wird es fast sicher gewinnen, da die Technik locker 24 Stunden hält
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1035 - 20.06.17 um 23:31:46
 
Marcel Racing schrieb am 20.06.17 um 23:20:15:
..., die Effizienz ist einfach nur fantastisch..


Ja, zumindest die, die offiziell bekannt gegeben wird.

Keine Ahnung welche Ressourcen für die Entwicklung und Herstellung des Hybrid-Equipments verbraucht werden.  hä?

Und wenn du einen 10 Jahre alten Toyota-Prius hast, dann hast du 10 Jahre alten Elektroschrott... Laut lachend
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1036 - 20.06.17 um 23:34:26
 
Maggo schrieb am 20.06.17 um 23:09:48:
Wieviel PS haben die LMP2 und wieviel die LMP1?
Wie groß ist der Rundenzeitenunterschied?

Für mich ist es kein Motorsport, wenn Lift & Coast zur normalen Rennrunde gehört. Das kann mal eine Ausnahem sein wenn einem der Sprit ausgeht, aber doch nicht der Standartfahrstil.

Hinter der Hybridtechnik steckt doch nur folgendes: Es gibt Leute bei den Herstellern, die Motorsport machen wollen, nur müssen die das Ged von ihren Vorständen bekommen. Und Hybridtechnik , die zur Zeit "in" ist, macht es den Vorständen und Marketingabteilungen leichter das als "grün" zu verkaufen.
Nur leider sind die Kosten und Komplexität so groß, dass zur Zeit nur 2 Hersteller das Geld ausgeben. Ich glaube mich zu erinnern etwas von 200 Mio pro Jahr gehört zu haben. Kann man sicher googeln. Für uns als Zuschauer wäre es sicher genauso spannend oder spannender, wenn für einen Bruchteil des Geldes 6 oder 10 Teams mit 2sek langsameren Rundenzeiten um den Gesamtsieg kämpfen würden.
Ob die Hütte in der Box elektrisch fährt oder nicht interessiert ja nun wirklich niemanden. Behaupte ich mal. Was zählt ist der Kampf auf der Strecke.


Wenn ihr euch in den nächsten Jahren den "Oreca-Cup" anschauen wollt, dann viel Spaß dabei.  Cool
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ThomasR
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1037 - 20.06.17 um 23:44:30
 
Ich habe nix gegen einen Oreca-Cup - zumindest nicht effektives, dass mich keine 3 Steine kostet um den 6,2 Liter Caddy zu hören.

Zumindest gehört das Qualifying voll gefahren. Jeder jubelt über den neuen Rekord - ich frage mich, wäre nicht auch eine 3:12 drin gewesen ohne lift & coast  Lippen versiegelt
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1038 - 20.06.17 um 23:58:46
 
Andy962 schrieb am 20.06.17 um 22:58:48:
Das ist zwar richtig das die Technik einen sehr guter Zugang zum Motorsport ermöglicht, aber das einzige ist das ja nicht...

Oder manchmal noch sehr viel mehr...

...soviel Privates sei mal gestattet, der Motorsport, mit dem ich augewachsen bin, hat mich derart fasziniert, daß ich mit vielleicht 12 beschlossen habe, das auch machen zu wollen. Nicht Fahren, da hatte ich glaube ich recht zeitig so ein Gefühl, daß das keine aussichtsreiche Karriere für mich bietet, sondern das Entwickeln. Am Ende hab ich ein Maschbau-Studium angefangen. Hab es zwar nicht beendet, Mathe ist nicht so sehr mein Freund, aber es hat bedeutenden Anteil daran, daß ich heute dort bin, wo ich bin, im Guten wie Schlechten. Ich weiß nicht, ob das heutige Angebot mit GT3, TCR, DTM, BoP, etc. genauso ansprechen würde.

Maggo schrieb am 20.06.17 um 23:09:48:
Wieviel PS haben die LMP2 und wieviel die LMP1?
Wie groß ist der Rundenzeitenunterschied?

Aus dem Stegreif: LMP2 ~600 PS, LMP1 so etwa 1000+ PS Systemleistung, also Verbrenner und Elektro. Verbrenner alleine weiß ich grad nicht. In der Quali lagen die Polezeiten etwa 10 1/2 s auseinander, gegen Ende war die Differenz auch so in dem Bereich zwischen der #2 und der #38.
Auch interessant: ein LMP1 macht einen ~45 min-Stint auf 68 l, ein LMP2 ~40 min auf 75l

Zitat:
Für mich ist es kein Motorsport, wenn Lift & Coast zur normalen Rennrunde gehört. Das kann mal eine Ausnahem sein wenn einem der Sprit ausgeht, aber doch nicht der Standartfahrstil.
[...]

In Zeiten vor den 24h-Sprints war Lift&Coast bei solchen Langstreckenrennen mal mindestens bis in die 90er hinein normaler und notwendiger Fahrstil, damit man sein Fahrzeug überhaupt über die 24h bringen konnte. Zwinkernd
Ich weiß, die Technik ist inzwischen deutlich weiter, aber das richtige Pacing ist eigentlich der Kern aller Ausdauersportarten.
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1039 - 21.06.17 um 00:29:04
 
ThomasR schrieb am 20.06.17 um 23:44:30:
Ich habe nix gegen einen Oreca-Cup - zumindest nicht effektives, dass mich keine 3 Steine kostet um den 6,2 Liter Caddy zu hören.

Zumindest gehört das Qualifying voll gefahren. Jeder jubelt über den neuen Rekord - ich frage mich, wäre nicht auch eine 3:12 drin gewesen ohne lift & coast  Lippen versiegelt


3:12 im Quali und dann 24h? Never.  Cool
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1040 - 21.06.17 um 17:48:15
 
Marcel Racing schrieb am 20.06.17 um 23:20:15:
Gerade die Aktuellen Lmp1-H Rennwagen, finde ich persönlich herausragend, die Effizienz ist einfach nur fantastisch: sie beschleunigen unglaublich schnell, fahren nie vorher dagewesen Rundenzeiten und verbrauchen dabei die Hälfe. Dabei gehen sie an die Physikalischen Grenzen und werden damit anfällig.

Du meinst wohl eher das, was sich ingenieurtechnisch mit einem bestimmten Budget im Rahmen der Vorgaben (Testfahrten usw.) umsetzen lässt, was deutlich langweiliger klingt. Mit Ausreizen der Physik haben die LMP1 wenig bis nichts zu tun - das findet sich wenn dann bei Raketenwagen.

Wenn etwas anfällig ist, ist es noch nicht ausgereift (oder prinzipiell ausgereift und man spart Kosten ein), aber deswegen noch kein Indikator für Technologie, Ausloten von Grenzen (im Sinne von Machbarkeit) o. Ä. Deswegen nervt mich persönlich auch das Gequatsche vom komplexesten Rennwagen aller Zeiten - als ob Komplexität an und für sich ein Vorteil sei. Je mehr Komponenten, desto mehr Möglichkeiten gibt es auch, dass bestimmte Probleme auftreten - was man nun bei den Hybrid-LMP1 bewundern darf. Solange man eine Technik nicht wirklich beherrscht, sollte man dann vielleicht doch auf Althergebrachtes setzen (vgl. "Russentechnik").

Vielleicht begreifen das manche von euch als Fortschrittsfeindlichkeit, aber ich sehe einfach keinen Sinn darin, wenn man den Hybrid-LMP1 ein geschütztes Biotop zur Verfügung stellt, in dem sie nicht gegen "normale" konkurrenzfähige Wagen kämpfen müssen = werksseitig eingesetzte Nicht-Hybrid-Leichtbau-LMP1. Gerade Leichtbau finde ich eigentlich ein sehr spannendes Thema, aber das wird aktuell im Grunde pervertiert, indem man schwere Zusatztechnik einlädt. Insofern würde mich mal interessieren, was runden- und verbrauchstechnisch mit einem Leichtbau-Hybrid alles möglich wäre. Solange es diesen Vergleich auf der Strecke nicht gibt, interessiert mich nicht besonders, was die Hybrid-LMP1 schaffen.
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« Zuletzt geändert: 21.06.17 um 17:50:56 von Oederland »  
 
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1041 - 21.06.17 um 18:10:07
 
Zustimmung.. die "Hybriden" stehen wie früher die Diesel-Bomber von Audi unter "Artenschutz".. vom ACO/FIA. Und da kann man ja nur hoffen, dass die genannten 700 PS+ des Mecachrome Triebwerkes keine Worthülsen sind und das Teil auch länger hält als ein NISMO/Cossie !
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1042 - 21.06.17 um 18:14:32
 
ThomasR schrieb am 20.06.17 um 23:13:50:
Rebellion: Ich war auch zunächst extrem sauer ob der Disqualifikation, da die Lösung echt top war. Allerdings schreibt racer.com, dass sich wohl ein Mechaniker im Parc Fermé am Auto zu schaffen machte und das Loch mit Barebond verschließen wollte, nachdem man es beim letzten Stop versäumt hat...

Erst dachte ich, disqualifiziert wegen eines Lochs in der Motorhaube, beim ACO haben sie wohl nicht alle Schrauben angezogen. Give me a break...

Dann habe ich gelesen, dass sich ein Mechaniker im Parc Fermé am Fahrzeug zu schaffen gemacht hat. Das geht gar nicht. Da kann man auch nix missverstehen, ferme=geschlossen, die Regel gibt es seit wann? Wahrscheinlich wären sie mit dem Loch in der Haube durchgekommen, so haben sie sich das sauber eingebrockt.
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1043 - 21.06.17 um 21:47:15
 
Ob Hybridtechnik generell Sinn macht und Einzug in den Rennsport erhalten sollte, möchte ich mal nicht in Frage stellen. Aber mit dem Material von diesem Jahr Rennen zu veranstalten ist lächerlich. Nur nochmal zum Rekapitulieren:

1. Es gab nur noch 2 Hersteller weltweit, die überhaupt Autos an den Start bringen wollten!
2. Diese 2 Hersteller haben nur 5 Autos an den Start gebracht und das in der "Königsklasse" einer Weltmeisterschaft!
3. Von den 5 Autos hat keins das Ziel ohne Probleme erreicht!
4. Es sind nur 2 Autos überhaupt angekommen!
5. Trotz 10s schnellerer Rundenzeiten und längerer Stints ist man gerade so vor den LMP2 angekommen!

Das ist kein Marketing für Hybridtechnik, sondern peinlich! Sowohl Toyota als auch Porsche haben für mich an Glaubwürdigkeit verloren. Mit dem Geld, was da "verschwendet" wurde, kann man wahrscheinlich eine komplette GT3 Serie finanzieren.

Ich bin auch technikbegeistert, aber mit den LMP1 kann ich mich nicht wirklich anfreunden. Die Fahrzeuge sind zu komplex, um sie ohne stundenlange Recherche überhaupt noch zu verstehen. Außerdem haben sie keinen Sound und die Optik tendiert auch gegen häßlich.

Vielleicht sollte man die Dinger erstmal zu Ende entwickeln und dann wieder einen Versuch starten...


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« Zuletzt geändert: 21.06.17 um 21:48:21 von 787B »  
 
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1044 - 21.06.17 um 22:10:47
 
Wenn man sich die heutige Ausgabe der msa durchließt, dann scheint sich das Thema Hybrid-LMP1 bald erledigt zu haben. Der ACO möchte zwar mit dem Reglement 2020 nochmal eins drauf setzen, aber niemand scheint daran Interessiert zu sein.

Über Toyota und Porsche schwebt das Damoklesschwert des baldigen Ausstiegs, ein Einstieg von Peugeot bei dem erwähnten neuen Reglement ab 2020 ist sehr unwahrscheinlich, weil das ja wieder noch teurer wird.

Marcus Schurig sieht auch nur die Chance ab 2019 eine neue Topklasse ohne Hybrid aufzulegen.

Ein totes Pferd zu reiten macht wenig Sinn, aber der ACO möchte anscheinend sogar noch einen zweiten Reiter drauf setzen... Durchgedreht
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1045 - 21.06.17 um 22:36:32
 
787B schrieb am 21.06.17 um 21:47:15:
[...]
Vielleicht sollte man die Dinger erstmal zu Ende entwickeln und dann wieder einen Versuch starten...

30h-Tests sind schön und gut, aber weil ein Rennen immer noch ne andere Kiste ist als ein Test. Mein Lieblingssatz: "Das Problem ist beim Testen nie aufgetreten..." Ach was! Durchgedreht Insofern ist für mich Rennen Teil der Entwicklungsarbeit, und daß man ein oder mehrmals baden geht, wenn man neue Wege bestreitet, ist für mich normal und kein Problem, auch wenn professionell gearbeitet wird.
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1046 - 22.06.17 um 00:11:23
 
Sehe ich genauso. Und man muß dieses eine Rennen jetzt nicht hochstilisieren, um die gesamte Hybridtechnik in Frage zu stellen. Die beiden Hersteller haben meines Erachtens versucht, die Grenzen des Machbaren auszuloten und diese dabei überschritten. Daraus werden sie sicherlich ihre Konsequenzen ziehen und die Sache in Zukunft etwas differenzierter angehen.  Cool
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1047 - 22.06.17 um 00:20:35
 
Man muß auch berücksichtigen, daß wir momentan zwei Hersteller haben, die es sich so richtig heftig geben, und da kann man durchaus unterstellen, daß bei beiden Herstellern im Bemühen, bei der Performance am jeweils anderen dranzubleiben etwas die Zuverlässigkeit hinten runterfiel.

Als man nur moderaten Wettbewerb ausgesetzt war, war Audi bei der Zuverlässigkeit lange Zeit eine Bank. Als andere Hersteller auf ähnlichem Niveau dazustießen, hatten die plötzlich auch Probleme, die man so von Audi & Joest nicht kannte. Smiley
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1048 - 22.06.17 um 03:20:14
 
787B schrieb am 21.06.17 um 21:47:15:
Ob Hybridtechnik generell Sinn macht und Einzug in den Rennsport erhalten sollte, möchte ich mal nicht in Frage stellen. Aber mit dem Material von diesem Jahr Rennen zu veranstalten ist lächerlich. Nur nochmal zum Rekapitulieren:

1. Es gab nur noch 2 Hersteller weltweit, die überhaupt Autos an den Start bringen wollten!
2. Diese 2 Hersteller haben nur 5 Autos an den Start gebracht und das in der "Königsklasse" einer Weltmeisterschaft!
3. Von den 5 Autos hat keins das Ziel ohne Probleme erreicht!
4. Es sind nur 2 Autos überhaupt angekommen!
5. Trotz 10s schnellerer Rundenzeiten und längerer Stints ist man gerade so vor den LMP2 angekommen!

Das ist kein Marketing für Hybridtechnik, sondern peinlich! Sowohl Toyota als auch Porsche haben für mich an Glaubwürdigkeit verloren. Mit dem Geld, was da "verschwendet" wurde, kann man wahrscheinlich eine komplette GT3 Serie finanzieren.

Ich bin auch technikbegeistert, aber mit den LMP1 kann ich mich nicht wirklich anfreunden. Die Fahrzeuge sind zu komplex, um sie ohne stundenlange Recherche überhaupt noch zu verstehen. Außerdem haben sie keinen Sound und die Optik tendiert auch gegen häßlich.

Vielleicht sollte man die Dinger erstmal zu Ende entwickeln und dann wieder einen Versuch starten...




Die gleichartige Hässlichkeit liegt mMn am einfach viel zu eng gestrickten Reglement... anstatt wie früher offen oder zu fahren zu können, mit Vorteilen auf der Strecke bzw in der Box, werden heutzutage die Boxenstopps ins peverse beschnitten und lächerliche Gründe der Sicherheit vorgeschoben! (bei Profi-Boxencrews!!!)

Des weiteren werden festgeschriebene Teile und ähnliches vorgeschrieben, was den Designern fast jeglichen Spielraum nimmt... Einschränkung der Aero ist ja okay, aber nicht durch Einheitsteile wie zB diese sauhässliche Finne.

Aber ansonsten haben wir dieses Jahr doch ein richtig klassisches LM-Duell gesehen, wie es schon seit Uhrzeiten ist! Ich persönlich brauche keine sekundenabstände rund um die Uhr, sondern lediglich das "anything can happen" Gefühl.
2 Hersteller hetzen sich gegenseitig in Defekte genauso wie Ferrari vs Ford in den 60ern oder Ferrari vs Porsche / Matra in den frühen 70ern oder später Porsche vs Renault! An und für hat man dieses Jahr richtig spannendes LM-Racing gesehen und mich hat das Rennen total mitgerissen... wenn die Autos einen einfachen Benziner hätten, wär das Rennen über die Distanz vll keine so große Herausforderung mehr, da es die Technik (auch zB Lichter & Überwachung) evtl zu einfach machen würde.  Smiley
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« Zuletzt geändert: 22.06.17 um 03:22:57 von 956er »  
 
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Re: 24h Le Mans 2017 - Rennen
Antwort #1049 - 22.06.17 um 13:08:28
 
Ich persönlich bin ja eigentlich aus dem GT Lager, aber die LMP1 macht für mich die Prototypen überhaupt erst interessant. Einen guten Verbrenner baut heute ja quasi jeder, also ist rein aus technischer Sicht die Kombination mit einem drehmomentstarken Elektroantrieb der nächste Evolutionsschritt. Zu sehen, was mit den 1000PS an Systemleistung geht, wenn man mal in Spa Ausgang Radillion steht, ist einfach Porno für mich.

Ich bin dieses Jahr zum ersten mal überhaupt in Le Mans gewesen und ich bin froh, dass ich das erleben durfte. Die letzten für mich interessanten Prototypen waren nämlich die Gruppe C meiner späten Kindheit. Sicherlich hat sich keiner der beiden Hersteller mit Ruhm bekleckert, aber deswegen den Hybridantrieb oder den technischen Fortschritt des Motorsports zu verteufeln ist meiner Meinung nach einfach dumme Ignoranz. Ich hoffe der ACO sieht selber ein, dass das Konzept an sich eine Menge Potential hat, aber das Reglement derzeit einfach nicht hinterher kommt. Ich denke das Thema Hybrid und E Motoren im Rennwagenbau ist einfach noch zu sehr in den Kinderschuhen und es braucht meiner Meinung nach einfach mehr Freiheit um es entsprechend entwickeln zu können.

Und wer sagt, dass das ganze Effizienzgeschwafel Unsinn ist, dem unterstelle ich einfach mal Unwissenheit. Der Kompromiss aus Verbrauch und Leistung gewinnt seit Jahren die Rennen, wir haben keine Can Am Zeiten mehr.

PS: jetzt hatte ich nicht aktualisiert, 956er hat da wohl ähnliche Ansichten schon gepostet
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« Zuletzt geändert: 22.06.17 um 13:12:11 von 1927AD »  
 
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